Ausgabe 
29.10.1913 Erstes Blatt
 
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Jfeni 1. November Wetterseid bei Lau. far tätig und bei >d sehr beliebt.

sickaffung von Chren- sindende Gauivett-- eaphenverbandes sind nen 60 Mark gestiftet

tonn W. $)., der hier schwiMerischer Weise iTt verhaftet.

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at gibt heute bekannt, a 13. November statt- ndin der 2. Wlimg

in Berlin zu einem ühne von den AI- PS Mercedes-Motor) ode aus beträchtücher erjagte. Der Avparat en wurde der Flieger te Rchpenbniche und

Itifie Sr.st $r. 'n fahren 1907 bis Sgctt und aus seiner ^ethiniei^ve- 1\W M. evtl. i Bewahren war sehr ai mMe, da sämtlich, als Mch StcucraKen waren.

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an der Augenklinik der ich ® ebb iit das Prä- 5tbb (geboren 1879 zu 1 seine Ausbildung in Ms in Gießen, v. Hel

Dr. jur. Lmgo von . deutschen bürgerlMN der Würzburger Ilm- , Lebensjahr.

pereiks abgesckikossrne Werl hat den TitelDie Abreise nach 61) 11) c r c" erhalten. Man erinnert sich vielleicht noch der ersten Mühnenarbeit Clemcnceaus, die den Titel führteTer Schleier de? Glückes" unb die Geschichte eines blinden chinesischen Philo-

volles Jahr dauernden Kriegszustände gilt ein goldenes Zwa^tg- iranTcnftücf nur 20 Drachmen, wahrend ich mich noch mit gemilchten Gefühlen jener Zeit, es war kur; nach dem Kriege von 1897, er­innere, als man für einen Napoleon 33 Drachmen bekam. In neuester Zeit steht die griechische Banknote sogar um eine Kleinig­keit höher als das Gold, ein Zustand, den sich kein Mensch früher hätte träumen lassen.

* Der Erfahrene. Sie:Aber, Jack, wie kannst du nur in einem so schlechten Anzug bei Papa um meine

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* Zwei neue Nrldämme geplant. Die ägyptische Negierung beschäftigt sich, wie aus Kairo gemeldet wird, gegen­wärtig mit dem Plan der (Errichtung von zwei Nildämmen, die in Oberäghpten, in der Nähe von Assiut, erstehen sollen. In diesen Tagen empfing Lord Kitchener eine Abordnung von Be­wohnern und Bauern der oberäghptischen Provinzen, die die britische Regierung darauf hinwies, daß im oberen .legppten Tausende tron Bauern verarmen und Not leiden, weil es an Waner fehle. Die Beoölkernng bittet dabei um den Bau von rammen I nach dem Vorbild der Stauanlage von Assuan. Die Vermessungen haben bereits begonnen: die neuen Anlagen werden einen K osten- aufwatck) von gegen 5 Millionen Mark erfordern.

<ör. Archäologische Reise nach Persien.Peterm. Mitt." zufolge hat im Auftrag des französischen Unterrichts­ministeriums der junge französische Archäologe £>. V i ollet in Begleitung seiner Gattin eine Studienreise nach PerNen an- getreten, die besonders die Forschling nach dem Ursprung der islamitischen K,mst zum Ziel hat. Nachdem er zunächst m Bagdad sich mit einschlägigen Studien befaßt hatte, begab er sich über Llhwas, Schuster und durch das Bachtiarengebiet nach Jspahan, wo er Mitte Juli eintraf. Die Reise gestaltete sich teils durch die W, teils durch den Ausstand der Bachtiaren gegen £>te persische Herrschaft recht gefahrvoll. Nach Verlaut der mißen Jahreszeit will Violet über Hamadan nach Teheran retten, wo er im Oktober einzutreffen gedenkt.

Amtlicher Wetterbericht.

Ocffcntlichcr Wetterdienst, Gieß/L

Wetteraussichten in Hessen für Donnerstag, den 30. Oft. 1913: Meist ivoltig, mild, keine erheblichen Niederschlage, südliche bis südwestliche Winde.

Letzte Nachrichten.

