Die heutige Nummer umfatzt 10 Setten.
verbürgen.
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Eine bulgarische Darstellung des Krieges.
Serbische Nachrichten.
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Belgrad , 15- Juli. Das serbische Pressebure . _nit^nmiommcn von kleine
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Meldungen aus Griechenland.
Bulgarische Nachrichten.
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Sofia 14 Juli. Ein Communique des 5) auptg u a r - tiers besagt! Der ur^rün^e
machen und den eifersüchtigen Staaten im Südosten zweckmäßige Grenzen zuzuweisen, die ein Gleichgewicht der Maste
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Schulstr. 1; ■ Telephon 435
^crtiot
Mazedonien ist gegenwärtig ein herrenloses Land, da ' derjenige, dem es zugesprochcn wurde, der Balkanbund,stch -aufgelöst hat. Würde in Konstantinopel- ein schlauer ^chlo- 'mat wie der frühere Sultan Abdul Hamid die Berhandß H untren in London geführt haben, so hätte er sicher die eigen- ckümliche Lage besser 'cukannt und genutzt. _ Es Morte Ffein großer Scharfblick dazu, um vorauszusehen, das; die 'BalLmstaaten über die Teilung der Beute sich nicht einigen, sondern hart aneinander geraten würden. Dieser Aall konnte 'die Niederlagen der Türken nicht wettmachen, aber ihre .Lage erheblich günstiger 'gestalten.
Wurde die Türkei von den Mächten genötigt, Maze- 'domcn auszugeben, so stand es ihr frei, die Abtretung dieser Provinz an den problematischen Baltanbund zu verweigern runb Mazedonien nach dem Vorgehen Oesterreichs von 1866 nnbezug auf Venetien entweder der Gesamtheit der Machte, .oder einer einzelnen Macht zu übergeben. An Liebhabern Ifür Mazedonien hätte es durchaus nicht gefehlt. Es war ein !Lieblingsgedanke König Eduards, aus Mazedonien eincige- ,nes Königreich unter internationaler Aussicht zu gestalten Staatssekretär Grey scheint diesen Gedanken auch heute noch nicht ganz aufgegeben zu haben. Selbst Rumänien soll be- vbsickrigen, die Autonomie Mazedoniens zu fordern. Way würde daraus werden? Ein unerträgliches Provisorium, .das zu steten Unruhen und über kurz oder lang zu einem neuen Balkankriege führen würde.
Auch Rußland wäre geneigt gewesen, Mazedonien aus der .Hand der Türkei entgegenzunehmen, wie Napoleon einst Venetien aus der Hand Oesterreichs. In beiden Jall^ nicht zu eigenem Besitze; als Mitbegründer und Schutzherr desBalkanbundes Härte Rußland fern Schiedsrichteramt antreten die Teilung Mazedoniens nut den Balkan st aaten be- ^ttmmmi und den sonst unausbleibltcheii Krieg verhindern
Zusammenberu fting der Truppen war der Generalstab also nur von diesen Nücksichten gleitet ohnc! irgend eine ag- . aressive Absicht. Seit Beginn der Operationen by, heitte wurde die gesamte serbische Armee durch dre 7, bulgari^e Division aufgehalten, die fast allein 10 Tage .fochh mit Ehren einen unglücklichen Kamps s.uhrte und ihren-ha- näckigen Angreifer auch setzt noch in Mach halt .Andere bulgari che Armeen unternahmen, das kann man laut sageii, keine ernsten! -Ov>eratiotten außer dem Gewaltmarsch dev Generals Kuttntsckew, der Knjatschew.atsch EKrn und schon Pirot bedrohte, als er aus 'rein politischen Gründen das Gebiet des Königreichs ©erbten raumen miistte. Gegen Griechenland operierten von Anfang an bissetzt nur schwache Streitkräfte des Generals Iwanow, die bei d.r rein defensiven Bestimmung dieser schwachen und iw. Vergleich mit dem Dotalbestande des griechischen Heeres sogar unbedeutenden Kontingente den Ansturm der Griechen mit unerhörtem Heroismus 10 -rage lang ausyrelten und so den serbisch-griechischen Plan zu schänden machten, b-efferi Durchführung vielleicht für unsere vierte Armee verhang- icksvoll gewesen wäre. 20000 Bajonette hielten, van nur unbedeutender Artillerie unterstützt, das gan^e griechische Heer auf, während unsere Truppen die ihnen zugewtesenni .Ottc besetzten. Das Heer des Generals Awanow beftndtt sich, nachdem es diese schwierige Aufgabe sManzeich durch- aeführt hat, heute in einer vortrefstichen Lage, bereit, du verzweifelten Anstrengungen des griechischen z
brechen Die Serben sind, anstatt in irgend einer Richtung vorzurücken, im Gegenteil an mehreren stellen Astruckgewichen Was das griechische Heer anbctrisft, so ruckte cy im Verlauf von 16 Tagen, die ihm genügten, in der eroberten Jone alles in Brand zu stecken und zu zerstören nur 30 Mlometer vor. Alle Gerüchte über Niederlagen der verschiedenen bulgarischen Konttngente sind also falsch.
