Mittwoch, 26. März 1915
Erstes Blatt
163. Jahrgang
Ö77
gedroht werden.
völkerung von ment aufhört.
9(b()ü[e» iu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— uicrtel- jährl. ausfchl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., auswärts 20 Piennig. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August
Lin Sieg der Serben ?
25. März. Amtlich wird gemeldet, daß sich
nicht durch die Belagerung entschieden wird, das Fortdauern der Belagerung ein unnützes Gemetzel bedeuten und tatsächlich auf eine verbrecherische Torheit hinauslaufcn würde, die ihnen jede Sympathie in England entfremden würde. Tas ist einer der Gründe, weshalb cs wünschenswert ist, daß die Tatsache der unter den Mächten erzielten Einigkeit sobald als möglich bekannt wird. Wenn die Entscheidung der Mächte nicht respektiert
gemeinsame diplomatische Aktion in Belgrad und Cctinje zu unternehmen, den Beschluß, zu dem sic gekommen sind, be-
seiner Waren gehindert, und der Matrosen Lcbeit bedrolK worden wäre, .als durchaus unrichtig bezeichnet. Dieses Dementi ist den Tatsachen und der Wahrheit entsprechend; denn teilt Schiff ist verhindert worden, seine 'Handelsgeschäft , lichen Manipulationen vorzunehmen, noch sind Matrosen von montenegrinischen Soldaten bedroht worden. Von der Beschwerde des Kapitäns und der Maschinisten der „S t o- d r a" erhielt die montenegrinische Regierung erst vorgestern durch die Note der österreichisch-ungarischen Gesandtschaft Kenntnis. Die Regierung hat sich sofort beeilt, sn offizieller Form die Erklärung abzugeben, sie wolle den Verkehr der österreichisch-ungarischen Dampfer erleichtern und selbst für die Bewegungen alle Erleichterungen bieten. Die Regierung entsandte unverzüglich einen besonderen Funktionär behufs strenger Untersuchung des Zwischenfalls und gab gleichzeitig die Erklärung ab, eventuelle Schuldige streng zu bestrafen.
Hilfe für die Bevölkerung von Skutari.
Rom, 25. März. (Agenzia Stefani.) Die italienische Regierung hat angeordnet, daß ein Schulschiff mit Aerzten, Schwestern und Arzneimitteln von Brindisi nach San Giovanni di Medua in See geht. Dort soll eine
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Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten,
halten keine Kriegsentschädigung — müßte man in Sofia endlich einseheu, daß die Zeit gekommen ist, den Frieden zu schließen.
K o n st a n t i n o p e l, 25. März. Der heutige amtliche Kriegsbericht besagt: Adrian opel wurde am 22. und 23. schwach beschossen. An der Nordfront fand ein Artillerietampf statt; vor Bulair an der Tschataldscha- linie verlief der 23. März ruhig. Gestern griff vorTscha - t a l d s ch a der Feind, etwa zwei Bataillone stark, unseren rechten Flügel an, wurde jedoch zur ü ck g es ch l ag e n. Es kam zu einem heftigen Artillerie- und Fnfänteriekämpse. Eine feindliche Streitmacht von mehr als einer Division griff einen von unserer an der Süd- lüste befindlichen Schiffseinheit ausgesandten Vorposten an. In dem Kampfe, der bis zum Abend dauerte, wiesen unsere Vorposten überall die Angriffe des Gegners tapfer zurück und konnten die Positionen behaupten.
Das Bombardement von Skutari eingestellt.
Belgrad, 26. März. Das Bombardement von Sku- tari ist serbischerseits laut „Prawa" gestern nachmittag auf Anordnung der serbischen Regierung eingestellt worden.
Eine Beschwerde Montenegros.
Ce tin j e, 25. März. (Reuter.) In einer an alle Groß-
Durch Vaküumerhitzung bat Dr. Thomae ferner kristallisierte Fette gewonnen bei — nach seitheriger Anschauung — entfetteter reinster Baumwolle (Verbaudwatte), Leinwand, Tuch und Leder.
Sagemehl, Holzwolle und Zeitungspapier lieferten bei de.r Vakuumerhitzung weiche Fette, die jedoch auch der Kristallisatton fähig zu sein scheinen.
Tast Filtrierpapier kristallisiertes, Zeitungspapier weicheres Fett liefert, bat seinen Grund darin, dast beide Papiere aus verschiedenem Material hergcstellt werden — Filtrierpapier hauptsächlich aus Fasern und Stroh, Zeitungspavicr aus Holz.
