Ausgabe 
21.7.1913 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Die hei

Mr.

40-44

74-81

5052

8992

44-00

98-00

63.0066.00

81.00-83 00

62.0064.00

80.0082.00

81.00-83 00

63.0066.00

80.0082.00

63.0066.00

(Cria.-Teleqr. de?Vieh.

bis

51 -54 46-49

97 103 88-95

ist. Aus Antrag des Gemeiuderats Keil soll die veranlassen, daß zunächst eine Besprechung von in Frage kommenden Gemeinden stattfindct, die rat greifbare Vorschläge vorlegt, Hierzu wird

57-61

52-56

85-91 79-87 7886 67-74

35-90

80-84

93-98

85-91

Mr.

51-58

4750

47-50 41-45

42-46 32-37

Z>ie Eies

Voi

es ihr möglich Bürgermeistern Vertretern der dem Gcmeinde- dann in einer

Landkreis Gießen. >

-n. Göbelnrod. IS. Juli. Kürzlich wurde nachts bei dem Gastwirt Schepp cingebrochen. Die Diebe stellten vom Hofe auS eine Leiter an und gelangten durch ein offen stehendes Fenster in das WirtSzimmer. Hier entwendeten sie 2 Kistchen Zigarren, 2 Lach Brot, einen leeren Korb sowie eine Schürze. Von den Dieben fehlt jede Spur.

= Bellersheim. 18. Juli Bei dem 25jährigen Amts- jubiläum bex- Pfarrers K vnig konnte man sehen, vast. >ver X'iebe sät, Liebe erntet. Nach 7 Uhr abends bcnxgte sich ein stattlicher 3ng, an dem der Kirchen und Ortsvorstand, die hiesigen Bei eine, schulen und fast alle sonstigen Einwohner teilnahmen, unter den HlLngen des Posaunancßors nach dem T'iarrbau feier wurden i»n ben Lehrern, der .Kirchen- und Ortsvorstande und Schulrat mit «ntchrechcnden Ansprachen, umrahmt von Gesängen des Gc

Syort.

= (Sieben, 21. Juli. Gestern trafen sich auf dem Trieb die 1. Mannschaft des Sportvereins Merkur und eine zusammengesetzte Mannschaft des Vereins für Bewegungsspiele. TerD. s. B. gewann nach überlegenem Spiele mit 4:2.

der Gemcinderat lehnt das Ausinnen ab. Ein Gesetzentwurf der Regierung sieht vor, daß die Städte, in denen sich höhere Lehranstalten 'Gymnasien) befinden, mit einem höheren Bei­trag herangezogen würden. Der Beitrag für Büdingen würde jährlich über 10000 Mark betragen. Bei der heutigen Finanz­lage würde ein solches Gesetz für Büdingen geradezu verderben­bringend sein, umsomehr, als derartige Lehranstalten den Be­wohnern lange nicht mehr die Vorteile bieten wie früher. Während früher 150200 Schüler in Büdingen wohnten, kommen heute die meisten mit der Bahn oder mit Fahrrad morgens an und verlassen die Stadt nach Schluß des Unterrichts, ohne daß sie auch einen Pfennig verzehren. Nach den Ermittelungen haben heute kaum 40 Schüler Wohnung in der Stadt und sie sind meistens bei Lehrern und Beamten untergebracht. Eine Eingabe an die Regierung gegen dieses Gesetz ist auf Veranlassung des Ober­bürgermeisters Tr. Glässing in Darmstadt von den interessierten Städten abgegeben worden. Ebenso haben Landtag und alle maß­gebenden Persönlichkeiten die Eingabe erhalten. Der Gemeinderat nimmt Kenntnis von diesen Maßnahmen und ist damit einver­standen. Das ev. Pfarramt hat Antrag auf Zwangs­erziehung zweier Mädchen im Alter von 12 Jahren gestellt, weil sie sich in sittlicher Hinsicht vergangen hatten. Der Ge­meinderat lehnt die Zustimmung ab, mit bet Begründung, bafc es nicht angängig sei, gleich nach jeder Verfehlung Kinder ihren Eltern zu nehmen und in Zwangserziehung zu schicken. Eines­teils würden der Gemeinde durch diese Maßregel ganz bedeu­tende Kosten entstehen, andernteils würde ein solches Vorgehen den betreffenden Volksschichten jede Verantwortung für ihre Kinder abnehmen. Der Gemeinderat ist der Ansicht, wenn Eltern, Lehrer und Polizei ihre Schuldigkeit tun, bessere Ergebnisse erzielt wür­den als durch Zwangserziehung. Gemeinderat Klein hebt ganz besonders hervor, daß man überhaupt sehr leicht geneigt sei, Kinder geringer Leute bei dem geringsten Vergehen in Zw-ongs- erziehung zu schicken, während die gleick^n Vergehen auch bet Kindern höherer Stände vorkämen, aber dann von Anträgen auf Zwngaserziehung nichts verlaute. Zum Bezug der Zinsen aus der Weitzel scheu Stiftung werden die Ortsbürger feerm. feildner, Heinrich Wilhelm Knaf, Ernst Heinrich Knaf und Karl Hofmeister bestimmt. Nachdem das Bahnprojekt Hanau Büdingen endgültig gescheitert ist, wird von ver­

