ttoicStoben kommen Flieger lanbcit. Der Aufstieg in Wiesbadener- folgt in den 'ruhen Morgenstunden in Abständm von etna zwei Minuten. Die Flugstrecke von Wiesbaden nadi (Ziesten ist noch nicht genau feftgdegt, sie wird aber irobl an der Sübküc des Taunus entlang führen, wobei tedoch das Ueberstiegeu von größeren Plöven und £n^ id asten vernneden wird. Zwischen 7 und 8 Uhr werden die Flieger in ttir,.m jlöifänbni Lier landen Zwei Kapellen werden ein ftrüblomcrt veranstaltet», iür sitz-, Eß- und Trinkgelegen- heit wird gesorgt werden. £b eine Tribüne errichtet wird, fttbt noch nicht test. Tie Befürchnmg, dan von den in Wiesbaden star» ic nß en Fliegern nur ein geringer Teil di er Herkommen dürfte, nt hinfällig. Die Landung in Gießen ist eine Zurangslanbung, d. h. also es in u i icder Flieger hier die vorgeschriebene Landung oorncl men Ta Ziesten die erste Nebenetayoe ist und die tstrnfle von Wiesbaden hierher nur 65 irilontvier J>cträgt, jo ist zu erwarten, daß, lvenn lein Unfall auf der strecke eintritt, a 11 cj Flieger hier landen. Tiefe Möglichkeit bestellt selbst bri un*| günstiger Witterung, baut heute wird geflogen, wenns befohlen wirb.
Vielleicht dürften hier einige Zahlen interqfieren, in welcher Weise in den leiten 3ähren die Leistungsfähigkeit von Menschen und Maschinen sich geitrigrrt Irak Tie grösste Windgeschwindigkeit beträgt 5U m Sek. Tiefer Wind wird als Crtmi nrit der Ziffer 12 bezrichncc. Bei der Windstärke S und 10 ist int vorigen 3abr schon geflogen ivorbnt. Tiefe Leistung hat der Trlicger foamifd» bei 25 m Sek. am dem Flugplatz 3o! mnistbal volldracist Tie längste Flugdauer betrug bis jetzt 13 stttuden 17 Minuten. Tie Fluggeschwindigkeiten bobat, feit dem Jahre 1**09 folgende Höd stieistungen gezeitigt: 1909 76 km stuiWengeschwin- bigCcit 21,1 m Sek.; 1910 98,3 km Stundengcsdwtndtgkest
27,3 m Sek.: 1911 133 km Ltuitbengeschwmbigkeit =- 37 0 m Sek.: 1912 170,8 km sluudengcsd tnndigkeit 17,2 m Sek.
Tie (i- n t f e r n u n g en , die in einem Flug bewältigt wurden, betrugen 19()S 124,7 kr.i, 1909 232,2, 1910 384,2, 1911 740, 1912 J010.0 km.
Diese wenigen Ziffern * pretfx n ohne weiteren Komment ar für die gewaltige Steigerun i d.r Leistungsfähigkeit. Wie schon betont, kommt c? bei dem Print <xinridx'3lug nicht auf Rekordleistungen der Sck nclligleit an. fonbern auf die Zuverlässigkeit.
Wir brand en im Ernstfall Flugzeuge und Flugzeugführer, du- nach ragclaitgeni angestrengtem Dienst ttoch immer aktionSsädig sind und den fricaanif igen Anforderungen in jeder Beziehung geroad fen sind. Möge der diesjährige Prinz Heinrich Flug aum auf diesem -Gebiet für die beuridr Industrie und die beutfdx.il Flieger wieder einen bebenrrnben Sd riit nad> vonvärts Icbculrn.
