iinb ?,u Lande, so gefördert hat. Unter dem starken Schatze der kaiserlichen Flotte umspannt der deutsche Unternehmungsgeist die Welt. Der deutsche Name ist in allen Teilen der Erde zu Ehren und Ansehen gebracht worden. Unter der weisen Führung des Kaisers und seiner Verbündeten ist die der-schc Verwaltung im Innern durch die umfassende staatliche Fürsorge für die minderbemittelten Klassen, für _ die Kranken und Invaliden ein leuchtendes Vorbild für alle Kultur st aaten geworden. Die Pflege der Wohlfahrt des Volkes in allen seinen Gliedern und Berufszweigen wird stets ein stolzes Ruhmesblatt in der Geschichte der Regierung des Kaisers sein. Zu besonderem Danke aber sind wir Seiner Majestät dafür verpflichtet, daß er die starke, ihm unterstellte Wehrmacht während seiner ganzen Regierungszeit nur im Dienste des Friedens und zum Schutze der werktätigen Arbeit des Volkes verwandt hat. Möge dem Kaiser die Forterhaltung des Friedens vergönnt sein, als schöner Lohn für seine segensreiche Regierung. Möge der Kaiser sich des Bewußtseins erfreuen dürfen, an der Spitze eines wehrhaften, aber im stolzen Gefühle seiner Kraft friedlich gesinnten einigen deutschen Volkes zu stehen. Das ist unser herzlicher Wunsch am heutigen Tage."
Ein Militärstraferlatz in Sachsen.
Dresden, 15. Juni. Der König hat aus Anlaß des 25jährigen Regierungsjubiläums des Kaisers alle über 5^ gehörige des sächsischen Heereskontingcnts verhängtem Disziplinarstrafen, soweit sie am 16. Juni 1913 noch nicht oder teilweise vollstrecht sind, in Gnaden erlassen, sowie befohlen, daß, auch noch eine Anzahl der von sächsischen Militärgerichten verurteilten Militärpersonen zum Gnadenakt vorgeschlagen werden sollen.
Ein Gnadenerlaß des Herzogs von Sachsen.Kobnrg und Gotha.
Ko bürg, 14. Juni. Das Herzogliche Staatsministc- rium ^veröffentlicht einen Gn a d e n e r l a ß, des Herzog s, nach welchem dieser anläßlich des Regierungsjubiläums des Kaisers durch Erlaß oder Milderung von Strafen in Ivei- terem Umfange Gna.de üben will. Der Gnadenerlaß betrifft Straftaten, die durch Not, Leichtsinn, Unbesonnenheit oder Verführung veranlaßt worden sind.
Ein Straferlaß des Fürsten von Neuß j. L.
Gera (Reuß), 14. Juni. Tie fürstliche Regierung gibt bekannt, daß Fürst Heinrich XXVII. Reuß j. L. aus Anlaß des Regierungsjubiläums des Kaisers eine Amnestie erläßt, die Gefängnisstrafen bis zu 6 Wochen, Haft und Geldstrafen einbezichen soll.
Ein Kaiserkommers in Hamburg.
Hamburg, 15. Juni. Aus Anlaß, des Regierungs- jubiläums des Kaisers fand ein Kaiserkommers statt, an dem etwa 2000 Mitglieder der Hamburger akademischen Kreise teilnahmen. Den Ehrenvorsitz führten die beiden Wrgermeister Dr. Schroeder und Dr. Predoehl und Senator Dr. v. Melle: ferner waren der preußische Gesandte v. Bülow, und viele Mitglieder der Bürgerschaft anwesend. Die Kaiserrede hielt Prof. Dr. Lorentzen. Der Bürgermeister brachte ein Hurra auf die deutschen Akademiker aus. In dem festlich geschmückten Saale ent- wick'elte sich sodann ein für Hamburg ungewohntes Bild frohen studentischen Treibens. An den Kaiser tvird ein Huldigungstelegramm ab gesandt.
Ein Geschenk der Königin der Niederlande.
Haag, 14. Juni. Die Königin wird dem Kaiser und der Kaiserin Blumenzwiebeln und Pflanzen zum Geschenk machen, die zur Anpflanzung in dem Parterre vor dem Neuen Palais und in den Gärten von Potsdam bestimmt sind.