schiedenen Seiten für die Orte ober- und unterhalb Büdingen Autoverbindung gewünscht. Heute liegen verschiedene Anträge nebst Rentabilitätsberechnungen vor. Tie Gemeindevertretung Bü­dingens wird die Angelegenheit fördern, soviel

späteren Sitzung Stellung genommen iverden. Die Verhand­ln ngen mit der Rentkammer über einen Zuschuß zu den Kosten für Herstellung des Seewegs haben bis jetzt zu keinem Ergebnis geführt. Die Landwirte und namentlich der Pächter des feosguts Tiergarten bringen auf Herstellung. Letzterer hat sich mit einer Beschwerde geejen die Bürgermeisterei an das Kreis­amt gewandt. Für eine Chaussierung des Wegs ist im Voran- chlag keine Vorsehung getroffen. Beig. Dotter ist der Ansicht, daß man den Weg dieses Jahr nod) einmal ausbessern könne. Es sollen durch die Bürgermeisterei Voranschläge vorgelegt wer­den, aus denen die Kosten für eine einfache Ausbesserung und auch für vollständige Herstellung ersichtlich sind.

Kreis Friedberg.

r. Bad-Nauheim, 18. Juli. In dem sechsten Künstler-Konzert der Kurkapette trat die Geigenkünsllerin Fräulein Irma Seydel aus Boston zum erstenmal hier auf. Tie junge, kaum dem Kindesalter entwachsene Tarne entpuppte sich als ein Talent allerersten Ranges. Ihre Aus. bildung und Veranlagung berechtigen zu den größten Hoff­nungen und dürfte mit Irma Seydel der Welt ein neuer Stern im Reiche der Kunst beschert sein. Die Künstlerin

Pik. 80.50 30.75, Weizenmehl III Pik. 27.2527.50, Roggen­mehl 0 Dik. 27.7528.00, Rogqenmehl 0/1 Mk. 26.5026.75, Roggemnehl I Mk. 00.0000.00, Weizenkleie Mk. 9.009.50, Weizenschalen Mk. 9.009.25^ Roggenkleie Mk. 10.0010.65, Malzkeime Mk. 12.2512.75, Biertreber 12.5012.75^ Raps Mk. 00.0000.00. Alles per 100 Kg. ab hier.

91m.*) Amtliche Notierungen der heutigen Frucht markt v reife. Weizen (hiesiger) 21.5021.75, Kurhesüscher Mk. 21.5021,75, Wetterauer Mk. 00.0000.00. Roggen (hiesiger) Mk. 17.25 bis 17.50, Gerste (Wetterauer) Mk. 00.0000.00, Gerste, kranken, Pfalzer, Ried Rik. 00.0000.00, Hafer Mk. 17.0000.00, Mais 'Mk. 14.75

b

/z2&) alle ytan in und Rumänen Diilst des » (Vertier3 stetv der kranket seine Herrsch« Dauer helfen Stambul, als jäycn einmal marie,der s ben", vertraut friedensjelig c mehr bezahlen

Aber inzn schwere Nöle g bie Weltgeschict der Löhe Hera über Die Türke naien seine Ä' mann, das Der lieber die Nab Mans fourje die sich auf de (Streit der al Wien, bald in1 dieses Mal w schauen würd' von dem all? ziehen sollte. Mcklfali in Schicksal in l Niederlagen, tarn der Vor lische Borma. bis dicht vor

