Ausgabe 
26.2.1913 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

politische Tcrgesschatt

uns

Leidei

im A

Gewä

Kandel.

Siod

Mlein, tafi

emp

bestimmte Zeit vor dem '

nelenenbeit bieten. Es empfiehlt sich, die Briese mit einem ! vermerk wiedirekter Weg- oder .über Bremen oder Hambv'H zu vericden.______________________ ___

^ler ff ' ^Leninei . *0ln|nc fidennei

Die 5rage der BcstäiigungspraxiS ist zu zurückhatteno be handelt worden. Hierin muß die Regierung mehr dem öffentiidic! Interesse Rcchming tragen.

In der Wohnungsfrage wünscht der Redner weiteres Borgeben.

Tr. Osann führt an, das; die Sozialdemokratie kein 9kd: hat, die Beengung zu fordern, da sie ja mit der staatlichen Ord mng nichts zu tun haben will. Er wendet sich dann gegen die wzialdenwtratiskl.en Bcrh.-yungen im allgemeinen lBravo.

Rach persönlichen Bemerkungen der Aog. Molthon und Grüne wald schließt die Sitzung um 6,35 Uhr. Fortsetzung morgen 9 Uhr

Die Ohrenbläser.

Die westpreußischen Landwirte haben, wie tvir be

tufticbifvcihrt.

Hangelar (Siegkreis), 25. Febr. Ter Flieger Bruno Werntgen ist heute abend aus 60 Meter Höhe ab gestürzt. Er wurde getötet.

Universitätr-Nachrichten.

Ein Kursus der Diagnostit, Pathologie und Therapik der Tuberkulose findet an der Düsseldorfer Akadenm für praktische Medizin vom 3.15. März statt.

Der Strafrechts-, Strafprozeßrechts- nnd Völkerrechts lehrcr Geh.-Rat Prof. Dr. Emanuel Ritter n. II11 m a n r in München begeht am 28. d. M. feinen 70. Geburtstag

Jede echte Osram-Lampc muss tite Jn&chnJt05 h AM tragen. Lbcrall erhiutlich. Aneigesellscha/l Berlin 0. 27 0*

Schiffslifte 1 ü r billige Briete nach den l einigten Staaten von Amerika <lv Big. für je 20 ®r.): Tie i'ofte* *9 ermatzigimg erstreckt sich nur auf Briete, nicht auch aus Postkar»e | Trucffaiten usw. und gilt nur für Briete nach den Bereinievi^ Staaten von'Amerika nicht auch nach anderen Gebieten 21mento'

Der Budgetausschuß erledigte heute den R a ch t r a g s v o r- anschlag für Neu-Kamerun für das Jahr 1112 m.' der Anforderung von 789 300 Mark sowie eine weitere Rate im neuen Voranschlag mit 504 000 Mark zur 7vcjt) c6 u n g der Grenze Aus der Mitte des Ausschusses tmrb gewumcht, daß in den Grenzausschuß auch Renner der wirtschaftlichen Verhält­nisse entsandt werden, damit die Regulierung nicht austchttetz- lid) nach militärischen Gesichtspunkteii erfolge. Tie ungenauen Bestimmungen über die Grenzsührung an den Fluften werden noch einmal bemängelt; der Streit über die Gültigkeit des Tal­weges oder des Ufers dauert bekanntlich noch Tort, ^täatvlc tret ar Sols bemerkte, diese Tfrage berühre sein Restort Mäst direkt; nach seinem Eindruck aber yerbc diese Sache, insbesondere be­züglich der Kongoinseln, start aufgcbausckst. Tem Grenzalislchutz seien zwei Geographen und ein Zoologe als Beirat beigegeben. Zm übrigen müsse nach den Bestimmungen der Berner Konvention die Grenze möglichst rasch festgesetzt werden, so daß ein allzu großer Apparat nicht zweckmäßig wäre.