Die Teilnahme in Wien.
Wien, 15. Juni. Mle Blätter widiüen Kaiser Wilhelm .die herzlichsten Glück- und Segenswünsche. Sie gedenken der Unerschütterlichen Freundschaft, welche die beiden Dvnastien Hohen- zollern und Habsburg und ihre Völker miteinander verknüpfen und heben die Bundestreue und Waffenbrüderschaft hervor, mit der der Kaiser fest zu Oesterreich-Ungarn steht. Viele Blätter bringen das Porträt des Kaisers, Artikel über seine hervorragende Persönlichkeit, seine Verhältnisse zum politischen und Wirtschaftsleben und zur Kunst und Wissenschaft. In der „Neuen Freien Presse" spricht Professor Hermann O n ck e n (Heidelbergs über Kaiser Wilhelm mit besonderer Berücksichtigung seines politischen Wirkens. An leitender Stelle des „Neuen Wiener Tagblattes" schreibt Heinrich F r i e d j u n g über den Kaiser als Politiker: ferner äußern sich Peter Rosegger über Kaiser Wilhelm als Führer, Geheimrat Ehrlich über Kaiser und Wissenschaft, Graf du Moulin und Eckard t (München'' über Kaffer und Technik. In der „Reichspost" schreibt Professor Martin Spahn (Straßburg) über den Kaiser und die deutsche Auslandspolitik. Die „Volkszeitung" huldigt dem Kaiser ganz besonders als einem Fürsten, dessen Ideal ausschließlich die Wohlfahrt des Friedens seines Volkes ist und für den der gewaltige Ausbau der Wehrmacht des Reiches nur das Mittel zur Erreichung des Friedens ist. Auf ihn bezieht das Blatt die Worte: „Den Held macht die Zeit, aber die Zeit schafft die Helden." In begeisterter Weise preisen den Kaiser die Zeitungen „Deutsches Dolksblatt" und „Ostdeutsche Rundschau" als den Führer seines Volkes, dein die Geschichte einen Ehrennamen nicht verweigern werde und dem die stammverwandten Völker -Oesterreichs mit den Deutschen im Reiche heute feiern als „Wilhelm den Deutschen".
Deutsche Schiffe im Hafen von Neapel.
Neapel, 14. Juni. .Heute vormittag find die deutschen Kreuzer „G o c b e n" und „S t r a fj b u r g" in den hiesigen Hafen eingelaufen. Die Offiziere werden an den Festlichkeiten der Deutschen Kolonie in Neapel zu Ehren des Regierungsjubiläums des Kaisers terlnehmen. Die Schiffe bleiben bis zum 20. Juni, zum Schluß der festlichen Veranstaltungen, die am 16. Juni beginnen werden. Der König wird morgen vormittag im Schlüsse den Konteradmiral Trüm mler und die Kommandanten der Schiffe mit ityren Adjutanten empfangen. Der Bürgermeister hat die genannten Offiziere sowie den Marineattachee der deutschen Botschaft in Rom und den deutschen Konsul eingeladen, an der morgen stattfindcnden Einweihung der Stadtbahn teilzunehmen.
Deutsches Reich.
Das preußische Abgeordnetenhaus hat das bisherige Präsidium wiedergewählt, nämlich den Grafen Schwerin-Löwitz zum Präsidenten, Porsch zum ersten und Krause-Königsberg zum zweiten Vizepräsidenten durch Zuruf. Ebenso wurden die Schriftführer der vorigen Session durch Zuruf wiedergewählt.
Ermordung eines Deutschen in Colorado.
