Die größten Feinde des die Menschen zu stärken
Menschen sein wird.
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ist die eoan- ihr ist Orga- Jnhaber der
Sachverständige.
Wieder eine mccklenbur> Vorlage ab g
en 11. November, bringt Fron Mario Rchoff mit
von kaum einem halben Jahre eine für di« Menschhett so wirksame Erfindung die ihre nennen zu dürfen. Ich spreche Tr. S)aber meine Änertennung aus und gratuliere ihm namens der Gesellschaft. Zu gleicher Zeit begrüße ich Dr. Wassermann. Wie schon vorher in genialer Weise ausgesührt worden ist, soll in dem neuen Institut der Endkarnpf gegen die
cincicbirTtibrt.
Köln, 27. Okt. Ter Flieger S t o e f f l e r, der mit seinem Begleiter heute früh 6 Uhr 44 Minuten in Johannisthal aufgcstiegen war, ist um 3V3 Uhr nachmittags hier wohlbehalten gelandet, nachdem er bei Dortmund eine Zwischenlandung vnrgenommen hatte, um Benzin einzunehmen.
Aus Schwerin wird gemeldet: In der heutigen ' (Dienstag) Plenarsitzung des mecklenburgischen Landtages wurde die Verfassungsvorlage mit 239 gegen 129 Stimmen abgelehnt.
Die „Fleischenquete-Kommission".
Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Die
•• Schulangelegenheit. Erledigt gelische Schnlstelle zu Feldkrücken. Mit nisten- und Vorlesedienst verbunden. Dem Stelle kann eine Ortszulage bewilligt werden.
•• Ernannt wurde am 15. Oktober d.
Fleischenqucte-K'ommission trat unter dem Vorsitz Staatssekretärs Tr. Delbrück zu einer Schlußsitzung zu
** Tageskalender für Mittwoch, den 29.Cfl.: St adt- 15e ater: ,Ter Königsleutnant.' (VotkSoorstellung.) Abends 8 Uhr.
Frauenbund der Deutschen Kolonialgesell- schakt (Abt. Gießens: Vortrag deS Marinepsarrers a. D. Wangcmonn: »Truste und heitere Rultuibilber au5 der Sud- |eee. In der Aula abends 8X Uhr.
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•• Psorrpersonolien. Der Großherzog Hot der für den Rest der lausenden Wahlperiode vollzogenen Wahl deS evangelischen Oberpfarrer? Ernst AmanduZ Müller zu Lauterbach zum Dekan deS Dekanats Lauterbach, deS evong. Pfarrers Ludwig Bär zu Lindheim zum Stellvertreter des Dekans deß Dekanats Büdingen, deS evangelischen Pfarrers Ludwig Georgi zu Ermenrod zum Stellvertreter deS Dekans des Dekanats Grünberg, des evangelischen Pfarrers und StiftSdechanten Otto 5i l ingelHöffer zu Lich zum Stell- Vertreter des TckonS des Dekanats Hungen, des evangelischen Stadtpfarrers Heinrich Schlösser zu Lauterbach zum Stell- Vertreter deS Dekans des Dekanats Lauterbach, deS evong. Pfarrers Philipp Heußel zu Altenstadt zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Rodheim die Bestätigung erteilt.
sammen. Aus den bisherigen Verhandlungen ergaben sich als Hauptpunkte die Fragen über den Verlauf des Viehhandels, Verhinderung der Schlachtung unreifer Kälber sowie den Einfluß des Kreditwesens mit seiner wirtschastliclflm Abhängigkeit in der Lage des Fleischergewcrbes. Dann werden behandelt der Einfluß der mannigfaltigen Gebühren auf die Preisbildung und die Versuche, mit Den Stadtverwaltungen zum Abschluß mehrjähriger Licfcrungsverträge für Schweine zu gelangen und ferner die Erfahrungen der Städte mit den sogenannten Notstandsmaßnahmen seit dem Herbste 1912. Später soll der Wert der Anschlagspreise im Metzgerladen erörtert werden. Den Abschluß wird die Frage nach Veröffentlichung des gesamten Materials bilden.
