Ausgabe 
17.10.1913 Erstes Blatt
 
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Tte heutige Nummer umfaht 12 Seiten

heutigen Sitz T h r o n f v l

g e s r a g e beim

hiervon viel für die Erschließung der enormen Naturreichtümer

Sibiriens verspricht.

O. G.

*

db. Die Entdeckung eines neuen Festlandes

t in

neue Kraft dieser entgegen: der letzte Rest der Feuchtigkeit wird durch die Haarröhrchen wiederum nach außen gezogen und ver­dampft in der Luft, um später mit anderen verdunsteten Wasscr-

mengen als Regen wiederum niederzufallen. Hierbei bildet ein Ueberschuß an Sauerstoff, der bei der Bleicherei deutlich Ozon zum Ausdruck kommt und den wesentlichen Bestandteil Bleichmittels darstellt.

sich als des

Willen des Kronprinzen geschehen. Es ijst daher unrecht, für die geschehene Indiskretion den Kronprinzen verantwortlich zu machen.,

DieK r c u z z c i t uu g" erklärt:

Der Kronprinz handelte nur loyal und pflichtgemäß, wenn er seine Bedenken an verantwortlicher Stelle zur Spracl« brachte. Aber daß die O e f f e n t l i ch k e i t, daß namentlich das Ausland, wie es durch die Veröffentlichung derRordd. Alft gemeinen Zeitung" geschehen muß, über solche Gegensätze unter­richtet wird, das erscheint uns gerade nicht erwünscht.

DieBerliner Morgenpost" erklärt:

Keine Frage: Der Bundesrat sagt ja und Ernst August bcste.igt ohne vorhergegangenen Verzicht auf Hannover den braun­schweigischen Thron. Aber wer weiß, ob dies nicht Bcthmanns letzterSieg" ist.

*

Der Vorsitzende der nationalliberalen Fraktion des preußischen Abgeordnetenhauses hat dessen Mitglieder zu einer Sitzung, die sich mit der braunschweigischen Angele­genheit beschäftigen wird, auf Sonntag, den 19. Oktober, mittags 12 Uhr, nach Berlin berufen.

Zu der vorgestern erwähnten Notiz desHannoverschen Couriers" schreibt dieBayerische Staatszeitung":

Zur braunschweigischen Frage erhielt derHannoversche Cou­rier" eine längere Zuschrift, die sich in tendenziöser Weise mit Persönlichkeiten des derzeitige Hofstaates des Prinzen Ernst August von Cumberland und seiner Gemahlin beschäftigt. Nach der Darstellung sollen der der Hofhaltung des Prinzen vorstehende bayerische Oberleutnant Freiherr von Lichtenstern sowie dessen als Hofdame der Prinzessin fungierende Gattin klerikal sein, was damit, begründet wird, daß. der Vater des Freiherrn, General Freiherr von Lichtenstern, als Freund sowohl des Ministerpräsidenten Freiherrn von Hcrtling, wie Dr. Orterer und des Erzbischofs von Bettinger gelte. Es wird auf diesem Wege eine lückenlose Kette konstruiert, die angeblich von den Jesuiten zum künftigen Herzogspaar von Braunschweig führt. Die Tendenz der Aus­streuungen liegt zu klar zutage, als daß es einer besonderen Her­vorhebung bedürfe. In welcher Art hier zugkräftig der Preß- klatsch verbreitet wird, ergibt sich aus dem Hinweis darauf,1 daß der Vater des Oberleutnants Lichtenstern weder von Hertling, noch den Kammerpräsidenten Dr. Orterer, noch den Erzbischo von Bettinger näher kennt. Das törichte Gerede vonklerikaler" Gesinnung des Oberleutnants und seiner Gattin, sowie von Je­suiteneinflüssen erledigt sich hiermit von selbst.

Wie wird «der Kampf des Thronfolgers gegen den Kanzler diesmal ausfallen? Das persönliche Verhältnis zwischen den: Kaiser und dem Kronprinzen ist, so wird uns aus Berlin geschrieben, in letzter Zeit immer weniger intim und familiär geworden. Es fällt neuerdings sehr auf, daß sich der Kronprinz, wenn er bei seinem Vater eine Ver­günstigung durchsetzen will, die mit Geldkosten Verbundei- ist, nicht mehr au den Kaiser direkt wendet, soirdcrn bcn Hausminister um Vermittelung ersuchen läßt. Nun ist es abermals dieFriedenspolitik" des Kaisers, wenn auch in einer inneren Frage, die der Kronprinz, allerdings mit der Spitze gegen den Kanzler, befehdet. Man mag sich poli­tisch zu der Welfenfrage stellen, Ivie man will, man mag gegen das jetzige Vorgehen des Kronprinzen gewisse staats­rechtliche Bedenken ins Treffen führen, persönlich unsym­pathisch ist auch diesmal das Auftreten des Thronfolgers nicht. Und da er nur ausgesprochjen hat, was alle politisch Unabhängigen denken, so kann man nur wünschen, daß er diesmal mit seiner Thronfolgerpolitik durchdringt.