R u s s is ch e.Sor g e n über die Stärkung des Dreibundes.

Petersburg, 29. 9Et. In etner Beiprechung der Kono'pischter Zusammenkunft erklärt die ^o^au^,,R uft - kojeslwwo", Kaiser Wilhelm werde durch diese Reise wahr-

jsophcn erzählte, der das Augenlicht wiederfand und über das, was er nun sehen must, so enttäuscht ist, daß er wieder zu erblin- ben wünscht. Noch ein dr ittes Stück soll Elemenceau zur Aufführung fertiggestellt haben, ein Sckninspicl, dessen Stoss er seinem RomaneDie Stärksten" entnommen hat, dem ein­zigen Roman, den er bisher geschrieben hat.

kf. Das M o n o ke l v e r b o t für englische Os f i - ziere. Das englische Kriegsministerium hat soeben in verschärfter Form ein Monokelverbot für die Offiziere der gesamten Armäe erlassen. Das Monokeltragen ist für sie nicht einmal auf ein ärzt­liches Zeugnis hin gestattet: es wird als ein alberner Auswuchs f der Eitelkeit und eines englischen Offiziers unwür- d i g bezeichnet. Dieser Feldzug gegen das Monokel geht ^haupt­sächlich auf die Bestrebungen Lord Kitchcners zurück. Er stützt sich dabei auf mehrere eigene Erfahrungen. Kitchener hat im Laufe seiner langen Kriegstätigkeit feststellen können, das; das Monokel im Ernstfall den Offizier hindert. Das Monokel, das früher in der englischen Armee überaus verbreitet war, hat seiner Anstckst nach bei Kämpfen im Sudan, in Indien nnd im Burenkrieg manchen Fehler vcrschickdict. Da Kitchener früher bei feinen Borgeietzteni keinen Rückhalt in der Bekämpfung dieses Instrumentes gefunden hat und kein offizielles Verbot erwirken konnte, so ist er selb­ständig vorgegangen. Wihrend des Burenkrieges traf er einst einen monokelgeschmückten Offizier auf Vorposten. Kitchener ging aus ibn zu und sagte: Major, da Sie ein Glas nötig haben, unk klar zvt sehen, so finde ich, das; Sie sich nicht am richtigen Platz be­finden. Sie werden in Zukunft in der Nachhut dienen. Das loirkte Am folgenden Morgen waren in der ganzen Armee die Monokel verschwunden.

sKeinlich Bulgari-,

dem Dreibund mhlbrrn. Dies m notig. M ber Tnnmrbax» irit ber Mc Poincar« rmn S8iercr--®inMrnel>meit geworden fei mb in abiebtarer Zeit unter dem EtnfütU Fr-rnkmcho sich Nr>e- chenland angliedern inerdc. Tie konopilckter 3inmmnartmirt Ä ihren Adschlutz wohl erst später m Mm nnb .«bnst-mti. «ovel finden. Die PetersburgerRietsch ftndet es austzal B daß in dem Augeiiblick, wo Griechenland und Ser­bien ihre Siegesbeute cinbcimfcn wollen, die Tu r Ten und C e ft c r r c i cb ihnen Schwierigkeiten bereiten, und glaubt, das; die Türkei erfolgreich an dem Zustandekommen eines Balkan- lbundes gegen Griechenland arbeite.

Die Königsproklamation in B a vern.

München, 29. Okt. Die Proklamatio n des Pnnz» Regenten zum Könige dürfte unmittelbar nach Allerseelen

Bestechungen im Prager Rathause.

Prag, 29. Okt. Gröhes Aufsehen erregt ein umfassender Krrruptionsssandal, in den ein groücr Teil der Prag,er Sta dt- verordneten verwickelt ist. Die Dentschfeindlichkeit der nut dem Prager Rathaus herrschenden tsck>echisch-chauvinisti,chen Gruppe ist von den Deutschen wiederholt erörtert worden. Dre Gemeinde hatte nun ein auf 300 000 Kronen geschätztes Gelände für die städtische Gasanstalt für 1'. Millionen Kronen erworben. Diese Uebeibictung veranlasste eine Strafanzeige wegen Annayme von B e st e ch u n g s g e l d e r n. Mehrere städtische Beamte und bloß- gestellt, da man ihnen vorhält, sie hätten Provision crlmlten. Einer hat bereits aus alle Würden verzichtet, einer hat em ^anatormm ausgesucht. Weiter haben die Stadtverordneten beschlossen, den Abg Professor Masarpk zu verssagen, weck er in einer Wahl- ! rede erklärte, im Prager Rat Hause fasten 10 Diebe.

