Ausgabe 
16.1.1913 Zweites Blatt
 
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mmzertvercins sehr hoch seien. Ter Verein bedaure ce sehr, f-uuic ober trotz der Unterstützung, die ilym zuteil merbe, nicht herunter-

Vürgervereinz-Versammlung.

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Henrich, welche auf die schwere "Benachteiligung der Schreib- geholfen durch diese crheblittze Einsckräntung gegen früher hin­wiesen, durch die gerade solche Schreibgehilsen getroffen mürben, die an der Grenze der Anstellung stehen. In ausführlicher Weise legte die Regierung rtfrcn ^andpuirkt dar, indem sie daraus lffn- wics, wie sein die kosten der Sckrtevhilfe in den letzten zwanzig Jahren gestiegen seien itnb wie auch die Vergütungen fortwährende Erhöhungen eriatz en hätten. Tie Negierung hätte gemeint, dem Wunsche der Kammer eMgegenzn kommen, indem sie gegen eine weitere Ausdehnung der Schreibhilfet'often die obige Regelung Vorschlag. Line Kontingentierung sei notwendig, weil auch in anderen Stellen nicht das Lebensalter für die Anstellung maß- gebend sei, sondern das 'Freiwerden einer Stelle, uirh die Hinauf, sctzung der Anstellung auf das 35. Lebensjahr fei deshalb gerecht fertigt, ivcU zurzeit auch andere Beamte noch in einem späteren Lebensjahr als b«in 35. Mr Anstellung tarnen. Von verschiedenen

Sodann ging man über zu Kapitel 7a, Grub e Ludwigs- Hof s n u n g und K r a f t w e r k W e l f e r S h e i m , worüber 'leb­haft gciprochen wurde. Tie Rentabilität des Kraftwerkes wurde im allgemeinen nicht in Zweifel gezogen, weil an das Kraft­werk eine große Anzahl von Gemeinden Oberhessens, insbesondere aber auch das Eisenhüttenwerk Hirzenhain und dann die Bade­anlagen in Ranheim, sowie Friedberg mit fernen Bahnhoss- anlagen ausgeschloffen find und dadurch eine Reutabilität be- .gründet erfcheint. Lebhafter wurde dagegen die Aufstellung ber Regierung bezüglich des Braunkohlen Werkes Ludwigs- h o f f n u u g beanstandet und darauf 'hingerviefen, daß aus dem Voranschläge und der dort gegebenen Ausstellung eine genaue Rentabilität sich nur schwer ersehen lasse. Ter Abg. Henrich beantragte hierzu, daß sowohl für dieses Werk wie auch für Bad-Nauheim eine Rentabilitätsberechnung nach kaufmännischen Grundsätzen beigeschlossen werden solle, welcher Antrag auch bei der Regierung keinen Widerspruch fand. Im übrigen wurde auf die technifchen und wirtschaftlichen Unter­lagen des Unternehmens eingehend eingegmigeu, die Höhe der Betriebskosten bemängelt und betont, daß die Errichtung einer Brikettfabrik dem Staat erhebliche Summen gekostet haben würde, die jetzt nach der Aufgabe dieses Gedankens erspurt wor­den seien. Vom Finanzminister wurde auf die Grundlagen des Voranschlages und dessen Verhältnis zu einer kaufmännischen Gewinn- und Verlustberechnung hingewiesen und auseinander­gesetzt, daß beide auf den gleichen Grundlagen beruhen und aus der staatlichen Etatansstellung die Rentabilität eines Betriebes unschwer berechnet we ben iänn. Gleiche Anforberungen bezüglich der kaufmännische Aufftellung wurden dann bei Kopttel 8, Bad-Nauheim, beft>*-nrh?n und auch von der Regieriing zugesagt' Bei der Grube Lukewigshossnung wurde bemängelt, daß Ab­schreibungen in ciitiprecheuder Höhe in den letzten Jahren nicht vorgenommen worden feien, und daß hierdurch das Bild dieses Betriebes nicht klar geworden sei.

