Nr. LSS
Ltschefnl tizllch mit Vu-nahme des Connlog».
Xie ,,#iefccntr fwellieiHitttr" werden bem •Knjdfler* viermal wöchentlich deigelegt, das nKreli>l«tt ftr frei Kreis Kietzen" zweimal wöchentlich. Xie „taufrwlrtfchastllche« Seit* fregel" erscheinen monatlich zweimal.
163. Jahrgang
Freitag, 1Ä Dezember 1913
Giehener Anzeiger
Seneral-Anjeiger für Vberheffen
Retahcnibniif und Verlag der VrüdNche» Universuäts - Buch- und Eteindruckeret» 9t Lange. Oteften.
Äebaftien, Expedition und Druckerei: Schul« strotze 7. (hipebition und Verlag
Redaktion: 112. Tet-Adr^AiizeigerGießen.
Mb. Deutscher Reichstag.
187 Sitzung. Donnerstag. 11. Dezember.
Sm Bundesräten sch: Rapoto, Aalkenhayn, Del» 6 r u rf, Stalle, Lisco, Kuhn.
Ten Platz des Aba Dove (vp.), der heule feinen 60. ®e- burtStag feiert, schmückt ein prachtroller Rosenstrauß.
Präsident Dr. floempf eröffnet die Sitzung 11 Uhr 20 Minuten.
Zortsehlmz der LlalsbeuHuuz.
(4. Dog.)
Slbg. Dr. Ricklin 'Gif.):
Die gestrigen Ausführungen des Ktiegsmiiiifters haben noch Immer die Angabe der Strafenhöhe vermissen lassen. Grat Westarp hat gestern nicht den Schatten eines Beweises erbracht für die Richtigkeit feiner Anklage gegen die Zaberner De- pölkeiung. Gin Selbfthilfereckst der Lsfiziere und Soldaten ist mir unbekannt, verfehlt ist die Anschauung, baß die Interesse,i der SRihlärbchnrbe allen anderen Interessen ooranzusteUen sind, weil El^af,-Lothringen ein Grenzlanb ist. Str haben eben eine militärische Rebenregierung in Elsaß*Lothringen; das ist der Hern der Cache. Xie konservativen Angriffe gegen die elfast-lo'b.ingifcke Regierung können das etwas ramponierte Ansehen dieser Regierung höchsten- wieder reparieren. Die ZivilveNoaltung bat sich viel zu sehr in ihren Schranken gehalten! Eine Ct ttbalterkrisiS bestand an dem läge, an dem der Reichskanzler feine erste Rede hielt; ste wurde erst in Donau* eschingen behoben. Gras Wedel würde sonst nicht einen lag länger un timt geblieben sein! Auch der Staatssekretär Herr v. Buloch wird sich über die Angriffe der konservativen feine grauen Haare ivachsen lassenl
Regierung und Bevölkerung in Elsaß-Lothringcn sind wie Eheleute. Cie streiten sich wohl einmal, aber ein Dritter darf sich in diesen Streit nicht hineinrnischen. Cb die Genug- tuung von Donaueschingen genügt, wird sich im Straß* buraer Landtag zeigen. Wir werden die Regierung fragen, walte in der Angelegenheit getan, und trenn die Antwort nicht zu unserer Zusrievenheit auflfäDt, dann wird ein strenge- Strafgericht gehalten werden, schärfer als das, da? der Reichstag über den Reichskanzler abhielt. Die nationalistische Presse Hal sich in der Angelegenheit ausfallend zurückgehalten. Xie Sympathien für ssrankreich bei uns sind leicht erklärlich. Wir waren damals gleichgestellt mit allen Franzosen, jetzt haben wir eine untergeordnete staatsrechtliche Stellung. Für die scharfmacherische Politik deS Grafen Westarp haben wir im Elsass kein Verständnis. Wir werden eS nie vergessen, mit welcher Ein- feit sich der Reichstag in schwerer Surnde auf unsere Seite gestellt hat. Denn wir an vertrauen zur Regierung verloren haben, so haben wir desto mehr Vertrauen gewonnen zum deutschen Volke. TaS wird manche Wunden heilen, die daS Verhalten der Regierung geschlagen hat, und gute Früchte tragen.
