Börsen-Wochenbericht
Maiuzlar:
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Im Sommer Lebertran?
Emulsion sein, keine Nachahmung.
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50,0, unrerphoövhorigsaurcr
Oheuffeurkurso.
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Nachmittags bct(. Bercbte.
Itarfem Freiheitsdrang zu suchen sein. Die Rädelsführer fehlen noch, darunter auch der Fürsorgezögling Seidl aus in 13at)ctn. Nur aus dringendes Bitten der Hofer Stadtverwaltung hatte Jitf) die Anstalt bereit finden lassen, den Seidl, der schon U*. emc Meuterei angestiftet hatte, aufzunehmen. Der durch die Zöglinge angerichtete Schaden dürfte 2000 Mark übersteigen.
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Natürlich — doch nur in Form von Scotts Emulsion genommen! Denn morgens, mittags und abends regelmäßig einen Löffel voll dürfte eine vorzügliche, bequeme Weise fein, wieder zu Kräften zu kommen. Auf diese Art hat sich Scotts Emulsion für Erwachsene und Heranwachsende seit bald 40 Jahren bewährt, denn cs ist ihr Hauptvorzug gegenüber gewöhnlichem Tran, daß sie bei größerer Wirkungskraft zu jeder Zeit, auch bei der größten Hitze, zuträglich ist und sich gut hält. Ein Versuch wird dies am besten bestätigen, nur muß es Scotts
Evangelischer Gottesdienst.
Sonntag, den 13. Juli, vormittags 10 Uhr.
Pfarrafsistcut Klingel.
katholische Gemeinde.
Gottesdienst.
Samstag, den 12. Juli:
»m 5 Uhr m,d abends um 8 Uhr: Gelegenheit
, ^^'Lließungeit: Juli 3. Gerard Hubert von Tan- keren, Tachdcckcr mit Mathilde Müller, beide in Friedberg
^166 Ahr? all ÖU“ ®' Sh“6anna 6<k"E- g-d R«s.
kirchliche Nachrichten
Evangelische Gemeinde.
Sonntag, den 13. Juli, 8. nach Trinitatis. Gottesdienst.
3n der Stadtkirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.
Zugleich Christenlehre für die Nenkonsirmierten ans der Mattbänsgemeinde.
Vormittags 9% Uhr: Psarrassistent ö off mann.
Vormittags 11 Uhr: wlilitärgotlesdienst.
Pfarrer S ch w ft F» *
Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die Marknsgemeinde.
Pfarrer Schwabe.
3n der Johannerkirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer B e ch t o l s h e i m e r.
Ungleich Christenlehre für die Neukonsirnuerten ans der Lukas- gemeinde.
Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer AuSfeld.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Iohannesgemeinde.
Pfarrer Ausfeld.
Im ttonfirmandensaale der Lukasgemeinde (Siebigftr. 56). Nachmittags 2 Uhr: Gottesdienst für Taubstumme.
Pfarrer Bechtolsheim er.
Ter W a r t b u r g - V e r e i n sWehsleinstrane :18s veranstaltet jeden Sonntagabend einen Vortrag, jeden Tienstagabend einen "ese- und Spielabend, jeden Vlittwochabend eine Turnstunde und jeden Donnerstagabend eine Bibelstunde.
® a 3 B i b e l k r ci u z ch e n für S ch uler höherer Lehr- a n st alt en findet '"'alt im Iohauuessaal, und zwar jeden Mitt- moch um 6 Uhr für die jüngere Abteilung, jeden Samstag nm 6 Uhr für die altere ribteihmg. Das Vibelkränzchen für S cb ü I c r i n n c n höherer Lehranstalten aus der Johaniiesgenieinde ist jeden Dienstag um 6 Uhr im Iohaunesjaal.
Büchertisch.