Die Abg. Gothein und Waldstein haben im Reichstag folgende Anfrage eingebrach«.:
Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt, baß, zuverlässigen Nachrichten zufolge, am 4. Februar 1913 in Alma ,im Staate Colorado) ein D e u t s ch e r, n a m e n s Oswald Heinrichs, von Leuten, die ihm Geld schuldeten, erschossen worden ist, und daß der zuständige deutsche Konsul in Denver, aus geschehene Aufforderung hin, sich um die Sache nicht ge kümmert hat, indem er einen urkundlichen Nachweis der deutschen Staatsangehörigkeit des Getöteten verlangte? Daß er späterhin, während die gerichtliche Untersuchung des Falles
schwebte, sich einem Zeitungsberichterstatter gegenüber dahm ausgesprochen hat, es liege kein Mord vor? Ist der Konsul vorn Auswärtigen Amt angewiesen, sich der Interessen der Angehörigen des angeblich Ermordeten anzunehmen und insbesondere eine Bestrafung der Schuldigen herbeizuführen? — Wir begnügen uns mit schriftlicher Antwort.___________________________
RusLauv.
Di e spanisch-französischen Beziehungen.
In Madrid fand am Freitag abend die grundlegende Versammlung einer „Frankreich und Spanien" betitelten Vereinigung statt, welche die geistigen, wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen beiden Ländern enger verknüpfen will. Der Versammlung wohnten Politiker aller Parteien bei.
Ans Stordt nnH
Gießen, 16. Juni 1913.
Das Hauptproblem in der Fürsorgeerziehung.
In den „Bildern aus der Steinmühle" schreibt Professor Dr. Chr. Kl um ter: Die Erziehungsformen für normale Kin der und Jugendliche in Anstalten und Familien sind bei uns seit langer Zeit in der vielfältigsten Art ausgebildet worden. Unsere Einrichtungen haben vielen anderen Ländern zum Vorbild gedient. Es kann sich hier nur um den Ausbau der vorhandenen, nickt eigentlich um neue Gründungen und Methoden handeln. Ihre eigentliche Gestaltrmg erhalten die Schwierigleiten der Fürsorgeerziehung heute durch das Zusammentreffen zweier verschiedener Entwickelungen. Durch die Fürsorgeerziehung in ihren neueren Rechtsformeu, ivie durch den starken Ausbau der Jugendfürsorge vom Strafrecht aus, der neuerdings eingesetzt hat, wird eine große Anzahl schwer zu behandelnber Elemente, besonders auch sckstoer zu behandelnder älterer Jugendlicher, erfaßt. In die öffentliche Erziehung kommen damit heute in viel größerem Maße als früher Zöglinge, die von der Norm abweichen, die besondere Schwierigkeiten für die Erziehung bieten. Gerade die Entwicklung der letzten Jahre haben dieses schwierige Material wieder besonders angehäuft, denn die Kinder und Jugendlichen werden von diesen Schutzeinrichtungen erst erfaßt, wenn sie bereits gefährdet, verwahrlost, verbreckM'isch tätig geworden sind. Ferner hat die moderne Ausgestaltung der Erziehungsanstalt der Pspchologie wie der ärztlichen Wissenschaft, besonders der Pshchia.rie eine Fülle von Einblicken in die seelische Entwicklung des .Kindes und des Jugendlichen ermöglicht, die für feine Behandlung ganz neue Wege zu eröffnen scheinen. In großer Fülle entstehen für die schwer erziehbaren Elemente aus den besitzenden Klassen Hrilerziehungsheime, ärztliche Erziehungsheime und ähnliches, die zum Teil sehr gute Erfolge haben. Einige Jahre glaubte man, daß es fich bei dem Zusammentreffen der beiden Entwicklungen nur barmtnt handle, daß die ärztliche Wissenschaft die Grenze des Normalen und Mnormen abstecke, und daß der Arzt im einzelnen die Mnormität eines Kindes oder Jugendlichen feststelle, um 'damit für seine Behandlung den entscheidenden Fingerzeig zu geben. Das war ein großer Irrtum. Mit der Feststellung, daß ein Kind abnorm sei, ist für seine Behandlung, ja ist für seine Zukunft garnichts gesagt. Es gibt abnorme Kinder und Jugendliche, die ohne besondere Schwierigkeiten sich