Ausgabe 
25.11.1913 Erstes Blatt
 
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Geburtstagsfeier im Kreise ihrer Mitglieder, die Schuten in ihrer engen Gemeinschaft von Lehrern und Schülern. Nur die militärischen Veranstaltungen spielten sich vor den Augen der Menge ab. Am Montag abend fand nach einem Durchmarsch durch die Hauptstraßen von der Kapelle des Infanterie-Regiments um 8 Uhr der Zapfenstreich vor dem Hause des Provinzialdirektors, Gcheimcrat Tr. Usinger, statt. Es wurden drei Stücke gespielt. Am heuti­gen Dienstag morgen um 9 Uhr spielte die Kapelle auf dem Turme der Stadtkirche. Feierlicher Gottesdienst war um 10 Uhr für die evangeluchen, um 10,30 Uhr für die katholi­schen Mannschaften. Im Anschluß daran war in Oswalds Garten Parade, die vom Oberstleutnant von Jordan abge­nommen wurde.

Im Saale des Geseslschcrftsvereins war das übliche Festessen, an dem die Angehörigen der hiesigen Bürger- kreise, besonders die Beamtenschaft, zahlreich teilnahmeu. Provrnzialdirektor Dr. U s i n g c r hielt folgende An­sprache :

Hochansehnliche Festversammlung!

Nach altem Brauch haben wir uns hier versammelt, um ge­meinsam den Geburtstag unseres alkergnäoigsten Landes Herrn des Großherzogs zu feiern. Seine Königlich- Hoheit selbst liebt es nicht, viel Gorte zu machen, und auch mir könnten in wenig Worten die Gefühle, die uns heute berocgai, zusammenfassen. Aber dies Jahr der großen Gedenkfeiern lockt zu einem kurzen Mick aus die Stellung der deutschen Fürsten im Jahre 1813 und 1918. Damals tue n die deutschen Fürsten in ihrer großen Mehrzahl der ge­waltigen Bolksbewegung halb widerwillig gefolgt uno nach der Rkfremnfl des Vaterlandes trat bei ihnen die Sorge für die un­geschmälerte Erhaltung ihrer Souveränität in den Vordergrund Wenn die Freiheitskriege nicht die ersehnte Einigung des deut­schen Vaterlandes brachten, so trug der Widerstand der Fürsten erneu Hauptteil der Schuld Lein Wunder, daß so mancher gut deutschgesinnle Mann in der ersten Hälfte des vorigen Jahr­hunderts die Beseitigung der deutschen Fürsten für die Vorbe­dingung der deutschen Einigung hielt Wie anders heute! In dem stolzen Bau des neuen Reiches gehören die deutschen Fürsten zu den festesten Pfeilern, und niemand, der cd mit unserem Vater lande gut meint, denkt daran, ihre Stellung anzutasten. In freier Hingabe an daS große Ganze angeschlossen, haben sie sich doch große Aufgaben bewahrt, deren Erfüllung die innere Berechtigung ihrer Stellung dartut.Von einem Zentrum aus strahlt die Macht aber nicht die Kultur," so sprach der beredte Vertreter der deutschen Hochschulen auf dem Jubiläum unserer Universität und kein deutscher Fürst hat vom ersten Tage seiner Regierung an die Wahr heit dieses Wortes so schön erwiesen nne Seine Königliche Hoheit ynfer Groß Herzog. Ihm ist es gelungen, seine Residenz und sein Land zu erfüllen mit einer neuen, eigenartigen, immer freier und ungezwungener sich entwickelnden Kunstströmnng, an der niemand vorbei geben kann, der Die deutsche Kunst unD Kultur zu Anfang des 20. Jahrhunderts erfassen will.

Mögen Seiner Königlichen Hoheit auf diesem seinem eigensten Gebiet auch im neuen Lebeiissahre wieder reiche Erfolge beschieden sein, möge er weiterhin in blühender Frische seines hohen Amtes walten als Muster eines modernen deutsckwn Fürsten! Wir alle vereinigen uns in dem Rufe, unser allergnädigster Landesherr Königliche Hoheit Großherzog Ernst Ludwig von .Hessen und bei Rhein er lebe Hoch! Hoch! Hoch'

Feier im Gymnasium.