Berlin, 16. Oft. DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt:DieLeipziger Neuesten Nachrichten" brin­gen Mitteilungen über ein Schreiben des Kronprinzen an den Reichskanzler in der braunschweigischen Thronfolge. Wie wir hören, hat in dieser Angelegen fe'it eine Korrespondenz zwischen dem Kronprinzen und dem Reichs­kanzler stattgefunden, bei der der Kronprinz seinen Bedenken gegen die Thronbesteigung des Prin­zen E r n st A u g u st o h n e ausdrücklichen Verzicht auf Hannover Ausdruck gegeben hat. Der Reichs­kanzler hat in seiner Antlvort unter eingehender Sck)ilderung des Sachverhalts die Gründe dargelegt, die für die Haltung der preußischen Regierung maßgebend sind."

Sehr lakonisch macht dieNorddeutsche Allgemeine Zei­tung" nachfolgende Mitteilung:

Deutsche» Reich.

Straf- und Gnadenerlasse in Baden.

Aus Anlaß des 25 jährigen Regierungsjubiläums des Kaisers hat das Ministerium des Innern auf Grund der ihm übertragenen Begnadigungszuständigkeit in 45 Fällen Strafnachlaß, Strafermäßigung und Strafaufschub auf Wohlverhalten eintreten lassen.

Schutzd^erDeutschenin Mexiko.

Das SchiffHertha", das in den nordamerikanischew, Gewässern sich befindet, erhielt den Befehl, zum Schutze der deutschen Interessen in Mexiko nach Veracruz zu gehen und wird später durch das SchiffBremen", das in der: mexi­kanischen Gewässern stationiert ist, abgelöst werden. Die Hertha" ging am 13. Oktober von Halifax ab.

George Sands Rat au einen jungen Mann. Aus dem Besitze Henri Annes veröffentlicht Victor Goedorp im Temps einen unbekannten Brief, den George Sand im Jahre 1873 an den heutigen Besitzer richtete, der damals als Zwanzig­jähriger in Rouen diente und im jugendlichen Enthusiasmus an die große Dichterin einem Brief geschrieben hatte, in dem er, der junge begeisterte Bewunderer ihrer Werke, der neunundsechzig­jährigen, zurückgezogen auf ihrem Schlosse in Nohant lebenden Schriftstellerin sein Herz ausschüttete. Amic, der sich später als Vühnenschriftsteller einen Namen machte, in den letzten Lebens­jahren der George Sand ost bei ihr als gerngesehener Gast weilte und heute eine einzigartige Sammlung von t oft» baren Briefen und Reliquien der Dichterin verwahrt, hütet diesen ersten Brief, der den Rat der vielerfahrenen großen Frau an einen jungen Mann enthält, als- einen unschätzbaren Be­sitz.Ja, mein Herr," so beginnt das Schreiben der Sand an den unbekannten Jüngling,ich habe Ihren Brief gelesen und fand ihn gut und wahrhaft. Und so danke ich Ihnen denn und will Ihnen trotz einer noch kranken Hand antworten. Sie stellen mir eine in meinem Leben gelöste Frage: bleiben Sie rein und verheiraten Sie sich jung mit einer Frau, die Sie lieben werden. Sie werden schöne, gesunde und lebensfähige Kinder haben, und das ist der Zweck des Daseins. Die Hälfte dieser lieben Wesen leidet oder stirbt.durch die Schuld des Vaters! Und wenn wir von der physiologischen Tatsache zur moralischen übergehen: welche Reichtümer häufen sich in der Seele an, die zu warten und sich zu beherrschen wußte! Welche Macht, welche Kraft und welche Gesundheit wohnt in einer solchen Seele! Und diese Macht ist übertragbar wie die andere." Dann spricht die Sand von den Fortschritten, die die menschliche Gattung errungen hätte, wenn alle Menschen sich rein zu erhalten gewußt hätten und diese Reinheit der Seele von Geschlecht zu Geschlecht ver­erbt hätten.Darum," so fordert sie den jungen Unbekannten auf,gesellen Sie sich zu jener kleinen Zahl von Menschen, die jene Stufen wieder emporsteigen wollen, die die anderen hinab­stiegen, gesellen Sie sich zu jener unendlich kleinen Zahl, der das Weltall angehört, dieweil alle anderen verdammt sind. Leben Sie wohl, haben Sie den Willen, die geistige und materielle Substanz zu Ihrem höchsten und notwendigsten Ausdruck zu erheben, der das .ist, was wir Gott nennen. Von Herzen

Tageskalender ans dem Jahre 1813.

