Ausgabe 
29.10.1913 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten.

Gottcsgnaden". , ,

Damit wird nun endlich einem staatsrechtlichen Zustand abgeholfen, der für den Prinzregenten selbst nicht weniger drückend war, als für die jeweiligen höchsten Beamten des Königreiches. Die Beschränkungen, denen der Regent bisher im vermeintlichen Interesse des Königs unterlag, wareii zahl­reich, verwickelt, oft recht hinderlich und lagen meist durchaus nicht im öffentlichen Interesse. Der Regent muhte in allen wichtigen Negierungsangelegenheiten das Gutachten des Re­gentschaftsrates erholen. Regentschaftsrat aber ist das Ge­samtstaatsministerium. Wie schwer es fällt, dieses Gelamt­ministerium auf eine Meinung zu bringen, hat ja gerade die Königsfrage wieder gezeigt. Ferner: keine Bestimmung der Verfassungsurkunde erklärte den Regenten für unverantwort­lich. dunen besonderen strafrechtlichen Schutz genoß er nach dem Reichsstrafgesetzbuch nur dann, wenn er nicht dem kömgl. Hause angehörle. Es gab ferner kein Verbrechen des Hochver­rats gegen den Regenten, lieber die Ehreirrechte des Regen - ten, wie Titular usw. enthält die Verfassung feine Bestim­mung. Nun soll sich also alles, alles wenden, und man kann es Herrn v. Thelemann nachsühlen, wenn er die jetzige Kö­nigsvorlage mit einem Seufzer der Erleichterung als eine Erlösung" erklärte, lieber die parlamentarische Durchfüh­rung hat sich der überstimmte Ministerpräsident wahrschein­lich ganz unnötige Sorgen gemacht.

Au8 der bayerischen Kammer.

München, 28. Okt. Zu Beginn der Sitzung der Kam­mer der Abgeordneten teilte der Präsident v. O r t e r e r mit, baß vom Gesamtstaatsministerium der Kammer der Abge­ordneten eine Vorlage über die Beendigung der Re­gentschaft zugegangen fei. Der Präsident verlas - den Wortlaut der Vorlage und schlug vor, sie am Donnerstag zu beraten. Dann folgte die Anfrage der Liberalen, betr. dieBayerische Staatszeitung". Nach einer Begründung durch den Abgeordneten Thom a (liberal) beantwortete der Staatsminister Frhr. v. Hertling die Anfrage. Er faßte seine Ausführungen am Schlüsse in folgenden Worten zu-

9 Thelemanus Ansicht ist folgende: Die Verfassung, die in wenigen Jahren hundert Jahre alt wird, hat die Aus­schließung eines geistig umnachteten, regierungsunfähigeii Thronfolgers nicht bestimmt, also nicht gewollt; das Fa­rn ilienstatut, das ein Teil der Verfassung ist, habe alles frühere Recht ausdrücklich ausgehoben, also auch die alte Goldene Bulle. Den Urhebern 'der Verfassung sei sicherlich ein Präzedenzfall aus einem andern deutschen Staat bekannt gewesen; für den geisteskranken .Herzog von Oldenburg war nämlich 1785 eine Regentschaft eingesetzt worden, die 1818 bei Zustandekommen der bayerischen Verfassung noch dauerte. Folglich hätte der bayerische Gesetzgeber, wenn er einen Geisteskranken von der Thronfolge ausschließen wollte, dies ausdrücklich gesagt. Er hat es aber nicht gesagt, und deshalb ist Prinz Otto König geworden. Nur durch eine Verfassungsänderung läßt sich dieser Zustand beheben. Der Zweifel, ob während der Dauer der Regentschaft eine Ver­fassungsänderung zulässig ist oder nicht, kann nach des Ju­stizministers Ansicht als vollständig überwunden gelten, nachdem während der Regentschaft des Prinzen Luitpold der Tert der Urkunde nicht weniger als achtmal abgeändert wor­den ist und außerdem 1906 einen umfänglichen Zusatz durch das Landtagswahlgcsctz bekommen hat Nun ist aber in der staatsrechtlichen Literatur neuerdings (von Prof. Anschütz) eine Verfassungsänderung vorgeschlagen worden in der

Der Kaiser und die Wissenschaft.