Zu einer stimmungsvollen Jahrhundertfeier gestaltete sich die vom Großherzogl Landgraf Ludwigs Gvmnasium gestern in der neuen Aula der Universität veranstaltete Feier von GroßherzvgS Geburtstag. Vorzüglich eingeübte und musterhaft dargebotene Vorträge des Scknilerorchesters, verstärkt durch einige Herren der hiesigen Militärkapelle, und des Schülcrchorcs unter der sicheren, zielbewußten Leitung von Reallehrer M u l <v , Ansprachen der Schüler, gesangliche und deklamatorische Darbietungen gaben ein anschauliches Bild der großen Zeit und schafften eine weihevolle Stimmung unter der überaus zahlreichen Zuhörerschaft. Beson­ders angenehm fiel aus, daß man bind den Vortrag von ge­schichtlichen Dokumenten über die Erniedrigilitg, die Erhebung und den Sieg die Zeit selber wieder lebendig werden ließ und sie gewissermaßen miterkbtr.

Die Verteilung der hcklamatorisclicn Rollen tuar geschickt ge­wählt Alle Mitivirkenden entledigten sich ihrer Aufgabe mit innerer Anteilnahme und jugcnhliciier, zu Herzen geltender ©c geisterung. Tao Verlesen des Brieses der Königin Luise an ihren Vater durch Mathilde Soetbrcr dars wohl als eine ganz besonders schöne Leistung nihmend hervorgehoben werden. Frl. Else Schillv, eine hoffnungsvolle junge Sängerin, bat in liebe»swürdiger Weise durch den Vortrag des LiedesAn die Königin Luise", das, luie wir hören, Herrn Mulch zum Kom­ponisten bat, zur Verschönerung der Feier beigetragen. Goe­thes Wort kam uns in Erinnerung:Das Beste an der Ge­schichte ist der Enthusiasmus, den sie erzeugt."

Aber nicht nur Enthusiasmus bewirkte die gestrige Ver­anstaltung : sie Ivar geradezu ein Patriot i sches Erlebnis für die Schüler, ein erhebender und würdiger t1' für alle Teil nehmer uno zugleich ein wirkungsvoller Abscl'. der össentlichen I a h r h un d e r s e i e r in unserer Stadt. Das Landgraf Ludwig- Ghmnasilun hat wieder gezeigt, daß das moderne Gymnasium auch Verständnis Hal für die Ausgaben der Gegenwart und daß es, was vaterländische Erziehung anbelangt, seinen Ausgaben völlig und geradezu vorbildlich gerecht wird.

Die Feiern in Hessen.

L. Friedberg, 24.Nov. Zur Vorfeier von Großhenogs Geburtstag sand in der Turnhalle des Lehrerseminars eine Feier statt Der Seminarmusiklehrer hielt einen packenden Vor­trag über das Volkslied zur Zeit des Befreiungskrieges. Betreffende Solo und Chorgesange schmückten den Vortrag aus. Ein gemüt liches Beisammensein der Lehrer und Seminaristen verschönte den Abend. Auch in der A u g u st iner schul« (Gvmnasiuin und Real gucke, sand eine Vorfeier des Geburtstages des Großberzogs statt, rmestervvrlrage des Schülerorckicsters, gemischte Chöre. Festrede wechselten miteinander ab. Zum Sclstusse wurde von der Beriamm- lung die Nationalhymne gesungen. Ebenso hielt die Schiller- schule eine Feier am Tage vor dem Geburlstage ab