gut entwickeln und hernach im Leben ihren Platz ordentlich ausfüllen, wie ivir ja alle wissen, daß viele ausgesprochen Geisteskranke sehr wohl im Stande sind, sich im Leben erfolgreich durchzubringen. Umgekehrt gibt es normale Kinder, die der Erziehirng die größten Schwierigkeiten entgegensetzen, ja die manchmal durchaus nicht einer selbständigen Lebensführung heranzubilden sind. Das Problem unserer Tage in der öffentlichen Erziehung geht dahin, für die vielen abnormen Zöglinge wie für schwer erziehbare Normale neue Methoden der Behandlung und ^Erziehung zu finden, und hierzu alle Mittel moberner Erziehungskunst und wissenschaftliche Forschung nutzbar zu machen. Das ist das Problem, daS gerade unserer Zeit gestellt ist und das die Fürsorge für unbemittelte Kreise zu lösen bat. Die Untersuchungen von Männern wie Mönkemöller, Cramer, Dachosser, Siefert, Hermann, Neuhaus und vieler anderen haben uns gezeigt, wie unter den Fürsorgezöglingen weit mehr als die Hälfte leichte und geringe M- normität aufzuweifen haben; ein Nachweis, den nach anfänglichem Sträuben auch die Pädagogen aus der Erfahrung hewus bestätigt haben. Dazu kommen unter den Normalen noch die vielen, die besonders schwer zu erziehen sind. Aus ihnen kann zum sehr großen Teil noch etwas brauchbares gemacht werden, viele von ihnen können noch zu ordentlichen Mitgliedern der Gesellschaft erzogen werden, nur reichen dazu die gewöhnlichen Methoden der Erziehung nicht aus. Es gilt neue Methoden der Erziehung, der Behandlung von Kindern und Jugendlichen zU entdecken und su erproben. Dieses erzieherische Problem ist die Ausgabe von Veobachtungsanstalten und Arbeitslehrkolonien: es ist das Problem der Fürsorgeerziehung unserer Tage.
*
** Tageskalender. Trinker-Fürsorge st eile für Stadt und Landkreis Gießen, Wiegen Astermeg 9. Sprechstunde jeden Dienstag abend 6'/2—8 Uhr.
” Auszeichnung. Der Großherzog fmt am 10. Mai ds. Js. den Krankenpflegerinnen des Alicc-Frauen- Vereins für Krankenpflege im Großherzogtum Hessen, Oberschwester Margarethe Hafter und Schwester Anna Knaf, beide in Gießen, da? Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Tapferkeit" am Kriegsbande verliehen.
'* Steuerpersonalien. Am 11. Juni d. I. wurde der Militäranwärter Vizewachtmeister Wilhelm Weitzel aus Eifa vom 1. Juli 1913 an zum Hauptsteueramtsdiener bei dem Hauptsteueramt Offenbach ernannt.
** Güterbeamten-Verband. Der dem Hauptverband der Güterbeamten-Vereinigungori Deutschlands an°> geschlossene, dieses Jahr gegründete Verbünd der Güter-- beamten für Hessen zählt in 4 Zweigvereinen 120 Mitglieder. Der Güterbeamten-Verbaud ist keineswegs eine Kampforganisation gegen die Besitzer. Im Gegenteil! Der Verband legt besonderes Gewicht darauf, in Uebereinstim- mung mit den Besitzern und zu deren Vorteil feine Bestrebungen verwirklichen zu können. Schließlich ist das ganz selbstverständlich, da Mißtrauen zwischen Besitzern und Angestellten der Landwirtschaft nicht förderlich sein kann. Zweck des Verbandes ist die Förderung der gemeinsamen Interessen seiner Mitglieder und zählt dabei auf Hebung des Standes in sozialer und rechtlicher Beziehung, unentgeltliche Stellenvermittlung, Unterstützung der Mitglieder int Falle der Not, kostenlose Raterteilung bei Rechts streitig ketten, Belehrung und gegenseitiger Austausch praktischer Erfahrungen bei den gemeinsamen Zusammenkünften. Nachdem das An- gestelltenverficherungsgesetz unter Dach und Fach gebracht ist, strebt der Verband noch ein Angestelltenrecht an. Weiter ist er bemüh) irr die Lehrlings- und weitere Ausbildung in Theorie und Praxis, um einen Titelschutz und überhaupt um die Reinhaltung des Standes Don Elementen, die nicht hineingehören und den Ruf der regelrecht ausgebildeten Beamten sckstidigcn.
