die Gefangenen zelebriert. Dem Kriegsminister wurden lebhafte Kundgebungen dargebracht.
Sofia, 27. März Ter Ministerrat beschloß, unter den Armen von Adrian opel ohne Unterschied der Religion und Nationalität für 100000 ?rr. Mchlvor rate sowie für 20000 Fr. Sa lz, Zucker und andere Lebensmittel verteilen zu lassen.
Gestern abend Wurden vor mehreren Gesandtschaften Kundgebungen veranstaltet.
Tie Gefangenen und die Beute der Bulgaren.
Sofia, 28. März. Wie aus Mustafa Pascha ncmclbet wird, machten die Bulgaren in Adrianopel 51800 Gefangene. Unter ihnen befinden sich außer Schuekri Pascha 16 Paschas, 4Divisions - und 8 Brigade- generale und 1200 sonstige Offiziere. Unter diesen sollen sich 63 dcutscheOffiziere mit den Obersten Helmann und Toptschewski, 13 rumänische und einige belgische Offiziere befinden. Ferner wurden 52000 Gewehre und 6 20 Geschütze, sehr viel Munition und Kleidung in Besitz
genommen.
Eine Kundgebung im bulgarischen Parlaments
Sofia, 27. März In der Sitzung der So- b ran je gab Ministerpräsident Geschow, mit lebhaftem Beifall begrüßt, folgende Erklärung ab:
Die bulgarischen Soldaten schrieben vereint mit ihren verbündeten serbische» Brüdern m i t i h r e m B l u t e c i n R u h m e s- blatt in die (Yesdnchtc der Balkanvölker und zeichneten em denkwürdiges Tatnin in die Weltgeschichte ein. Adrianovcl, die -weite türkische Hauptstadt, die bc?eutcnb)h! Tfafhinfl auf der Balkonhalbinsel, ist ge'alicn. Tic Fabel, daß die bulgarischen Truppen, so Ausgezeichnetes sie auch int Felde leisteten, vor der Festung ohnmächtig seien, ist in nichts zerfallen. Ter gestrige Tag erfüllt die bulgarische Nation mit aufrichtiger Freude^ Ebenso groß ist aber der Schmerz über den Verlust der auf dem Schlachtfelde gefallenen .Helden. Ter Ministerpräsident forderte die Abgeordneten auf, den tapferen Siegern zu huldigen und der Gefallenen ehrenvoll zu gedenken.
Begeisterte Kundgebungen folgten seinen Worten. Tie So- branje beschloß, an den Generalissimus Sawow ein Telegramm zu richten, in dem der Armee die Dankbarkeit der Nation für die glorreiche .Heldentat ausgedrückt wird. Ferner wurde beschlossen, der russischen Duma für die herzliche Bekundung der brüderlichen Gefühle, mit denen die bulgarischen Siege ausgenommen wurden, zu danken. Tic Sikuug würd' mit einer Huldigung für die Gefallenen geschlossen. Sämtliche Abgeordneten erhoben sich von ihren Sitzen und riefen: Frieden für die Seelen der Gefallenen!
Sofia., 27. März. Tie Regierung erwartet das Eintreffen der Zustimmung der verbündeten Balkanstaaten, um alsbald die Antwort auf den Vermittelungsvorschlag der Großmächte zu übereichen. Nach Mitteilungen an zuständiger Stelle werden die Verbündeten den Vorschlag und die Bedingungen der Großmächte als eine Basis für die Friedensverbandlungen annehmen: sie hoffen dabei bezüglich her Ostgrenze und her Kriegsentschädigung auf Zugeständnisse.
Infolge der Kapitulation Adrianopels werden die ein- berufenen L a il d st u r m m ä n n e r entlassen werden.
Ruhe in Konstantinopel.
Ko n st a n t i no Pc l, 28. März. Hier herrscht R u h c Nichts zeigt an, daß ziemlich itnbc der Stadt ein heftiger Kampf tobt. Tic Kapitäne der fremden Schiffe hielten Vormittags eine Besprechung auf dem russischen dldmiralsschissc ab. Tic griechische Flotte kreuzt vor der Meerenge.
