Ausgabe 
26.3.1913 Erstes Blatt
 
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namens Diehl ermordet habe.

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Kultmsichel mit Seil

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ganze Länge 45 cm a Evtr.-Qual. Stahl. Unübertroffen zur Freistellung v. Kulturen Ent­fernung u. Forstunkrüuiern, zu Läuter ngen, Ausputzen v.Jagdstiegen.Stck.Mk.rr.76.

Ernst Steinhaus,

Werdohl i. W. IC*/.

Letzte llacbricbfeit.

Sturm der Bulgaren aus Adrianopel.

Adri an opel, 26. März. Tie Agence Bulgare mel­det: Heute bei Tagesanbruch bemächtigten sich die Bulgaren nach einem heftigen Angriff der ganzen Ostfront der Festung Adrianopel. Sieben Forts mit ihren Batterien sind von den Bulgaren genommen worden. Sie haben dort feste Stellungen bezogen.

Hessen-Nassau.

0 Biedenkopf, 25. März. In eine gefahrvolle Sage gerieten gestern nachmittag drei Herren und eine IDame, die mit dem Ballon Gode s b e r g in Essen auf- Lestiegen waren und in dem engen Lahntal landen mußten. Der Ballon senkte sich trotz Auswerfens sämtlichen Bal­lastes dermaßen, daß, die Telegraphendrähte berührt wur- Äeit, dann rissen ihn die Winde wieder höher und schleu- Lerten ihn gegen den Kirchturm, wobei sich die Gondel Bedenklich zur Seite neigte. Atrch hier riß sich der Ballon »nieder loß unb landete schließlich auf einer Wiese. Der aufregende Verfall hatte eine große Menge Zuschauer her- Leigelockt.

Roseiihllchstiime sowie niedrige Rosen in den schönsten Sorten, ferner großblumige Clematisund Alpenrosen euwsiehlt billigst Gärtnerei Oönges, Marburger Straße 65.

Bekanntmachung.

In unser Genoss nschaftsregister wurde heute bezüglich der Bestattungsgenosscnschaft der freien Schreiner-Vereinigung zu Gießen, eingetragene Ge­nossenschaft mit beschränkter Haftpflicht zu Gießen, angetragen: Louis Beil, Gießen, ist aus dem Vorstand ausgeschieden; an seiner Stelle ist Georg Haubach daselbst zum 1. Vorsitzenden gewählt worden.

Gießen, den 20. März 1913.

Großherzoglich es Amtsgericht.

GericdtssaaL.

Der Zusammenbruch von Genosscnschafts- kassen.

rb. Darnrftadt, 25. März. Der Prozeß über den Zu- prmmenbruch der N i e d e r - M o d o u e r Spar- und Tarlehns- Sasse, der am 7. April d. I. vor der hiesigen Strafkammer zur Kerhandlung kommen wird, verspricht einen Umfang anzunehmen, fcoic kaum je eine Gerichtsverhandlung in Darmstadt zuvor. Ten tiier Angeklagten, Rechner Adam, Beck, Isaak und Kommerzien­rat Ihrig werden fünf Rechtsanwälte zur Seite stehen und etwa 7100 Zeugen sollen vernommen werden: man rechnet damit, daß die im großen Schwurgerichtssaal stattfindende Verhandlung etwa ri6 Wochen hindurch andauern wird. Man sieht in anbetracht der ganzen Sachlage und der unendlich traurigen Folgen, die der Zusammenbruch des Vereins für Hunderte von ländlichen Fa- friilien gezeitigt hat, allgemein mit dem lebhaftesten Interesse diesen Verhandlungen entgegen. Denn sie sollen und werden lo.sfentlich nicht nur vylle Klarheit über die an der Katastrophe tvirHiff) Schuldigen erbringen, sondern vor allem auch eine gründ­liche Aufklärung über die ganzen einschlägigen Verhältnisse schaffen imb namentlich die allgemein sich jetzt in Hessen aufdrängende 5vrage beantworten, ob die gegenwärtige Gesetzgebung über das Genossenschaftswesen in allen Punkten ihre Aufgaben erfüllt.

-omncrfahrplan i »trben M erstenniL j r?n. Sie vttkchm ai '' eite Teile der 'M ' in-München (Sir

Märkte.

