Kreis Lauterbach.
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vontrugen.
um dann Geldkasten 2,50 ent- Zigarren Von dem
ein ,Geschäfts im Laden zu beginnen. In dem waren zu seinem großen Erstaunen jedoch nut Mk. halten; aber sonstige Waren, Strümpfe, Kleider, und Zigaretten, waren dem Nachtdieb willkommen. Täter fehlt bis jetzt jede Spur.
Kreis Friedberg-
Deretn$nad)rid)teiL
— Tic Bürgergesellschaft veranstaltet auS Anlaß ihres 4 9. EtiftungSfesteS am LamSlag abend im .Frank- futter pof' einen Herren ko mmer S. Am Sonntag findet ein F a m i l i e n a n s f l u g mit Tanz nach der .Karlsruhe* statt.
~ Wallenrod, 12. Noo. In derNacht auf Dienstag wurde bei dem Äaufnmnn JohS. © d) tu ib t V. ein Einbruchsdieb stahl verübt. Der Nachträuber stieg in denr Hof auf einen Kohlenbehälter und kletterte durch em Fenster in den zweiten Stock. Hier durchlief er eine Stube, wo sonst das Dienstmädchen schlief, das jedoch zufällig nicht anwesend war, und stieg in den ersten Stock, wo er die Scheibe einer Glastür mit einem scharfen Instrument zerschnitt.
<krid>t»faaL
Eint Warnung für Eistnbahnrriskndk.
Ter Stukkateur F., icfct in Lctpnig.Kleinzschocher wohnhaft, wollte am 12. August 1910 vom Bahnhof Tü»fel - dorf-Terendorf nach Duisburg fahren. Er hatte den Zug versäumt und Kicb auf dem Bahnsteig, um tzc.i nächsten
Vend gfloeiat, esM aber Sorge gekrageu worden, daß die Ttililir* antoarter üt Zndurft schneller enrberuim werden.
Bessse des Bunoesrades. Der Bundesrat bat den zuständigen Ausich»i»sen überwieien: Einen (rntrourf deS Lust verkehrsgeieheS, eint Denkschrrst betreffend den Entwurf einer neuen Anlage zu dem utternutujnnlen Ueberenckommen über den (Äsenbahnfrachtoerkehr und einen Entwurf der Vorschrift <ur Aen. derung der Schiffsvermeffungsordnunq. Zugestinrmt wurde der Vorlage betreffend tnc Acnoerung der Vorlchristen über ven B sähigungsnachweis und die Prüfung der Seedampffchinsmaschi- nisten, dem Entwurf von Dorschristen zur Ergänzung der Eüb- aebührenordnung, der Vorlage betreffend den Entwurf der Bestimmungen über die Herstellung von Zigarren und Ab rippen von Tabak in der Hausarbeit und der Vorlage betretend die Aenderung der Gebühr für Warenproben und Warenmengen
Ein Nachspiel -um Vorfall von Zabern. Lite die „Rheinische Korrespondenz" mitzuteilen weiß, haben 3 0 o tu denken, Angehörige der Verbindung Eercle de» ErudtantS, dem Leutnant o. Forster eine Duellforderung überiandt.
Der russische Ministerpräsident K'okowtzow trifft gutem Vernehmen nach am Montag Trüb 'N Der ll n cm. Er tviro am Montag abeno beim russischen Botschaster ^werdei^w das Tiner einnehmen. Am TienStag abend findet bcim Reims kanzler zu Elnen des russischen Gastes ein Diner statt. Bor aus- sichtlich wird Kokowtzow am Mittwoch vom Kauer empfangen werden. Die Abreise erfolgt am Donnerstag früh.
'• Der Großh erzog hat den Mediztnalrat Dr. Emanuel August Merck in Darmstadt zum Mitgliede der Ersten Kammer der Stände de- GroßherzogtumS auf Lebens- zeit berufen.