Werden l Ziabt ift, ivie. Worte mit d lüfte, fymtc flii '-n wenig ander dagdie Pforte müsse. Tie neue schen, falls di iWl'laDt mög f-: ,Äe osman Die volle Beran öcr 'leindseligke vee Zeindseliake W Sofia wird uscher.^avalleri ,n ikulalü-Burga 'tommenbant de ruftet sich B .. mailich, die

im Gegei «hc türkische R Wien crober «m.Itantinopels Tatsachen zu fte' Mi heäeizuf W darauf, mi

15/ 0, Weizenmehl 0 Pik. 32.5032.75^ Weizenmehl I

KreiS Dctzlar.

- b. Braunfels, 19. Juli. Generalmajor z. D. Castendyk, der Vorsitzende deS Kreis-Knegerverbandes, ist im Alter von 63 Jahren in der Gießener Klinik gestorben. Er war m Braunfels geboren und machte als Artillerie- Leutnant den Krieg gegen Frankreich mit. Infolge ctne5 schneidigen Angriffes trug er in der Schlacht bet Worth das eiferne Kreuz davon. Er wurde schwer verwundet, sand nur allmählich Heilung und konnte nicht mehr am Feldzuge teil- nehmen. Zur Feldartillerie übergetreten, rückte er bis zum Generalmajor auf. Der Verstorbene gehörte feit Jahren auch unserer Stadt- und Kreisverwaltung als bewährtes Mit­glied an. , , t.

Niederbiel, 20. Juli. Niederbiel hat die Zu­sammenlegung seiner Feldmark, insgesamt 823 Hektar, beantragt.

erregte iu der lebhaften Bahnhofstraße wegen seiner Eigen­art berechtigtes Aufsehen, denn e wurde vielfach ange­nommen, daß ein großes Unglück geschehen sei. Der Uebung wohnte als Jnspelteur der hessischen ^anttätSkolonnen Generalarzt Tr. Lindemann- Darmstadt sowie zahrieickx? Sanitätsoffiziere bei. Ferner waren anwesend: die Sanitäts- kolonneu von Friedberg, Bad-Nauheim, Al-sfeld, Lauter­bach, Blitzen rod, Wetzlar, Fellingshausen und Marburg.

** T i e Hauptversammlung der Gemei n d e- Beamten und - B e d i e n st e t e n Hessens findet am Samstag, 27. Juli zu Gonsenheim statt. Die Berhand- lungsgegenstände sind jo interessant, und die Wahrung der Standesinteressen der hesfisck>en Otemrinbebeanitcn und »Be­diensteten von so wichtiger und einschneidender Bedeutung daß kein Mitglied des Verbandes fehlen jollte, zumal Gon^ senheim von Mainz aus durch drei Zugverbindutigen leicht zu erreichen ist. Tie Ortsgruppe Otomenbeim hat die Ok- rneinde-Verwaltung zu den Besprechungen eingetaden Nach Schluß der Tagung findet ein gemeinschaftliches ein fachem Mittagessen statt.

vielte das Biolin-Konzert von VienxtempS und die Faiist- Fantasie von Sarasate. Der zweite Gast des Abends, Fran Wocke-Tonerk aus Köln, eine gereifte Sängerin, hatte neben Fräulein S. einen schweren Stand. Alles, waS die Dame sang, Ave Maria von Bruch, Lieder von Schubert Weingartner :c., gefiel und fand reichen Beifall, aber die eigentliche Begetsternng wollte bei ihren Vorträgen nicht recht aufkornmen. Das Konzert leitete Prof. Winderstein, die Lieder am Klavier begleitete Herr Lildwig Marguth. Das m der Küchlerstraße gelegene HotelPrince of Wales* wurde für 440 000 W. an Willy An t or-Frankfurt verkauft.

Starkenburg und Rheinhessen.

