Deutsche Kolonie«.
* Gro
war Hessens erste Ba
stehen.
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verordn» na Grund und würde aber
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gebiet (SjnnMManimcrn, Pflanzervereinigima, Gouvernemcursratl auch die heimischen Firmeninbaber und Vorstände vorder gutachtlich höre Die in dieser Beziehung zwilchen dem Reichskoloni.il- amt und dem Verein der Togokaufleute für Togo getroffenen Vereinbarungen hätten sich bewährt und er sei bereit, sie auf .Kamerun auszudehnen. Am Schlüsse wurde die Frage der Arbeiterbe s ch a s s u n g gestreift. (In dieser Frage sollten demnächst Besprechungen mit dem aus einem Heimaisurlaub befindlichen Gouverneur von Kamerun stattfinden.
Auf 9 Jahre: Haberkorn, Dr., Julius, Stadtverordneter
Klinaspor, Adolf, Kommerzienrat Petr: II., Louis, Stadtverordneter
Müller, E. H., Schreinermeister
Heichelheim, Sigmund, Stadtverordneter
S ch m e ck e n b c ch e r, A., Landgerichtsdirektor Noll, August, Kaufmann Diehl, Johannes, Schneidermeister Plank, Wilhelm, Stadtverordneter Wenzel, Fritz, Eiscnbahnhandwerker MeNer, Hans, Architekt Wachtel, Fritz, AmtSgcrichtsrctt
Aus 6 Jahre: Noll, Adolf, Kommerzienrat, Fabrikant Jnderthal, Christian, Fabrikant
Auf3Jahre: Brück, Franz, Hoflieferant, Möbelhändler Fourier, Heinrich, Geschäftsführer Müller, Valentin, Lehrer
Außerdem erhielten Stimmen: Öaagenmüller, August, Reallehrcr
B cdmann, Georg, Kontrolleur Linden st ruth, Heinrich, Schmiedemeister
Ein Wähler leistete sich folgendes Gedicht: Von den Kandidaten allen Wollen mir nur zwölf gefallen.
Die wähl' id) jetzt und hoff' sic siegen. Auf das; wir bald ein Rathaus kriegen. Das mitten in ber Stadt gelegen. Des Bürgers Stolz, der Stadt zum Segen.
Geschäftsräume --------------— . , . , , , _ -
der Feier de» GebunStage» des Grotzberzogs geschlossen.
An» Stadt nnd Land.
Giessen, 21. November 1913.
Zur Stadtverordnetenwahl.
Das endgültige amtliche Ergebnis der Stadtverord-- netcnwahl steht noch immer nicht fest und dürfte erst gegen abend vorliegcn. ES ist der vierte Bezirk, der noch immer aussteht. Nach dem letzten Ergebnis der sechs bisher gezählten Bezirke ist die Lage für die auf drei Jahre zu tvählcnden Stadtverordneten ungemein kritisch geworden. Die Kandidaten Valentin Müller und August Hag- genmüller haben danach nämlich beide die Stimmenzahl 1326 aufzuwcisen. Da einer von ihnen ausscheiden must, müßte also in der haute abend stattfindendeii Versammlung des Ausschusses eine Auslosung erfolgen, wenn nicht der noch fehlende Bezirk eine Entscheidung bringt.
