Ausgabe 
15.10.1913 Drittes Blatt
 
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Ds? Vrqenfeik ist der Halt.

Sclbstvers^ndlich würde ich mich, wie jeder gute Dcukkve freuen, wenn wir viel tüchtigere Luftschiffe bekämen, als bic meinen -zu-rzert sind und wozu sic sich entwickeln iverden. Wo ich b:ii S entstehen seh?, werde ich stets bereit sein, »ur Verwirklichung bc-iu tragen und jedenfalls dieser nicht im Wege stehen

In solcher Gesinnung habe ich mir das Ungers< ? Modell mv gesehen. Wohl habe ich den außerordentlich festen Bau o - fie«3 und einig: onberc vorzüaliche Einrichtu-igen burdzu;. -v: u, aber es nicht minder offen ausqcsvrocheu bar, tu weil 3irr Anwendung der wagerecht liegenden, lanag,?. Itcu Ga-j» zellen nötigend, immer zu zu schweren Schi"e t :nüsse.

Einen von Unger für sein Lustschiü erha'fren freien N-ai von ungefähr 5000 S*g. bezeichnet ich als gänzlich unaenü^id: er müßte für de»- Gebrauch um das mehrfache crh:l-. weroru. schließ­lich ernörte ich denn and) Herrn Unger, daß im ans den nngc fübrien Wrj.nbcrt zu meinem Bedauern nicht mi ihn zn'ammen- erbriten rönne.

Diese Stellungnahme mögen bic nachsvlgenden Ausführungen der Laienwelt zum tencren Verständnis ü ringen

Die naturgemäßen Haiiptansorderunae i a»». ein-Lültschifs sind: größter Austrieb tri aeringster Last und ftciv. -in Quri chni.t. Sie bedingen länast ' c-hrdaucr, Erreichung höchster Höhe, größte .Geschwindi^cit usw. Am meisten genügen diesen Anforderungen größtmögliche Gaszellen, die sich am wenigsten van der Mugel gestalt entfernen, weil letztere bi** ileinste ?[iif-nbvu im Verhältnis zum Inhalt hat: es ist deZlmlo verfehlt, die Starrheit mehr als bürdend notwendig, in den Innenraum zu verlegen und letzteren dadurch zu verengen und in '»'eile zu '-erlegen im Aufsatz der Deutschen Tageszci'iinq geprieseneInnenstVlnt" verhindert d a s U n a e r s ch e L u s t s ch i f s d a r a u j e m n (§ b e n£> aut» \ f c (c 11 f d) i f 1 e n" ähnliche L e i st u n g e n z,u erzielen.

Tas nicht Prallfüllen eines Teils der Gaszellen, um durch Er­wärmung und Höhe?,fahrt Tein Gas zu verlieren, wird in dem Auf­satz als die vorzüglichste Eigenart der Vngerschen Schiffe hervor- gchoben. Natürlich vermögen das die Ie^rzeuge mit dem günstig­sten Verhältnis vom Ans,rieb zum Iahrzeuggewicht also die im Aussatz ,.Hantskclettschifse" genannten - am besten. Es wird aber aus nah. liegenden Zweckmitsrigteilsgründen nur in besonderen Köllen Gebrauch davon gemacht. Eine Neuheit ist der Gedanke von LccrMcu zur Ausnahme deö aus den vollen verdrängten Gases nicht. Daö erste Schütte-Lcmzschisf befaß jene in Gestalt, von Ringen: sie mußte entfernt werden, weil sie wie voraus- .zusehen war das Schiff zu schwer machten. Ich must leider ge­stehen, dast auch meine erste Natenlanmeldung für. ein Luftschiff solche Lccrzellen answies. Ich habe aber meinen Mistgriff erkannt, lange bevor id) zur Bauausführung schritt.

Sapienii sat! Graf Zeppelin.

Friedrichshasen, den 10. Oktober 1913.

