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roieber«, und Zorn, Krücha und Degenhardt neu gewählt. Gegen diese bürgerlichen Kandidaten waren keine ^Gegner ausgestellt.
Vereinsnachrichten.
(?) Selters, 20. Nov. Hier hat sich ein Musik» '^^rcin gebildet, dem bis jetzt 12 aktive Mitglieder angehören. Die Leitung hat Lehrer F Häuser übernommen.
trüberen Jahren bestand ein ähnlicher Verein, der sich ledoch später wieder auflöste.
Universitäts-Nachrichten.
— Im Alter von 61 Jahren ist in Bonn der o. Professor und Direktor des zoologischen und vergleichend-anat» imischcn Instituts an der dortigen Universitär Geh. Reg.-Äiat Dr. Hubert Ludwig gestorben. Er stammt aus Trier. 1875 wurde er Privatdozent in Göttingen, übernahm 1878 die Leitung des Museums für Naturkunde und Ethnographie in Bremen, kam 1881 als ord. Professor nach Gießen und U887 als Nachfolger Franz v. Leydigs nach Bonn, wo er 1901/02 das Rektorat bekleidete.
— Der ordentliche Prozessor der Mathematik an der Universität Heidelberg Geh. Rat Dr. Leo Königsberger ist ans fein Ersuchen vom 1. Avril 1914 ab in den Ruhestand verletzt unter Ernennung zum Wirklichen Geheimen Rat und unter Verleihung des Charakters als ordentlicher Honorarprofessor der Uni- versitat Heidelberg.
(Ein verunglückter Dampfer.
London, 20. Nov Auf dem Glasgower Dampfer „S c o t t s d y t" der Firma Roß Allan n. Johnston brach in der Nacht von vorgestern auf gestern Feuer aus, als sich das Schiff bei Katharines Point bei der Insel Wight befand.^ Tie „Scottsdvk", ein Schiff von 2600 T., war auf der Heimreise von den Mittclmeerhäfen begriffen, wo es Espartograt angelaufen hatte. Das Feuer brach int Lager- raunr im Vorderteil des Schiffes aus und griff mit großer Geschwindigkeit um sich. Die Löschversuche mußten bald aufgegeben werden, da der Spritzen schlauch vom Feuer zerstört wurde. Die Brücke mußte verlassen werden, doch ge- lairg es, das Schiff mit dem .Handsteuer vor dem Windl zu halten. Die Boote waren bis auf zwei verbrannt und von diesen war nur eines bei dem hohen Seegang brauch» bar. Da kam der neue Ueberdreadnought „Fron Duke", von dem aus man das Feuer gesichtet hätte, an und nahm die Mannschaft und zwei Passagiere des „Scottsdyk", im ganzen 26 Mann, an Bord. Am Nachmittag wurde das Schiff, das noch immer brannte, nach Southampton getaut.
vermischtes.
In ganz Süddeutschland hielten die Regenfäll e an. Der Rhein und der Neckar sowie die Nebenflüsse steigen unausgesetzt und überfluten teilweise die Ufer. Bei Botenheim überschwemmte die Zaber die Wege. Auch das Jgertal und das Forbachtal sind überflutet. Auch in Elsaß besteht schwere .Hochwassergefahr. Die Kanner hat teilweise Dedingen überflutet und die dortige Kirche unter Wasser gesetzt. Bei Bindenheim erfolgte ein Dammbruch, bei einer 'anderen Ortschaft ertrank ein junger Mann.
* Die Bilanz des Turnfestes in Leipzig. Das finanzielle Ergebnis des Turnfestes läßt einen Fehlbetrag von 11 381 Mark verbleiben. Dieser Fehlbetrag wird jedoch durch die Granticfondszeichnung der Stadt gedeckt, alle anderen .Garantiefondszeichner werden nicht in Anspruch genommen ivcrbcu.