Abg. Hoch (Soz.):
Tci Reichskanzler bat noch immer nicht erkannt, worauf e- e'genilich bei Zabcrn ankommt, nämlich daß die militärische Will- kürherrschaft daö Volk vergewaltigt Hal, dass gegen bic Verfassung gehandelt worden ist. Er hätte sagen muffen, da» Militär hat seine Schranken überschritten, das soll nicht wieder Vorkommen. Statt dessen hat er die Ausschreitungen entschuldigt. Der »Kriegs Minister de» König« von Preußen" hat alle Rechte für die Cf fixiere in Anspruch genommen, aber kein Wort bei Tadel» gefunden, dost bic grobe Masse de» Heeres be* leidigl worden ist. I til» von sozialdemokratischer Seite Pfuirufe ertönen, ersucht der Präsident, diese Rufe zu unterlassen). Der Reichstag will keinen Reichskanzler dulden, der nicht imstande oder nicht willen« ift. gegen solche Ausschreitungen mit Nachdruck vorzugchcn. L'eiber sind wir nicht in der Lage, den Kanzler fort- zuschickei.. Da» wissen wir sehr wohl'. Darum müssen wir eben de,, Etat verweigern. Der Kanzler durste sich ja gar nicht zum Kaiser I.geben; nut ber NriegSminister bürste e« (Sehr nckttg! bei den Soz.). Co läßt sich ein verantwortlicher Reichskanzler behandeln. Ihm genügt e», die Kulis sezurDeckungdes Kaisers zu sein. Ist da« Verantwortlichkeitt
Ein Reickskanzler da»-f nicht zu einem Bedienten des Kaiser» sterabgewurdigt werden! Der Reichskanzler kann von den Triefen, deren Verlesung ct unterlassen haben soll, gar nicht» gewuht haben; eine solche Unterlassung würde ja eine Treu* lofiflfeit gegen seinen Herrn darstcllen. Er bat sie wen nicht gekannt l Ter Kanzler bestreitet eine Rebenregierung Er hat webt; ec gab nur eine Regierung, aber d,e war nicht er. (Zehr gut! bei den Soz.) Dir haben ein Militär nufitjür ba» Volt, fonbetn ein Militär gegen Da» Volk. (Sehr richtig! bet den Soz.) Tie Nebentcgierung hat es zuwege ge. bracht, daß da» H'criprcAen eine» besseren Wahlrecht» in Preußen nicht emnelöft wurde; sie will jetzt wieder ten Arbeitern das Slrcikrccht entziehen. Dir bemühen uns. Stre'kau»schteitungen zu verhindern. Die Konservativen, die Nationallibcralen, der Hansa-Vund — die haben nicht da» geringste Recht, vorzugeben! Die Unternehmer selbst arbeiten mit den schamlosesten M.tteln. Charakteristisch ist der <laII oer Ganabian Parisir-Gesellschaft in Oesterreich Dort ha, sich ein Minister gefunden, bet tinßt' schritten vt. Gegen Herrn «aDin aber ist man tn Deutsch.and nicht vorgeaangen. Die falsch Streikpro.ene behandelt werden, zeigt ter Stettiner Prozeß! Der Reichskanzler lehn! ein -«»* ^ahmegesetz ab: dafür soll da» Strafrecht verscharrt werden, um eine .raritätiid*:’ Bchandlnng zu ermogNck'en. ti<f- in ^eut'ä. land ist eine raritähübe Bebandlung gar nicht möglich, ^ex da
frat, dem wird gegeben! .... _____
'n dem Stettiner Streikvrozeß herr'chte nur eine -timme. Xa« Urteil ist unerhört! Dir baden daS Gegenstück — den Ä r u P p P r o o « ft ! Wic wäre wohl die Strafe ausgefallen, wenn eS fick nicht um Kruppsche Beamte, sondern um arme Xeu»el^pe- handelt hätte? Di,- Koniervativen ^nd auch mAt bte roobren freunde de» Mittelsto.nhrT Jviefiraf Dest.rnvglauben machen will. Dir haben eine vorzügliche Ernte aebabt. bat den
Forlen > von ' — Ter kleine Rann aewß nicht In ft.e.nanen können wir unsere Interessen am besten fördern wenn wir eine wirkliche frriedenspolitik verfolgen und nub. eine ^.obe rung? Politik, auf die die Koniervativen ihre ^™r.a setzen? viel wichtiger erscheint eine Forderung der Sozialpolitik.