-tmifelsfrei festgelegt wäre, sich Fragen zwischen den Machten er geben können, welche nicht nur eine Besorgnis, sondern eine >^efnhr verursache l/ättcn. Diese Unterfdücoe sind bqcirigt worden tefonbets, hinsichtlich Skutaris im Norden und einiger anderen ■Stähle im Ttoroen und Nostosten. Punkt für Punkt kamen die Mächte tatsächlich zu einer S^nänbigintg, und solang- iwck ein Punkt ausstano, war man fii darüber klar, d > cb? Perständi ung über irgend einen Punkt bcoingt war burd die Verständigung über das <8anze Eine Zeitlang waren wir in ber Lage, das wir eine Vcrstäiungung zwischen den Mächten hmncktlich der ganzen Nord- und Nordost-Grenze Albaniens in 3id i hatten, sofern ein noch, ausstehender Punkt beigelegt werden könnte. Um Ende der letzten Woche wurde mich eine Einigung über jenen einen ausstehenden Punkt der Nord- und aordostgrenze erreicht.
Es ist von wesentlicher ttebeuhmg, da st zum schütze der mo- hcrMmedanischeu und katholischen Minoritäten in den an ^erbten und Montenegro abgetretenen Gebietsteilen Bürgsch'afien geichatten werden. Die Rassen und Stämme sind in einigen Teilen des Gebietes so durcheinander gewürfelt, dast irgendeine (Garantie vorhanden fein must. Aber vor allem kommt es daraus an, bitt die Mächte nicht länger über die (Yebielsalwrenzung uneinig sind. Was die gcographischeGrcnzlinie angeht, w emp- siehlt es sich, voriichtig mit Voraussagen zu sein. Wir sind während der letzten Wodien ständig vor unvorhergaehene Zwischenfälle gestellt morsen, und alle Bcredmungen können über den Dausen geworfen werden. Zu erwägen bleiben die Fragen oer Staatsschuld, der kommerziellen Angelegenheiten und der ägatidyn Inseln. _ _ ....
Ein zweiter wichtiger Punkt ist, dast die Lage der a g n 11 d) e n Inseln der Entscheid mm der Mächte überlassen werben, )ol! Das kommt natürlich für \t r c t o nicht in Betracht, wo die -Lurtci gemäß diesem Frieden bedingungslos auf alle Interessen verzichtet.
Soviel über den ersten Hauptpunkt. Was nun den zwettcn Hauptpunkt angeht, nämlich Krieg zwisd)en der Türkei und den Verbündeten, so I-aben die Mächte ihre Vermittlung angeboten und Bedingungen formuliert, die nad) ihrer Ansicht eine billige törunblage für den Frieden abgeben. Das Wichtigste i|t die Grenzlinie, die sie der Türkei oorgesd,lagen haben und die von Enos nadr Media lauft. Diese Grenze wird, wie ich hone, angenommen werden, denn dann wird vermieden, dast iid) /fragen über Kon stau t ucope l, die Dardanellen und natürlich aud) über Kleinasien ergeben.
Es handelt sich um eine Vermittlung der Mächte. >;Ä will nicht sagen, dast die Mächte den Entschluß haben, auf einen zwingenden Schiedsspruch zu bringen und Friedensbedingungen aufiuedegeu. Es ist eine Vermittlung, aber id) will betonen, dast die Mächte eine Grenzlinie vorgeschlagen haben und gegenwärtig üd) geneigt gezeigt haben, alle (ticbicte tvcftlicb dieser Linie ber Entscheidung der Verbündeteit selbst zu überlassen mit Ausnahme von Albanien. Wenn diese Bedingungen von der Türkei angenommen werden, bann können sich die Verbünbctcn venichert halten, die ^Festlegung ber Friedensbedingungen unter sich ohne Intervention der Großmächte treffen zu können mit Ausnahme so befondcrcr Fragen, wie Albanien eine ist. Wenn diese Be- dinguuegu nicht angenommen werden und eine Grenzlinie aufgezwungen wird, wclrf?c die mit Konstantinopel und den Meerengen im 3ufannnen()aiig stehenden Fragen aufwirrt, wenn der Krieg fid) verlängern würde und aud) die kleinasiatischen Fragen aiifgerollt werden sollten, dann würde sicher bei der Feslsebung der Friedensbedingungeit die eine oder die andere Madrt nicht als uninteressierte Vermittle, soitdern als interessierte Parteien in Betracht kommen. Aus diesem Grund betone ich, ohne irgend eilte drohende Sprache führen zu wollen, dast es, wie id) glaube, iMInteresse der beidcn kriegführenden Parteieu liegt, dast bic von ben Mächten als vernünftig bezeichneten Friedensbedinguu gen als Basis Tür den Fr i ede n s schlu st angenommen werden. Wenn der Friede geschlossen ist, io boffen wir, dast die Türkei in einer gqidvrtc» Stellung fid) befindet, die ihr gestattet, ihren Besitz in Kleinasien zu festigen, das Land zu entwickeln und gute Ordnung und eine gute Regierung zu )rf;affen.
