Ausgabe 
15.3.1913 Erstes Blatt
 
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Nach langen Vorbereitungen beginnen wir mit der Ausstellung neuer Frühjahrssachen. Wir sagen mit Willen: lange vorbereitet, denn bei der großen Anzahl der Neuanfertigungen vergehen viele

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IFraraaw

Wünschen der Bestellerinnen angepaßten Jacken­kleider und diese Typen bieten gewiß beim Ver­gleich der vorliegenden Formen, Farben und Preislagen volle Befriedigung beim Einkauf.

Wochen, bis die wirklich verkaufsfähigen, voll- wertigen Jackenkleider, Mäntel, Kostüme, Blusen usw. in den Verkauf gegeben werden können.

Wir befleißigen uns immer mehr, die Zwei­teilung ganz zu vervollständigen. Das ist, die

Neuheiten

FürdienachBestellunggcmachteMaßansertigung haben wir fertige Jackenkleider, die mit Rücklicht auf die besonderen Wünsche den Bedürfnissen und Geschmack entsprechen. Diese Jackenkleider stnd eine Marke für sich. Wir pflegen daher auch nicht den Maffeneinkauf, sondern üben eben durch die

Gebrauchsware auf den Stand einer Perfektion

besondere Anfertigung in den hervorragendsten

über

die Verwendbarkeit

braunen Stoffe usw.

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7 JJIsGrsatzlürmafranfertigunginladtttikleidern

haben wir ein großes Sortiment in den Preislagen von M 89 bis 195.

welches, in hervorragender Weise ausgearbeitct, wohl die höchste LeistungS-

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Diese Sortimente enthalten viele den

ermöglichen könnten.

blauen, die grauen, die zuerst gut tragbar sein.

Neue, d. h. nicht gesehene, werden erst vorsichtig von

Unser Personal ist angewiesen, den Besuche- rinnen unser Lager auf das Bereitwilligste zu zeigen, zur Orientierung dessen, was wir je­weils zur Saison anzubietcn haben i" unseren

sähigkeit vorstellen dürfte.

Bei Vorlage dieser Sortimente können wir unseren Känserinnen eine

Konfektionshäusern und Ateliers den größtmög­lichsten Einfluß auf Formen, Güte der Stosse, Wahl der Farben und der zu verwendenden Futter­stoffe aus.

Im Anschluß an ein großes bewährtes Atelier haben wir seit langem die Möglichkeit geschaffen, daß unsere Modelle, ober nach unseren Modellen, für unseren Platz ausschließlich hergestellt werden. Hierfür verwenden wir die modernsten und auch teuersten Herrcnstoff-Qualitätcn, welche in sauberster Schneidcrarbeit verarbeitet werde». Diese Genres bilden das Exakteste, was auf dem Gebiet an Ausarbcituuq zu leisten ist und lassen diese Kleider an fehlerlosem Schnitt und Sitz nichts zu wünschen übrig.

Die etwa notwendig werdenden Abänderungen lassen wir durch sachkundige, geübte Hände aus- führen, damit die Anforderungen, welche mit Recht an ein KleidnngSstück gestellt werden müssen, fei cS billig oder teuer, einfach oder pompös, in denkbar bester Weise befriedigt werden können. Dazu unterstützt uns ein großes, gut geschultes Atelier-Personal ganz wesentlich. Zuschneider und Directriccn, welche langjährige bewährte Erfahrung zur Verfügung stellen, ermöglichen eine exakte, richtige Abänderung, damit der gute Sitz der von unS gelieferten Kleidungsstücke gewährleistet werden kann.

vorzufüh jt und und Dauerhaftigkeit

Von internationalen Vorbildern nicht unabhängig, suchen wir für die Erfordernisse der deutschen Mode die besten Anhaltspunkte zu gewinnen und unsere weitverzweigten Beziehungen ineinandergreisend zu verwerten, um reizvolle Zusammenstellungen der einzelnen Sortimente zu erzielen in der Mannigfaltigkeit der Mode. Unter gleichzeitiger Zusammenwirkung der Fabrikation und der auf Grund unserer Erfahrungen sich ergebenden Be­dürfnisse suchen wir die Güte mit der Schönheit bei nuferen Vorräten zu verbinden, um das Weitgehendste im jeweiligen Geschmack zu erreichen.