* Plötzlich erblindet. Aus Eisenberg (Sachsen- Altenburg) wird gemeldet: Der hierher gekommene Monteur W a r m ist plötzlich auf dem Wege vom Bahnhof in der Friedrichs- straße erblindet. Er wurde in das Krankenhaus gebracht.
* Tödliche Schlägermensur. Aus München wird gemeldet: Der Stud. med. vet. Max SynderhaufausKemp- t e n st a r b an Blutvergiftung infolge einer S ch l ä a e r m e n s u r.
* Eisenbahnunfall. Aus Karlsruhe, 20. Nov., wird amtlich gemeldet: An der Zugslokomotive des von Singen nach Offenburg fahrenden Personenzuges 1411 ist heute zwischen Tribcrg und Hornberg der Reifen am rechten Triebrad gebrochen. " Infolgedessen mußte der Zug aus freier Strecke liegen bleiben. Tic
Reisenden wurden zunächst mit dem aus dem anderen Gleis verkehrenden Eilzug 152 nach Triberg zurückbcsörderl. Ter Zog 1411 erlitt eine dreistündige Verspätung. Weitere Störungen sind nicht emgcl reten.
* Ueberfnll. Nach einer Meldung aus Krakau wurde gestern abend der Geldwechsler Israel Sieg mann in dem 3pc ditionsburcau Mendelssohn am Oswiecincr Bahnhof an das Tele vhongclockt, überfallen und beraubt. Tie Räuber erbeuteten etwa 20000 Mark. Sie zündeten vor dem Ueberfall gegenüber dem Tatort eine Besitzung an. Der bei der Firma angcstellte B u z a k mit Swei seiner Schwäger sind als mutmaßliche Täter verhaftet worden.
* Ungebärdiger Arbeiter. Aus Ludwigshafen o Rh., 20. Nov., wird gemeldet: Heute nachmittag versetzte in der hiesi gen Chamottefabrik der 52 Jahre alte Arbeiter Wilhelm Eh- m a n n wegen einer Zurechtweisung dem 25 Jahre alten Meister Willy A l l m a n n mit einem Chamottcstein einen wuchtigen schlag auf den Kopf und mit einer Eisenstange dem Arbeiter Johann Probst drei Hiebe ebenfalls über den Kops. Darauf brachte fich E h m a n n mit einem Taschenmesser einige Stiche bei. Altmann und Probst sind erheblich verletzt worden, während die Verletzung, die sich Ehmann selbst bcibrachte, nicht schwer zu sein lcheinen. Alle drei fanden Ausnahme im Krankcnhause.
— Die Ernährung des Säuglings mitGemüsc. Wie Tr. Arnold Bensen, Berlin, in der Medizinischen Klinik mitteilt, haben die Doktoren Laugstein und Kassowitz Gemüse, das zerkleinert und zwar nach der sogen. Friedenthalschcn Methode zu feinem Pulver »crficincrt wurde, zu Ernährungsversuchcn im Säuglingsalter benutzt und sind sowohl durch klinische Prüfung als auch durch den Stoffwechselversuch zu einem zufricdenstellen den Ergebnis gekommen. Die Gemüsepulver werden am besten mit der gleichen Menge Mehl und der halben Menge Zucker vermischt in Milch oder Haferschleim gegeben. Auch süßem Mon> daniinbrei zugcsügtcs Spinatpulvcr wird gern genommen. Man beginnt mit messcrspitzenweiser Verabreichung und steigt allmählich an. Tie Verfasser kommen zu dem Schlüsse, daß das Gcmüsc- pulvcr ein Tiätetikum ist, das relativ frühzeitig gut vertragen wird und dem Organismus Bausteine in großer Menge darbietct
* Schnell gefaßt. Dame im Laden: „Hier haben Sie Ihre Ware wieder. Es ist eine wahre Schande, daß Sic so schlechtes Zeug verkaufen!" — Verkäufer: „Mer meine Gnädigste, seien Sic versickert, wir haben diesen Stoff nur deshalb anfcrtigen lassen, um die Ehre ünd das Vergnügen zu haben, Sie wieder zu sehen."