A Bleichcnbach, 25. März. Heute fand hier Schweine­markt statt. Ter Auftrieb an Ferkeln und Läufern war des rauben Wetters wegen nicht febr stark, immerhin waren weit über 150 Stück zur Stelle. Sehr viele Käufer waren erschienen und der Markt war in zwei Stunden gänzlich geräumt. Händler tonren nicht anwesend, und waren die Preise schon auf stattlicher Höhe, wären biefelben wohl noch höher geworden. Sechs Wochen alte schöne werkel kosteten das Paar 56 Mk. und noch höher. Für fette Schweine ivurden hier und Umgegend 60 Pfg. für das Pfund Lebendgewicht bezahlt.

5000 Menschen nmgckoknnren.

Springfield, 26. Mürz. Bei der Sturmflut sollen 5 000 Mensch e n u m gef om in c n sein

Amtlicher Wetterbericht.

Wetteraussichten in Hessen für Donnerstag, den 27.März1913: Wechselnd bciuöltt, meist trocken, tagsüber mild.

Wir bieten

einem strebsamen Herrn einträgliche Existenz, auch günstige Gelegenheit zu solidem Nebenerwerb durch Uebernahme eines dort von uns zu errichtenden Geschäftes (fein Ladengeschäft». Da die nötige Unterweisung erfolgt, find besondere Vorkennmisse nicht erforderlich, sodaß wir -Herren jeden Standes berücksichtigen tonnten. Wir rcfleftiercn jedoch nur auf einen soliden Herrn, der ernstlich bestrebt ist, auf reeller Basis sich selbständige Eristenz mit einem Iahresverdienst bis zu drettausend Mark zu schaffen. Da weitgehendste Unterstützung unsererseits erfoigt, genügen zur Uebernahme und Führung deö Geschäftes sechshundert Mark flüssige Mittel, deren Bentz nachzuweifen ist. Offert, mit.

E. 2169 an $aube & (5o., Cöln. Ib25/

Vermischtes.

Unfälle beim Schisport.

* Schi-Abenckeuer in der Berninagruppe. Im Verniuagebiet wurden drei Schifahrer von einer Lawine verschüttet. Bis jetzt sind nur die Namen von zwei der Ver­unglückten bekannt: G erso n aus Zürich und Du S e i l l e r ikuv Bern. Die Rettungskolonne, die die drei Verunglückten aus- stinden wollte, konnte nur eine Leiche bergen. Kurz daraus geriet iHc Nolonne selbst in eine Lawine. Alle fünf Mann vermochten pich jedoch wieder herauszuarbeiten, nur die bereits geborgene Reiche mußte wieder stundenlang gesucht werden. Eine zweite volonne forscht nach den beiden anderen Verunglückten, hatte :bcr bei dem schlechten Wetter bisher keinen Erfolg. Auch im nabtet des Dent d u Midi wurden zwei Alpinisten von einer lJaroine begraben. Es sind die beiden Brüder P a l l o u ch o u d.

gelang dem einen, sich herauszuarbeiten und Hilfe zu holen. 'Tie Rettungskolonne sand nach zweistündigem Suchen den an­deren Verunglückten noch am Leben und ohne schwere Verletzungen.

Erfrorene Schiläufer.

Reichenberg «Böhmen), 25. März. Zwei Teilnehmer «m Fünfzigkilometer-Rennen Tschechischer Schifahrer im Riesen-

Kreis Lauterbach.

Lauterbach, 25. März. Der langjährige Vorsitzende hiesigeir Handelsvereins, Fabrikant H. Dürbeck, Inhaber der Preßspan- und Pappenfabrik von A. Finger u. Cie. hier, ist Iteutc nachmittag im Jflter von 53 Jahren gestorben, nach idem er vor etwa» 3 Wochen einen Schlaganfall erlitten hatte. Der Handelsverein und die Stadt verlieren in dem Verstorbenen cinen verdienten Mann. Er hat sich besonders durch Förderung Les Verkehrswesens verdient gemacht.

Kreis Friedberg.

in. Bad-Nauheim, 25. März. Durch die Gen­darmerie wurde heute vormittag der Altwarenhändler Peter Volt er aus Ober-Mär len verhaftet und in das Amts- Kerichtsgefängnis eingeliefert. Voller hatte am ersten Oster- iag mehrere schulpflichtige Mädchen unter dem Versprechen <ine§ Geschenkes in den Nauheimer Wald gelockt und sich an ihnen vergangen. V. hat unzählige Vorstrafen wegen Tieb- stahlS, Körperverletzungen und Unterschlagungen verbüßt.