** Aus den Lichtspieltheatern. In B a k o f s Kammerlichtspielen sind gegenwärtig neben dem übrigen hübschen Programm die Aufnahmen von der Hun- dertjahrfeierdesRegimentszu sehen und erregen wie alle Darstellungen örtlicher Ereignisse natürlich lebhaftes Interesse. Die Bilder, die vorzüglich ausgefallen sind, haben alle bemerkenswerten Vorgänge festgehalten und finden in der Darstellung der historischen Kompagnie, dem prunkvollsten Teile des Festes, ihren Höhepunkt. Durch
die Wiedergabe im Film ist nun auch denen, die wegen des starken Andranges bei dem Exerzieren nichts oder nur wenig gesehen haben, die Gelegenheit geboten, sich in aller Ruhe an dem eindrucksvollen Schauspiel zu ergötzen r— Auf der Li chtbühne in der Bahnhofstraße ist Cleopatra im Film das Ereiguis des Tages, und man muß gestehen, daß das Mögliche getan ist, um ein eindrucksvolles Bild jener großen Zeit zu vermitteln, da das römische Weltreich in seiner höchsten Blüte stand. Reizvolle Bilder und malerische Szenerien wetteifern mit der Ueberlegtheit der Darstellung, für die ganz ungewöhnliche Aufwendungen gemacht worden sind, so daß tatsächlich ein sehr sehenswerter Film entstanden ist, wenn laud) mancherlei nicht sofort verständlich erscheint. Tas Spiel der Harchtdarsteller sowohl als der Nebenrollen läßt nichts zu wünschen übrig, und die aufgewendete Pracht ist ebenso ergötzlich durch ihre Vielheil' als durch den guten Geschmack, der sich darin ausspricht. Jedenfalls gehört der Film Cleopatra zu den besten seiner Art. Auch das übrige Programm ist sehr sehenswert.
** Fliege r in Gießen. Leutnant Koch von der Fliegerstation Darmstadt, der int Flugzeug zur Hundertjahrfeier des Regiments hierher gekommen war, ist am Samstag abend ’ßs/i Uhr zur Rückfahrt aufgestiegen und um 8 Uhr in Darmstadt gelandet.
Landkreis Gießen.
O Heuchelheim, 15. Juni. Bezirksturnfest. Das 25jährige Stiftungsfest des Turnvereins in Verbindung mit dem Bezirksturnfest des Bezirks Gießen fand heute mit dem Zöglingsturnen seinen Abschluß. Der Haitptfeier ging Samstag abend das eigentliche Stiftungsfest voraus. Lehrer Schmidt wies auf Jahns Wirken vor 100 Jahren hin und überreichte den 18 Gründern des Vereins Ehrenurkunden. Am Hauptfesttage bewegte sich ein stattlicher Festzug durch das Dorf, bei dem auch zwei Prunkwagen vertreten waren. Der eine stellte eine Huldigung Jahns dar, den anderen hatte die Metzgervereinigung ausgestattet. Tie Feftrede hielt Bürgermeister Kreiling. Fräulein Jung überreichte im Lluf- trage der Festjungfrauen eine Fahnenschleife: namens des Gaues sprach der 1. 'Gauvertreter Metzler- Marbtrrg. Unter Leitung des Turnwarts Schmidt führten 64 Mädck)en einen Reigen auf, der lebhaften Beifall fand. Auch die hiesigen Gesangvereine wirkten zur Verschönerung des Festes mit. (Die Siegerliste veröffentlichen wir morgen.)