Dahlem, 28. Okt. Heute vormittag wurde durch den Kaiser die Einweihung des Kaiser Wilhelms- I ii st i t u t s für experimentelle Therapie vollzo­gen. In dem Laboratoriumsraum versammelten sich außer den Mitgliedern der Kaiser Wilhelms^sesellschaft mit. and. viele Minister und hohe Beamte. Um 10 Uhr erschien der Kaiser im Automobil in der Uniform der Maschinengewehr abteilung. Professor Harnack hielt eine Ansprache, in der er sagte: Wir hoffen, daß dieses Haus ein festes Bollwerk ein wird aegen die apokalyptischen Reiter, die durch die Luft und das Wasser gegen die Menschen einherziehen, wir hoffen, daß die ausgezeichneten Forscher, die hier totrlcn werden, nut ihrem Teil die Endschlacht mitschlagen werden. Dann betonte der Kultusminister in einer Ansprache, daß die vor Jahresfrist eröffneten Institute schon bedeutende Ergebnisse zu verzeichnen hätten. Der neue Direktor Professor W af­f' ermann sprach über die Aufgaben des Instituts und dao ungeheure Arbeitsfeld. Die experimentelle Krebsforschung be­sonders stehe auf einer solchen Stufe der Entwicklung^ dag man hoffen könne, mit dem vorliegenden Berge von Schwre- rigkeiten fertig zu werden.

Es folgte hierauf die Besichtigung unter Führung des Generalarztes Dr. v. Jlberg, wobei eine Reihe von Vorfüh­rungen stattfand. Der Kaiser verließ dann das neue Institut um sich nach dem Institut für Physikalische Chemie zu be< geben. Der Direktor des Instituts, Geh. Neg.-Rat Professor Haber führte dem Kaiser im Hörsaale eine Demonstration vor, welche die Verhütung von Schlagwetter-Katastropheir betrifft. Alsdann wurde der Kaiser in den Maschinensaal geleitet, wo um 11% Uhr die H a u p tv ers am m l u n g der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft durch Präses or Harnack eröffnet wurde. Nach verschiedenen Ansprachen hielt Geheimrat Professor Ritter von Hartwig -München einen Vortrag über neuere Probleme der experimentalen

Biologie.

Eine Ansprache des Kaisers.

Am Schluß der Hauptversammlung hielt der Kaiser eine kurze Ansprache, in der er sagte:

Wir haben bei Dr. Haber heute schöne Fortichritte gefehen. Ich freue mich, daß meine vor einem Jahre gegebene Anregung, ein Ni ittel zur Verhütung der S ch l a g ro e t t e r k a t a st r o p h e n in den Gruben zu finden, seitens Dr. Habers und seiner Kollegen so schnell ausgegriffen worden ist und zum Erfolge geführt hat. Das Instrument, das mir vorgeführt lvurde, scheint das berufene zu sein: möglicherweise ist es geeignet, Tausenden von Berg­leuten in Zukunft das Leben zu erhalten. Es ist Dr. Haber gelungen, den Weg zu finden. Sein Meßinstrument wird hoffenb- lich das Feuer aus den Grubenbetrieben völlig ausschalten. Ich

sammen: c <.