?Tbg Arzberger (Scnfr):
Der Reichskanzler hat dteirna 1 zu d er S f f a re 3 a« bcri •c-.cajen. '-Senn er da» vierte Mal 'drickt, Wb «
sich vcb< ch: aU Sieger von Zabern .'trachten, er b t>,e S^chc doch sehr auf d.e leichte Cckultet genommen. S:r
lieben ganz einig und geschlossen hinter der Rede Febrenbacks »e,»all im Zentrum.- X<c Reichskanzler sucht die Su-clegen- heu auf ein totes Geleise zu schieben liegen müssen »u ent* schieden protestieren Hebet die Vorkommnisse in Zabern »et- here ,ch fein Dort, bie Geschichte hangt einem zum Halse heraus. (5ebr richtig!) 8bet gegen die Haltung der 9leflicruri brs Reichskanzlers, de» Kriegsmin,stets wenden mit un» mit schärfstem Widerspruch Richt nur ber Rock des Aöntp». sondern Vereisung und Rerchsgesetze müssen unter allen Umständen respektier! werden. Namentlich über die Unterstreichungen des Ariegiminifier» steht das Urteil s e st. Der Reichstag muft dagegen protestieren trenn er auf diesen Ehrentitel In* sprach erheben will. Es bleibt bestehen, dass ber Oberst sich über Recht und Geietz hinwegaesetzt hat. Denn der Reichskanzler etwa mit einer ungeschickten Rede Unheil anrichtet, hat da ein General da» Recht, ibn und tue ganze wilhelrnsttaßc gefangen zu nehmen k sHeiterkeit.) Auch das Militär untersteht dem Gesetz und bem Recht De r Schaden, den bei Reichskanzler an- gerichtet hat. kann nur durch ein unumwundenes Zugeständnis seines Irrtums repariert werden.
Graf Westarp hat sich auf den berühmten Rechtslehrer Ihering berufen. Ich kann ihm ein anderes Dori desselben Rechtslehrers entgegenhalten, da» gerade auf den Eifässer Fall wie von prophetischem Geiste diktiert zu fein fdicint. »I» he itzt da: .die sittliche .Kraft des Volkes Ist die wirksamste Cchntzwebr gegen den äußeren freinb. Als sie im deutschen Volk erlosch, gingen Lothringen und Elsaß dem Reiche verloren." Daran hätte Graf Westarp denken müssen, beflbalb bat auch Fehrcnbach so entschieden gesprochen. Erschüttert ift da» Vertrauen, dass ber Reichskanzler der oberste Schützer des Rechte» des deutschen Volkes ist. Dieser Gedanke leitete das Haus, und das ist bic Bedeutung des Misstrauensvotums vom 4. Dezember. Mit einer größeren Mehrheit als von '/. hätte es nicht angenommen werben können. Einem einstimmigen Mißtrauensvotum gegen- uber konnte sich keine Regierung auch im deutschen Valerlande halten. Gras Westarp ist aber uber das, was ber Kanzler sagte, noch weit hinaus gegangen. Er hat nicht bloß von dem Recht und ber Selbstjustiz bei Militär» gesprochen, sondern geradezu von der Pflicht des Militär», einzuschrcten. Er hat diese Pflicht offen proklamiert. Das ist nichts anderes als die offene Proklamierung de» Militärfau st rechtes und der Diktatur. Dir bedauern, daß gerade der Vertreter einer konservativen Partei solche Anschauungen vertreten hat. Wenn Sie inach rechts) bekannt werden wollen, wo Sie noch nicht bekannt sind, etwa in Süddeutschland, bann werden Sie damit keine moralischen Eroberungen machen. Die Zivilverwaltung soll nicht von ber Militärverwaltung kontrolliert werben, sondern wir fordern, bass allgemein Recht unb Gesetz herrscht. Rur der kann unterliegen, der hierbei Unrecht hat. lieber da» Mißtrauens- Votum bat sich ber Reichskanzler geringschätzig geäußert; Graf Westarp behauptet sogar, c» gehöre lediglich in den stenographischen Bericht. Dahin gehören alle Beschlüsse, de» Reichs. tageS. «Zuruf bei den Soz.: Auch Graf Westarp! Heiterkeit!)
Andererseits können wir der Debeutung, die Scheidemann bem Mihtrauensvotum gegeben hat, nicht zustimmen. Die SBahrbeit liegt auch hier in der Mitte--beim Zentrum. (Heiterkeit.)
