Die heutige Nummer umfaßt 26 Seiten.
o'lislen war ganz vortrefflich die Vertreterin > dessen vielseitiges Talent nicht irrinder geschätzt wird wie ia ftrl". Anna Jacobs, die ja bei uns die Kultur seiner licht- und farbenfrohen Palette. Mit
Don den S
in. Frankfurt geschrieben: Mil
ihm erhält die Kolonie einen bedeutenden Vertreter den jüngeren deutschen Malergeneration, von dem man im1 Zinne der großherzoglichen Kunstbestrebungen besonders auf dekorativem und graphischem Gebiete entscheidende An- reuüngM erwarten darf. Eine dritte Berufung endlich erhielt der bereits seit mehreren Jahren im Dienste dev Ernst-Ludwigs-Presse tätige Christian Heinrich Kleukens, ein gebürtiger Bremer, der sich ebenso als Literat wie als Meister künstlerischer Drucke einen begründeten Ruf er-> ivorben hat. Auch diese neu an die Kolonie berufenen Künstler werden auf der für das nächste Jahr in Vorverei- lnng befindlichen Ausstellung der Künstlerkolonie auf der Ma'thildenhöhe, die ftir den Stand der groß,"herzoglichen Kunstbewegung erneut Zeugnis ablegen soll, in hervor^
*
— Neue Berufungen an die Darmstädter Kün st l erko l oni e. Die durch den Weggang von Pros. Ernst Riegel freigewordene Stelle eines Goldschmieds an der Künstlerlolonic ist durch die Berufung des jungen Berliner Meisters Theodor Wende, eines Schülers von Bruno Paul, neubesetzt worden. Wende trat vor noch nicht langer Zeit gelegentlich der Ausstellung der Berliner Kunstgewerbeschule im Lichthof des Berliner Kunstgewerbe- museums zum erstenmale vielversprechend an die Oeffeut- lichkeit. Seine künstlerische Art hat den Geschmack des! 18. Jahrhunderts dem modernen Empfinden angeglichen. Seine Arbeiten vereinen strenge Sachlichkeit mit vornehmer Materialbehandlung und einem Persönlich gewordenen For- menideal, das ihn voll jeder eklektizisdischen Krrnstübung fernhält. Eine zweite Berufung gilt dem bekannten Münchner Maler Fritz Ostwald, einem gebürtigen Schweizer^
ragend schön zu .nennen.
Die kleineren Partien des „Tristan" mü) „Richter von Richmond" lagen bei den Herren Kräger und Klotz in guten Händen. Herr Klotz schien zwischen dem ersten und letzten Att eine Entfettungskur durchgemacht zu haben. - - Der Chor war viel zu schwach, um völlig wirken zu können und klang stellenweise nicht kräftig genug; hier ist Sparsamkeit wirklich nicht am Platze. Dem Lecker der Aufführung Richard Lert gebührt ebenfalls volles Lob.
K.
Riesenschritten tanzen und singen wir dem neuen „klassischen" Zeitalter entgegen. Das beweist mit erschreckender Deutlichkeit folgender Kassenrapport des Frankfurter Schauspielhauses: Mittwoch, den 5. März (erste Wiederholung des neu cinstudicrtcn „König Heinrich IV.", 1. Teil, von Shakespeare. — Einnahme: 224 Mark! Donnerstag, den 6. März: „Püppchen", Posse von Kren und Kraatz. '©eit Fastnacht im Repertoire.) — Einnahme über 3000 Mark!
— Bedeutende Münzauktion zu München. Die Firma Otto Helbing Nachf., München, Lerrbachplatz 4, versendet drei Kataloge über alte Münzen, die am 7. Llpril und folgende Tage versteigert werden. Der erste Katalog beschreibt ungefähr 1000 Medaillen auf Privatpersonen. Der zweite Katalog behandelt über 1800 9himmerit griechischer, römischer und byzantinischer Münzen. Der dritte Katalog umfaßt Münzen und Medaillen aller Länder und Zeiten, sowie eine Sammlung freimaurerischer Medaillen und Abzeichen und eine Sammlung neuerer deutscher Münzen von 1830 bis zur Einführung der deutschen Reichs- Währung.