Darmstadt, 20. Juli. In der Ehemischen 0abrl von Merck, einer der größten Deutschlands, in nach einer am tjrcitag abgehaltenen Versammlung ein Teil ber Arbeiter in eine Lohnbewegiing eingetreten, lieber cme Abteilung bet Fabrik wurde die Sperre verhängt 'es lotten wettere Verhandlungen mit den Inhabern der Fabrik Nattftnden, die vollständige KoalitionSfrecheit versprochen haben Angeblich soll die Koalitionsfreiheit letzt von den AbtetlungS- »Vorstehern versagt werden a

vereinsnachnchten.

Der Kriegerverein Gießen hielt am Sonntag das .weite Preisfchießen aus den Schießständen des Schützenvereiu« ab. Tie Beteiligung war fehr lebhaft. Es erhielten: 1. Preis K. Nickel 58 Ringe, 2. Pr. Pli. Müller o7 Rg., 3. Pr. El,r. Waas 56 Rg, 4. Pr. K. Haupt 55 Rg., 5. Pr. W. Georg o3 Rg. 6. Pc. Zahnarzt caud. med. Panthel 53 Rg., 7., Pr. Job. Klebe 5.^Rg, 8. Pr. A. Heß 52 Rg., 9. Pr. Fr. Nickel ->2 Rg, 10. Pr. M. Seher 52 Rg., 11. Preis I. Möser 51 Rg., 12. Pr. W. Hofmann 51 Rg-, 13. Pr. E. Scbiffnie 48 Ringe. Serienpreise erhielten: 1. Preis Chr. Waas 153, 2. Pr. W. Hofmann 152, 3. Pr. A. Heß 149 Ringe.

Reiskircheii, 19. Juli. Mit einem Ausflug aus den Kirschberg in nächster Nahe des Torfes beging der ^.u^rn verein fein 5jähriges Stiftungsfest. Nach dem Schauturnen, woran sich auch der Turnverein Burkhardsfelden durch Stellen einer Zöglingsriege beteiligte, beganti um 4 Ilhr unter den Klängen der Kapelle Alöbus ein fiöhlicbes Getriebe. Ter Verein hat es in der kurzen Zeit seines Bestehens auf annähernd 80 Mit­glieder gebracht. Auch der Festtag hat dem Turnverein neue Mit­glieder und neue Freunde gebracht. Mit einbrechender Dunkelheit rüstete man sich zum Abmarsch, welcher burd) die Fackelbeleuchtung einen großartigen Anblick gewährte- Ein Fackelziig unter Doran- tritt des Trommler- und Musikkorps beschloß die Feier.

Ochsen.

Dollfleischige, ausqemästete, höchste.. Schlacht- weries, 47 Jahre alt die noch nicht gezogen haben (nngejochte) . . Junge fleischige, nicht ausgemästete und. ältere, ausgemästete

Bulle n.

Dollfleifchiqe, ausgewachsene, höchsten Schlachtw.

Vollfleischige, jüngere Färsen, K ü h e.

Dollfleischige ansgem. Färsen höchst. Schlachtw Pollfleischige ausgemästeteKühehöchstenScylach- wertes bis zu 7 Jahren wenig gut entwickelte Färsen ältere auSgemästete Kühe Mäßig genährte Kühe und Färsen ....

Kälber.

Mittlere Mast- und beste Saugkälber. . . . Geringere Mast- und gute Satigkälber . . .

Schafe.

Sk. O, ersä'cinlta^ ÄÄ*

Dienstag «nd,

«erlag n-HA eibrcfie 'ut

Auzeiger G Snnchmt e«n für die W* vormittag-

,'anmx-rrin u. der Schiller, dem Jubilar Geschenke überrE .worauf hirirr^rmt bewegten Worten dankte. AuS oen Reden trrn)o recht bnä h'rHdv Verhältnis zwischen Kirche, schule und Gemenche Tas ^che Urkundliche Wesen.des Jubilars hat hier arche-i Anklang gefunden Eine Nackweriammlung fand tn dem qrid müzfttn Anzcrmullerschen Saale statt. Tte F^ier nahm unter ESung von Reden, Musikvorträgen des Powunenchors und Ge.'anaen den sckönsten Verlauf. . ..

- Bondorf, 19. Juli. Ein aus Wettershain gebitt» tiaesHen stm ä dchen ist verdächtig, sein neugeborenes Kind umgebracht zu haben. Tie Geburt erfolgte ohne )eg- liche feilte. Heute wurde die Leiche durch Kreisarzt^?. vaber- Lorn-Gießen seziert. Zugegen waren der Arzt Tr. Dch)ne- mann, ein Staatsanwalt aus Gießen, sowie Loeram törichter Mickel aus Grünberg.