Aber der Reichskanzler soll da« Mihtrauensvotum sticht unter- schätzen E,n .Kanzler, der nur mit Mißtrauen bepackt ist, kann sein Arni in der Lefsentlichkeit nicht ifcihir führen. Oktoife liegt die letzte Entscheidung bei ihm. falsch aber ift e», daß, al» wir bat» Mihtrauensvotum fd'ufen, damit nur Die Stimmen zählen wollten. Wir haben damals keine Acnderung der verfassungk- rechtlichen Befugnisse gewollt. Aber hinsichtlich der politischen Verhältnisse sollte e5 seine Geltung haben. Auch dem Reichskanzler wird das Wort von der politischen Entwicklung bekannl fein und bic Aorrn, die wir damit geschaffen haben, soll dem Reichstage eine Waffe in die Hand geben, feine Ueberzeugung entfprerfrenö zum Ausdruck zu bringen. E» gehört mit in den Kampf um bi c volksrechte. Der Reichskanzler hat erflärt, er werde feine Demission nicht einreichen Braucht man denn vor der Macht de» Parlament« zu erschrecken? Wir wolle,, in Deutschland vorwärts marschieren. Ein Volk, das mündig wird, allgemeine Schul-, Wedr- und <=teucrpfli(fit hat, will nickt bloß regiert werden von der hohen Bureaukral-.e. Es muß eine Erweiterung seiner Reckte anstreben. eher als eine feste Verankerung der Monarchie. Fürst Bülow bat vielleicht feinen hervorragendsten Dienst dem Vater- lande geleistet al« er zurücktrat, weil bic Rationalliberalen ihm die gewünschte Reick'fiiianzreform nicht bewilligen wollten.
Au» dem Befchluh wird daS, was die Mehrheit de» Reichs- tag» aus ihm mach« (Sehr gut!). Der Reichskanzler bat nack den Motiven der einzelnen Parteien gefragt. Bei dem Befitzsteuer- gesetz bat er nick, nadi den Motiven gefragt. Er streicht da» Geld ruhig ein. ES muß dock festgestelll werde!, gegenüber dem Reichskanzler und dem Grafen Westarp, daß daS Mißtrauens Votum nickt ein Schuß \ n die Luft war, nickst ein Rickns Beifall link» u. i. Zentr.1 Dieses Mißtrauensvotum von 203 Abgeordneten hat ein solches Gewicht, daß niemand acht- los daran vorübergeben kann Ter Reichskanzler bestreitet, daß er einen Ruckzug angetreten bat Dar das vielleicht ein Dor- rnarsck: Grosse Hc'ierkest.) Hätte bet Reichstag versagt, bann wäre „och größeres Unheil in ben RcickSlanben geschehen. Bc ruh'gung ist erst emgetteten, nachdem das elfässischc Volk wußte, kah es >m Deutschen Reichstag Schutz findet (Befall L Zentr. und link»'. Weite fireife de» Volke» sind jetzt zu ber Ueberzcugung gekommc-i. daß. wenn Verstöße gegen da» Gesetz vorkommen, und wenn bic Regierung versagt, die Vertretung bc« beul* schki, BoH « » U>' r d fest st e h e n wie eine Mauer 'S?etb. ®e:fan i. Zentr. unb link» . Scheidemann hat erklärt, er wolle die Rührung übernehmen. Sir verzichten bar auf. Er bat gar keme itaat »männliche Befähigung dafür nackige wiesen
Nack dem Magdeburger Befck»luß dürfen bie Sozialdemokraten gar keinen Etat bewilligen. Sie wollen Sie (zu den Soz., also die Reg-crungdgefchäfte iibemebmen ? Sie haben ja nur Mords- couragc. wenn ev kein Unglück onrichten könne!' (Sehr gut! im Qaitmm . Sir kann denn Herr Schkidemann. ohne alle Rcputa* ticn zu verlieren, behaupten mir hätten Herrn v. Heer ngen bie Dcbrvorlage bewilligt? Da fragt ick: Dem haben eie benn ben Wehrbeitrasi bewilligt? Tn. Konseauenzen. bie der Reichskanzler au? ben- Mihtrauensvotum y.cben wirb, wollen wir abs>arten, «och Neujahr ist ja auch noeb Reichstag. Ter Sckatzsekretör bat uns leibet nicht verraten, auf welchem Gebiet wir sparen sollen. Ho-fenilick hti! er baS in ber Kommission nach Wir wollen seiner Kührung gern folgen. Er hat leider noch zwei U n * bekannte vergessen Herrn v. Zirpt» und Herrn d. Falken- b.inn (Sehr gut unb Heilerkett), bie außer der Äonpinftur unb dem Sfbrr.-trag für unfere ".nanzen von größter Bedeutung find. Ten Stillste-nb t n unteren Reichseinnabmen bat Herr »ühn nickt erwähnt. Zugunsten des Re-ck-fchatzomtk, sollte man einen Ausgletchsfonb» jchatten. Zum Lobe bei Kriegs-
> Lebhafter Beifall)
dauernden Dohle Reiches entspricht.