In dem Streite zwischen Krankenkassen und Aerzteschaft
wirb das Reich4amt des Innern nicht eingreifen, wie man in Aerztekreisen annimmt. Wenn eine Einigung nicht erfolgt, müssen die Kassen laut § 370 des Krankenkassengesetzes eine bare Leistung bis zu zwei Drittel des Durchschnittsbetrages deS aesetzlichen SVranfcnflelbeg gewähren, so daß der Patient für diese Summe selbständig einen Arzt konsultieren kann. Auf die Dauer wird dieser Zustand aver den Kassen recht teuer werden. Wenn die Aerzteschaft zusammenhält, wird sie sicher siegen.
Die Einführung einer Dreipfennig-Karte für den Ortsverkehr
will der Hansabund bei der RcichSpost befürworten. Tas Reichs- postamt steht vorläufig dem Wunsche aHelynenb gegenüber.
Aus Stadt nnd CanÄ,
Gießen, 29. Oktober 1913.
Sind städtische Kanalisationsgcbühren als „öffentliche Abgaben" anzusehen?
Nach § Gt Ziffer 2 der Konkursordnung sind die Forderungen ber Reichskassc, der Staatskassen und der Gemeinden, sowie der AmtS', KreiS- und Provinzialverbände ivegcn öffentlicher Abgaben im Falle des Konkurses deS Abgabcnschuldners bevorrechtigte Forderungen vor den Forderungen der übrigen KonkurSgläubiger. Was unter „öffentlichen . Abgaben" im Sinne dieser Gesetzesbestimmung zu verstehen ist, ist von jeher in der RcclstSlehre und Rechtsprechung streitig gewesen. Mit der herrschenden Meinung ist anzunehmen, daß nur Steuern ober steucräbnliche Abgaben das Vorrecht deS § Gl Ziffer 2 der Konkursordnung genießen. Zn einer früheren Entscheidung hat das Reichsgericht bereits ausgesprochen, daß Gc- richte>gebührcn n i ch t als „öffentliche Abgaben" anzusehen sind. Kürzlich hatte der höchste Gerichtshof nun die alle Gemeinden und alle Hausbesitzer interessierende Frage zu entscheiden, ob städtische >!analisationsgebühren unter die „öffentlichen 9fb- gaben" fallen. In Uebcreinstimmnng mit dem Oberlandesgericht Dresden hat das Reichsgericht die Frage verneint Kanali- sationSgebübren haben also im Konkurs deS Grundstücksbesitzers feinen Anspruch aut vorzugsweise Befried:- qung. Im Streitfall handelte cs sich um folgendes:
> Der Oberleutnant a. D. L. in D r e s d c n besaß in Berlin ein Hausgrundstück, das an die städtische Kanalisation angeschlossen war. Hierfür hat die S t a d t g e m e i n d e B e r l: n 165 Mk. Kanalisationsgebühren zu fordern, die sie im Konkurse des L. anmeldete. Der Konkursverwalter bestritt die Forderung selbst nicht, lvobl aber daS von der Stadt Berlin beanspruchte Vor recht Die Stadt Berlin erhob deshalb gegen den Konkurs- ocnvaltcr Mage auf Feststellung, daß ihre Forderung als bevorrechtigte anzusehen sei, indem sie geltend macht, die Kanali sationsgebühren seien öffentliche Mgaben im Sinne des § 61 Ziffer 2 der Konkursordmmg