Tas Verfahren gründet sich daraus, daß alle Oberhäute und' Zellwände jedes Organismus im Weltall Fett eitthalten und vielt natürlich Farbstoffe in Fett eingebettet sind.
Dr. Thomae erblickt in den Fetten der pflanzlichen und tierischen Oberhäute, Zellwände und Farbstoffe, deren Gesamtmenge ungeheuer groß ist, die Hauplguclle für die Bildung des Teeres bei der seither üblichen Trockenerhitzung organischer Substanzen.
Tiefe Trockeucrhitzung, die ohne Vakuum, also bei Luftzutritt, vorgenommen wird, läßt sich anscheinend auch so leiten, dast dic Verteerung entweder ganz oder größtenteils zurückgedrängt wird und die .Hauptteerbilduer, die Fette, al§ primäre Produkte nur cius- sckmelzeu. Mit diesbezüglichen experirneMellcn Versuchen ift, Dr. Thomae gegenwärtig beschäftigt.
Im übrigen sind außer den Fetten auch noch die Harze und' andere Stoffe an der Teerbildung beteiligt.
Dast alle Materialien, die in vegetalisck' oder tierische Gebilde und Abfälle hineinkommcu, fetthaltig werden, ist eine Schluß- Folgerung, die sich experimentell beweisen lässt, denn Dr. Thomae konnte in Gartenerde einen geringen Gehalt an Pflanzenfett nachvcisen. Die bei bestimmten Temperaturen abzubrechenden Trockenerhitzungen im luftleeren und lufferfüllten Raum, die man zweckmäßig als fraktionierte bezeichnet, liefern verwertbare Nelww Produkte und sind zmn Patent angemeldet.
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— Bismarck: Gedanken u n d E r i n n e r n n g e n. Neue Ausgabe. Mit Bildnis. Zwei Bände. Groß-Oktav. In Lcinenband 12 Mk. Verlag I. G. Cottaschc Buchhandlung. Diese neue Grostoktav-Ausgabe bedeutet einen wesentlichen Fort - schritt gegenüber der ersten Ausgabe. Sie bietet einen gründlich revidierten Text, einen beträchtlich erweiterten Kommentar und vor allem ein groß angelegtes ausfiihrliches Personen-, Orts«.
3iibi!äumsausftenung allrussischer Kunst.
Aus Anlast des Jubiläums wurde in Moskau eine „I ubilau m s a u s st c l l u u g altrussischer Kunst" ins Leben gerufen, die als etwas Bedeutendes und als etwas echt Russisches «rngesprock-en werden mus. Tie Veranstaltung der Ausstellung ist vor allem dem kaiserlichen Archäologischen Institut zu verdanken, ms bis in die entferntesten Gegenden des russischen Riesenr.äches hinein, an die vielen alten Städte Rußlands, an die Kirchen, Klöster, Kunstsammler die dringende Aufforderung nd tete, die ZubilÄumsausstellung zu beschicken. Und man ist dieser Auf- iorderung mit starker Bereitwilligkeit und auch mit Kunstver- stäudnis entgegeirgekommen. Wahre Kunstschätze sind hierbei ans Licht gefördert worden, ausgezeichnete Kunstiverkc, von deren Vorhandensein man früher meist nur ahnte.
Vor allem sicht man natürlich viele Heiligenbilder. Man durchwandert die Jubiläumsausstellung, und betrackstet überrasch:: diese vielen kösUick ?n Heiligenbilder. Tie bedeutendsten Kunst - schätze haben die alten, echt russischen Städte wie Moskau, Kiew, Wow, Nowgorod beigesteuert. Ta reiht sich ein kostbares Kunst- neck ans andere, eine ferne, fast vergessene Blütezeit -cht russischer ftunft feiert liier ihre "Auferstehung. VoM Weihrauch- dunst oder vom Staube vieler Jahrhunderte sind diese kostbaren Heiligenbilder mit Piel.tt und Sorgsamkeit gereinigt. Die köstlichen Farben und die kindlich-naiven Konturen waren arg verdunkelt, jelck (citditen uns nun die ursprünglichen Farben wuuder- >äM entgegen. Aus manchem Heiligenbilde spricht ein gottbe- Madeles Künstlertal ent zu uns, das namenlos im Flust der Iahr- '.mntxrte untergcgangen ist: und merkwürdig, man wird seltsam m nvanck-e Strömung in der heutigen Malkunst erinnert, etwa m die Jung-Franzosen um) Henri Matisse.