Ich möchte keinen Zweifel aufkommen lassen über die Hal- tuua des Landes Braunschweig Sir danken für die fnmpaitrfcoe Ausnahme, die die Ereignisse in Braunsckwog bei der über- wiegenden Mehrheit de» Hauses gefunden haben Dir danken den Abgeordnete,' Dr. Spahn und Xr. Sterner, bte in durchaus svmvathischci. Weise die Losung der braunschweigischen Thronfolge hier behandelt haben, ebenso Herrn Dassermann für feine eiiücilenbcn ÄuSfÜhrungcu. Das Land Braunfchweig d„ frühere provisorische Ordnung ferner Bunde-verha ttstsse durch nahezu drei Jahrzehnte hingenommen um des Reiches Willen. G» hat eS getan unter Zurückstellung feiner eigenen nnfstte t n treuer Lostalitäi, an der auch nie der geringste *2IDC1J“ laut «Worben ist. 2'cg.c'sl'ch ift die Besriedigimg des Landes über die glucflidic Losung unb über den freundlichen Widerhall, die sie un Reichstage gefunden hat.
Wir und dem Rcickskanzler danivar für die gestrige Behandlung der Sacke, datz er Ixrvorgchol’en hat, wie die Rege- luiig gerade auck unter Bcrückfickstigiing der 'leckte Br"un- schweig» erfolgt sei. Braunschweig hatte tae Reckst, eine Besein» gurm de» provisorischen Zustondcs zu verlangen, sobald ec "geiid mit ben Interesse,i des Reiche» berembar wat t>icic neue Rege> lung liegt zügle-ch im Interesse der lauernden Wohlfahrt und des inneren ^rieben« diese- monarAtfctui rtaalc Hanblungen haben sialtgefunben in bem (Mitbiopunflc be» Rechts unb bc» Vertrauens Gs bandelt sich um ein Land, dessen loyale Haltung keinem Zweifel begegnet Jeder wird überzeugt fein, daß bic Vonahtät de» braunschweigischen Monarcken über leben Zweifel erhaben ist unb daß daraus, wenn eS nottut, alle 5ion. scaucnzen gezogen werben Die Verantwortung, von ber gestern bet Rcickskan-lcr gesprochen hat, i.tKtiicbincn wir zu unserem Teile gern und freudig, in dei Uibcrzeugung das, 'llcs was ber Rclckkkanzlcr gestern scstgeiicll' Hal, bic gute Biitgsckafi in sich schließt, daß die endgültige Lösung so gesckc'ien lit, wie es bem nick, nur unsere» Lonbes, sondern auch des
Ministers fei gesagt, daß wir für 1914 zum erstenmal seit fünf* unbzwanzig Jahren leine i* au rodentlicken Kill» täeetat haben. K't ben Rüftungsverstarkunge,' muß auf lange Zeit Schluß gemaett werden liefe» Dort tc$ bayerischen Mmisterprästbentcn muß auck -ins z»:: Rick'.fcknur dienen. Höchst bedauerlich i<i es, daß un Rilitätetat die dre, Äomm inban- tut hei len. bic wir nach langen Debatten gestrichen haben, wieder erscheinen. Glaubt man wirklich, daß der Reichstag so schnell feine Meinung ändert k
Wird der Krieg.'Minister darauf bringen, datz der Duell- zwang beseitigt wiidk Dazu genügt >i - Machtwort de» obersten ssriegsberrn. Hier ,n Berlin gibt c» ein Institut, bas {»genannte Ebtenmänner ausleiht, he C'»dräuen «um Edebruch verfuhren, um bann cm Duell zu ermöglichen Der Polizei und Tia.itsanwaktfchaft i (t bas Besteh e « biefes Initiiutes bekannr (^ibi e» emen tolleren Hohn auf das Duell' Ter Kr'.cgsmm-r bcruigc ben Duellzwaug, unb tausend fatbohfct'c Iunglmgc werden die tttizieiskarriere Zustimmung tm Zenit.) Em cnifch,ebenes Dori gegen^me Treibereien der allbcutfchen S l, q u c un not. (sehr gut, links.) Das wurde unfern auswärtige,' Politik zugute kommen. Zum Arbeitswilligenfchutz bat bnr Reichskanzler mir vielen Dorten sehr