— Von der im Verlage von Emil Roth in Gießen erscheinenden „Sammlung der neuesten Entscheidungen" des Reichsgerichts, des Bayer. Obersten Landgerichts, des Kaisers. Patentamts, des Reichsversichcrungsamts, der Oberlandesgerichte, der oberen Berwaltungsgerichtshöse, sowie zahlreicher Verwaltungsbehörden, in Kartothek-Ausgabe, herausgegebeu unter redaktioneller Oberleitung von Justizrat Dr. Fuld in Mainz, sind die drei ersten Jahrgänge abgeschlossen. Von dem vierten Jahrgänge liegen bereits mehrere .Hefte vor. Die bisher mitgeteilten Ent- jchcidungen, mehr als 2500 an Zahl, erstrecken sich auf etwa 30 Gesetze. Die Sammlung bildet schon jetzt ein wertvolles Nachschlagewerk. Ihre allmähliche Erweiterung vollzieht sich in- Wlge der Anwendung des Kartothek-Systems äußerst praktisch, Die Benützung ist einfach. Die Sammlung kann warm empfohlen werden. Geh. Justizrat Ritsche in Dresden.
Feinster Mcdizinal-Lebcrtrnn 150,0, prima Glyzerin ----- -origsaurcr Kalk 4,3, unlcrphoSvhorigsoureS Natron 2,o, i'ulv. Tragant 3/), setnstcr arab. Gumun pnlv. 2,o, Wager i2#,u, Alkohol n,o. Hierzu aromatische Emulsion mit Zimt-. "JtauocL uno Gaulthcriaöl je 2 Tropfen.
— Frankfurt a. M., 11. Juli.
Während die Börse unter dem Druck der ungeklärten politischen : ^age wand, atmete sie gegen Schluß der Wockic anf, als die Meldung emtrar, daß Bulgarien bei den Großmächten Schritte nnter- ivominen habe, um einen W a f f c n st i l l st a n d mit Serbien und Griechenland zu vermitteln. Jedenfalls hat diese Wendung in der Politik an der Börse einen Umschwung dcrTendenz herbelgesührt. Die Kontremine, die Blankoverkäufe vorgenommen hatte, lchritt zu Rückkäufen, die die Kurse wieder steigerten und die Spekulation sand sogar den Mut, auch Meinungskäufe auszu- fiihrcn. Wie, lange die bessere Strömung andauert, läßt sich nicht vorausfehen. Gelangt man über die Neugestaltung der europäischen Türkei zu einer Verständigung, und dauert der rilmanisch-bulgürische Krieg nicht lange, so daß die politischen Besorgnisse völlig schwinden, dann wird neues Vertrauen zurückkehren und dies würde dem Wirtschaftsleben und der Börse zustatten kommen. Ein gewisser N c i n i g u n g s p r o z e ß hat sich j 7i-?r’e Ul don letzten Monaten vollzogen, denn viele schwache Elemente wurden veranlaßt, Verpslichtungen zu lösen und die Papiere sind in kräftigere Hände übcrgegangeu. Aber dadurch mag die haute b a n g u e mehr belastet worden sein. Mit ihren Emi>;wnen hatte sie in der letzten Zeit wenig Glück, .öle verschiedenen Staats- und Städteanleihen wurden nicht vollständig aufgenommeii und liegen zum Teil noch in den Porte- seuilles der Banken. Die Placierung dürfte sich bei länger andauerndem, gutem Börscuwctter durchführen lassen. Die Groß- sinanz hat also Interesse baran, gutes Börsenn>etter zu machen, dies kann sie aber nur, wenn ihr die Verhältnisse in die Hände arbeiten. Also politische Ruhe und gute Wirtschaftslage! Der Geldmarkt entspannt sich allmählich etwas, und die Zinssätze ,md zurückgegangen. Für Privatdiskonten tritt stärkere Nachfrage hervor, allein hierin wird man hauptsächlich eine Rüstung für den Herbst erblicken. Denn im Herbst wird Geld wieder teurer und für diese Zeit sieht sich die Finanz mit Mitteln bor. Tie Reichsbank hat einen großen Goldschatz angesammelt, auch die Seehandlung soll bedeutende