Ausgabe 
16.8.1913 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Beiershausen bei Fulda geriet die dreijährige Tochter des Schreiners Eydt unter einen Haufen zu­sammenstürzender Bretter und wurde dabei getötet. In Cam - berg war der Sohn einer dortigen Familie nut KartoffelauS- hacken beschäftigt und hatte sein nc<i) nicht drei Jahre altes Schwesterchen bei sich. Dasselbe lief unvorsichtigerweise unter den zum Hieb ausgeholten Karst des Bruders und erhielt einen der-- artiq wuchtigen Schlag auf den Kopf, daß ein Kars.-nziicken ourcp Die ^chäüeldecke in baä Gehirn des Kindes drang. Das Kind ist seinen Verletzungen erlegen.

stand gekommen sind. Auch die Rechtsprechung und die Praxis der Polizeiorgane ist hinsichtlich der. Erntcarbeiten gegen frühere Jahre duldsamer geworden, indem man dazu kam, dringende Fälle im Sinne des Artikels 24 des Polizei­strafgesetzes auch da als vorliegend zu erachten, wo man sie früher nicht erkannte. Auch die Praxis, wonach in solchen Fällen die polizeiliche Erlaubnis einzuholen war, ist ver­lassen worden. Es entscheidet jetzt jeder Landwirt nach eige­nem Ermessen selbst, ob ein dringender Fall vorliegt, trägt aber auch für seine Entscheidung die Verantwortung. Immerhin ist es vorteilhaft, um sich Unannehmlichkeiten zu ersparen, vor Beginn der Sonntagsarbeit die Ortsp-oli-ei- behörde hiervon zu verständigen.

*

** Tageskalender sür Sonntag, den 17. August- Bakofs Kammer - Lichtsviele: Täglich Vorstellung. Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung.

O b e r b e s s i s ch e s Museum u n d G a i l' s ch e S a m m - lunaen. Geöffnet Sonntag vormittags 111 Uhr unentgeltlich.

M useum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormttags von 111 Uhr unentgeltlich.

Gravelotteseier der hiesigen Hasffa-Vereine (s. Anzeige- tcrl in vor. Nr.).

Die An lagemusik findet Sonntag mittag 12 Ubr auf dem Landgras-Philivpplatz statt (nur bei gutem Wetter). Spiel­plan: 1. Armeeinarsch Nr. 195 (der Koniggrätzer) von G. Bieste 2. Jubel-Ouverture von C. M. v. Weber. 3. Kaiser Wilhelm I. Grus; an sein Volk, a) Unter den Linden, b) Die Wache zielst aus von R. Eilenberg. 4. Armeemarsch Nr. 173 (Helenen-Marsch), von F. Lubbert.

*

** Schuldienst-Nachrichten. Entlassen wurde der

Lehrer an der Gemeindeschure zu Ober-Lais Hermann Schäfer mit Wirkung vom 11. Oktober 1913 ab auf sein Nachsuchen.

Ausland.

.Das englische Parlament wurde am gestrigen Freitag mit einer Thronrede geschlossen, lnc. r-a gereicht mir Kur großen Genugtuung,

daß die Großmächte fortgesetzt miteinander in Fühlung blieben, < or nmnc Regierung alles getan hat, um den Austausch der Anschauungen und die Gemeinsamkeit des Vorgehens durch die Botschafter in London z-u erleichtern." !Ter König wirft dann einen Jiumjlta aus die Gesetzgebung in der vergangenen Sitzungsperiode.

Hessen-Nassau.

I), Frankfurt a. M., 15. Aug. Aus Anlaß der Hun- ^E^lllrhrfeier des früheren kurhessischen Husarenregiments Nr. 13 in ^ledenhofen bereinigten sich heute vormittag 800'alte " Regimentsangehonge im Stadtteil Borkenheim, wo früher das Regiment stand, und begrüßen zunächst ihren alten Eskadronschef, o^st.,sbtzlgen Generalmajor z. D. v. Bardeleben durch einen treulichen Parademarsch vor dem Hause. Daun fuhren sie in einem rem-geschmückten Sonderzug über Mainz, wo sich noch zahl­reiche ^estgaste anschlossen, nach Diedenhofen. Ein zweiter Sonderzug mit etwa 700 ehemaligen Angehörigen und Veteranen des Regiments aus Oberhessen und Kurhessen fuhr von Kassel durch das ^ahn- und Moseltal nach dem Festort.

