Deheagatsch laufe, daß sie diese wichtige Verbindung ernstlich bedrohe. Außerdem würde die Annahme der vorgeschlagenen Okeny die Zurückziehung eines großen Teils der bulgarischen Armee aus den jetzt besetzten Städten not- wendia machen und diese Gegenden den Türken überliefern, was eine schwere (tzcsahr für die Bevölkerung dieser Erte würde. Bvm bulgarischen Standpunkte sei es schwierig einzusehen, weshalb die Mächte so sehr gegen die Linie Rodosto-Midia seien.
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AU5 dem englischen Unterhaus.
London, 18.März. (Unterhaus.) In Beantwortung einer Anfrage sagte der Marineminister Churchill, die Admiralität habe ein deutsches Parseval-Luftschi ff bestellt, habe aber keine Rechte erlangt, diesen Luft- schifsstyp in England *u bauen.
Im weiteren Verlauf der Sitzung fragte der Abgeordnete Edmund Harvey bcn Staatssekretär des Auswärtigen Sir Edward Grey, ob seine Aufmerksamkeit auf die jüngsten Versuche der Anhänger des Schahs gelenkt sei, die Zurückberufung des Er sch ahs nach Persien durchzusetzen, ferner, welche Schritte die englische Regierung tue, um diese Machinationen zu vereiteln. Grey erwiderte: Meine Aufmerksamkeit ist auf die Meldungen über diese Angelegenheit gelenkt Ich bin mit der russischen Regierung in Verbindung getreten, die gleich der englischen jeden Versuch des Exschahs, nach Persien zuriükzukehren, entschieden mißbilligen wird. (Beifall bei den Ministeriellen.)
Weiterhin fragte der Liberale Chapple, 1. ob Sa- lar cd Tauleh von der persischen Regierung zum Gouverneur der Provinz Ghilan ernannt sei, 2. ob die Bevölkerung der Provinz die Ernennung mit Unwillen ausgenommen habe und 3. ob die englische Regierung der persischen geraten habe, die Ernennung dem Wunsche Rußlands gemäß vorzunehmen. Grey erwiderte: Die erste Frage kann ich bejahen. Hinsichtlich der zweiten habe ich von dem englischen Gesandten keine Mitteilungen in diesem Zinne erchalten, doch erklärte mir der persische Gesandte letzthin, daß infolge der Ernennung Unruhen befürchtet würden. Was die dritte Frage anbetrifft, so ist mir milgeteilt worden, daß die persische Regierung jetzt die Ernennung rückgängig zu 7,rachen wünscht. Die Angelegeir- heit befindet sich jetzt in Erwägung. Ich beabsichtige nicht, aktiven Anteil an der Angelegenheit zu nehmen.
Wedgwood fragte, ob irgend eine direkte Verständigung zwischen Großbritannien and der Türkei daltzngehend bestände, daß Aegypten, sobald der Krieg vorüber sei, vollständige Autonomie unter britischem Protektorat erhalten sollte und ob ein Abkommen mit Deutschland getroffen sei, durch welches Deutschland dieser Aenderung zugestimmt habe? Sir Edward Gr en erwiderte, die Antwort auf beide Fragen laute Nein. King fragte, ob die Regierung vor vier Jahren von einer Gruppe von Ingenieuren des Festlandes Pläne für einen neuen Typ der Torpedobootszerstörcr erhalten habe, der schneller sein sollte als jedes Schlachtschiff und Torpedos durch die Luft .abfeuerc? King fragte weiter, ob solche Pläne erwogen und zurück - gewiesen wurden, und ob bekannt sei, daß eine fremde M a di t sic angenommen und infolge der Bedeutung des neuen Zerstörcrtpps ihre Flottenpolitik vollständig geändert habe? Marineminister Churchill erwiderte, der Admiralität sei kein Bericht von einem solchen Vorschläge zugegangen und cs liege auch kein Beweis dafür vor, daß eine frcnrdc Nation ihre Flotten- politik auf Grund der Annahme dieses Schiffsthps geändert habe. Was Großbritannien anlange, so sei keine Aenderung in seiner Lage cingetreten, die zu einer nochmaligen Erwägung der Flottrn- pokitik nötige.