Eine österreichisch-italie nische Mahnung an Griecheiiland.

W i e n, 29. Okt. Oesterreich-Ungarn und Italien werden, wie es heißt, in den nächsten Tagen eine gemeinsame Aufforderung an Griechenland richten, unverzüglich die griechischen Truppen ans Santi ^uaranta zurück^izreherl, da beide Orte von der Londoner Konferenz Albanien zu- I gesprochen sind.

Strastenkundgebungcn in Spanien.

Paris, 29 Okt. Wie über Eerbere gemeldet wird, fanden in Barcelona abermals lebhafte S t r a st en kn n d g e b u n- Igen gegen dgs neue konservative Msinisteriiint statt Manifestanten feuerten Revolversästisse ab. Die Polwu nahm metyrcrc Verhaftungen vor und beschlagnahmte mehrere Revolver. I Die Hauptstrasten mürben militärisch besetzt.

Trusts und Shndikate in Rustland.

nur auf dre^a^^-^ nach^as: ftrmr uacb Korfti und da b S. zahllose Reisende,

?nCcVnnr^ Ä &t fürchten und sich lieber zwei imd mehr bie sich vor leom i burd)rütteln lassen, und für diese Gat- Tage im Eisenbahnwagen oiiraju . ^'^rgt sein. Was aber tung von Reisenden wl « e 0^ Anstiches Land wie Hellas oin ^bhaster ö" Italien mit feinen auf mehr als 300 Mil- beöeutet, bas W ««- «J Einnahmen allein aus dem ,vrembenncr= li?nen^raHj-lPr märe ba« frühere Goldaufgeld, das jedem älteren w in menebnier Erinnerung ist, für Italien Nicht

Äunbcn^hue.bc i A» Aus-

lande durch bte ^onde e I Kultur ber Gegenwart

I" erft feit tarn einen M-u-

SmCrf« nU^nhCmir in einem ga? dünnen Aederchen. Indessen zu schenalter und nut in 9 Standpunkte des persönlichen «Säe ssfäis«

erfolgen.

Die Sensation im Krupp-Pro ze st. . .

Berlin 29 Okt. DemBerliner Tageblatt" babrn einige von den bei Hm. v. Metzen beschlagnahmten Papieren in Abschrift vorgelegen. Das Blatt schreibt darüber: Man wn-d ja morgen ersahren, ob unter den Briefen sich der Betveis damr findet, dast ein Teil der Kruppschen Direktoren sich über den (Slyarafter der Drandtschen Tätigkeit klar svar. Was uns vorlag, enthielt einige auffällige Bemerkungen, lastt aber cm Urteil nicht zu.

Die Agitation derFreigeister".

Berlin, 28. Okt. Vier Versammlungen des Ko­miteesKonfessionslos" wurden heute hier abgehalten i In einer sprach der Vorsitzende des deutschen Moncken^mdes Professor Ostwald-Leipzig tut den Austritt aus der Kirche tzr behauptete, die Hauptmasse der Kirckicnanhanger Inlbctm lieute nur noch alte Frauen, die sich von ihren Kiudheitserinlicrungen nicht frei machen konnten, die anderen 9o Prozent der Bevölkerung seien reif für den Kirchenaustritt, der nottg ^r ous Gründen der Wahrhaftigkeit und weil die K i r ch e cm St u 11urhi n ber n ' s fei. Wie viel Raum würde z. B. für den Unterricht in B u r g er­kunde gewonnen sein, wenn der Religionsunterricht m ber Schule förtfiele Auch der ^ozialdeniokrat Dr. Lrcbknecht

I sprach für den Austritt aus der Kirche.