Griechenlands Dichter auf dem Schlachtfelde.
Sic Dichter des !
W'»!d«N.r'rKL wurde. Ap°?l und dm Muicu verlassen und zu den Waffen gegriffen. ruceru Qu§ der
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's ~Hinnhrit er mit glühendem Idealismus und Mit einer Rr. von dichterischem Purismus auf die moderne hellenische Dichtung zu übertragen suchte. Bon ihm rühren die klassischen Ver'e her LP moderne griechische Dichtung aufzuweucn hat, doch besai; Maoilis auch eine ausgedehnte allgemeine Bildung und hat mg- sjsche, ftanzösischc und italienische Werke ms Gr lechgche über tragen. Besonders wird seine Uebersetzung von ^^lleys ,,Lrometheu hoch gerühmt. Maoilis hatte bis zu ,einem 52. Lebcnsiahre am seiner schönen Heimatsinsel Korfu stckles und reines Leben geführt, als ihn der .Krieg ins J-ekd rief Sogleich ließ er sich al- Freiwilliger cinschreiben und machte -als Gemnner den ganzen Feldzug in Epirus mit. Besonders rn dem Gefechte bei L.uskos foll er Wunder von Tapferkeit verrickitet haben. Von. eener.Kugel verwundet, wurde er zunächst in ein nahegelegenes K^^'stst^mch ' dann in ein Hospital überführt und dort notdürftig wtedcrhergtttel^. Drotzdem aber war er nicht davon abz-uhalten, sich fogünch wieder
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Eigentum bet Segnet JU be^ren.Tie '^bychen^h^ getötet1 mürben, unb bie man seht als Serben ansgtbt.
der korsische Dichter auf dem Schlachtfclde.
Vas herrenlose Mazedonien.
Als man in Wien nach der Schlecht bei Königgrätz ein- scrh, daß der Krieg mit Deutschland und Italien verloren sei beeilte man sich, Benetien an den Kaiser Napoleon abzutreten Was man sich davon in Wien und Paris ver-, sprach, erfüllte sich zwar nicht. Napoleons Einmischung wurde verhindert. Allein der schlaue Schachzug ist unvergessen geblieben und könnte unter veränderten Verhältnissen von anderer Seite aufs neue versucht werden.
Zwischen der Türkei und dem Balkanbund ist in London ein Präliminarfrieden abgeschlossen worden. Der B^l- fanbunb hat unrühmlich geendet. Mit ihm kann die Türkei einen endgültigen Zriedensvertrag nicht mehr vereinbaren. Auf Andrängen der Mächte wurde die Türkei genötigt, Mazedonien und Thrazien an den Balkanbund abzutreten Die Mächte überließen diesem Bund die Teilung der Beute. Das war ein Fehler, der sich jetzt bitter rächt; ein Wer, Len die Uneinigkeit der Mächte erklärt, sedoch nicht recht-
fönnen. <. . ~ ,
Die Balkansraaen, wie sie sich, neuerdingy verwickelt halben "i’inb nur dutck) Eingreifen der Machte zu losen Die Aussichten für den Mieden erscheinen trotz al er bedenklichen Anzeichen nicht ungünstig Wiewvhl ein^lste liefen oder icncn Balkanftaat besondery begunsttgt scheiß möckften o haben sie doch ein ziemlich ^ereirftttrnmendes Interesse an der Aufrechterhaltung crney leidlichen Gleich- aewichts auf der Balkanhalbinsel, auch Rußland, das ein attzustarkes Bulgarien, auch Oesterreich, das em allzustar- kes Serbien nicht aufkommen lassen will.
Das europäische Gesamtinteresse, das sich durchbricht, ist start genug, usnt dem neuen Balkankriege^emMde^zu
« Der Tod des „Ger äu schdir ekto rs" der (So; mPbic Krancaiie. Laurent Leon, der „Gerauschdireckor der Eomedie Franeaise, ist, wie aus Paris Aemeldet wird rm Filter non 77 fahren gestorben, und damit ist eine G.ftatt oes Pariser Theatcrlebcns dahingcgangen, von der die Zuschauer me eä sahen lunb eigentlich kanm etwas wi-tzten, »bwohib-s Am^bA c.crrn Leon geräuschvoll genug war. Als "Gerama)0ircilor hatte er nicht nur das Orchester der Eomedie (von dem auch kein Pariser Theaterbesucher etwas zu wlsfcn ^/gt), unter sich, sondern auch alles, was an Lärm und Geräusch notig ist er ttetz den Wind pfeifen, das Meer braincn, den Donner grollen und den ^>aacl herniederprasseln, und bei bet war er den schauspieler gegenüber ton her grössten LiebenSwürdigknt. .nnzelnc Schau, frirfer der Eomedie haben nämlich so empfindliche Obrem d n die Geräusche ihnen kaum erträglich sind; ^verlangt ME^ulch, daN der Donner ganz pianigimo klinge, und anderen ^chaunnei tnieber kann das Rauschen des Windes gar Nicht laut genug fein.