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Der Kunsthistoriker Geh. Hofrat Prof. 2r. Georg T reu> Dircktor der Kgl. Skulpturensammlung in AresdgN/ begeht <un 16. März seinen.70. Geburtstag.
ter Nancy-Julia w ,
als „Carmen" noch in gutem Angedenken steht. Mit viel Temperament und schöner Stimme brachte iie ihre Partie aufs Beste zur Geltung. In der Titelrolle als Martha hatte Olga K a l l en s e c manche gute Momente, schien aber etwas unpäßlich zu sein. Mit schöner Tongebung und sehr zll Dank sang der Gast des Abends: Herr G ess er vom Stadttheater in Mainz die dankbare Partie des Lyonel. Ein klangvolles Organ und warmbel.bte Vor- tragstunst zeigte Leo Schützend or f als Pächter Plum- kett; das Duett mit Julia im letzten Alt war hervor
ragender Weise vertreten sein.
- Das „klassische" Zeitalter a m M a'i n. Aus Frankfurt a. M. wird
Gießener Theaterverein.
Martha oder der Markt zu Richmond. Oper in 4 Akten von Fr. von Flo to w.
(Gastspiel bet' Darmstädter Hofoper.)
Gießen, 14. März.
Ms letztes Gastspiel der Darmstädter Hofoper fällte für diese Spielzeit heute Abend Admn's romantisch-komische Oper nn ich König wäre" in Szene gehen.
Schon einmal mußten wir auf diese Oper verzechten, wurden damals allerdings durch Lizets „Carmen" r.nchltch entschädigt, lieber Flotows „Martha", die uns heute als Ersatz; geboten wurde, kann man geteilter Meinung fern. Trotzdem diese Oper wohl <tn allen Opernbühnen zum eisernen Bestand gehört, kann sie doch nicht mit Albert Lortzings komischen Opern 'oder gar Nwolais „Lustigen Werbern" auf eine Stufe gestellt werden.
Ist auch Lortzings Müsik ein gewisser dramati,ch-mus.- kalischer Esprit, sowie pikante Instrumentierung nicht abzusprechen — wodurch in der Hauptsache manche Bühnenwirkung erreicht wird —, so muß man doch feststeklen, daß unfer heutiger Zeitgeschmack sich dieser Musrk nicht mehr anpassen mag. dennoch wird „Märtha" mrt seinen ansprechenden Melodien auf viele Zuhörer - besonders solche, die Musik gern ohne geistige Anstrengung hören wollen — seine Wirkung nicht verfehlen, gute Ausführung vorausgesetzt. ,
Von der heutigen Darstellung rst mt allgemcrnen recht gutes zu berichten. In erster Linie gebührt volles Lob dem Orchester, das in vorzüglicher Verfassung war. Wenn hier und da das Zusammenwirken mit den Solisten nicht restlos befriedigte — was sich besonders bei den Ensemblesätzen bemerlbär machte —, so muß das wohl daraus zurück- gesührt werden, daß erst im letzten Augenblick die Aufführung durch Verpflichtung eines Gastes ennöglicht werden fointte und deshalb genügend Proben naturgemäß nicht mehr zu ermöglichen tvaren. Leider ging auch durch zu schnelle Temponahme von dem reizenden Quartett: „9hm fürwahr, das sah ich selten" viel verloren.