) i Bad- N a u h e i m , 24. Nov. Anläßlich des KfeburtstageS des Großherzogs veranstaltete heute nachmittag Die Ern ß Lud wig Schule inulitärbereditiote Realschule' eine öffentliche Schulfeier, die sich eines starken Besuche« aus allen Bevölkernngs- kreisen erfreuen konnte. Im Mittelpunkte der Feier stand die tooblgelungene Ausführung des melodrainische,! MärchensRübe- zahl" von G Schubert. Das Hoch auf den Landessürsten brachte Reallelirer etoiibadi int Anschluß au feine gedankenreiche Festrede »em f r k c n S wert e s a u s de r hessische n G c f di i ch t e feil IKi.v aus Die Volksschule wird morgen in den ein­zelnen Mlflfkn ihre Feiern veranstalten. Im Sprüh-1 Hotel siudet morgen nadmuitag zur F^.c von Großher.zogs Geburtstag ein FeNma h l statt

m. C i i c n bad), 23. Nov Großberzogs Geburtstag wurde hier in tvr übhdun Beeise gefeiert. Die bölwreu S ducken hielten bereits a»' ' <>mag ihre atu rrn ab m.i > istag > Le.iib- Nlrsten idbil muh int Hotel Degenhardt das üblich,- Jvcftcfjeii statt, zu dem lid) neben den Brrlr.ieru der militärischen. Ztaan und itäbiihben Behörden, d m Ci icrl . zahlrulu-i,iefernc ofNiierrn eine stattliche Festtrilnehmerid ! ?-t. vg,

Hock) auf den Landessürsten bradnr L o'ch

mann aus. Am Abend sanden die milit id-cn .. iart?denen am Morgen der Weckrus und svrstgotr, di.nst vorausging

Tir Frirrn in Berlin.

Unser Berliner Mitarbeiter schreibt uns:

D e r(H roßhcrzog l Hessische M r i c 9 e r ö e r ein 3 u Berlin" Ibis vor kurzem>i legervereui cbcnia

der hessische Gesandte Geh. Staatsrat Dr. Frh. v. B t e,g e- leben, Abordnungen besreundeter Kriegervercine, der Ver­ein der Hessen-Nassauer, die nach Berlin fommenbierten^ptn- ziere, Unteroffiziere und Mannschaften der^ hessischen ^wi- iion. Ter erste Vorsitzende Rechtsanwalt, Oberleutnant der Landwehr, Tr. Boß, begrüßte die Gäste Der Gesandte brachte das Hoch auf den Herzog aus. Geh. Legationsral xr. 0. Behr das Kaiserhoch. Ter Festakt, dessen Arrangement Herr Architekt H e s s i n g e r in treulicher Weise durchfuhrte, wurde verschönt durch unsere Lieder der Konzernängerm Frau Fröhlich, Solovorträge und Pyramiden der Matro­senabteilung der Jugendwehr. _

Im Hotel Adler versammelten sich am Sonnabend abend aus Aufsorderung des h e s s i s ch e n G e s a n d l e n über hun­dert Herren, darunter mehrere höhere Beamte und viele Dni« ziere, um bei einem Festmahl den Geburtstag ihres Lan desherrn zu feiern. Ter hessische Gesandte, Tr. Frhr v. Bie­ge l e b e n, brachte das Hoch auf Kaiser und Großherzog aus.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 25. November 1913.

* * TagtSkalender für Dienstag, den 25. Nov.: Gtabt* tbeater: Fest-Vorstellung: ,TeS NleereS und der Liebe Wellen." 'Anfang 7Übt. .