Es ist wesentlich, das; der Türkei in beit Friedensbedingungen nicht finanzielle Lasten auferlegt werden, die es ihr iinutöglid) machen, sich der Aufgabe uizuwcnden, ihre, Position zu stärken und zu befestigen, zu entwickeln und in Kleinasien und den übrigen ihr verbliebenen Gebieten die Ordnung her- zustellen. Ein Kampf der Türkei mit dem Bankerott liegt nicht int Interesse der Mächte, b e s o n de r s de r i n Kleinasien interessierten M äd)te. Wenn die Balkanstaaten eie Einigkeit und die Freundsdmst untereinander aufrecht erhalten, und iid) daran machen, das Gebiet, das ihnen nach dem Krieg Aiifällt, zu organisieren und zu entwickeln, dann werden sie dazu i)te Unterstützung und den guten Willen Europas brauchet!, ins besondere die sinanzielle Unterstützung. Ich meine dabei nicht die jinauzielte Unterstützung der Regierungen, sondern die finan zielte Unterstützung, die Europa zu gewähren vermag und die Europa ohne Zweifel ohne eine günstige Stimmung der Regierungen nicht gewähren würde.
töten >chlost mit einigen Sätzen, die nochmals den loefcnt liehen Inbatt ber früheren Erklärungen zusammenfassen. Nad; Gren ergriff Bonar Law das Wort, um feine allgemeine Zustimmiing zu den ErNärungen Greys auszufvrechen und ihn sowie die Botschafter der Mächte, zu dem großen Schritt aus dein Wege zum Frieden ;u beglückwünschen.
Premierminister Asquith begrüßte die patriotische Unter stützung, welche die Opposition der Regierung zu teil werden lasse, indem sie den Diensten Greys ihre Anerkennung gezollt habe. Die Dankbarkeit Europas für die sichere Aussicht, daß zwischen ben Großmächten voraussichtlich keine ernsten Schwierig
uitb Sachregister. Teftrevision, Kommenwr und Register sind besorgt von -V o r st Kohl, der infolge seiner langjährigen, ein dringenden Beset-ästigung mit dem Gegeustmtd vor allen anderen zur Mitarbeit berufen war. Zn weldrem (Krade der Leser der ,,töd>an fen und Erinnerungen" eines Führers bcdars, weii? jeder, der sidi aud> nur vorübergehend mit diesem einzigartigen und un vergleichlichen Vermächtnis unseres größten politischen Genius beschtistigt bat: ist cs doch bei aller fließenden Lebendigkeit der Darstellung so gedankenschwer nird so reid) an Anspielungen aus poltttsdL Vorgänge und Personen, daß rin wirkliches Verständnis aller Zusaimuenlxinge und Einzel l-citen sich aud) gründlichen Ken uern der neuen Geschichte viclfadt nicht aus dem Text allein erschliessen laim — Tic neue 'Jlm-gabe ist in jeder irinsicht vor- nehm ausgestattet und roefentlid) billiger als die erste Ausgabe.