Der G r o ß w c s i r erklärte aus eine Anträge des Verbandes für nationale Verteidigung, die T s ch a t a l d s ch a st e l l u n g sei uneinnehmbar.
Ein türkischer Bericht.
Konstantinopel, 27. März. (Amtlicher Kriegsbericht.) Bei Tschataldsrba waren gestern die Vorposten unseres rechten Flügels bis zum Abend in einen leichten Artille rickampf mit dem Feinde her* wickelt, doch wurde auf diesen Punkten keine feindliche Bewegung von Bedeutung bemerkt. Im Zentrum ititb am linken Flügel ist alles ruhig. Zwar war eine Vorwärts- bewegung'des Feindes erkennbar, der die Höhen westlich von Büjülschokmedsche besetzt die Bewegung wurde aber durch das heftige Artilleriefeuer unserer Vorposten zum S t i l t st a n d gebracht. Das Artilleriefeuer dauerte an diesem Punttc bis nach Sonnenuntergang, ohne eine Aen- derung der Lage zu ergeben. Vor Bulair ereignete sich nichts. Seit gestern früh 8 Uhr sind die sunl'entele graphischen Verbindungen in i t Adrianopel ab geschnitten Kurz vorher eingetrossene Depeschen meldeten den Fall der östlichen Forts Tjevizlit Aivasbaba und Tachodschak.
Ter tschechische Freudenrausch.
Prag, 28. März. Ter tschechische Nationalrat beabsichtigt, zur Feier des Falles von Adrianopel in
lendes Gelächter empfing die Tragöden, und ein klägliches Ge- wimmere ward als Huldigung hem Humoristen zu teil. Tie Auf- gabr, die sinnlichen Wettbewerbern zum Schluß gestellt wurde, bestand darin, den Helden in einem Sketch folgenden Inhalts bar- zustesten: Ort: eine armselige Dachstube. Air einem luntfeligcn Tische üf.t ein niebcrgcbrodiener, herunlergetommener Manu .bezw. Frau . Tic Tür offner sich Herein tritt der Postbote unb überreicht einen Bnei. Ter „Hetd" öffnet ihn, lieft, daß er 4(10 000 Mark geerbt hat und freut sich unb iirdm Zufällig fällt bann sein Stil aus den Briefumschlag, er sieht, daß der Dries für einen ganz anderen bestimmt war. Enttäuschimg packt ihn. Aber bald darauf lächelt er über die Tronic des Schicksals Die verschiedenen Stimmungen dieses „Helbeu" packend auszumalen — das war die Aufgabe, die die Preisbewerber zu lösen hatten. Und die Art, mic die verschiedenen dieser Aufgabe gerecht wurden, verursachte den Preisrichtern mancherlei Kurzwest. Da zeigte eine innge Dame Freude, indem sie fick der Länge nach auf den Boden warf, und mit den Beinen strampelte, bann wieder aufsprang und sich vor Freude — das Haar ausraufte. ?ütbcrc wiederum schnitten die tollsten Grimassen, und einer pfiff eilt Liedchen vor sich hin. Er halte ganz vergessen, daß ein gepfiffenes Liedstxn auf dem Filme nicht zu ,,sehen" ist.
— E i n russisches Nationalmuseum in Mos- k au. Unter den Proiekten, mit denen sia, die russische Rcichs'ouma in nächster Zeit zu besckrästigen haben wird, befind.t iuf). wie der Cicerone nnttcilt, auch der Plan der Grmrdung eines .rroßeu russischen Nationalnurseumü in Moskau. Das Museum soll zur Feier des 300jährigen Regierungsiubiläums der Romanowdanastie gestiftet werden und sein Ziel wird sein, ein möglichst erschöpfendes Bild der kulturellen Entwicklung Rußlands zu geben. Man wird tabei voraussichtlich von dem Rumiantzcw Muieum auSgehen, befielt reiche historische, etbnograpbisdx- und kstnstlerisbe Sannn lmtgen erweitert werden könnten, um sich dann den noch fehlenden Abteilungen des ?rationalumsenms in einer Reihe von Neubauten Mtzugliedern.