* Jugend von heute. Junge, der zu pädagogischen Zwecken mit dem Stock in eine sehr enge Berührung treten soll: „Halt, Vater! Ist der Stock auch sterilisiert?"
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.
Wetteraussichten in Hessen für Samstag, den 22. Nov. 1913 • Wechselnde Bewölkung, vereinzelte Niederschläge, späteres Aus- klaren.
Letzte Nachrichten.
Gegen die französische Fremdenlegion.
Berlin 21. Nov. Gestern wurde hier in einer Versammlung eine Ortsgruppe des in München domizilierenden deut sch en Schutzvcrbandcs .gegen die Fremdenlegion gegründet. Es sollen in allen größeren Städten Ortsgruppen gegründet werden, welche Reichstag und Regierung mit Material zur Herbeiführung durchgreifender Schutzmaßnahmen gegen die französische Fremdenlegion versehen sollen. Terarlige Maßnahmen werden sein: Die Forderung dec Auslieferung aller vor dein 21. Jahre angcworbenen Deutschen von Amtswegen, Bereitstellung von Mitteln zur Unterstützung hilfsbedürftiger Reichsangchöriger, die sich an die deutschen Konsuln in Frankreich wenden, Einführung des Paßzwanges für Minderjährige, der Antrag auf internationales Verbot der Einstellung fremder Staatsangehöriger in den Heeresdienst, Verschärfung der strafgesctzlichen Bestimmungen gegen die Werber, Verbot der Frcmdenlegionärvereine in Deutschland. Nachdrücklich wurde in der Versammlung darauf hingewiesen, daß die Schundliterattir wesentlich zum Eintritt in die Fremdenlegion reize.
Die sächsische Regierung ünddieBeschlagnahmevon Kunstwerken.
Dresden, 21. Nov. In der Zweiten sächsischen Kammer teilte der Kultusminister Tr. Beck mit, das sächsische Justizministerium werde bei der S t r a f g e s c tz - N e f o r m darauf hinwirkcn, daß die Bestimmungen über die Beschlagnahme von Kunstwerken und ihren Nachbildungen revidiert werden, damit künftig Nachbildungen berühmter Gemälde aus staatlichen Sammlungen nicht mehr Von Gerichten als unzüchtig beschlagnahmt werden können.
Ausstand brr Bergleute.
PariT, 21./ Nov. Der Ausschuß brr Bergarbeiter im Departement Loire beschloß, sich dem Ausstand anzuschließen.
Aus Marokko.
Paris, 21. Nov. Wie aus Macakcsch gemeldet wird, hat der aufständische Kaid der Anslns durch seinen Bruder Pardon erbitten lassen, der ihm auch auf Anordnung des Generals Liautep bediuMNgsl-os gewährt wurde, doch dürfte dem Kaid eine ziemlich entfernte Stadt, wahrscheinlich Makincs zum Wohnsitz angewiesen werden. Auch der Prätendent El H i b a soll durch Unterhändler seine vollständige Unterwerfung angeboten haben.
Die Genfer Spionage-Affäre.
Paris, 21. Nov. Aus Genf wird zu der gemeldeten Spionage-Affäre gemeldet, daß sich die Behörde darauf beschränken dürste, den Hauptmann Larguier und vier oder fünf in diese Angelegenheit verwickelte Geheimagenten auszuweiscn.
Ein päpstliches Verbot des Tango-Tanzes?
Paris, 21. Nov. Nach einer Blättcrmeldung aus Nom haben mehrere französische Bischöfe beim Vatikan a n -- gefragt, ob sie nicht ein Verbot gegen den Tangotanz erlassen sollten. Ter Vatikan habe geantwortet, daß eine Gut* schcidung in dieser Angelegenheit demnächst erfolgen würde, daß jedoch die Bischöfe vorläufig nach ihrem eigenen Ermessen verfügen sollten.