Bei B ad-N anheim mürbe angesichts einer ohne Bc- williguiig der Stäube bereits in Angriff genommenen Einrich- tuiig der Wunsch ausgesprochen, daß dem Finanzausschuß von derartigen Ausgaben Mitteilung gemacht rnerden solle, damit die Stände nicht vor die vollendete Tatsache gestellt werden und hier­durch in ihrem Ausgabebewilligungsrecht beeinträchtigt mürben. Bei Kapitel 12, bi reffe St euern , mürbe seitens der Re­gierung Auskunft gegeben, daß roeber eine weitere Erhöhung der Steuer über ben Vöranschlagsbetrag hinaus noch auch der Wert- zmoachssteuer in ben Etat eingesetzt werden kann. Gerade mit der (Steigerung der Steuereinkunfte müsse vorsichtig zu Werke gegangen werden. Bei dem TitelStempel" fragte der Vor­sitzende Dr. Osann an, ob das Minifteriuin nicht den Ver­käufen, welche ans Anllrß der N i ed e r - M o d a ne r Kata­strophe mit der Zustimmung der Konkurspermaltung abge- sastoisen wurden, Stempelsreihett gegeben werden könne. Es han­dele sich dabei nickst um Schiebungen, sondern um durchaus reelle Geschäfte und sollte bei der Katastrophe, der den Nieder- Modaw-r Konkurs^ veimrsacht habe, der Staat gerade von der Einziehung der stempel absehen. Staatsminister v. Ewald sagte ^zu, daß von Setten .des Justizministeriums der Erlas; der stempel bet, dem Finanzministerium befürwortet sei und daß dieses auch seine Zustimmiing geben werde. Dieser Erlaß werbe sich sowohl auf bie icoch fällig werdenden Stempelabgaben Ivie aucl) auf diejenigen beziehen, welche bereits angefordert wor­den feien. Auch bezüglich des Reichsstempels werde man bei der Reichsregierung um Erlaß vorstellig werden.

Bei ben Ausgaben wurde bezüglich der Schreibhilfe- tosten in eine Hauptaussprache eingetreten, welche sich über die ^chreibhilfekoften aller Refforts erstreckte. Bekanntlich hat die Regierung in dem neuen Budget Aendernngen gegen den settherigen Instand, nack welchem Schreibgehilsen nach volleiidetem 30. Lebens­jahr zur Anstellung gelangen können, eintreten lassen: das 30 Lebensjahr wurde auf das 35. hinaufgefetzt und im Budget 1913 die wettere Einschränkung gemacht, daß von den am 1. April 1912 vor- Tmnbenen Stellen nur 20 Prozeitt Beamtensttllen sein sollten. Hiergegen wandte nmir sich in dem Anssehusse von mrschiedenen Seiten, insbesondere seitens der Abg. Tr. Osann, Molfhan und

Bahnhossrestaurateur Niemann hält den Saalbau int all­gemeinen Interesse der Einwolsnerschast für unbedingt nötig. Was die Wirte auf der einen Seite verlieren, gewinnen sie auf der anderen Seite durch erhöhte Einnahmen bei Kongressen, Ausstellungen nsw., die viele Menschen 'herbeiziehen. Ter Saatbau müsse aus privaten Mitteln errichtet werben, bie Stabt Kinne nur mit einem festen Zuschuß sich beteiligen. Ter Mietertrag hänge sehr davon ab.

strau v. (?, { °n der 'Sertei;

