f o m et cf) t [ o Mr haben allerlei Möglichkeiten, um der 3uf« foffuiig des Reichstags, wenn sie dauernd ignoriert wird, Geltung I zu verschaffen. Die Sozialdemokraten find allerdings nicht dir rtmrigen, um uns zu belehren, wie konstitutionell regiert wird (Sehr richtig!)
Wenn wir noch nicht weitergekommen sind, so find die Sozialdemokraten schuld daran. Ware der Kanzler konsequent, so müßte er den Reichstag auflösen. Tie Partei des Herrn v. Gamk würde dann noch Meiner werden, und öic Partei des Grafen Wcslarp würde mindestens durch zwei dividiert werden. (Heiterten links.) Immer wenn große Tinge geschehen, ist der Herr, scher n i ch t i n 8) e r l i n. Daher Ivar der Kanzler so mrsicher, weil er nicht wußte, was gewünscht wurde. (Sehr richtig!) Es ist n:cht nur wichtig: W i e sage ich es meinem Kaiser?, sondern auch: W o sage ich es ihm. DaS fortwährende Eisenbahnfähren ist eine ernste Gefahr. Immer wenn die Regierung in Verlegenheit ist, wird die Revolution an die Wand gemalt. Erfreulich ist nur, daß in dem Augenblicke, wo der Reichskanzler versagt hat, der Reichstag emgesprungen ist. (Beifall links.),
Preußischer Kriegsminister von Falkenhayn:
Der Abgeordnete Ricklin hat über die Jagdscheine in Elsaß- Lcthringen gesprochen und behauptet, die Offiziere betrachten die Franzosen und Schweizer als Konkurrenten für die I a g d v e r p a ch t u n g. Deshalb sei die Vergebung von Jagdscheinen an Ausländer verboten worden. Ich wollte diese Be- merkung nur niedriger hängen. Der Vorwurf .'chtet sich gegen den, der ihn ausgesprochen hat. (Unruhe.). Herr Haußmann hat mich gefragt, ob den R-ckruren in Elsaß-Lothringen der Weih, n a ch t s u r l a u b versagt worden sei. Ich glaube, schon in der Presse ift, diese Frage verneint worden. Für die Herren, die es nicht gelesen haben sollten, besonders für Herrn Haußmann, möchte ich sie hiermit verneinen. (Unruhe.) Er hat weiter gefragt, ob der Stadt Zabern bte Garnison entzogen werden soll. Es hat sich noch kein Anlaß ergeben, diese Frage überhaupt zu erörtern. Wie Sie alle wissen, schwebt die Untersuchung in dieser Sache, und solange die Sache näht geklärt ist, kann auch diest Frage nicht an maßgebender Stelle erörtert werden.
Abg. Dr. Oertel (Kons.):
®ü|er Auflösung des Reichstages würden wir sehr ruhig entgegensehen. Wir werden nicht dezimiert oder halbiert, sondern etwas stärker wicderkehren. (Heiterkeit.) Wir brauchen nicht, wie die Freisinnigen, dazu nachbarlicher Hilfe, lieber die Unstimmigkeiten, die zwischen Graf Westarp und dem Schatzsekreiär 1 Kühn bestanden, wird sich eine Einigung erzielen lassen. Wir erkennen alle die Notwendigkeit der Sparsamkeit an. Ist eS aber sparsam, zwei Millionen über den großen Teich nach San : Franzisko zu schicken? Dr. Wwmer sagt, wir hätten Unkenrufe über den Wehrbeitrag auSgestoßen. Wir wiederholen nur unsere damaligen Bedenken. Gegen das, was damals ein Zentrumsredner äußerte, ist unsere Verwahrung nur ein Amselsäuseln in der Itnbcn Frühlingsluft. (Heiterkeit.) Die Acuße rungen des Hansabundes klingen schon mehr nach ein bischen Unken. (Heiterkeit.) Wir haben dem Reichskanzler das bewilligen wollen, was er gefordert hatte. Es sind kindische Bemerkungen, daß wir nichts bewilligt hätten. Der Reichskanzler hat eine gute Presse und ein gutes Haus gehabt. (Lachen.) Aber es gilt das alte Volkslied: .,A bisserle Liebe und a bisserle Treu und a bisserle Falschheit ist immer dabei." Und von der kehlen am meisten. Der Dreibund ist eine geschichtlich» Notwendigkeit. Die Dreibundspolitik war durchaus richtig uno selbstverständlich. Aufrichtig freuen wir uns der Freundschaft mit Rußland. , I