Die Werke stammen aus dem 13. bis 17. Jahrhundert. Die bedeutendsten zlunstschulen sind vertreten. Ta gewahren vir die Kiewer Schule, die fick nod) am1 stchtbarstcn an .Vyzanz anlehnt. Erdenfern, mystisch, stteng, ernst in den Farben, gehalten in der Bewegung ist die Moskauer Schule. Aber "jefonbcrS schön, selbständig, naiv farbenfreubig, reich an Be- 'vcgung und sonderbar frei von der Tradition sind jene Heiligen- 'iilder, die vor Jahrlmnderten im h o h e n d! o r d c n R u st l a n d s , hi der einst republikanischen Stadt Nowgorod entstanden sind. Interessant ist and) die sogenannte Stroganow er Schule, so 'benannt nach den bekannten hervorragenden Grasen Stroganow,
Bezugspreis: monatlich 75 Ps., vierteljährlich Mk. 2.20; durch
den Serbe» ergeben habe.
Staatssekretär Grey über die Balfanlage.
London, 25. März. In der heutigen allgemeinen Ludgctbespreckmng des Unterhauses gab Staatssekretär Sir Edward Grey eine bedeutsame Erklärung über die Balkanlage ab. Er sagte L unter anderem:
dic einst, besonders zu Zeiten Iwans des Schrecklichen, energische, weitsichtige Vertreter und Vorposten des russischen Riesenreiches an der Wolga und in Sibirien gewesen waren. Tiese Stroganowcr Schule stellt gewissermaßen dic Synthese dar zwischen Moskau und Nowgorod: sie ist and? reich an herrlichen Miniaturen.
Großer Fleiß und .Kunstfertigkeit sprechen auch aus den well' Hdiercn Gegenständen der Ausstellung: aus den vielen kostbaren Kronleuchtern, Wcihrauchsässem, den vielen Ringen, Kästchen, .Humpen, Bechern, Schöpfkellen, Ohrgehängen und aud) den schweren, farbenbunten oder golddnrchwirkten Gewändern. Unter diesen Gegenständen sind kleine .Meisterwerke der angewandten Kunst. Tassclbe must man von den zahlreichen vergilbten, ehrwürdigen Handschriften und Pergamenten sagen, die durch? er- lei'encu Miniaturenschmuck an ff allen. Tie Kunstwerke und Gegenstände, die aus früheren Jahrlmnderten stammen, sind dabei zweifellos schöner als die späteren. Besonders bemerkbar ist das Lei den Heiligenbildern: die früheren sind vor allem viel farbenfreudiger, naiver, ursprünglicher als die späteren. Immer fühlbarer geht besonders den Heiligenbildern eine fast rührende Pri miiivität, Originalität und Naivität verloren. Immer stärker setzt die Schablone ein, um noch bis heute zu triumphieren . . .
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zettgewinmmg.
Privatdozent Dr. Thomae, über dessen Fettgewinnungspersuche durch Vaknumerhitzung wir kürzlich ausführliche Mitteilungen gemacht haben, teilt uns mit, daß es ihm :<un auch gelungen sei, aus Gegenständen Fett auszuziehen, die nach den seitherigen Anschauungen entfettet waren. Er macht folgende Ausführungen:
Wenn man reinstes, weißes Filtrierpapier mit fettlösenden Mitteln, z. B. Benzin, Sckwefeläther us>v. behandelt, so wird ihm, selbst in der Wärme, keine Spur Fett entzogen.
• Anders jedock) bei dem von Dr. Thomae angewandten Verfahren, der Vakuumerhitzung; hierbei wird aus dem Filtrier- papier ein nach dem Erkalten kristallisiert erstarrendes Fett ausgeschmolzen
selbstverständlich läßt sich das Verfahren auch mit Vorteil bei Materialien amvenden, aus denen nach den seitherigen Methoden ;Fett gewonnen werden kann.
Expedition auf zwei Flußdampfern, die von Bari direkt nach San Giovanni bi Medua geschleppt werden sollen^ weiterfahren und in Bojana an Land gehen, um der Be- Skutari zu helfen, sobald das Bombarde- Die Schiffe gehen morgen in See.
Adrianopel gefallen?
Wir erhielten gestern abend folgende Drahtnachricht:
Ssfia,25.März. (Meldung der AgenceBulgare). Heute früh wurde vor Adrianopel der Generalsturm auf alle Sektoren gegen die vorgeschobenen Positionen der Türken und alle befestigten Punkte unternommen. Der Ostsektor wurde im Sturm genommen.