Mittel an sich gezogen haben, alles Vorbereitungen für ungünstige Wandlungen' in der Politik. Tritt Windstille in der Politik ein, dann braucht man auch dem Herbst Nicht mit Besorgnissen entgegenzusehen, denn dann ist man stark gerüstet. Tas Geschäft an der Börse, das lange sehr still liegt, hat sich erst am Ausgange der Woche belebt. M o u t a n p a p i e r e, die in der letzten Zeit infolge der nachlassendeii Konjunktur in der Schwerindustrie erheblich herab- gedrückt wurden, erzielten mäßige Avancen. Auch S ck> i s f a h r t s - a k 11 e n konnten sich erholen. Tie Auswanderungsziffern sprechen immer noch für einen lebhaften Verkehr und lassen gute Jahresabschlüsse erwarten. Bon Eisenbahnaktieu waren Lombarden gefragt, weil die Verhandlungen über die Sanierung der Bahn befriedigend verlaufen sind. Bankaktien wurden mit Rücksicht auf die weniger günstigen Aussichten für die diesjährigen Erträgnisse von der Kontremine angegriffen, erholten sich aber wieder. Von Kassaindustriepapieren kam mehrfach Material an den Markt, das bei der mangelnden Nachfrage auf die Kurse drückte, erst als die Tendenz umschlug, traten auch hier vereinzelt Erholungen ein. Der Anlagemarkt blieb ruhig. Privatdiskont 49/ig Prozent.
iS I) e f c.> I i ■■ r, u n g c n: Juni .>. Julius Gustav Ludwio Grosse-, oclaiifmelci-, mit Martha Katharina Pauline Ziegler, Schauspielerin, beide in Bad-Nauheim
Gebo r ene: Juni 15. Dem Architekten LeonlZard Kraft eine Tochter, Emma Anna. — 23. Dem Weißbinder Georgi
Stcittdescimesnachrichtevr
Gietzen.
Aufgebote: Juli 4. Wilhelm Gontrum, Bäckermeister in Hattenrod, nut Fneda Schneider in Lixfeld. — Christian Ludwig Schlitz, Eifenbahubediensteter in Gießen, mit Marie Junker in Ducdboin. Friedrich Zöller, Handlungsgehilfe, mit Katharina Schäfer, beide in Gießen. - 7. Michael Mahla, Bahnarbeiter J?,1 ^annstirbt, mit Elisabetbe Margarete Dingelbein in König. — Karl Rink, Maurer, mit Elise Dechert, beide in Enbbach. Karl Becker, Wagenführer, mit Ottilie Schwab, beide in Gießen — K M-onrab Wilhelm Herget in Gießen, mit Elisabethe Franz in Rieneck. Heinrich Geiyel, Fabrikarbeiter, mit Katharine Gong nagel, beide ut Gießen.
Mf°!^^^^ngen: Juli 5. Carl Schulze, Kaufmann, mit Elisaviih Friederike Riauger, beide in Gießen. — 9. Karl Aofaph Plattner, Glaser und Schreiner, mit Anna Luh geb schmalz, beide in Gießen. — 10. Bruno Erker, Mplom-Handels- lehrer in Charlottenburg, mit Sina Elisabeth Henny Schmidt in Gießen.
Geborene: Juli 2. Tein W-gensübrer Peter Bencr ein Sohn, Heinrich Michael Karl. Dem Bäcker Aböls Deickeri eine Tochter, Irmgard Karola Helene Elfriede. 4. Dem Geschäftsreisenden Pank Friedrich August Heidliudemanu ein S "hn Erich Hans Heinrich. Dem Feldwebel Mail Stein ein Sohn' Wilhelm Kurt. — Tein Reisenden Friedrich Schneider ein Sohu' Reinhard. - 5. Dem Zuschneider Karl Josef Nike! ein Sohn,' Heinrich Karl.
Gestorbene: Juli 4. Wilhelm Becker, Rangierer, 33 Jahre alt, Frankfurter Straße 142. - ö. Maria Adelheid MenerdierckS, geb. Lübbers, 85 Jahre alt, Friedrichstraße 8 — Heinrich Han- Stein, 1 J.:br all. Gkaubrechtstraße 7. — Walter Karl Jakob Riiidcrknecht, 1 Monat alt, Neuenweg 40. — G. Friedrich Kanker, Gendarmerie Wachtincister i. P., 61 Jahre alt, Bückingstr. 3 - 8. Ludnng Johannes Schildwächter, Metzger und Wirt, 45 Jahre alt. An den Bahnhöfen 71.