* Die Umgehungsbahn. Mit den Arbeiten zur Erbauung der Umgehungsbahn bei Klein-Linden dürfte noch in diesem Jahre begonnen werden. Bei bet, Ausschreibung der Erdarbeiten haben sich 32 Unternehmer- sirmen aus ganz Deutschlcrnd beworben. Tie Vergebung er­folgt in den nächsten Tagen. Tie Umgehungsbahn hat eine Länge von 3000 Metern. Durch den tiefliegenden Wiesen­grund nördlich Klein-Linden muß ein gewaltiger Bahndamm erbaut werden, der eine untere Breite von sechzig und eine obere Breite von 91/? Metern erhaltktt wird. Stellenweise wird der Damm 15 Meter hoch. Um diesen riesigen Damm errichten zu können, müssen 600 000 Kubikmeter Boden bewegt werden. Tas Allendörfer Wäld­chen, auf einer Anhöhe an der Bahnstrecke nach Wetzlar, soll die Erdmassen liesern. Tas Wäldchen soll zum Teil in Kürze abgcholzt werden. Der Tamm führt zuerst der Wetzlarer Bahnstrecke entlang, biegt dann am Schildberg über die Franksurter Straße, um östlich von Klein-Linden in die Main-Weser-Bahn einzuführen. Eine 5 Meter hoho Brücke wird über die Frankfurter Straße hinwegführen. Die Straße selbst wird zugleich einen Meter tiefer gelegt. Tas Gelände zu der Bahnstrecke ist bereits angckanft und gut bezahlt worden. Tie Besitzer erhielten für den Quadrat­meter 1,45 Mk. bis zu 2/2.j Mk. je nach der Lage. Tas hineinsalleiide Baugelände wird noch höher bezahlt. Etwa 250000 Mk. dürsten bezahlt werden, wovon der größte Teil nach .Mein-Linden fließt. Bei Tutenhofen soll die Um- gehunasbahn von der Wetzlarer Strecke abzweigcn und mit einer Steigung von 1:30 nach Klein-Linden führen. Am Allendörfer Wäldchen kommt sie sechs Meter höher zu liegen als die alte Bahnstrecke. Hier wird eine Brücke für die neue Straße nach Heuchelheim errichtet. Die neue Strecke wird gebaut, um den Bahnhof Gießen zu entlasten, und um die Güterzüge direkt von der Lahn­bahnstrecke zur Main-Wcser-Bayn mit Umgehung des Gütcr- bahnhofs Gießen zu führen. Die Gesamtkosten der Um« gehungsbalm sollen 3,5 Millionen Mark betragen.

Schul angelegen Heiken. Erleb i gt sind: Die mit einem coang. Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Ober- Mumbach, Kreis Heppenheim. Die mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Cchulstclle zu Fahrenbach, KretS Heppenheim. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Altenhain, KreiS Schotten, mit welcher Organisten-, Kantor- und Lektordienst verbunden ist; dem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden.

** Aus dem Militärwochenblatt. Zu Hauptleuten befördert: die Oberleutnants der 5Re|'eri>c: Minnich (Worms), ü. CIberg (1 Darmstadt» d. Leibgarde Juf. Regts. (1. Großh. Hess.) Nr. 115, Frisch d. 1. Unterclsäss. Jns -Regts. Nr. 132 Friedberg); die Oberleutnants: Bickclhanpl 1 Erbach», Langer- 111 a n 11 Gießen, Pastors» -Meschede), Kühne ^Wiesbaden» der Landw. Ins. 1. Llnsgeb , Vogel d. Landw. Ins. 2. Ausgeb. (Mainz), Zum Rittmeister lefördert: der Oberleutnaut der Reserve: Lau­teren D. Garde-Trag.-RegtS. (1. Großh. Hess.) Nr. 23 (Mainz). Zum Obeickeutnant befördert: der Leutnant: Herrmann b. Res. 0 3. Pos. Fnf.-Regts. Nr. 58 (Wie-<baden). Zn Leutnants der 3icserve 1 esörden: die Vizcieldivebel bezw. VizewadUmcifter: Auer gen. Enders Mainz), d. Jnf.-Leibregts. Groscherzogiu ^3. Groß- ürr.ofll. Hess Nr 117, Eidebenz ((ließen», d. 5. Großh. Hess. Ins. Rcgts. 9h:. 168, Kracmer (II Frankfurt ä. M.), d. Groß- brrwgL Hess. Tram Vais. Nr. 18. Gail, Lt. d. ))ics. d. Hus-- Regts. König Willh'lm I. (1. Rhein.) 9h:. 7 (Gießen), zu d. 9Ies.-Offizieren des Krastiahr?Bats.

* * Freiballon 0) i e ft e n. Der großhiwzoglickie Verein für LustfaliN hat in seiner gestrigen Sitzung auf Antrag des Fahrten- aussdmi'seS chtftimimg die Anschaffung eines Fnäballons Gieften beschlossen. D«r Ballon, der im Frühjabr seine erste Fahrt machen soll, wird 1640 Kubikmeter Gas auftiehmen.

KreiS Frievverg.