Landgericht und Oberlandesgericht Dresden haben die Klage abac wiesen. In seinen Entscheidungsgründen führt W Oberlairdesgericht u. a. au$: Unter öffentlichen Abgaben im Sm ne des 8 61 Ziffer 2 der Kvnkursordmmg sind nur Abgaben im engeren Sinne zu verstehen, also Steuern und fteuerähiilidF Lasten Welche Leistungen unter den letzteren Begen fallen läßt sich allerdmgs nur von Fall zu Fall entscheiden Die Ka n<üisationSgebnhren sind, abgesehen davon, daß ihre ztvangswcise Beitreilning im Venvaltungsweae möglich ist, nichts weiter alo eine Gegenleistung für die Änschließung an das KanaliiationS netz. Worum ihnen eine andere Stellung einzuräurnen sein soll, als den GerichttKtebühren (die vom Reicl>Sflericht nicht als öffent liche Abgaben erklärt sind', ist nicht einznsehen. TeSwegei,. weil ein ortsstalutarischer Zwang zum Anschluß an das Kanalisationsnetz beliebt, erhält bte (Hebubr nod) nicht den Charakter einer öffentlichen Abgabe Würde bic Otancinbe die Kanalisation nicht in eigene Hond nehmen, so wäre der Hausbesitzer gezwungen, auf andere Weite für Entwässerung seines Grundstücks zu sorgen. Ein fteuerähn lieber Charakter haftet somit ber Kanalisalionsgebstdr nicht an Sie ist deshalb n i d) t aU öffentliche Abgabe anzusehen und genießt bnnentipredh-nb im Konkurse kein Vorrecht.
Ohne Erfolg versuchte die Stadt Berlin, diese Entsche, düng mit ber Revision anzufechten: ba< Reichsgericht bar das Urteil deS O be r l a n de § g e r ich t S bestätig« und bic Äeöjfion jurückgewiescn.
Vermischte».
* Kamps mit Ausständigen. Aus Trinidad' (Colorado), 28. Okt, wird gemeldet: Zwischen ftrcifcnben Bergleuten und Wächtern auf einer Kohlengrube in ber Nähe von hier hat ein dreistündiger Kampf stattge»- funben. Der Gouverneur beorderte Miliz nad) dem Schmiß platz, lieber die Zahl ber bei dem Stumpfe Getöteten uub Verletzten gehen die Meldungen auseinander. Nach einer Meldung wurde ein Wächter getötet, nach einer anderen Meldung sind mehrere Bergleute getötet und verletzt wvr den. Die Ausständigen find zumeist (Riechen, die VirzLch aus dem Balkan hierher zurücktzekehrt sind. Sie hatten Kvm > pagnien gebildet und militärische Hebungen abgehalten.
* Englische P o st st a t i st i k. Aus London wird berichtet? Ter soeben erschienene amtliche Bericht des britifaieit Okncrnl- vostMeisters gewährt einen fesselnden Einblick in die gewaltige Ar' britssumme, die die Post in England zu bewältigen hat und zeigt gegenüber dem Vorjahre eine bemerkenswerte Zunahme der Inanspruchnahme der Post. Es wurden 3298 Millionen Briefsen düngen besördert, was gegenüber dem Vorjahre eine Zunahme von 3' ’. Proz. bedeutet. Tie Drucksackren unb Muster ohne Wert stiegen um 1,2 Proz. auf 1079 Millionen Sendungen, bic Pakete um 3,9 Proz. auf 130 Millionen Sendungen, und die ;fritmtg3bf iörberung um 1,8 Proz. auf 202 Millionen Ablieferungen Ten stärksten Zuwachs weisen die drahtlosen Telegramme aut, die um 15 Pro; zunahmen und die ansehnliche Zahl von 51 105 Funk- spruchsendungen erreichten. Bei den Postsparkassen wurden im Lause des vergangenen Jahre-; über 1020 Millionen Mark Spargelder cingezahlt. Interessant ist die Feststellung, das; die Postkarte ihre Povularität beim Publikum rinzubüßcn beginnt, die Zahl ber verlangten Postkarten ist zurückgegangen, statt ihrer bebient sich die Oessentlickkrit in immer stärkeren Maße des Fernsorechers. Noch eine Kuriosität: im vergangenen Jahre wurden nicht weniger als 4 08 000 Sendungen ohne Adresse ausgegeben und konnten daher auch nicht befördert werden.