Die königliche Staatsregierung hat mit der Gründung der Bayerischen Staatszeitung" nach ihrer Ueberzsugung ein dringen­des staatliches Bedürfnis erfüllt. Dadurch, daß sie die Anlage und Einrichtung derStaatszeitung" in enger Anlehnung au die Vorbilder der Negierungsorgane Württembergs und Sachsens aus­gestaltete, hat sie gezeigt, daß es ihr nicht darum zu tun ist, für das gegenwärtige Ministerium das Blatt zu gründen, sondern daß sie bemüht gewesen ist, dem Staate ein offiziöses publizistuches Instrument zu geben, das früher die Regierungen entbehren mußten, das aber die künftigen Negierungen im Hinblick fowohl auf die Verhältnisse im eigenen Lande, wie auch die Einrichtungen anderer Bundesstaaten genau in gleicher Weise benötigen, wie die gegenwärtige Regierung. Die Staatsregierung war sich von An-

Forni einer Proklamation des Inhalts, daß der von Ro nig Otto innegehabte Thron als erledigt zu betrachten sei, Prinz Ludwig als nächster Agnat ihn zu besteigen habe und König Otto den Königstitel behalte, gleichsam als habe er dem Throne entsagt. Eine solche Form der Verfassungs­änderung war auch im bayerischen Staatsministerium Ge­genstand eingehender Beratungen. Aber man verwarf schließ lich, wieder unter Thelemanns Einfluß, ein solches Gesetz, weil esauf eine Entsetzung des Monarchen hinauslanfe, somit gegen den monarchischen Gedanken verstoße". -

Es blieb also schließlich gar nichts andres übrig, als eine Vorlage, die den § 21 des Titels II der Verfassung mit dem jetzt bekanntgewordenen Wortlaut umäudert. Mit solcher Acnderung, so erklärte der Justizminister dem Prinzrcgen- ten, werde in das monarchistische Prinzipnicht mehr, als bedauerlicherweise unbedingt notwendig ift", cingegnffen; der Uebergang der Krone erfolge dabei auf denNachfolger von

sang an bewußt gewesen, daß sie mit der Gründung derStaats-- zeilung" auf große «Schwierigkeiten stope und ihretwegen scharn Anämie erfahren werde. Tie Voraussicht durfte )ie fedoch nicht abhatten, diese von ihr als notwendig anerkannte Gründung in. Werk ;u setzen, da sie es als ihre über alle Bedmken stehend« Pflicht erachtete, den Vorsprung auszugleichen, dcn sämtliche grö­ßere Bundesstaaten Deutschlands auf bieieni wichtigen Gebiete des öffentlichen und staatlichen Lebens vor Bayern bisher vor ausgehabt haben. m

Eine neue ärztliche Untersuchung de8 Königs Otto.

DieB. Z." meldet aus München: Montag abend be­gab sich ein ä r z t l i ch c r A il s s ch u ß nach Eckstoß Fürsten, rieb, um den König Otto, bevor die Enticheidung aber die Thronsrage erfolgt, nochmals auf seinen Gcfnn d H e r t - z n st a n d z n u n t e r s u ch e n. Wie verlautet, konstatierte dci Ausschuß unheilbare Paralyse, aber einen sonst verhält­nismäßig gesunden Körper^

&crr Grosser als Vikar,' nur schien er mir in seiner Maske, o charakteristisch sie war, nicht so sehr zum Lieben geschaffen, wie >as aus dem Gehaben dermehr für die Kirche als für bie Kunst veranlagten" Jungfrau hervorzugehen schemt. Ein braver Robert war Frl. Hansi Martini, eine urwüchsige ^sane Frl. Hermine Weber.

Die steigenden Verluste im Frankfurter Theaterwesen. Aus Frankfurt a. M., 28. Okt., wird uns geschrieben: Bei dem Opernhaus und Schauspielhaus wach,en die Betriebsverluste rapid in die Höhe. Während sie Ende xsiUi noch 481 000 Mk. betrugen, waren es am 1. Oktober bereit» 530 765 Mk., also rund 100 000 Mk. mehr. Auch der letzte Monat des Theaterjahres, der Oktober, wird voraussichtlich 40 bis 45 000 'Mk. Verluste bringen, so daß der Gesamtfehlbetrag, des Jahres nabejit 600 000 Mk. erreichen wird. Um bieien Verlust zu decken, muß die städtische Unterstützung von 502 500 Mk. voll in Anspruch genommen Der Rest muß dem Garantiefonds ent­nommen oder aus privaten Mitteln aufgebracht werden.