Bad-Nauheim.
Aufgebote: Juni 12. Josef Brandt, Maler, mit Regina Sofia Kramig, beide in Bad Nauheim.
trat dem Haupttelegraphenamt. Das Personal umfaßte sieben ver-rmeii. 4,rotzdem waren die Einnahmen im Anfang recht SlSELZZ Angeklagte behauptet, daß ihm die Gelder zu der ^chaftsgrundung in der Friedrichstraße von seiner Mutter ge- feien, Schulden habe er bei der Gründung nicht geha«. • Im Jahre 1912 gab ber Angeklagte feinen Geschäfts^ KUrnt>enmlTn Hotel Bristol ein Essen, das 1650 Mark kostete. Dresen Betrag hat er erst bezahlt, als er gerichtlich dazu ver-
. ^.br^en war. Es kommt dann zur Sprache, daß der An- ^9.6te das Geschäft in der Friedrichstraße durch einen Popen der Sr" Botschaft einweihen ließ — Auf die Frage des Vor- NtzLuLen, ob er denn so religiös sei, erwiderte der Angeklagte, ledes Geschäft mit Gott anfangen. Die Kosten für E./twten des Metropoltheaters beliefen jich auf 7000 Mark gab der Angeklagte eine Zeitung „Rußland und ^E'chland" heraus, deren Truck je Nummer 3000 Mark kostete ytm 15 Juli vorigen Jahres wurde der Angeklagte von Paris nuSgelrefert. Im Besitz des Angeklagten befand sich ein Bild, öaö einen an einem Galgen hängenden Mann darstellte mit der "LeriGritt„Das ist einmal meine Zukunft!" — Der Angeklagts auf Vorhalt das Bild für einen Scherz.
Der Angeklagte Markus Gellhorn gibt an, der Sohn eines ^fNiufakturwarenhändlers aus ber Gegend von Posen zu sein Er besuchte bis zu seinem 13. Lebensjahre das Gymnasium und war spater Lehrling in einem kaufmännischen Geschäft Dann mng er nach New York, wo er drei Jahre Agenturen betrieb. Jn .der folgenden Zeit hielt er sich in Deutschland auf und sie- velte dann nach Süd-Afrika über, wo er 15 Jahre Goldgräber war. Mit einem Vermögen von ungefähr einer Million Mark Km er nach Deutschland zurück. Er führte die Gründung der Schleftscheii Nickelwerke in Frankenstein durch, die noch heute bestehen. Jakobolmtsch, den er seit langen Jahren kenne, habe ihm erzählt, daß 'Koghen, ein reicher Manu, augenblicklich in Verregenheit sei. Er habe dann Koghen, nachdem er mit ihm be- lanntgemacht worden war, Geld gegen Wechsel vermittelt.
Es werden dann die einzelnen Wechselgeschäfte durchgesprochen. Die Ber-Hanblling dürfte die ganze Woche in Anspruch nehmen.
Rheinisches ™ MasoMnonkau, ^eldroxeonn.s, echmkum Bmqen Brückenbau.
J Direktion. Professor Hoeo ke.
Sonntag, den 13. Juli, 9. Sonntag nach Pfingsten: Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
, um 7 Uhr: Die erste hl. 'Messe.
* um 8 Uhr: Anstellung der hl. Komn'union.
■ um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
„ um 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre: darauf Andacht.
Abends um 8'/, Uhr: Verfammlung des !iirchenchors.
Gottesdienst in der Diaspora.
Sonntag, den 13. Juli:
In Grünbcrg um 9V, Uhr.
In Hungen um 9'/, Uhr.
M nestle w-r Altbewährte Nahrund furKirideründ Kran Ke I
Heuchelheim.