' Waffenruhe am Sonntag. Napoleons ver-

gevncyes Unterhandeln mit seinem Schwiegervater, dem Kaiser von Oesterreich. .

Polarmeer. Unser Petersburger Mitarbeiter schreibt uns: Der _ Kapitän zweiten Ranges Wilkizki, der Chef der vom russischen Marineministerium ausgerüsteten Expedition zur Er­forschung des Polarmeeres, hat ein neues Festland entdeckt. Die Expedition Wilkizkis bestand aus den VermessungsschiffenTai- myr" uni),Waigatoch" und ging am 26. Juni 1913 von Wladi- wostock aus. Am 28. September lief ein Funkspruch ein, der besagt, daß Wilkizki nördlich von Kap Tscheljuskin ein Festland entdeckt habe, das sich bis zum 81. Breitegrad und 96. Längen­grad erstreckt. Die Ausdehnung beträgt 200 Meilen. Petersburger Geographen glauben folgenden Tatbestand annehmen zu können. Kapitän Wilkizki wollte von Cap Tscheljuskin offenbar weiter westwärts Vordringen, um ein geeignetes Winterlager auszusuchen: da aber sein Kohlenvorrat, wie er meldet, zu gering war, wollte er nicht so hoch im Norden überwintern, sondern zurückkehren. Da die Passage durch Eis gesperrt war, steuerte er nordwärts und entdeckte etwa 60 Kilometer vom Sibirischen Festlande Neu­land, das wohl auf keiner Karte verzeichnet ist. Es ist jedoch noch fraglich, ob Wilkizki ein Festland oder eine Inselgruppe entdeckt hat. Wilkizki stieß am 81. Breitengrade wiederum auf Packeis und nahm nun Kurs nach Osten. Er entdeckte nun nördlich von der Bennetinsel eine neue Insel. Von der Bennetinsel nahm er die Sammlungen der untergegangenen Expedition des Barons Eduard von Toll mit und dampfte nun nach Maska, von wo er Nachricht gab. Das von Wilkizki entdeckte Land passierten früher in nächster Nähe Nordenskjöld, Nansen auf derFram" und schließlich Baron Toll (1900); sie hielten sich aber alle näher zur sibirischen Küste. Die Anwesenheit dieses Landes ist schon von Toll und Sannikow auf Grund von Meeresströmungen vermutet worden, auch Wilkizki hatte die Ansicht ausgesprochen, daß nördlich von Cap Tscheljuskin Land tortjanben sein müsse.

Das preußische St a a ts m ini st e r iu m hat in seiner Sitzung über den in der braunschweigischen * ' Bundesrat zu stellenden Antrag

B e f rf) t idj gefaßt.

Eine Entschließung der Fortschrittlichen Volkspartei.

Ausland.

Verleitung österreichischer Militärpflich­tiger zur Auswanderung.

TasNeue Wiener Abendblatt" meldet: Heute (Don­nerstag) wurde der Direktor der Wiener Filiale der Cana- dian Pacific-Gesellschaft Altmann unter dem Verdacht der Verleitung Militärpflichtiger zur Aus w an­der uug verhaftet. Dazu wird noch mitgeteilt, daß die Behörden seit Monaten sich mit der Eindämmung der Aus- wandcrungspropaganda beschäftigen. Sowohl das Wiener Strafgericht wie das Landgericht Lemberg führten in dieser

Kaiser, Kanzler und Thronfolger.

< Ka^r Wilhelm in Bonn mit seinem alten Ba­

demeister Wilhelm Busch Studenteuerinnerungen auffrischte, wurde bekannt, daß der Deutsche Kronprinz inderWelfen- I^a^e emen Schritt getan hat, der auf einige Zeit hinaus Die politischen Federn in Tätigkeit setzen dürfte. Die Regie- rung, in der Erkenntnis, daß sich die Sache auch diesmal veim besten Willen nicht verschweigen und vertuschen läßt, gibt offen alles zu: Der Kronprinz hat dem Reichskanzler rn einem, wie es scheint, recht impulsivenSchreiben seine Bedenken gegen die neue Welsenpolitik seines VaterS geäußert, und Herr v. Bethmann Hollweg hat in einer Er- imoernng, so gut er konnte, den jetzigen Standpunkt der preu- bilujen Regierung gerechtfertigt.