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Arr» SiaOr unS Canft»

(Liesten, 15. Oktober 1913.

Wie schuht man sich vor dem Schnupfen?

koß. Al e Welt hat wieder einmal den Schnupfen. Meist bleibt er ja harmlos, aber er ist immer lästig, und der Keim zn ernsterer Erkrattknug ist stets vorhanden. Man hat sich mit der Zeit zwar daran gewähnt, dast es gegen den Schnup­fen kein Mittel gibt. Die Wissenschaft ist aber nicht so ge­nügsam. Unermüdlich sucht sie überall Schutzmauern gegen die Feinde brr Menschen aufzurichten, und auch gegen den Schnupfen kämpft sie im Stillen einen erbitterten Kampf. Jetzt ist es dem Assistenten an der Kinderklinik der Wiener Universität Dr. Hans Januschke gelungen, in Kalziurnsal- zen ein Mittel zu finden, das mit Erfolg gegen den Schnup­fen angewendet werden kann. In sehr vielen Fällen von akutem und chrvt'ischcm Schnupfen auch bei Wochen- und monatclangcr Dauer hat sich die Kalziumbehandlung be­währt. Ani zweiten oder dritten Tage der Behandlung schon lässt die Schwellung der Nasenschleimhaut nach und die flüs­sigen Absonderungen hören auf. Auch bei Säuglingen sind nlii dien'!!! Mittel sehr gute Erfolge erzielt worden. Bei der Behandlung wi'-d am besten milchsaures Kalzium in wässeriger Lösung oder Aufschwemmung verwendet. Als Mast dient der im Haushalt gebräuchliche Kaffeelöffel. Ein gestrichener Kaffeelöffel enthält ungefähr 2,5 g, ein gehäuf- ter 3,5 r;, und es werden täglich 34 g verabreicht. Hat der Palicn' empfindliche Geschmacksnervcn, so kann er die Lö­sung in Znckerwasser oder Himbeersaft vornehmen, und da- irit die Salze vorteilhaft der Darmaufnahme zugcführt Wer­in u, ist es notwendig, dast die einzelnen Dosen bei leerem Magen, at'o etwa 1 Stunde vor jeder Mahlzeit, eingenom- ui'.'n werden. Für Säuglinge verwendet man nur 1 g am Tage, das in 70 g Wasser gelöst wird und läßt davon stünd­lich einen Kaffeelöffel voll nehmen. Die Dauer der Behand­lung ist 3 oder 4 Tage. Es empfiehlt sich aber, noch eine Woche Mit dem Einnehmen fortzufahren, weil sonst sehr leicht ein Nüclfalt zu verzeichnen ist.

* F ü r die Sitzung derStadtverordneten- Versammlung am Donnerstag, 16. Oktober, nach­mittags 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung festgesetzt: 1. Mitteilungen. 2. Baugesuch Schulze für den Seltersweg. 3. Errichtung einer Feldscheuer am Aulweg durch Karl Uhl. 4. Anbringen eines Firmenschildes Bahnhofstraße Nr. 57, Heinrich Faulstich. 5. Bedürfnis Häuschen am Selterstor. (i. Ueberlafsung weiterer Räume für die Oberhessische Ge- werbeausstellung. 7. Beschaffung von Amtsränrnen für die Stadtverwaltung. 8. Vertrag mit der Gemeinnützigen Bau­genossenschaft. 9. Entwässerung des südwestlichen Stadt teils. 10. Kredit für eine Lehrerstelle an der Vorschule des Ghmnasiums. 11. Gesuch des Heinrich Rühl um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb im Hause Ebelstraße 2. 12. Desgl. des Emil Kalbfleisch für das Haus Ost-Anlage 19.