Butzbach, 25. März. Eine große Roheit lüiirbe hier in der Nacht zum zweiten Osterfeiertage verübt. Die große Glasscheibe eines Schaufensters wurde vollständig zertrümmert. Der Schaden beträgt 3400 Mk. Hoffentlich gelingt es der Polizei, die Täter, von denen man eine Spur Lat, zur Strafe zu bringen.

= Dörte lwei l, 25. März. Unsere Gemeinde hat die ssilialsteuer eingeführt. Sie erhebt bei einem Umsatz von "1000 bis 50 000 Mk. 1 Prozent, von 50 000100 000 Mk. J1/» Proz., von 100 000200 000 Mk. 2 Proz. und über 200 000 Mk. 2V2 Prozent.

Swrleulmrg und Rheinhessen.

ch. Gonsenheim, 25 März. Der stellv. Polizei- Io m missar von Bingen, Negierungsassessor Dr. A l e x a n d e r, ijt zum besoldeten Vürgermeister von Gonsenheim gewählt worden.

Hosen

hochstämmige, niedrig veredelte, Schlingrosen, beste Sorten und in reicher Iarbenwahl, ferner Frühlingsblumen, kräftige, pikierte Kopf- salatpstanzen, Gcmnse- mtii Blumenfamcn empfiehlt [02311 Gärtnerei Schneider, Schiffcnbcrger Weg 61.

Bre«n-Holz

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V/a5 Pfund schwer, Pfund 45 Pfennig.

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Bratschellsische Pfund 20 Psenttig. feil. WM Scltersw. 12. Tel. 285.

ff. Binnen

per Pfund 25 Pfg.

empfiehlt

J.M.Schulhof

Tel. 119 [Wi] Markt 1

D i e nichtkämpsende Bevölkerung bleibt in Skutari. _ m

Cetinje, 26. März. Amtlich wird gemeldet, dar bic Ver­treter der Großm ächte einen K o l l e k t i vschri tt bei dei montenegrinischeu Regierung unternehmen, in. Der ftc dte statt u n g d e s A b zn g s der nicht f äm V T end en B ev o l* fern Hfl Skntaris verlangten. Daraufhin schickte der Ober- besehlshaber der Belagerungsarmee Erbprinz Danilo durch,eilten Parlamentär einen Brief zu dem Kommandanten Elsas- Pascha, in dem er den Abzug der Nichtkomba11 a n t e it innerhalb der ch ft en 50 Stunde n anbo t. Epard- Pasckw dankte für den Edelmut, der sich in diesem Angebot aus­drücke, er könne es aber nicht annehmen, da er von feiner R e g i e r n n g hierzu keine Ermächtigung habe.

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xr preußisch nt 1. Äpril ab bi? B ^onmlissarischer Ein» Kerwallungedicich b d Äassenvorskeha iji

Zwei Morde Steritickels in H e\ ] en .

d. Mainz, 26. März. Am Samstag weilte der hiesige Staats an walt in Frankfurt a. d. Oder, und suchte S t e r n i ck e l im Gefängnis auf, um ihn zum Geständnis^weiterer Untaten zu bewegen. Nach einigem Zögern gestand Sternickel, daß er im Dezember 1907 in der Uferstraße ein Dienstmädchen

fiopfläufc SÄÄ baut reinigt, daö Wachstum der Haare fördert Prof. l>r. Grunwalds Kovfgeist. II. öllPf.Pelik.-Bvotb.Krenzvl. [2066]

iiiftenten, Bagenniciu cmnteu der vorbep ' ^hminlerhaltm^

es in Bettacht.

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bei einer einzelnen Dame bedienstet, bei der Sternickel einett Einbruch ausführen wollte. Durch sein Schreien wurden die Hausbewohner ausmerksam, doch gelang es Sternickel zu ent- kommen. Weiter gestand er ein, daß er den bis jetzt unauf­geklärten Raubmord an dem Spezereihändler zu Dorudiel im hessischen Odenwald begangen habe. Es muß also jetzt noch einmal eine Schwurgerichtsverhandlung gegen Sternickel statt- finden, die voraussichtlich in Mainz oder Darmstadt vor sich gehen wird.

Ein Denkmal besudelt.

Paris, 26. März. Das Denkmal des früheren Mi­nisterpräsidenten Waldeck-Rousseau, das seit Jahren durch einen Militär posten bewacht war, weil die camelo^ du roi leine Zerstörung cutgekündigt hatten, wurde heute nacht von unbekannten Ucbeltätcrn mit einer roten Flüssigkeit besudelt.

<'Er kr ankung nach Genuß eines Eierkuchens.