• • Schulangelegenheiten. Uebertraqen wurde am 8. November d. I. dem Lehrer Johannes Eckstein zu Altenkain eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Walldorf <Kr. Groß-Gerau).
* * Das Schul wesen in Eber helfen. In dem Artikel über das Schulwesen in Ebtrhrfen, den wir binar Tage veröffentlichten, ist versehentlich das Schulwesen
essen worden Es sei nunmehr noch nachgetraqen. — besitzt zwei höhere Schulen: die Eber-Realschule und Dovere Bürger "Mädchen Schule und eine Volksschule, zae oer Lehrkräste und Schüler stellt sich folgendermaßen: Lbcr- Realschule: 1 Direktor, 6 Eberlehrer, 4 Lehramtsaisefforen, ! Referendar als Volontär, 3 Reallehrer, 2 Nellgwnslehrer. Sckiülerzahl am Zähltermin (15. Mai 1913 282, darunter eine Schülerin. Höhere B ü r g er-ä dch encd u le: 4 Leh- rmnnen, 1 Schulverwalterin. Hilfskräste: 1 'Tireltor, - Ebet* lehrer, 1 Reallehrer, 1 Handarbeitslehrerin, 1 Religwnslebrer. 91 Schülerinnen Volksschule: 7 Lehrer, 1 Schulverwalter 1 Lehrerin, 1 Schulverwalterin, 605 Schüler, 309 Knaben und 296 Mädchen.
* ’ Stadttheater. Tie neue Gesanasposse „Fi lm - zauber", die am Sonntag zum ersten Male gegeben wird, enthält eine ganze Reihe hübscher und wirkungsvoller Gesangs- und Tanznummern. Es seien erwähnt das Lied der «rränze: ..Franze, Fränze, Fränze, was machst du bloß sür Tänze", das Tanzduett „Untern Linden, untern Linden", das „Sieb fern der Mühle", das Tanzduett „Kind, ich schlafe so schleckst, Kind ich träume so schwer", das Tanzterzett „Erst ne Weile rechts, dann ne Weile links", das Couplet „s war ooch ganz scheen" und das „Härentanzduett". — Ta die Vorbestellungen zu der Premiere starken Besuch erwarten lassen, werden Reflektanten gut tun, sich zeitig Plätze zu sichern.
** 3 m Union-Theater läuft in dieser Woche ein neues ausgezeichnetes Programm. Besonders die humoristischen Bilder sind mit großer Sorgfalt ausgewäblt und in Darstellung wie Ausführung prächtig, so daß das Publikum nicht aus dem Lachen herauskommt Wir nennen nur die reizenden Humoresken: „Frei- badsolgen, Lldolar will heiraten und Im Wald und aus der Heide". Ein ganz aktuelles, äußerst spannendes Trama ist „Ter Balkankrieg" oder „Der eiserne Tod", worin die Erlebnisse zweier Kriegs- tcilnebmcr anschaulich geschildert werden. Ein echtes Wild-West- Drama ist „Die Waldrose".
** Vom Lichtspielhaus wird uns geschrieben: Von Samstag ab wird der erste Film der neuen Asta-Nielsen-Serie vor- gesuhrt, betitelt „Die Suffragette", mimisches Schauspiel in 5 Akten, in der Hauptrolle die beliebte Künstlerin A st a Niel- s e n. Der dänische Dichter Urban Gad hat sich bei diesem Film auf ein Oiebiet begeben, bei dem seine dichterische Schasfenskrast voll zur Geltung kommt. Jeder, der diesen Film sieht, muß auss neue die Vielseitigkeit und Leistung von Urban Gad als Sckrift- 'teller wie als Regisseur bewundern und anerkennen. Den größten Erfolg verdankt jedoch der Film dem hinreißenden und verständnisvollen Spiel von A st a Nielsen.