Eindruck, daß es der konservativen Partei besser angestan^n haben würde, wenn sie mit der Festlegung ihrer Richtschnur so lange gewartet hätte. In ein schwebendes Verfahren, auch wenn es sich um Steuervorlagen handelt, oll man nicht ohne 9hrt eingreifen. Auch andere Leute als die Konservativen verlangen vom Reichskanzler etne este und sichere Hand, nicht nur den Sozialdemokraten gegenüber!
verstanden. Und der Weg, der eine Partei selbständig macht, । geht nicht mit dem des Zentrums zusantmen. Glaubt Herr v. Heydebrand, die Herren Spahn und Erzberger würden ihm seine Liebe und Anhänglichkeit danken mit der Heeres- folge in sozialpolitischen, oder vielmehr antisozialpoliti- chen Tendenzen? „Wenn niemand cintreten will für die । bürgerliche Gesellschaft", so erklärte der „ungekrönte König", „dann werden wir die Fahne tragen". Also, das Zentrum macht hier nicht mit, das weiß auch der konservative Führer. 1 Soll es aber helfen, die unbequeme Regierung, die auf dem konservativen Parteitag ein so stürmisches Mißtrauensvotum erntete, zu stürzen? Wir meinen, der Kampf gegen die Sozialdemokratie, wie ihn Hem v. Heydebrand führen will, vermehrt nur die Umstürzler. „Die Sache der Kultur, der wahren Menschheit und des gesunden Fortschritts" (wie Herr v. Heydebrand emphatisch ausrief) fördert man ersprießlicher auf dem Wege eines wohl verstandenen Liberalismus.
Weit interessanter und bedeutungsvoller aber als all diese allgemeinen Rück- und Umblicke waren die bestimmten Ankündigungen, die man aus dem Munde der konservativen Führer vernahm. Sie galten der neuen Militärvorlage und den Teckungssragen. Graf Westarp sprach ausdrücklich im Namen seiner Neichstagsfraktion: „die grundsätzliche Zustimmung zu der Vorlage (der einmaligen großen Abgabe vom Vermögen) entbindet uns nicht, von der Verpflichtung, bei der Prüfung im einzelnen sorgfältig und vorsichtig zu verfahren." Das ist unverfänglich und selbstverständlich; man wird nicht schablonenmäßig verfahren, die Witwe mit kleinem Vermögen, die von ihrer Rente lebt, nicht härter anfassen dürfen wie denjenigen, der aus einer Berufstätigkeit eine Nieseneinnahme, von vielleicht 100 000 Mark, wohlbehaglich zu verzehren hat. Aber Graf Westarp will auch die Finanzhoheit der Einzelstaaten gewahrt wissen und dafür gesorgt haben, „daß die Veranlagung und Erhebung der Steuer den einzelstaatlichen Behörden übertragen wird." Das klingt auffallend und unterstreicht noch den partikularistischen Zug, der den konservativen Parteitag hörbar durchwehte. Daß die Konservativen il/r preußisches Wahlrecht gerne erhalten möchten und den preußischen Staat mit ganz besonderem Nachdruck als Rückgrat des Reiches bezeichnen, ist ja nichts neues mehr. Mer dieses Mißtrauen gegen die Exekutive des Reiches war doch etwas unvorsichtig. Rian erweckt damit leicht den Verdacht, als seien die preußischen Verwaltuugs- und Steuerbehörden in der Einschätzung des Vermögensstandes wirklich etwas parteiisch. Konnte man vor einer solchen Ankündigung nicht lieber in Ruhe abwarten, welches die Vorschläge der Regierung sein würden? Großer Nachdruck liegt auch auf dem Satze, den Graf Westarp in Bezug auf die laufenden Ausgaben der Heeresvorlage sprach: „Wir werden kaum, oder ich will so sagen: wir werden , nicht umhin können, auch hier die Heranziehung des Besitzes zuzugestehen." Die finanzielle Wirkung der einmaligen Abgabe vom Vermögen werde aber so groß sein, daß sie für die weitere Haltung der konservativen Partei nicht ohne Einfluß sein könne. Das heißt also mit anderen Worten: es wird wieder tüchtig gehandelt werden. Graf Westarp gedenkt b e imn o b i 1 e n Kapital die paar 9Nillionen abzu- zapfen und ist offenbar erfreut, daß die Reichsregierung auch noch andere Vorlagen, außer der Besitzsteuer, angekündigt hat. So suchte er denn diesen Entschluß zu bekräftigen mit der Erklärung, daß die Konservativen eine erweiterte Erbschasts- steuervorlage strikte äblehnen würden.