^Braunfels, 16. Aug. Auf dem festlich geschmückten Turnplatz findet morgen Sonntag, nachmittags 3 Uhr, ein Krie­ge r v er e i n s f e st statt. Es werden mancherlei Ueberraschungeu (auch für Kinder) geboten. Schutz vor Witterungsunbildcn bietet die geräumige Halle mit angebautem Zelt.

Deutsche Kolonien«

Eine Strafexpedition in Neuguinea.

DasDeutsche Kolonialblatt" veröffentlicht einen Bericht des Hauptmanns Prey über eine Strafexpedition, die im Februar gegen die Ulekeit in Nordwest-Bainingen durchgeführt wurde . ^n Herbertshöhe erschien um die Mitte Februar der H äu'pt- l i n g T o M a g a g a von Ravir, landeinwärts von Mandres, und zeigte an, daß eines Morgens viele W i r - L e u t e von Ulekeit nach seinem Dorfe gekommen seien und vonseinenLeuten32 darunter 10 Frauen und 10 Kinder, erschlagen 11 e ft. Nach dem Ueberfall raubten die Wir-Leute das ganze Dorf aus und steckten es in Brand.

r ß$Lie Strafexpedition brach am 21. Februar auf; sie bestand aus Hauptmann Prey, Polizeimeister Jahn, 50 Soldaten

Aus Sicr-t rrnd Land.

Gießen, 16. August 1913.

Sonntagsruhe und Erutearbeiterr.

Von genau unterrichteter Seite wird uns geschrieben: In diesem Jahre werden sich die Landwirte infolge der ungünstigen Witterung vielfach .genötigt sehen, zum Cin- bringen ihrer Ernte auch die Sonntage 'in Anspruch zu nehmen, falls solche von gutem Erntewstter bekleidet sind. In diesem Falle soll nach Artikel 224 des Polizeistrafgesetzes eine vorherige ortsübliche Erlaubnis eingeholt werden. Nur indringenden Fällen" kann von der Einholung dieser Erlaubnis Abstand genommen werden. Hierbei ist aber genügend nachzuweisen, daß ein dringender Fall wirklich Vorgelegen hat. Das Großh. Ministerium hat zur Ver­hütung »ungerechtfertigter Anzeigen bestimmt, daß die Dring­lichkeit auch dann anzunehmen ist, wenn zwar im Augen­blick der Arbeit das Wetter noch .günstig ist, aber ein Umschlag ins Gegenteil zu befürchten steht, oder durch an­haltende schlechte Witterung die' Erntearbeiten in Rück-

crtfärt Bulgarien werde es weniger schwer fallen, den Vennst tton JtmmtoycT als den Von Kirk Kilisse zu verschmerzen.

Saloniki, 15. Aug. Türkische Kavall erie- Ab t er luug en und Jnfanterietruppen sind in ver- schiedenen Ortschaften der Umgebung von Guemüld- schrna etngetroffen. In der Gegend von Buk hatten die griechischen Truppen einen heftigen Kampf mit einer bulgarischen Bande, die viele Tote zurückließ. Auch etne Anzahl griechischer Soldaten wurde getötet oder ver­wundet. t

Einzug der bulgarischen Truppen in Sofia.

Sofia, 15. Ang. Agence Bulgare. Der Einzug der Truppen in Sofia hat stattgefunden. Die einziehenden Truppen setzten sich aus der Sofioter Division und Abtei­lungen aus mehreren anderen Garnisonen zusammen. Die Straßen sind festlich geschmückt und von einer gewaltigen Menschenmenge belebt. An der Spitze des Zuges ritt der König in F-elduniform mit einem Laubkranze auf der Stirn, zur Seite sein Generaladjutant und der Kriegs­minister. Von Zeit zu Zeit stimmten die Truppen Kriegs­lieder an, die von der Menge ausgenommen wurden.