L. Friedberg, 24. 9iov. Am Totensonntag nack»- mittag 2* Uhr fand am Portale des Friedhofes Trauer nrufil statt. Um 4 Uhr war in der Kirche eine geistliche Musikaufführung.

Starkenburg und 9iheinHessen.

rb. Darmstadt, 26. Nov. Im Gebiet der Dorn­heimer Fasanerie bei Groß-Gerau fand heute eine all­gemeine Hofjagd statt, au welcher der Großherzog und ca. 20 Jagdgäste teilnahmeu. Die Jagdbeute war ziemlich ergiebig. ES würben 38 Fasanen, 150 Hasen und eine Anzahl 9iclie u. a. mehr erlegt. Zwischen dem Treiben wurde in der Fasanerie Dornberg daS übliche Jagdsruhstück eingenommen.

rb. Darmstadt, 24. Nov. Der ZeppelinkreuicrViktoria Luise" kam heute vormittag gegen 10 Uhr aus Frankfurt a. M., ireuzie in großem Bogen über unserer Stadt und flog Dann in sütwestlicher Richtung in mittlerer Höhe weiter. - Ein fdmxrcr llrtflta.iviall crciflncie sich gestern nadjmittag im Hause Weucki r r nrarc »>6 daher Dori spielte in Mwesenheit Der Eltern im Host- der 14 Jahre alte Sohn der Familie Geyer mit einer alten R e 1 t e r p 1 st 01 c, die er in Der Wohmuig gesehen und von der Wand abgehutgt barte Er baue feine Ahnung, daß das Mord- iu mm.-1 -.claten war, und drückte mehrere Male den Halm los, -'l' 1 ei edutft losging, da feine Zündung aussaß Um nun

einen Knall lerbci ii'ühren. kauffe er >ich sog. Knall papier>

etzie l e mir und zielte auf feine in her Fensteröffnung

ri-c '3ali. al Schwester. Mit lautem ,'t'radrn ging Der _dmr los irr? verb-tzte Das arme Müddxn fdioer Die Schrot im-ung ven.-iUetd) upar, hixb traf ein K^ru das Auge, ein

1 ' ri«* 2duaiahet am Hals Weitere Ver

"ch v im Ge id t und am Oberkörper Der L ... nod> >«»- omwrnmn- raert-n tonnte.

rm. Heppenheim

Stelle

ten

xU . ^ov. Hier beabsichtigt man an r ufsbu rgermeiftcrS wieder

bnrtslag des Groscherzogs, seines hohen Protektors, Verdun ! E y r e n d r g c r m c 1 ft c 1 u 11 .h 1 e>1 Unter" andmm" den mit seinem loiährigen Stismngsscst. E d)tAicn mcrcii laud) Der horthb und . 1'1. - -eordnei^

ligcr Kameraden der Yfroßbrr-ogl. Hessischen 2 > l iviiion zu Berlin") feierte im Gesellschaftsbau v-:- >estenS hin vw

Bie ga nd, der sich schon auf den verschiedensten Gebieten als sehr t2uhtige und umsichtige Kraft gezeigt hat, in Aussicht genommen.

Heffen-Rossau.

h. Frankfurt a. 2)1., 25. Nov. Im Borort Ecken- heim ist eine DiphtheritiS-Epidemie anSgcbrochen, die bis jetzt mehr als 60 Kinder aufs Krankenbett ge­worfen hat. Todesfälle kamen bisher nicht vor.

Wiesbaden, 24. Nov. In der Fianfenstraße wurde eine Falschmünzerwerfsiättc aufgehoben und der Agent und Kellner Julius Wahl sowie der Schmied Karl S t e m m l e r verhaftet. Eine größere Summe falsches Geld orpie Gipssormen, Gußtiegel und Prägeinstrumenle wurden reschlagnahmt. Tic Falschmünzer beschäftigten sich nur mit der Herstellung falscher Zweimarkftüae, die sie in drei Sorten an fertigen und in Umlauf fetzten. Die Falsifikate waren rm Klange den echten Stücken täuschend nachgeadmt.