Ban dieser Zeit an ist .er dErnb mts^enUe bei Comeb g SWWMMKL : Dazu gehören verschiedene klamiche Wert , ^tgliederN
unb ber König aagobett. Leon, de s feinem Tode noch der Eomedie gehörte, ift bis wenige Tage vor Kinan äw
: nn Theaterbetrieb tätig gewesen.
p- pr6"flbatt. ebt
orthen 15 -Tuli. Generalstabschef Dumanis telegrn-
ZSMM-W« crhötten Brutalitäten der bulgarischen Arntce aus.
Atbcn 15 Juli. Der Ministerpräsident Bentzelvs TinftennS/«^
M8WUM BilÄse MMMMM b« Son iSb bS‘’untmS !nb"endlich Abrüswng innerhalb eines sestzusetzencen Zeiträume-. ___ ___
rasse 26 \ Telephon 1S6 ässe 20 ' alltorstrasse 21.
Ein- Venimalfchutz-Aurftellung.
, Eine Denkmalschub.Ausstellung im besten sinne v-rmrstaltet '■ die König liche N! e ßb i l d a n st a l t im Lichthofe oes ^er
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was die -lvsta ( nicht übertroffen werden tvird und
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Lichthof des Kunstgewerl .. 'rJcn Einzelheiten, die man Potsdam rwcks ^Auge entziehen, gewinnen Wert,
sich im .^em ^l^men?)änqc; bie in starker Form
Kraft, unb betonen die ck Beieinander, das ein ruhiges vorhanben sind. ' ll' ftQttct ändern geradezu zur Pflicht macht, Vergleichen nicht nur gestatte,. , u Baudenkmälern m einer
ersteht die Stadt, mi ihren v^ittgen.^^ wunderbaren Schönheit. Und bami^ Anerkennung. Als
bildanstalt für ihre stillaufbewahrt, werden drefc grotzen Dokumente im Archiv der unirair Möglichkeit kneten, alles und kleinen Bilderzu leder Z d historischen Bauten
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blutt für öen Kreis feiefeen WB M ■ RJ ®T H Bl IST B B W B A- JB W ES «B fiL wX-KL A auswärts 20 Piemng. (Dienstag und Freitag); MF IU M BI pA Rft. B Bf B V Chefredakteur: A Goetz,
ziveimal inonatl. Land- H B ^Wr IK v ■■■ Derantwortttch für den
wirtschaftliche Zeitfragen M Hj politischen Teil: August
Fernsprech-Anschlüsse: ** Goetz; für .Feuiüc-
8« Eenerat-Anzeiger für Oderhessen M-U- Annahme von Anzeigen notationsbrud unb Derlog ber Bru^rfd^en Unio^Bud): unb Steinörnderci K. £ange. Rebattion, _p Anzeigenteil: H. Beck,
bis tornuttoS'b'iü” ®efd)äftsfteUc Bübingen, Bahnhofstraße u>a.
S 0 bi a, rs. Juli. Nachdem bie f erb is che K 0 l 0 n n e, bie bis auf 20 Kilometer in bas Innere Bulgarrens einacbrunqen unb in bie kleine Stabt Boi rlov g ar b einae^gm war. bie fie mit sämtlichen um tegenben Dörfern vlunberre. zuruckaeschlagen war, würbe am estaesteM bas; ber Befehlshaber bes brüten leiblichen »a« tatoons ■SToaotub A r s e n i e wi ts ch. 4 b uI g a r 11 che Df iäierc, einen Unteroffizier unb einen »»waten, die die Serben in Bosilovgard ausfanden, er s chr e st e n 11 e Knerf S vorher waren zehn bulgarische Solb-ten un r den Aua en der Bevölkerung von Bostlovaard, bw voller schrecken in das Innere geflohen war, niedergemacht wo^- Ln ^m Augenblick der- Einnahnre des Dorfes Uzen,durch die Bulgaren fand man in den serbischen Schanzgrabe die LeÄwn dreier bulgarischer Mädchen nn Alter von 13 x - l-^aVen verstümmelt vor. Aehnliche Grausamkeiten ",
^an“?^t^enUtuTgX^^erD Iruw‘cnC un serbischen gebiet
gräte —-
18. Jahrhunderts gestatten-
gebracht. ,
Belgrad, 15. Juli. Die offiziöse „Sanouprava be-
■e?(iCJ (~Prbien hätte den Grundsatz ausnahmsweise der Ö flSer Äib^n tönnen, aber in den. Krwge mit Sulaaneu, ber ihm au,gezwungen fet, verteibige Ser. dien bei? Grünbsatz bes Gleichgewichts auf dem Balkan. UWWBWTM Gleichgewicht und läßt ihn unangetastet.