Paris, 26. März. In Vienne Departement Isorci erkrankte eine Familie von 5 Personen nach dem Genuß eines Eierkuchens.

Kampf in Mexiko.

M e x t k o , 26. März. Bei G a r a n z a sand ein h e s t i g e s Gefecht zwischen Regiernngstruppen und Ansständischen statt. Die Aufständischen verloren etwa 150 Tote, wahrend von den Regierungstruppen mir ein Offizier und drei Soldaten getötet, wurden.

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Nehmen Sie eine Liebig- Kugel daran , wenn die Suppe oder das Gemüse fad schmecken. Sic werden erstaunt sein, wieviel Sie dadurch an Kraft und Geschmack gewinnen. Kugeln bestehen aus reinem Liebigs Fleisch-Extrakt und kosten

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Liebig-Kugeln erlauben jedermann gute und schmackhafte Kost zu geniessen.

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n, 26. Marz 1913, d- 26 März: Stahl­ig 1 Uhr,

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Im. 'c/ ML Ac ,4 Tarlehnsnechner fc Weichenslck

Das Essen schMeckt wieder.

Da meine Frau ihre Eßlust fast gänzlich verloren hatte und säst vor aller Nahrung Widerwillen zeigte, kam sie immer mehr von Kräften, so daß ihr Zustand mir richtige Sorge einflößte. Was ick auch versuchtes ihren Appciit zu beleben, schlug fehl. Erst Scotts Emulsion sollte hier eine Aendcrung hervorbringen. Ein Versuch zeigte, daß meine Fran das Präparat^olme Schwierig­keiten nahm, und ich entschloß mich desl-alb, sie Scotts Emulsion längere Zeit nehmen zu lassen. Dies fyat meine Frau mit bestem Erfolge getan, denn ihr Appetit hob sich zuselwnds, und bald konnte sie in der richtigen Weise essen. Infolgedessen nahmen.auch ihre Kräfte merllich zu und ihr Aussehen wurde bald ein besseres. Heute fühlt sich meine Frau wieder kräftig und zu jeder Arbeit fähig, und wir beide sind fest davon überzeugt, diesen Umschwung einzig und allein Scotts Emulsion zu verdanken."

Augsburg, den 11. C(t. 1911. Grabknsir. 11 (gez.) Georg Stocker.

Bei mangelnder Eßlnst nehme man Scotts Emulsion,, die als langbewährtes Nährmittel sofort den Körper zn^ stärken beginnt und bald das natürliche Verlangen nach Nahrung in der gewünschten Weise hcrvorruft. Doch gilt dies nur von Scotts Emulsion, die man ausdrücklich ver­langen muß. Man hüte sich vor Nachahmungen und bleibe bei der echten Scotts Emulsion.

Scol rS Emulsion wird von niiü nnSichliesiliL im grosirn verkauft, und zwar nie lose noch ©ciutcht oder Masi, sondern nur in versiegelien Originalflaschen in Karton mir unserer Schutzmarke (frischer mit dem Dorsch). Scott & Bowne, m. b. H, Frankfurt a. M.

Bestandteile: Rrinfler Medizinal-Lebertran 150,4. prima Glyzerin 60.0, untcrpsiospborigiaurcr Kalk 4,3. unterphoSphoriglaurc» Natron 2,0, puls. Traganc 3,0, feinster arad. Gummi pulv. 2,o, Wasser 129,0, Alkohol 11,0. Hierzu \ aromailschc Emulsion mit Zimt«, Mandel- und Ganltheriaöl it 2 Tropfen.

Der Frühling lacht von grünen Höh'n,

und die Welt feiert die blühende Jugend des Jahres. Keine Zeit aber ift für die Gesundheit gefährlicher, als gerade daS Jrühiahr, und nun erst recht muß man fich flels vor Erkalinngen hüten. Plan beilgt ihnen vor, wenn empfindliche Alenschen auf Spazier­gängen sich stets mit Fans ächten Sodener Mineral Pastillen versehen und sie nach Vorschrift gebrauchen. Die Schachtel kostet nur 85Pfg,- achten Sie aber auf den NamenI-a n"u. weisen Sie 'N ach ah m. zurück. Weiteres Kennzeichen: Amtliche Bescheinig, d. Bürgermfir.-Amtes Bad Soden a.T. ans weiß. Kontrollstreisen.

gebirge wurden heute bei heftigem Sckineesturm bei der K e s z c l koppe und auf der Pantsch wiese erfroren aufgefunden; ein dritter Fahrer wurde fast erstarrt in die Elbfall- baude gebracht. *

