(1
u
he
z
so
n
e
*
I
di w ti ft
k
n
fli sch so
et E bc de die tzc Äc bii: Lü St iüc Se hil! reg JU(
de
zu Hä Hai toc 9b
uni un
be f)ä. im Eh es m je
gen Unterschlagung int Amte und toegen Diebstahl drei Jahren Gefängnis verurteilt worden war, ist jetzt, nachdem er sieben Monate von seiner Strafe verbüßt hat, begnadigt worden. Durch mangelhafte Kontrolle beging R. die Veruntreuungen, infolge deren die Stadt Koblenz um 50 000 Mk. geschädigt wurde.
se di
Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 18. August 1913.
Landwirtschaft.
7- Sto.rndvrf, 18. Ang. Unberechenbaren Schaden richtet in diesem Jahre der Apfelwickler an dem Obste an. In den meisten Gärten sind die noch unreifen Aepsel wurmstichig und fallen zur Erde. Das wochenlange Regenwetter begünstigt den vorzeitigen Abfall. Jeder Apfel, der am Boden liegt, zeigt den Wurmstich der Made oder Raupe des ^lpfelwicklcrs. Auch bei besseren Birnen ist diese Schädigung bemerkbar. Soll hier gründlich Abhilfe geschaffen werden: so müssen unbedingt jetzt und im Oktober Klebegürtel an den Obstbäumen angebracht werden.
= Engelnrod, 19. Aug. Der Flachsbau im hohen Vogelsberg geht von Jahr zu Jahr mehr zurück und macht dem Anbau von Getreide Platz. Nur in unserer Gemarkung werden noch kleine Flächen mit Flachs bestellt. Ter Verdienst des Getreidebaues ist bedeutend höher als derjenige des Flachsbaues.
reitens drehte sich Canrobert um und sah, daß der französische Dragoner direkt auf die feindlichen Stellungen zuritt. Ein Verdacht tauchte in ihm auf: sollte der Dragoner vielleicht ein Deutscher gewesen sein? Er ließ sich sofort bei Bazaine über die Zusammensetzung seines Gefolges erkundigen und erhielt die Antwort, daß er keine Dragoner um sich habe. Ter Dragoner war, wie der Marschall später versicherte, ein preußischer O f s i zi er, der sich verkleidet in die feindliche Stellung eingeschlichen hatte und sich durch seine Tollkühnheit und sein sicheres Auftreten rettete.
bk. Der Weltuntergang im Jahre 1 972. Schon oft haben Gelehrte und Schwärmer das Ende der Erde voraus- -wsagt, doch, wie wir alle wissen, ohne Erfolg. Diesmal soll es aber ernstlich gelten, wenigstens nach den Aussagen des Professors Noble, des Seismologen der Universität von Philadelphia. Er ist auf (Snmb schwieriger Berechnungen zu der Annahme ge- kommen, daß im Jahre 1972 der größte Teil von Europa durch vulkanische Erscheinungen zerstört werden wird. Tie Katastrophe- soll sich bereits seht vorbereiten und von Jahr zu Jahr steigern. 2te wird auch von einer enormen Springflut begleitet sein Tas ganze westliche Europa ivird spurlos im Ozean versinken, nur von Rußland ivird ein kleines Stück übrig bleiben. Schade, daß der Prophet nicht genauere Angaben über den betreffenden Erden- fleck geben kann. Er wäre gewiß ein günstiges Spekulationsobjekt nach amerikanischem Muster.
Kleine Tagerchronik.
Am Montag abend wollte ein Automobil aus Heidelberg auf der Straße Ebingen-Wieblingen einem Fuhrwerk aus- weichen, kam der Böschung dabei zu nahe und stürzte sich zweimal überschlagend den Abgrund hinunter. Der Führer und der Besitzer des Autos wurden schwer verletzt in das Akademische Krankenhaus in Heidelberg gebracht.
Das Berliner „Tageblatt^ meldet aus Leipzig: Hier ist die Nachricht eingetroffen, daß der junge Geologe Dr. Karl Beck auf einer Forschungsreise im Innern Afrikas von einem Löwen angefallen und so schwer verletzt wurde, daß er den Verletzungen erlegen ist.
Aus München wird gemeldet: Vom Bösneckersteig in der Sella- yruppe ist der Professor M i t t e r m a n n aus Villach a b g e - stürzt. Seine Leiche wurde noch nicht geborgen.