Zu einer sehr lebhaften Auseinandersetzung zwischen Aus­schuß und Regierung sührte die Forderung einer Anzahl neuer ^Beamten ft eilen beim ©ouöerncment in Hamerun. Das Zentrum findet die Vermehrung nicht genügend begründet und zu hoch, während die Regierung sich darauf beruft, daß der ganze Voranschlag mit äußerster Sparsamkeit aufgestellt sei. m übrigen seien diese Beamten bereits lieraus- gesandt worden. Tiefe Feststclluiig ruft im AuSlchnN star­ken Widerspruch hervor, zumal die Mitteilung erst nach längerer Aussprache erfolgte. Ter Staatssekretär und der llnter|taai->> sckrctär wiesen daraus hin, daß diese Mitteilung bereu» ui ber Begründung des Nachtragsvoranschlags enthalten sei und die Re­gierung daher habe annehmen können, daß die Ensteudung dieser Beamten dem Aussckmß bekannt sei. Sckstießlich st r i ch d e r Ausschu ß von dieser Forderung 11 500 Mk., was natürlich den Sinn hat, daß die Regierung den Abstrich aus irgend einem ihr zur Verfügung stehenden Fonds decken muß. Das Zentrum beanstandete weiter die Vermehrung der St a in c * ran er Schutz truppe nm zwei Kompagnien von denen eine als dauernd in Aussicht genommen ist. Diese Forde rang erklärt der Staatssekretär jedoch als das Mindestmast; man könne Alt-Kamerun unmöglich von militärischer Macht so sehr entblößen. Er halte sich sogar verpflichtet, zu erklären, daß man nach den neuesten Nachrichten i m S ü d c n d e s Schutz­gebietes mit Schwierigkeiten mit ben Gin geb o reiten rechnen müsse

marftc.

fe. ^ronfhtrt a. M., 25. 7eb». &eu- unb 61 ro fi m atWj Angefahren waren 20 Wagen Heu,1 Waaen Stroh. Bezahlt w>^ ffir ''cn B,1*1H,'0 W., Stroh t.Gornlonqitroi)) f|.00 - 0.00 .£ Wirrstroh 0,000,00 Mk. Alles für 60 Kilo. Geschält ruhig, -r- Zuliihren waren auö Cberl)ci|cn und ans den Kreisen Hanau ir Tiedurg.

k. Frankfurt a. M. Schweiluemarkt'dcricht vom 2p. h®1! 'Ihifactricbcn waren 1571 Sckiveine. VollfleUckige Schweine 30 bis 100 ka Lebendgewicht 63.'0-66.00 Mk.. Schlackige'^ Ml.00-'3.00 1UL, voll fleischige Schweine unter 80 k" Vebenbaeifl- 63.0U-65.00 M., Schlachtgewicht 81 - 83.'0 Tif.; uollflcifflir Schweine von 100120 kp Lebendgewicht 64.0067.00 "* Schlachtgewicht 81.0083 Mk.; vollflcisckige Schweine von - bis 150 ke Lebendgewicht 63.00-66.00 Alk^ Schlachtgeir»« 8153.(10 Alk. __

Lebens ausgehen, von den Lebensinteressen der Landwirtschaft loslösen, um völlig freie Hand für eine gegen diese Interessen ge richtete Politik zu bekommen. Darum sind wir überzeugt, daß der Kaiser sich von der Bahn, die er als erster und vornehmster deutscher Landwirt so erfolgreich beschritten Int, durch solche durchsichtigen Treibereien nicht abschrecken lassen wird; die deutsck-e Landwirtsckfaft aber wird ihrem Scknrm Herrn und Führer in un e r s Ä_ü 11 c r l i d) c r Treue folgen und in freudiger Tankbarkeit zur Seite stehen."