' Der Provinzial-Ausschuß hält am Mittwoch, den 22. Oktober, vormittags 8/49 Uhr, eine Sitzung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Gesuch de§ Adolf Kölsch zn Friedberg um Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft. 2. DeSgl. des Konrad Hinkel zu Friedberg. 3. Klage des Stadtmagistrats Friedberg (Bagern) gegen die Ortötranken. lasse Bad-Nauheim wegen Zahlung von VerpslegnngSkosten für A. Helgemeier. 4. Enteignung von Gelände in der Stadt Büdingen zur Verbreiterung der Bahnhofstraste.

"Landes versicherungSan st alt Hessen. Bei der Landesversicherungsanstalt Hesse», sind im September 1913 327 Anträge eingegangen und zivar: 236 Anträge auf Invaliden- und Krankenrente (I. u. K.), 16 Einträge auf ^Altersrente (?(.), 31 dlnträge auf Witwen- und Witwer­rente (W.), 37 Anträge auf Waisenrente (C.) 7 Anträge am Witwengeld (Wg.). Unerledigt wurden in diesen Monat übernommen 331 Anträge, so dast 658 Rentengcsnche in Bearbeitung standen. ES sande», Erledigung: 289 Anträge durch Bewilligung (200 I 20 K, 12 91., 16 W, 7 Wg., 33 £)., 1 Da.), 14 Anträge durch Auwartfchaftsbescheiv (88 1258 und 1743 NBO.), 49 Anträge durch Ablehnung, »veil unbegründet (35 I., 2 91., 8 W., Wg, 4 O.), 11 Anträge durch andere Weise Zurücknahme usw. (5 I., 1 A., 3 W., 2 Wg.), zusainmen 363 Anträge. Hiervon wurden 32 Renten dnrch Umwandlung und durch Berufung erledigt, so daß 827 alß unerledigt auf den Monat Oktober l. Js. übernommen werden mußten.

* * Handwerkskammer. Ein Iachr ist am 1. Ok­tober verflossen, seitdem die Einziehungsstelle der Handwerkskammer zu Darmstadt ihre Tätigkeit entfaltet hat. Das Iahresergelmis kann als ein erfreuliches bezeich­net werden, sind doch insgesamt rund 11 000 Mark For­derungen in Auftrag gegeben worden, von denen bis jetzt rund 3100 Mark oder 28,4 Prozent bar eingebracht wer­den konnten. Eine große Anzahl Posten ist dazu befristet oder befindet sich im Anfangsstadium der Einziehung, in Folge dessen dürste sich das Verhalten in Kürze noch gün­stiger gestalten. Als eine erfreuliche Erscheinung, darf es wohl bezeichnet werden, daß von den 182 angemeldeten For­derungen, von denen allerdings 11 als rechtsungültig zu­rückgegeben werden mußten, nur in etwa 20 Fällen gerichtliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. Durch direkte Einwirkung der Einzichungsstelle auf die Schuldner ließ sich in zahlreichen Fällen eine glatte Erle­digung herbeiführen. Die behördliche Autorität der Kam­mer gab hierin wohl in der Regel den Ausschlag. Dieser Vorzug war besonders auch in solchen Fällen vorteilhaft, wo es sich darum handelte, arbeitgebende Behörden oder Firmen um Mitwirkung anzugehen gegen zahlungssäumige Ange­stellte. Besonders bei kaufmännischen unb technischen Ar­men hatten wir mit einer einzigen Ausnahme durchweg gute Erfolge. Das Verständnis für unsere Bestrebungen, das uns in solchen Fällen entgcgcngebracht wurde, und die Unter­stützung, die wir hierbei fanden, sei daher dankbar anerkannt. Einer weiteren günstigen Entwicklung der Einziehungsstelle darf entgegengesehen werden, wenn durch die erzielten Er­folge ermuntert, sich immer mehr Handwerker und sonstige Gewerbetreibende der Stelle bedienen. Noch sind die gestell­ten Aufgaben nicht ganz erfüllt, sondern das Wirken der Einzichungsstelle und die sich bietenden Vorteile müssen sich immer mehr die Kreise von Handwerk und Gewerbe erobern. Dies wird um so schneller von Ratten gehen, je mehr sich der Gedanke durchdringt, daß die Einziehungsstelle kein Erwerbs­institut ist, sondern nur mithelfen will, den schweren Scha­den, des Borgnnwcsens wirksam zu bekämpfen. Ein Erfolg versprechender Ausbau wäre zu ermöglichen, wenn sich die Interessenten nicht nur bei solchen Außenständen der Ein­ziehungsstelle bedienen würben, die bereits schon verlöre»: ge­geben waren, sondern auch ihre sonstigen Forderungen durch die Stelle erheben ließen. Auf diese Weise würde die Ein­ziehungsstelle die Eigenschaft einer Zahlungsvermittlungs­stelle^habcn. Tie Einziehungsstelle wird stets daran arbeiten, ihr, Tätigkeitsgebiet zu erweitern und die Interessen ihrer Auftraggeber jederzeit nach allen Richtungen hin zu vertreten. Nähere Auskunft erteilt das Büro der Handwerkskammer Darmstadt, Georgenstraße 9, woselbst auch Formulare und Drucksache»: erhältlich sind.