Vie Wahlreform in Zrankreich.
Rücktritt deS Ministeriums Briand.
Paris, 18. März. Senat. Die Beratung der Dahlresorm wurde heute fortgesetzt. Nachdem sich der frühere Minister B i g c.r gegen die Verhältniswahl, die die Regierung zwänge, die Minoritäten offiziell anzuerkennen, ausgesprochen halte, erklärte Ministerpräsident Briand, wenn die Beratuirg eine Lösung cnrgcgen seinem Wunsche zum Ergebnis haben sollte, würde er nicht länger an der Macht bleiben. Wenn die Regierung ihr Versprechen nicht einlösen könMc, würde sie gezwungen sein, zurückzutreten. (Beifall im Zentrum.) Tie Regierung wolle mit dein Senat und der >kammer zusanrmenarbeiten. Der Senat dürfe die Refornrversuche der Kmniner nicht ohne Prüfung zurücüveisen. Daraus gab Briand einen Ueberblick über die Reform frage seit 1885, der zeigte, daß die Reform zuerst von ihren gegcmvärtigcn fttirmifduften Gegnern gepriesen worden ist. Die Idee sei also gut republikanisch. Briand erinnerte daran, daß sämtliche Mini- sterien seit vielen Jahren die Wahlreform auf ilyr Programm geschrieben hätten. Ironisch wies er darauf hin, daß die Kammer, die aus dem allgemeinen Wahlrecht hervorgegangen, Gegner des Proportioualwahlsystems sei, ihre Muttei' erschlage» »volle. Die Regierung ntüffe stark sein durch das Vertrauen der beiden Ber- sammllmgen. Fehle ihr das der einen, bleibe ihr nur übrig, zu gehen. Der Senat müsse in den Kompromiß »villigen, das das Land befriedigen werde. Seit 1910 seien von 49 Nachwahlen 34 dem Proportionalsystem günstig gewesen. Der Senat möge sich hüten, daß er fein Verhalten nicht zu bereuen habe. Die Regienmg entbiete sich zu loyaler Mitarbeit. Wenn der Senat sie zurückweise, mlüsfe die Negierung zurücktreten. Clemenceau führte aus: Der (Wcbanfc einer Vertretung der Minderheiten, der republikanisch loar, wurde gegen die Republikaner verdreht und ausgebeutet. Man will den Grundsatz der Majorität
beseitigen, der Konflikt bestehe, weil man die republikanische Mehrheit des Senats vor der Mehrheit
der Kammer beugen wolle. Der Senat wolle nicht in einen Konflikt mit bei Kammer geraten Wenn man ein System in der Vertretung der Minderheiten ausfindig mache, das mit dem Majorität-Wahlsystem vereinbar sei, so werde er für Briand fciu, werde aber jedes System ablehnen, das dem Majoritäts- wahlsystem zuwiderlause Daraus wurde die Okneralbebattc geschlossen Bei Artikel 1 der Wahlreiormvorlage verteidigt Senator Ventral seinen Antrag auf Wiederherstellung des M a j o r i t ä t s w a h l r e ch t s. Ministerpräsident Briand er- Kärtc: Wir stehen vor einer entscheidenden Minute: der Antrag Pcntral sckstießt jede Möglichkeit eines Kompromisses aus. Er fügte hinzu. daß er. wenn der Senat den Antrag annehme, gehen werde. Die Kommission erklärte, den Antrag annehmen zu wollen. Hieraus erfolgte die Abstimmung, die die Annahme des Antrags mit IGl gegen 128 Stimmen ergab. Die Linke begrüßte die Verkündigung des Ergebnisses mit dem Ruse: Es lebe die Republik !