* Dcr Dresdener Un i 0 e r s i t ä ts P l a n. Ter Oberbürgermeister Dr. Beutler in Dresden hat dem Rat und den Stadtverordneten eine aussiihrliche Denkschrift über die Errichtung einer Universität Dresden ,z-u- gehen lassen. Nach den Berechnungen des Oberbür­germeisters werden der Stadt, außer dein Beitrag für den Neubau der Tierärztlichen Hochschule, insgesamt 9 500 000 Mark einmalige Kosten entstehen, die laufenden Kosten werden auf jährlich 280 000 Mk. geschätzt. Den städtischen Kollegien Ivird vorgeschlagen, sich grundsätzlich mit der Errichtung einer Universität in Dresden einverstanden zu erklären und für die Ausgaben 10 Millionen Mark aus städtischen Mitteln, die durch eine Anleihe aufgebracht wer den sollen, zu bewilligen.

" Der Prinz von Wales unternahm am Dienstag von Heidelberg aus eine Automobilfahrt nach Eberbach und Amorbach. Gegen 7 Uhr traf der Prinz mit seiner Begleitung wieder in Heidelberg ein.

* Eisenbah n nngl ü ck. Aus Zittau, 25. März, wird gemeldet: Heute vormittag ereignete sich kurz vor der Station G r o 11 a u ein Eisenbahnunglück. Von dein um 9 Uhr 15 Minu­ten aus Reichenberg in Zittau cintrcffcitben Personenzuge ent­gleisten infolge vorzeitiger Weichenstellung vier der letzten Per- .sonenwagcu, der letzte stürzte um. Ein Reisender wurde schwer, drei Reisende und zwei Eisenbahnbeamte leichter verletzt.

* N a h e z u eine halb e M illion veruntreut. Aus Graz wird gemeldet: Der Buchhalter der Spar- und Vorschui> kasie des Marktfleckens Tu esse r bei Cilli, der 65 Jahre alte Billenbesitzer Joseph Drolz, hat 400000 Kronen unterschlagen. Als die Unterschlagung am Dienstag früh bemerkt wurde, erschoß er sich.

* F euer int Gott es Haus. Aus München wird ge- meldet: In der Kirche von Waidhaus explodierte beim Gottesdienst am Altar eilte Lamp e. In kurzer Zeit standen alle Lampen in Flammen. Unter den Kirch, ubesuchern brach eine Panik aus. Es gelang, den Brand zu löschen und die Kirche zu retten.

* Folgenschwerer Zusammenstoß. Aus Berlin, 25. März, wird gemeldet: In der vergangenen Nacht nnl 2_U.br erfolgte an der Schlesischen Brücke in der Nähe des Schlesischen Busch ein f it rchtbarer 3 n s a in in e n ft o ß zwischen einem S t r ach e n b a h n w a g e n der Linie Nr. 87 und einem aus der entgegengesetzten Richtung kommenden D r o l ch k e n a u t o- mobil. Dab.n wurden nach den bisherigen Ermittelungen fünf Personen getötet, zwei s ch w e r und zwei leicht ver­letzt. Die Namen bei- Verunglückten stehen noch nicht fest. Die Schuld- soll den Chauffeur treffen, der die Straße in rasender Fahrt entlang fuhr.

" Ans Rache. Aus Halle a. S. wird gemeldet: Nachts schlich sich die Dienstmagd Elze in Schafstädt in das Schlafzimmer ihres Herrn, des Vieharvschändler^ Heinrich und verletzte ihn durch Beilhiebe schwer. Der Grund der Tat ist Rache wegen Vorwürfe.

Wanöcrn ttnfc Reiserr.

= Hohcrodskops, 22. März. . Der ZweigvereinH o h e- r ods ko pf" des V. H. C. hielt auf dem Klublwuse seine Haupt­versammlung ab. Zahnarzt Jaeger - ^öießen führte den Vorsitz. Aus dem Reck enschaftsberichr, den.Lehrer Rau-Breungeshain er- startete, war zu entnehmen, daß die Mitgliederzahl auf 192 ge­stiegen ist und ein K a ss en ü b er schu ß von 100 Mark erzielt wurde. Besckloffen wurde, jeden zweiten Samstag im Monat eine Zusammenkunft aus dem Klübhaufe zu veranftalen. __ Die Bismarck fei er, verbunden mit Fi'eudeirfeuer auf dem Taufstein- turnt, findet nächsten Samstag statt. Der seftherige Vorstand wurde wieder gewählt.