* * D a s S ch m u ck k ä st ch e n von Gießen. Wie wir bereits kurz meldeten, vollzog sich am Dienstag ein doppelter Wechsel in den allseitig geschätzten Bakofs K a m mer - Z i ch t spiele n. Eine neue Direktion hat das Unternehme»: käuflich erworbei: und ihren Einzug gehalten. Daneben ist eine Namensänderung des Theaters eingetreten, nach der die Kammer-Lichtspiele hinfort dei: WarnenU nivn-The- ater" genanntDas Schmuckkästchen voi: Gießen" zu tra­gen haben. Die E f f n u n g s v o r st c l l u n g, die nach­mittags 4 Uhr begann, wies zunächst keine sonderliche Ver­änderungen in: äußeren Geschäftsgänge auf, der Besuch war anfangs ruhig, während abends ein sehr volles Haus zu ver­zeichnen war. Das eigentliche Wahrzeichen der Neuerung war innerlicher. Die ausgewählten Bilder »varen cs, bic bcrcdtcs Zeugnis ablegten von dem neuen Geiste, der dort eingezo­gen ist. Gewiß war das Programm recht bunt, anscheinend regellos folgte»: Humor, Satire und dramatischer Ernst auf­einander. Und doch müssen wir der Direktion recht geben, die sich zum Heile des (Geschäftes zur Grundtendenz gestellt hat, für jeden etwas zu bringen. So folgen in mannigfacher Reihenfolge auf prächtige Naturaufnahmen die Wochenüber­sicht des Union-Theaters, wobei auch her bekannte Schnellzeichner Leonard nicht fehlen darf, nette, erheiternde Humoresken, die Dramen:Die Liebesgeschichte einer Kreo­lin",Eine Kette voi: Mißverständnisse»:" und endlich als SensationsstückDas rote Pulver", in den: packend ein Streit zweier Erfinder und ihre tragischen Schicksale geschildert wer­den. Durch besondere Einlagen wird das Programm noch verstärkt und läßt in der Tat die Annahme berechtigt er­scheinen, daß das neue Union-Theater ii: Zukunft manchem Besucher recht genußreiche Stunden bereiten wird. Pro­grammwechsel ist an jedem Dienstag und Samstag. K. B.

* * K u »i ft () o n b »v e v f. Eine wegen ihrer Größe seltene kunstgewerbliche Arden in für den dürften von SolinS-Hoben» s o l in s - L t ch in der Gießener Wcrkslätte von Arthnr Gräle & (S o. fertiggestellt und dieser Tage an den Bcsleller abgeliesert worden. Es handelt sich um ein nach einem Entwurf des Pro- scssors M c tz e n d o r s - Vensbeim in Schrniedebronze getriebenes Schutzgitter im UcbcrmingSflil des Rokoko zum Barock. Tie wohl- gelungene Arbeit wird im neuen Pruuksaal des Schlosses zn Lich dazu dienen, einen an:- edlem lUarmov hcrgcsteMen Kamin abzu- schtiesten.