K. Großen-Buseck, 15. Juni. (Gesangwettstreit.) Großen-Buseck prangte heute zur Feier des goldenen Jubelfestes des Gesangvereins „Germania" im schönsten Festschmuck. Etwa 40 Brudervereinc hatten sich eingefunden: an deut Gesangwettstreit beteiligten sich 12 Gesangvereine. Das Fest wurde am Samstag abend durch einen Fackelzug ein» geleitet. Ter Vorsitzende übergab auf dem Fcstplatze Ehrenurkunden an die ehemaligen Gründer des Vereins: Chr. Stephan VII., Hch. Mootz II., K. Siegfried, Chr. Wagner XV., Joh. Schaf, Hch. Konstanz, Hch. Pfeiffer IV., Hch. Hof, Phil. Gans, Phil. Wagner, Christian Arnold, Fr. Hahn, Ludw. Wagner II., Chr. Krämer, Will;. Schmidt III., Hch. Wagner XII., Hch. Wagner L, Jos. Güngerich, Chr. Pfeiffer II. und Phil. Nickolai. Das P r e i s s i n g e n in der „Germania" begann um 10 Uhr. Preise hatten gestiftet: Freiherr Ludwig von Nordeck zur Rabenau, die Gemeinde, der Bürgermeister, Oberrealschuldirektor Dr. Pitz-Alsfeld und die hiesigen Vereine. Der F e st z u g umfaßte rund 50 Abteilungen. Bürgermeister Schwalb gedachte in seiner Begrüßungsrede des Regierungs-Jubiläums des Kaisers und schloß mit dem Hoch auf Kaiser und Großherzog. Fräulein Harbach überreichte namens der Frauen und Jungfrauen eine prachtvolle Fahnenschleife, für die Präsident Henz dankte. Pfarr. amtskandidat Barth feierte das deutsche Lied in seiner Festrede Zehrer Buß-Leihgestern überbrachte die Glückwünsche des Mitteldeutschen Sängerverbands und Lahn-Wetterau-Sängerbundes. An das Begrüßungslied des Jubelvereins schlossen sich die Gcsangs- vorträge der Gastvereine. Mit cinbrechender Dunkelheit stellte der Turnverein bei Abbrennen eines Fe ucr Werks Pyramiden. Aus Anlaß des Festes hatten Lehrer Neumann und Sänger Phil. Henß ein Festbuch verfaßt. Das Ergebnis des Gesangs- Wettstreites ist folgendes: A. Klassen singen: Klasse AI: 1. Preis Liederkranz-Leihgestern mit 25.1 Punkten, 2. Pr. Sänger- kranz-Grünberg mit 235P.; Klasse All: 1. Pr- Liederzweig Nied a. M. mit 234 P., 2. Pr. Heiterkeit-Annerod mit 218 P., 3. Liederkranz Windecken mit 206 P.; Klasse AIII: 1 Pr. Eintracht Butzbach mit 205 P., 2. Pr. Liederblüte Garbenteich mit 197 P., 3. Harmonie Reiskirchen mit 193 P.; Klasse BI: 1. Pr. Germania Burkhardsfelden mit 213 P., 2. Männergefang- berein Homberg a. d. Ohm mit 200 P.: Kla s s c B II: 1. Pr. Konkordia Rödgen mit 219 P., 2. Germania Wißmar mit 189 P. B. I m Ehrenpreissingen blieben Sieger: Klasse IA: Liederkranz-Leihgestern mit 114 P., Klasse IIA: Sieber; toeig Nied a. M. mit 120 P., Klasse IIIA: Eintracht Birtzbach mit 205 P. Klasse IB: Germania Burkhardsselden 108 P., KlasseIIB: Konkordia Rödgen mit 100 P. 0. Hauptehrenpreissingen: Sieger blieb mit 120 P. Liederzweig Nied.