Eine Dhnamitexplosivn im >Vororte Tacubaha bei Mexiko zerstörte alle Gebäude in weitem Umkreise. Es sind be- rei^ 35 Leichen gefunden worden. Dutzende Verletzte, meistens Frauen und Kinder, liegen in den Straßern
Vermischtes.
ff. Ein Reiter st ücklein vor der Schlacht von Gravelotte. Am frühen Morgen des 17. August 1870, dem Tag von Gravelotte, ritt, wie der „Gaulois" erzählt, der Marschall Eanvobert von Berneville nach Saint-Privat, um die Stellungen um dieses Dorf, das ihm der Marschall Bazaine angewiesen hatte, zu besichtigen. Er sprengte eben, von den Offizieren eines Stabes und von seinem Geleite gefolgt, auf ein Feld, als ein Reiter in der Uniform der französischen Dragoner ihm cnt- gegenritt. Ter Marsckmll rief ihtt zu sich heran und verlangte von ihm einige Auskünfte. «Ter Dragoner gehorchte und sagte, daß tr zur Begleitung des HauptDmmandierenden Bazaine gehöre. Er hatte eine ausgezeichnete Haltung, wußte sich gut zu benehmen und antwortete auf aUe Fragen in tadellosem Französisch. Er wurde bald wieder, nachdem er den Marschall durch seine prompten Antworten befriedigt hatte, entlassen. Plötzlich während des Weiter-
Hochwasserschäden.
Im Riesengebirge richtete Hochwasser schwere Schäden an. Die Talsperre von Marklisse mit ihrer Mauer erwies ich als sehr nützlich, ohne sie wäre eine große Katastrophe hereingebrochen.
In Z a wo d K i e bei Kattowitz mußten die Einwohner mittelst Kähnen aus den Kellern itnd den Erdge- chossen gerettet werden. Die Weichsel überschwemmte in Ober-Schlesien und Galizien weite Landstrocken.
Vüchertisch.
— Zwei Dorfgeschichten, die mit bodenständigem Humor die Zähigkeit und Verschlagenheit des Bauernvolkes zeichnen, bringt in seinem neuesten Novellenbändchen Nr. 907 Kürsch- Bücherschatz (Herm. Hillger, Verlag, Berlin): „Die O el- mühle" von Kurt A r a m,
Märkte.
th. Gießen, 19. Aug. Ter heutige Rindvieh markt hatte einen Vorrat von etwa 1000 Stück Großvieh, 300 Jungtieren und 300 Kälbern. Der Vorhandel in Milchware war diesmal außergewöhnlich flott und stark bet wieder anziehenden Preisen. Ain Markt waren zahlreiche gute Käufer vom Rhein, vom Main, von der Nahe- und Moselgegend atißer der sonstigen Kundschaft aus der Nähe anwesend, so daß der Handel flotter sich gestaltete als am letzten Markte. Tragende und irischmelkende Kühe und Jnnatiere mürben gesucht und gut bezahlt. Fette Rinder und gute Schlachtkühe fehlten ganz Kälber zogen im Preise an, da die Frankfurter Einkäufer allen Vorrat auftauften, soweit die Qualität nur einigermaßen ihren Ansprüchen genügte. Der Restbestand in Kälbern, die knapp waren, ginn nach den Provinzorten ab. Bezahlt wurden per Stück: Milchkühe 1. Qual. 600-700 Mk., 2. Qual. Mk. 450—575, 3. Qual. Alk. 350—420, junge Rinder und Stiere zur Zucht und Mast, 6 Monate alt, Mk. 140—160, 7 bis 9 Monate alt Mk. 180—225, bis 1% Jahre alte Tiere Mk. 210 bis 280, je nach Form und Qualität. Gebandelt wurde der Zentner Schlachtgewicht: Rinder Mk. 94—96, fette Kühe 2. Qual, nur wenige Stücke Mk. 84—86, 3. Qual, bei starkem Angebot Mk. 76—80. Kälber 1. Qual. Mk. 95—98, einzelne extra schwere Stücke bis Mk. 100, 2. Qual. Mk. 88—90, 3. Qual. Mk. 80—84. Gangochsen, die in einigen Paaren am Markte waren, routbeit nach dem Westerwald mit Mk. 1200—1300 das Paar verkauft. — Nächste Markttage 2. und 3. September d. I.