Saalbaufrage

beschäftigte, führte Lehrer Val. M ülter, der die Anwesenden begrüßte. Er dankte besonders Oberbürgermeister Mecum und den übrigen behördlichen Vertretern für das durch ihr Erscheinen bekundete Interesse. Zur Besprechung der Saalbanfrage über­gehend, führte er aus, baß Gießen sich bei seiner Entwickelung auf sinne eigene Kraft verlassen müsse. Er besprach zunächst die günstige Lage der Stadt, und ihre vielen Anziehungspunkke, die diirch den Bau des Saalbaues noch vermehrt werden sollen. Ter Saalbau solle eine Stätte zur Erholung und Unterhaltung lein, die nicht einer Klasse Vorbehalten blciben, sondern allen Kreisen dienen solle. ,Es könne gesagt werden, daß in vielen Kreisen ein reges Interesse für die Sache bestehe und wohl, niemand Gegner der Er- richtung etttes^Saalbaues sei. Die heutige Aussprache solle zur Klärung der Sache dienen unb namentlich auch eine Aussprache über Platz unb Zeit der Errichtung herbeiführeti. L . . .. _

Rccktsamvalt Tr. Spohr dankte im Namen des Saalbau- °b die Heizung unb Beleuchtung von dem Wirt ober dem Besitzer Vereins dem Bürgerverein für sein Vorgehen in dieser Sache und getragen werde. Tie Jnventarbeschaffung für eine großzügige führte aus, daß die baldige Errichtung des Saalbaues sehr wohl Restauration komme auf 50 000 Mk. Was der Konzertverein wolle, möglich sei. könne er erreichen, wenn er sich mit dem Gesellsckastsverein ver-

Ans Hessen.

Aus dem Finanzausschuß.

bs. Darmstadt, 15. Jan.

Tie Beratungen des Finanzaussckmsses mit der Regierung wurden heute bei Kapitel 10, Staatsei scnbah neu, fort­gesetzt, bet welchem Kapitel bie Negierung darauf hinwies, daß em höherer Bettag für Einnahmen aus den Eisenbahnen als tut Voranschlag mit 17 443 000 Mark nicht eingesetzt werden kövrw' da diese Summe seitens Preußens für bie prenß.sch­ließliche Eiienbalmgemeiuschaft ausgestellt worden sei. Bei den Ausgaben mit 480 000 Mark wurde ein Abstrich nicht vorge- nommen, weil die Wirkimg des neuen Gemeindesteuer-Gesetzes sich noch nicht überblicken lasse. Die Eisenbahnen sind zwar von der Gemeindeetnt'ommen- und Gtemerbeftener befreit, müssen aber Grundsteuer bejahen. Wie hoch diese sich stellen wird, steht noch dahin.

Aus den Reichrtagsaurschüssen.

:: Berlin, 15. Jan.

Ter Budgetausschuß

führte heute eine längere Erörterung über die Verhältnisse der L e cf ische r ei, zu deren Förderung der bisher mit 375000 Mk. dotierte Fonds auf eine l:ttbe Drtllion erhöht wird. Die Erhöhung wird von den Rednern aller Parteien begrüßt unb von verschiedenen Seiten für die ^folge noch eine wettere Erhöhung gewünscht, ins- beioiidere zur Förderung der Motoren, damit die Fischer er­giebigere Fanggebiete aufsuchen können.

. Sine Entschließung der 2 oziald em o f r a t c n cr- sllcht die verbünbelen Reg.i-"mngcn unr neue Berechnungen über bie Belastung des Reiches und der Versicherten aus der Hinterbliebenenversorgung. Es sollen dabei die bis letzt gemachten Erfahrungen über die Häufigkeit der Rcnten- bennmgung die Hohe der ersparten Bettragseritattiingeii und der Erträge aus der zur Turchführung der Hiitterbliebenverforgung herbeigeflihrten Beitragserhöhung mit berücksichtigt werden. Tie ^vtschlreßimg vrrlmrgt' für den Fall, daß diese Neuberechnungen die Möglichkeit höherer Renten ergeben sollte, als in den ent- Iprechenden Paragraphen des vierten Buches des Reichsversich.'-1 rungsordnung vorgesehen sind, eine enffprechende E rhöhung der Renten.