Ministerpräsident Briand verließ in Begleitung sämtlicher Kollegen den Saal: das Zentrum und zahlreiche Deputierte, die der Sitzung beiwohnten, applaudierten ihm Darauf wurde die Sitzung geschlossen.
Präsident Poincarä hat die Demission des Kabinetts Briand angenommen und die Minister beauftragt, die lausenden Geschäfte zu erledigen.
An» Stadt unv Land.
Gießen, 19. März 1913*
3« der Angelegenheit der zweiten Hypothek hat fick der Vortrupp veranlaßt gesehen, der Frage näher zu treten und eine Eingabe an den Oberbürgermeister von Darmstadt zu machen, in der ein ablehn'mder Standpunkt beqrihtbti ist. Es heißt darin: Der jetzt bestehende Mangel an * .vital für ;weite Hypotheken bewirkt eine unkende Sieben; bei <4rm preije. Er ist aber vielleicht nicht nur btc Ursache, sondern auch
Wirkung einer solchen Tendenz: sie wäre nicht auffallend, denn out die in den letzten Jahrzehnten beobachtete allgemeine Preissteigerung des Bodens muß einmal ein Rückschlag kommen, und es ist denkbar, daß dieser Rückschlag durch die jetzige allgemeine wirtschaftliche Lage verursacht ist. Denn die Stadt Darmiladt, dem Wunsche her Antragsteller entsprechend, Geld am zweite Hypotheken ausleiht oder garantiert, so hat sie das dringendste Interesse daran, daß die Preise der Hausgrundstücke nicht 'allen. Es wäre im volkswirtschaftlichen und im öffentlichen Interesse überhaupt bebenRid), wenn die Stadt von ihrem privatwirtschaftlichen Standpunkt aus gegen das Sinken der Preise der Hausgrundstucke interessiert ivärc. Das bisher Ausgeführte gilt von einer Beleihung bebauter Grundstücke, von einer Beleihung, die nicht den Zweck hat, daß das geliehene Geld in das Grundstück ober das Gebäude verwendet wird, sondern einen angenommenen Wert des Grundstücks realisieren oder seine Realisierung vor bereiten will. Ganz anders verhält es sich mit einer Beleihung unbebauter Grundstücke zum Zwecke weiteren Ausbaues. Tie Bereitstellung solcher ^Meliorationshypotheken liegt im öffentlichen Interesse, da jede Schonung neuer Werte im allgemeinen Interesse liegt, so lange nicht eine ofiptbarc lieber Produktion droht. Daß aber für alle Arten von Wohnungen in Darmstadt das Bedürfnis zu angemessenen Preisen gedeckt sei, kann im Emst nicht behauptet werden. Es wäre zu begrüßen, wenn die Stadt einen Betrag für diese Zwecke zur Verfügung stellte oder für solche Hypotheken die Garantie übernähme. Dock) sollte, dies nur unter Bedingungen geschehen, die die spekulative Preissteigerung verhindern; als eine der wichtigsten Bedingungen wäre die Amortisation in Aussicht zu nehmen, aber nicht die jetzt schliche viel zu geringe, sondern eine möglichst starke Amortisation.
*♦ Tagcskalender für Mittwoch, 19. März. Stadttheater: „Andreas Hofer". Anfang 7 llhr.
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** Ordensverleihung. Der Hofrat an der deutschen Gesandtschaft in Kopenhagen, Dr. Melchior Ranft, feierte am Sonntag sein 25jähriges Jubiläum als Reichsbeamter. Aus diesem Anlaß hat ihm der Großherzog das Ritterkreuz 1. Klasse des hessischen Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Zu Ehren des Jubilars fand ein Festbankett in Kopenhagen statt, an dem sämtliche Mitglieder der Gesandtschaft und des Generalkonsulates teilnahmen. In Vertretung des auf Ur taub befindlichen Gesandten Grafen Broctdorsf Rantzau überreichte der Geschäftsträger Graf Breßler dem Jubilar die ihm verliehene Auszeichnung. Dr. Ranft, bet Inhaber des preußischen Roten Adlerordens, Ritter des olden burgifchen Verdienstordens des Großherzogs Peter Ludwig mit der Krone und Ritter vorn dänischen Dannebrog ist, ist ein Stinb unserer Stadt. Er ist als ein gründlicher Kenner der skandinavischen Verhältnisse bekannt. 1905 erwarb er sich in Prag, wo er dem dortigen Konsulate zugeteilt war, während der „Schreckenstage" bedeutende Verdienste durch sein umsichtiges und energisches Verhalten zum Schutze des Eigentums der dortigen deutschen Kolonie.