DaS bisherige Ergebnis stellt sich folgendermaßen:
Besprechungen im Reichs-Kolonialamt. _
Aus Einladung des Staatssekretärs des Kolonialamts sanden sich am Donnerstag die Vorstände des Vereins rotiumua» nischer Kaufleute und des Verbandes der Kamerun- und logt** Pflanzungen zu einer Besprechung im Reichskolonialamt ein. 3um Einaang der Sitzung führte der Staatssekretär aus. bau mehrere Aeusterungen, bte er bei Besprechungen mit den J^^nnwcr- bänden in Kamerun gesegeMlick seiner letzten Reue getan habe, eine sinnentslcllcndc Wiedergabe gefunden hälten. Er stellte diese Aeusterungen richtig und wies die Angriffe zurück, me anläßlich dieser mißverstandenen Aeusterungen gegen ibn gerichtet wurden Die Vorstände der beiden Bereiniaungen gaben über- dnftwrmmb die Erklärung ab, baß ihre Mitalircher den Angriffen vollständig sernstünden, dast sie sie nur lcbhatt bedauern könirtcn und aus» schärfste mistbilligten. In der »Trage der Beseitigung des Kautschukausfuhrzolls erklärte sich der Staatssekretär mit der Einführung des Zolles, dessen Hohe sich nach dem Marktpreis des Kautt'cksuks abstuse und ganz wegtallen solle, wenn der Marktpreis unter einer gewissen Höhe bleibt, einverstanden Eine Meinungsverschiedenheit, die jebod) lediglich theoretisch Dedeiitung hat, trat in der Frage zutage, ob die Regierung rechtlichen Anspruch auf die aus herrenlosem Lande gewonnenen Landeserzeugnisse wie Waldkautschuk »uv. habe. Die Borstände der beiden Vereinigungen vertraten die Ansicht, dast ein solcher Anspruch erst mit der Ausscheidums des herrenlosen Landes entstehe Dagegen stellte sich der Ltaats- fekretär auf den Standpunkt, daß dieses Aneignungsrecht an Erzeugnissen des Bodens in dem durch die Kronland-
dem Staate verliehenen Ancignungsrccht an Boden als Minus enthalten sei. Selbstverständlich die Regierung aus dieser ihr durch die Krvn- chigen Rechtslage keine wirt- , die den Handel unterbinden
ßfrerzogl. Hauptsteueramt Gießen. Die tc des Hauptsteueramt» sind am 25. November wegen
2259 2212 2085
1929 1919 1911 1894 1879 1859 1727 1661
1646
Aus her Geschichte des hessischen Eisenbahnwesens.
Tas hessische Eisenbahnverkehrswesen kann jetzt auf eine 7 5jährige Geschichte zurückblicken. In dem Jahre 1836 bildeten sich in Mainz und Darmstadt Gesellschaften, die mit Frankfurter Genossenschaften teils Bahnen nach Frankfurt, teils nach Offenbach und teils für ganz Hessen bauen wollten. Die Proiekte zerschlugen sich, als 1838 die Frankfurter Gesellschaft vom Herzoatum Nassau die Erlaubnis zum Bau einer Hahn über Kastell nach Wiesbaden erhielt. Infolgedessen wandte sich die Darmstädter Gesellschaft dem Plan einer Bahn von Darmstadt nach Mannheim und Frankfurt zu und erhielt hierfür die Bauerlaubnis im Jahre 1838. Aus Mangel an Mitteln löste sich die Gesellschaft jedoch nach 3 Jahren auf.
— Dors-Gill, 18. Nov Die vorsichtig Kinderau-sagen auszunehmen sind, mag nachstehende Begebenheit bartun. Meldet ich da eines Morgen» in der Schule ein 11 jähriger Junge bei seinem Lehrer mit der Beschwerde, sein Gesangsbuch fei ibm abhanden gekommen, am Anfänge der Schule habe er noch daraus gesungen. Ties wird von seinem Nachbar bestätigt. Alles wird durchsucht, aber kein Buch ist zu finden. Da schickt ihn der Lehrer mit der Weisung nach Hause, dort einmal nachzusehen, ob er das Buch nicht vielleicht vergessen habe. Nach einiger Zeit kommt mein Bürschchen zögernd wieder, das Gesangbuch in der Hand — er
Aus her Sitzung der Stadtverordneten.