Kreis Büdingen.

® Sek. Ruderklub 1907 Limburg startete nicht. 3 Vorrenncn: Ruderklubfeaifta" Gießen 6 Mm 14 Sek.; Rudergeselüchan Borussia Frankfurt a M 6 Mm 23- < Sek., erschien nickr^am Start, feauptrennen znnichen Hasi'ia Gieren, Germania 2Tren» badj und Amicitia Frankfurt a. M, fliegender Start, moba die 2lmicitia, weil sie in das Fahrtrasicr der (fkrmania geraten joat, ausgeschlaffen wurde Ten Sieg erhielt Ruderklubfe a 111 a' Gießen.

9. Einer Herausforderungspreis des Ruderllubs.HaUa". Berteidiger Karl I o e d t - G i e ß e n. der keinen Gegner gnuniet hat und die Reise in 7 Mm 12 Sek. allein machen mußte.

10. Ermunterungs-Vierer. Ruderklub feaiiia Gießen 6 Min. 57 Sek. ging allein über die Bahn. _

11. Abschied? Vierer. Rudcrgksellschai't Bomit« Frankfurt a. M. 6 Min. 56 Sek. ging allein über die Bah«-

12. 21 cf. t c r. Ehrenpreis des Prinzen Heinrich vonBreugJ. Sieger: Rudersportoernn Amicitia Frankfurt a^M. 5 Mtn. - gegen Ruderllub Hama Gießen 5 Min. 36 cef. xte teute 5er Hassia waren von den Kämpfen des Tages angegn'ren und er» müdet und daher im Achter nickt imhr ain e<c >?cne.

Eine u

um if,, an war q, sirS

Exr fteigun« Lm?nen unb 0^ Rtn*eiben vvchain fibet'Sabfr,r am U «itz anflTr9 und

i1"! i4> n>ar l?1 kuies gSurabc «eft, dazld" i[n N L' Km i, ?nc örohe

& El l«i Wtt beu c. "cs j »fe SS»Xs KÄK

Au» Stadt und Cattö«

Gießen, 21. Juli 1913.

Ter Kindergartenverein veranstaltet in diesen Tagen eine Ausstellung von Arbeiten der -^nl^r und Seminarschülerinnen, die in den.Hausern ^cbtTTcrbcrg^ Weg 15 und (farrenftrafic 30 auch beute nachnuriag vor. 47 Uhr zu besichtigen ist. Tie Fussteltung, die sehr über­sichtlich geordnet ist, zerfallt -sn zwei Gruppen von denen die eine eine reichhaltige Ue'bersicht über die lnelgestalt g- Arbeiten der Schülerinnen gewährt, während die auch re eine ebenso reichhaltige Auswahl von Kinderarbeiten, oie in den Beschafrigungsstunden angefertigt smd, anszuweisen hat. Mit Freude sieht man, wie sich die kleinen,Hande im Zeichnen, Malen Ausschneiden, Modellieren ustv. geimt haben, wie sie mit Eifer allerlei Spielzeug und ^br'stbautn- schmuck angefertigt haben, und wie so die kleinen Menschett- tinber im Spiel methodisch zur Arbeit und zur F.o^^tOnnt- nis 'herangezogen werden. In einer Zeit, deren weientlichües Merkmal die Maschine ist, muß eine derartige individuelle Uebung von außerordentlichem Wert jein, und ihre Bmeu-' tuna ist ja heute glücklichenveise allgemein auerlannt. Dem­gemäß muß beim auch die Arbeitsleistung und das fnn- nihtiqc Verständnis der Erzieherin ent)prechend hoch fern, und die Ausstellung der Seminarschülerinnen zeigt denn auch, daß es hieran nicht fehlt. In bunter Reihe finden sich hier HandsertigleitSproben jeder Art, aus denen hervorgeht, daß die Leiterin der Anstalt, Oberlehrerin M o ) e r, nicht nur aus vielseitige, sondern vor allem auch auf zweckmäßige und geschmackvolle Arbeit sieht. Neben Flecht- und Nadel- arbeite.n sind Piippeuftuben und viele andere Sprelzeugs ausgestellt, die allesamt auf einer hohen Stufe stehen. Es findet sich da ein allerliebster Stand mit Korbwaren zum Spielen, ein oberhessischer Hochzeitszug, eine Gruppe weib­licher Wandervögel, eine Menge von gestickteti Tragkleid­chen, Erstlingskörbchen, bekleidete Puppen aller Art, ein großes, vollständig möbliertes Puppenhaus, ein Hühner- hof mit beweglichem Geflügel, eine Badeanstalt, eine Heu­ernte mit richtigem Gras und Heu, eine, Osterhasengesell- Ichast beim Eiersärbeu, eine Rodelbahn, ein Garten Häus­chen, eine Landschaft mit Pilzen und Weiden, ein Sck>ul- haus im Winter, ein Spielplatz, eine Mm, eine Bluinen- tuppe, gemalte Spielschürzen und eine ganze Menge herziger Kinderwasche. Sämtliche Gegenstände sind völlig in dem Unterricht hergestellt, audx die Tiere und Puchpenmöbel sind alle selbst an gefertigt und weisen einen hohen Grad vou Vollkvinmenheit auf, so daß die Kinder, die diesen Damen, sei es als Mutter oder als Erzieherin, einmal anvertraut Werben, sicherlich eine vorbilbliche Erziehung im Werklinter- ridjlt und im Spiel ftnjden werden. Ein Besuch der sehr Tehrreick)ett und anregenden Ausstellung, die allerdings heute abend sck)vn geschlossen wird, kann deshalb nur dringend empfohlen werden, zumal in der fachgemäßen Erziehung der Kinder noch sehr vieles im Argen liegt. -h.