"Der letzte städtische Seefisch markt findet morgen statt. Zutn Verkauf kommen Schellfische, Stableau, Seelachs, Schollen und grüne Heringe.
** Obst- und Gartenbauverein (Ortsgruppe des oberhess. Obstbauvereins). Der Verein hielt am Samstag abend eine Monatsversammlung int (Safe Ebel ab, die recht gut besucht war. Der Vorsitzende gab die Namen der neu Hinzugetretenen Mitglieder bekannt. Ihre Zahl beträgt mtnmehr insgesamt 98. Das stetige Anwachsen der Mitgliederzahl ist bas beste Zeugnis dafür, welcher Wertschätzung sich der Obst und Gartenbau verein erfreut. Der Verein hat das Recht, einen Beisitzer in den Vorstand des Kreis- Obst- und Gartenbauvereins zu bestellen. Lehrer Leib, der zweite Vorsitzende, nmrde einstimmig gemältlt Alsdann tvurdc der (Sntnluri der 'Bereinssatzungen be tannt gegeben. Die Annahme erfolgte einstimmig unter Berücksichtigung der Vorschläge, die von den Stadtv. Winn und 2ober, A. Tickore und Lehrer Leib gemacht wurden. Ten Satzungen zufolge ist der Zweck des Vereins: 1. Förderung des Obstbaues. 2. Förderung des Gartenbaues (Gemüse- und Blumenzucht . 3. Hebung der Stadtverschönerung burd) Anregung zum Blumenschmuck. 4. Hebung der Straßenbilder burd) Anlegung von geschmackvollen Vorgärten. 5. Anregung zur Anlage von Privatgärten in der nächsten Umgebung der Stadt. 6. An regung zur praktischen und lohnenden Ausnützung lleiner ein- gezäunter Grundstücke durch Arbeiter kreise. «Schreber und Ar beitergärten.) 7. Ausklärung und Unterweisung der Jugend in der Behandlung von Blumen und Gartengewätyen, zur Anregung und Weckung des Interesses für Natur und Gartenbau. 8. Aufklärung und Unterivcisung aller derjenigen, hie sich mit Fragen an den Verein wenden, auch wenn sie nicht Mitglied desselben sind. 9. Förderung des Vogelschutzes. Ter Jahresbeitrag ist auf 2 Mark gesetzt. Dafür wird den Mitgliedern die monatlich erscheinende VereinSzeitschrift: „Ratgeber für Obst- und Gartenbau" geliefert. Die Besprechung von Anfragen in den Versammlungen. Belehrung burd) volkstümliche Borträge. Gartenrundgänge mit belehrender AufRärung über die in den Gärten gemachten Fehler, sowie MufterluifteS. Teilnahme an Gratisverlosungcn von Obst gehölzm, (Wartengeräten, Sämereien nsw. Unentgeltliche Vermittlung beim Bezug vou Obstbäumen und Sträuchern. Unentgeltliche Abgabe von Edelreisern sowie auch Anfertigung von Plänen für Gärten- und Spalier Obstanlagen. Belehrung der Haus trauen über bessere Verwertung der Gartenerzeugnisse. Diese Bestrebungen lassen uns der Hoffnung '.’tudbrud geben, daß sich bie Mitgliederzahl immer mehr steigere. Stadtv. W i n n machte alsdann Ausführungen über bie heutige Iugenderzielmng. Sie ging bahin, baß man zwar die Bewegungsspiele fördere, aber doch Bedacht nehmen müsse, daß nicht alle Betätigung der Jugend in Spielen aufgehe. Er ist bet Ansicht, daß ber Sinn der Jugend bei entsprechender Einwirkung in