•* Der verstorbene Kaufmann Georg Schuchardt zu Gießen, ein geborener Lauterbacher, bat seiner Vaterstadt au6 seinem hinterlassenen, 754 000 Mk. betragenden Vermögen eine lehtwillige Zuwendung von 10 000 Mk. vermacht. Die Zinsen des für alle Zeiten zu erhaltenden Kapitals sollen dazu dienen, an unverschuldet in Not geratene, besonders verschäu'.te Arme, nachhaltige Hilfe zu gewähren. Auch strebsamen Kindern kann Beihilfe zur Besserung geboten und kranken oder schwachen Personen StärkungS- und Erquickungsmittel beschafft iverden. Von dem übrigen Vermögen wurden auch einige Verwandte in Lauterbach bedacht, der größte Teil verblieb jedoch nahe- stehenden Personen in Gießen.
** Hühnerdieb stahl. Von zuständiger Stelle er-
Ausland.
Eine bulgarische Anleihe in Frankreich Der bulgarische Finanzminister Tontschew erklärte einem -öenait erüatter, er sei sehr befriedigt von dem Ergebnis »etn^ .Jteitc Nach Baris, roobin er sich begeben habe, um den Boden für eine bulgarische Anleihe vor zubereiten. Die Anleihe Tonne vor Jahregschluß nicht abgeschlossen werden. Tie.'"^irerung werbe zunächst -irnach trachten, eine Anleihe von 2.50 bis 300 Mut ton en «bzuschließen, die für ben Dau einer Eisenbahnlmte und Wr die Bezahlung der Reguisitionen und der schwebenden schuld bestimmt ist.
Der Handels-undJndustrieausschitß der französischen Kammer nahm auf Anregung des nationalistiichen Abgeordneten Tenais einen Gesetzesantrag an, wonach jenen 'Unternehmungen, Firmen oder Handelsgesellschaften, an deren Spitze Ausländer stehen, oder deren Venvaltungsrat über em Drittel Ausländer stellt, die Bezeichnung „französisch" nicht führen dürfen. Ebensowenig dürfen Waren, die Nicht in Frankreich oder in den Kolonien erzeugt werden, dte Bezeichnung „französisch" führen.
L. Friedberg, 12. Nov. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung wurden die bisherigen Beigeordneten C. Damm und Iuslizrat Windecker wiederum auf 6 Jahre gewählt.
t. Bad-Nauheim, 13. Nov Der Bürger - und Stadtverkehrsverein bcsckiloß in seiner grftmt abfirbal- tenen Hauptversammlung, mit allen Mitteln dahin zu fragen, daß die Stadtverwaltung bqp Plan zu der Aufbringung der Kvsten für die neue Kanalisatton der E-effentlichkcit bekannt gebe, berwr diese Vorlage an die Stadtverordnetenversammlung gebe, damit die Bürgerschaft Gelegenheit habe, sich über diese, für die Stadt ungemein wichtige Angelegenheit zu äußern. Die Vor- lammluug gab ferner ihre Zustimmung zu verschiedenen Eingaben bezüglich Reorganisation unserer Polizei und zabtrachen Kurangelegenheiten. Ferner will der Verein, der zurzeit 145 Mitglieder zäblt, eine energische Werbearbeit entfalten um seinen Mitgliederstand zu erhöhen. Dem Dil- dungsvcrein wurde ein Iahrosbeittag von 40 Mark und bc* Verkehrs kommissivn ein solcher von 50 Mar* bewilligt. Die Einnahmen des Vereins beliefen sich auf 407 Mark, die Ausgaben auf 223 Mark. Der Vcrrnögensbestand beträgt 5^1 Mk.
