Es
Nach der Parade hielt der Kaiser eine Ansprache an
Ich freue mich, das Regiment in einer so vorzüglichen Ver
fassung angetroffen zu haben. Der Parademarsch war sehr gut.
der-
Darauf erwiderte der Oberst:
Ich danke Ew. Majestät alleruntertänigst für die huldvollen
an das Regiment
zu richten.
Das Regiment wird immer bestrebt sein, wo und
el —. Als Nachtisch gab cs Kirschkuchen mit Schlagsahne, der auf Wunsch des Kaisers stets gegeben wird. Dazu wurde .Kupferberg serviert und mit Käsegebäck schloß das Frühstück ab. Die lNusik spielte dazu 1. Marsch des Regiments Erbprinz von Hessc-n-D arm stad t 1743—1745; 2. Ouvertüre zur Oper „Der Freischütz" von C. M. v. Weber; 3. a) Wilhelmus von Nassauan, b) Dankgebet v. A. Valerius; 4. Ouvertüre zur Oper „Die lustigen Weiber" v. A. Nicolai; 5. Hessischer Marsch 1760 ; 6. Geschichten aus dem Wiener Wald, Walzer von I. Strauß; 7. Fantasie a. d. Oper Margarete, von CH. Grunod; 8. Ällexandermarsch (Armeemarsch Nr. 161) von A. Leonhardt.
Sodann^ begab sich der Kaiser in den großen Saat, wo ein Frühstück eingenommen wurde. Gespeist ivurde an vier Tafeln und es waren etwa 130 Gedecke aufgelegt Tie Speisefolge lautete: Kraftbrühe mit Mark und Pe- tetenhüuser mit Hühnern — 1906er Wiltinger —, Lanmi -
Gegenüber dem Pariser „Temps", der die Zeppe- in-Affäre von Luneville für erledigt erklärt und ich auf die Danksage der derrtschen Regierung an die französische beruft, schreibt der Berliner „Lokal-Anzeiger":
gemacht haben (Beig. Kommerzienrat Enrmelius und Geh. Medizinalrat Dr. Haberkorn), eine Besichtigung der Kasinoräumlichkeiten vor, die vor einiger Zeit neu hergestettt und teilweise verändert worden sind.
Während des Frühstücks dankte Oberst v. Trvtta für die Auszeichnung, die der Kaiser dem Regiment mit seinem Besuch erwiesen habe, sowie für die zur Aus schmückung des Kasinos gemachten Geschenke. Er schloß mit einem Hurra auf den Kaiser, worauf dieser mit einem Hurra auf das Regiment antwortete. Um 3A3 Uhr war das Frühstück beendigt.
Folgende Auszeichnungen usw. wurden front Kaiser verlieh eit : .Hauptmann Stephan erhielt ein vordatiertes Patent seines Dienstgrades, Hauptmann Buhtz den Roten Adler-Orden 4. Klasse, Oberleutnant Firm en ich (Friedrich) den Kronenorden 4. Klasse, die Sergeanten Bauer, Bittorf, Mangel, Albrattd uni) Reichmann, Unteroffizier Walgerim und Musketier Werkmeister die ^onenorden-Medaikte.
Zehn Minttten vor drei Uhr fuhr der Kaiser unter brausenden Hurra- und .Hochrufen des bis zur Bürgermeisterei spalterbildenden Militärs und des zahlreichen Publikums wieder ab. Er fuhr denselben Weg wieder zurück. In Wetzlar besichtigte er den Dom (s. unten). Der Großherzog fuhr wenige Minuten später ab.
Die Dankeskundgebung der deutschen Regierung bezog sich lediglich auf die verhältnismäßig schnelle Freigabe des Zeppelin- ballons. Tic Angelegenheit ist jedoch insofern noch nicht erledigt, als, wie wir hören, noch Beschwerden gegen das , ---------, —......
Auftreten der Behörden an Ort und Stelle in rucken mit iungern Gemüse — 1905er Hatte,thcimer Has Luneville vorliegen.