Es ist das v i erte M a l, daß der Kronprinz in Ange­legenheiten von öffentlichem politischen Interesse mit auf­sehenerregender Entschiedenheit und Selbständigkeit eingreift. Das erste Mal war es die Affäre Eulenburg, die ihn auf den Plan rief. Erinnert man sich noch der Vorgänge ^^.2. und 3. Mai 1907? Da unterhielten sich in Potsdam 3wei Offiziere des Gardekorps auf offener Straße ziemlich laut über Maximilian Hardens Artikel betreffend die Lie­benberger Tafelrunde. Der Kronprinz, der sich in der Nähe befand und einen Teil des Gespräches angehört hatte, ersuchte die Offiziere um nähere Mitteilungen. Am folgenden Tage forderte der Kronprinz den Generaladjutanten des Kaisers, Hulsen-Haeseler, auf, feiner Majestät über die Angelegenheit Vortrag zu halten. Graf Hülsen lehnte ab. Sofort machte der Kronprinz seinem Vater von der Unterhaltung der bei­den Potsdamer Offiziere selbst Mitteilung. Der Kaiser befahl nun dem Grafen Hülsen-Haeseler als dem Chef des Mili­tärkabinetts, und dem damaligen Minister des Innern, Theobald v. Bethmann Hollweg, ihm Vortrag über diese Dinge zu halten. Nach bcn Vorträgen fiel bie gesamte Lie­benberger Tafelrunde in strengste Ungnade, und der Kriegs- mmifter v. Einem erhielt den Auftrag, dieräudigen Schafe" aus der Armee zu jagen.

Das zweite wohl noch in besserer Erinnerung stehende Eingreifen des Kronprinzen geschah bei der Entlassung des Fürsten Bülow. Das dritte, am besten bekannte, im Novem­ber 1911 während der Marokkodebatte. Am Tage vor seinem Erscheinen im Reichstage hatte der Kronprinz damals ein Te­legramm an den Kaiser gerichtet und mit seinen Brüdern zusammen dringend darum gebeten, Herrn v. Bethmann Hollweg wegen seiner Mißerfolge zum Rücktritt zu veranlassen. Wie also damals in Fragen der auswärtigen Politik, so tritt jetzt der Kronprinz als Gegner des Herrn v. Bethmann Hollweg in einer innerpolitisch-dynastischen Frage auf. Vor zwei Jahren hatte er mit dieser Gegnerschaft fein Glück: Noch während der Kanzler im Reichstage sprach, erhielt er die Einladung zur kaiserlichen Familientafel, zu der auch sein Widersacher, der Kronprinz, zitiert wurde. Kron­prinz und Kanzler mußten mit den Gläsern anstoßen. Der Kronprinz durfte am zweiten Marokkotag iricht im Reichstage erscheinen, und das kronprinzlichc Marschallamt mußte öf­fentlich versichern, daß der Kaisersohn und seine Brüder nicht daran dächten, in einer gemeinsamen Aktion gegen bcn Reichskanzler zu politisieren.

Line geheimnisvolle Uaturtraft.

Berührt man die Oberfläche des Kaffees mit einem Stück Zucker, so wird er rasch braun gefärbt. Die im Innern vor­handenen Hohlräume haben die Flüssigkett nach oben gezogen. Diese scheinbar unbedeutende Kraft wiederholt sich in der Welt­wirtschaft der Natur in einer gewaltigen Menge von Fällen, ja es läßt sich behaupten, daß sich ohne diese Kraft unser Dasein 'gar nicht denken ließe. Das Wachstum der Pflanzen hängt letzten Endes von den feinsten Würzelchen ab, die aus dem Erdreich SBaffer und wassergelöste Stoffe ansaugen und an die stärkeren Wurzeln ab geben. Die starke Eiche würde in kurzer Zeit ver­dorren, wenn man sie ihrer feinsten Würzelchen berauben würde. Jedes Löschblatt ist eine Anwendungsform dieser Kraft; die Zu­führung des Brennöls in der Lampe beruht auf der Saugleistung der Haarröhrchen. Bringt man in ein Wassergefäß ein Handtuch und läßt es bis zum Boden eintauchen, während das trockene Ende außen heraushängt, so wird das ganze Gefäß von Wasser geleert werden; es fließt alles nach außen ab.