wenig gesagt verick arsungen bet Strafbestimmungen im neuen -iralgesetz können wenig nutzen, zumal da es sehr fraglich ist, ob en.er von un» diese» neue Strafgesetz noch erlebt. Denn bic Sozmlbcmokraten w,rknck den Terror verurteilen, warum schließen sic b'c ierror«inschi'i' Arbeiter nicht aus den Gewerkschaften aus' Bisher 'st ken folcker Fall be- kannt geworben Turck die Gcsetzgebiuig läßt fick der schwerste Terrorismus nickt fassen, bas ist der feg S c 11 it a 11 lerrorw- mus der Arbeiter unter nnanbei Hier hilil bloß die - t a r I u n g der christlich.nationalen Arbeiters cha f t al» Gegen- gewickr gegen bic soz,aldemokr'tische Gcwerkickaste,,. -chon Dr. Spahn bat sich über bic mangelnde Parität , n bet Besetzung b ö b c r f r Reidjfa intet beklagt Warum antwortet oer Kanzler nicht' In den höchsten SteUen lit fein einziger Katholik! Ta können Wir zur Regierung nickst da» Vertrauen haben, daß sic mit gleichem Maße mißt. .Bei,oll '. 3entr ) Dir n teilen r-tlo,U*en $ i •
katholischen Unterstaatssekretar unb Imiftermlbirrttor V»rt! Hort! Zentr.) Da» ift kein Zufall, da» ,st <5hitem Wir Per- langen,, was wir überall fordern, ttierecktigknt. (Beifall t. Zentr ) Brannfchweisiifcker VcboUmädilifller Geheimer Lesiationöral Boden:
Abg. Haussmann lBp.):
Es empfiebU sick, eint ' onimiflion jur B e. ratung der auswärtigen Angelegenheiten cnzu- fetzen. Xer als gefährlich angesehene Balkanvunb v. auseinander- gefallen, ohne kai- cb.iropn mit «attcngciialt emsukchreiten biauchtr. X-e vo" Kikerlcn Dackier eingelötete Baltanpol,t,k
hatte da» richtig erkannt, sie sollte lortgesctzi locrbtn. Der fratiie Rann, bic Türkei, bat immer nock Lebenskrasi Daß seine «cr»te noch zablreickcr geworben sind, ist feine unbedingte Garantie für sein oaibigr» Ende. Erfreulicherweise bat brr Dreibund feine Schwächung erlitten. Dir sollen nur tunftige (Erfolg* nickt durch ruhmredige Behandlungen in Krage (tellen. Dav Buck des Kur- sten Bülow .25 Jahre deutscher Pol,Hf unter D'lbelm II. 'st ein Pla'dooki pro domo unb y r < lomino. Ev sinb auch h tlc stzedler gen,acht worbeu In Kranfeeick sckxn. n d'e vo^ts* setzungen für eine Annäherung gegeben -?,r durfen feine Hand ck
Haltung einflcnomD’tr Xie .Huitungrt müssen Dcrlanpiamt werden. Bedauerlich •.it. daß unfere T iplomatic das große, interessante und t'icktigc Vo!! der (Ibtneicn ioen,get kannte, als bic englische Jnb arner.kamfch.- Kalfchc Mittel sinb Maßregeln wie bei Vci.'Li bet LM'duna c; .* 2 . ;;irC ober des nor
wegischen Vortrag- 9mimb((n» Deutschland hat allen Grund, im Ausland, ranuntiwh n Skandinavien, Symra'hie zu erwerben.
Der Statthalter Graf Vedel bat in Elfaß-Lotbtingen den preußischen LandreitLioi, angesck'aaen, ?c6halb i>: er und der Staatssekretär v. Bulach hier angegriffen worden. Zwei Kragen habe i ch an ber st r i c g s m > n i st e t. Ist ben elsässischen Rekruten ber D e i h n a ch r s u r ! a u d penonimen unb erst auf höhere Veranlassung ir icber gewähr: irotber ' Soll Habern etwa bie Garnison verlieren, oder soll nut das Regiment gewechselt werden ' Xer Reickskanz!' fv: ein- Sck.'ackt verloren. Er bat keinen stentakt messt mü der Vosksv-'rrretung. Graf Desiarp schädigt mit feiner Himweld nr ' V"-'"'1' das
daß sie so dhc.
enthüll-, hohen. (Gehr gut! link» . 2 e r Reich - ' a q n ich»