D<retn$nad)rid)feit

Der G r0ft herzogl 1 w e herein für £uU f abr t hielt fledern abend eine außerordentliche Hauvtverfammluuq ab, bei t-er Zunächst eine Neuwahl des Vorstandes vorgenomnien wurde. Wiederaewählt wurde als 1. Vorsttzendcr Pro! Tr. König, al« 2. Vorsitzender Proi. Tr. Sie 0erS, Direktor ®rie«bauer al« Rechner: neu gewählt wurde Tr. Lejeune al« etbnftfnbrev; al« Beiühkr wurden neben den alten Beisitzern neu gewählt: Tr. R. Klein und Fabrikant Homberger. Im Fahiteu- ausschuß wurden neu gewählt Tr Peppler al« Vorsitzender und Hermann Schmidt. AIS wichtigster Punkt der weiteren Verdandlungen ist der Veichluft hervorjubeben, einen eigenen Ballon anznfchasten. Tee Fahrtenausschuft wurde beauUrait die notwendigen Verhandlungen zu führen. Decker würbe be- lchlossen, m den größeren oberbefstfchen Otten Botträge über Luft­fahrt zu veranstalten. Für wissenschaftliche Fahtten wurden 500 Mk. ausgesetzt. >

<6cricbtsfaaL

Zum Flascheumiftbrauch.

Der Biervcrlc'ger Robert H. in Liegnitz war vom Landgericht L i e g n i tz von der gegen ibn erhobenen Anklage eines Vergehens gegen das Warenzeichengesetz freigespro- dien. Aus die Revision des Nebenklägers, des Bierverlegers Paul Geißler in Liegnitz hat jedoch das ReidiSgcttcht das frei- sprechende Urteil des Landgerichts aufgehoben und die Sache zur erneuten Prüfung an die Borinstanz zuruckqewiesen. Der Angeklagte uno der Nebenkläger betreiben beide in Liegnitz pin Biervcrlagsgeschäst, xn dem sic beide das Bier mit Ffmch<ni ziehen. Der Nebenkläger Geißler hatte in seinem Geschäft FHaschen rettvendct, auf denen sich die e i n g e g0 s se ne A u s sch r 11 l ve- and:Hermann Geißler, Inhaber Paul Seifert." Die An­klage hatte nun dem Angeklagten H. zur Last gelegt, in feinem Bierverlagsgesdwfts in vereinzelten Fälleit dieselben Flaschen ver­wendet zu haben. Das (Bericht war zur einer Freisprechung deshalb gelangt, weil dem Angeklagten nur nacbgewiesen norden konnte, daß er lediglid» Flasdxn mit dem Namen Hermarm Geißler verwendet habe, das Warenzeidien Hermann! Geißler, Jn- hal-er Paul Seifert gar nicht verletzt bube. Das Rhchsgericht er­kannte aus Aushebung des Urteile und Zurückweisung der Sache an die Vorinstmrz, da das Landgericht die Frage unerörtert gelassen habe, ob der Angeklagte sich trotzdem nicht einer Ver­letzung des Namens oder der Firma des Nebenklägers schuldig gemacht habe.

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vermischtes.

Die Schauspielerin als Mörderin. Nach einer Meldung aus LosNngclos (Kalifornien) hat die frühere Schau- spielettu Wera Scott, die dort wegen mcbrfndxT Räuberrien verhaftet worden war, eingestanheu, am 23.9/oi»c7rilx*r 1905 den Sohn eines Ehicggocr Warenhausb'nperS Marsdwll Field er­mordet zu haben. Ter junge Millionär imirbe seinerzeit mit einer Schußwunde sduver verletzt aufgefnnden und halft* rrfläit, er habe sich aus 11 nnorndilifltert selbst erschossen Trotzdini glaubte die Polizei an einen Mord, ohne daß es bisher gelungen war, ihn anfzuklären.