le. Frankfurt a. M. © ob ro ein em ar Ft bericht vom 20. Aug. Ausgetrieben waren 1580 Schweine. Vollfleisckige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 63.00—66.00 Mk., Schlachtgewicht 81.00—84.00 Mk., vollfleischige Schweine unter 80 kß- Lebendgewicht 62.00—64.00 Mk., Schlachtgewicht 80.00—82.00 Mk.,' vollsteisebige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 63.00—66.00 Mk., Schlachtgewicht 81.00—84 Mk.: vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 63.00—66.00 Mk^ Schlachtgewicht 81—84.00 Mk. Geschält mittelmäßig, geringer Ileberstand.
io. Frankfurt a. M., 20. Aug. (Orig.-Teleqr. des „Gieß. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Frucht markt v rei ie. Weizen (hiesiger) Mk. 20.5' 1—20,75, Kurhefsischer Mk. 20.75.-21.00, Wetterauer Alk. 00.00—00.00. Roggen (hiesiger) Mk. 16.75 bis 17.00, Gerste (Wetterauer) neue 16.50—17.50, Gerste, Franken, Pfälzer, Ried neu Mk. 17-17.50, Hafer alter Mk. 16.00—19.25, Mais Mk. 14.50 bis 14.75, Weizenmehl 0 Mk. 82.50—32.75, Weizenmehl I Mk. 80.50—30.75, Weizenmehl III Alk. 27.25-27.5), Noggen- nrehl 0 Mk. 27.75—28.00, Roggenmehl 0/1 Mk. 26.50—26.75, Roggenmeht I Mk. 00.00—00.00, Weizenkleis Mk. 9.15-9.25, Weizenschalen Mk. 9 35—9.50, Roggenkleie Mk. 11.10 — 11.25, Malzkeime Mk. 12.00—12.25, Biertreber 12.25—12.50, Raps Mk. 29.00—30,00, Futtergerste Mk. 11,50—11,75. Alles per 100 Kg. ab hier.
fc. Frankfurt a. M., 20. Aug. (Orig.-Telegr. des „Gie'r. Anzeigers".) K a rt 0 s s el m arkt. Man notierte: Kartoffeln (neue) in Waggons Mk. 4.00—4.50, im Kleinhandel Alt. 5.50—6.00 für je 100 Kg.
fe. Frankfurt a. M., 19. Ang. Heu- und St roh markt. Angesahten waren 5 Wagen Heu. Stroh fehlte. Man notierte: öeu 2,60—2,80 Alk, Stroh (Kontlangstroh) 0.00—0.00 Mk., Wirr- stroh 0,00—0,00 Mk. Alles je 50 Kilo. Geschäft schleppend. Die Zufuhren waren aus den Kreisen Friedberg, Dieburg und Hanau.
Gerichtssaal.
th. Gießen, 19. Aug. Kriegsgericht der 25. Division. Am Montag nachmittag war ein Kriegsgericht, das über zlvei Fälle abzuurteilen hatte, in der alten Kaserne versammelt. Angeklagt waren der Musketier Ludw. Kratz von der 9. Komp, des 116. Jnf.-Regts. wegen Diebstahls und der Musketier Fa u st von der 10. Komp, des 116. Jnf.-Regts. wegen Hehlerei. Kratz gab tzu, in der Mannschaftsstube cirte silberne Uhr, die auf bei.". Bette lag, an sich genommen zu haben. Er hat sie an Faust gegeben und diesem angeblich gesagt, er solle ihm die Uhr aufheben, er habe sie schon wiederholt verloren und wolle sie seinem Bruder mit in die Heimat geben, wenn dieser nach Gießen komme. Faust erklärt, er habe angenommen, die Uhr gehöre dem Kameraden Kratz, er habe auch nicht gehört, daß in der 9. Kompagnie eine Uhr verloren worden oder abhanden gekommen sei. Ihm sei zwar bekannt, daß ein Soldat von einem Kameraden aüs einer andern Abteilung keinerlei Sachen zur Verwahrung annehmen dürfe, er habe aber nicht daran denken können, daA Kratz die Uhr auf nicht ehrliche Art und Weise erworben hat, denn sonst hätte er sie doch gewiß nicht offen, so daß die anderen Kompägniekollegen sie bei ihm gesehen haben, getragen. Die Uhr, die einen Wert von 50—60 Mk. fyat, gehörte einem Einjährigen, der annahm, daß er sie außerhalb der Kaserne verloren hätte, und von dem Verlust dienstlich keine Meldung erstattet hatte. Zufällig beim Baden aber sah er auf die abgegebenen Wertgegenstände, darunter befand sich die verloren geglaubte Uhr, und