Die gestrige Sitzung der Stadtverordneten verlief recht friedlich: durch den Glückwunsch, den Herr Petri dem Herrn Eichenauer zur Verlobung seiner Tochter abstattete, erhielt Ito sogar etwas von gemütlichem Behagen Tie einzelnen Punkte der Tagesordnung wurden rasch erledigt und nur bei einigen besonderen Angelegenheiten verweilte man etwas län ger. Sehr beifällig wurde eine Erklärung des Cberbürgcr meiste rS ausgenommen, in der er festste Ute, daß nach seinen Erkundiguntten die Bahnhossfraae aufs Beste erledigt werde und daß zu Besorgnissen keine Veranlassung mehr gegeben sei. Der Bebauungsplan für die Schwarzlach wurde etwas au^'ühilict er b.sprachen: großcV rwundcrung riefen dabei die Mitteilung über die einzelnen Forderungen hervor, unter denen Herr I. L- Pfass mit 2o Mark für den Quadrat
lanbwrorbnunn gegebenen giml schädlichen Folgerungen ziehen. ..... ,
ober andere öffentliche Interessen verletzen. In -der Frage der Selbstvermaltung führten die Interessenten aus, daß nach ihrer Ansicht die rein tropischen Schutzgebiete, Kamerun unb Togo, für bie Einräumung weitcrgehender Befugnisse an den Gouvernementsrat noch nicht reif seien, es sei aber unumgänglich nötig, daß in allen wichtigen Fragen die heimischen Firmenit^ inhaber und Vorstände als die eigentlichen Vertreter gutachtlich frört würfen Der Staatssekretär betonte demgegenüber, daß er Wert darauf legen müsse, den Schtvervunkt der Verwaltung im Schutzgebiet zu belassen, und daß daher die Verhandlungen nut den Interessenten in erster Linie in der Hand der Gouverneure! liegen mußten. Auch könne er nicht zugebcn, daß die Interessenten im Schutzgebiet auSgeschaltet und durch die heimiichen Interessenten ersetzt würden Er wolle jedoch gern zusagen, daß der Gvumerneur grundsätzlich bei wichtigen Berivaltnngsmasumlnnen und Verordnungen außer den Jnteressenvertretnngen im schütz-
— Schulangelegenheiten. Erledigt sind vier Schulstellen an der Volksschule zu WormS. Hiervon sind zwei Stellen mit evangelischen Lehrern unb eine Stelle mit einem katholischen Lehrer, sowie eine Stelle mit einer katholischen Lehrerin zu besetzen.
•• Steuerwesen. Die Stelle des BezirkßkassierS ber Bezirkstaffe Osthofen, Meldeschluß: 26. November 1913, ist erledigt.
*♦ Verbindungsbahn Main-Weser-Lahn- bah u. Für die Erd- und Mauerarbeiten der Verbindunas- strecke unseres äußeren Güterbahnhofs mit der Lahnbayn-- ftredc sind im ganzen 32 Angebote beim Eisenbahnbetriebsamt cingegangen, die sich nric folgt stellen:
Guricb • 5ran(futt a. M. Mk. 256 715.—, Borgu-Ofienbach Mk. 25-1179.—, lNrieS-Herborn Mk. 240 889.—, Lurken-Aachen Mk. 23t 163.-, Gruft Becker-Homburg v. b. H. Mk. 283109.—, Hammelrich-ObladenMk 22968 , Alberdmg-Fulda Mk. 224 >84 —,
Theißen - Wega (Walbeck) Mk. 223 286.- , I. Kopp - Eltville Mk. 222 690.-, 0. W. RinwGießen Mk. 216 793.-, Vetzold-Kodes- butg Mk. 215 637.—, Beter nir-TuiSbnrg Mk. 214 942.—, Bücking- Setters Mk. 213969 -, Ctto Ltiigsleben-Kassel Mk. 211 643.-, Nbeinisch-Elsaß-Lothringische Bauaeselttchast - Metz Mk. 20s 681.—, Georg Müller - Wetzlar Mk. 201 066.- , Bauly - Niederselters Alk. 198 256.—, I. Busch-Erbach Mk. 197 090.—, sfav-Hanau Mk. 197 067.—, Hoch- und Tie'ban Gesellschaft vorm. Winn & Go.- G<eßen 2)1 f. 194 738 —, Arnold-Koblenz 21k. 194 870.—, Weimer- «dienen 1 k. 188 828.—, Ctto Konrad-Berlin Mk. 18ö 908. Fritz Kaim-OfrliS Mk. 183 781.—, Äebr. Strauß-Eschweiler Mk. 183 316.—. 21. Klinge 8l C--Hochst a. M. Mk. 1-3 118.— , ■' cbr. ifranfe-L'im- bürg a. d. 2 Mk. 182 055.—, Dliister-Schnialkalden Mk. 180 650. —, v voftbof-milha Mk 178 9",8. - , filolfr & Gie.-Röln 'Dlt. 172.604 —, Cito Schäkr-irimfelden Mk. 171 689.— und Hitderspalm 4 Schlöffer* Wiesbaden Mk. 169 8 9 -.
Es handelt sich bei der Arbeit in der Hauptsache um Arbeitslöhne, wobei zwischen der Höchftforderung und der niedrigsten Forderung eine Differenz von 33Vs Prozent gleich Mark 86 878 besteht.