Ministerialdirektor Caspar hält es für bedenklich, nach ben ^nabrungcu eines einzigen Jahres Gesetzesänderungen vorzu- nehmen oder üorsubereiten. Tie Entschließung wttd schließlich unter Mitauinahme des Jahres 1913 einstimmig angenommen, da gegen der Zenttumsantrag auf sofortige Bornalmw einer Statistik gegen die Antragsteller abgelehnt. Tie im Verlause der Er örtening vom Regieiungsvertreter aittgestellte Behauptung, daß die Ueberschüsfe der Witwen- unb Waisenverf'cherung zur Herab­setzung brr Altersgrenze venvendet werden sollen, wird von den Rednern sämtlicher Parteien zurückgewtesen. T'c etwaigen llcber- schmie sollen vielmehr verwandt werden zur Erhöhung der Witwcn- unb Waisenrenten.

Baurat Becker bemerkt gegenüber Geheimrat Dr. Sommer, baß bei ben Klinikbauten keine außergewöhnlich hohen Voranschläge gemacht werben. Ter Voranschlag sei so bemessen, baß er nicht überschritten werbe. Die Jnventarbeschaffung fei im Vor-- .

anfchlag vorgefehen. Er könne sich nicht denken, daß HerS M Burmester als Sprecher der Gießener Vaugefchäste gelten könne,

aumme, die das Projekt durchaus realifi erbat erscheinen lasse dir beachten seien die Vorteile, die ein solches Unternehmen für öic ganze ^tabt biete, ber Umsatz von runb 400 000 Mark, der dock' hier bleibe, die Fülle von Veranstaltungen, die dadurch erst möglich werden, die Ermöglichung großer Kongresse, die er­höhte Anziehungskraft ber Universität, ber Zuzug kräftiger Steuer­zahler nsw. Wenn man ben richtigen .Zeitpunkt für bie Er­richtung verpasse, so liegt bie Gefallt nahe, daß vielleicht von anderen Kreifen ein etwas kleinerer Saalbau gebaut werde, nm« für die Entwickelung der Stadt fchädlich sei.

Architekt Meyer bestätigte, daß sich für 400000 Mark das von Banrat Becker entwickelte Programm ausfühteu lasse Bei der Plalffrage habe er bei dem von ihm bearbeiteten Projekt an bie Wiesen an ber Moltkesttaße gedacht, doch überlasse man die Loiung ber Platzfrage am besten einem besonderen Ausschuß Tie Frage der Rentabilität betrachte er etwas pessimistischer als Baurat:

Der Wakstpriisungsausschuß

beschloß bei ber Wahl bes Abg. v. Lieb er t (Rp.) Beweis erhebun g en.

L.U. 2d non A u.r vkilosov ertc ** iitau E lieseUschLi mal, baff in über ihre Er I Kolonien beliebte unb breche« I balt in den I folgte ^cau ^üd-Vcsi: si i'.ahlreiche A ? gründliche ä I anzueignen.

Gießen, 15. Januar 1913.

Jter Bürgervetein halte für heute abend eine allgemeine Burgerversammlung einberufen, die mäßig besucht war. Ten Vorsitz in ber Versammlung, die sich mit ber

«.rt ^tl9licbet

(Seiten int 2lusschuß würbe weiter die neue!^Belastung der Schreib- gehilsen durch die Versicherung für Privatangestellte behandelt unb darauf hingewiesen, daß hierdurch eüte Belastung für die ^chreibgehilfen von über 50 Mk. jährlich ciittretc. Ob hier nicht durch eine Anwartfchast auf Anstellung zu helfen fei, wodurch die Beiträge zu der Versickwrungsanstalt wegfielen. Wegen der vor­gerückten stunde wiirde die Ausfvrache aber unterbrochen und deren Fortsetzung auf morgen anberaunü.

Docker. Jedenfalls stellt cs fest, daß ein Saalbau eine Notwendig« kett für Gießen fei; das Interesse an der Sache erneut hervor- jurufen, sei auch der Zweck' der heutigen Versammlung.