Starkenburg und Rheinhessen.
rm. Darmstadt, 14. Nov. In der heutigen Stadkv er - ordnetensitzung wurden von verschiedenen Setten wieder !Hagen über den Ausbau der Straßenbahn durch die Heag vor- »ebracht, aber von dem Ebetbürgermciner Tr. Glässing mit >em Hinweis für unberechtigt erfiärt, daß die Gesellschaft in der einjährigen Tätigkeit alles getan habe, was in ihren Kräften stand. — Der Bürgermeister Müller machte Mitteilung über die Schaffung eines Zentral-Arbeit s VermittelungS amt cs, das alle bisher bestehenden ftäbtifeben, staatlichen und privaten gewerkschaftlichen Stcllenvermittclungsburra'is m sich vereinigt und in einem städtischen Gebäude untergebrocht werden oll. —
m. Offenbach, 14. Nov. In der gestrigen St ad tv et- ordnetensitzung, deren Vorsitz EbcTbürqcnnrifter Dr. Dul l o führte, mürben für iw Ergänzung des HvpothekenbuckeS der Gemarkung Effenbach anläßlich der recküskvästigen FeM'teklung des Ergebnisses der Ncuvermessung als Grundbuch die erforderlichen Mittel bewilligt. — In den Wahlausschuß für die Wahl der Beisitzer des Kaufmannsgerichts wurden gewählt auS dem Kreise der selbständigen Kaufleute Willi Gerhardt, Georg Haeußer, Julius Hevne, als Ersatzmänner Theodor Hecht und Wilhelm Stöhr. Aus dem Kreiie der Handlungsgehilsen wurden gewählt Philipp K ä p p e l, Jakob N e h r, Robert T d a n - cheidt und deren Ersatzmänner Jakob Fernes und Rudolf Jüling. — lieber den beabsichtigten Erlaß einer krciscrmt- lichen Verordnung für das Hausicrgewerbe in der Stadt Effenbach entfpann sich eine Debatte, die den Erfolg hatte, daß die Verordnung abpelehnt wurde — Als Beisitzer für das zur Entscheidung von Streitigkeiten über die Anwendung der Grmrd- ätze für die Arbeitslosenunterstützung, sowie als Beschwerdeinstani legen die Eiitscheidung des Arbeitsnachweises in seiner Tätigkeit Tür die Arbeitslosenunterstützung ui bildende Schuldgericht mürben gewählt als Vertreter der .Arbeitgeber 'Schreinermeistrr Heinrich Srcb6 und Maurermeister Friedrich Wilhelm Müller; als Vertreter der Arbettnehmer Schlaffer Heinrich Bandt und Sattler Etto Woltc r. — In der nichtösfenttichen Sitzung wurde die Aufnahme der 1 4-Mil li o n e n-A n l e i h e, von der zunächst etwa die Hälfte begeben werden soll, einstimmig beschlossen.
Hessen-Nassau.
0 W al dgirmes, 13. Nov. Die Anstellung eines fünften Lehrers darf jetzt als beschlossene Sache gelten. Nach eingehender Revision durch Regierung-s- und Schulrat Grau aus Wiesbaden will die Gemeindebehörde diesem Wunsche nachkommen.
s. Marburg, 13. Nov. Bei zahlreicher Beteiligung fanden heute die Wtthl«N -ur Sladtverordnet?nversarnrnl11ng für dir erste und zweite Wählerklasic statt. Geivählt wurden in der ersten Wählerklasse die bisherigen Stadtverordneten Buchdruckereibesitzer Dr. Hitzcro t h, Major a. D. Gc ßner und Sanitätsrat Dr. Schirmer. Nett hinzu kam Bauunternehmer M ünd)er. — In der zweiten Abteilung, wo zwei Vertreter zur Wahl standen, wurde Bäckermeister Wilh. Keßler neu gewählt, während zwischen dem bisherigen Stadtverordneten Fabrikant Hering und dem neu ausgestellten Kandidaten Malermeister Bös Stichwahl itattfm- ben muß.
F. C. Hanau, 13. Nov. In Altenmittlau ist der Mctzgermeister Späth, der in seinem Geschäft sein ganzes Vermögen zugesctzt und bedeutende Schulden gemocht hat, seit einigen Tagen verschwunden.