— Kurze Nach r i chten au5 Kunst und Wissenschaft Die s
non 20000 Frankeu tue die . a der
.Kunstausstellung in München. m«-- j 'K
sand am gestrigen Donnerstag in W e
ber Minister die Eröffnung de Znterna • o*. T ■ graphischen Honflreffe« statt, brr voi. . '"Y wYivcty
italicnnd^n Gesellschaft für Geographie vrrcutnaltet t .
Prag nationale Festlichkeiten abzuhalten, die in einer Illumination der Stadt Prag und in einer Beleuchtung der Moldau bestehen sollen. Wie verlautet, will die Regierung die Kundgebungen mit Rücksicht auf den panslawistischen Charakter untersagen. Das Stadtoerordnetert-Kollegium in Prag beschloß zur Erinnerung au die Eroberung von 2lorianopcl ein Konvikt für südslawische Studenten in Prag zu errichten.
Tic Beschießung von Skutari wieder ausgenommen?
Wien, 27. März. Oesterreich-Ungarn wandte sich mit dem Ersuchen nach Konstantinopel, E s - ) a b P a s ch» möchten Weisungen erteilt werden, daß er Lent Abzug der Zivilbevölkerung aus Skutari feine Hindernisse mehr in den Weg lege. Man hofft, daß dieser Schritt in Konstantinopel von den übrigen Groß- wachteu unterstützt Wirb. Das Bombardement Skutari s ist gegenwärtig noch eingestellt. — Tic serbische Regierung hat angeordnet, ohne die Demarche der Großmächte in Belgrad ab zuwarten , daß die Beschießung der Stadt durch serbische Truppen unterbleibt, so lange der Abzug der Zivilbevölkerung nicht erfolgt ist. Von der montenegrinischen Regierung liegt an hiesiger zuständiger Stelle noch keine Mitteilung von nennt Entschlie ßungen vor. Nach Meldungen von anderer Seite schreibt das „Amtsblatt" in Eetinje, daß, nachdem uni 4 Uhr nach- mittags die vom König gnvährte 50 stündige Frist für beh Abzug der Zivilbevölkerung auv Stutari abgelaufen fei, das £bertonnnanbo beauftragt sei, das Bombardement in öcrftärttnn Maße wieder aufzunehmen.
Tcv Widerstand des Königs Nikolaus.
Petersburg, 28. März. Laut „Nowoje Wrernja" erklärte König Nikita, in der Skutari-Fragc auch gegen ganz Europa nicht nachgeben zu wollen. Wie ferner noch Hier behauptet wird, denkt Serbien nicht an einen Rückzug vor Skutari, unb bulgarische Emissäre sollen erklärt haben, dast Bulgarien jetzt nach dem Falle von Adriaiwvcl Montenegro mit voller Wassen- gewalt gegen Oesterreich unterstützen werde.
Angriffe der Bulgaren in der Tschataldschalinic.
Sofia, 27. März. (Agence Bulgare.) Während der Operationen bei Adrianopel erhielten die Tivisionen der bulgarischen Vorhut au der Tschataldschalinic den Beseht, gegen die Türken die Offensive zu ergreifen. Tie Offensive begann gleichzeitig mit jener bei Adrianopel und dauerte vom 24. bis 26. März. Im Verlaufe der Kämpfe wurde festgestellt, daß die Türken mit fünf Infanteriedivisionen und einer Kavalleriebrigade, Von der Flotte im Marmarameer unter ft ützt, gegen die bulgarische Vorhut operierten. Tic Bulgaren setzten unaufhaltsam ihren siegreichen Vormarsch fort und besetzten die Linie Arnautjoej— Tschataldscha (Stabt) — Goestschli, die Höhen östlich von Ai al an, Kälsakoef, Sofaskoef und Ormanli. Tic türkischen Divisionen, bie unaufhörlich zurückgcdränqt wurden, zogen sich auf die Hauptlinic von Tschataldscha unter den Schußbereich der schweren Festungs- artillcric zurück. Tie Bulgaren besetzten jetzt die früher eiiigttiommcncii Stellungen der Dschatalbschaiinie. Wie der Kommandant der vereinigten dritten Armee telegra plnert, wurde die Nachricht von der Einnahme Adrianopcls von den Truppen bei Tschataldscha jinib Bulair mit Begeisterung aufgenommen.