** Anerkennung von deutschen Reifezeugnisse n im Aus lande. Das Zentraldlatl für ba» Deutsche Reich i’u*töffentiid)t in Nr. 51 vom 17. Okloh?r 1913 eine Verein- baruna der Bundesregierung en über die Anerkennung von Reifezeugnissen der deutschen Schulen m Antwerpen, Brüssel Bukarest und Konstantinopel. Hiernach gewährt das Reifezeugnis, dos ein Reichsangchöriqer an einer der genannten Schulen erworben bat, dem Inhaber in dem Bundesstaat. dem er angefrört, alle Berechtigungen, bie mit bem Reise- zeuguiü einer gleichartigen Schule dieses Staates verbunden sind. Vn ifban anderen Bundesstaate sinden aus dieses Rcisezeugnis bie Grund' in? der ..Vereinbarung der Bundesregierungen über bie ' Anerkennung Der Reifezeugnisse' vom Jahre 1909 mit i^r Jiaivialn- Anivtnbung, daß es al» Reifezeugnis einer gleichartigen -8bulc des BunbeS)taaie>. dem ber Z-uqnisinfraber angc« hort. ;u bel^ndrtn i>r <ttrr Schüler aus bem Trutschen Reiche, bte aut den Besuch der brschneien Schulen nicht durch den jeweiligen Wohnort ihrer Eltern oder berat st dl Vertreter angewiesen ind, hat bas dort erworbene Rrt'ezcugnis die ob-m angegebene Wirkung nur dann, wenn dem Prüfling non der UnterrichtSver- ivaltung des BondeS't«»ates, dem <r angefrört, die Erlaubnis zum Besuch ba Schule vor bem Eintritt erteilt morden ist. Gin Ber-
zöskscher Seite fielen ein eingeborener Schutze, ein Krankenwärter, fünf Fuhrleute und ein Kaufmann.
Der Ausstand der Inder. Aus Durban wird gemtüxt: Es sind Anzeichen vorhanden, daß der Ausstand der Inder im Nachlassen begriffen ist. Zahlreiche Inder erkundigen sich nach den Bedingungen der Wiederaufnahme ber Arveit, ba sie fürchten, daß Weiße oder Neger ihre Plätze ein nehmen konnten.
meter genannt werde. Mit einem stillen Lächeln vernahm man, daß ein Sachverständiger bei der Enteignung eines Geländestückes den Wen mtt 4200 Mark, ein zweiter mit 2186 Mark angesetzt habe Dieser große Unterfdfrieb war für den Oberbürgermeister mit ein Grund dazu, seine Entrig- nungsanträge zurückzuziehen. Sehr interessant war die Besprechung über die Austeilung des Troßschen Geländes, die von dem Stadtverordneten Huhn anaeregt worden war. Man konnte daraus entnehmen, daß die Versammlung im allgemeinen gern geholfen hätte, aber schließlich doch davon Abstand nehmen mußte, weil die Sache noch gar nicht spruchreif war.
** Durch böswillige Beschädigungen der Fernleitungen der elektrischen Ueberlandanlage >cr Provinz sind Wiederholt Störungen im Betrieb eingetreten. Es wird deshalb eine Belohnung von 25 Mark tbm Krcisamt jedem zugesichert, der Personen, die in irgendeiner Weise die Fernleitungen gefährdrn oder beschä- »igen, namhaft macht, daß strasrcchtlichc Aburteilung cr- olgen kann.
" „Einer der Ruhe braucht" schreibt unS: „In etzter Zeit verursacht der .Hund eines Besidcrs im Wetzlarer Weg nachts ein fürchterliches Gejammer. Kann diesem Uebel nicht abgeholfen werdend
t* LaudkreiS Sieben.
= Ha usen, 20. Noo. Gestern abend erstrahlte Hausen zum ersten Male in elektrischer Beleuchtung. ES ist zu erwarten, daß noch manche Haushaltungen den DoNeil dieses neuzeitlichen Fortschrittes erkennen und sich in der nächsten Zeit znm Anschluß an bie elektrische Leitung ver-
Durch Staatsgesetz würbe nun bem Fiskus das alleinige Recht des Baus von Hauptlinien zuerkannt: die Herstellung von Nebenlinien üherließ man Privatgesellschaften. Wenn vorher die Verhandlungen mit bureaukrati- scher Umständlichkeit geführt wurden, so schlug man beim Bahnbau selbst ein erfreulich flottes Tempo an. 1846 ' " ' ~ hn fertig: die Main-Neckar-
Bahn, 1848 folgte die Lokalbahn von Frankfurt nach Offenbach, vier Jahre später, 1852, konnte bereits die Main-Weser-Bahn von Frankfurt bis Gießen befahren werden. Mit der Eröffnung dieser Linie hob sich auch der bis dahin recht mangelhafte Verkehr. Mainz sah 1851 die erste nach Ludwigshafen führende Bahn, 1858 erhielt es den Anschluß an bie Linie Aschaffenburg—Darmstadt—Mainz und 1861 folgte die Strecke Mainz^—Bingen. In rascher Aufeinanderfolge baute der Staat dann durch die Ludwigsbahn die Eisenbahnen Mainz—Frankfurt, Mainz—Alzey, Worms—Alzey—Bingen. Von Gießen spann sich mit preußischer Unterstützung das Netz Wetter aus nach Köln einerseits und Lauterbach und Gelnhausen
andererseits.