Der Entwurf ciues AusgrabungsgeseheS der dein preußischen '21 bgeorbneten häufe zugc-- gangen ist intb schon diesen Tonncrstag oder Freitag in rfter Lesung behandelt werden soll, bestimmt, daß eine Grabung nach Gegenständen von kulturgeschichtlicher oder naturqeschichtlicher Bedeutung nur in der Weise erfolgen darf, daß nicht das öffentliche Fnteresse an der Förderung der Wissenschaft und Denkmalspflege beeinträchtigt wird. Zum Beginne der Grabung ist die Genehmigung des Regie­rungspräsidenten erforder ich, die nicht v rfagt werden darf.

Xi Mifc, et 11 SltjHn

worden seien.

Nach Erledigung des Voranschlags des Kolonialamtes wird die Bittschrift des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees auf Be­willigung eines Beitrags von 200 000 Mark für Unterstützung von Baumwoll-Kolonien der Regierung zur Erwägung Überwiesen, als Material die Eingaben von Luftfahrverernen zur Förderung des Flugwesens in ben Kolonien. Es beginnt sodann die Beratung des eigentlidxn

Au; den NeichslagsaurschLssen.

Berlin, 25. Febr.

Der Kolonialvoranschlag im Ausschuß.

Eine lebhafte Erörterung schloß sich an die Etattitel bezüglich der Mitt eil anbbahn an. Ein Zentrumsvertreter erklärte diesen ganzen Bahnban für einen Mißgriff, man werbe unter Umstanden gezwungen fein, eine ganz neue Trace zn wählen. Unterstaatssekretär Eontze gab ausführliche Auskunft über die Schwierigkeiten. Schon beim ersten Auftanclten des Gedankens einer nach dem Süden laufenden Bahn dachte man daran, d>e Wasserstraße des Njong irgendwie zu crrcid>cn. Oktober 1908 wurde mit den Arbeiten begonnen; die Vorarbeiten und bis zum Njong ausgeführt, die Bohrungsarbeiten bis Kilometer 150, Erd­arbeiten bis Kilometer 120, ebenso die -r.urchlff,e der. Oberbau bis .Kilometer 98. Tas Gelände ist unguniiig, ebenjo Klima, Vegetation und Arbeiter'veschafftmg. Ter große Waldgürtel von Stamerun ist durch starke Erosionen guberobenthd) zerklüftet, so daß zahlreiche große Turdstässe und Brückenbauten notwendig wurden Tie großen Brückenbauten über die beiden Arme des Sanaga seien technische Leistungen allerersten Ranges Bei der Arbeiterbeschaffnng mußte auf die Plantagen Rnckftckst genonr men werden, so daß im ganzen nur 5000 Arbeiter durchschnittlich befäniitiat werde» konnten; die Verpfleguiig der Arbeiter war Mit großen Schwierigkeiten verbunden. Tie »virma Lenz habe wohl die bedeutendsten Erfahrungen in Kolonialbahneu, es können ihr feine Vorwürfe gemacht werdeii. Man hoffe, nad) Ersteigung de» Plateau'' rafdie Fortschritte mit dem Bahnbau zu machen, und es werden auch die bewilligten Mittel ausreechen, allerdings ohne ben Ausbau des Hafens Tuala.

Ein nationalliberales Mitglied glaubt, bau bei aller A n t r f c n n u n a der Leistungen der Firma Lenz dock auck Kritik geübt iverden müsse. Die Verpslegungsschwierigketter Tonnten burd) rechtzeitige Anlage von Plantenanpflauzungen be jcitigt werde» Das Kolonialamt sollte eine» großzügiger P l a ii über die weiteren E i s c n b a h n b a u t e n auf stell e » Mo» höre, daß die Wasserstraße des Njong die Grund läge der weiteren Banten sein soll; bei dem niebr gen Wasser ftano fei es aber zweifelhaft, ob diese Wasserstraße auf die Taue Eisenbahnen ersetzen lönne Die TZ ittcHanbbahn muff unbedingt bis zum Kongo w c i t c r g c f ü b r t werden