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wtsjen- schajt. Zm Verlag von Rößler u. Herbert in Hechelberg ivirb denmachst ein Philosophischer Anzeiger ctsduinen. den Privatdozent Dr. A. Runge berausgibl und der in läbrlidi 10 Heften ein Führer durch bic plnlosovlnsdicn Neuerfdxinun^Ten jein wirb. — „Heimat und Welt", unterhaltende und be lehrende Monats lies tc zur Förderung des Deutsdüums, ging soeben ui den Verlag von Alexander 'Sünder, Weimar über, der für das bereits in weiten Kreisen eiugesührte volkstümliche Unter uehmeu bic Unterstützung und Mitwirkung des hodxingejehenen
„Vereins für das Deutsdstnm im Ausland" nahezu ;'>0 0(X> Mitglieder) gewonnen hat. — Peter Rosegger in tö r a ; Ira: das dfhxrndjifdxungarudM* Ehrenzeichen für Kunst unb Wissen
schatt erhalten. — Dr. phil. h. c Wilhelm Merton in Fran k
s u r t a M. ist tnm der 7 ethnischen >?od)icbule zu Aachc n ehren halber -um Doklor-rIngenieur ernaniu worden. — Tas n c u < Drama von Henry Bernstein: Tas Geheimnis brachte bei seiner Paristn llrmiffühnutg Emtäuschung: -as 3tück ist mt psydwlogucves. allzu Dmdxüoqt)'J.v» Schausptel, ohne d>e geringste branmhKtv Verve, luic sie früher Bernstern so gcsdncki hcitblMbte. Eine solche vretentiöie jrnfalt würde man in Deutsch taub kaum einen: ?bn<ingex- muhschen und dast wir alliabrlich mit ixUcn dranuuisctteu Febdieburien ber Franzosen aufwarten, ist ein gut zu bamiiigev Kornplimeu' an ine Pariser Adresse, dessen die deutsche Dramatik roahrlrdi nicht Inixx: T>- Tutsche
G escllschaj» für M e eres he i 1 ku n d .weit in Ialnesversammkung üu 'Parhochgttcheii ZuMuc der < -ni ju Verl in ab.
feiten entstehen werden, gebühre dem b c w u n b e r n s w e r t e n Geist ber töebulb und Mäßigung, der bet den beiden mehr beteiligten Mächten zutage getreten tu.
Deutsche» Reich.
Ter Kaiser und sein Pächter.,
Zn ber Presse ist aemeloet worben, daß ber sauer aur eme Eingabe des Pächters ^obft bisher nidr geanturort : habe unb eine Antwort dieser Eingabe abgelehnt habe Wie wir aus Beruu hören, trifft bas nickt zu: bic Angelegenheit liegt augenblicklich int Zivilkabinett beS Kaisers, und cs wird als sicher angenommen, dast der Kaiser auf die Eingabe antworten laffen wird.
Die Auflösung
des preustisck-cn Abgeorbnetenhaujes, bic infolge ber Anberaumung ber Neuwahlen vor dem ^diluife Orr Legislcuurpcriobe aus formellen Gründen njtwciting incrocn wird, irirb kurz vor Pfingsten erfolgen. Ter ^d htK der Land- tagsfesfion dürfte fpätesteus am 3. Mai vorgenommen wcrixui. Ta die letten Wahlen zum Landtage nod) am 9. Juni borge* nommen werden können, fo dürfte der neugewählte Landtag erlt nm 17. Zuni zusammentreten können. Die^knrze Tagung des Landtags im Zum wird nur mit geschäftlichen Sitzungen ausgerullt werden. Es ist nid-t bcabüdsigt, deni Landtage für diese Tagung gesetzgeberisches Material zugehen zu lassen.
rSusland.
Die Verstärkung
des österreichisch-ungarischen H e e r es.
Die „Deutsche Tageszeitung" will aus Ofcnpest erfahren ;aben, der Kriegsminister, Fcldzeugmeister Krobat fei in Unterhandlungen mit den beiden Regierungen getreten, um eine neuerliche Erhöhung des Rckrutcn- ko n t t n g e n t s zu crzieleii, wodurch der Friedenspräsei'.'- tand der österreichifch-ungarischen Armee auf 400 600 Mann ebracht werden würde.
Feldmarschall Lord Wolseley f.
Der englische Feldmarscball Lord Wolselei) ist in Men tone gestorben. Garnet Joseph, Viscount Wolselei) of Eairo war am 4. Juni 1833 in der Grafschast Dublin geboren. Er kämpfte in der Krim, Indien, China unb_ Kanada, wo er 1870 die Indianer unterwarf, sowie 1873 gegen die Aschantineger. 1875 wurde er Gouverneur von Siatal, 1878 von Zypern. 1879 wurde unter seinem Oberbefehl der Zulukricg beendet. Am 13. September 1882 schlug er die Ausständrschen in Acgnpten unter Ara bi Pascha, 1.890 wurde Wolseley Oberbefehlshaber in Irland, 1894 Fcldmarfchalt. Von 1895 bis 1900 war er Oberbefehlshaber des britischen Heeres.