Die planmäßige Bekämpfung der Tuber­kulose in einer st ar k v e rs e uch t e n L a n dg emei nd e Nach diesem Titel ist soeben eine Schritt von Geh Regierungsrat Dr jur. und Dr. med. h. c. Dietz, erschienen, dem Verfitzenden des Vorstandes der Landesversichernngsanftalt Grvyh. Hepen und des Heilstättenvereins für das Großh. Hessen, bie besondere Be­achtung beansprucht, weil in ihr das Vorgehen in der praktischen Bekämpfung der Tuberkulose in einer Gemeinde geschildert wird, das wohl in feiner Planmäßigkeit bis jetzt noch Nirgends durck)- geführt worden ist. Der Verfasser hat sich durch die starke Ver­breitung der Tuberkulose in dem kleinen hessychen Dörfchen Heil­bach i Odw, von beifen 1100 Einwohnern zurzeit nicht loeniger wie 122 zusammen jährlich rund 19 000 Mk. Invalidenrente erhalten, veranlaßt gesehen, die gesamten wirtschaftlick)en und gesundheitlichen Verhältnisse Heubachs genau festzustellen und zu prüfen. Die Ergebnisse dieser eingehenden Feststellungen sind in der Schrift in der sorgfältigsten und übersichtlichsten Weise zu- sammengestellt. Interessant ist, wie der Verfasser die Bevölke­rungsbewegung in Heubach in den letzten Jahrzehnten, insbesondere aber seit 1903, ferner die Berufs- und Wohnungsverhältnisse der Einwohner Heubachs ermittelt und schildert. Die zum Teil traurigen Wohnungsverhältnisse in Heubach werden durch Ab­bildungen veranschaulicht. Was aber der Schrift einen besonderen Wert verleiht, ist, wie gesagt, die Schilderung der wohl m ihrer Art einzig dastehenden, auf die Initiative des Versa,sers zuruck- zuführcnden Sanierung einer an Tuberkulo,e verseuchten Ge-

meinbe Er ist nach einem wohldurchdachtcn Plan vorgegangen. Zunächst hat er eine zweite geschulte Schwester, die sich lediglich der Tuberkulosefürsorge zu widmen hat, angestellt. Ein großer Teil der Bevölkerung Heubachs wurde einer ärztlick>en Untersuchung unterzogen. Bei 400 Kindern int Alter bis zu 16 Jahren wurde die Pirciuetprobe vorgenommen, wobei sich ergab, daß von diesen im Durchschnitt 44,2 Proz. (8,9 im Alter von 16 Jahren bis 75 Proz. im Alter von 1416 Jährem positiv reagierten. Die eigentlichen Sanierungsmaßnahmen haben bei den Kindern begonnen und zwar durch Verabreichung eines MilchsrühstückS an etwa 150 'Schulkinder, zu welchem Zwecke in dem Schulhause nne Milchküche eingerichtet worden ist. Bei besonders schwächlichen Kindern wird der Milch ein Nährpräparat zugesetzt. Der Körper- nnd Zahnpflege der Schulkinder wird besondere Aufmerksamkeit ge­schenkt. Auch müssen die Kinder am Vor- und Nachmittag unter Leitung der Lehrer Atemübungen machen. Ferner werden den Kindern, die aus die Pirguetprobe positiv reagiert haben, wöchent­lich 3 Solbäder verabreicht. An zwei Tagen in der Woche stehen die Bäder auch der übrigen Bevölkerung zur Verfügung. Für Wohnungshygiene wird nach Möglichkeit gesorgt, und in Familien, in denen es an Betten fehlt, werden solche beschafft. Im ganzen sind bis jetzt 21 Betten angeschafft worden. Ganz be­sondere Sorgfalt wird der Wäschereinigung gewidmet. Eine An­zahl Personen sind .in Lungenheilstätten und Jnvalidenheimen untergebracht, Kinder in Kinderheilstätten und in Solbäder ver­schickt' worden. Die Kosten der getroffenen, anfangs 1913 be­gonnenen Sanierungsmaßnahmen belaufen sich bis ietzt auf rund 20 000 Mk. Hier all die einzelnen Sanierungsbestrebuiigen des näheren zu erörtern, würde aber den Rahmen einer Besprechung der Schrift hinausgehen. Zusammengefaßt sind die Wege, dil der Verfasser bei Sanierung Heubachs in der Hauptsache emgcU schlagen hat, folgende: Wohnungssürsorge, Bekämpfung des Alko­holmißbrauchs, Bäder, Milchfrühstück für die Schuljugend, Zahn­pflege, Fürsorge für die heilbaren und unheilbaren -tuberniloicn, Desinfektion u. a. Mit wenig Slusnahmen tverden die Santernngs- einrichtungen benutzt und deren Zweckmäßigkeit anerkannt. Die günstigen Wirkungen treten besonders bei der ^-chilliugend ,chon jetzt hervor, dauernde Erfolge werden allerdings erst nach iahre- langer planmäßiger Weiterarbeit sichtbar werden.

Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen­schaft. Der Sprachforscher Dr. Wülfing in Bonn, der seit Dudens Tode dessen Wörterbücher neu beark^tete und als Herausgeber der Mitteilungen sür Sprachecken de- Allg. Deutsch. Sprachvereins sehr verdienstlich getmrkt hat, ist gestern abend tm Alter von 50 Jahren euan Schlaganfall erlege«.

Gietzerrer Stadttheater.

Unsere Käte.

Lustspiel von H. H. Davies.

Gießen, 29. Okt.

reckt hübsches Lustspiel, das nicht-wie die meisten an- . nuten (9cifte5 und Sinnes bar jind, wurde gestern

Anstatt d^r ungesehenen Hermannsschlacht hier aufgeführt, aber ^JUn'A^ier^atten sich, wohl übersättigt von der ewigen Flut

PufttoSe lange nicht so zahlreich ein gefunden wie sonst an S Dienstagen Die Anwesenden aber unterhielten sich fli.it benn ben Dienstagen Merke, im Gegenteil er fädelt die

feinte in uni> löst sie nach einem köstlichen zweiten Geschichte sehr fern an w cr fid) bic günstige

©Äfr E entgehen läßt, dem englischen Puretan.smns °'"^Annfe"cin"besk-res"Gänsch-n, ist mit einem jungen, erfolg

Mal" nerfobt, der ihr fromm« Gemüt dadurch Es retKen Maier ccilu , an Sonntagen malt. Von den

Ucsste beleidigt daß Vikars beeinflußt, macht, sie ihm acht Predigten nicht eben zarte Vorwurfe; das Ende

Ta9 o?Ps ift bann t> cr von der Ehe zurücktreten will, worüber ^/ FamMe in Bestürzung gerät. Ta erscheintuntere die ^auze Famme zerfahrene Verlöbnis wieder zu einer Säte", und ste W D°ure*trenrcn. Ader, o Unglück, während toHie einen allerliebsten jungen Mann kennen gelernt der Fahrt hat >e e n bcu igialcl, bcn |tc ahnungslos m

natürlich keinen anoer , ^ckzeitsnest wieder indet, um bei dem sckwn »«XTeStec ito SiUtM zu sindeu. W sie donnerndem ^°tergew tt 1 Verlobte ihrer lieben Nichte aber erfahrt, daß es der nun einmal ist, zurück-

ist, null sie, edel schon verabschiedet, als sie beim Hinans- ireten, und ße ha ßch^ n im zärtlichsten K^usse stört,