L.r7«f.?ebote: 4. Philipp Friedrich Heinrich Rinn,
Hilfsarbeiter, mit Johannette Hartmanii, beide in Heuchelheim.
t e r b e f ä l l e: Juli 3. Paul Henkelmann, 6 Jahre all.
Lang-Göns.
Geborene: Juli 4. Dem Landwirt Ludwig Wilh. Köll eine D^er, Lul,e. — xem Landlvirt Wilhelm Römer ein Sohn, -Lvilyelm. '
Lollar.
(Me&orcne: Juni 30 Dem Schlosser Heinrich Schupp II eine Tochter, Anna. - Juli 4. Dem Werkmeister Heinrich SÜndeck- TVC ^0<rCl2 — 71 ’2cm Landwirt Ludwig
Schadeck IV. cm Sohn, Ludwig.
Sterbefälle: Juli 9. Ludwig Schadeck, 1 Tag alt. '
Nidda.
k^e<.i^Llc6 u n-,9Cn,: ^uli 4. Siegfried Katz-Adler, Metzger • und Viehhändler in Fritzlar, nut Selma Grüncbaum in Nidda.
Treis an der Lumda.
. Geborene: Juni 26. Tem Bergmann Johannes Krug eine -todjter, Emilie. — 29. Tem Hüttenarbeiter Krrl S’nnrnh ge»« ein Sohn Wilhelm. - Juli 3. Dem Maurer GouAd Amend eine Tochter, Margaretha. w
©tcrjbefätlc: Juli 4. Maria Katharina Alheit, geb Leitner, 7a <;ahre alt. — Jakob Theis, 21 Tage alt. 9
watzendorn-Zteinberg.
Geborene: Juni 26. Dem Bäcker Heinrich Sames zu Watzenborn eine Tochter, Erna. 5
Sterbefälle: Juli 9. Johann Georg Heß, Landwirt zu Steinberg. — 10. Christina Meusel, geb. Schäfer zu Watzen-
<ßcrid?tsfaaL
Werber für d i e Fremdenlegion.
' ^"?^aukfurt a. M., 10. Juli. Die hiesige Strafkammer Erhandelte heute gegen den 20 Jahre alten Kaufmann Theodor Markel wegen Vergehens gegen § 141 StGB., der denjenigen mit Strafe bedroht, der es unternimmt, einen deutschen Reichs angehörigen zum Eintritt in ein ausländisches Heer zu verleiten Der Angeklagte war ein guter Schüler, aber ziemlich phantastisch veranlagt unb hielt nirgends lange aus. Eines Tages unterseylug er Jeinem Vater 150 Mark und fuhr mit seinem Freunde Heindl nach Paris: sie wollten sich dort eine Stelle suchen. Als ihnen das Geld ausgegangen Ivar, sielen sie französischen Werbern in die Hande, Die die Verhältnisse in der Legion als äußerst glänzend schilderten und sie dazu verführten, Handgeld zu nehmen. Heindl und Marke! wurden nach Algier- überführt und hier in die Legion ""gereiht, ^alb mußten sie erfahren, daß sie ein trauriges Los gegriffen hatten Beide schrieben herzzerreißende Briefe an die Eltern mit der Bitte, sie frei zu machen. Bei Heindl war da« Nicht mehr möglich, denn ihn erlöste der Tod von seinen Qualen Mr Morkel verwendete sieh dessen Vater beim Auswärtigen Amte mit der Begründung, dop sein Sohn beim Eintritt in die Legion noeb nicht 18 Jahre alt gewesen sei, die Bervslickstung sei also aucki nach sraiizofischem (besetz ungültig. Ter Reklamation wurde Mick) jtattgegeben und Markei in die Heimat zurücktranspvrtiert
der Beweisaufnahme bekundeten zwei Zeugen, daß Markel l^bveranlaßt habe, mit nach Frankreich zu fahren, wo er mit lyrwn Werbeoureaus besuchte. Tie jungen Leute wurden aber N?H^^m Glück nickst angenommen, weil sie nicht tauglich waren .Andere Zeugen, meist stellenlose junge Kaufleute, bat der M- geWte auf d^r Straße angesprochen und ihnen das Leben in öer Fremdenlegion als wahres Freudenlebeu geschildert. Der Angeklagte enäbtte zur Erklärung seiner Handlungsweise eine romoniische Geschichte. Da in mehreren Anklagesälleu die Be- 'weiie zur Uebi'rsührung des Angellagten nicht ausreichten, mußten ate aMcheiden. ^er Antrag des Staatsanwalts lautete auf fünf .^ahre Gefängnis. Ter Gerichtshof verurteilte den Au geklagten wegen versuchten Vergehens gegen 8 141 StGB, zu 21/2 Zähren Gefängnis.