* Ein neues Stück von G lerne ncc au. Ans PariS wird berichtet: Die Politik vermag die Arbeitskraft und den Ehrgeiz des früheren Ministerpräsidenten und unermüdlichen Mi- nistcrstnrzerS Elemeneeau nickt zu erichömen, im Nebenberufe kämpft George Clemeuceau mit Leidenschaft um den Ruhm deS Dichters und Tramatikers. Ern neues Bübnemverk von ihm soll demnächst im TH4Ltrc Femina seine Uraufführung erleben; das
ihrem Ensemble Gabriel d'Annnnzios .Tote Stadt" hier zur Aufführung. Das Werk deS bekannten italienischen Poeten bedeutet für hier eine Neuheit, während daS Ensemble von früher her bestens bekannt ist, wir erinnern an die vorzüglichen Aufführungen von ,Baumeister Solneß* und.Wenn wir Toten erwachen* in den Jahren 1908 und 1911. Vorbestellungen auf dieses Gastspiel werden schon jetzt im Theater- bureau angenommen.
** Ter Süd-Westvercin hielt gestern abend in seinem Vereinslokal, dem Gasthof Rahneseld, eine Versammlung ab, die auch für Nichtmitglieder zugänglich war. Ter Vorsitzende Hof- rat Grünewald berichtete, daß der Verein mit Erfolg an die Eisenbahnbehörde eine Eingabe gerichtet habe wegen des Vieh- transports durch bic Bahnhofstraße. Ferner sei eine Vorstellung bei der Stadt wegen Schmückung der Bahnhofstraße aus 9lnlaß des Regiments-Jubiläums nachgekommen ivorben. Bei der Stellung- nähme zu den bevorstehenden Stadtvcrordnetcnwahlcn würbe nach einer überaus lebhaften Aussprache beschlossen, ich au bic politis chen Parteien anzusck ließen, wenn biefe dem Verein zwei Vertreter mit Sitz und Stimme im Wahlausschuß zugestchen unb von einer Vorschlagsliste bes '43er- eins 2—3 Manbibatcn mit auf ben offiziellen Zettel übernehmen mürben. Für bic Vorschlagsliste des Bezirks mürben gewählt: Diplom-Ingenieur SO? ü 11 c r, Golbarbeiter Otto, Großkaus- manu Ringel, Reallehrer Haggemüller und Getreidehändler Leopold M euer. Für ben Wahlausschuß wurden Hofrat Grünewald und Glasermeister Wolf gewählt.
** Von den städtischen öffentlichen Bauten. Das Isolier-Kranken Haus auf dem Scliersberg ist in seinen Um» fassungswänden fertig, so daß in acht Tagen das Dach auf’ gcsckstagcu werden kann. Der Ober-Realschulbau an der Stephan- straße nähert fick auch in jeinem Innern der Vollendung. Das SchullauS soll Anfang Januar bezogen werden. Das Eichamt wird den Winter über fertig werben und soll im April k. I. seiner Bestimmung übergeben werden. Die Erweiterung ber Wagen- Ijallc für bic städtische Scraßcnbohn ist bis auf wenige Anstreicherarbeiten fertiggestellt. Auck das neue Feuerwehr-Depot am Os- natdsgarcen iit soweit hergestcllt, daß an ber inneren Einrichtimg gearbeitet wirb.
** D i c A u t o m o b i l s v r i tz e, welche bic Stabttxrorbnetcn anzusckwnen beschlossen haben, ist nunmehr ber Firma Opel - Rüsselslxim in Aünrag gegeben.