Petersburg, 28. Ott. Das H a n dels mi nrstcri um hat eine Gesetzes Vorlage ausgearbeitet über bte Beauf­sichtigung ber Trusts und Shndikate. In der Begründung wird er Härt, die Bildung von solchen Organisationen sei rn den an Kapital armen Ländern unvermeidlich und deshalb .seien jene nicht ju unterdrücken, etwaigen Mistbräuchen dagegen müsse icdoch verqebcugt werden Die Trusts und Syndikate müssen imch. dem Entwurf der Regierung bekannt gegeben lverden Ihre Tätigkeit soll der .Kontrolle des Staates unterworfen werden.

Eine Familientrag ödi e vor Gericht.

Paris, 29. Oke. Eine furchtbare Szene spielte sich gestern abend im Schwurgerichtssaal in Bourges ab. T-er Gas- errbeiter Gil ar din war infolge einer von seinen beiden wohnen erstatteten Strafanzeige unter der .Anklage der Ermordung seiner Gattin vor den Geschworenen erschienen. Als dide nach einer zweitägigen .Verhandlung seinen Freispruch verkünc- deten erhob sich der ältere Sohn des Angeklagtem namens Marcellm und 'feuerte auf seinen Vater einen Revolver-' s ch'u st ab, der seine Hand durchbohrte. Marcellin wurde verlsaftet und trotz der Bitten seines Vaters nach dem Untersuchungsgefä'ngniA abgefübrt. .

Stürme und Ueberfchwemmungen in Sud-Wales.

London, 29. Oft. Das Dass-Tal in Süd-Wales ist Montag ! nachmittag der Schauplatz eines furchtbaren Wirbelstur­me s geworden. Der Sturm richtete einen Sachschaden von über eine Million an. Kirchen, ,Kapellen sowie viele Hauser wurden zerstört. Ein Mitglied eines lokalen Fußballklubs wurde 20 Meter durch die Luft getrieben und gegen eine Mauer geworfen, so daß er seinen Verletzungen er- legen ist Ein Kohlenarbeiter wurde 300 Meter weit ms Feld entführt und tot aufgefunden. Daz.n traten äwsteUeber- s chwemmunge n. Hunderte von Personen smd obdachlos, viele verletzt.

Lin überaus wirksames Mittel gegen veraltete Magenleiden «nv verstopsnng.

Die raschen und sichwen Erfolge, welche mit Stomoxygen erzielt wurden, machen es weit und breit zu einem beliebten Hausmittel. Stomoxygen ist ein vollkommen harmloses Sau­erstoff-Präparat und ist in jeder Apotheke erhältlich. Man mmmt es am besten dreimal täglich, und zwar je 1 bis 2 Tabletten zwi­schen den Mahlzetten. Die Erfolge bei Magenversttrnmungen, Verstopfung und den vielen Leiden, welche diese liebel nach sich ziehen, sind geradezu glänzend. Die Säure im Magen verschwin­det, man hat fein Herzklopfen lmehr. Die Schmerzen 'in der! Leber und den Nieren, sowie im Rücken treten Nicht Mehr auf. Die Nerven werden gekräftigt. Stomoxygen wird von vielen bedeutenden Aerzten verordnet, da der Sauerstoff, welchen es enthält, eine Wirkung her vorruft, wie man Jie günstiger faumi beobachten kann. Es ist allgemein befanrtt, daß Sauerstoff die Luft verbessert; es reinigt und kräftigt aber auch den Klagen, und bie Nieren unb tötet die Keime, welche häufig die Ursache schwerer S^rankheiten sind. Jeder Apotheker führt Stomoxygen, ober wenn er es nicht hat, kann er es Ihnen beschaffen. Em Ver­such wird jeden von der Vorzüglichkeit dieses Präparates über­zeugen. hv24/io (Bitte ausschneiden.)