so kam die ganzle Geschichte Mr Kenntnis der Kompagnie des Faust und des Kratz. DasKriegsgerickt faßte den Fall milde auf und verittteilte Kratz wegen Diebstahls zu 14 Tagen strengem Arrest, sah aber davon ab, den Mann in die zweite Klasse des Soldatenstandes zu versetzen. Ter milde Spruch wurde damit begründet, daß der Mann noch nicht bestraft ist und daß er der Verführung unterlegen ist. Faust wurde wegen ^Hehlerei frei g e spr 0 ch e n , da es an dem Nachweis fehlte, daß er den Umständen nach annehmen konnte, die Uhr sei fremdes Eigentum. Er hat aber von dem Kameraden infolge eines Kontpagniebefehls nichts zum Aufbewahren annehnrön dürfen; deshalb wurde er wegen Ungehor- ams mit 10 Tagen strengem Arrest bestraft. — Der Musketier Joseph Spahn von der Leibkompagnie des 118. Jnf.- Regts. in Worms war in Friedberg auf Urlaub, er suchte im angetrunkenen Zustand mit seinem Äiefvater Schmidt Streit an- M fangen und hat nach dessen Bekundung als Zeuge ein Bild und einen, Spiegel, der dem Sttefvater gehörte, zertrümmert; er soll diesen dann mit einem Messer bedroht und ruhestörenden Lärm auf der Straße verursacht und den durch den Sttefvater gerufenen Beamten der Polizei beleidigt haben. !Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 3 Wochen Gefängnis und 3 Tagen Hast, wodurch das Verhältnis der Familienmitglieder unterein- anber sicher noch gespannter geworden ist.
Verantwortlich für den gesamten redaktionellen Teil: Aug. Goetz.
Warten Sic nicht, bis Ihr Kind krank roird und Sie sich sagen inüssen: Hätte ich meinen kleinen Liebling doch beizeiten mit Restles Kindermehl genährt. In allen Apotheken und Drogerien erhältlich zum Preise von Mk. 1.40 '/. und Alk. 0.75 */2 Dose. Nestle's Kindermehl, G. m. b. H., Berlin W. 57, versendet aus Wunsch gratis und franko eine Probedose nebst illustrierter Broschüre. (sss/f
Laden eines hiesigen MetzgerS ein Besuch von den Ein- tzrechern gemacht werden sollte. Sie hatten mit einem Glas- fchneiderädchen die Glasscheibe vor einem Fenster nach der Straße gu versucht zu durchschneiden, die harte Scheibe hatte jedoch widerstanden.
-^Storndorf, 18. Aug. Nächsten Sonntag, 24. Aug., findet das in hiesiger Gegend ziemlich toeit bekannte „Berf- w in dem Walde zwischen Ober-Breidenbach und Windhausen statt. Es ist dies kein Vereins fest, sondern ein Fest für die Schuljugend. Hier versammeln sich die Schüler aus Windhausen, Kestrich, Ober-Breidenbach, Nieder-Brei- .denbach, Strebendorf, Köddingen, Vadenrod und Storndorf, um einige vergnügte Stunden zu erleben. Auch die Eltern der Schüler nahmen sehr zahlreich an dem Feste teil. Tie genannten Gemeinden stellen ihren Zöglingen eine Musil- Lrpelle und sonstige Geschenke, die sie für ihre dargeba- tenen Spiele und turnerischen Hebungen erhalten.
Kreis Lauterbach.
chf Lauterbach, 19. Aug. Dem Vernehmen nach ist ein hiesiger Bursche, der im Herbst zum Militär einrücken sollte, nach Frankreich autzgewandert und soll sich dott in die Fremdenlegion habe anwerben lassen. Im vorigen Jahre hat er schon einen gleichen Versuch gemacht, ist aber an der Grenze erwischt und, da er damals zur Infanterie ausgemustert war, wegen Fahnenflucht bestraft worden. Wie man hört, hat er seine Angehörigen in einem Briefe gebeten, ihm einiges Reisegeld zu schicken, damit er desertieren könne. Der Aufenthalt in der Fremdenlegion scheint dem jugendlichen Abenteurer demnach schnell überdrüssig geworden zu sein.