*• (Tin Unverbesserlicher. Der mehrfach ivegen Dieb- ftahlv auch mit Zuchthaus vorbestrafte Gärtner G. aus Theilheim reifte gestern morgen angebt ick von Frankfurt a. M. hier her. Zunächst ciikwcndete er aus bem Wartezimmer eines Zahnarztes einen UrbcrAicher, iobamt aus einer Wohnung in der Frank- hirtcr tstraVc eine golbene Uhr mit Kette unb bann in einem JOanie ber Bergstra,;e ein Paar Lackstiefel. Im letzten Falle würbe er uberraicht unb tcftiTerrommen. Ten geüvNeiren Ueberzieher und die llbr ranb man nicht in irinem Besitz, offenbar Iwt er diese tbegenUanoe irgendwo in Verwahrung gegeben. Sachdienliche Au<^- runTt in der Angelegenheit nimmt d,e Kriminal-Abteilung des Polizetamts entgegen.
’ 3,1 ^^«F^psiger Musikbrief Mr. 251 unserer Zeitung, zwnws Blau' rittet man zu les.m: subieknven statt ob- lektuen Ebarakter, 1. «palte, Zeile 4 von ori-n; 1Wbl istatt mite', - 3 p 3. 12:
Zu innen den Perlen gestatteten sich statt In tönender Perlen gestalten sich), 1. Sp., Z. 30, verzeichnete (statt verzeichnet-, 1. Sp.,
Dienscheu in Szene gesetzt werden, um .
und gesund zu erhalten. Tiefes Ziel können wir nur von verzen ersehnen. Es gilt jetzt das Schwert zu schmieden, trat dem der Endkarnpf gegen die Seuchen zu führen ist. Damit wird denn auch die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft das erreichen, was ich von ihr erwarte, nämlich, daß sie ein Segen für die
Dcuffcbes Reich.
Dienachsie Sitzung des Reichstags wurde auf den 25. November, 2 Uhr nachmittags, angesetzt. Auf der Tagesordnung stehen Bittschriften. Am Mittwoch den 26. Novemb. wird dann voraussichtlich die erste Beratung des Gesetzentwurfes gegen den Verrat militärischer Geheimnisse stattfinden. Dem Reichstage ist der Entwurf eines Gesekes betreffend die Beschäftigung von Hilfsrich- tern beim Reichsgerichte zugegangcn, wonach die von dem Reichskanzler auf Grund des Artikels 12 des Gesetzes, betreffend die Zuständigkeit des Reichsgerichts, vom 22. Mai 1910 einbcrufenen Hilfsrichter bei dem Reichsgericht noch bis zum 1. Juni 1914 beschäftigt werden dürfen, sodann der Entwurf eines Gesetzes betreffend die Aen- derung der Gebührenordnung für Zeugen und
gerichtsbiener bei dem Amtsgericht Bübingen Johann Philipp von ber Schmitt zum AmtSgerichlSdiener bei dem Amts- gericht Langen mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts seines Nachfolgers.
**JnderRathausfrage find unS noch mancherlei Zuschriften zugegangen, die wir Qblchnen rnußten, da sic anonpm waren und zum Teil Ausfälle geaen Mitglieder des Stadtvorstandes enthielten. Wer fo scharfe Kritik üben will, sollte auch den Mut haben, feine Ausführungen mit feinem Namen zu decken. Wenn man bei einem Teil der Stadtverordneten den Mangel einer eigenen Meinung und Ucberzeugung beklagt, so steht es einem schlecht an, in den gleichen Fehler zu verfallen und sich ängstlich zu hüten, mit offenen Darlegungen herauszutreten. Auch einige voeti- s ch e Einsendungen mußten unter den Redaktionstisch fallen, da man eine so ernste Sache, und sei es auch mit guten Witzen, nicht ins Lächerliche ziehen darf. Wir wollen bei der großen Zahl der Zuschriften in der Ralhausfrage fortan nur solche aufnehmen, die ihre Auffassung öffentlich mit ihrem Nanien versehen.