Die Nachricht hat bis zur Stunde noch feutc weitere Ergänzung gefunden, aus der zu ersehen wäre, ob den Bulgaren dieser Sturm auf die Festung geglückt ist. Der heute veröffentlichte türkische Kriegsbericht drückt sich ganz gemütlich aus. Die „Köln. Ztg." hatte in ihrem gestrigen Mendblatte eine Meldung aus Sofia vom 25. d. Mts., wonach dort Gerüchte verbreitet waren, daß ein großer Ausfall der Garnison von Adrianopel von der Belagerungsarmee siegreich z u r ü ck g e s ch l a g e n worden fei. Die vorderste Linie der Werke sei genommen worden.
Es ist auffallend, daß die Bulgaren so viel Menschen aufs Spiel setzen sollten, um Adrianopel im Sturm zu nehmen, das ihnen nach dem Friodensvorschlag der Großmächte doch von selbst in die Hand fällt. Die Türkei soll ja schon zugestimmt haben, daß die künftige Grenze von Enos nach Midia gezögert wird. Die Linie hat sich gegen die früheren Vorschläge um den Drehpunkt von EnvS stark nach Osten geneigt, und den Türkei: wird nur die Halbinsel Gallipoli und mit Konstantinopel noch der Küstenstreifen am Marmarameer verbleiben. Dort, wo die blutgetränkte Maritza ins Meer fließt, bei Enos, liegt die tür- tisch-bulgarifche Meeresscheide; die künftige Grenzstadt Midia am Schwarzen Meere liegt nur etwa 100 Kilometer von der türkischen Hauptstadt entfernt.
Es ist also nicht recht glaubhaft, daß die Bulgaren, die snsher vor Adrianopel ihre Kräfte geschont haben, nun plötzlich so ungestüm so viel aufs Spiet gefetzt haben sollen. Vielleicht hat mir der türkische Ausfall einen Gegenangriff zur Folge gehabt, und es bleibt alles vorläufig beim alten. Recht zweifelhaft war ja auch das Gerücht, das wir unter den neuesten Nachrichten gestern Verbreiter: mußten, daß die Bulgaren griechische Hilfe i^chge-sucht hättei: und die Griechen nur helfen wollten, wenn ihr König als Gene- talisfimus den Oberbefehl führen werde. Aus Cetinje kam heute n o ch -eine Tartarenmcld:n:g dazu: Dfchavid Pascha soll sich mit 15 000 Mann am Skumbifluß den Serben ergeben haben. Ter Skumbifluß fließt westlich von Mo- imstir und südlick) von Turrazzo ins adriatifche Meer. Man wird, bevor man der montenegrinischen Meldung glaubt, weitere Nachrichten abwarten müssen. Auch das (Gerücht, der deutsche Konsul in Saloniki sei von den Griechen ermordet worden, stellt sich als unwahr heraus. Das dortige deutsche Konsulat ist kommissarisch verwaltet und nach einer Berliner Meldung der „Köln. Ztg." liegt kein Bericht über einen Mord vor.
Moittenegrv hat sich dem Zwäng der Großmächte gefügt unb das Bombardement von Skutari eingestellt. Man braucht aber nur die neueste Rede des Staatssekretärs Grey in der gestrigen Sitzung des englischen Unterhauses zu lesen, um zu ermessen, wie groß die Schwierigkeitei: >ind, die bis zur völligen Herstellung der Ruhe auf dem Balkan noch zu überwinden sind. Namentlich wenn man die Balkanvölier bei ddr Teilung des neugewonnenen Be- setzes sich selbst zu überlassen beabsichtigt. Nach den entschiedenen Bedingungen, die den Baltanvölkeru neuerdings von den Großmächte): auferlegt worden sind, — sie er-
Cetinje, Tschavid-Pascha mit 15 0 0 0 Mann am Flusse Skumbi
kamtt zu geben und die Einstellung der Feindseligkeiten in den in Albanien besetzten Gebieten hcrbcizuführcn. Ich habe die Zn- ücrfid)f, daß dieser Schritt ohne Verzug unternommen wird,' denn so lange er noch nicht unternommen ist, besteh eine größere Gefahr von widrigen, verwirrenden und störenden Zwischenfällen, als nackchcr.