Svsia, 27. März. Die Vorhut der Bulgaren unter- nahm bei Tschataldscha einen neuen Angriff gegen die Türken und warf sie über den Fluß Karasu zurück.
Keine Kapitulation Tschawid Paschas.
Belgrad, 27. März Tic von dem Presse-Bureau in Eetinje verbreitete Meldung von der Kapitulation Tschawid Paschas war verfrüht. In Wirtlichkeit bat Tfck>a- wid Pascha die lieb ergäbe nur unter der Bedingung angeboten, daß er selbst den Tcgcn behalten dürfe und.^aß die Tegen seiner Offiziere nach dem Abschluß! des Waffenstillstandes zurückgegcben würden. Tas Hauptquartier war damit einverstanden, in der Zwischenzeit änderte jedoch Tschawid Pascha feine Meinung. Jetzt schweben weitere Verhandlungen.
An Bord der „Hamidich".
Eine interessante Sck)ilderung von einem Besuche an Bord des vielgenannten türkischen Kreuzers „Hamidich", des „fliegenden Türken des Aegäischen Meeres", veröffentlicht Nur El-Tin Beyhum in der neuen Nummer der „Illustration". Er befand sich vor drei Wochen in Beirut, als abends gegen 1 ,.8 Uhr vor dem S?afcn Plötz lief) ein Fahrzeug erschien, das dadurch aussiel, daß es unausgesetzt nach allen Seiten seine Scheinwerfer spielen ließ. Es stuir die „Hamidich", die bald darauf auf der Reede vor Anker ging. Tas Gerücht ging wie ein Lauffeuer durch bie Stadt, und am nächsten Morgen drängte sich trotz des Regens und des stürmischen Wetters auf den Kaimauern des Hafens eine große Menschenmasse, die das so schnell berühmt gewordene türkische Kriegsschiff wenigstens von weitem betrachten wollte.
Nur El-Tin, der den Kommandanten der „Hamidieh" persönlich kannte, nahni sich ein Boot und ließ sich zu dem Kreuzer rudern. „Ein Soldat brachte dem Kommandanten meine Karte und führte mich in einen Salon, wo ich nicht lange zu warten brauchte. Fröhlich und zufrieden wie immer, trat Rauf Sei ein, kam mit ausgestrecktcr Hand auf mich zu und begann sofort begeistert von der Sck)önhcit des Libanon zu sprechen, und von der Anmut der Stabt, die wir durch das Kajütsenster vor uns liegen sahen. Tann erzählte er von der Freigebig leit ber Bewohner von Beirut, bie ihm und seinem Schrffc zahlreiche Geschenke geschickt hätten: Zucker, Reis, Mehl unb Zigaretten. Er sprach dabei englisch; dann unterbrach er sich auf einen Augenblick, rief einen seiner Offiziere herbei und gab ihm eine große Papierrolle mit dem 'Jhiftrag, sie der drahtlosen Telegraphiestation ,zu. überbringen Es war wahrscheinlich ein Rapport für bas Marineministerium. Es lautete zur Tafel, unb ich erhvo mich, um Abschied zu nehmen: aber ber Kommandant führte mich in die Offi- ziersmessc und bat mich, mit ihm und seinen Ossizieren das Mahl zu teilen. Ich verslutstc dabei mehrsach, das Gespräch auf politische Fragen zu bringen. Aber alle meine Bemühungen waren vergeblich: tHanf Bei wußte stets dein Ostspräch eine andere Wendung zu geben und begann sich plötzlich aufs lebhafteste für die Teniperaturschivank- ungen und die unsichere Witterung be* Tages zu interessieren. Tas Menu unseres Diners lautete: Hammelsuß- suppc, Omelette, Huhn, grüne Bohnen, Baklaoia (eine süße Speise unb Kaffee"
3>vei Tage später war bie „Hamidich" plötzlich wieder versmwuridcn, um dann am 12. Mär- überraschend vor lDurazzo and bald daraus vor Sau Giovanni di .Nedua zn erscheinen, wo sie bekanntlich einige gric- cha'che und wrbischc Transportbamvfcr und Munitions- f schisse zum Sinken brachte.