In der französischen Presse gibt eS noch einige wirkliche Chauvinisten. Bei uns gibt es nur sogenannte. (Zurufe links: Von der schlimmsten Sorte!) Die Braunschweiger Frage wird im preußischen Landtag erörtert werden. Unser Standpunkt über Zabern wird von gewissen nationalliberalen ; Kreisen geteilt. Ich höre keinen Widerspruch. (Große Heiterkeit.)^ ! Auch viele Herren im Zentrum sind im tiefsten Innern unserer Ansicht. (Oho-Rufe im Zentrum.) Graf Strachwitz hat sich in der „Schlesischen Vlüközeitnng" in einer Weise darüber ausgesprochen, daß wir unsere Helle Freude daran hatten. (Sehr gut! rechts.)^ Ich bin überzeugt, daß der Oberst in Zabern so gehandelt; f 14_t, tvie tt gjhnudelt chat.__^Große Heityckeit.)^ Hörest
Sie bad) weiter. Er batte die Anstauung, daß er em Recht hatte, so zu handeln. Wenn ein Staatsseketär, wie eS Zorn von Bulach getan hat, nach den Vorgängen hier und in Donaueschingen erklärt, daß er keine Veranlaffung mehr habe, sein Abschiedsgesuch einzureichen, so habe ich für ein solches Verhalten eines Staatssekretärs kein Verständnis. (Beifall rechts.) Glauben Sie nicht, daß wir ihn stürzen wollen. Das elsaß-lothringische Zentrum will ihm den Etat verweigern. (Zuruf der Elsässer: Falsch!) Ich freue mich über diese Feststellung.
Serber wankt jetzt im Reiche manches, waS hur immer als fest angesehen hasten. Wir wollen dringend wünschen, daß das Heer nicht wankend gemacht wird, daß es sich auch fernerhin der ernsten Pflicht bewußt ist, Hüter der Krone und der Ordnung gegen alle Gefahren zu sein. (Beifall rechts.) Herr Erzberger will vorwärts gehen Ich weiß nickt, ob da alle Herren vom Zentrum mitmachen. Wir warten ruhig ab, was das Mißtrauensvotum für Folgen hat. Die Bahn des Parlam-entariS- m u s gehen wir nicht. DaS lehnen wir grundsätzlich ab. sDeifall rechts.) Die Verteilung der Gewalten ist durch die Verfassung erfolgt. Wir stehen auf dem Boden dieser Verfassung und lassen uns nicht davon abbringen. (Sehr gut! rechts.) TcrArbeitS- willigen schütz wird nicht nur von uns gefordert. Auck das Zentrum wird vielleicht eine Kommission zum Studium der Frage einsetzen. Selbst der fortschrittliche Abgeordnete Kopsch hat sich unserem Standpunkt genähert. Die Koalitionsfreiheit wollen auch wir nicht abschaffen; der Reichskanzler aber will den ArbeitS, Willigenschutz auf den St. Nimmerleinstag verschieben.
Das Volksempfinden hat sich gegen den Terrorismus schon gewaltig aufgelehnt. Auch Streikpostenstehen ist strafrechtlich zu fasten. Nur etwas Dampf. Herr Reichskanzler! Deutschland seufzt jetzt mster einem hohen Diskont. Notwendig ist eine Stärkung des Mittelstandes in Stadt und Land. Die Regierung hat fast nichts getan. Was sie bietet, ist nur ein Tröpfchen auf einen brennenden Stein (Heiterkeit.) Die Sozialpolitik muß auch die Jntereffen der kleinen Mittelständler wahren und die der Landwirtschaft. Die schaffenden Stände müssen zusammengehen. In diesem Kampf um die Wirtschaftspolitik sollte der Kanzler die Führung übernehmen. DaS wäre ein schönes Weihnachtsgeschenk für daS ganze D:lk. (Beifall rechts.)