4 200 000 Mark Verlust. Aus Karlsruhe, 24. 9?op., wird gemeldet: Bei dem länhlidnm Zkrehitverein Rickenbact» fehlen über 2110 000 Mark, die her Rechner und Bürgermeister Hofmann untm'chlagen hat. Tie ans drei Pctt'oncn bestehende Prüfungs' kommission bcsdiäftigt sich seit Mitte August, seit welcher Zeit Hofmann aud) in Untersudmngshast sitzt, mit dieser Angelegenheit

* Schwerer Unfall a n i einer Berliner Vorort bahn. Gestcni vormittag 10> , Uhr fuhr her Probe,zug Nr. 8353 zwisdien Karlsborst und Sadowa m eine Arbeiterrotte des Unter­nehmers M 0 c 11 e r , hie mit Arbeiten am Staatsbahngleis be­schäftigt war. Getötet wurden ß unb schwerverletzt 2 Mann, von denen einer aus Dem Weg nach hem KrankenHanse verstarb. Der Unfall wurde dadurch herbeigciübrt, daß der Probezug durch den Lokomotivdampf eines dicht vor ihm auf dcm Vorortgleise in gleicher Richtung verkehrenden Bororlzugcs verdeckt wurde und die Arbeiter das mit einem Horn gegebene Warnungssignal nicht be­achteten. Die Namen der Gelöteten sind noch nicht sestgestettt.

* Untertunnefunn des Rheins bei Mannheim.- Aus LuDwigshasen a. Rh., 24. Nov, wird gemeldet: Die Verkehrs - vereine in Mannheim unb Ludwigshafen sammeln zurzeit Material, um die 911tfinerfiantfeit her Staatsbehörden und ber haben Städte auf eine llnlcrtunnelintg des Rheins zwischen Ludwigshafen und 9Jlannbeim statt einer zweiten Rln'inbrückc zu lenken.

* Richtig.Wenn auf dem Tische vier Flieben roärcn,N gab bic Lehrerin auf,und ich schlüge eine tot, wicvicl blieben bann noch ?"Eine," erroiberte ein schlaues, kleines Mäbchen,die lote!"

Kleine Taqezchronik.

Als der Kassierer des ThaliatheaterS in C b e m n i tz gestern aus bcm Theater aus die Straße trat, streute ber 20 jährige Schuhmacher Schmibl ihm Pfeffer in bic Augen unb entriß ihm bic Aktenrnavve. Der Täter würbe verhaftet.

Der Vorsitzende bes Vereins ber Berliner Kassenärzte, Geb. Sanität . der den EinigimgSvertrag nm dar

Berliner Krankenkassen abschloft, Hal, nsie verlautet, infolge her gegen ihn wegen Verletzung wiclniger ärztlicher Stmidesinteressen > chobenen sd/weren Vorwürfe fein Mandat zur 9lerztekammer niedergeleat.

Ter Vertrag brr Firma'Ullstein u Co. über ben Ankauf ber Bofsischen Zeitung" ist nunmehr abgeschlossen worden. Der Verlag oerVossischcn Zatung" geht mit Wirkung vom 1. Januar 1914 an bic flcnairtttc Firma über. ,

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Zu den Studentennnruhen in Spanien.

Ba l en c i a, 22. Nov. Heute morgen veranstalteten bic hie­sigen Stuben len Mlmbgcbimgat. Daraus würbe bic Universität ae- fdilcücn. 17 Studenten wurden verhaftet, jedoch bald wieder frei* gelassen.

Barcelona, 2. Nov. Bei ber Universität tarn es gestern . emonstranten ver

-h j« bodj von dc- ncck aus Po'nabeamte qc-

Ein Straßenbahnwagen würbe umgeftürzt. Schließlich gelang es brr Polizei, bic Ordnung nneber he-rcustellen.

Mabrid, 22. Nov. Heute imdimtitag kam eS hier zu Zu- chratungen ernstere Form onnabmai, ging vir Polizei mit blanker Waffe vor und zerstreute die Ruhaiorer. Tieic sammelten sich ; Urrta . - >rum airüd unb trieb iic auseinande. Etwa 20 Penonen ivurben ver­haftet, aber halb wieder ftciaelassen.

(Serbere, 22. Nov W,c au.' Barcelona gemeldet wird, ist cS dort zu neuen Zusammenstößen zwischen Studenten unb Poli^