Der Kaiser in Wehlar.
h. Wetzlar, 23. dlpril. Auf der Heimfahrt von Gießen kehrte heute der Kaiser zum erstenmal als Gast hier ein. So rasch als möglich hatten sich die Straßen und Häuser in ein festliches Gewand geworfelt, um den erst am Tage vorher angemeldeten kaiserlichen Gast würdig zu empfangen. Um 3] । Uhr trafen die Autos hier ein. Fm ersten saß der Kaiser, überall stürmisch begrüßt. Vor dem Dom, dem der Besuch galt, wurde der Kaiser von den Vertretern) der Stadt begrüßt und dann durch das schöne gotische Portal in das Innere geleitet, das er unter Stadtbaumeister Kriei gers Führung eingehend besichtigte. Besonderes Interesse wandte der Monarch der malerischen Innenarchitektur und den Grabdenkmälern zu; er nahm auch davon Kenntnis, daß das Schiff den Evangelischen und das Chor den Katholiken zu den Gottesdiensten diente. Während der Besichtigung wurde die Orgel gespielt. Der Kaiser verweilte eine halbe Stunde in dem (Gotteshaus. Daran schloß sich ein Rundgang um den Dom und eine Besichtigung des Goethedentmals. Um 4 Uhr verabschiedete sich der Kaiser von den Wetzlarern und fuhr unter herzlichen Kundgebungen der Bevölkerung das Lahntal abwärts, um über Braunfels, Brandoberndorf, Grävenwiesbach und Usingen nach Homburg heimzukehrett.
Kotfer und Grotzherzog in Gießen.
Gießen, 23. April 1913.
Ein herrlicher Frühlingstag leuchtete heute über Gießen, das den Besuch des Kaisers und des Großherzogs erwartete. Die Stadt war festlich geschmückt: sie hatte an den Straßentreuzungen Fahnen und Girlandenschmuck angebracht und namentlich die Torhäuschen sahen in ihrem reichen Fahnenschmuck reizend ans. Eine festlich gestimmte Menschenmenge umstand in dichten Reihen die Etnzugsstraßen. Auch aus der Umgegend waren sehr viele Leute gekommen. Ihre Geduld wurde nicht allzusehr auf die Probe gestellt, denn schon kurz nach 12 Uhr verkündete das Läuten der Glocken, daß einer der Fürsten nahte. Der Großherzog kam im geschlossenen Auto. Um 12 Uhr 10 Min. kam er im Hofe der Zeughauskaserne an. Er trug hessische Generals- uniform.
Die Begrüßung des Großherzogs durch das Offizier- iorps war kaum vorüber, als — um 12 Uhr 20 Min. — der Kaiser mit seinem Gefolge (Generaloberst von P l e s s cjt, General Freiherr von L y u ker, Vizeoverstall meister Freiherr von Esebeck, Generalmajor Gontard.
po!ni$cbe Tagesschau.
Die staats gefährlichen Bilder Anton v. Werners.
Wie wenig die offiziöse Ableugnung dem wirklichen Sachverhalt entspricht, das zeigt die folgende Erklärung, die Anton v. Werner der „Voss Ztg." zur Veröffentlichung übergibt:
Wozu her Lärm? Die gestrige Mitteilung der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" betätigt, das; vom dluswärtigen Amt meine Bilder „Die Kapitulationsverhandlungen in Tonchery" und „Kriegsgefangen" beanstandet worden sind; nach meinem Tagebuche vom 10. Januar d. I. and) das andere Diorama „Bismarcks Zusammentreffen nrit Napoleon" Ob bezüglich dieses letzteren ein Irrtum vorliegt, weiß id) nidjt, jedenfalls notiere ich in meinem Tagebuche nur Tatsachen und keine Unwahrheiten. Da id) aber zwischen der Bedeutung der obengenannten Bilder und dec der bUblidyen Darstellungen von „Moltke vor Paris". „Die Kaiserprvklamierung in Versailles" und des „Siegesdenkmal- Friescs" sowie von anderen in der Liste vom 15. Oktober 1913 aufgeführten Bildern von mir durchaus keinen Unterschied vom politischen Gesichtspunkte aus zu finden vermochte, so zog id) meine Vorschläge in dem Schreiben an die Ausstellungskommission vom 20. Dezember 1912 mit der Motivierung zurück, daß id) eine Kollektivausstellung ohne die vom Auswärtigen Amt beanstandeten Bilder für unmöglich halte. Aus künstlerischen Gründen natürlich, weil die drei Sedan- bilder ein künstlerisches Ganze bilden und weil ich dent völlig harmlosen Bilde „Kriegsgefangen" besonderen Wert beilege. Warum, das ist meine Sache.