Landkreis Gießen.

# Wies e ck, 13. Olt. 3»i der sozialdemokratischenObcrhess. Volksztg." erscheint ein Artikel, in dem versucht wirb, der Rede von Herrn Erkelenz in Wiesest eine salsst>c Bedeutung an- zuhängeu. Bei Erösfnung her Versammlung am 7.10. in Wiesest, in der Erkelenz sprach, machte der Versammlungsleiter die An­wesenden daraus aufmerksam, das; die Versammlung mit der Wiesccker G e m e i n d e r a t s w a l; l d u r ch a u s n i ch t s z u t u n habe, da Erkelenz beslialb nidit nach Wiesest gekommen sei. Auch der Vorsitzende der Gießener liberalen Arbeiter und Angestellten wies im Aniang seiner Ausführungen daraus hin, dast der Besuch in Wiesest nicht der Ottspolitik und den zufällig bevorstehenden Gemeinderats»vahlen dienen solle, vielmehr es vermieden solle wer­den, in derartige Ortsangelegenheitci: sich hineinzumischen. Es ist bezeichnend, das; die Sozialdemokratie es trotzdem fertig bringt, in ihrem Blatt zu veröffentlichen, bic Versammlung in Wiesest »ei wegen der Gemeinderatswahl gerocien.

Rodhcim a. d. Horloff, 13. Okt. Bei der heutigen B e i g e o r d n e t e n w a h l wurde der Gastwirt W. Reichhardt mit 44 Stimmen gewählt, während W. Hirzinger 41 Stimmen erhielt Bon 96 Wählern haben s."> von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht.

Kreis Friedberg.

r. Reichels he im, 13. Okt. Der Unterricht an der gewerblichen Fortbildungsschule hat »vieder be­gonnen. Tie Schule wird von 36 Schülern besucht.

V i l d e l 13. Cflober. Hier laufen zurzeit die wunder­barsten Gerüchte um, teil* für, teils gegen die schivebenden fBcr» kauf 8 ver b andl u n g c n des Besitzers des hiesigen, unter Vern b.-fuschen Ouellenfchutz siebenden Dk i n e r a l w a s s e r s p r u d e l s , mit der Stadtverwaltung Frankfurt a. 9)1., bezw. mit dem Pflege- mut de-.. HospnalS mm Heiligen Geist, die das Sprudelwasser von d m Qnelleng, nach dein der Stadt Frankfurt a. M. als Eigentum gehörigen Tannenwüldchen in der Gemarktlng Dilbel iveftlid) von der: mauer','chen Gärtnerei, möglichst auf kürzeste,»! Wege, durch Rohre abzuleilen und dort mm Baden, Trinken und zum Kurgebrauch zst verwenden gedenken. Anschließend hieran werden auch noch Perl,a»»dlungen mit bem Frankfurter Kohlen- fäurewerk der Geweckschafk Wahl I in Frankfurt a. Dk. - d e l h e i m gepflogen, das zur Gewinnung und gewerblichen

Verwertung der beim Zntagetreten des Sprudels in natürlicher Weife freiwerdenden gasförmigen Kohlensäure eine unter der polizei­lichen Aufsicht der Gr. Hess. Bergbehörde stehende Betriebs- an lag ein unmittelbarer Rabe des neuen Dalmhofe? errichten will. Zum Ziveste der Einholung der Erlaubnis zur Einlegung der Rohre in das Eigentum der Stadl Vilbel, ist der Besitzer des Spriidels bet dem Stadtvoruand bereits vorstellig geworden. Dieser hat bic in die örtlichen Verhältnisse, iu< besondere in den von etwa 40 Familien betriebenen Mineralwasser handel lief einschneidende Frage, an eine Kommissio», von 7 Mugllebern unter dem Vorsitz de? ersten Beigeordneten H e r g e t überiviesen, die unter Anhörung von Sachverständigen die Rau'ainkeil unb den Nutzen dieser Unter­nehmen nach jeder Richtung hin prüfen soll.