der Schule sich sehr loobl dem Gartenbau und der Liebe zur 9tatm zuwendeu werde. Die Ausführungen wurden freudig aufgenommen und namentlich vom Stadtv. Löber und dem Vorsitzenden 5 i m o n_ unterstützt. Die drei Herren sprachen lieb dahin aus, in der Stadwervrbneten- versammlung dafür wirken zu wollen, daß geeignete Geländestückchen zur Verfügung gestellt werden mödrten: um Lehrern und Schülern die Möglichkeit zu schaffe«, in oben gedachtem Sinne sich zu betätigen. Lebhafte Klage wurde geführt darüber, baß bie Sva tz e n bie Knospen ber Obstbäume unb ber Beeren fttäudjet auspicken Ihre Vertilgung ist stets anzustreben. Als Schutz wurde empfohlen, die Stöcke mit weißen Fäden zu umgeben, das sei ein sehr gutes Abwehrmittel. Weiterhin wurde über den Seliaben gesprochen, den Amseln namentlich an Erdbeeren verursachen. Tic Amsel verdient tatsächlich nicht die Schonung, die man ihr angcbeitxn läßt. Zum Säugre der (Sro- bceren gegen den Amscliraß führt Der Vorsitzende an, er habe etwa 50 Zentimeter hohe Bretterwände um seine Pflanzung gaiiacht und damit guten Erfolg gehabt Die Sünfdn haben nämlich die (Wemobnheü, sprungweise sich fortzubcwegen und werden daran burd> bie Bretterwanbe gehindert. Das versvrichl aber mir Er folg bei kleinen Beeten. Bedecken ber Erbbeerpflanzen mit Draht gitter ’it bei bet Ernte zu umständlich Herr Dinn bat sich damit geholfen, daß er Reine Drahtgeflecht stücke mantelförmig gebogen, um die Stocke befestigt hat Die Erdbeeren find dabei leicht zii ernten unb können auch durch eingelegte Stäbchen durch die Maschen be» Gestecktes entt'precktenb über dem Erdboden gehalten werben. Zum Reinbleibeii ber Erbbeercu wirb in ber Regel eine Unterlage von Stroh, Holzwolle, Hobelfpäncn ober Lohe gegeben. Herr Noll hat dazu Sprungfedern benutzt, die in seinem Polstergcschäft weggeworfen wurden. Er nimmt den obersten weiten Kreisbogen unb biegt den Draht in einer Länge von 30 Zentimetern gerabeau. Da wirb er abgebrochen Dieses End' in ben Grbtober steckt und das Erdbeerlaub über den Mt.isbcmi; qilaiKH, gibt einen vorzüglichen Träger bet Beeren Man sieht hieran!-, ime e- oft möglich ist, wertlose Gegenstände
zunutze zu macken. Weiler wurde baraut hrngewiefen, daß bk Mäuse wieder in erschreckenber Zahl vorhanben sind. Tie anwesenden Stadwerorbncten erbiete» sich, bei der Bürgermeisterei wegen Abhilfe vorstellig zu tverben. Herr Edgar Bortmann hatte eine Ausstellung von Gartcngerätschasten veranstaltet. Ein Der tretet des Geschäftes erklärte beren Gebrauch. Auch ber Ideal- spaten, aus bestem Bessemerstahl gefertigt, wurde sehr beifällig besprochen. Währelid man bei Spaten älteren Musters immer bas lästige Anhängen ber Erde zu gewärtigen hat, ist dies bei den Ideal'paten nicht der Fall, weil die Flachen vollstänbüt abgeglättet find. Gutes Geschirr Hilft bie Arbeit iörbem unb macht sie zu einer Lust unb Freude.
Landkreis Gieße».