Ingenieur Burmester macht darauf aufmerh'ain, dvß Ar- aiTtert Meyer die Baufumme schon > rwas höher als Baii'-at Becker angegeben habe. Mer scl'st wenn die angenommenen 400 000 Mk. misreictzen, so sei doch darauf hiuziiwe.ien, daß bei 220 000 Mk. Hypotheken die Verzinsung mir 4 Prozent, wie sie Baurat Becker annehme, nicht zu beschaffen ici. Tie Unterhaltungskosten für öen Bau und das Inventar feien mit 1» Prozenr 2000 Mk. viel zu niedrig angenommen, allein beim Inventar müßten io Proz. oer Anfchaffungskosten gerechnet werden. Taß die angenommene '-üaete in dieser Höhe eingehe, bezweifle er. Es kömiten mir ganz große Veranstaltungen im Saalbau abgehalten werden. Ein allgemeines großes Interesse an einem derartigen Saalbau liege nirtit vor. Auch von Kongressen verspreche er sich so große Vor­teile und Einnahmen für die Bürgerschaft nicht. Tas Theater könne mit dein Saalbau nicht verglichen werden; ein gut ge-- , 'Anetes Theater mit niedrigen Einirtttspreifen, wie cs das hiesige fei, lonnc ein Vvl ksbildi i n gs in st itu t werden, das sei bei dem saalbau nicht der Fall. Tie Sladt könne ein Risiko, das er auf mindeflens 12 000 Mk. berechne, nicht übernehmen.

Journalist Wohl m uth spricht sich ähnlich aus. Es seien eine ganze Anzahl Ausgaben in der Rentabilitätsberechnung nicht enthalten, z. B. sei die Hansvei-waliimg vergessen, die Bersichr- ' 1 r nnnb\w?ll"'fl(tben Licht und Heizung. Es sc'cn mindestens i i'\r U anzunehmen, wenn man nur die Ausgaben decken « k ^^..allgemeines Bedürfnis für einen großen Saalbau liege in der Bevölleriiug nicht vor und es gebe dringendere Sachen als ein lolchcs Proiett, über das sich der Bürgcrvercin untertwlteir tonne, z B. über die Errichtung eines'Krankenhauses, damit nickst ! piefige,Kranke nach Wetzlar und Marburg gebracht werden müssen, wenn |ie in den Kliniken keinen Platz finden können. Ter jetzige i Zeitpunkt mit seinem hokstn Geldstand sei nicht geeignet, für einen saalbau Stimmung zu machen. Gießen könne nicht einen ^aalbait mrd ein Theater unterhalten, das ginge über feine finan- Stcllc Straft. Tie Errichtung eines Saaldaues bringe sicher noch cnic andere Einrichtting mit sich, nämlich die Einrichttng eines ergenen Orchesters. :

Baurat B eck e r ei ividert zunächst dem Ingenieur Burmefter, Da,p..CT >ur die Zuverlän'igleit seines Voranschlages ein flehe. Gießen muffe ein derartiges Unternehmen haben, das der Allgemeinheit o.sonc. Es ,'n unberechtigt, zu behaupten, daß man den Saalbau für exklusive Jntereffen schaffen wolle. Es fehle ein Saal fftt allerlei Zwecke, große Kommerse und Basare, polttifcbe Ver- lanrmlungen, Kongresse usw. Es gebe Wege, Geld zu 4 Prozent zu bekommen. Für die bmiliche Unterteilung sei 1 Prozent

naitntcii Reaicrunqen liegt noch nicht vor. Bezüglich Chinas haben sich die Berhanbluug,en infolge des Regie­rungswechsels verzög-ert.