= Frankfurt, 13. Nov. Ein folgenschweres Unglück ereignete sich heute vormittag gegen (P _• Uhr vor der Fi-uer» mache in der Münzgasse. Als die Wache von einem Brand» im Caf6 Bristol zurückkehrte und die Lösch rüge in den Hof einfahren wollten, karambolierten diese mit einem Straf;cnbahnwaaen, wobei 5 Feuerwehrleute und 2 Insassen des Straßenbahnwagens leichte Verletzungen ba-
fahren wir: In der Nacht znm Mittwoch beobachtete ein Wächter der Wach- und Schließgesellschoft an der ftäbti-i scheu Knabenschule einen Mann, der ihm durch sein Otebaren verdächtig vor tarn. Nachdem er sich vergewissert hatte, das; der Unbekannte irgend etwas zu verbergen bemüht war, rief er ihn an, jedoch vergeblich. Er setzte nun seinen Hund auf die Spur des Tavoneilenden, worauf dieser in der Nähe der Stadtkirche ein Huhn fallen ließ. Der Hund verfolgte ihn aber weiter und so gelang es, ihn xu stellen und ihm ein zweites Huhn abzunehmen, das dem Pedellen Decherl gestohlen mar. Nach den Aussagen des Wächters soll es fich um den Inhaber N. der Grünen Radler handeln, der allerdings seine Täterschaft entschieden bestreitet imb von dem ganzen BorfaN nichts wffsen will. N. hat jedoch der Aufforderung der Polizei, <rm Donnerstag zur Vernehmung zu erscheinen, keine Folge geleistet: er teilte vielmehr brieflich mit, das; er auswärts zu tun habe itnb heute erscheinen rnolle. Anstatt seiner kam heute aber wiederum ein Brief, in dem er behauptete, daß er nicht ersck>ein^n wolle, weil er sich nicht auf der Straße könne sehen lassen. Der Staatsanwalt wird wohl bald Licht in die Sache bringen.
Landkreis Gictzen. ■ ' r
— Alten-Bnfeck, 14. Nov. Gestern sand hier nnte reger Beteiligung die Beigeordneten wähl statt. Da im ersten Wahlgang vier Kandidaten ausgestellt rnaren, keiner aber eine absolute Mehrheit erzielte, mußte Stichwahl stattfinden, und zwar zwischen dem bisherigen Beigeordneten Kaspar Rau und dem Mineralwafferfabrikanten Wilhelm Döpp, wobei Rau siegle. Somit ist Rau zum dritten Male als Beigeordneter gewählt worden.
-m Langd, 13. Nov. Nachdem schon viele umliegenden Orte mit elektrischem Licht versehen sind, hat man jetzt auch hier mit den erforderlichen Arbeiten zur Herstellung des Ortsnetzes begonnen, welche der Allgemeinen ElektrizitätS- (yefellfchaft übertragen mürben. Bis Weihnachten hofft man baS neue Licht benutzen zu können.
Kreis Büdingen.
i. Wallenhausen bei Nidda, 13. Nov. Der in die weite Oefsentlichkeit gedrungene S ch u l st r e i k, welcher durch die Besetzung der 1. Lehrerstellc entstanden war, läßt die Gemüter immer noch nicht zur Ruhe kommen. In gehässigster Weise iverden Personen durch Schmahbriese und bergt angegriffen, die ganz unbeteiligt sinb. Vor einigen Tagen mar eine Deputation unter Führung bes Lanblagsabgeorb- iictcn o r s ch-Wölfersheim beim Großherzog in Audienz.
, “ Lo rb ach, 12 Nov. Ter Landwirt H. Seid, wcl-
^b,CL,9Kn/Kfn?nn^c "ahczu 5 Jahre als Bürgermei- Iter Dorftanb, hat dreier -tage sein Amt freiwillig niebcr- gelegt.
Kreis Schotten.