~ Radmühl, 19. Aug. Das Feldartillerie- Regiment Rr. 61 (Standort 1. Abteilung Darmstadt, 2. Abteilung Babenhausen) hält vor Beginn der Brigade- manöoer am 29. August ein Schießen mit scharfer Munition südlich der hessischen Orte Fleschenbach—Radmühl mit Schußrichtung 'Ulmbach—Marborn ab. Das zwischen diesen Orten liegende Gelände, sowie die Hauptstraße von Fleschenbach nach Ulmbach sind an diesem Tage von 8 bis 12 Uhr vormittags für den Verkehr gesperrt. Zwei einzelstehende Gehöfte, die in allzu gefährlicher Nähe der Ziele stehen, müssen während des Schießens geräumt werden.
Kreis Schotten.
HK. Schotten, 20. Aug. Der Kreisassistenzarzt bei .dem Kreisgesundheitsamt in Darmstadt Dr. Philipp Best ist vom 1. September 1913 ab zum Kreisarzt bei dem Kreis- gesundheitSamt in Schotten ernannt worden.
Kreis Friedberg.
H Friedberg, 19. Aug. Gestern trat Bürgermeister ,Baurat Stahl einen mehrwöchigen Urlaub an; seine Stelle versehen die Beigeordneten. — Die Sprengungsarbeiten an dem alten Wasserreservoir sind beendet. Die Pioniere sind heute nach Mainz zurückgefahren. — Gestern hat man mit der Tieferlegung der Ludwigs st raße begonnen. Dieselbe führt zur Wilhelmstraße und zum Neu-Bahnhof.
Starkenburg und Rheinhessen.
# Darmstadt, 18. Aug. Eine interessante Rechtsfrage ist von der Kaiserlichen Postdirektion beim Finanzministerium angeschnitten worden. Im Großherzogtum ist es von jeher Gebrauch, daß die Finanzämter die Steueczettel auSfertigen und für die 1. Abteilung in verschlossenen Umschlägen, also in Form von Briefen, an die Gemeinden zur Zustellung an die einzelnen Steuerpflichtigen ausfertigen lassen. Die Austragung dieser Briefe besorgt der Polizeidiener, also ein Beamter, der bezahlt wird. Dieser Gang der Sache verstößt aber gegen das Gesetz, gegen das Postregal. Die Post verlangt nicht mehr und nicht weniger, als daß der Steuerfiskus durch seine Dienststellen, genau wie jeder Private oder jede andere Behörde, diese Steuerbriefe mit einer Marke versehen an die Adressaten durch die Post besorgen läßt. Es wird nun interessant sein, ob der Steuerfiskus dazu angehalten wird, sich dem Postgesetz zu ,fügen.
Z-Ober-Ingelheim, 17. Amg. Die 8. ordentliche Mitgliederversammlung des Verbandes der Krankenkassen 111 nb der G emeindcn als Träger der Krankenversicherung im Großh. Hessen fand heute im Hotel Alsenz statt. Von 200 dem Verband angehörenden Kassen waren 71 durch 135 Delegierte vertreten; außerdem war das Großh. Ministerium des Innern und das Großh. Oberversicherungsamt durch Herrn Direktor Regierttngsrat von Krug, die Großh. Versicherungsämter Bingen, Friedberg, Schotten, Alsfeld und Gießen sowie die städttschen Bersicherungsämter Darmstadt, Mainz, Offenbach und 1 Worms sowie die Gemeinde Ober-Ingelheim durch den Bürger- I meister vertreten. Der Geschäftsführer Rechnungsrat Harth- ! Darmstadt erstattete den Geschäftsbericht für das laufende Jahr, i ebenso wurde für das abgelaufene Jahr der Kassenbericht erstattet |ünb dem Geschäftsführer Entlastung erteilt. lieber'den 3. Punkt, ,,A r z t f r a g e" ■ berichtete Rechnungsrat Harth in eingehender Wesse, es wurden hier den Verttetern der Krankenkassen für die Verhandlungen mit den 'Herzten bestimmte Richtlinien gegeben. Auch über den 4. Punkt, „Dienstordnung", sprach Rechnungsrat Harth; es wurde zur endgültigen Ausarbeitung der Dienstordnung ein LVusschuß gewählt, außerdem soll dem Wunsch der freien , Vereinigung der Krankenkassen auf gemeinsame Fertigstellung der ^Dienstordnung Rechnung getragen werden. Ueber die Krankenordnung berichtete Herr Schnellbächer -Darmstadt. Der Entwurf wurde gutgeheißen und dem Vorstand die endgültige redaktionelle Fassung überlassen. Die Versammlung erllärte sich ein- fttmmig für die Gründung eineswirtschaftlichenZweck- verbandes, will aber den bestehenden Verband nicht aufgelöst haben; die Satzung soll nach der Reichsversicherungsordnung umgeändert iverben. Als Ort der nächsten.Versammlung wurde Nidda besttmmt.