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Deutschland » |i brmi v. Eckenh 5 gab und , li'Aert Auch

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II 1 ünhc IN °Cl I rfier, unvl I TL Meyer / I ft inzunW

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| eile und die I dem Saal, bei I wolle man bie i- sollten polihü ch werde bie Stz 1 -ür spruchreif. I Acntllbilitätsbk .Zache weiter fi ff; tau in absehba Prof. Tr.

lauvroiekt weil Rechtsanw. !| ilicnersche Pro I .ttmaleii Borscl zägigm Plan tijii die Bemer tolitischen Pai mit bem Wun »fielen lassen Ter Bor

I mit bent Wun I gedient habe.

wann stmnle tnurbc jie un* 'jütbe nach K

Bmirat Becker erinnerte .an bie früheren Bemühungen einige. Deffen Räume müßten in absehbarer Zeit um gestalt et einen Saalbau zu errichten. Er führte aus, daß nach der Er- werden und der Platz sei schon vorhanden. Damit könnten dir . ricbtung des Theaters die Tätigkeit des Saalbauvereins sich zu- wünsche des Sttmzerwereins erfüllt werden, ohne bie Bürger- nächst in ber Stelle abgespielt habe. Zwei Punkte )inb es, bie bas lieranzuziehm, bie anscheinenb kein großes Interesse an Projekt jetzt wieber zur Erörterung gelangen lassen. Einmal muß der Sache habe.

über die Platzsrage balb entschieben werben, damit man nicht Gc- Kaufmann Rumpf hält die Errichtung eines Saalbaues fahr lauft, daß die in Bettacht kommenden Plätze inzwifchen für sehr vorteilhaft für die Stadt. Geeignete Plätze seien dafür 1 ?n&ermeiteg bebaut werden. Weiter liegt eine Stiftung von vorhanden.

iil OOO^ark für deii Saalbau vor. die an die Bedingung geknüpft Ingenieur Burmester hat die Fähigkeit ber Herren, die ; J. V, v1 - , n?'11 n- _?er Bau begonnen fein muß. I bie Koftenanschläqe für ben Saalbau angefertigt haben nicht

imien '^""^lttaimii licht einen ^aal für 1300^ Per l augezweifelt. Aber es könnten erfahrungsgemäß Berhältniffe :

9 5en' u,n-? ^arberoberaume, einen Probe- eiiitreteii, die Mehrausgaben bedingen. Von Kongressen sei nickst

ei^lnen Zimmcrn vor. I allzuviel für die übrigen Geschäftsleute zu erhoffen, jedenfalls

^oiekt laßtz pch für höchstens E 000 Mark ausfuhren, werbe ber Nutzen nickt so gror, fein, baß er den der Allgemein-

~Lr ^dner entwickelt dann denfelben Rentabilltatsvlan ime am heit zugemutcten Opserii cntfprecke. Auck für Basare. Kom-

üor^er ^ crfammlimg des Laalbauvercins (s. Mttt merse usw. sei kein allgemeines Interesse vorhanden. Für ge- wock^nummer des. Gieß. Anz.). Mit einer Amortffatiou von sellige Beranstaltungen habe man ljier genügend Lokale. Auch

iv- xC die Stadt nach die S?onzerte bringen den Geschäftsleuten nicht viel, zumal die

.st) Zayren das Gebäude und den Wertzuwachs des Platzes., Wenn Slonzcrte zumeist an Sonntagen zu einer Zeit stattfinden. in der man uiofj von den l_0 000 Mark, die nach dem Finanzplan au? bie Gefchäfte geschloffen sind. Tie Wirtschaftsverhältnisie seien ttittettst zu nehmen waren, die Amortifation berechne, bleibe heute ganz anders als vor zclm Jahren, aus welcher Zeit die der ftadtiiche Zufchutz weit unter 10 000 Mark. Das sei eine günstige Schätzung des Packterttages eines Saalbaues durch Herrn Kttck herrührc. Tie Stadt solle es sich sehr überlegen, ehe sic grope Opfer für eine solche Gründung bringe. Auch von Ausstellungen sei nicht viel zu erwarten, beim sie schlössen meist mit Defizit ab. Einen befcheibenen Zuschuß ber Stabt für ein solches Unternehmen billige auch er, er glaube aber nicht, baß es bei einem befcheibenen Zuschuß bleibe. Den Vor­schlag bes Geheimrats Dr. Sommer halte er für gangbar, aber man wolle anscheinenb mehr. Der Verein solle versuchen, ein« gröbere Summe burch Aktien aufzubringen, aber bic Allgemein­heit solle man bamit verschonen.