In wenigen Tagen werden die Regierungsvorlagen der Öffentlichkeit unterbreitet werden. Wir haben den
Die letzten Uriegszuckungen.
Schückri Pascha hat einen Vorstoß ^der Tschatäldscha- Truppen gewünscht, und die türtischerl Befehlshaber haben tatsächlich neue Angriff« versucht. Sie sind aber so gut wie gescheitert, und Schückri Pascha wird m den nächsten Tagen kapitulieren müssen:
Konstantinopel, 14. März. Der heute veröffentlichte amtliche Kriegsbericht besagt: Gestern unternahm eine Abteilung der 7. Division des rech ten Flügels der T s ch a t a l d s ch a - A r m e e westlich von Tschanaktscha einen Ausfal l. Der Feind eröffnete ein Arttkleriefeuer. Die feindliche Infanterie versuchte einen Sturmangrnfl aus unsere Truppen, wurde aber infolge des mutigen Widerstandes unserer durch Artillerie unterstützten Truppen unter beträchtlichen Verlusten zerstreut. An demselben Tage griffen die auf den Höhen westlich von Hnssar- löej stehenden feindlichen Truppen den Vorposten der 8 türkischen Division an, wurden jedoch energisch zurück g e s ch l a g e n. Mteilungen des zweiten Korps unternahmen oon Albasan und Tschakilkoej aus einen Angriff auf die feindlichen Truppen und zwangen sie, sich hinter die Verschanzungen zu flüchten. Auf den Höhen westlich von Kadikoej unterhielten die beiderseitigen Jn- fanterietruppen längere Zeit ein Gewehrfeuer. Das Feuer unserer Truppen war sehr wirkungsvoll. An dem Kampfe beteiligte sich auch die türkische Artillerie, deren präzises Feuer den I-eind zwang, unter großen Verlusten den Rückzug anzutreteu. In diesein Augenblicke ergriffen unsere bei Jnddschegiz stehenden Truppen die Offensive und fügten dem Feinde zahlreiche Verluste zu. — Vor Adrianopel und Mair ist keine Veränderung eingetreten. Die Sage, ist zufriedenstellend.
Ein Brief aus Adrianopel.
Konstantinopel, 15. März. Ein hiesiges Blatt ver< öffentlicki dcn Brief eine'? Armeniers aus Adrianopel vom 8. Marz. Tarin heißt es: Die Behörden haben allen Proviant aus den Privathäusern z-usaMmen- getragen und verteilen ihn unter die Bevölkerung. Ebenso wurden Kleider den Wohlhabenderen zur Verteilung abgenommen Tie Magazine und Backofen werden bewacht. Jeder verhalte 350 Gramm Brot, ein Stück Käse und Konserven. Zweimal wöchentlich werden M e h l s u p p e n verabreicht. Anstatt Salz wird gesalzener Käse gegeben. H eizmiittel fehlen. Auf weiien -strecken ist kein Raum oder Strauch mehrlvorhanoen. 9eur die Nußbäume blieben verschont, weil Nüsse ein Exportartikel der Stadt sind. Tas Bombardement erfolgt nur zeitweise.
Die Regierung hat an Schückri Pascha ein Danktelegramm gerichtet, in dem sie ihm für die Organisation der Verteidigung Mrianopels beit Dank ausspricht. Aus sicherer Quelle verlautet, daß Adrionopel Lebensmittel unbi Munition für mehr als einen Monat besitze.
Die Erfolge der Hamidije.
Konstantinopel, 14. März. Eine amtliche Mit- teilung besagt: Nach der B e s ch i e ß n n g d e s s e r b i s ch e n Lagers von Durazzo begab sich die „Hamidije" nach San Giovanni bi M ed na, das sie gleichfalls bombardierte. Von der Küste her wurde die „Hamidije"
politische Wochenschau.
Gießen, 15. März.