Die politischen Umwälzungen von 1866 brachten auch dem Eisenbahnwesen neue Formen, Verträge und neue Herren. 1868 übernahm Preußen die Main-Wcser-Bahn und aestattete dafür den Bau der Bahnen bis Fulda unb Gelnhausen: während es andererseits von Hessen die Erlaubnis zum Bahnbau von Friedberg nach Hanau erhielt. Sodann baute die Ludwigsbahn die Ricdbahn und die Odenwaldbahn. Um das Jahr 1880 setzte der Eisen bahn- Frieg zwischen Preußen und Hessen ein; er dauerte eigentlich bis 1902. Einen gewaltigen Aufschwung erhielt das hessische Eisenbahnwesen durch die Bewilligung von 3 0 Millionen Mark zum Bau von Nebenbahnen. Schließlich tarnen die Verträge zwischen Preußen und Hessen über die gemeinsame Verwaltting zuwege, die 1896 zum Erwerb der Ludwigsbahn führien. Und 1902 nahm Preußen auch noch die Main-Neckar-Bahn in seine Verwaltung und damit den hessischen Gcsamt-Staats- bahnoetrieb, ein Schritt, ber beiden Staaten zum Vorteil gereichte. *
** TageSkale über für Freitag, ben 21. Noo.: Stabt- t fr e n t e r ; Volksvorstellung: »Wilhelm Teil.* Anfang 8 Uhr.
hatte cs vergessen.
cht. Utphe, 20. Nov. Heute nachmittag überflog ein Flugzeug in einer Höhe von etwa 600 Metern das Dorf.
Kreis Alsfeld.
r. Aus dem Kreise Alsfeld, 20. Nov. Unter den Neubauten in den Crtfdxiftnt ragen die neu e n Sckulfräuser besonders hervor. Alles Prunkbaste ist vermieden worben, ba von ihrem Baumeister, dem Kreisbauinspektor Fischer, bie Svar- amfeit im Interesse ber Genrrinben als erster Punkt in Betracht gezogen werden mußte Unter den neuen Schulgebäuden nimmt das zu Starnöorf bie erste Stelle ein. Aber auch die Schull»«iuser zu Elpenrob, Hainbach, Ilsdorf sinb picht weniger Wahrzeichen ihrer Gemeinden.
KrciS Friedberg.
h. Friedberg, 20. Der Zuckerfabrik Wetter all wurden infolge des regnerischen Wetter» ber letzten Wochen bie Zuckerrüben in derart bcschinutztem Zustande zugeführt, daß die Fabrik die Verarbeitung auf ein bedeutendes Minimum herab- drücken mußte. Um wieder einen geordneten Betrieb zu erhalten, will die Fabrik alle Rübensendimgen, die zu schmutzig sind, zurückweisen.
L. Bad-Nauheim, 20. Nov. Die letzte Neucrung des Empfanasgcbäudes ist jetzt fertig gestellt, Flügeltüren sind an de« Trcppeneingängen angebracht, um allen Zug zu vermeiden. Auch der Fürfteupavillon ist fertig.
8 Weckesheim, 20. Now Ein Flieger überflog gegen 3 Uhr nachmittags unser Dorf.
§ Niederrnörlen, 20. Nov. Bei der gestern hier stattgefundeueu Treibjagd des Bad-Nauheimer Jagd- llubs „Hubertus" in der Niedcrmörler Gemarkung wurden 406 Hasen erlegt.
Starkenburg und Rheinhessen.