Daß man auf die kleinen Eigentümlichkeiten unserer westlichen Nachbarn und des Auslandes überhaupt an maßgebender Stelle selbst auf künstlerischem Gebiete gebührend Rücksicht nimmt, war mir bekannt, seit Fürst Bismarck 1876 die Ausstellung meines Siegesdenkmalbildes auf der Weltausstellung in Philadelphia untersagte. Id) bin ja kein Neuling auf dem Wiete des Ausstellungswesens und weiß gewissen delikaten Situationen Rechnung -zu tragen, worüber in meinem soeben veröffentlichten Buche Näheres zu erfahren ist. Ich war nur verwundert, daß mir lieber vom Auswärtigen Amt noch von der Ausstellungs- kommissiou irgendeine direkte Mitteilung rechtzeitig zugegangen war. Fürst Bismarck wußte bei ähnlichen Veranlassungen den Weg zu mir zu finden und ein Blatt Papier von der Wilhelm - straße nach der Potsdamer Straße würde auch seinen Weg gefunden haben, und der ganze Lärm wäre vennieden worden. Erst heute erfahre ich aus der Mitteilung der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", daß von den 24 Bildern meiner Liste 22 ansgewählt worden seien. Von wem? Ganz genau ist die Mitteilung aud) nicht, denn meine Liste führte wohl 23 Nummern, aber unter diesen Nummern einige Zyklen von sechs und sieben Bildern auf.
Au eine Gesamtausstellung dieser Bilder war wegen des beschränkten Raumes nicht zu denken, und so zeichnete id) in den mir zugesandten Grundriß des Saales Nr. 1 d i e Bilder nad) ihren genauen Maßen ein, deren Ausstellung dort möglich war. Da drei Wände durch die zusammenhängend aufzustellenden drei Sedandioramen in Anspruch) genommen waren, blieb nur noch für sehr wenige von den in meiner Liste auf geführten Nummern Platz. Die Ausstellungskommission ist in der Lage, diese Zeichnung vorlegen zu können. Selbstverständlich bin id) seit jener Zeit der von keiner Seite widersvrochenen Meinung gewesen, daß gewisse Bilder von mir „bedenklich und staatsgefährlich" sind'
Diese. Ausführungen des Direktors der lönigl. afa» demiscben Hochschule für die bildenden Künste lassen, so bemerkt dazu die „Voss. Ztg.", an bündiger Klarheit nichts zu wünschen übrig. Oder sollen wir noch weiteres Material Vorbringen, woraus hervoraeht, daß man ent gewissen Stelle besttmmte historische Bilder als „staatsgefährlich" beanstandet hat? Wir sind g-ent bereit, einer etwaigen Ge- k v r£'* n i I $ to ä d) e i m Kultus ministeriu m abzuhelfen.
Neber die geplanten Vereinbarnngen über den Luftverkehr die zwischen der deutschen und französischen Regierung getroffen werden sotten, schreibt man uns:
Die Verhandlungen werden möglichst beschleunigt werden. Sie werden in freundschaftlichste'- Weise geführt und sollen eine Grundlage schaffen, nm später die Freigabe von auf fremden Gebieten gelandeten Fahrzeugen ohne Schwierigkeiten und diplomatische Verhandlungen vornehmen zu können. Um eine Verhinderung von Laa düngen handelt es sich bei diesen Bespre chungen nicht. Es ist zwar angeregt irorben, daß Flög- an der Grenze eingesclMnti werden sotten, doch önnen
Die Verstärkung der holländissrn llüstenverteidigung.