Dcutsches Heid?«
Der Kaiser
nahm am Domicrslag Vormittag eine Kompagniebenchtigung im Lustgarten zu Potsdam vor. Es wurden besichtigt die Leib kompaqnic, o,c 3., 7 und 9. Kompagnie des ersten Gard.' RcgimctUs iu Fuß Tic Besichtigung war sehr eingehend unb fiel zur vollen Zusricdenhcit des Monarchen aus. Nach dem Parademarick, zu dem auch die übrigen Kompagnien des ersten Gard. Regiments zu Fuß Ipnzugezogen ivaren, nahm ber Kaiser militärische Meldungen entgegen.
Tic Einnahme n ber Reichs post Verwaltung haben im Februar d. I nur einen Betrag von 50,9 Mill. Mark erreicht, das ist über 15 Mill. Mark weniger als ber einmonatliche Etatsantcil beträgt. Auch unter Berücksichtigung bei- Datt'ache, daß ber Februar zwei Tage weniger als der Turchschnittsmonat hat, ist bie Mindereinnahme des vergangenen Monats sehr erheblich. Tie (>>casmtcinnal,lne seit bcm 1. April 1912 stellt sich bis Ende Februar auf 717,3 Mill Mark. Im Etat find für bas ganze Jahr 791,4 Mill. Mark veranschlagt worden, bie Elsmonatseinnahmc steht mithin noch um 71,1 Mill Mark hinter bcm Iahresanschlag zurück Bei ungefähr 66 Mikl. Mark monatlicher Durchschnittsein- nahnic müßte also der März 8 Mill. Marl über den Durchschnitt cinbnngcn, wenn der jetzige Fehlbetrag bis Ende des Etatsjahres gedeckt werben soll Die aus ber Reichs-Eisenbahnverwaltung fließenden Einnahmen lsttben mit Abkauf des Februar den Etatsanschlag erreicht. Sie stehen mit 139,3 Mill. Mari nur noch um 2,5 Mill. Mark hinter diesem zurück und dürften am Jahresende den Voranschlag um ungefähr 9—10 Mill. Mark überschreiten Ter bisherige Ueberschuß beträgt 9,5 Mill. Mark.
Ein Abkommen mit Italicn.
Die „Norddeutsche Mgemeinc Zeitung" schreibt: DaS nm 31. Juli v. I. in Berlin unterzeichnete Abkommen Aiviidirn dem Teutschen Reiche unb dem Königreich Italien über Ar- beiterversicherung ist nunmehr von beiden Teilen ratifiziert worden und wird am 1. ?lpril d. I. in Kratt trcuit Es trägt den berechtigten Interessen sowohl der Versicheruugsträger als auch ber Versicherten leider Läitdcr nach Möglich'.it :Kedmung unb wird, wie zu ßoffen steht, für die beiberfeitigen Beziehungen auf bcm Gebiete ber Arbcitcrverficherung von förbernber unb nuBbringcnber Wirkung sein.
I n der Landtagsersatz wähl im Wahlkreise acht, Marienwerder
mürben für den Rittergutsbesitzer Tr. Äioesickc Görsdorf bei Dahme MOnf.) .388, Gutsbesitzer M ällach - Wittkow (KrciS Teutschkrone (Ztr.) 13, unb Oberstleutnant z. T. Fischer Jklvw Kreis Flatow^ (Kons.) eine Stimme abgegeben. Tr. Roesüke ist somit gewählt. >
Ausland.
