Ausgabe 
28.3.1913 Erstes Blatt
 
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MerVöse Schulkinder

West-Anlage 48

West-Anlage 48

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Laubach, Sellnrod, Friedberg, den 28. März 1913.

Die Beerdigung findet am Dienstag, nachmittag 4 Uhr. vom Trauerhause

in Laubach, Kaiserstrasse 10, aus statt.

2126

Der Vorstand

730/s

Gießen, den 28. März 1913.

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I) Personen

9 Personen

Lyra*

Schweinefleisch 85 u. 95

2105

1881

-Gitter

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Lose hier bei Blich. Buch­acker, Kgl. Pr. Lott.-Einn.

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Mit heutiger Gesamtauflage wird ein »V-Iitn blatt der, vir nm vauc« Hartmann, Aktien« acscllschast, größtes Sporthaus Mittel- und Sitddcutschlands, Eisenach, verbreitet. ID38/.

Letzte N^c!)rrehtett. Die SLittiNtttNü in Kouslantinopel.

Konstantinopel, 28. März. Die Nachricht von dem Fall Adrianopels, welche bisher amtlich noch nicht bekannt

Ijehrfhcher:

Gehörbildung, Musikdiktat, Primavista-Singen, Theorie der Musik, Harmonielehre. Eiern entar- Klavicrspiel, Höheres Klavierspiel, Solo, Ensemble­spiel, Hebungen im Begleiten. Für die fünf ersten Lehrfächer können auch Hospitanten zugelassen werden.

Anfang des Sommer-Semesters 1913: Montag, den 7. Aprii. Festsetzung des Stundenplanes Dienstag, den 1. April, nachmittags 2 Uhr. 12108

Kunst! '0830- National Kostüme! Gesang!

Anfang wochentags 7*/a Hör, Sonntags 3,/a Hör Programm 20 Psg. [1950] Programm 20 Psg

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Wahlkreise acht,

o c j i d c - QöTsboii bei Ilach-ViWw /Kicis nnnt 2. Fischcr- immc abgegeben. Dr.

Die tieftrauernden Hinterbliebenen:

i. d n. Familie Ludwig Hohmann

Fkeimüige GliilHe Feiiemch.

SamStag, den 29. März, abends 9 Uhr:

Ordentliche Hauptversammlung

bei Kamerad Kunz (Haberkastcn).

Tagesordnung:

f. Jahresbericht. 2. Kassenbericht. 3. Verleihung von Dienstabzeichen. 4. Etwaige Anträge, nach Maßgabe des Satzes 12 der Satzungen. 5. Verschiedenes.

Obs Rteinewald

Spezialarzt für Ohren-, Nasen-, Halsleiden

äst wieder da.

Danksagung

f?ür die uns bei unserem schweren Verluste allseitig erwiesene Teilnahme sagen wir hiermit allen herzlichen Dank.

Georg Lenz und Söhne.

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2*. Äärz: Stadl j 8 Ul)T.

:oijct hat dem B' ikter als Rechnung^

Zur Frühjahrs - Saison empfehle: Neue fliegende Holländer Leiter-, Kasten- u. Puppenwagen Turngeräte Schaukeln Sandformen Gartengerätc Schieb Karren Gummibälle Fußbälle Hängematten Rucksäcke Tennisschläger u. -Bälle Kinder-Tische Klappstüble und

würde es nicht mehr geben, wenn jede Mutter ihren schulpflichtigen Lieblingen als tägliches Frühstücksgetränk Kasseler Hafer-Kakao (Nur echt in blauen Kartons für 1 M., niemals lose!) reichen würde. Systematische Stärkung und Kräftigung des Körpers schützt am besten gegen

Geistige Überanstrengung

direktor Fey, widmete vor Eintritt in die Tagesordnung dem verstorbenen Geh. Justizrat Schmeel einen Nachruf. Der Voranschlag der Kreiskasse war der £)aiiptpunft der Tages­ordnung. Provinzialdircktor Fey erstattete über die finanzielle Lage im allgemeinen Bericht, die durchaus günstig sei. Tie Rechnung schließt mit 654 484 Mk. und einem Ucberschus; von 30 030,70 Mk. ab. Eine lebhafte Tätigkeit hat der Kreis onf dem Gebiete der sozialen Fürsorge entfaltet. Auch der Jugendpflege galt sein Interesse. Ein Betrag von 1000 Mk. ilt in den Voranschlag eingestellt worden zur Förderung der Säuglingspflege und des Mutterschutzes in den Landgemeinden. Für Unfallverletzte und Invaliden soll im Kreise eine Land- folonic ins Leben gerufen werden. Die Bestrebungen, eine elektrische Bahnverbindung DarmstadtOffenbach zu schaffen, werden ziemlich.sicher bald ztnn Ziele führen.

vermncbtes.