Wir verwenden eine außerordentliche Sorgfalt, um jedes einzelne Genre gründlich durchgearbeitet vorrätig zu hatten und zu ergänzen. Um eine mögliche Vollkommenheit darin zu erreichen, sind wir bestrebt, die aus­geprägt kleidsamsten und vorteilhaftesten Kleidungsstücke anzubieten, abgestust für den täglichen Gebrauch bis zu den Luxuöaussührungen.

verschiedenen Abteilungen

vorteilhaftere Anschaffung gewährleisten, als wir es mit einer Maßanfertigung individuellen

zu bringen und der Ware für Liebhaberei den weitniöglichstcn Spielraum zu geben im Nahmen unseres Unternehmens.

Wir gehen dabei von dem Grundsatz aus, daß jede Gebrauchsware unbedingt dem Zweck vollauf dienen muß, für den sie angeschafft wnrde. Das heißt also weiter, daß diese Gcbrauchsgegen- stände allen an sie billiger und gerechter Weise zu stellenden Ansprüchen genügen müssen. Dazu gehören zuerst einwandfreie Stoffe, daun gute Schnitte, saubere Verarbeitung und eine Aus­arbeitung, welche den Gegenstand als neuerkennen lassen, ohne durch seine besondere Neuheit, sei es Schnitt, Garnierung oder sonst etwas, seine längere Tragbarkeit ungünstig zn beinflnssen. Die für den L i e b h a b e r g e s ch m a ck hergestellten Neuheiten verdienen zumeist das Prädikatneu" wohl, aber nicht dasgut und haltbar".

Auf dem GebieteNeuheiten" entstehen fort­während Stoffe und Farben, welche vorher auf die Zuverlässigkeit nicht immer geprüft werden können. Da erscheinen Webarten und Bindnngen, welche unbedingt weder haltbar noch echt sein können und auch gar nicht sollen. Und trotzdem zeigen sich solche Materialien meist noch solide genug. Das kommt daher, daß solche zweifelhafte Gespinste und zarte Farben, mit Rücksicht gerade auf ihre Empsindlichkeit zur Verwendung gelangen. Schließlich spielt es für den Luxus auch keine Rolle in Modesachen, auf wie lange die Halt­barkeit gewährleistet werden kann. Auf diesem Gebiete sorgt der Wandel des Geschmackes, die Vielseitigkeit der Bedürfnisse schon für den ent­sprechenden Ersatz, wenn es Zeit ist.

Anders bei der Gebrauchsware, welcher wir uns insbesondere zuwenden. Da sollen die

nächst den Formen und Schnitten derselben zu. gibt es immer, aber neue und kleidsame Formen den Damen als Käuferinnen ausgewählt und dadurch zur Mode für eine H Saison erhoben. ES können noch so viel besondere ober überraschenbe Neu- heilen erscheinen und vorgelegt werden; werden sie von den Damen nicht angenommen, so nützen selbst die hervorragenden Erzeugnisse der berufensten Modekünstler nichts sie sehen ihre Schöpfungen nicht durchdringen.

NW

4 KW

Der Wechsel der verschiedenen Bindungen von Zeit zn Zeit ist da von untergeordneter Bedeutnng. Ob die Scrge- oder Köpe'. Bindungen etwas schmaler oder breiter sind, ob daS verarbeitete Gespinnst etwas dünner oder dicker genom­men wird, das trägt zur Haltbarkeit kaum bei, wenn es an und sür sich die entsprechende Güte besitzt. DaS fertige Gewebe unterscheidet sich hier also meist nur in der gerin­geren oder größeren Schwere. Handelt cS sich um Phan- tasicstofie, also solche in melierten Geweben, so ist dafür eine uugeheuere Stufenleiter vorhanden. Bei den besprochenen Stoffarten handelt eS sich hauptsächlich nur um solche für

Jackenkleider.

Da auch in konunender Saison den Jackenkleidern ein blonderer Vorzitg eingeräumt wird, wenden wir uns zu-

Wagener

&

Schlöte!

Frankfurt a.M., Goethestrd^c 9, il

deS in Frage stehenden Gegenstandes möglichst genaue Auskunft zu geben. Wir lassen es hierzu nicht an Be­lehrungen und Vorschriften fehlen sür unser Verkaufs- Personal, damit jede Dame bet ihrem Einkauf so weit wie möglich und gewünscht, sachgemäß beraten werden kann.

In unseren großen Räumlichkeiten sind die verschiedenen Artikel übersichtlich verteilt, und außerdem stehen 28 An- proberäume zur Versüguug.

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