ÄMie -?inen Grund mehr htt, ihr Gluck non

sich zu n^isen ^rr Rotteck glänzend leitete, war

Die Aufsuhrnng, d - übersttahlte mit ihrem

sehr hübsch. Frau Son ag Bürgertum und gab der Temperament all S oon feinnt Zügen. Herr Rotteck lieben, sw<Mt Kate -m° Fu e °mt mnm öug^ als lebcnssrohcr sonnenlünt "r -^a g j^bürgerlich gescheite, »«g S' 4 h ä fX Md mÄngsv-Il grs»i°l,/ Sehr gut war auch

Nr. 254 Erster Blatt 163. Jahrgang Btittwod}, ^Y. Gktober M

Der Siehener Lnzeiger MM A 9 monatlich75Pf.,viertel-

erscheint täglich, außer ÄiBSeBe V Rm . . T jÄxA. jährlich Mk. L20-. durch

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SiehenerZamilienblätter; W eSÄgk M ffli X 1 W EH H Hr Q E X JF H H K dieVost Mk.2.viertel- zweimalwöckientl.llreir- H B B B^r B JF M B B XBk Sr B B B Br H auSschl. Beuellg.

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zweinial monnll. Land- WT H M S B B M Bk W V BM W Chefredakteur. A Goetz,

wirtschaftliche Zeitfragen B ~ W Verantwoitlich für den

Ferufprech - Anschlüsse: W H MM polit. Teil: Aug. Goetz;

für die Redaktion 112, 9 v<s zifiA für .Feuilleton*. ,Ver-

MW General-Anzetger fur Gberhessen MM bis Kofatiottsönid und Verlag der Vrühcschen Univ.Guch- und Sttinön.dcrei H. Lange. R-datti-n, Lrpedi.ion und vruckere.: Schulstratze 7. Auz°ig-ut°stt

Tageskalcnder aus dem Jahre 1813.

2 9. Oktober. Die bayerische Armee unter Graf v. Wrede, 30 000 Mann stark, vertreibt die Franzosen aus Hanau und besetzt die Kinzigbrücke in der Vorstadt. Napoleon kommt mit der Hauptarmec in Langenselbold, zwei Stunden von Hanau an und übernachtet vom 2S./29. in dem Mnburgischen Schlößchen daselbst.

Vie bayerische Hönigsvorlage.

Aus München wird uns geschrieben:

Es liegt ein gewisser Widerspruch und politischer Miß­erfolg darin, daß Herr v. .Hertling in der entscheldend-en Staatsratsitzung dem Prinzregenten einen Antrag unterbrei­ten mußte, der gar nicht nach seiner, des Ministerpräsiden­ten, Ansicht ist. Im bayerischen Staatsministerium kämpf­ten zwei verschiedene Ansichten über bic Königsfrage mit­einander. Herr v. Hertling vertrat ebenso wie Herr v. So­den die Meinung, daß die bayerische Verfassung die Vor­aussetzungen fürbic Thronfolge nicht erschöpfcnb regle, son­dern durch die Goldene Bulle Kaiser Karls IV. vom Jahre 1356 ergänzt werde, wonach der wegen körperlicher ober geistiger Gebrechen Untaugliche von bet Regierungsfolge ausgeschlossen war. Prinz Otto sei mithin nie König ge­worben, bic Krone sei bem Prinzen Luitpold im Jahre 1886 ohne weiteres angefallen unb im Dezember 1912 dem Prinzen Lubwig, der nur eine Proklama­tion zu erlassen brauche, baß er kraft eigenen Rech­tes König fest unb bie Regierung als König führe. Diese Proklamationstheorie, ober wie sie auch weniger schön von ihren Gegnern genannt wirb, bic Staatsstreichtheorie, hat ber neue Justizminister bes Bayernlanbes, der liuge und überaus gewissenhafte Herr v. Thelemann, energisch, be­kämpft unb innerhalb bes Gcsamtministcriums auch nieber- gerungen. Unb so kam es, baß jetzt ber Ministerpräsi­dent dem Prinzregentcn zwar den Bericht über die ge­plante Verfassungsänderung erstatten konnte, daß aber H>err v T h e l em a nn die eigentliche Begründung und Erklärung