Zum Schluß nahm der Staatssekretär gegen Angriffe der Sozialdemotraten Anlaß, de» M a j v r T o m , » i k nur das wärmste in verteidigen Deutschland habe in , b n. einen wirk lichen Köl onialhel den vevlorcn, dessen Andenken man in Ehren halten müsse.

| orderlich sind, um den entdeckten Gegenstand und die En> leckungsstälte in unverändertem Zustande zu erhalten. Ever. uell müssen die Arbeiten mt der Entd.ckungsftatte auf kurz, leit eingestellt werden. Ein entdeckter i^genstand ist cuf Verlangen gegen Erstattung des Wertes an die Behörden .bzuliefern. Tie Ablieferung kann nur verlangt werde?, wenn Tatsachen vorliegen, nach denen zu besorgen ist, dc-, der Gegenstand wesentlich verschlechtert wird oder daß erbe nländischen Denkmalspflege oder Wissenschaft verloren Die Ablieferung kann nicht mehr verlangt werden, ivc, seit der Anzeigender Entdeckung drei Monate verstrichen fin' Tie Entschädigung wird durch einen Schätzungsaussdmß v

' gestellt. Der Entwurf bestimmt, wie dieser Ausschuß fit zusammeuseßt und in welcher Weise eine Einigung üthr die Entschädigung zu erfolgen hat. 1

S i H:

Hf

Li

Gerici-tssaaU

m. Offenbach, 25. Febr. Zu einem wüsten Exzeß tarne., kürzlich vor der Wohnung des Obersten in der Aeleitsitraße, y I in einen Ucberfal l aus den dortigen M i l i t i r bo |'t c): au- I artete. Als Täter tonnten bald daraus der 34iährige Taglöbit. I Groß und dessen Ehefrau, die Prostituierte Groß, ermiteh I werden. Während der Mann in Haft genommen wurde, wurde di I Frau auf freiem Fuße gelassen. Groß hatte am Morgen an: I seiner Frau Streit und im Lause des Tages dem Alkohol gehörig I zugesprochen. Als er nachts gegen 1 Uhr nach Dause ging, tratirl in der Geleitsstraße feine Frau und der Streit ging von ne* I los. Er schlug auf die Frau ein und wollte sic erwürgen. Ä1 Vorgang spielte sich im Bereich des Militärpostcns ab, dei au1 die vilsernse der Frau sich zum Einschreiten verpslidstet hielt Tie ermahnenden Worte gegen den Mann wurden mit Scknmp' Wörtern erwidert und als Groß den Posten mit Totschießen broiti: pflanzte der Soldat sein Seitengewehr auf. Es kam nunmeh" zu einem Handgemenge zwischen den beiden. Tie Ehesrau, t aus einmal mit ihrem Manne wieder einig war, schlug ebenso! aus den Posten ein intb suckne diesem das Gewehr zu entreißer.. tvos ihnen aber nicht gelang. Obendrein betzte sie ihren Hun­ans den Posten, so daß dieser in eine üble Lage geriet. Großen schließlich einen Schlüssel hervor und schlug damit aus den So: baten ein, der einige Verletzungen am Kopse 'davontrug und suckl: dann unter Mitnahme des Helmes, der während des Handgemenge hemntergesallen war, das Weite. Tas Osstnbacher Skhössen- gericht schloß sich tm wesentlicl-en den Ausführungen des Staate- anwaltes in der Beurteilung an und verurteilte den Groß. nnq?r Beleidigung und Widerstandes zu 7 Monaten 2 Wochen Gesän, ins und seine Frmi zu 4 Monaten 4 Wochen Gefängnis '(ujrr dem wurde wegen Ruhestörung aus Haftstrafen von je st ckstxtv erfannt.

Voranschlags für Kamerun.