** Tie Uebutig der Satiitatskolonne, welche gestern nachmittag aus dem ehemaligen oberhessischen Eil-- outbakinhos hinter dem Hotel .Kühne stattfand, gab ein jehr interessantes Bild der Behandlung im Kriege ver­wundeter Soldaten. Anerkennen muß man, daß die im Dienste der Nächstenliebe arbeitenden Männer, wie wir gestern beobachteten, ihre Arbeit mit einer Ruhe verrichten, die sehr vorteilhaft in die Augen springt; kein lautes Wort wurde während der Ausübung des Dienstes gewechselt, und jeder einzelne Mann weiß richtig Hand anzulegen. Die 93erimmtcich", die sich in drei Güterwagen befanden, wur­den ausgeladen uird auf einem Leiterwagen, einem Roll­wagen, einem MöbcUvagen und einem Lastauto, von denen angenommen wurde, daß sie zufällig in der Nähe des Bahn­hofs requiriert werden konnten, zweckentsprechend unter­gebracht. Vorher wurden dieVerwundeten" von Sama­riterinnen, die der Alice-Frauenverein gestellt hatte, mit Kassee gelabt, ein Getränk allerdings, über das dieveri wundctcn" 116er zum Teil recht sauere (Gesichter machten. Tie Ueberführung derVerwundeten" nach der alten Klinik

Stallmastschafe: Mastlämmer und jüngere Akasthainmel Schweine.

Vollfleischige Schweine von 80-100 kg Lebendgewicht Dollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht Dollfleischige Schweine von 100120 kg Lebendgewicht Dollfleischige Schweine von 120löOkg Lebendgewicht fc. Frankfurt o. M., 21. Juli.