Seriehtssaal.

Tödlicher Unfall durch die unbedeckte Dreschmaschine.

2er Landwirt Johann Pawlak »vor durch Urteil der Strafkammer des Amtsgerichts K r o t o f d, i n »regen fahr­lässiger Tötung zu .Gefängnis verurteilt worden. Seine beim Reichsgericht eingelegte Revision ist erfolglos geblieben unb vom höchsten Gerichtshof als unbegründet verworfen worden. Die Anlage hatte ihm zur Last gelegt, dcu in seinem Betriebe am 26. September 1912 beim Haferdreschen erfolgten Tod einer Arbeiterin durch Fahrlässigleit verschuldet zu haben und zwar dadurch, daß der Oberteil der Dreschmaschine nicht, wie es die allgemeine Vorsicht des Landwirts unb eine besondere Anordnung des Rcgierungsvräs iden­ten gefordert hätten, bej der Inbetriebnahme mit einer Schutz­vorrichtung bekleidet gewesen mar. Es handelte sich um eine Dreschmaschine, die von einem Pserdegöpcl angetrieben wurde. Die Welle und die Koppelung der Maschine »raren wäh­rend des Betriebes unbed estt gewesen und so war e; gekommen, daß eine mit dem Wegschaffen von Stroh beschösligte Arbeiterin mit ihrer Kleitmng dem (betriebe zu nahe gelommen und getötet worden war. Tie vielen Unfälle an der Dreschmaschine, so halte das Gericht ausgeführt, müßten ohne weiteres jeden Landwirt von selbst zur größten Vorsicht malmen und ihn veranlassen, stets für eine lleberkleidung des gefährliche»: Getriebes Sorge ui tragen. Ganz abgesehen davon sei ? i i;; einer Verordnung des Regierungspräsidenten von Pofen ai:: .'rücklich anzc. dnet aewescn, daß die Welle und Koppelung der Drcschmasd tuen stets überbedt sein müßten. Dieselbe Verordnung rrtne weiter an, daß keine Arbeiterin an der Dreschmaschine anders als mit zniammen- gcbnndcncr Klei du na bcirfnftirtt werden dürfe. Audi diese Vorschrift fei von dem Angeklagten nicht beobachtet worden, ebenso die. weitere Anordnung nicht, daß beim Betrieb'? stets ch: zuver­lässiger Aufseher zugegen sein müsse. P. der daS Dreschen zu­nächst selbst beausiichtigt gehabt habe, fei schon vor^bem Unfall lange Zeit dem Dreschen serngebliebcu getreten. Somit könne es keinem Zweifel unterliegen, daß der Angeklagt-? in höchst fahrlässiger Weise gehandelt und babitrd» den "ab der Arbeiterin verschuldet habe. Das R e i ch s g c r i ch t vermochw gleichfalls keini Momente zu finden, die gegen eine Fahrlässigkeit d^s Angeklagten gesprochen hätten und verwarf acifen »Revision als imbcnrflritH*t.

Märkte.

I«. Frankfurt n. M., 14. £?ft. Heu- und Strol, markt. Arn heutigen Aiarkt war ivebev Heu noch Stroh angefahren.

kirchliche NcZchrichtcn

Evangelische Gemeinde.

Heute Mittwoch, den 15. Oktober, abends 8 Uhr: Bibel- st u n b c im LukaSsaale. (1. Brief Betel.)

Pfarrer B e ch t o ( 8 b e t m e r.