Die englischen Frauenrechtlerinnen.
Aus Manchester ivird gemeldet: Die unabhängige Arbeiterpartei hielt am Montag eine Konferenz ab, wozu ben Suffragetten ber Zutritt untersagt würd'? Diese zogen eine schwere Eisenkette durch die - -ritte der leiden Torflügel und verschlossen diese mit einem schweren Vorhängeschloß. Die Versuche der Eingesperrten die Türen zu offnen, waren vergeblich. Es wurde ein Schlossen her beige hol t. Als die Delegierten d-en Saal verließen, wurden sie mit Flaschen und anderen Gc genständenbombardiert. Mehrere Frauen wurden verhaftet.
Prinz helnnch-8lug J9 3.
Gießen, 25. Marz.
Am 20. d. Mts. hat eine Sitzung des gesamten Arbeitsaus ichusses stattgesunden, in ber brr ganze Plan orS Festes in seinen Einzelheiten durd>geivrod)cn wurde. Bekanntlich hat außer dem Prinzen Heinrich von Preußen, der als Ober Li ter des ganzen Unternelmicns aut alle Fälle hier in Gießen bei der Landung zugegen fehl wird, aud) der Gwßherzog fein Er'äu'incii sugejagt. Ferner werben Fürst zu Solms-Hohensolms Lich nnb_O)raT Solms Laubach hier ameefenb sein. Sd)on aus diesen Tat'ad}en gellt hervor, lvrichrs Interesse an ben maßgebenden Stellen dem Prinz Hcinrich-Flug emgegengebradit wirb, und es liegt ben einzelnen Etavven die Pflicht ob, alle Kräfte anzuspannen, um ihr Teil zum Gelingen des nationalen Unternehmens beizutragen. Welche unge heurc Arbeitsleistung von allen Stellen rriorbert wirb, z igt die VON UNS jdyon kurz besprochene überaus lehrreiche Denkschrift, bic von der Südwestgruppe des Dcutfd-en Luftfahrerverbanbes, aud? der hiesige Verein für Luftfahrt angclyort, über den. 2. Zuver läffigkrilsilug am Oberrhein vom vorigen Jahre herausgegebeu worben ist. Tic damals zu Grunde gelegte Organisation wird aud) diesmal wieder in den Grundzügen bei behalt en werben, da jie sich nad) jeder Ridstung hin beiväljrt hat. Immerhin erfordert aber der diesjährige Prinz-Hcinrid^Flug wegen seiner svesent- lid) größeren räumlichen Ausdehnung eine ausgedehittere Grund läge. Er wird wegen der erhöhten Ansprüche, die an Flieger und Flugzeuge und an die Luftkreuzer gestellt werben, sportlich unb militärisch ein größeres Jnterefse Hervorrufen. Tie grüßt? Strecke, bic diesmal von den Fliegern in einem Fluge zu durch messen ist, wirb die von Koblenz nach Karlsruhe mit Ucberfliegen von Speyer und Neustadt a. d. H. mit etwa 300 Kilometer feilt. Wie schon früher erwähnt, kommt es bei bent Prinz Hcinridi Flug nicht daraus an, große Schnelligkeiten zu erzielen, sondern die Leistungsfähigkeit und Zuocrläsfigkeit normaler Heer ess lug zeuge zu erproben. Bei dem Flug Berlin—Wien 600 Kilo nietet gelangten von 8 Fliegern nur einer ans Ziel, Hirih, der aller Voraussicht nad) and) diesmal wieder dabei sein wirb DaS gleiche Ergebnis hatte bas französische Luftberby bet Angers 171 Kilometer) bei 7 Startern. Beim Norbmarkslug_ 462 Kilo Meter kamen von 11 Fliegern 3 über bic ganze Strecke. Tic Strecke des vorjährigen Oberrheivflugs betrug insgesamt Kilomrtcr. Bei ihm kamen von 8 Fliegern die Hälfte, bei dem Süddeutschen Ruudflug 530 Kilometer von 15 Fliegern 1 bis ans Ziel. Der vorjährige Cberrheinflug stellte in seinem Er flcbuhfe alle bisherigen öeuttdwn unb französischen Ucberlanb Flüge in den Schatten. Die diesjährige Flugstrecke Wicsbabcn- töieRCTt 65 Kilometer, Gießen - Kassel 100 Kilometer, Kassel— Xvblenz 170 Kilometer, Koblenz- Karlsruhe mit llcberiltegm von Speyer unb Neustadt 300 Kilometer, beträgt zusammen 365 Kilometer.
