Ausgabe 
15.7.1913 Zweites Blatt
 
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14. Juli.

Juli. In der Kunstseidefabrik

h. Kelsterbach

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Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

Wetter

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Sonnenschein

Juli

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Sonntag, den 2o. tfuii: Jfaiserregatta.

Angenehmer Ferienaufenthalt.

Nähere Auskunft erteilt bereitwilligst der Kur- und Verkehrs-Verein Bad Ems.

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Mk. 93-100 92-99

Höchste Temperatur am

Niedrigste , ,

Liiederschlag: 0,1 mm.

Mk. 53-58 52-57

Preise für 100 Pjd.

Lebend- Schlacht­gewicht

24,6 0, 11,6 6 U.

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(In einem Teil der Auflage wiederholt.) fc. Frankfurt a.M. Vichbo i-'J.'l a r f t b e v i cb t vorn

dem Westerwald und Taunus.

Bergbahn zum Luftkurort Hohenmalberg, 380 Meter über N. N.

Mastlämmer und Masthammel .... 47,0000 00 Schweine.

Vollfleischtge Schweine von 80100 kg Lebend-

Austrieb: Rinder 1249, darunter Ochsen 171, Bullen 76, he und Färsen 702, Kälber 293, Schafe 159, Schweine 2143.

Tendenz: Rinder rege, aerämnt, Ochsen »gngsam, bleibt liebe'» stand, Bullen geräumt, Kühe und Färsen rege, geräumt, Kälber rege, geräumt, Schafe ruhig, geräumt, Schweine leb - <0. geräumt. Preis für 100 Pfd. Lebend- Schlacht­gewicht

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bis 14.

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Weltbekannter l£iir- und Badeort in wundervoller Lage an der Lahn. Sammelpunkt für Touristen und günstig gelegener Ausgangspunkt für Ausflüge nach dem Lahntal,

Märkte.

FC. Wiesbaden. Diebhoi-Marktbericht vom 14. Juli. Auftrieb: Rinder 78 (Ochsen 37, Bullen 14, Kühe 27), Kälber 32, Scha'e 24, Schweine 263.

Marktverkauf: Mittleres Geschäft, bei Großvieb Ueberstand,

§ Bulgarischer Vorschuß. Wie dieF. Ztg." m3 teilt, hat eine von den Bankhäusern Thalmann u. Günsburz in Paris gerührte Gruppe Bulgarien einen Vorschuß von 12Va Millionen Franken gegeben, wobei Bulgarien die Verpflichtung abgeben nuifrte, daß es keinerlei Kriegspläne habe.

vereinsnachrichten.

Dorheim, 13. Juli. Sein goldenes Fahnen­jubiläum beging heute unter Beteiligung von 19 aus­wärtigen Gesangvereinen der hiesige Männerchor ,Ger­mania". LandtagSabg. Breidenbach hielt die Festrede; dann trugen die Gastvereine ihre Lieder vor. Im Auftrage der Jungfrauen übergab Fräulein Schmidt eine Fahnenschleife, auch der Kriegerverein und der Turnverein schenkten als An­gebinde je eine, gestickte Schleife.

oder Auflauf. Mit etwas Schlagsahne oder Marmelade dazu, werden die Kleinen gern zwei auch dreimal davon verlangen. Dieses Rezept mit 23 weiteren enthält daö Sommcrwcüen-Büchlein, gratis und franko erhältlich vom Mondamin-Kontor Berlin 0.2.

Verantwortlich für den politischen Teil I. 23.: R. Lange.

Vollfleischige Schweine von 100120 kg Lebend­gewicht ... . 62-31

Dollfleischige Schweine von!20150 kg Lebend-

' SarrdeL.