Haag, 23. April. Die Kammer begann heute die allgemeine Beratung über den Gesetzentwurf, der Mittel zur Verstärkung der K ü st e n v e r t e i d i g u n g fordert. Die Regierung schlägt den Bau eines Forts bei Vlissingen vor, dessen Stuften auf 5 630 000 Gulden geschützt werden, die Verstärkung der Artillerie in den bestehenden Forts von Hock van Sx-Uanb, Bmniden und Harssen, die auf 730 000 Gulden geschätzt werden, und den Ausbau des Forts Krykduin, der auf 476 000 Gulden veranschlagt ist.
Der fortschrittliche Abg. General El and schlug vor, anstatt em IFort bei Vlissingen zu bauen, fidh auf ernsachr Verteidigungs- Werke an der Ostersdstlde zu beschränken. Der Sozialdemokrat Hu gen Holtz stellte fest, daß die Forderungen von 40 Millionen Gulden für Verteidigungszwecke dank der sozialistischen Agitation auf 12 Millionen herabgesetzt worden seien. Er glaube, daß die Festung bei Vlissingen für die Unabhängigkeit des Landes gefährlich ivärv, denn England würde Holland als den Verbündeten Deutschlands ansehen und die Neutralität nickst mehr- schützen wollen. Das Nordseeabkommen verlange keineswegs den Ausbau der Verteidigungsmaßregeln der Signatur machte. Der Abg. H e e m st e d e Katholik) hält den Vorsckstag, ein Fort bei Vlissingen zu bauen, für einen schweren politischen Fehler. Es gäbe wirksamere Mittel, Vlissingen gegen Feinde zu verteidigen, nämlich Minen in der Sckieldemündung. Der Antrag habe im Auslande große Bewegung verursacht. Ein Fort bei Vlissingen würde wie ein Blitzableiter wirken, aber im umgekehrten Sinne. General V a n o- I p ui c n . Katholik) drückt seine Freude darüber aus, daß die Re- gierung endlich die Küstenverteidigung verbessern wolle, die zur Anfrecksterhaltung der Neutralität des Landes nötig sei. Seit Jahren lasse die Verteidigung alles zu wünschen übrig.
Debaufort (Liberal) ist der Ansicht, daß die Errichtung eines Forts bei Vlissingen weder durch die Landesverteidigung, noch durck) die Interessen der Aufrechterhaltung der Neutralität erforderlich sei.
Die Sitzung wurde auf Freitag vertagt.
Da daS Automobil nicht weiterfabren konnte, setzte Hubka den Weg nach Cattaro zu Fuß fort. An der Grenze wurde er fr o n den Montenegrinern drei Stunden lang fest- gehalten imb erst auf Befehl aus Cetinje freigelassen. Ter Chauffeur, welcher mit dem leeren Automobil nach Cetinje zurück- kehrte, wurde hn i t Steinen beworfen. Ter Österreich i s ch - n n g a r i s ch e G e s a n d t e hat in C e t i n j e e r n st e Vorstellungen wegen dieses Vorfalles erhoben.
Die Haltung Italiens.
Rom, 23. April. Tie „Tribuna" schreibt, der Eindruck, der in diplomatischen Kreisen Roms und ganz Europas über den Fall Skntaris vorherrsckst, sei s e h r e r n st. Ter gegenwärtige Augenblick sei besonders schwierig und unteiffcheide sich von den früheren kritischen Phasen dadurch, daß er den Höhepunkt des Konflikts der einander widersprechenden Interessen darstelle und zu einer Entscheidung nötige, nicht über ein noch zum Teil hypo- thetisches Problem, sondern über eine vollzogene Tatsache., Allein die Aufrechterhaltung der 'Einigkeit Europas könne die Lage retten. Tiefe Einigkeit werde sich erhalten lassen können, wenn Europa für eine so- fertige genau fc ft gelegte Aktion Sorge trage. Jede Ungewißheit oder jedes Zögern könnte die Wirkung haben, neue gefährliche Probleme zu stellen und den Frieden zu gefährden. Tie „Tribuna" schließt, indem sie die Aufmerksamkeit der Oefsentlickrkeit auf die, ernsten Schwierigkeiten der Lage lenkt, weil es wünschenswert sei. daß in diesem Augenblick, wie es der gegenwärtige sei, die Oeffentlichkeit sich zu beherrschen wisse und -es vermeide, sich durch das bloße Gefühl fortreiften zu lassen, dem übrigens die Sache des europäischen Friedens empfohlen werden könne.
