Ausgabe 
26.9.1913 Drittes Blatt
 
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voll fleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht........

Dollfleischige Schweine von 100120 kg Lebendgewicht........

Dollfleischige Schweine von 120150 kg Lebendgewicht........

Meldung, das; 72 Schulmädchen belastet seien, 70 hinzugedichtet sind. Diese beiden Mädchen haben ihr Tirnengcwerbc schon seit drei Jahren betrieben; dazu hatten sie auf der Augustastrave ein richtiges Absteibeguarticr, aber sie sind gelegentlich auch in Badeanstalten, Pennonaten und Hotcls mit Herren zusammen« gekommen. Tie jüngere, jetzt 12 Jahre alte Emma S., Tochter einer Arbeiterfamilie von der ParadicSstrasje, war bei dem ganzen Mschäft die Hauptperson; die jetzt 15jährige Mara Fr. ist die Tochter einer Witwe von der Weidenstrave. Die beiden Mädchen haben während des Kaiscrcinzuges aus der Gartcnstraßc einen Herrn anzulocken versucht, der zufälligerweise ein Kriminal­beamter war. Das gab Anlaß zu weiteren Beobachtungen und Ermittelungen, deren Ergebnis derart war, daß die Kriminal­polizei zu Verhaftungen der Beteiligten schreiten konnte. Die beiden Mädchen sind in einer Erziehungsanstalt untergcbracht und werden von Kriminalbeamten überwacht, die sic nach Erforder­nis zu ihren weiteren Bcrnchmungen nach dem Polizeipräsidium begleiten Diese Vcnrchmungcn und die daran anschließenden Ermittelungen sind noch immer im Gange, und cs wird dabei noch mancl-erlei neues Material zutage gefördert. Vermutlich

kustschlffahrt.

Dritter Internationaler Kongreß für Luftrecht.

h. Frankfurt a. M., 25. Sept Unter starker Betei ligung aus Deutschland, Oesterreich, der Schweiz, Italien, Belgien, Frankreich, Holland, Spanien nnd Engiund begannen heute die Verhandlungen des dritten internationalen Kongresses sür Luft- recht durch eine vom Staatssekretär Ma her «Berlin) geleitete Eröffnungsfeier, der n. a. beinrohntcn General v. Schenck, Oberlandec-gerichtsprasident Tr. Spahn, Obcrbürgerm.ister Vogt ,Akadcmicdircktor Prof. Tr. Wachs m nth, Handels kammerpräsident Geheimrat Andrö, Oberstaatsanwalt Hup­perts ans Frankfurt, Generalleutnant v. Plüskow «Tarin^ sladt), Appellatlonsgerichtspräsident Busson-Billault iPa- ris) nnd Olrrichlspräsident Tr. Jakobs (Brüssel). Das Reichs - amt des Innern ist Durch Geheimrat Tronke «Berlin) vertreten. In Vertretung des erkrankten Staatsministers a. D. v. Hcntrg eröffnete Iustizrat 91 icniet)er (Essen) den Kongreß mit einer Ansprache, in der ec sich über die Arbeiten desselben eingehend äußerte. Es folgten sodann Begrüßt«ngsansprarlu n von Staats sekrctär Maver (Berlin), Geheimrat Dronke für das Reichs' amt des Innern, Oberbürgermeister Bogt für Frankfurt, Prä­sident Dr. Spahu für die Jurisprudenz, Rektor Pros. Dr. Wachs in n t h für die Frankfurter Akademie, Präsident Bus - s o n Billaull (Paris) für Frankreich Alle Redner betonten die Bedeutung des Kongresses für die Besserung der Beziehun­gen der Völker zu einander, deren letztes Ziel die Erreichung des Völkerfricdens sein wird und muß. Sodann sprach, von Bei fall empfangen, Geheimrat Zitelmann (Bonn) überT a s Luftrecht" int Sttieg und Frieden.

Tas Problem des Kricgsrcchts erstreckt sich u. a. aus die Bestimmungen der Genfer Konvention, der Beschießung der Festun­gen, die Verteidigung der Grenzen, das Recht der neutralen Staaten. Beim Friedcnsrecht sind bemerkenswert die passive und prtjöc Spionage, Bcleidigringcn, Testamcntserrichmngen usw. in

Universitäts-Nachrichten.

Dec ordentliche Professor am Landwirtschaftlichen Institut der Universität Halle, Simon u. 9tathusi u s, ist im Alter von 48 Jahren an den Folgen einer Ohrcnoperalion gestorben.

vermischtes.