**■ Der Fortschrittliche politische Bildungs- Verein wird Donnerstag, den 6. November seine Winterarbrit mit einer öffentlichen Versammlung beginnen. Dazu schreibt man uns noch: Rittergutsbefitzer Artur Becker wird über den ost- elbischen Großgrundbeäy sprechen. Dec Redner hat sich hier bei ber Landtagsivahl 1911 in einer Versammlung durch seine vornehme Art recht vorteilhaft eingeführt. Er besitzt außerdem für fein Thema hervorragende Sachkenntnis.
** Krankenkassen wählen. Der Mittelrhcinische Fabrikanten-Verein versendet an seine Mitglieder ein Rund- chreiben, in dem er sie aufsordert, an den bevorstehenden Lahlen zu den Krankenkassen, insbesondere Ortskranken- 'assen, regen Anteil zu nehmen. In dem Rundschreiben wird darauf hingewiesen, daß diesen Wahlen eine erhöhte Bedeu- ung zukommt, weil der Einfluß der Arbeitgeber auf die Verwaltung der Krankenkassen infolge verschiedener Bestimmungen der Reichs-Versicherungsordnung größer ist wie bis- )er; insbesondere ist die Wahl des Vorsitzenden und die An- :cllung der Beamten in Zukunft von der Zustimmung der Mehrheit der Arbeitgebervertreter im Vorstande abhängig.
•• Stadttheater. Auf ein hochinteressantes Gastspiel im November sei schon heute Hingeiviesen. Am Dienstag,
letzte 3.: des Andante favori lstatt sew<ni), 2.
Bachsviclers .ftan Fackttnelers), 2. «V, 3- 27, wunderb^eu (statt von herbar nri ScknnÄz, 2 Sv „ 3 3r-
Landkreis Giesten.
Dieseck, 27. Okt. Donnnerstag, den 30. Oktober, abends 8 Uhr findet G e m c i n d e r a t s s i v u n g mit lolgcnbcr -Lagc$- orbnung statt: Vergebung ber KanalisatwnSa^eiten m ber Zurn. straße an ben Wcnigitneknnenden. — D'-eErnchtung einer 10 Lebrerstelle — (Genehmigung nach trag lidier arbeiten. -tic Uebcrbedung ber «liccstraße mit ÄIopntcineru — Die Anbringung einer Straßenlamr« am LlcktenauCT: Weg — Xie ^nftanb- frtiuno verickiedencr Feldwege: hier: llcbcrbccfung mit «ckuit.
0 Taubrin«f n T» bic SSaM bc# ■iSütaarkttcK
®iTb Hillxrg, iPddKT bei ber am 22. Scptcmric ftottgennibenen SürTcrmciikrroahl mit 4 Stimmen über ben ,eithengen Burger- meiner «alter siegte infolge Reklamation ber Krrisaussckuß nicht bcltatigt wurde, steht hier erneute Burger- mfiüerroahl , 2g Der 57jährige Arbeiter I. Bauern- seind von hier stack heute abenb bet einem WirtShauSin^it in FrankfuN ben Alkhänbler Röber meder, w daß dreier inS Krankenhaus geschafft werden mußte Der Tatet wurde v^Hastct.
d Bettenhausen, 28. Okt. Bei der jungen Burger- meisterwahl erhielt ber fritberige^Bürgermenier Roth 52 «Nm men. Sein Gegenkanbibal Willi «teul II. brachte öS auf 39 stimmen. Jedenfalls wird gegen bic Wahl Einipruch crimen.