Französische Pressestrmmen.
Der „Temps" schreibt über die Einnahme Skntaris: Es handelt sich jetzt darum, von Montenegro den Verzicht von Skutari zu verlangen, aber es liegt auf der Hand, daß die Montenegriner noch energischer als bisher Wert daraus legen, Skutari zu behalten. Niemand weiß, wie diesen Schwierigkeiten aus dein Wege gegangen werden soll. Oesterreich wird erklären, daß man es zum besten gehalten habe, und seine Tiplo- ,waten, wettlv die Mächte so geschlickt am Gängelbande geführt haben^ werden den Zwisck>ensall benutzen und zweifellos verlangen, daß Skutari den Montenegrinern wieder meggeitommen werde. Wird man gemeinsam Vorgehen? Es l)eißt, daß Graf Berch- t o l d es vorziehe, Oesterreich-Ungarn ein Mandat erteilen zu lassen. Es ist überflüssig, die Gefahr eines solchen Mandats besonders hervorzuheben. Tie beste Lösung wäre dies, wenn Rußland territoriale Zugeständnisse für Montenegro verlangte, welche dem König Nilita gestatteten, auf Skutari zu verzichten. Aber für den Erfolg eines solchen Ausgleichs märe es nötig, rasch zu handeln. Auch das „Journal des Tebats" erklärt: Nur die gemeinsame und gemeinsam vereinbarte Intervention aller vermittelnden Mächte konnte ein vereinzeltes Einsckweiten verhindern, dessen Folgen unabsehbar wären.
Um Grenzüberfliegungen möglichst zu vermeiden, sotten . c 12F9’
Fahrten möglichst nur bei Harem Wetter frorgenommen Ä . S ^ie 9^ ^a,c^at ^eben geruhten werden. Man geht auch mit der Absicht um, an auf
fälligen Stellen weithin sichtbare Grenzmarkierun- ^ann es auch sei, bis zum äußersten seine Pstichit zu tun.
gen für Luftschiffer vorKunehmen. Unter präsentiertem Gewehr brachte der Oberst dann
Der „Temps" meldet bezüglich der deutsch-französischen Be- Hurras auf den Kaiser aus.
sprechungen über die Regelung der Luftschifsahrt, daß beide Re- wia Geifer hrra UInt
gternngert darm einig seien, einen provisorischen Modus vivendi 4 führende
Su schaffen, ohne erst den Zusammentritt der internationalen S "Erreichte ihm Fraulern v. Bratta ein
Konferenz abzuwarten, die einen Luftschiffahrtskodex ausarbeiten Zunächst nahm der Kaiser im Beisein des Obersten,
soll. Wahrscheinlich werde der Professor des Völkerrechts und *)er Stabsoffiziere, des Rektors Prof. D. Eck, des Geheime- Rechtslonsulent des französischen Ministeriums des Aeußern, rats Dr. Usinger, des Oberbürgermeisters Mecum und der ^ouisRenault, mit dem Geheimrat Kriege vom deutschen Herren, die den Feldzua gegen Frankreich als Offiziere mit- Answartigen Amt demnächst zu einer Unterredung zusammen- *' * * ö
kommen.