Sei der Weiterberatung des Giottbarbbertragflfe im schweizerischen Nationalrat
erhärte ber Abgeordnete von Planto. sonst Olegncr des Ser trage#, cs fei auf Grund der letzten 9kote Tcutfcblanb» eine Ber ftänöigung möglich, wenn Tcutidilanb iid) bereit erkläre die Schwierigkeiten, die ber neue Vertrag der Sd)weiz später bereiten könnte, schiedsgerichtlich cnti'dici^n zu lassen. Mehrere melfdw Llbgcordnctc sprachen sodann gegnt bcii Vertrag weil er ber Schweiz staatsrechtliche Tinrftbarfcitcn auserlege, die ihr? Würbe unb Unabhängigkeit anfaftrtcu. Tic wckschen 2lb georbneten werden einen Antrag aus Verschiebung der De r a t u it (i cinbringnt, damit vorerst der Bunbcsrat neue Bei - Handlungen anknüpse.________________________________________’
Ans Stadt nnd CattO»
Gießen, 28. März 1913.
* * Tageskalender für Freitag, 28. März: Stadl thcatcr. „Aiaria Blagbalena.'^ Anfang 8 Uhr.
• • Titelverleihung. Der Kaiser hat dem Postmeister Gräff in Langen den Charakter als RechnungSral verliehen.
* * Pfarrvcrsonalicn. Ter Großherzog hat den evang. Siarrcr Will». Römheld zu Psungstadt auf sein Nach- suchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Ruhe- stand versetzt und den evang. Starrer D. Tr. Wilb. Diehl zu Tarmftabt zum 2. orbcntlicbcn Professor ber Theologie am Prc- bigcricmtnnr und Psarrer zu Friedberg ernannt.
•• Lehrerpersonallen. Gynmasiallehrer August Haggemüller ist zum Neallehrcr ernannt worben.
•• Stadttheater. Nochmals sei auf die Schuler- Vorstellung von r9(nbrea5 Hofer* morgen SamStog nachnnttag hinqeiviescn; eine letzte Wiederholuyg deS wirkungsvollen patriotischen Werkes finbet dann Sonntag nachmittag bei kleinen Preisen statt. — In der bekannten flotten GesangS- posse .Der StabStrompeter^, die am Sonntag abend ebenfalls bei kleinen Preisen gegeben wird unb in der fast baS gesamte Personal beschäftigt ist, werben von Fräulein Rappo und den Herren Grosser und Norden, der a» diesem Abend zum letzten Male auftritt, besondere Einlagen gesungen werben.
Kreis Schotten.
— HoherodSkopf, 27. März. Ein bedauerlichen Unfall ereignete sich am letzten Osterfeiertage auf dem Taufstein. Lehrer K r o m m von Gedern, der mit einigen Freunden und Bekannten einen Ausflug nach dem HoherodSkopf und Taufstein unternommen hatte, hatte einen nahe bei dem BiSinarckturm stehenden Baum erstiegen, um Baumschwämme herunter zu holen. Plötzlich brach der morsche Ast, auf bett sich Herr firomm befand, so daß ec rücklings auf den steinigen Boden fiel und sich schwere innere Verletzungen zuzog. Mit Hilfe feiner Freunde erreichte er daS KlubhaiiS auf dem HoherodSkopf. Ein Wagen brachte den Schwerverletzten nach Hatt- inannshain, von wo aus er die Rückreise nach Gedern mit der Bahn antrat.
Kreis Friedberg.
$ Bad-Nauheim. 27. Mär,;. Unter Mitwirkung von Frl. Pfeffer von hier, Frau Bogt'Butzbach und L. Bergmann-Frankfurt a. M. gab Musiklehrec L. Marguth im Sprudel-Hotel ein Konzert, das gut besticht war und einen erfolgreichen Verlauf nahm. — Mit der Herausgabe eines Bad-Nauhcimec UrllindenbucheS hat der hiesige Heimat- verein begonnen. Alle Bad-Nauheimer Urkunden sollen darin abgedruckt werden.
h Niedcr - Florstadt, 27. Dkärz. Eine wackere Ta.' vollbrachte der 13jährige Schüler Westphal von hier. Er rettete unter den schwierigsten Verhältnissen und unter eigener Lebensgefahr den dreijährigen Sohn des Gendarmen Schäfer aus ber hochgehenben Nidda. Am Ufer rief er dann den bewußkosen Kienen wieder ins Leber zurück.
Starkenburg und Nheinheffcn.
bs Darmstadt, 27. März. Ter Kreis Darmstadt flieh Ijciue feinen Kreistag ab. Ter Sorfujcnbc, Provinzial-