' X -S 13 q?ot’ ^ür bfn b-> bnn Schcibkn-
fcbicBen in Kölzenhain verunglückten Landwirt Bolv au« ■ Un'crAt^rlknrod rourMu in »r.cgccixic nen üiigaam't
3147 Mark gesammelt.
frrilcgen, so würde das Scküoß wachsen, es würde inmonicrenbft’ hnaiiskommen. Prvsessor Neumann schlug vor, die Bäume vor dein Buiggang abzuschlagen. Namentlich müßte die doppelte Reibe der Mhmbbogcnöünungcn srcigelegt werben, da ihre Sdyittmunter- brechungcn für bic ?rcrnWirkung unbezalstbar feien. Um die pikante Wirkung zu erhöben, könne bei der Freilegung der Bastio-
Linie gelegentlich durch Stehcnbleiben deS Bannnruci-u-.- untatrodKn und verdeckt werden. Man könnte also zuerst ein paar qnn; breite Sckmnsen in das mud)cmt>c Grün cinsdüagcn Pros es so r Neumann glaubt, daß eine Rasenpslanzung uvischen Bin „gang und Bastionsmauer weitaus das schönere wäre, weil die 2^aummofsen allein zu monoton wirken. Durch die Rasen pslanzung würde auch die große Horizontale der Bastionslinie wieder zum Lebern erweckt iverden. Ter Redner zog die Schluß folgerung, bah daS Sckstoß in seiner Architektur außerordentlich grmiitncn, seine Frontwirkung durch dcuklidres Untersttcichen gehet' ii und eine große Verschönerung des Stadtbildes entstehen Würde.
— Der Nobelpreis für Literatur 1913 ist dem englisch-inbiichcn Dichter Rabindranath in Labore verliehen worden. Ihm ist m fernem Baterlonde '2V iliui. h schon seit langem als grvßenr und imüeralcitblidwm Meister gehuldigt worden ; aber erst im letzten Jahre ist er auch in der Abe>id>oclt Ix-rnmit geworden burck» sein Bud> „Gitamali", eine Sarnrn- lung religiös-rnvftifcher Gesänge, bic von ihm selbst in eng- lifd.r Prosa ül'erh'tzt würben. In seinem Vaterlanbe »renietzt er einen Rui, Wie er in Europa keinem Tiditcr zuteil geworden ist. Er ist im Jahre 1H61 geboren und stammt aus einem vornehmen Geschlechte. Mehrere Mitglieder seines Ge- fd L.t tr • gelten als Heilige und er selbst wird otc fern Sätet, n Heiliger verehrt Als 17jShrigei studk te
Längere Zeit lebte er als Eremit auf dem PadmaS ?-tt einem Jodie bäh er s»d» teils in England, teils tit Amerika au» und beschäftigt sich» mit per Herausgabe »einer Bück-cr und der Selbst- biogrnvbte seines Vaters
— Bernhard Shaw unbdie Londoner Theaterkritik Tie Londoner Presse bat sich über bk- Tatiadx- aufgeregt, das; Bernhard Shaw sein neues Lustspiel „Pygmalion" erst itt Wien ti-nb Berlin spielen läßt, bevor er , > seinen Landsleuten göiinr. Die Aufklärung über dieses angeblich nnpatriotische Verhalten bat der Dickner ietzt febr mutig im „Edierver" gegeben Er macht allem die Londoner Presfe für seine svlucht ins Ausland Veramwortlich. Die beiden deutsdten Vildncn baden ihm »in Namen der brutschen Kultur nnc Zuvorkoinmenbcit bewiesen, die er sehr bock» schätzt, und sic Laben Zugleich jvr Londoner Preise rinr Lehre erteilt Dir dortige Kritik pslegte sein letztes Srück immer als aussichtslos abzulchnen. um es nm verspäteter Bewnn berung ui übrrbäutrn, »penn eS sein vorletztes geworden ist irr deutschen Kritik und überhaupt der bmtfdxn Bildung glaubt Shaw fid> verpstichtek, weil sic gcistcSgegenwärttger und rroßheruger mit seinem Schaffen gleichen Schritt gebaltrn hat. Während man in England ibn für einen blasphemischen und roden Aenfchcn erklärte nnd rteiige Bervilligungen für Fußball. Pferde ruckt und hcralenhcn macke, wie Shaw bitter bm^urügl, habe man tn Berlin unb Dien noch Geld für seine Stücke übrig. Deshalb enthalt er ben Pygmalion" seinen eigenen Landsleuten neck vor und Überläßt die ganze Bcrairtwvrcung dafür der Londoner ÄiniL
tMftjcbirfabrt.