Anfragen im H?ich$tag.

IM Reichstage Haven die sozialdemokrati­schen Avg. Bändert, Stolle unb Deichmann folgende Anfragen cingevracht: Bändert will wissen, ob der Gebietsanstansch ztoischen bem Großhcrzogtnm Sack- sen unb bem Herzogtum Sachsen-Meiningen Aenderung der Reichstagswahlkreise nach sich ziehen wird, Stolle fragt an, ob Oesterreich-Ungarn seine Zustimmung zu ber Er­hebung von Schiffahrtsabgaben auf der Elbe erklärt habe, und Deichmann wünscht zu wissen, welche Maß­nahmen der Reichskanzler zum Schutze der in der deut­schen Tavakindustrie beschäftigten Heim­arbeiter ergreifen will, die in wirtschaftlicher und be­sonders in gesundheitlicher Beziehung durch die infolge der Tabakbestenerung vom Jahre 1909 erfolgte weitere Ausbreitung der Heimarbeit in der Tabatindustrie schiver geschädigt worden sind.

Der Abg. Behrens (wirtsch. Bgg.^ hat im Reichstage die Anfrage gestellt, ob der Bnndesrat Bestimmungen über tue Errichtung und die Zusammensetzung der Fachausschüsse' nach dem Hausarbeltsgesetz bereits erlas en hat.

Der Stellvertreter des Reichskanzlers, Staatssekretär Delbrück, hat in einem Schreibeii an den Präsidenten des Reichstags mitgeteilt, daß er nicht in der Lage sei, die Anfrage des Abg. Dr. Werner (Gießen, betreffend die Verteilung j u d e n g e g n e r i s ch e r S ch r i f - ten auf Bahnhäsen und in Zügen zu vean.Worten, da ihr Gegenstand zur verfassungsmäßigen Zuständigkeit des Reichs nicht gehört.

Von sozialdemokratischer Seite wurde Beschwerde erhoben über die rigorose Anwendung des Jnvaliditätsüegriffs, besonders in. nut ülir ömuiaie uinernamina >e, n,

~.ei'1^9enubcr verweilt der Regiernngsvertrctcr aus aiisreickend, die Abnutzung des Inventars falte: sinanz-eil nickst -.'S Notwendigkeit einer einheitlichen Durchführung der Vcr- so sehr ins Gewicht. Tie angenommene Einnahmc aus der Rest-Ul- ncherung inefcm Zufanmrcnhanp wciidct sich ein Vertreter ration und der Saalmiete sei sehr uortiebtig bereiten Er glaube flCSsrn btc w»-n-«wch tericbene Dis. nicht, boft bic toben Herren, dagegen das & SMtunq £.

trcöiticiiing der deut, cheu B e r 11 ch e rungsgcsetz - nommen haben, der Stimmung der Bürgerschaft Ausdruck ae- i hJrrs bei anders auch von Prof. Ludwig Bern- geben haben. Der Konzerttercin habe fein so weitgehendes Inter-

Hard betrüben werde, ber eine Vorlcmng speziell für bie junge cne an ber Sache, wie vielfach angenommen werbe er tonne fick ' Bemnleuichaft halte über bie Gefahren ber bcutschen Vcrfichcrungs- übrigens auch noch auf andere Weife helfen ' $ I

.geictzgebuug. Auch der R eg i erungsv er treter bedauert, Professor Dr. Leutert erkennt an ' daß die Prcifc de--, daß die. Ausführungen diefcs Gelehrten vielfach ungerecht feien, Konzertvereins sehr hoch feien -