Abg. Dr. Paasche (Natl.):
Die Frage ist so ernst, daß man sich nicht nur bemühen sollte, die Lacher auf feine Seite zu ziehen. (Lebh. Zustimmung links.) Da war uns die Rede des Grafen Westarp noch lieber als die. OertelS. (Sehr richtig!) Die Frage ist unS doch ernster. Wir sagen unsere Meinung in aller Schlichtheit, wie da? der Erregung im Volke entspricht. (Sehr gut! links.) Wir halten fest an dem, was unser Freund v. Calker hier bargelegt hat. Es hat vielen von uns nicht gepaßt, daß der Reichskanzler so wegwerfend von einem sogenannten Mißtrauensvotum sprach. (Sehr gut!) Hinter dieser Mehrheit stebt da? deutsche Volk. (Beifall.) Wir haben kein parlamentarisches Regiment, und wir wollen uns keine unberechtigten Machtbesug- niste anmaßen, aber wir müsten die Reckte des deutschen Volkes verteidigen. (Beifall.) Die Soldaten folgen ihren Offizieren in jede Gefahr, wenn sie Respekt vor ihrer Tüchtigkeit haben. (Sehr richtig!) '
Auf unser Volksheer sind wir alle stolz. Keiner denkt daran, an ihm zu rütteln. Disziplin und Autorität müssen gewahrt werben. Mer bie Disziplin wirb in erster Linie dabnrch gewahrt, daß jeder seine volle Schuldigkeit tut: daß er in echtem käme- radschastli chen Sinne mit seinen Kameraden verkehrt. (Sehr richtig!) Dann gehen die Leute für ihren Offizier durchs Feuer. Wir brauchen diese gute, alte, deutsche Art, nicht den schneidigen Leutnant. (Sehr richtial) Sorgen Sic für diesen guten deutschen Geist in der Armee, dann wahren Sie am besten di? Dispiplin. (Sehr richtig!) Gesetzwidrigkeiten sind in Zabern vorgekommen. DaS hat selbst der Reichskanzler zugeben. Wir haben nicht in ein schwebendes Verfahren einge- prrffen, sondern ein politisches Urteil gefällt. Die Volks- Vertretung hat die Rechte des Dolles zu wahren. Man soll aber auch den Reichstag mit der Achtung behandeln, die man dem deutschen Volke schuldig ist. (Beifall.) Unbedingt notwendig ist die Beseitigung des Duellzwanges. DaS patriotische und loyale Verhalten der braunschweigischen Regi«mug erkennen
wir durchaus an. Trotzdem steht fest, daß der BundeKcat eine Schwenkung vollzogen hat. Wir freuen uns, daß in x. -aoeig jetzt der legitime Herr herscht. Auch die Welfen sollten sich mit den Tatsachen abfinden und erflären, daß die Familie Cumberland keine Reckte auf Hannover mehr hat. (Beifall.)
Das HauS vertagt sich.
Abg. Ricklin (Elsässer)', persönlich:'
An meiner Behauptung bezüglich der Jagdscheine halle ich fest und trage mit ruhigem Gewissen die Verantwortung, um so mehr, als ich die große Mehrheit deS elsässischen Volkes hinter mir weiß. Entschieden muß ick mir aber den Ton verbitten, in dem der Kriegsminister mir gegenübergetreten ist. (Lebhafter Beifall im Zentrum und link?.) Erscheintaus den Ereignissen der letzten Tage immer noch nichts gelernt zu haben. (Beifall im Zentrum und links.) Anscheinend verwechselt er den Reichstag in Der- rin mit b c m Kasernenhof in Zabern. (Lebhafter Bei- fall im Zentrum und links.)
Freitag, 10 Uhr: Kurze Anfragen, Antrag Bastermann auf Gewährung von Reichsmitteln für die Ausstellung in San Francisco, Weiterberatung deS Etats, Interpellation über den Ausschluß Dr. Liebknechts aus der Rüstungskommission.
Schluß 6 Uhr.
Märkte.
In einem Teil der Auflage wiederholt.)
'c. frr<*nr»nrt a. M. V i e 1, ho a r k t bericht vonl 11. Dez. Austrieb: Rinder 149, Ochsen ''8, Bullen ", Kühe und Färsen 108, Kälber Schafe 376, Schweine 961, Ziegen 0.
Tendenz - Rinder, Kälber, Schafe und Schweine lanafam, bei Schweinen bleibt llebevflanb. Preis für 100 -ßfb.
Lebend- Schlachtgewicht.
Kälber. Mk. Mk.
Feinste Mastkälber 68-70 110-117
Mittlere Mast- nnd beste Saugkälber. . . . 60 -65 102 -110 Geringere Blast* und gute Saugkälber . . . 55 —58 90 —98 Schafe.
Stallmastscha'«:
Mastlämmer und jüngere Masthammel . 41—42 86-88
Stottere Mast Hammel, aut genährte junge Schafe
itnü geringere Mastlämmer 34 - 35 80 —84
Schweine.