Dazu kommen die beiden großen Aufklärungsübungen zwiidien Karlsruhe unb Freiburg und Freiburg—Straßburg, so daß dies mal mit mindestens 900 Kilometer Luftlinie gerechnet werden muß. Aus diesen Zahleu lassen fid) die großen Anforderungen au Menschen und Maschinen erkennen. Andererseits aber er wachsen auch der Gesamtleitung gewaltige Aufgaben, von denen nur die folgenden erwähnt werden «ollen, Organisation nut allen Eiappcii uud Nebeurtappen, Sicberheils und Koittrolldienst aus ber ganzen Strecke durch Automobile, Nadisdmb von Benzin, Ort imö Ersatztelüm, Bau ber Fliegerzelte auf allen Etappen, Wetterdienst, Veriicberungsfragen, Sanitäiobicnft, Nachriducii bienst, der schwierige Dienst des Preisgerichts uno. Tic Er iabriingcn. die aus all diesen Siuzelhcitcn gesammelt werben, werben für den Ernstfall von großer Bedeutung fein und fo geschieht die Mitarlrett an dem Prmz-Heinrick>-Flug letzten Endes mi vaterländischen Interesse Ter gante Flug ist eine militärische Veranstaltung ,m sportlichen Gewände. Tas bars nid»: vergessen werden und auch bi esc Tatsache sichert tvobl aud) ben örtlichen Veranstaltungen lebhaftes Interesse unb bis Anteilnahme der gesamten Bevölkerung.
WaS die Veranstaltung in Gießen anlangt, so bürhe sich dies - — Aeiideruugen bleiben selbstverständlich nodi Vorbehalten — etwa wie folgt abündrn Auf dem Trieb, der sich nad) einer vor einigen Tagen vor genommen en Prüfung durch die Herren Tr. Linke und Flieg, rvffizlcr Lcutnan: Rcrndart als icin günstig für die Veranstaltung aivicien hat, iperben die ron
Aus Slrtbe ttttC« tfattö»
Gießen, 26. März 1913.
** Tageskalender für ynthood), J?6 März: etabl- theatei: „Tie Herren Söhne." Anfang 7 Uhr.
♦♦ Schlastvagenötige. Zm Sommerfahrplan ber ireußisch-hessischen Staatsbahnen werden^ zum crfteinnai. reine Schlafwagen 5üge gefahren. Sie verkehren an einigen bestimmten Tagen als zweite Teile der Aadn- schn!?llr,üae auf ben Strecken Berlin — München (Liw bau) uno Berlin — Frankfurt.
** E isenba h n w cf c ;t. Bei ber P r eu ß i s d) H c f- ischen Staats bahn werden l am 1. April n'a die Titel Waaenlvärter in Wagen aufs lier und Kammifsarifliier Elsen- findlichen Bahnhofs, Güter- und Kaffenvorsieher iy Eisenbahn-Sekretär umgeäudert.
** Soziale Fürsorge der Bahn Verwaltung. Der preußische Minister ber öffentlichen Arbeiten hat einige Eisenbalmdirel'tionen ermächtigt, auch im Jahr 1913 unteren Eisenbahnbebiensteten zur Herstellung von Eigcnhäusern «Ein und ZweifaimlienhAusern ftaaklichc Bottdarlehne zu gewähren. Diese Tai lehne schwanken einzelnen zwischen 2000 unb C»(K)O Ml 's in 9a 113c 11 jtnb den Eisenbahttdirektioneit zu diesem Zweck * * * * SOOU Bcatk zur Verfügung gestellt luorben. Als To r le hu snelnn er lont- men von den unteren Beamten hauptsächlich Weichensteller, Bahnwärter, Bahnschasfner. Untern)nftenten, Äagenmeister und Rottenführer, :bie Hilssunterbcamtep ber vorbezeichneten Klassen, sowie bic Arbeiter des ^Bahnu n ter ha 11 un gs-, Güterboden- unb Werkstättendienstes in Betracht.