Obenan unter den Ergebnissen der zwei letzten Balfankriege. für die an (tzrieclwnland gefallenen Türkenländer steht das, was mir einer der befreiten Bauern in Nordepirus mit den Wor ten bezeichnete: früher mußten wir unser Recht vom Pascha ober Bey mit schwerem Golde erkaufen und waren des Rechtes nicht sicher, wenn unser C4egncr dem Pascha oder Bey mehr zahlte: letzt bekommen wir unser Recht voii unfern eigenen Richtern ohne andre I Geldopfer als die gesetzlichen. Abstratt ausgedrückt: seit der Be­sitzergreifung von Südalbaiiicn, Mazedonieii und Tlyraficn, nicht I zu vergessen die Inseln, ist mit einem Schlage die vollkommene I Sichcrl-cit alles öffentlichen Lebens cingetreten. Was für Zustande unter den Türken, mehr noch unter den mit den Türken im Bunde ftcbcnbtn Albanesen geherrscht haben, dafür ein paar Beispiele aus den von mir schon erwähnten Bezirken von Santi Ouaranta unb der Ehimarra. Mit (Sonnenuntergang hörte früher jeder Verkehr^ausl Straften unb Wegen einfach auf; niemanb wagte sich vor bie -tut I seines Hauses, niemand konnte ein Stück Vieh wahrend der Jia tut I ans ber Weide lassen. Jeder Pferdebcsitzer z. Bl, der sein -Lier nicht mit Sicherheit am Hellen Tage ober gar zur Nachtzeit ge­raubt sehen wollte, zahlte an einen der von den Türfen geschützten albancsischen Bandenführer jährlich für jedes Pferd.einen GoldA medschidic. Die Unsicherheit war so graft, daß selbst der f,i^rnc Geldschrank nicht den geringsten Schutz bot: mir hat ber bebeir, tcnbftc Großhändler in Santi Ouaranta, der schon damalige und jetzige Bürgermeister berichtet, daß mindestens einmal im Jahr albanesische Bandensührer in sein Haus eindrangen, gleichviel $u welcher Tageszeit, unb mit dem Dolch oder dem nievolver in der Hand die Herausgabe des Schranfschlüssels erzwangen. Von den bei ihm aufgestapelten Waren würbe nichts geraubt, denn bie Wegschassiing war unbequem und ber Wert des Raubes gering Xie albancsischen Mitbürger gingen auss Ganze, raubten nur Gold ober Banknoten unb gaben sieh nicht mit .Kleinigkeiten ab ^ctbft ber, natürlich mit schwerem Geld erkaufte Schutz des türkischen Beys wirkte in solchen Fällen gar nicht. Die Agenturen des osterreichi- , scheu Lloyds unb der italienischen Dampfergefelllchaften iiahmen I Wertsendungen erst furj vor dem Eintreffen ihrer campier an, I weigerten sich, sic schon am Thgc zuvor anzniielmien. weil auch I in ihren eisernen Schränken Geld und Geldeswert über Nacht nicht I sicher war. Man bat nieinals gewagt, in Santi -unrnnta eine I I Unterstelle irgend einer Bank, auch nicht der Ottomamschen, zu> errichten, und selbst in Jannina, am Sitz eines Provinzpaicliav und I eines Korpskommandanten, hat die Ziveigstelle der ^ttonianifchen Dank, bie jetzt unter griechischen Schutz unbehelligt weiter arbeitet, I fast nur zur vorübergehenden Aufbewahrung der Gelder für die l Beamten unb Soldaten gebient. , , , _ .1

Alles dies hat sich wie durch einen Zauberstab vom ^age des Einmarsches der griechischen Truppen vollkommen geändert. Un­bedingte Sicherheit für Gut und Leben, zuverlässiger Schutz gegen l jede Gewalttat das ist- dir graft: Eroberung, die durch Die letzten Kriege in diese von jeher rechtlosen Länder eingezogen ist Mehr als vierhundert Jahre haben die Türken in Albanien und I Mazedonien geherrscht: sie sind vertrieben worden, und mit Grau­sen sieht der Besuckfor dieser von ber Natur so reich begnadeten I II HUHU .JWIIV » I was jene zur wahren Staatenbildung nahezu gleich den l

wollen?" Er :O, ich weiß"schon, warum; ein ander Mal hättte Zigeunern unfähige Hordegeschaffen" hat. So gut wie 'Ntzsts ich mir einen neuen dazu angezogen." . . . oder höchstens das zur Behauptung ihrer Herrschaft Unerlatzlich-