Donnerstag, den 16. Oktober, abends 8 Uhr: BibelstUnde im Matthäusfaale. (Schöpfungsgeschichte I. Tfoi. 1.)

Pfarrer D. Schlosser.

Israelitische Religionsgemcinde.

Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage), Donnerstag, den 16. u. Frctlag, den 17. Oktober 1918: L a u b h ü t l e n f e st.

1. Tag: Vorabend: 5.30 Uhr.

Morgens: 8.30 Uhr. Predigt.

Nachmittags: 4 Uhr.

2. Tag: Vorabend: 6.15 Uhr.

Morgens: 8.30 Uhr. Abends: 5.15 Uhr.

Wetter

18.

14.

Meteorologische veobochtungen der Siation Gießen

13. bis 14. Oktober

Sonnenschein Bew. Himmel Bed.

Höchste Temperatur am

Niedrigste , ,

Skiedersch'.ag: 0,0 mm.

+ 10,6' 0.

0,9C.

Israelitische Neligionsgesellfchaft.

Gottesdienst.

Sanrstag, den 18 Oktober 1013.'

Morgens 8.00 Uhr: Vaterländische Gedenkfeier,

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rtinder und Scotts Emulsion.

Sie sollten einmal dabei sein, »venn meine Kinder Scott- Emulsion bekommen, wie sie uin die Mutter herumstehen, vor Freude ganz aufgeregt sind und sich darum streiten, wer am Schluß bei: Pfropfen und den Löffel ablecken darf. Meine sämt­lichen Kinder, 2 Buben und 2 Mädchen, haben Scotts Emulsion vom dritten Monate an erhalten und sind dabei kräfttg ge­diehen. Ter Einfluß des Präparates auf bic ganze Entwicklung dec heramvachsenden Kleinen ist unverkennbar, ein gehöriger Appe­tit geht mit regelmäßiger Gewichtszunahme Hanb in Hanb. ebenso fehl: es »tidn an Munterkeit und geistiger Regsamkeit. Daß bei meinen Kindern bic so gefürchtete Zahnzeit sozusagen spurlos vorübergeganget: ist, versteht sid; bei ^cotts Emulsion ja ganz von selbst. Alle meine Bekannten, denen ich dieses vorzitgliche Kinberkrästigungsmittel empfohlen habe, sind mir hierfür sehr dankbar gewesen, aud» siS sind, gerade so wie ich, des Lobes voll über Scotts Emulsion. u/io

Graufthal i. Sls., 19. Srptrmber 191». (a«z.)Josrf Wagner.

In keiner Kinderstube sollte Scotts Emulsion als Kinderstärkungsmittel fehlen. De»: Kleinen gereicht das regelmäßige Einnehmen von Scotts Emulsior: zum Segen die Ausgabe hierfür wird sich reichlich lohnen.

Man achte auf die Tchnhmarkc Fiichcr mit großem Dorsch auf dem Rücken der Freund der Kinder. C*/io

Scott« (hnulfion wird von unfl auSltltehltL tm oro&en Der!au-t. uns zwar n(e lofe nach (Äcwtchi ober IHah, sondern nut in versiegelten OrlgtnalNalchen in Marron mit unserer Lchuvmarke (sttscher mit dem Dorsch) Scott fc äorone, ». ul b. v, ßrantfun a. M.

«rbalt, ca.! Reinflet Medizinal-Pederrran 150-1. prlmi «lyierin 60,0, untervliolpdortqlaurer Salk 4.8, unten>bo»pborlflfaurel Natron t<o, uulo. Dragaitt feinftcr nrob. C'lutnmt uulu. Qager 119,0, tUtehel 11A Vietju aromatische Emulsion mit fllmt», Manbel- unb tLanlthertaöl >e 1 Zropftn.

., fiefert billigst die BrfihlscMe

KllVOrfC mit rirma UmversItätsBaoh-undSt* IXUlUl ID Ulli I II IIICl druckerei.Gießen,SchulstrJ