Die konservative Partei hat, nachdem sie drei Jahre auf die Einberufung eines allgemeinen Parteitages oer< zickstet hatte, wieder einmal eine große Rechnungsablegung vor genommen. Die äußeren Zeitläufte sind der Partei etwas günstiger als die vor drei Jahren, als die Wut des Bolles gegen den schwarzblauen Block Genugtuung für die heiß bekämpfte Regelung der Finanzen forderte. Es darf aber gleich hier schon ausgesprochen werden: die Konservativen hätten gerechter sein dürfen bei ihrer neuesten Aussprache; sie hätten anerkemien müssen, daß das scharf politisierte deutsche Volk national denkt und empfindet und mehr denn je es ablehnt, hinter der Internationale oder phantastischen Friedensschwärmern herzulaufen. Da hatte ntair es leicht, die bezweiselbare Feststellung zu machen, der konservative Gedanke sei auf dem Marsch. Der Reichstagsabgeordnete Gras von Westarp, der so ausführlich die Reichstagsverhältnisse erörterte, vergaß ja zwar nicht, anzuerkennen, daß die Heeresvorlagen von 1911 und 1912, die zusammen für fünf Jahre eine Belastung von weit über 800 Millionen brachten, auch von diesem weiter nach links gerutschten Reichstag anstandslos bewilligt worden sind. Aber er schalt weidlich über den Linksliberalismus, die Sozialdemokratie und — die Regierung! Gewiß, die olympischen Spiele der siegesberauschten äußersten Linken waren oft nicht gerade imponierend, aber es ist doch nicht polittsch ehrlich vom Grafen Westarp gewesen, zu behairpten, daß die Fortschrittspartei in steter Eintracht mit den 110 roten Stürmern gegangen fei. Gerade zum Beispiel in den Wehrfragen blieben die Sozialdemokraten isoliert, und aus der allerletzten Zeit haben wir die erfreuliche Feststellung gemacht, daß die Fortschrittspartei entschlossen von der klmsturzpartei abrückte, als — das Zentrum zur Erschwerung nationaler Arbeit mit den „Genossen" einttächtig zusammen arbeitete. Und warum wurde kaum ein Wort über diese zweitgrößte Partei im Reichstag gesprochen, warum hat der ton). Parteitag fein Wort des Bedauerns dafür gehabt, daß die Jesuitengefahr gleichfalls sehr yoffnungsfroh auf dem Marsche ist? Gegen öie Regierung aber fielen harte und bittere Worte, und es verschlägt nichts, daß sie von anderen -Empfindungen erngegeben sind als der Groll des Zentrums, der gleichfalls eben dieser Regierung, von einer anderen Seite her, den Handschuh hinwirft. Graf Westarp beklagte die weitere Demokratisierung, vergaß aber zu bedauern, daß das Zentrum von dem neuen Mittel der Mißtrauenskundgebung gegen den Reichskanzler sehr geschäftig Gebrauch gemacht hat! So ergibt es sich denn, daß die Zentrumspresse an diesem Parteitag ihre Helle Freude hat. Wir lesen in der „Köln. Volkszeitung": „Die große, breite Front der Rechten, die einst Freiherr v. Hertling als Kampffront gegen die vereinte Linke im Reichstag angekündigt hat, wird populärer", konservativ zu fein, fängt wieder an modern zu werden, usw. Ist es das, was Herr v. Heydebrand fo zuversichtlich macht? Und blieb er den Beweis für feine Behauptung, die konservative Partei sei eine moderne Partei geworden, „die den großen geistigen Problemen der Gegenwart so frei gegenüberstehe", nicht eigentlich schuldig? Das sei, so rief er ergänzend, „der Weg, der eine Partei selbständig macht". OZun, wir finden, die konservative Partei hat die inneren Meinungsverschiedenheiten, die der Führer Heydebrand andeutete, doch sehr verschwiegen zu verhüllen
Nr. 65 Erstes Blatt 163. Jahrgang Samstag, 15. März 1915
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