H. Langsdorf, 18. März. Die Generalversammlung^ der Hiesigen Spar- unb DarleHnSkaise, bei ber vor einigen Tagen eine Unterbilanz von 627 000 Mk. fesigesiellt würbe, beschloß den Fortbestand der Kasse unb eine Erhöhung ber Geschäftsanteile auf 8000 Mark. Für bie Liguibation sprachen sich nur vier Genossenschaftler au6.
Grün ingcn, 18. März. Ter Großherzog hat1 vervrbnet, baß die Gemeinde Grüningen vom Amtsgerickts- bezirke Lich abgetrennt und dem Bezirke des Amtsgerichts Gießen zugeteilt werden soll.
= Hungen, 18. März. Der Firma Buberus'scke Eisenwerke in Wetzlar wurde die nstderrilflicke Erlaubnis erteilt, bei Kilometer 26,4 der Nebelst)ahn .Hungen—Mücke in ber Gemarkung Hungen ein Anscklußgle i s anzulegen unb mit Lokouiotiven zu betreiben. Der Betrieb wirb von der Bahn- Verwaltung ausgeübt werben.
-m Hungen, 18. März. Heute feierten Landwirt Otto Schneider und Frau in guter Gesundheit baS Fest ihrer silbernen Hochzeit. AuS diesem Anläße brachte der Gesangverein .Licderkranz^ dem Jubelpaare am Abend ein Ständchen.
Kreis Lauterbach.
-r. Lauterbach, 18. März. In ber Hauptversamm • lung des hiesigen Zweig Vereins deS B. H.-C. gedachte der Vorsitzende Rentier Dilb Becker eines verstorbenen Gönners, Fabrikanten Georg S ch u ch a r d t - Gießen. Der Geschäfts- bericht 1912/13 meldet von regem Vereinsleben und einem an- sehnlichen Mitgliedcrstand (ettva 260). Die Rechnung vom letzten Bereinsjahr sowie ber neue Voranschlag würbe genehmigt. Es ist Erhebliches geleistet worben an Verbesserung von Wegen unb Erschließung lanbschaftlick schöner Punkte ber Umgebung, auch bie Ncuanpflanzung einer Allee irack bem Hainig ist geschaffen worben. Tie herkömmliche Frühlingsieier im Hainig soll in Gemeinschaft mit den Ziveigvcrcincn Sdüitz, Salzschlirf und Fulda am 1. Juni abgehalten werden. In den Vorstand wurden gewählt: Rentier Wilhelm Becker, Bürgermeister Stöplcr, 2e-< fretär Knapp, Kaufmann Karl Layg, Geometer Zimmermann und Stadtrat Finger: als Vertreter'in den Geiamlvorstand und zur Haupwersammlung des V. H.-C. in Hanau Rentier Becker und Bürgermeistei- Stöplcr. Tic sinanzicllc Unterstützung des qc' planten Turmbaues aut der Herckenhainer Höhe, einer landschaftlich bemerkenswerten Gegend, wurde empfohlen.
X Schlitz, 17. März. Die große Dan,pfziegelei beim benachbarten BernShauscn, die infolge Konkurses der früheren Inhaber fast P/2 Jahre stille stand, ist dieser Tage von dem . neuen Besitzer, dem hiesigen Ziegeleibesitzcr Lach mann, wieder in Betrieb gesetzt worden. Zahlreiche Arbeiter von hier und den benachbarten Dörfern finden nunmehr wieder lohnende Beschäftigung.
Vermischtem
KreiS Friedberg.
— Bad-Nauheim, 18. März. Dr. Franz Groedrl erhielt auf der internationalen Hygiene-AuSftcllung zü Rom die goldene Medaille für hervorragende Leistungen auf dem Gebiete "ber Röntgenologie.
Starkenburg und Rheinhessen.
rm. Darmstadt, 18. März. Ihren Verletzungen erlegen ist heute nacht die 12 Jahre alte Anna Kämmerer, Schülerin der Mädchcnmittelschulc, die am 14. d. MtS. bei den Experimenten mit Sauerstoff schwer verletzt wurde.