* Weitere Mordtaten Stern icke ls. Bei 'Ge­genüberstellung Sternickels mit 23 Zeugen aus Schlesien er­kannten mehrere in jhm mit Gewißheit den Heulstindlcr Winkler wieder, der im März 1909 die Witwe Krause in Pete r s gründ und im Dezember 1910 den Kossäten Knotig in P v mb s en ermordete.

* (Sin Unfall des Königs von Spanien. Nach Meldungen verschiedener Leitungen ist dec König gestern beim Golfspiel ziemlich ernst verletzt worden. Zu dem Unfälle wer­den folgende Einzelheiten mitgeteilt: Als König Alfons im Galopp seinen Platz im Pollospicl entnehmen wollte, stürzte sein Pferd und der König tarn unter es zu liegen. Es gelang ihm, sich sofort frei zu machen und auszustehen. Der König begrüßte lächelnd die Leute, die her beieilten, um zu helfen und sagte, cs sei nichts geschehen Der König begab sich dann nach dem Palais zurück unö legte sich zu Bett, da er leicht^ Kontusionen erlitten hatte. Er verbrachte eine gute Nacht und heute früh war sein Befinden gebessert.

Allert Verwandten und Bekannten hierdurch die schmerzliche Nach­richt. dass heute morgen um 3 Uhr nach kurzem schweren Leiden unser innigstgeliebter, unvergesslicher Sohn, Bruder, Neffe und Enkel

otthardvcriragatz tionalrat

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Amtlicher wetterbeticht.

Wettcraussichten in Lessen für Samstag, den 29. März 1913 Veränderlich, leichte Niederschläge, Temperatur wenig verändert, westliche Winde.

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gegeben worden ist, rief in der türkischen Devvl- kerung große Niedergeschlagenheit hervor. Diele Beamte begannen zu weinen, als sie von dem Schicksal Adrianopels erfuhren. Man glaubte, daß «Adrianopcl noch lange werde Widerstand leisten können., Wie verlautet, wurden heute die KämPfe a u d er Tschat a ldsch a - linie wieder ausgenommen.

Zar Ferdinand in Adrianopcl.

Adrianopcl, 28. März. Der Zar von Bulgarien ist sofort nach dem Fall von Adrianopcl hierher abgereist und heute in die Stadt cingezogen. Im .Hause des Militärklnbs cmp fing er Schuckri Pascha, der ihm seinen Degen überreichte. Der Zar gab ihm den Degen mit ehrenden Worten zurück.

Der neue türkische Botschafter in Berlin.

Konstantinopel, 28. März. Mahmud Mukdan Pascha ivnrde zum türkischen Botschafter in Berlin ernannt.

Der Prinz von Wales in Stuttgart.

Stuttgart, 28. März. Der Prin z von Wales bc suchte gestern abend im Hofthcatcr die vom Goethebund veran staltete Frcisch ü tz - Aufführung. Heute vormittag machte der Prinz einen Spaziergang mit dem Professor Fiedler in die königlichem Anlagen. .Hieraus wurde er dem neuen Armcc- inspekteur Herzog Albrecht vorgcstcllt.

D i c Schäden im ame rikanischen Ueberschwcmmungsgebiet.

New ?) ork, 28., Mürz. Der Schaden der Eisen­bahnen im 11 c6 er schw einmungsgebiet beträgt fünf­zehn Millionen Dollars. Der Rückgang der Stahl­produktion für die nächsten drei Wochen wird auf V2 Mil­lionen geschätzt.

Willy Hohman

Schüler des Gymnasiums Friedericianum zu Laubach in seinem vollendeten 16. Lebensjahre sanft entschlafen ist.