§ Diskontpolitik. Am Berliner Geldmarkt war in den letzten Tagen ausgesprochene Flüssigkeit zu beobachten. Der Privatdiskont ist neuerdings^zurückgegangen und bei '41/2 Pro­zent angelangt. Diese große Spannung von l1/? Prozent zwischen dem Satz der Reichsbank und dem Privatdiskont hat zur Folge gehabt, daß an der Börse vielfach die Möglichkeit einer Her­absetzung des Diskonts der Reichsbank erörtert wurde. Doch muß dies angesichts der Nähe des Derbsttermins als unwahr- icbeinlid) bezeichnet werden. Auch die Auslassungen des Prä­sidiums in der letzten Sitzung des Zentralausschusses der Reichs­bank lassen auf eine bevorstehende Ermäßigung des Diskonts nicht schließen. Des weiteren darf nicht außer acht gelassen werden, daß am 29. Juli weitere 30 Prozent der am 12. Juni zur Subskription aufgelegten 225 Millionen Mark inländischer Anleihen bezahlt werden müssen, und daß am 31. Juli die Uebernahmekonsortien bedeutende Zahlungen an die Reichsoank und Seehandlung zu erstatten haben.

§ Deutsche N e i ch s b a n k. Bei der Reichsbank sind die Rückflüsse ungünstiger als im Vorjahre. Die fteuerfreie Noten- reserve betrug am vergangenen Samstag 44 Millionen Mark. Die Frage einer eventuellen Tiskontermäßigmig ist nicht zu er­warten, da vorerst gar keine Veranlassung hiersür vorliegt.

rv. Stuttgart, 14. Juli. (Neue 4proz. Württembergische Anleihe.) Tie Württembergische Finauzverwaltung hat mit dem unter der Führung der Württcmbergischen Vereiusbank stehenden bekannten Konsortium eine zu 4 P r 0 z. verzinsliche und bis

Müller'sche Badeanstalt.

.W ässe rw ärme d er La hn am 15. Juli: 17 3 R.

13.

13.

Ost verlieren die Kinder den Appetit bei heißem Wetter.

Sie bedürfen dann leichte, nahrhafte Speisen, die verlockend

und appetitanregend sind, wie 5. B.

wurden dem Arbeiter Hardt die Kleider durch unzeilig ausströmeuden Aether durchtränkt und infolge einer Un­vorsichtigkeit in Brand versetzt. Hardt erlitt schwere Brand­wunden.'

h. Mörfelden, 13. Juli. Ms der 10jährige Sohn einer "hiesigen Familie beim Spielen von einem Neubau abstürzte und mit gebrochenem Arm nach Hause gebracht wurde, erschrak seine leidende Tante derart, daß sie einen Schlaganfalb erlitt, dem sie sofort erlag.

d. Mainz, 13. Juli. In der Familie des Fuhrunter­nehmers Geib traten am Freitag nach dem Genuß von Heidelbeeren Vergiftungserscheinungen auf. Ein 16jähriger Sohn, der Schlosserlehrling Fritz Geib, mußte ins Rochushospital gebracht werden, dort befindet er sich jetzt auf dem Wege der Besserung; drei weitere Kinder des Fuhrunternehmers hatten sich bald wieder erholt und konn­ten in der Wohnung der Eltern verbleiben. Es wird ver­mutet, daß unter die Heidelbeeren irgend ein giftiger Fremd­körper gekommen ist. Ein Taschendieb versuchte vor dem Affentheater einem Mädchen die Handtasche abzu­nehmen. Tas Mädchen teilte ihrem Vater das mit, dem es gelang, den mit einem gelben Staubmantel gekleideten Fremden festnchmen zu lassen. Bei dem Unbekannten, der sich als Schweizer ausgab, fanden sich weder Geld noch Papiere vor, nur ein feststehendes Messer. Tie Polizei glaubt, daß der Verhaftete ein internationaler Taschendieb ist. Unterwegs versuchte er zu fliehen; er wurde dann gefesselt ins Untersuchungsgefängnis gebracht.