Beim TitelSchulwesen" wird von verschiedenen Mit­gliedern eine lebendigere Förderung des Iliiterrtchtswesens ge­fordert, und hierbei von volksparteilicher Seite die wiederholt sckwn im Reichstag angeschnittene Frage einer Abgrenzung b e r Missionsgebiete beider Äonfeiftonen behan­delt Von Zentrnmsseite wurde auf die Kongoakte verwteien, durch die für diese Gebiete Religionsfreiheit mtgelegt sei; eine territoriale Abgrenzung der Missionen sei afto unmpg-

Dcrmifcbtes.

* Tic bankrotte Million en st a dl Man fcfutil-: aus New Port: Chicago findet fid) in einer derartigen finanziell^- Klemme, wie sie diese Stadt seit dem großen Brande toi Jahre 1871 nicht wieder erlebt hat. Die Metropole des Westen- ist bankrott. Die Stadtverwaltung ist ui einer derartigen 9d>i not, daß sie ihren Angestellten bei der letzten Gehaltszahlun.i wr l 80 Prozent in Bar zahlen konnte, während sie für ihre übrig Verpflichtungen nur 70 Cents pro Dollar auftreiben foniti Tic neuen baulichen Verbesserungen, die die Stadt in Aussia I genommen hatte uni> für bereit Bezahlung sie Bonbs auszugedrl beabsichtigte, sind wieder sallen gelassen worden. Geld für «ml neue Ausrüstung der Feuerwehr ist nicht vorhanden und verschiedernl Feuerwad)en haben Dampsspritzen im Gebrand), die, wenn braucht werden, alle Augenblicke zttsammenzusallcn drohen. Vtl Polizei bat ebenfalls kein Geld, der Gesundheitsbehörde gern t nicht besser nnd die Straßenreinigungsabteilung hat ihre gaben auf das niedrigste einschränken müssen. Trotz aller K I schränkungen sieht sich Chicago einer Sdmldenlast von 8 lione» Mark gegenüber, die sofort aus de» städtisdien GcldtT-t zu zahlen sind. Ein Gesetz, das eine städtisch? Anleihe re#» gültig crtlärt, gibt es nicht und so wird Chicago, ivenn Wt andere Hilfe eintritt, wohl In die Hände des Gerichts salv

rocim die verlangten Voraussetzungen ,^utreffen Die (5rc, bungeit finden unter besonderen Bedingungen statt, die un- - . bedingt eingehalten werden müssen. Richt genehmigte Grc- bungen können polizeilicherseits verhindert werden.

G e l e g e n h e i t s s u n d e sind spätestens bis zum nach, sten Werktage der Ortspolizeibehörde anzuzeigen. Ter En;.

" > Grundstücks sowie der Leiter

führte aus:

Es wird Ihnen allen so ergangen sein wie mir, daß Sie sich über die Rede Sr. Majestät im Landwirftchaftsrat betreffs der Cadiner Gntswirtschaft gewundert hoben. Id) bin veranlaß', worden, diese Angelegenheit aus die Tagesordnung zu setze», weil unter den Landwirten nickst nur ans dem Umher» von Elbing, sondern auch von Königsberg und weiterher An fragen an mich geschickt wurden, wie es kommen konnte, daß man von westpreußischen Landwirten hört, die Petkuser Roggen noch nickst kennen. Tie Aussührungen Sr. Majeftäi können nur jalfd>en Mitteilungen von feiten der Cadiner Gntsverwaltung ent­stammen. Petkuser Roggen wird seit 15 bis 20 Jahren bei uns angebaut. Es ist zu bedauern, daß -Loe. Majestät solch un zutreffende Jnsormation'en erhält."