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Dar Unwetter in den vereinigten Staaten.

Nach den letzten Berichten sind West-Pennshlvanien, Nordwest - $irgtnti?n und Kentucky durch starke Uebersclnocinmungen bedroht. Gut Teil von Pi11sbnrg steht unter Wasser. Truppen werden uach West-Indianapolis entsandt, wo Plünderungen der Säbcn begonnen haben und wahrscheinlich das Stanorecht pro­klamiert werden wird. Aus A r k ansa 5 wird von verschiedenen Plätzen gemeldet, daß der Missisippi nm 37* 2 Fuß gestiegen ist inibjtod) weitersteigt. Die Flüsse Hiidson, Mohawk und Gcnesee im Staate New ?)ork sind stark angcschwollen. Erheblicher Scha­den ist bereits angcrichtet. In den mittleren Tälern und in den Gegenden der Seen wird der Regen zn Schnee. An der Küste des Atlantischen Ozeans ist der Sturm im beständigen Wachsen begriffen. Nach der Meldung eines Lokalblattes sind in Eolinn- bus über 600 Menschen ertrunken. Generalarzt Blue vom Gesundheitsamt ist nach Ohio mit einer großen Menge Typhusscrum gereist, da infolge des Mangels an Trinkwasser die große.Gefahr einer Epidemie vorhanden ist. In M i d d l e- t ow n (Ohioi sind 8000 Menschen obdach- und schutzlos. In Cincinnati steigt das Wasser und der Eisenbahnverkehr ist stark behindert.

New-Po rk, 26. AMrz. Die Meldungen aus den Ucber- schwcmmungsgebieten bestätigen die großen Verluste an Menschenleben und Material. Die Telephon- und Telc graphenverl indnngcn sind fast völlig unterbrochen. H u n - bette von Brücken sind «ingestürzt. Datzton scheint fast gänzlich zerstört. Der Gouverneur von Ohio meldet: In Ohio find fast 250 000 Menschen obdachlos. Das Par­lament dieses Staates hat 500 000 Dollars bewilligt, außer­dem sendet die BundesreLierupg große Mengen an Lebensmittel. Man glaubt, daß in Indianapolis 200 und in Colum­bien 150 Personen ertrunken sind. Der Gesamtvcrlnst an Men­schenleben wird auf mindestens 1300, der Materialschaden auf etwa 50 Millionen Dollars geschätzt. Eine Mil­lion Arbeiter ist brotlos. Die Verluste des Handels­verkehrs entziehen sich jeder Schätzung.

Dahton, 27. März. Die strenge Kälte dauert an. Ein Schneesturm erhöht noch die Schrecken der Ueberschwem- muitg. Hochauflodcrnde Flammen hüllen fast den gesamten unteren Stadtteil ein. In der Geschäftsgegend sind mehrere Straßen eingcäschert.

Columbus, 27. März. Gegen Mittag wurde man des F c u ers in Dahton Herr. Ein Tahtoncr Telephon-Beamter berichtet hierher, daß in einer Kirche in Dayton eine provisorische Leichenhalle eingerichtet worden sei, und er könne von seinem Stand­orte aus den Transport zahlreicher Leichen, mcnsterrs von Frauen und Kindern, beobachten.

Sidnch lOhioi, 27. März. Ein Schaffner eines HilfszugcS schildert die gestrigen Szenen in P i g u a, wo 5 0 0 Person e n e_rtritn Fen sein sollen. Er erklärte: Die furchtbare Sturmflut hob die Häuser aus ihrem Fundament und riß sie, wie die Bewohner, stromabivärts mit sich. Die Menschen ertranken entweder oder sie wurden von den Trümmern erschlagen. In Indianapolis beorderte der Gouverneur die Staatsmiliz, um die Bürger vor Raub und Plünderung zu schützen. In Whee - ling wurde der Geschästsbezirk bis zu zehn Fuß überschwemmt.

Washington, 27. März. Das Kriegsamt erhielt von dem Hilsskomitec aus Hamilton (Ohio) die Mitteilung, in Lewis town bei Dayton sei eine Reservoir geborsten. Der Verlust a n Menschenleben und Sachschaden sei ungeheuer.

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