Hessen-Nassau.

fj Marburg, 13. Juli Ein au§ Aschaffenburg stammender Student machte gestern seinem Leben durch Gift ein Ende. Der junge Mann soll in der letzten Zeit, gemütskrank gewesen sein.

sj Kirchhain, 13. Juli. Gestern nachmittag tagte in der städtischen Festhalle hier der 19. Verbandstag des Kurhessischen Feuerwehr-Verbandes. Außerdem wurde eine Ausstellung von Feuerlöschgerätschaften eröffnet. Die älteste Spritze, die dort zu sehen war, staminte aus Neu­stadt. Sie wurde im Jahre 1743 angeschafft.

h. Frankfurt n. M., 13. Juli. Einem ^dringenden Bedürfnis" wurde heute dadurch abgeholfen, daß sich hier eine Frankfurter Ortsgruppe für das Sammeln von An­sichtspostkarten bildete.

h. Aus dem Taunus, 13. Juli. Auf einer Rund­fahrt durch den Hochtaunus besuchte die Kaiserin das am 1. Juni durch den Orkan zerstörte (Webtet und teilte habet dem Anbauer Noll in Arnoldsheim mit, daß sie ihm die zum Bau eines neuen Wohnhauses erforderlichen Mittel zur Verfügung stellen werde.

h. Bad Homburg v. d. H., 13. Juli. Der lang­gehegte Plan, der Prinzessin Marianne von Hessen-Hom­burg hier in ihrer Geburtsstadt ein Denkmal zu er­richten, wird sich in kürzer Zeit verwirklichen. Ein aus allen Kreisen der Einwohnerschaft Homburgs und seiner Umgebung gebildeter Ausschuß hat sich dieser Tage ge-

geivicht ............. 61-62'/, 78-80

Vottfleiichige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 59)5-60'/, 7677

üben. Bei den einzelnen Vortragenden wird neben den Vortragsgegenstärcken und der Art der Vorträge (wissen­schaftliche Vortragsreihen, wissenschaftliche Einzelvorträge, volkstümliche Vorträge usw.) auch der Lebens- und Bil- dungsgang der Vortragenden kurz skizziert. Tas Buch ist den Leitern aller Vereine, die für die Fortbildung und Unterhaltung ihrer Mitglieder tätig sind, seit lange ein un­entbehrlicher Ratgeber. Es wird an alle Vortragsvereine, die der Gesellschaft als Mitglieder angehören, kostenfrei abgegeben.

** Hervorragende Flugleistungen Gießener Militär brieftauben. Ter Brieftauben-Klub Gießen hielt vor vier Wochen von Harburg bei Hamburg (330 km Luftlinie) ein Preis- und Wettfliegen um eine Staats­medaille ab. Um 5.50 Uhr freigelassen, trafen die ersten Tierchen bereits um 10 Uhr hier ein, mit einer Flug­geschwindigkeit von über 1300 m in der Minute. Die Preise waren in 5 Minuten vergeben. Am Sonntag fand der letzte Flug mit alten Tauben statt ab Flensburg (Holstein), etwa 500 km Lustlinie. Um 8 Uhr vorm. geworfen, kehrten fast alle Tiere trotz des dunstigen, schwülen Wetters etwa um 5 Uhr nachm. zurück mit einer Fluggeschwindigteit von 900 m in der Mrnute. Tie Fliegen mit jungen diesjährigen Tieren beginnen am 22. Juli.

Kreis Büdingen.

d. Ober-Mockstadt, 13. Juli. Der Gemeinderat beschloß die Erbauung einer neuen Schule und einer Lehrerwohnung. Die Arbeiten werden von der KreiS-Bau- inspektion vergeben und noch in diesem Jahre begonnen.

Kreis Friedberg.

L. Steinfu r th, 13. Juli. Unsere Gemeinde erhält ein neues SchulhauZ mit Lehrerwohnungen. Die Arbeiten sind bereits ausgeschrieben.

Starkenburg und Rheinhessen.