Vermisster.
O Pferder Berge.
^0. Juli. Tie Leipziger Touristen Hecht und Muller wurden heute vormittag in einer Schueekar zwischen bem Gipfel der Zugspitze und der Wiener-Neustäbter Hütte als Leichen geborgen, wahrscheinlich sinb sie im Schneesturm voni Wege abgerrrt. Die Leichen würben nach Ehrwalb gebracht.
Revolte in einer Fürsorgeanstalt.
. ®,.t c 111 n, 11. Juli. Gestern abenb kam es in der War-
r?toCorr^u^Dra^n,tott einer Revolte. 110 Zöglinge benutzten E Abwesenheit des Hausvaters unb brache naus. Borlrer ?? -gen fie Fensterscheiben ein, zerschnitten die Bettücher usw.
Burschen flohen in einen nahen Forst, sowie in versckriedene Stadtteile Stettins. Inzwischen ist es gelungen, 90 der Ausreißer . wieder habhaft zu werden, die sich teils freiwillig stellten, teils von der Poli e> festgenommen wurden. Die Tat dürste nur in
Böcker II eine Tochter, Pauline Emilie. — 26. Dem Bäckergesellen Ludwig Berg ein Sohn, Friedrich Wilhelm. — Tom Schuhmacher Johann Feuerstein eine Tochter, Klara Softe.
_ ..^t erbe fälle: Mai 31 Paul Eugen Richard Maetze, Friseur, 27 Jahre alt. — Juni 4. Eduard Reich, Weißbinder- meister, 48 Jahre alt. — 26. Heinrich Hermann Sprengel, Badewarter, 48 Jahre alt.
Beuern.
Geborene: Juli 1. Dem Polizeidiener Philipp Hahn em Sohn, Karl.
Sterbe fälle: Juli 3. Elisa Sommerlad, geb. Belloff, 57 Jahre alt.
Bübingen.
Aufgebote: Juli 4. Ludwig Gutenstein, Metzger oon Ufingen, mit Amalie Stern. — Karl Treut, Metzger von Büdingen, mit Marie Anna Holdorp von Hansfelde. — 7. Georg Konrad Walter Muskilus, Kaufmann von Dölau bei Halle, mit Marie Urbach von Büdingen. — 9. Ludwig Lampmann, Glas- macher von Büdingen, mit Christina Gruse von Budenheim.
Eheschließungen: Juli 4. Julius Heß, Handelsmann von Hüttengesäß mit Rosa May von Büdingen.
.Geborene: Juli 5. Dem Spenglermeister Wilhelm Hofmeister eine Tochter, Margarete Anna
St erbe fälle: Juli 5. Marie Schwarz, 10 Tage alt. Butzbach.
^,--^B..^obvte: Juli 4. Tavid Löscher, Fahrbursche, mit Glue ^omd), geb. vmng, beide in Bulibach.
eine
ÄÄ 5Ä - xcm Monteur Georg Witzenberger eine Tochter, Georgine Sophie.
Friedberg.
Aufgebote: Juli 4 Otto Walter Dennhardt, Buchhalter m Leipzig-Lindenau, nut Selma Freudenthal in Friedberg - 7. Jo,»a Haeob, Kaufmann tn St. Wendel, mit Rosa Ehrlich ui Friedberg. '
Dip nach- «'«<! am Sonntag 13. Juli 1913,
stehenden XÄül &!</ von 12 Uhr uiUtasrs bis 12 Uhr nachts nur für dringende Fälle sicher anzntreffen: D12/. ’
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