* Ueber d i c Breslauer Skandalsachc, über wir berichteten, geht derVrcsl. Ztg." folgende Darstellung Es kommen bisher nur zwei Mädchen in Frage, so daß bei

Lu^abrzeugen Das völkerrechtliche Problem beruht auf dem Prinzip welcher Staat die Gesetze zu geben und welcher iic an- zu wenden bat: der Referent behandelte rernerjne Personal- und Gebietshoheit des Staates bnm LuNrecht. Tie Geietzgebuins arbeiten des Kongresses sind intcrnatwnafcr Art, weil he die Abmachungen der Völker untereinander regeln und weil sie die Schaffung der einzelnen nationalen Rechte ;o lenken wollen, daN sie internationalen Charakter tragen müssen. Allem eine Völker rechtliche Bindung eines gemeinsamen Dcltluftsahrrechts ist vor­erst nicht vi erwarten Tem Redner wurde reicher Beifall zuteil, den Staatssekretär M a v e r in herzliche Tankesworte kleidete.

Tie Kongreßteilnehmer traten darauf unmittelbar ;u Sektwns- sitzunqcn zusammen ...

Tic erste geschäitlicke Sitzung des Kongreßes beichaittgre Nch heute nachmittag mit dem Privatrecht der Luftfahrt. Cs wurde hinsichtlich der privatrechtlichen 92atur bcd Luftraums beschlossen, daß sich niemand aur Grund seines Eigentumsrechts der Fahrt eines Luftfahrzeuges über i'cincm Grundbesitz widersetzen kann, cs sei denn, daß eine objektive Be­einträchtigung vorliegt. Jeder Mißbrauch des Durcbiahrtsrcchts verpilichret den Fahrzeughalter zum Schadenersatz. Zur »yrage der Haftpflicht wurde grundlegend beschlossen, daß eine Gefahr- dungshaftung, nicht eine Vcrfchuldungshaftung, ftatuiert wird, jedoch mit Einschränkungen, deren Festlegung weiteren Beratungen Vorbehalten bleiben soll.

Reue französische Fortschritte in der Flugtechnik.

Paris, 25. Sept. Auf dem Flugfelde von Melun errang gestern ein von den Brudern M o reau erbautes Flugzeug, welches mit einem selbsttätigen Stabili­sator versehen ist, den von der nationalen Lustschiffliga gestifteten Preis; das Flugzeug vollführte mit einem der Erbauer und einem Offizier als Fluggast in 80 Meter Höhe bei starkem Winde mehrere Rundflüge, ohne daß der Flieger das Steuer berührte. Wie das Journal" mel­det, werden in den nächsten Tagen auf dem Fluafelde von Chalon-sur-Marne Versuche mit einem n euen Panzer- fluazeug unternommen werden, das mit einem stark- kalrbrigen Geschütz ausgerüstet ist. Mit diesem Ge­schütz, das sich in einem kleinen Drehturm befindet, können unter den verschiedensten Winkeln Schüsse auch auf große Entfernungen abgegeben werden. DieserZeppelin- jäger" so kann man dieses Flugzeug wegen der ihm zugedachten Rolle nennen werde sich dank seiner Schnel­ligkeit den Flugkreuzern nähern und deren Feuer wirksam erwidern können.

Kälber.

Feinste Mastkälber . . . - .....

Mittlere Mast- und beste Saugkälber . . <

Geringere Mast- und gute Saugkälber . . .

Schafe.

Stallmastschafe:

Mastlämmer und jüngere Masthammel . . .

Aeltere Masthammel, gut genährte junge Schafe und geringere Mastlämmer......

Schweine.

Mk.

. 66-80 . 62-66 . 58-60

die ebenso brrnaunäfna Herren anadxxft haben io daß die Unter- iudumg und vermutlich auch weitere Verbanungen noch nicht abrrtid lDifen sind. Von Selbstmorden aus Anlaß der Auf» deckung der Verbrechen fmb tatiächlich bisher nur zwei, näm­lich der des BabeanstalrsvrsitzerS Strauß und des MagistratS- dieners Schwarzer, bekannt: wenn im Publikum weitere cxdllc genannt werden, so beruht das auf freier Kombination.

Kleine Cagerchronik.