IN. Mühlheim, 13. Juli. Bei der am Samstag vor­genommenen Gemeinderatswahl wurden gewählt: Erckrath mit 649, Müller mit 633, Moll mit 626, Krall mit 621 und Windusch mit 611 Stimmen. Tie Gewählten gehören sämtlich der sozialdemokratischen Partei an. Von den bürger­lichen Kandidaten erhielten Rupp 431, Stieb 415, Ott 407, Henzler 393 und Teuber 397 Stimmen. Nach denr Ergebnis der Wahl, bei der von 1168 Wahlberechtigten 1059 Stim­men abgegeben wurden, besteht der Mühlheimer Gemeinde­rat, den 15 Vertreter angehören, aus Sozialdemokraten. Außerdem hat das Mühlheimer Farbwerk das Recht, einen Vertreter in den Gemeinderat zu wählen.

Schweine und Kleinvieh geräumt.

Ochsen.

Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht­wertes tm Alter von 47 Jahren ....

Tie noch nicht gezogen haben lungejochte) . . Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete............

Bullen.

Dollfleischige, ausgew., höchsten Schlachtw. . .

Vollfleischige, jüngere

Färsen, Kühe.

Dollfleischige auSgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes .

Dollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren.....

Acltere ausgemäslete Kühe und wenig gut ent­wickelte jüngere Kühe . . ......

Mäßig genährte Kühe und Färsen Gering genährte Kühe und Färsen Kälber.

Feinste Mastkälber

Mittlere Mast- und beste Saugkälber ....

Geringere Mast- und gute Saugkälber . . .

Geringere Saugkälber....... .

Schafe.

Weidemastschase:

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bildet und ist gestern mit einem entsprechenden Aufruf an. __ ... ., a. r ., - . m - - 1 o «n r r

die Oeffentlichkeit getreten. Ta Prinzessin Marianne als lj}35 liufu?bbt^r(e f7l n 1 ?ctrnflC £°u T \ 10 u cnn

hip (V>ri uherhi nnr 1(>) aabreu a. bildeten Ratersänbi- Mark abgeschlossen. Trese A.üethe wirb. am 2o. Jult zur all-

dte Gründerin des vor wu xsanren gebildetenVaterland!- ^meinen Subskription zum Kurse von 96,40 Proz. für Schuld-

schen ^rauenveretns" gilt, hofft man besonders aus ben bu^eintrngungen unb von 96,60 Proz. für Obligationen an ben

weitesten Kreisen der deutsehen Frauenwelt auf Unter- Württembergiichen Hanptplätzen sowie in Frankfurt a. M. und

stützung bei der Errichtung des Denkmals. 1 Darmstadt gelangen.

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Ochsen.

Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- wertes, 47 Jahre alt........

die noch nicht gezogen haben (ungejochtes . . Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ansgemästete............

Bulle n. 1

Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw.

Vollfleischige, jüngere..........

Färsen, Kühe.

Vollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw Dollfleischige ansgemästete Kühe höchsten Schlach- ivertes bis zu 7 Jahren wenig gut entwickelte Färsen ältere ansgemästete Kühe........

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Mäßig genährte Kühe und Färsen. .

Gering genährte Kühe und Färsen . . Kälber.

Mittlere Mast- und beste Saugkälber.

Geringere Mast- unb gute Saugkälber Schas e.

Mastlämmer unb jüngere Masthammel Schwein e.

Vollfleischige Schweine von 80-100 kg Lebendgewicht........

Vollfleischige Schweine unter 80 kg

Lebendgewicht

Vollfleischige Schweine von 100120 kg

Lebendgewicht

Vollfleischige Schweine von 120150 kg

Lebendgewicht........

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Vermischtes»

* Familientragödien. Aus Nordhausen wird gemeldet: Der pensionierte Eisenbahnbeamite Atitius schoß seiner Frau, während sie aus dem Fenster sah, eine Kugel in den Kopf und erschoß sich darauf selbst. Der Grund soll in wirtschaftlichen Sorgen liegen. Das Paar hinter­läßt fünf unmündige Kinder. Im Hause Linien­straße 248 in.Berlin gab der 49jährige Arbeiter Wölke zwei Schüsse auf seine Ehefrau ab, als sie ihm Vorwürfe wegen seiner Stellenlosigkeit machte, und verletzte sie lebensgefährlich. Ter Täter wurde verhaftet.