Die Reorganisation der Zwangsarbeit in Rußland.
Petersburg, 21. Nov. Ter Ministerrat begutachtete heute die Gesetzesvorlage über eine Reorganisation des Instituts der Zwangsarbeit in dem Sinne, daß Bestrafungen mit Zwangsarbeit nicht mit Verschickung verbunden werden sollen, daß jedoch die Zwangsarbeit und die ihr bisher eigentümlichen Prinzipien beibchalten sollen, nämlich erstens das Prinzip der Bestrafung, welches erzielt werde durch Verhängung einer Gefängnishaft von hinlänglicher Dauer unter Auferlegung mög» lichst schwerer Arbeit, und zweitens das Prinzip der Besserung in dem Sinne progressiver Erleichterungen der Lage der Sträflinge entsprechend.
A u s Mexiko.
Mexiko, 21. Nov. Die beiden Häuser des Kongresses sind gestern zusammengetreten.
Ein Kampf zwischen Studenten und Polizisten.
Barcelona, 20. Nov. Zwischen Studenten und der Polizei kam es hier zu Zwischenfällen, die ihre Ursache darin batten, s>aß die Studenten Straßenbahnwagen mit Steinen bewarfen, weil ein Wagen gestern ein Kind umgeworfen und schwer verletzt hatte. Als die Polizei gegen die Manifestanten vorging, flüchteten die Studenten in die Universität und feuerten auf die Gendarmen, die das Feuer erwiderten. Der Polizeipräfekt, der sich in die Universität begeben wollte, mürbe am Tore des Gebäudes durch einen Steinwurf im' Gesicht verletzt. Ein Gendarmerieleutnant wurde durch einen Ziegelstein getroffen. Von den Stuben-, tcn wurde einer durch eine Kugel verwundet, ein anderer erlitt Quetschwunden. Als die Gendarmerie in die Universität einbringen wollte, wurde sie von dem Rektor veranlaßt, das Gebäude wieder zu verlassen.
Diele Mütter glauben ihre Kinder gut zu ernähren, wenn ste ihnen schon in den ersten Monaten unverdünnte Kuhmilch geben. Sie wissen nicht, daß diese ihres zu große»! EiiveißgehalteS wegenI von den meisten Kindern nicht verdaut werden kann und daß sie verdünnt werden inuß. Dies geschieht nm vorteilhaftesten durch einen Zusatz von „ Kufeke ", welches vorher in Wasser ausgekocht worden ist. Die Mütter erzielen durch diese Art der Ernährung bei ihren Slinbern eine geregelte Verdauung und vorzügliche Entwicklung.
Eine ideale Komposition [s6l8/i
©stellen rtanS ächte Sodener Mineral-Pastillen darum dar, weil sie der Hauptsache nach die wirksamen Bestandteile auö den ausgezeichneten Gemeindeheilgiiellen Nr. 3 u. 18 enthalten. Brun- @nen Nr. 3 ist wirksam gegen Erkrankungen und Reizungen der Luftwege; Brunnen 9h\ 18 wirkt ausgezeichnet auf Magen und Darm. Daraus ergibt sich, daß Fans ächte Sodener Mineral- @ Pastillen gleich günstig bei Katarrhen rc. der Luftwege wie auf, Magenverstimmungeil, Dlisvepue, Säureansammlung rc. wirten müssen, u. dies, geineinsainen Wirkung dank, sie ibrenWeltrns. Man achte aber stets auf d. Namen „Fan". Die S chacht. kost.WPfg.
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Dir ersuchen alle rückständigen Rechnungen für die Univ.-Klinik für Ohren. Nasen- und Hals- kranke alsbald bei uns einzureichen. B21/n Gießen, den 20. November 1913.
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An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod des Berschollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestens im Aufgebotstermine dem
Gericht Anzeige zu machen.
Gießen, den 31. Oktober 1913. Großherzogliches Amtsgericht.
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