Herr Hauptmann A 1 s e n - Trewshos:

Ich glaube, wir sind alle der Ansicht, daß es ridftig ist, dem alten bewährten Mitglied unser Vertrauen auszufpred>en.^ Wir müssen energisch Stellung nehmen, nicht gegen die Worte ^emer Majestät, sondern gegen die, die in schamloser Weise Sr. M a j e st ä t grundfalsche, erlogene A n g a b e n über Ca^ di ne» und die westpreußische Landwirtschaft gemocht haben. xne Sr Majestät über die Anzahl des Viehs gemachten Angaben sind vollständig sals ch. Wenn Sie in die Cadiner Ställe bhden und das Vieh zählen, finden Sie noch nicht die Hälfte bqfen, was dem geliebten Kaiser mitgeteilt ist.

Herr Schröter- Elbing-Weingarten:

Bedauerlich an der Kaiserrede sind auch die Aussührungen von dem Fettgehalt der Milch. Tie Landwirte haben darüber gelächelt, daß der Fettgehalt der Cadiner Milch 3,58 Prozent betragen soll. Nach meinen Erfahrungen beträgt er homsten- 3,28 Prozent. Se. Majeftät ist über alles salfch unterrichtet. Ich hoffe und wünsche, daß den Ohren­bläsern endlich mal der Mund gefto nrt wird. Er­wähnen möchte ich noch, daß die freie Ae ztewahl der Cadiner Krankenkafse vor einigen Jahren so im Renv^anzeiger hinge- stellt wurde, daß das etwas ganz Neues für Westpreutzen wäre. I» meiner .Krankenkasse war aber die freie ^rztewahl schon 12 Tsalyre früher als in (Sabinen und anderswo in Weftpreutzen jedenfalls auch. Man muß sich ärgern, dal; Maiestat bloß- gestellt wird durch solche Geschichten und fein Vertrauen |o miß-

z. B Kanada. .Prestdent Lincoln" ab Hamburg 27. , .Käfter Wilhelm IL" ab Bremen 4. März, .Kaiserin Aua--'' Vieioiia- ab Hamburg 6. März .George Washinglon" ab 9renjtr 8 März, .Kronviiuzesstn GfCilic* ab Breme» 1*<. März. .W Friedrich Wilhelm' ab Bremen 22. März, .Amerika' ab £>ambir: 29. Marz,George Washington" ab Bremen 5. Avril. <Postsct>-i

ftät nickst mehr erteilt iverden. ... o

Tie Versammlung beschloß, wie schon von uns mit- geteilt lvurde, einstimmig eine Vertranenskundgcbung für den Ritt-evgutspächter Sohst.

Es ist bezeichnend, daß dieDeutsche Tagesztg " nicht den Mut gefunden hat, auf diese Dinge in sachlicher Weise einzugehen und die falsche Information des Kaisers zu bedauern. Statt -dessen greift sie die linksstehende Presse an, die doch mir das anfgessriffen hat, was die westpreußi­schen landwirtschaftlichen Vereine fesbgestellt haben. Tic byzantinischen Ansführnngen derDeutschen Tagesztg.", " von denen wir nachstehend eine Probe abdrucken, machen einen sehr schlechten Eindruck. Tas Blatt schrieb:

Ein großer Teil der linksstehenden Presse benutzt die Aus- sührungcn Seiner Majestät des Kaisers im Deutschen Landwiri- schastsraie und die Angelegenheit Sohst dazu, um nach allen Seilen hin das Wasser z» trüben. Sie sucht biefe Aus- fühningen herunterzusetzen und den Landwirten unter v i e l jacher Entstellung (!) des Sachverhalts den Glauben bci- zubringen, als müßten sic fid) gegen Aeußerungen des Kaisers zur Wehr setzen. Diese Versuche sind zu durchsichtig, als daß ihre Natur und ihr Zweck nicht von der gesamten Landwirtschaft Tcutschlaiios erkannt werden sollte. . . . Daß die linksstehende Presse die wirtschaftlidfen Tarlegungcn des Kaisers den Land­wirten zn verleiden sucht, ist ja von ihrem Standpunkt viel­leicht zu verstehen; schon deshalb, weil sie kein Verständnis für den Wert des Austausches der Ausfassungen unter den Land wirten, für das Wirken und Streben der Landwirte in ihrem prat tijdxn Berufe hat. Dieses Wirken und Streben als praktischer Landwirt ans seiner Sckwllc hat aber Seine Majestät der Kaiser in seinen Aeußerungen im Landlvirtschastsrat in so hervor­ragender, wirkungsvoller und anregender Weise zum Ausdru ckgebrackst, daß die deutsche Landwirtschaft darüber nur in höchstem Maße erfreut sein kann, und wie wir sicher wissen, auck erfreut ist . . . Daß eine geistig s o h o eh ver­anlagte Persönlichkeit wie unser Kaiser in hervor­ragender Weise in der Lage ist, solche Anregungen zu geben, ist ebenso natürlich, wie in besonderem Maße er­freulich und dankenswert. Wenn die Feinde der Land­wirtschaft es dem Kaiser verwehren möchten (!), seine wert­vollen praktischen Ersahrungen auf dem landwirt­schaftlichem Gebiete nickt nur im Bilde, sondern auch im Worte zum Ausdruck gebracht, daß die deutsch' Landwirtsckwft darüber nur gegen ein solckns Gebaren nur aus das entschiedenste Einspruch erheben . . Natürlich reicht aber die eigentlichste Absicht dieser Preßtreibereikn höher hinaus: Ilw letztes Ziel geht dahin, dem Kaiser die Freude und das persönliche Interesse an der Betätigung auf dem landwirtsckraftlicken Gebiete z u ver­leiden. (?) Ma» möckrte diejenige Stelle im Deutschen Reiche, von der doch die letzten und stärkste» Impulse unseres nationalen

g&s

M,!-!

richteten, sehr energisch Stellung genommen gegen 'baiserrede im deutschen Landwirtschaftsrat. Sie machten für die Richtigkeit der kaiserlichen Angaben nicht den Käfter des _

leibst umiomehr aber seine quelle, ^e Cabracr ct Arbeiten haben die Maßnahmen zu treffen, die er.

Verwaltung, also den Geheimrat von Etzdvrf, verantwort ß ich. Ans der temperamentvollen Aussprache im Landwirt­schaftlichen Verein Elbing geben wir. nach derElbinge.

Zeitung" noch folgenden Bericht.

Ter Vorsitzende, Herr Wunderlich -Grotzbreland

I Ha.Kl

nach Ankunft der Frühzüge.) 'Mfic diese Schiffe, außer »Ms e I

deut Lincoln', sind Schnelldampfer oder solche, die für er I *

'Jlbgang die schnellste Befördeninvt |l 1 .................. -<-»

braucht wird.

Herr Teichhauptmann Funk: . .

Ich ,vünsche, daß die O h r e n b l ä f e r, die Maiestat so falsch informieren, nrunbtot gemacht werden. Majestät kann nicht für w ffSÄrtÄ

den hohen Wert der Schutztrnppe für die Kultwterung des Landes . , Aebe viel Unmut erregt. 5c- muß mehr

Ä b®r »Ä ta d°r°ui gelegt »erben, baü derartige 3nf.rmati.nm Maje-

lichen Gewalt Zusammenstöße mit den Emgcborcnen herbcifuhre. Die Sozialdemokraten dagegen wünschen eine Vermehrung der Polizeitruppe und Verminderung der Schutztruppe. In Kamerun werde viel zu viel geschossen. Auch von natlonalttberaler öeite wird eine strenge Instruktton an die Schutztruppe gewünscht, bannt jeder unnötige Zusammenstoß mit den Eingeborenen oermteben wird Es sei ja verständlich, daß die Schutztruppe btefc Ine oerischen Zusammenstöße weniger bedenklrch ftnbe, als das dre Verwaltung ihrerseits hm müsse. Ter Staatssekretär erklärt, baß an ben Grenzausschnß entsprechende ^nftruftionen gegeben