H Bübingen, 19. Juli. Gemeinberatssitzung nackmittags 5 Uhr im Rathaus. Anwesenb Bürgermeister Fendt, B igeordneter Dotter, Gemrinderäte Schön, Lwulz, ^ndrac, San er, Keil, Klein, Diemer und Hinkel. Tre übrigen Mit­glieder fehlen entschuldigt. Vor Eintritt in die Tagesordnung berichtet der Bürgermeister über die Garnison frage in Bü­dingen und legt die Gründe dar, die Veranlassung jur Repe nach Berlin gaben. Wenn auch Büdingen, bei der jetzigen Zu­teilung der Garnison übergangen worden ist, glaubt ber Bürger­meister die Hoffnung aussprechen zu können, daß die Stadt später bet wiederkehrender Gelegenheit berücksichtigt werden wird. Ti? Pläne zur Errichtung einer Leichenhalle finden nicht die Billigung des Gemeiuderats, weil nach der oberflächlichen Be­rechnung das Gebäude einen Kostenaufmand von 10 00012 000 Mark verursacht. Gemeinderat Keil führte aus, daß die jüngst aiKgctragcnen Gemeindesteuerzettel eine wahrhaft unheimliche Höhe angenommen hatten, und es sei Pslicht der Gemeindevertretung, jeden Pfennig zu sparen. Er beantragt, daß als Leichenballe nur ein ganz einfaches, kleines Gebäude, den seitherigen Ver­hältnissen entsprechend, errichtet würde, bas jedenfalls nicht mehr als 3000, höchstens 4000 Mark kosten dürfe. Ter Gemeinderat beschließt demgemäß. Durch eine unbedeutende Tieserleguug des Fußsteiges in der Hammerstraße glaubt Reallehrer i. P. Rot- hamel seine Gartenmauer gefährdet. Er beansprucht Ersatz von Revaraturkosteu und Ausstellung eines Reverses, in dem die Ge­meinde die Verpflichtung übernehmen soll, die Mauer bet Ein­stürzen wieder neu Herrichten zu lassen. Das Gutachten des Sachverständigen hält diese Ansprüche für ungerechtfertigt und

Verantwortlich für den polittschen Teil I. 93.: R. Lange.

Zur Sommerfrische^^-Ter^ur1^ SdÄbewÄ Myrrholin-Seife.

[b*/,]

Handel.

§ Verkehr sein nahmen der deutschen Eisen­bahnen. Die Einnahmen betrugen im Juni aus dem Persouen- herfvbc 82131023 Mk. (mehr 1 896 561 Mi ), aus dem Güter- verkehr 161 548 230 Mk. (mehr 6 933 617 Mk >, und seit Beginn be-5 Rechnungsjahres für bie Bahnen mit beut am 1. April be­ginnenden Rechnungsjahr aus dem Personenverkchr 207 347 151 Mark -mehr 2035559 Mk.), aus dem Güterverkehr 3.-7 166 Mark mehr 29 678 510 Mk.); für die Bahnen mit. dem Kalender­jahr als Rechnungsjahr aus dem Personenverkehr 55 407 508 Mk. (mehr 2 677 747 Mk.), ans dem Güterverkehr 104 732 989 Mk. (mehr 3 399 522 Mk.).

Budapest, 19. Juli. Heute gründete sich in dem Gebäude deS Finanzministeriums die Ungarische Kanonen fabrik- Aktien- Gesellschaft. Zum Präsidenten der Direktion wurde Feldzeugmeister des Ruhestandes Hugo von Hoffmann, znm Zentral- direktor der Oberingenieur der Skodawcrke Richard Lauer gewählt.

Tie Schiffahrt? st raße München Nordsee. In einer Sitzung des Vereins für deutsche Binnenschiffahrt in Meiningen sprach Landgerichtsrat Tourneau in Meiningen über den Main-Werra-Kanal. Er hoffe, daß der Main-Weser-Kanal sväler bis zur Weichsel durchgeführt werde. Der Main-Weser- Kanal sei das wichtigste Stück der geplanten GroßschiffahrtSsrraße, welche M iindicn u n d Augsburg mit der Nordsee verbinden solle, ihre wirtschaitliche Bedeutung sei groß und für den Kriegs­fall von unschätzbarem Wert. Aus Veranlastung des Prinzreaenteu von Bayern habe sich der Verein für Schiffbarmachung der Werra nut dem Bayerischen Kanalverein und dem Zentialvereiu für Bmnenschifiahrl ziisammengeschlossen, um diese Großschiffahrisstraße bis zu ihrer Ausführung zu verfolgen.

Märkte.

fc. Frankfurta.M. D iestho f-M<r rkt bericht vom21. Juli. Auftrieb: Rinder 141^, darunter Ochsen 559, Bullen 88, Kühe und Färse" '63, Kälber 308, Schake 170, Schweine 2615.

Tendenz: Ochsen schleppend, bleibt lleberftanb, Kälber und Schase ruhig, geräumt, Schweine gedruckt, bleibt Ucbcrftanb.

Preis für 100 Psb Lebend- Schlacht­gewicht