Noch vor Weihnachten ist zwisck?en den Mächten eine Einigung darüber erreicht worden, daß ein selbständiges Albanien gefd-affen werden sollte. Ebenfalls noch vor Weihnachten kam' zwischen den Mächten eine Einigung über die Frage der adria- lisch.'n Küste zustande. Damit war ein wider er gefährlicher Punkt beseitigt. Es blieben zu erörtern die Landgrenze Alba°q n i c n S. Ick: möchte das Haus bitten, sorgfältig zwischen den füblid:eit, südöstlichen, nördlichen und norböftlidien Grenzen zu unterscheiden, während hinsichtlich der südlichen Grenze n o d) keine U c b c r e i n stimm u n g erzielt wo r d en ist. Obgleich Nceinungsverschiedeicheiten in einzelnen Punkten bestehen mögen, die schwierig bcizulegeu sein mögen, so glauben wir, daß mit diesem Teil der Grenzen keine Frage im Zusammenhang steht, die geeignet wäre, eine derartige Tiffereirz unter den Mächten zu verursachen, die zur Quelle einer Gefahr und Besorgnis werden könnte.
An der Nord- und Nordost-Grenze liegt die Sache anders. Der Unterschied besteht darin, daß, tvenn diese nicht
Folgenschwer und ernst, wie der Krieg ist, war es die dringendste Ausgabe der Großmächte, dafür zu sorgen, daß der Krieg örtlich begrenzt blieb und fid) nicht ausdehne oder irgendwelche Mächte in gegenseitige Mißhelligkciten verwickelte, die zum Friedcnsbruch führen könnten. Wer sich an die großen Besorgnisse der letzten Jahre erinnert, daß eine Katastrophe in dem nahen O w hereinbrcd)en könnte, wird jetzt anerkennen, daß cs für die Diplomatie der Großmächte rühmlich sein muß, daß sie im Sturm bis zu dem gegenwärtigen Augenblick ausgchaltcn, und wie id) hoffe, den Punkt erreicht hat, an dem jede Aussicht besteht, das; der Sturm bis zu Ende ausgehatten wird. Serbien , , .. x ~ , unb Montenegro ist mitgetcilt worden, daß die Mäckste
möchte gerichteten Z i r 11: l a r n^o t,e b e kl a g t s i ch M o n-'ej„ U c ber c i n f o m m cn erzielt haben, die Feindseligkeiten feien in den Gebieten einzustellen, die in Zukunft zu Albanien
Oesterreich-Ungarns als eine Bresche in die Neutralität und teilt mit, daß fie die zum Abzüge der Zivilbevölkerung aus Skutari n o t lv e n d i g e n Maßnahmen treffen werde. Zu gleicher Zeit mit dieser Zirkularnole hat die Regierung auf der österreichisch-unga rischen Gesandtschaft eine Note überreicht, in der sie von ihrem Entschluß und von ihrem Protest gegen die Haltung Oesterreich-Ungarns bei den Mächten Mitteilung macht.
Cetinje, 25. März. Von amtlich montenegrinischer
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Der Giefcentr Anzeiger erscheint täglich, aufier Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SieheaerHamilienblätter. zweimal ivöchentl.llreis- blallfürdenrrreis Sichen (Dienstag und Freitag); zwennal monatl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse:
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bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck.
t c n c g r o ü b c r d i e A l t i o n O e st e r r e i ch - U n g a r n s, feien in den Gebieten cinzustellcn, die in Zukunft zu Albanien durch welche die Einstellung des Bombardements von Sku- gehören würden. Serbien und Montenegro sollen fick) sobald tari bis zum Abzüge der Zivilbevölkerning gefordert und als möglick) von den in diesen Gebieten besetzten Punkten mrück- im Falle der Ablehnung Gewaltmaßnahmen an- ziehen und insbesondere hätten ore Angrnfe auf Sku- - - • qfpnii'nina betrachtet die Aktion *art a u s z u l) o r en , weck, indem da» Schrcksal dreies Platzes
megitrung oetramret otc amon <nP(ni1l.ri1nn .nUchieden wird, das A-nrtbaucrn
wird, so bin id) sest überzeugt, daß diejenigen, die fid) ihr widersetzten, sich nicht der Sonderaktion einer einzige ii Macht, die die Mächte auseinander b r i n -
. . , , ,~ .. .gen könnte, sondernden: gOm einsanrenDruckaller
kieite wurden am 19. Marz die Nachrichten auswvrtrger1 ch? ä d. t c g c g e n ü b c r l e I) e n iu c r b c n. Nachdem dic Einigung Blätter, nach denen ein österreichisch-ungarischer Dämpfer, erzielt worden ist, ist es der erste Schritt für die Mächte, eine in: Hafen von San Giovanni di Medua am Lösche::