* Mordversuch und Selb st mord. Aus Berlin wird unterm 12. ds. gemeldet: Heute nacht schoß die Wirt­schafterin Wendel auf ihren früheren Tienstherrn, den Rcgierungsrat Einecker mehrere Revolverschüsse ab, ohne ihn zu treffen. Tann tötete sie sich selbst durch einen Schuß, in den Kopf.

* Große Ueb erschwemmungen. Aus Lemberg, 12. Juli, wird gemeldet: Aus Stanislau wird gemel­det, daß das H 0 ch w ässe r der Bystrycza und des Dnjestr die Ortschaften Halisz, Jezupol, Wol- czyniez, Nizniow und andere überschwemmt habe und überall Verheerungen anrichtete. Der Verkehr auf den Landstraßen ist gestört, sämtliche Feldfrüchte haben stark ge­litten und die 5^euernte ist vernichtet. Viele Gemeinden der Kolomeaer und'Sniatyner Bezirke sind vom Hochwasser arg betroffen worden. Bei Sambor ist die Striez über ihre Ufer getreten; die Weideplätze stehen unter Wasser. In Ka- lusz zeigt die Siwka Hochwasser und überschwemmte die Nachbargemeinden Sobolow, Moskvwze und Przy- lipze. Auch aus anderen Teilen des Landes werden durch Ueberschwemmung verursachte Schäden gemeldet. Der Regen lMlt an.

* 3 00000 M k. veruntreut. Aus Barmen wird gemeldet: Unter der Selbstbezichtigunb, große Veruntreu­ungen verübt zu haben, stellte sich ein Wechselstubenvor- stehcr des Bankhauses von der Heydt-Kersten und Söhne der Staatsanwaltschaft. Tie veruntreute Summe soll» etwa 300 000 Mk. betragen und scheint mehrere Jahre» zurückzuliegen.

* Un getreuer Kassierer. Ter Kassierer des Lieg- nitzer Bankgeschäfts von Prausnitzer Nachfolger in Breslau Namens Schnabel wurde wegen Veruntreuung von über 40 000 Mark verhaftet.

* Dampfern n fall. Aus R 0 st 0 ck wird gemeldet: Tie DampffähreGroßherzog Friedrich Franz" stieß auf der Fahrt von Gjedser nach Warnemünde nachts mit dem MotorbootFortuna" aus Rostock zusammen, das sofort sank. Ter an Bord befindliche Besitzer sowie sein-Sohn wurden gerettet, während die unter Deck schlaf­fende 17jährige Tochter ertrank.

* Das Vorderteil des Wracks des Untersee­bootsS. 178" wurde am Samstag morgen in Wilhelms­haven eingeschlcppt und mittags ins Dock gebracht. Es wird an­genommen, daß sich 30 Leichen in dem Wrack besinden.

^Gefährlicher Schlafkamerad. Aus Posen wird unterm 12. ds. gemeldet: Als der bei einem Tischler in Briesen in Westpreußen beschäftigte Lehrling Pawli- k 0 w s k i in der vergangenen Nacht heimkehrte, gab er blind­lings auf die den Schlaf raum mit ihm teilenden anderen Lehrlinge rnehrere .Revolverschüsse ab und ver­letzte drei lebensgefährlich. Pawlikowski, welcher verhaftet imtrbe, ist wahrscheinlich das Opfer von Schundromanen geworden.

* Russisch e Banditen. Aus Goszo sa (Rufs. Littauen) wird gemeldet: Banditen töteten eine aus sechs Personen bestehende Familie, plünderten das Haus und steckten es in Brand. Einer der Banditen, ein Soldat, konnte festgenommen werden.

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