Vollsleischige Schweine von 80-100 kg
Lebendgewicht 55.00—-58.00 70.00—73.00
Vollstcischige Schweins unter 80 kg
Lebendgewicht .... ... 56.00—-57.00 70.00—72.00
Vollfleischige Schweine von 100—120 kg
Lebendgewicht 55.00—57,00 71.00—73.00
Vollfleischige Schweine von 120—150k;
Lebendgewicht ....... 56.00—58.00 70.00—7 2.09
Meteorologische Beobachtungen -er Station Stehen.
Dez.
1813
Barötneter auf 0° redtiziert
Temperatur | der Lust
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke
Grad der Bewölkung in Zehntel der flchtb Himmelsfl.
Wetter
11
2n
749,8
81
6,5
81
WNW
2
10
11-
750,9
6 7
6 7
92
W
2
10
Regen
12.
7Ä
750,3
6,1
6,3
89
sw
2
10
-ochste Temperatur am 10. bis 11. Dezember — + 8,2 C.
Niedrigste * * 10. , 11. , ■= 4- 6,6' C.
Liiederschlag: 0,1 mm.
ijr , ■ • liefert billigst die BrühPsche
Kuverts mit Firma sä
3.:
=> a- --
— ro"
e
ÖS-,
D ZL‘ o
er o
OwC’’ o ' ' ' ÖD' Cft CD CD
Sv o rr CP .
e
er ’ =
■ — 7. n
E
~ cd
o
CO 1'5 er q
2 <T>
Co
10 §§§8
=> 2 =>»
S •1
o er
_ -1 CD — g. ut 2 -- = KZß.
S. "
<^cr 2 < o 3t
.„an
• „
3k — n
• s r6
&
Z% S s — o
erer<e> *■—«
2 o'2< 2
" _ »M3
Ip
Iss
eoo 3
V 2
'n
1 — n
-ä
er —*2.
-F1 «A.5
2^2 SrUZ
\2
r: <3. ->
«'n ” s C& *
= O o t=> 2 2' er ,-t " — S'c-
—Ss «
= 0 L —’s
Sf.3S ■=>
CD 2^ M -
^H.5-3 &
M-ss ||| ta % 2 er o
— > ~~9 rv .‘■5 7-7cd*2
Xt ' XS co'zex
H3'
s-
er 2.^2" —
9- et
ö B" 0
»
-"cf rr. S
.7
5T
Ou
io = CO
ti= 2. o — — c
Zßs
E ’-D CD s Oi -
o o
S-S er c *'■
2-^ = HO r~t O' => 2.'?
« iS E*E;
o s §• CD — W —
CD ।
O: g 35 CD
— er—."' o ra
2:3 re <3 ■
D •
i3 o 3 2'"tSrc S S'-=3- 0 » 2.= :_co
O 2.2,
»' 5-2^0- H*-
ö" r>ro = '-
ö 'Ä
LSZ - — w •
3-^—.tTc
_ 35
- 55°, = frSg-S
* ’ o 5- _
er r?
SEgSSf
——2.3»
C -<?
Ä*0"® -2.2 -
2 2 #4» r»
taggte
s 7-2.
7. orS-D ,IU
rr. a 2 ^2, 5 ce-c coE.5 o Cc— 2^- Z
D: - „
"" 3 s 0 0 CftCT- 35?_DS._.-30
E X =! => » SSMal 00:52 —
Ö®«’ Ls: 2 --3T1 "
2
n
4
I re
I
1 2
H
D tfi 61 vi
tpir sier für «er< Adil
«II
Snn« für i bis t
berau die n keines Sonn wegs die ge keine nicht brochk haben Kanzl gera daß e wir's nnd z schlag mochi gerin votu' über $erl) nant beit, Hera! sich Urte tanj: optii Aus litik Wir untei mtral mußte sonst n den er 011 sei Westa lichen beutfd noch ■ Paasd habe c verue! wird 1 beütoci des Lk unged, 2 litik kl wie ab tzatte
Ätmti'fi v.Wcl der a Thcod behau ftQuid iubü erst 3
gönne bent ( Ouver seinem das 2| "eines
natürli mnst.
seine ; "enden rakter rin P •Ocrojic gebraä
svrachji °b zus Kilt j »5 91 mnncr "üchte. so heft wehr
g<
<on : Akte Ich, i Kiwi Ardi Kl Nn bekan Noch i-lne