?aaC9Cn °Eich 'uchts machen. _ llwv m. uit ujm tuten ineroe, mnn

* bg. E r z b c r g e r beantragt eme Entfcklietzung, den Reichs-1 gehen, da der Verein damit finanziell ruiniert werbe Tas sei faualer zu crfurfien, für bie Senatsprajibentcn beim Reichsvcr- ia ein Hauptgrund, warum der ttonzertverein sich für'dei? Saal- csSU^96am-tk" 9tanE ^ou Raten dritter Masfe zu erwirken, bau inttreffierc. Wenn man 400500 Platze mehr habe tönne

^luwen wirb- von uattonalliberaler Sette Wiberfpruch erhoben, man sic als Sitzcklätzc zu einen Mark ubgebcn Von einem ci.E

drefe Rangloge nicht die Bedeutung habe day sich der Reichs- Orchester könne in Gies en noch lange nicht die Rede sein es

M. damit beschaittge. Ein loniervatwer Redner äußerte auch koste mindestens 40 000 Mk. jährlich Bei den Konzerten' iw

Vcrfaf ungsbedenken unb der Antrag wurde schließlich zurück- Theater und in der Kirche lege der Verein ständig Geld T gezogen. 'Vür Kongresse sei Gießen sehr geeignet, auch die llntcrörinautia

- 25011 fozioldemokratticher Seite lag ichlicßlich eine Entschlie- der Festgäst« sei möglich. Der Saalbau mache den bestehenden B? ^h,dieE eine Novelle ersucht aus M-ndeimng. des Gesetzes I Men feine Konkurrenz, er fei mir für große Veranslalttmgm

U^V9 Un 1CS 511 Sc' e bestimmt, bie Fremde hierherziehen. 'Mit einer Steuererhöhmiq

0111^11 billigen ernb e r u f enen Wa n n schaftc n. Die wlle man feine (Stimmung machen gegen eine gute Sati4 J vr

U'iftnngcn IoIIcti rtw werden. Es wurden Bedenken wegen hoffe, daß in einer späteren Versammln na so aenaue Vorschläge

"SI,^B^U^ott der urchsiihrmig erhoben, indes allsc-tege Syrn- gemacht werben könnten, baß anch die jetzigen (Gegner bes Saal vatlie für bie Erhöhung ber Untcrftühung ausgesprochen. Der baues bann auf bie Seite ber Saalvaufreunde treten würden. Jüitrng wird beim Militärctat neu ettigebrächt werden. Morgen Geheimrat Tr. Sommer erkennt an, daß für Konzert- ^.eitemratung. | zwecke ein großer Saalbau notwendig fei. Für Gcfelligfcitszwc

komme dagegen der projektierte saalbau nicht in Betracht, dafür reichten die bestehenden Säle auS. Bei der Reutabilttätsberech- nung sei nach seiner Ansickst auf die Benutzung des Saalbaues für Geselligkeitszwecke zu sehr betont worben. Für Kongresse

dagegen sei ein solcher Bau sehr notwendig, dadurch werbe, wie er aus Erfahrung wisse, sehr viel Gelb nach Gießen gebracht. Eine Anforderung von 10 000 Mk. an die Stadt wurde von der Stadtverordnettnoeffammlnng eimtimmig abgelch-nt, bngenen wur­den 30004000 Mk. wohl bewilligt werben. Zur Finauzicriiiig empfehle er bie Ausgabe von zinslosen Mticn in ähnlicher Weise wie beim Volksbab. 400 000450000 Mk. könne man für beit Saalbau nicht verbauen, es gehe aber auch billiger. Man solle nur das bauen, was unbedingt notwendig sei. Man könne also den lleinen Saal und die Restmiratirmsräume sämtlich streichen. Das könne man wohl für 250 000 Mk. bauen. Man dürfe nicht so kostbar bauen, bann werbe es gehen. Dann werbe auch bic Stabt einen Zuschuß geben. Der Platz müsse so gewählt werben, baß er nicht so teuer fonrm-e. Wenn man so oorgche, werbe man in 510 Jahren ben Saalbau haben.

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