= Bensheim, 19. Aug. Der Wirt Oehlschläger aus Hambach wollte mit dem Zug 11.24 Uhr nach Heppenheim fahren und da er frühzeitig am Bahnhof war, setzte er sich auf eine Bank und schlief eilt Als der Zug einfuhr, loeckte ihn ein Be- , kannter auf. Schlaftrunken rannte Oehlschläger auf das Geleise, - stürzte vor der Lokomotive zu Boden unö wurde überfahren. Die Räder der Maschine gingen ihm über die Brust.
Hessen-Nassau.
5o. Vom Feld berg, 19. Aug. Die EinweihungS- feier des TaunuS-Observatoriums findet am 24. August ' statt. Wissenschaftliche Ballonaufstiege mit Registrier- ■ instrumenten finden vorn Observatorium aus dabei statt.
Rheinprovinz.
* fc. Koblenz, 19. Aüg. Der frühere Stadttentmeist^er Ra- ■ hemacher, der am 15'. Januar d. I. vom Schwurgericht we-
Spovt.
— Awerkes allgemeines Lawn-TeNnis-Tür- nier zn Bad--Nanheiml Der Nennungsschluß für das diesjährige Turnier ist sehr befriedigend ausgefallen. Im ganzen ind 231 Nennungen eingegangen. 33on guten Spielerinnen haben gemeldet: Fräulein Weiher mann, Salin, Bamberger, Frau 2ent. Unter den Herren stzeht „Ernsts obenan. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich einer der Vertteter Deutschlands in den diesjährigen Davis-Pokal-Wettkämpfen. Nach ihm dürfte Logie der beste Spieler am Platze sein. Ferner haben gemeldet: Lindpaintner, Schadow, Karl Kreuzer, Tuttle, Ulrich, Lieb au, der Kaiserpreis-Sieger Leutnant Daub und Breidenbach. Es steht also eine Reihe interessanter Kämpfe, besonders auch in den Toppelssnelen, wo eine Reihe guter Kombinationen zu verzeichnen ist, in Aussicht. Das Turnier hat heute, Dienstag, nachmrttag mit den Vorrunden für die Spieler aus Bad- Nauheim und den Nachbarstädten bei schönem Wetter seinen An- äng genommen. Die meilten Auswärtigen werden im Laufe des heuttgen 'Abends oder mjorgen vormittag eintreffen. Bei gutem Wetter hofft man, das Turnier trotz der starken Beteiligung bis Sonntag abend zu Ende führen zu können. Für die Schlußtage hat auch der GroßheW)g von Hessen sein Erscheinen in Aussicht gestellt.
Univerfttäts-Nachrichten.
— Eine „ordentliche Professur für balto-slaroische Sprache n" wurde soeben an der Universität Leyden errichtet. Es ist das der erste Lehrstuhl für das Fach der slaroischen Philologie in Holland, die zuvor nur I. H. Kern (jetzt Anglist in Groningen) als Privatdozent, und in gelegentlichen Vorlesungen der Germanist Uhlenbeck gepflegt hatten. Tie neue Professur ist dem bisherigen Unterbibliothekär an der königlichen B.ibliothek im Haag Dr. Nico laas van Wijk übertragen worden.
Schlachtviehpreise in Frankfurt a.M.
Fleischpreise in Gießen
Ochsen
Halber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 77—98 Alk.
'/, Kg. Schlachtgro. 98-114'Bf.
7, , „ 80—84 ,,
7, Kg. 92-100 Pfl>
7 , 94—98 , '/, , 84—100 ,
Getreidepreise in Mannheim
Brotpreise in Gießen
Wetze,l 100 ttg. 21.25-21.60 'Mk.
Roggen 100 Kg. 17.25-17.50 Mk.
Weißbrot 2 Sig. 62 Pig., Schwarzbrot 2Kg. 54 Big.
$0
Jji; Üli bet das
(jjOfil wäjchfu.bleicht
- ---- - -- ' ■ ■ ? . ■ : ;____________________________________' - .'‘Xu:; -- <—----- --1^