i. Steinberg, 15. Juni. Das heutige 25. Stiftungsfest des Gesangvereins Jugendfreund war mit einem nationalen Gesangswettstrett verbunden, zu hem zaHlreiche Ehrenpreise gestiftet waren, u. a. vom Grafen Wilhelm zu Laukurch, vom Fürsten zu Lich und von Geh. Kommerzienrat Wilhelm Gml. Ter Feier ging gestern abend ein Festkommers voraus. Haute vormittag 10 Ühr begann das Preissingen in drei Klassen, daran schloß sich das Wettsingen in der „Krone"'. Umi 2 Uhr bewegt» sich ein F e st z u g von 34 Abteilungen nach dem Festpbatz. Tie Festrede des Präsidenten Karl Hirz III. endete ntit einem Hoch auf das deutsche Lied. Fräulein Eisf iiberreichte im Aüftran der Jungfrauen eine Fahnenschleife. Nach dem Tank des Bvrfthen- den Karl Philipp II. erfolgte die Uebergabe von Ehrentafeln an die noch lebenden 12 Gründer des Vereins: Balkh. Meidt, Jock Harnisch, Jak. Jung, Balth. Bruchel, Jak. Hauser X., Georg Häuser IV., Jak. Sommer IV., Karl Sommer I., Joh. Sontmer VIII., Gg. Schmandt VI., Gg. Schneider, I. Schneidmüller und Jak. Karl Schmandt. Die Preisverteilung, die um 7 Uhr vor genommen wurde, hatte folgendes ^Ergekaris: Klasse 1: 1. Preis mit 260 Punkten Eintracht-Leihgestern; 2. Preis mit 250 Punkten Orpheus-Geiß-Nidda. Klasse II: 1. Preis mit 235 Punkten Sängerkranz Nidda : 2. Preis ntit 232 Pkl. Mannergesangverein Lützellinden: 3. Preis mit 226 Pkt. Männerchvr Ober- unb Nieder-Rosbach. Klasse III: 1. Preis mit 209 Pkt. Männer- gefangnerem Rödgen: 2. Preis mit 207 Pkt. Konkordia Wieftck: 3. Preis mit 186 Pkt. Eintracht Nieder-Ohmen. Im Ehrenpreis singen blieben Sieger: Klasse I: mit 125 Pkt. ^Eintracht Leihgestern: Klasse II: mit 119 Pkt. Männerge sang verein Lützellinden: Klasse III: mit 116 Pkt. Männergesangverein Rödgen. Den Hauptehrenpreis, einen silbernen Lorbeerkranz, errang mit 125 Pukten Gesangverein Eintracht Leihgestern. Das Festbüch war von Lehrer Bender verfaßt. Ter Verein stehl unter der Leitung des Dirigenten Harnisch-Steinberg, dessen Kapelle auch die Festmusik stellte.
Kreis Lauterbach.
Lauterbach, 15. Juni. Der Verein Hess. Geometer 2. Klasse hielt heute in unserer Stadt seine Frurn jahrsversammlung ab, mit der gleichzeitig die Feier des 2o- 'ädrigen Regierungs-Jubiläums des Kaisers verbunden war. Den beiden vereinigten Ortsgruppe Alsfeld-Lauterbach hatte es viel Mühe gekostet, bis sie auf der letzten Herbstvcrsammlung m Frankfurt a. M. es zu Wege brachten, eine Frültzahrsver- lammlung, die mehr dem geselligen Vergnügen als geschästlrmer Natur gcnndmct ist, in den Vogelsberg zu perkgen. Zur w
-Lolla errang bei be: tunbenen Taue Wen den & Hinsicht auf bei
ll Jrankfur ' inebberg in et Wfiungen verübt, jQ^ren Geicingnis
th
Der Krobher, )er Technischen H glichen Gelegen ilmtstrachl ai
jl! Ät <f begn
nach die SL
A Schoi dich«"' darun Schotsto- um Zchutzhirtte zeitig ver-mM jubilaum des $
-Völfc dieckE. unb forW konnten W, loff, SalzhE
unter DenA ständig nnfterl neueomg der
auf 10000 ®t
6.
niet <nö M ZI/, llhr m Nil schm Leitmg e einem e l c f 11 sofort tot \ vorsichtiges Ei geführt mordet ivntde birrrf) et Kade verfolgt. Erscheinen der , hause verbrach
Liemens-Schuci sich der aus £ I* Aingelhöfer a ‘ elektrischen Lei i trotz eines um
Ingenieur erd zuführen. Ta halt an zwei ander hatten. Drahten loszr und siel so i sofort eintrat.
Warschau, lone, bet den ffn wie Inib 5.25 \ 7°dno, Wilna ur Hlter ist schön, 0 .^andon, 14 '•Men ut der M "letzt wurde tötet.
'1 i I b o n, i ^a-r Manie SWewnW
.Paris, iß cy 'M" h-ute di-Z
bet A
KM ^eÄeltm?
tieues ri-K b», LZb
LKv Kp schalten, -ourcn d^et^^unc
s»
'W.
SÄ bic