= Offenbach, 18. März. Nack) dem Jahresbericht war bie Go ethcs chule (Privat , Real unb Hanbelsschule, mit bei- Berechtigung zum einjahrig-fteiwittige« Militärbicnstf im Kämmerer, Schülerin ber Mäbchenmittelfchule, bie am 5 Hilfslehrer» miterridstet wurde» Im abgelaufcncn Jahr de- standen 51 Untersekundaner die Prüfung. Dem mit der Anstalt verbundenen Alumnat gehörten 54 'Zöglinge an Die Hausaufgabe» werden unter Aufficktt ber Lehrer in ber Anstatt angefertigt. Der 1911/13 errichtete Schulneubau konnte am 20. Februar bezogen werden.
Hessen-Nassau.
# Robheim a. d. Bieder, 19. März. Da, wo die Straße Gießen—Gladenbach in die Straße Gladenbach- Herborn einmündet, soll früher ein Zollhaus gestanden haben. Es war der Treffpunkt der hessischen, naffauischen und der preußischen Grenze. Der Zollbeanite hatte vor seinem Häuschen eine mächtige Buche stehen, unter deren Schotten er auf der ftüher lebhaften Poststraße sein Geschäft abroartek. DaS HauS und die Buche sind mit ber Begründung des Zollvereins verfchwunden. Int Munde des Volkes heißt aber daß idyllisch im Hochwold gelegene Plätzchen ,Tie Zoll- buche' Wegemelfter Hagener hot seit Jobren vergeblich versucht, an dieser Stelle eine Buche onzupflanzen. Einmal haben Bubenhände den jungen Stamm zerbrochen und dos andere Mal hat ber Winterfrost den jungen Baum vernichtet. Jetzt soll nun aus dem Platze eine kräftige Rotbuche gepflanzt werde», und um den Baurn vor Beschädigung zu schützen, ist ein hohes, kräftiges Schutzgitter errichtet worden.
* Mordanschlag. Aus Tüsseldors wirb gemeldet: Nachts wrnninbctc ber Pem'ionsinhaber Rupp seinen Koß ganger burd) Revolvm'cküsfe unb gab auf feine Frau, feinen Sohn, iowie auf zwei Sckutzleute Revolverfchüsse ab, die aber fehlgingen, baraut erfd*>6 er s-i ck selbst. Der Grunb ist unbekannt.
♦ A»s Furckt. Die 48 Jahre alte Ehefrau beS Flafck' ners Karl Pfaff m bem badischen Torfe M önckweiler bei Billingeii sollte aut dem Bürgermeisteramt vernommen nterben, ba fic angeblich einen anonymen Bries gefchriebe» hat In bei Erregung darüber gab fic ihre» drei Kindern im Atter von brci u»b zwei Jahre» und neun Monate» Lysol tmd tränt (hier auf selbst eine in öftere Menge, um sich bas Leben zu nehmen. Mit Icbcnsgefährliche» inneren Verbrennungen wurden alle vier aut gciunbeii. Das zwei Jahre alte Kind wurde ins Billinger ^Tonktt- Haus übergeführt, die anderen ivurden zu Hause in ärztliche Be- lanblung genommen, cbenfo die Mutter, die nach der ernrtt Hilfe nur kurze Zeit zu »ick kam, aber rasch »»jeder die *8nxn* nuug verlor und iiock nicht vernommen werden konnte. Der Man» ocr llnglücklidten mußte erst von St. Georgen, wo er in Arbeit steht, nach Haase geholt »>erben.
’ Gestrandet. Aus A m stc rd am wird gemeldet: Der cngln'cke Dampfer „Ea ft well" ber Firma Tyczak Bransoot in NcwcoMc on Thnne ift bicht vor dem Hafen Tmuibcn inwlge heu Seeganges aut den Hajcndamm auf gelaufen, xo» Schifi sank innerhalb 20 Minuten. Die aus 75. Mann bc«
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