* Die Staffage.Willst bit dick nicht auf meinen Schoß sw. In Jannina, einer ansehnlichen Mittelstadt mit 40 000 Em- setzen?" fragt die Besucherin die Heine Sufic.Nein," lautet die wohnern, gibt es nicht ein einziges Kulturgebaude, das von den Antwort Mama "hat mir gesagt, ich muß auf dem Stuhl hier Türken errichtet wurde. Das Gymnasium, das .Kraiikeiihaus, Du fiten Mtibm iub das Loch zubecken, bis sic kommt." , Sürgern'tcifterei, das Gerichtsgebäude - lauter Schöpfungen der

* Bose Nachbarn.Sag mal, Hemer Henri, wie gefallen griechischen Bevölkerung. Selbst die Lb>^".oswcrke und die Ka- j bir deine Nachbarsleute?"Aber gar nicht. Sie sind so leise, daß fernen bieten das jedem Klsnner ber Türkei bekannte Bild greu-1 ick immer ganz sckll serft muß, damit Mama Horen kann, was lichfter Verlodderung. ..

H fhreeben" I In ganz Albanien gab cs bis zum siegreichen Einzüge der

__ ' Griechen nur ein paar rein strategische Landstraßen, z. B. die von . I Santi CLuaranta und von Prevesa und Jannina: aber alle ui

Heitebilber aus dem größeren Griechenland. einem Zustande, daß von irgend welchem Schnellverkehr keim JIannina in Epirus, 26. Okt. Rede war. Sogleich nach der Besitzergrenung hat die griechilche

Wenn früher hinten wr« in te Türkei Li-Wker °us°in°nhrr »n^di° schluaen so mie ruhig Kraftwagen verkehren kann. Trotz dem Hochgcbirgschorakter Al-

richtig sagt, der unbeteiligte Burger im ubrrgeriGuropa ruhig ^^ns, der die Wagenführer zur größten Vorsicht zwingt, bin sein Leben weiterfuhren, denn er wußte, .daß» für die allgemein -n toeni mcI)r al>5 4 Stunden nach Jamnna gelangt, was menschliche Kultur so gut wie nichts dabei herausfam cine Gebirgsstraße von 115 Kilometern aller Ehren wert ist.

Die beiden letzten Balfanttiege haben uns andere» gelehrt. , (Sonnenuntergang aiisqebrochen und habe die ganze

dicsmai hat wirklich jetoW 8n lampfen, tain taämal twrt niÄn Äl Was biefe Singe

etwas dabei herausgekomrnmi sein, was sich weit über die Gren-- einstmalige Provinz der Türkei bedeuten, das begreift

-en des Balkans hinaus, bis in bie bescheidenen Heime solcher Tur eme einirmang ^deskundige.

Volker, die nur eine duntte Dorftellung von den ^Eltirisfen Selbstverständlich gibt c? in dieser türkischen Provinzhaupt-

auf dem Balkan haben, sehr bald ^ullich fühlbar machmJannina weder eine Gasanstalt noch elektrisches Licht, und Ich greife ein Beispiel hercAs, bas für iedm Mitteleurov^ aar an den Fernsprecher war vordem nicht zu denken. Neber ein ist: den neuen großen Verkehrsweg aus drorl^ und Mitteleuropa . wird Jannina elektrisch beleuchtet ftin, und schon heute nach dem nahen und.dem ferneren Niorgeickande, die große Eisen- KlTelegrapheiilettung zu Ferngesprächen benutzt. Das bahnstraße Berlin-Wiei^Budapest-^^i^Msch^nssaMthen ürch Postwesen arbeitet mit der erfreulichen Zuverlässigkeit, bie ledern von hier weiter nach Al^andrien, SuezundJrcknen Manwerfc A^chenlandreisenden wohlbekannt ist, und was früher unmöglich einen Blick auf die Eisenbahnkarte und man 1 ieht, daß dre -ttiechi- ^steht schon seit einigen Monaten, w e iw alten Königreich ichen Asenbahrnr1 ihre Äaiuk Griechenland: ein sehr billiger, glatt vor sich gehender Paketver--

oibt eine birrchaehende Lrme wrn AthenM^ Dyevm, Pyar,mus, 'ber fid) j bic entlcgenften Dörfer1 erstreckt.