** Nachträgliches zu Pros. Bier m er s töe- dächtnis. Wie uns von unterrichteter Seite mit geteilt wird, hat der Maifer mit lebhaftem Bedauern von dem Ableben des 6W). Hofrats Prof Tr. Biermer KLmitm- geilommeu. Den letzten Vortrag Biermers „Tie finanzielle Mobilmachung" hat der vaifer gern angenommen. In einem Schreiben an den Bruder der Witwe Prof. Biermers, ben Generalsekretär des Deutschen Handelstages Dr. Soetber ist das Vorstehende durch bap Geh. Zivilkabinett bes Kaisers zum Ausdruck gebracht luorben.
* ♦ S t a b 11 l>ca ter. Nochmals fei auf die Schülcrvor- stellung von „A n d r e a s H 0 f c r" am und) ft en Sam tag nadi- mittaii hingcwii’fen. — 'Am Montag, 31. Marz, findet als letzte Aufführung der Spielzeit mit Mar Treuer-. Schauspiel ,/Dtt Siebzehnjährig c n" die Benefizvorstcllimg iür den Lber- regisscur unserer Bühne, Walter Tworkowski, ßatt. Tie Vorstellung nnrb besonderes Interesse dadnrd) gewinnen, da« bic töattin des Benefizianten, Frau Käte Sd)rötZer-Dwol- ko ws ki,. bic fünf Jahre lang am Tüffdboricc Sdrauipidhawe in allererster Stelle tätig war, als Anne Marie gaitiercn wirb.
* * 311 n g b c n tf d) I<1 n b. Okftern nachmittag sand die erste S chn l erwa n be rn n g der hiesigen Volksschulen statt, die von dem dafür eingesetzten Uni er an^diuB des Inngbeutschlanbbundes (Kießen veranstaltet nnnbr 140 Schüler im Alter von 8—14 Jahren litten sich aus Oswalds garten ciiiflcfmiben unb marschierten unter Führung einiger Lehrer unb von Mitgliedern des Zweigvereins Gießen des "Vogelsberger Höhenttubs zunächst gemeinsam nach Wißmar. Hier trennten sich die Wanderer Tic „Kleinen" inan derlei! nach bem Hangelstein unb von ba nach Hause, Ivährcnd bic älteren Schüler sich in zwei (Gruppen dem Krofdorfer Salb- haus zuwanbten Die eine töruppc benutzte den Höhen- zug der Sieben Hügel, die andere beflieg die Napoleons- nafe, von wo aus sie eine herrliche Rundschau bewundern tonnten. Dann gingen sie durch das Gleibachtal zum ,'-orf:- ha uv, wo Einkehr gehalten luurbe Rach einer au-uebigen Rast ging es durch das idhllisckw Fvhnbachtal nach.Krofdorf unb jtad> Hause, wo die liciucn Wanderer bei sinkender Nackt aber ohne jede Ermüdung eintrafen. Es war ein nunderschöner Frühling-, tag, den Iungdeutschland bei seiner» ersten Wanderfahrt beschert erhielt und an den strahlendes« oü'Hdnent bei jugenblichen Wanderer konnte man sehen, wie sehr ihnen die Wanderung gefiel.
• • Ocffentliche Bcrfammlung. Morgen abend spricht in SteinS Gatten Reichstagsabgeordneter Dc. Werner über ,Von der Aushebung der Liebesgabe bis zur neuen Wehroorlage*.
Landkreis Gießen.
§ Lang-GonS, 25. März. Heule nachmittag 4'/. Uhl ertönte der Ruf Feuer. Tic Scheuern beS IohS. Jung unb bei Geschwister Wenzel brannten. Tic freiwillige Feuerwehr hatte gerade Hebung, die sie abbrach, so baß ttk ofort auf der Branbstültc erscheinen konnte. DaS Feuer tonnte auf seinen Herd beschränkt werdeu. Die Ursache «st noch nicht feftgestellt.