Ter Zinnqießer Johann Straßer, der durch Urteil des Schwurgerichts München vom 3. Juli ds. Is. wegen Ermordung deS preußischen Militärattaches v. LewinSty und des P Oberwachtmeistcrs Boblender zum Tode verurteilt worden war, ist am gestrigen Donnerstag früh */,7 Uhr im Hol­des Strafvollstreckungsge'äugnisfeS z" München hingerichtet worden. Tic Hinrichtung vollzog Nachrichter Reichkart nultcl« Guillotine. Ter ganze Akt war in weniger als einer Minute beendet. Seit dem Verurteilten bekannt geworden war, da': der Prinzregent von seinem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch ge­macht habe, war er vollständig zufammengebrochen, was sich auch auf feinem letzten Gange bemerkbar machte. Er konnte sich launt auf den Beinen halten und mußte von den beiden Nachrlchter- gehilfen gcfchleup: werden._____________________

Markte.

fc. Wiesbaden, 25. Sept. Heu- nnd 8 trohma rk t. Angefahren waren 17 Wogen mit Heu und Stroh. Alan notierte: Hen 6,00- 6,60 Mk. Stroh (Richtstroh) 4,401,60 TIC,, flnrnun- stroh 0,00 - 0,00 Mk. Fruchtmarkt. Hafer 15,00-17,00 Mk. Alles je 100 Kilo.

(In einem Teil her Auslage wiederholt)

fc. Franksurta.M. Pich bof-Markt bericht >"""S 3c. t Auftrieb: Rinder 113, Ochsen 81, Bullen Kühe und Färsen 82, Kälber 997, Scheue 255, Schweine 1620.

Tendenz: Kälber gedrücft, Schafe rege, Schweine m " 7 r- ie geringer Uebersiaud. Preis für 100 Pld

Lebend- Schlacht-, gewicht

beerb das B^marbachkal, ino wir bei einer Ruhebank dir schwarzen Striche Tnnnjen. Auch späterhin kreuzen wir noch btt rotr Kerl- macfiening: Lollar -Lalohaus Mitten im Salzböoetal verlassen wir den Malo, gehen das Tal aufwärts bis zur Schmelz, um von hier nach Fronhauscn, wie schon früher beschrieben, zu ge­langen, wo die Markierung ihr Enac findet Marschiert 4'6 Stun­den Für Besucher des Waidhauses ist Gelegenheit gegeben, ober halb der Ruhebank ben weißen Molen nach, die von der schwarzen Punktenartierung abzweigen, dorthin in 25 Minuten zu gelangen.

Tutenhofen Stoppelberg Kirschen- wäldchen-Äctzlar

(Mitgeteilt vorn B H. E. Gießen.)

Beim Vcrlasicn des Balmboss Dutenhofen erblickt man an einem der gcgenüberstchendcn Häui'cr eine Tafel mit c: 11 cm schwar­ten Strich als Führunqszcichen, dem während der ganzen Wan­derung zu folgen ist. Einige Aufmerksamkeit ist in Münchhclzhamen erforderlich, sowie etwa 20 Minuten hinter diescm Torfe, da, wo der Weg nach links zu einer kleinen Brücke fuhrt. Beim Ucber schreiten der Landstraße Groß-Rechtenbach Wetzlar gebt man eine kurze Strecke nach rechts, wo das Zeichen auf der gegenüberliegenden Seite wieder erscheint Irn übrigen ist der Weg gut markiert unö nicht leicht zu verfehlen Aus dem Slopvelbcrg behalte man die anfangs gehabte Richtung bei und lasse beim Abstieg oen .türm zur Rechten Der Glanzpunkt dieser Wanderung ist der 2toppcl- berg «'402 Meter, von dessen Turm man eine herrliche Rundlicht genießt. Als willkommene En'rischungsstatwn kann das Weiler Kirschenwäldck>en gelten, wo Äafsee, Bier usw zu haben sind. Zur Zeit der Blüte bieten die ausgedehnten Kirschenanpilanzungcn einen reizenden Anblick. Beim Abstieg vom Kirschenwäldchcn zur Naubvrncr Straße genießt man einige schöne Ausblicke, namentlich auf bie Ruluc Kalsmunt. Rach kurzer Wanderung erreicht man Wetzlar.

Lccifcrrin

prämiert mit der goldenen Medaille auf der internationalen Weltausstellung. Wcnt 1913.

Dieses ist die höchste Anerkennung für ein medlznnicheo Bra parat, dessen wifsenichaftlichc Zuiamnienfeßnng und Wirkung hierdurch öffentlich anerkannt wurde.

Lccifcrrin ist hervorragend zur Verbesserung des Blut zustande^, zur Hebung der Körverkräfte, zur Stärkung der Nerven.

Für den Schwachen zur Erlangung verlorener Kräfte.

Für den Gebrechlichen zur Stärke und Energie.

Ter Jugend zum Wachstum, dem Alter zur Kraft und Stärke.

Dem O3rcifcualter zur Verlängerung dcc> Lebensabends.

Vcciferriu iit das idealste Hausmittel für fchwächliche. ncroofc

Frauen und Mädcbcn. I1*1

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