solche Flüge weder von der einen, noch von der anderen Mitt- Oberstleutnant von Estorfs, Oberstabsarz>t Ni ebner tarfrerwaltung frei Grenzfestungen verboten trerden. In und Hauptmann Zeiß> vor der Kaserne vorfuhr Es diesen Grenzdistrrlten kann es leicht vorkommen, daß Fahr» waren wie immer vier Automobile. Die Jugendwehr hatte zeuge vertrieben werden und, sich im Nebel verirrem Ta vor der Kaserne Ausstellung genommen und der Kaiser die Grenze leine natürliche ist, ist auch bei klarem Wetter winkte den Führer, Rechtsanwalt Kaufmann heran rtn< CTt^tUerung schwer. Es kann deshalb leicht vorlom- Dieser erstattete Meldung, worauf der Kaiser sich nach c?lt Flugzeug bei 800—1000 Meter .Höhe im der Zusammensetzung der Wehr und der Art ihrer Uc- ^tfluge nredergeht und jenseits der Grenze einige hun- bungen erkundigte, besonders befriedigt war er darüber oert Meter niedergeht. Ties ivird sich niemals verhlndern daß die Schüler aller hiesigen Schulen'zusammen in Reid taffen, solange in Grenzdistrttten Flugübungen Vorgenom- und Glied standen. * 9
inen werden. Schon bei Landübunqen an der Grenze kommt
es manchmal vor, daß im toupierten Terrain und in den fierxlirfi "der^tirnßhm»a mnr !£1>r
Wäldern dar Vogesen Patrouillen über die Grenze lause,t, gZmmcn und als^de? «Mer
rÄT’ ~3fltr- °t,nC l^bst zu wissen. M-S geschieht gerade' vor ihm, ^.Na, da hist^Tu ja' toie
nL-» KSSW' '■ es- ÄS' 5‘ÄÄttS
Bei den Besprechungen über die Schaffung von Be- Meldungen des Fürsten Karl zu Sotms-Hohensolms-Lich strmmungeu über den Luftverkehr ist angeregt worden, des kommandierenden Generals des 18. Armeekorps von Fahrten hart an der Grenzezu vermeiden und Schenck und des Obersten v. Trotta entgegen. Hierauf fr- eine neutrale Zone gewissermaßen zu schaffen. Da grüßte der .Kaiser das in Parade-Aufstellung stehende Regi- aber trotzdeut GrenMerschreitungen vorbommen können, ment und schritt mit dem Großherzog usw. die Front ab liegen doch Metz und Belfort ganz nahe der Grenze, so soll Im Lauffchritt verließ sodann der größte Teil des Regi- vereinbart werden, daß jedes Fahrzeug (lenkbares Luft- ments — zwei Bataillone — den Kasernenhof um Platz chiff, Freiballon, Flugzeuge) sich im Besitz eines amt- für den Parademarsch zu schaffen. Rasch mar dann bic lachen Zeugnisses befindet, das über den Eigentümer, Aufstellung zum Parademarsch vollzogen und der Vorbej. den Standort des Fahrzeuges, seine Bestimmung marsch des Regiments in Züaen begann. Der Parade- usw. Auskunft gibt. Der Führer muß eine Legi- marsch fiel sehr gut aus, auch bei der Fug end wehr, die sich timation besitzen, durch die er sich sofort ausweisen mit Erlaubnis des Kaisers dem Parademarsch anschloß kann. Eine Durchsuchung des Fahrzeuges und eine genaue . ,. ,, < .. . .
Untersuchung über den Zweck der Landung stehen den Be- . ^aTa^>e ^aTfcr oine Ansprache an
Hörderr zu. Befinden sich die Papiere in Ordnung und hat Regiment, indem er etwa ausführte: die Untersuchung nichts Verdächtiges ergeben, so erfolgt Ich freue mich, das Regiment in einer so vorzüglichen Ver- sosortige Freilassung. Tie Rückkehr erfolgt, wenn mög- sassung angetroffen zu haben. Der Parademarsch war fefrr gut M, auf dem Luftwege, jedock) auf dem kurzesteti Wege zur Zu meinem lebhaften Bedauern bin ich durch die verschiedensten s sind. "LtW »°rg-sih-» sind. t.
obtr sind bic näheren Umstände nicht gefiärt, fo kan n s n. 7 . S 4™” antocrmb ’u ,cm'
das Fahrzeug beschlagnahmt werden. Hat die deshalb heute fchon dem Regiment meine lebhaften
Untersuchung Verdächtiges ergeben und hat das Flug- ^uäwümche zu seinem Geburtstag aus. Das RegimeM hat zeug nachgewiesen ermaßen Festungen über- c*nc ruhmreiche Vorgeschichte, und ich hoffe, daß sich das Regi- f logen, so erfolgt auf jeden Fall Be s ch l ag - ment feiner Vorfahren würdig erweisen wird im Krieg und nähme und gerichtliche U171 e r s u ch u n g. In diesem im Frieden.
Falle treten die Vorschriften des Spionagegesetzes in Kraft.