Minderwrrtigc Flugmaschinen.
Paris, 13. Nov Anläßlich deS tödlichen UnfaTT5 des Fliegcrhauptmanns de Lagarde veröffentlicht bie ,Li bertS" eine Unterredung mit mehreren Fliegerofftzieren, die erÖärten, baß sie und ihre Kameraden zu den ihnen von dem Flugzeugfabrikanten gelieferten Apparaten keinerlei Vertrauen haben. Die Absicht der Kriegsvcrwaltung, die Herstellung bet Flugzeuge in eigene Regie zu veruchmen, hänge »vohl mit den m dieser Beziehung von den Militärfliegern erhobenen Beschwerden zusammen.
h. Paris, 13. Nov. Die Fachvereinigung der französischen Flugzeugerbauer beschloß morgen eine Versammlung abzuhalten, um gegen die Absicht des Kriegsministeriums, bie Erzeugung der Militärflugzeuge in eigene Regie zu nehmen, Einspruch zu erheben.
Au» Stadt und Land.
Gießen, 14. November 1913.
Zur Stadtverordnetenwahl nahmen, wie uns mitgeteilt wird, gestern abend unter dem Vorsitz des Herrn Eberbibliothekars Tr. Heuser in einer stark besuchten Versammlung auch die rechtsstehenden Par teien im „Ä'aiscrbof" Stellung. Nach einer sehr eingehenden Aussprache wurde beschlossen, eine besondere Liste auf zu stellen. Man ging dabei von der Ansicht aus, aus bie Parteistellung der einzelnen Kandidaten keine Rücksicht zu nehmen, sondern nur für solche Personen einzutrcten, die die Gewähr 'für eine energische Vertretung der Interessen aller schaffenden Stände bieten. Folgende Herren soslen den «Anhängern unb Freunden der rechtsstehenden Parteien zur Wahl empfohlen werben:
C o mp ter, Mcharb, Eisenbahnbetriebssekretär, Habe r ko rn, Tr. Julius, Oleheimer Mebizinalrat, Ha g aen- müller, August, Reallehrer, Jnberthal, Christian, Fabrikant, Kl in gfpo r , Adolf, Fabrikant, Lucas, Hugo, Ober-Postassistcnt, M st l l e r, E. H., Schreinermeister, P ü I-, ler, Valentin, Lehrer, Noll II., August, Kaufmann, Petri II., Louis, Stabtverorbncter, Pfaff, I. Gg., Bau- Unternehmer, Pfeiffer, Christian, Ctortner, Plank, Wilhelm, 0kr der meister, Stabtverorbncter, Sch »necken- bccher, August, Lanbgerichtsbirektor, Seuling, Louis, Architekt, Wachtel, Fritz, Amtsgcrichtsrat, Wenzel, Fritz, Eisenbahnschlosser.
Tageflfatenber für Freitag, 14. Nov. Stabt- theater: »Unsere Kate-. Anfang 8 Uhr.
K r i e g S m a r i n e - A u S st e l l u n g.
Pari diina* fäll Scholon b sich als 5 Anaimtcn, ;u lcbensl Haus- obci urteilt. Se sichem Z»
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