-M Hungen, 28. Okt. Bei ber heutigen Burger- meisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Julius Fendt mit 273 Stimmen wiedergcwäblt. Tiefe fast einstimmige Wahl ist ein ehrendes Zeugnis sowohl für ben Gc- wählten, als auch für die Gemeinde, der er vorsieht. Die beiden Gesangvereine unb die Feuerwehr brachten ihm am Abend ein Ständchen, wobei mehrere Lieder zum Vortrag kamen und PH. Seibert eine Ansprache hielt, in der bic Glückwünsche namens der Vereine enthalten waren. Bürgermeister Fendt sprach allen für die dargebrachte Ehrung in bewegten Worten seinen Donk nu8.
KrriS Schotten.
= Sichenhausen, 28. Okt. Mit dem 1. November wird Lehrer Sitzt er die Lebrerstelle zu ® etter reib bei Saubach übertragen. Er war fast 5 Jahre hier tätig unb bei der Bevölkerung sowie bei ber Schuljugend sehr beliebt.
Kreis Friedberg.
§ Bad-Nauheim, 28. Oki. 3ur Beschaffung von Ehrenpreisen für das am 2. November hier ftattfindcnbc Ga nwett- schreiben deS Gabclsbergersdien Stcnograpl.vnverbanbeS ,mb von der Stabt unb der Babebirektion zusammen bO Mark geflirtet ro°r^U53il6cl, 28. Okt. Der junge Kaufmann W. S., der hier und in ber Umgebung bie Pfarrhäuser in ichwinbl erst eher Weste brandschatzte, wurde heute früh in Frankfurt verhaftet.
Hessen-Nassau.
n Marburg, 27. Oke. Der Magistrat gibt heute bekannt, baß die Stabtverordnetenwal-len am 12. und 13. Roveniocr rtatt • finden. In der 1. und 3. Abteilung sind 4 und' tn der 2. Abteilung 2 Stadtverordnete zu wäl-len. , . „
Kassel, 28. Okt Ter heute nacht in B«7rlin zu einem Fernfluge aufgeftiegene Flieger Herbert K üb ne ;11’
^atros-Werkcn ist mit einer „Taube (100 PS Uiercedes1 heute früh in der Nälie von Großalmerode aus betvacktttcher Höhe abgestürzt, da plötzlich der Motor vertagte, ixx Avvaral geriet in Brand und stürzte ab. Im Fallen wurde her 'Y'itgtt herausgeschleudert und erlitt mehrere leichte Rippcnbruche unb eine geringe Lun^enverletzuiig. , „ _
Wies baden, 28. Okt. Der praktische ArztDr. Franz Jost in Rübesheim, ber in ben Jahren 1907 bid 1912 mehrere taufenb Mark auS Kavitalvermögcn unb aus 'einer Praxis nicht versteuerte, wurri' ivegcn Steuerhinterziehung von ber Strafkmnmer Wiesbaben zu 11 9 />,20 Mi. evtl. Tür je 15 Mk. ein Tag Hast ucnirtrilt. Das «erfahre» imr sehr erschwert, ba bic Anklage rekonstruiert iverben mußte, da famtlidic Akten, sowohl Gerichts, Dormundschasts- als auch Steueraklcn vom Amtsgericht Riwcslieim verschwunben waren.
UuiDcrfUätstllacbricbtettt
— Tein Privaldozemei, und Cbcrarfl an der Älugenklinik der Universität Greifswald Dr. med. Heinrich Gcbb iit das Prädikat .Brolessor" verliehen worden. Dr. Gebb (gehören 1879 zu Klciii-Karbcn bei FranNnrt a. M.) erhielt feine Ausbildung in jcineni Speziallachc bei den Proflsioren BofsiuS in Gießen, v. Heß .n Würzburg und Römer in GreilSwald.
1 — Der Kgl. baßer. Geheime Rat Prof. Dr. jur. Hugo von
Burckhard, der bekannte Vertreter des deutschen bürgerlichen Rechts unb des römifd)cii Zivilredfls an ber SSimburger Um» verfität, vollenbet am 30. Oktober baS 7.~>. Lebensjahr.