Fast bei allen Körpern, auch wenn sie noch so dicht er­scheinen, muß man das Vorhandensein dünner Poren annehmen, die stets bereit sind, flüssige Stoffe anzusaugen und in sich wetter­zubefördern. So Tann man durch einen Backstein hindurch, an dem man einerseits eine Gasleitung stumpf anschließt und die umgebende Fläche mit Fett verschmiert, am anderen Ende des Steins eine Flamme brennen sehen, bie an Leucht- und Heiz kraft der einer normalen Rohrleitung in nichts nachsteht. Gefährlich wird die Porösttät des Steines für manchen Hausbesitzer, da auch der Mauerschwamm sich durch die kleinsten Hohlräume, die dem bloßen Auge verborgen bfeiben, heraufzuarbeiten vermag und durch seine Zerstörungen alltäglich bettächtliche bauliche Werte 6Crn$ontunfercn Forstleuten ist anerkannt, daß der Wald besonders geeignet ist das Quellwasser und die Flußläufe zu regeln. Auch hier ist es die Wirkung der Haarröhrchen, die das Wasser in dem feuchten Erdreich festhalten. Die Anwendung dieser kleinen Kräfte in der Technik ist sehr bedeutend. So wird das Festhalten der Schwefelsäure in Sägespänen usw. bei Verwendung der Trocken­elemente unter Rücksichtnahme auf die anziehenden Fähigkeiten der Haarröhrchen möglich, und die Schmierung von Mäschinenteilen durch den ansaugenden Docht gehört zu den sichersten Atten der Zuführung des Gleitmittels. Welche Rolfe schon die Feuchtigkeit bei Geweben spielt, ist bekannt, und wenigen ist es klar, daß es sich hier um un scheinbare, aber geradezu ungeheure Kräfte handelt. Werden jedoch feuchte Stoffe an die Sonne gebracht, so tritt eine

Hannover, 17. Oft. Die Fortschrittliche Volkspartei nahm in einer Versammlung gestern abenb eine Ent­schließung zur Welfenfrage an, in der es u. a. heißt:

Die Porter ipricht im Interesse einer friedlichen Entwickelung der politischen Verhältnisse in Hannover und Braunschweig ihre Genugtuung darüber aus, daß die preußische Regierung nicht auf der Forderung einer öffentlichen Verzichterklä­rung durch den Prinzen Ernst August bestanden hat.

Pretzstimmen zum Brief de§ Kronprinzen!

DasBerliner Tageblatt" schreibt:

Es läßt sich natürlich einwenden, daß der Thronerbe in einer Frage, deren Wirkung sich gerade in der Zukunft fühlbar machen könnte, die Möglichkeit haben muß, seine Ansichten zu äußern. Leider nehmen die Aeußerungen des Kronprinzen jedesmal einen Charakter einer öffentlichen Demonstration an und alles beweist, daß die alldeutsche Umgebung und die persönlichen Beziehungen des Kronprinzen wieder einmal als treibende Kräfte gewirkt haben.

DieBerlinerNeuestenNachrichte n" urteilen:

Der Kronprinz hat nichthomogen", aber er hat deutsch gehandelt und er hat den weitesten Kreisen des Volkes aus der Seele gesprochen. Das wollen wir ihm nicht vergessen.

DerBerliner L o k a l a n z e i g e r" schreibt:

Präzedenzfälle aus früheren Zeiten zeigen, daß Kronprinzen mehrfach Gelegenheit genommen haben, ihre persönlichen Ansichten zwecks Information mit denen des Reichskanzlers auszutauscheu. Ueberrascht hat im vorliegenden Falle nur die Tatsache, daß das oben erwähnte Schreiben des Kronprinzen den Weg in die Presse finden konnte.

DieTägliche R u n d s ch a u" erklärt:

Daß von der kronprinzlichen Meinungsäußerung die O es­sen t l ich feit etwas erfahren hat, ist sick)erlich gegen beit1

Seine Entdeckung ist für die Erforschung des Eismeeres von umso größerer Wichtigkeit, als die russische Regierung zurzeit große I Ihre George Sand/' Mittel aufwendet, um den Seeweg durch das Polarmeer von .

Archangel bis zur Tsthrrktschen Halbinsel festzustellen, da man sich1

EErstes Blatt 163. Jahrgang firettag, <7. Mover M3

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