(rm) Darmstadt, 20. Nov Degen ber Zusammensetzung des Vorstandes der neuen Ortskrankenkasse für den Landkreis Darmstadt, welche am 1. Januar ins Leben treten soll, fand beute unter dem Vorsitz des Stadtv. SameS Darmstadt im Gebäude der Landwirlschastskammer eine Besprechung statt, um eine Verständigung zwischen den Vertretern der Landivirtschast, bet Gewerbe, de» Handels und ber Industrie herbeizuiuhren. Diese Verständigung wurde durch die Wahl eines Ausschüsse», in welchem die verschiedenen Berussstänbe vertreten sinb, hetdei- üciübrt.
'b) Mainz, 21. Nov Vor ber zweiten Strafkammer beS Lanbgerichts Main; hatte sich der 37 jährige Rechtsanwalt Wilfr. Fritsch aus Weilerhof bei Aolfskeblen, wohnhaft in Onhofen, wegen Untreue und Betrug» zu verantworten. lern Angeklagten wurde zur Last gelegt, im Jahre 1910 alS Konkursverwalter 494,97 Mk. veruntreut zu haben. Ebenso soll er int Jahre 1912 bei einem Vergleich dem Leberhänblcr Friedrich in Atten 113,35 Mark veruntreut und den Werkmeistei Krcb» in Rbein Dürkheim
1 Mark betrogen haben. Der Angeklagte l schuldiaungen, er behauptete, daß das Gan.^ nur eine reine Ditti- plinarirage sei, bie vor bie Anwaltskaminer gehöre. Durch persönliche Angelegenheiten habe er bamalS sein Bureau vernachlässigt, and) habe er öftere Krankheiten durchgemacht, durch t altnngen sei in seinem Bureau ein großes Durcheinander entstanden. Zu der Sache wurde eine große Anzahl von Seugrn vernommen Schließlich beantragte ber Staatsanwalt sechs Monate l mürbe
gelegt In ber Zwischenzeit legitimierte sich Tr B 11 l h a r b t alS
wurde die Sa die gestern nachmittag weiter verbandelt. Da? Gericht verurteilte den RechtSamvalt Fritsch wegen des einen Be- irugsfalles z u 1 Monat Gefängnis, in ben Fällen der Untreue würbe er frei gesprochen.
fr. langen ,20. Nov. Ter Sladtvorstanb beschloß bie Herabsetzung ber Preise für Leuchtaa? 'wahrend k>eS Sommer» auf 10 unb während bca Winters aus 18 Pfennig für ben Kubikmeter. Koch- unb Heizgas kostet nur 12 Pfennig.
Hessen Nassau.
b. Fr anksu rt a. M , 20. Nov. Unter ber Mannschaft der neuerrichteten M a s ch i n e n g e w e h r a b t e i l u n g, bk ihre iba- ierne in ber Gemarkung Bona ine» hat, sollen einige Fälle von Genickstarre borg frommen sein. Die Kranken (ollen bem Garnisonlazarett zugesührt worben sein.
fc. Wiesbaden, 20. Noo. B.'i ber freute vor* genommenen Stabtoerorbnetenwahl ber 2. Klaffe mürben die bisherigen Stabtoerorbneten v. Eck, Glücklich, Hartmann, Hanjohn, Schwctßgulh, Schwank
merk hierüber ist in da» Reifezeugnis am'zunebmen. Die schulen u Anrwerpen, Bukarest und Konstantinopel sind Ober realschulen, bte Schule in Brüssel ist Realgymnasium.
•• 23om Stabttheater wirb un8 gefefrricben: ES fei darauf hingewiesen, baß bie Aufführung von Halbes »Jugend^, bte am Sonntag bei fietnen Preisen wiederholt wirb, vom Publikum rote Presse als ganz varzüglich anerkannt worben ist. — Grillparzer» Drama ,DeS Meeres unb der Liebe ©eilen-, baS als Festvorstellung zu GroßherzogS Geburtstag gegeb-n wirb, erfährt bamit feine erste Aufführung im neuen Hause. Die Hauptrollen sind be- etzt mit den Damen Dagny, Lindeck unb Frenzei, owie den Herren Bruchwitz, Steinhofer, Schubert unb Volck.
♦* Das „Berghaus-Singspiel-Enfomble", welches feit turzcr Zett hier gastiert, gibt freute seine Ab- chicbs-Vorstellung im „Pfälzer Hof".
“ Poübienü an Großderzoa» GeburtStag Am 25 November wirb hier eine einmalige 'Brief , Geld- unb Pakct- bestcllung statt'inben Die Postschalter und von 8—9 vorm. unb von 11 vorm. bi» ll * * * S * * B ? nachm. geöffnet.