Larissa genau bis an die frühere turttsche Grenze. Von hier nnch '^-e ^eele all dieses neuen segensreichen Lebens ist der Statt- Veria, dem nächsten Anschlußvimkt ^Ouerbahn von Monasttr Zograsos, ein früherer Minister des Auswärtigen Griechen nach Saloniki, Nässt eine Lucke^von etwa 60 Kilometern, die trotz v ^in ungewöhnlich gebildeter Mann, der nur elfen bekannt 'öfter Bemühungen Griechenlands sticht ausg^üllt i^rden konnte. I, _, > _ uichts so unangenehm sei wie das Bekleiden eines Hier sehen wir eine ll^echtwaltende Nemesis: aus stumpfsinniger Amtes. Auf den Nus des Vaterlandes bat er sich so

Gehässigkeit hatte die türkis^ Regiermig ^tt mehr als ze^n Iah- fill5 München, seinem dauernden Wohniitz, hierher begeben ! ren verabsäumt, das Stückchen zwischen Veria unb ^^>0^1 - bie ungeheure Ausgabe gestellt war), ein groyes Stuck Landes grenze bauen zu lassen, hatte sich selbst dadurch wirftchast- ,..:,^,.^^anener griechischer Erde ans dem Schlamm und Wust lick schwer geschädigt, ja selbst strategisch eine gewaltige Dummheit c^fabimberte aller Barbarei in den K ris per g.scttcten Volker- beaanaCTt Jetzt braucht Griechenland meman5 mehr um Erlaub- ^ahryun^rie^ a unb al(c ibnt unterstellten Beamten

nis zur'sKllendung seiner durchgehenden Eisenbahnverbindung ^memMwft ^ftichtgesühl, einer Aufopferung und Neger- " W auf&

Märchenland wird mit seinen neueroberten nördlichen--- " ZT7~,.;c,

in unmittelbare Eisenbahnverbindung gebracht werden. Vuchektlfch.

in böchstcns 12 Sttlnden von Athen nach Salonitt sah Die Lese (Wochenschrift für das deutsche Volk, heraus. ÜL «Sh ftiS den sofortigen Anschluß über Serres und Drama von Theodor Etzel) legt uns zwei neue reichhaltige veste

^^anavel und Konstantinopel finden. Die wirtschaftlichen 42nb 43)f nn§ deren Inhalt wir folgende Beitrage

nrnf) Adria V unb Südgriechenland liegen auf ber Hand: die ^^vorheben: Zn Georg Büchners 100. Geburtstag, von G. W. ^o^cke ch , stehen darin, daß in Znttinft bic Mobilmachung ^etcr§ Proben aus Georg Büchners Werken: Die Memoiren des

Aufmarsch des griechischen Heeres gegen Bulgarien und Paterculus, von Rudolf v. Delius: Gedichte von Reuchold

^^?bie Türkei gleichzeitig auf dem Land- wie auf dem Seewege yiiguft Komsch: Serbische Volksdichtung von Emil

gegen d/e. Turtcigicim^ u xenj u Storch-Ehe von Lud.v,g Buckuicr: Fortwtzungen

sich voME zukünftigen Fremdenverkehr nach Griechenland hnrb be§ spanenden Kosasenromans .Taraß Bulba" von Niko aus .. Aur den, zu 1'.^rbisch-griechischen Eisenbahnlinie von den I Tie neue Volksbücherei, von Walter Aßn,»»^. Altes

die ^otteiidung I begleitet sein. Bisher war Griechenland ^3%^ ®e(b, von Theodor Etzel: der «Sammelkasten entlmlt segensreichsten i^ l!^ Hauptseewegen zu erreichen: über Brindin . besonders eigenartige kleine Betrachtungen und kuriose Ge­nin- auf zwei ooer orci . _,3 - GaaaA -.-riAtrna f^-ner nhrr I b Wea'veiler" unterrichtet Wie immer über gute neue

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