Drohungen der Albaner.

wie in Louis N. Parkers großem biblischen Ausstattungsstücke ,^Jv)eph und seine Brüder", das Sir Herbert Vecrbvhm-Tree am A.September in His Majsstys Theater zu London aufführen wird D,e Aufmhrung hat Iheatergeschichtlich für England insofern eine geimfie Bedeutung, als hiermit endlich der Bann gebrochen wfid nnt dem bisher die Aufführung aller Stücke religiösen Charakters' F-umal solcher, deren Stoff aus der Bibel geschöpft ist, in England bisher belegt war. Der ganze Märchenzauber des Orients soll sich bei der Aufführung dieses Stückes auf den Brettern entfalten- Aegypten, der Nil, die Paläste, Gärten und Gefängnisse der Pharavnenftadt, schließlich die Wüste und wirkliche Kamele, Ham­mel, Lämmer, Esel, Pferde, rmgleichen echte Aegypter werden aus der Buhne erscheinen. Sir Herbert Tree selbst gibt den Patriarchen Jakob, der am Anfänge des Stückes 86 und bei seinem Abschlüsse 106 Jahre alt ist, indem das Stück 20 Jahre aus der Lebens­geschichte Josephs umfaßt. Ms der Höhepunkt dieses biblischen Dramas wird eine große Verführungsszene in Aussicht gestellt

-^ldin aber nicht Potiphar, die übrigens auch im Stücke il-re Rolle wielt, sondern eine Zuleika ist, die von Maxine Elliott /iefe Verführungsszene spielt sich in einer ge- ?1?. Kammer ab, wo Zauberkünste betrieben werden. Jmeika erschemt in einem reichen Gewände aus Goldstoff, in ^^chen emgewebt sind. Sie schaut in eine Vase, in der Zukunft erblickt und kocht Liebestranke Joseph tritt cm; sie wirst ihr Goldkleid ab und zeigt sich nun in SsS" silbernem Gewebe. Sie ver-

sucht den ^ngling durch die Erzählung ilwcs licbcarmcu Lebens rb blClCt Ä Becher mit dem Liebestranke Aber die ganze Szene, der Weihrauch, die Blumen und das mystische Zubehör erregen Josephs Widerwillen, und er schleudert bcn ? gebotenen Becker tafelte. lieber 50 Schauspiele und spielermnen haben Rollen in diesem biblischen Ausstattungschamä" an defien Darstellung im ganzen 250 Manschen mitwirken w rLn' r , 7, Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- ftiaft !^as neue Bremer Schauspielhaus am Ostertor frftrtCÄ¥fhl9fn ^7^bag abend unter Direktor Wiegand und'Tr Ed. Jchon zum ersten Male seine Pforten. Den Architekten Abbehusen und Blendermann ist nnt dem Monumentalbau eine ansehnliche Leistung gelungen. !Der Zusck^rucrraum mit seiner unendlichen Lichtmenge und seiner vornehmen Behaglichkeit und ebenso a uch der mächtige Bücknenvaum wirkten imposant Gespielt wurde Oskar Wildes OlesellschaftsdramaEine Frau ohne Be­deutung" vor einem grösstenteils geladenen Publikum, unter dem sich viele Direktoren auswärtiger Bühnen befanden Für For- schungszivecke auf dem (Gebiete der Krebssorschuni stellte 6m H Weil der Senckenbergischen Stiftung in Frankfurt a. M eine jährliche Unterstützung von 2000 Mark zur Berfüaung. Für die Erstaufführung desPars Gal" im Opernhaiffe zu Frmckfurt n. M. beginnen die Vorbereitungen sclron in den nächsten Tagen. Die Titelrollen werden vbwcch> lud von den beimtleiten Opernhausmitgliedern Robert Hutt und Karl Gentner ge- jungen. Ferner plant die Intendanz einen Verdi-Zyklus

** Burg-Gräfenrode, 15. Aug. Durch Kreisrat , o ake (Friedbe/g) wurde gestern Wilhelm Hahn als Bürgermeister in sein Amt eilige fuhrt. Das neugewählte Dorfoberhaupt zählt erst 25 Jahre und ist das jüngste Mit­glied unter seinen hessischen Kollegen.

Starkenburg und Rheinhessen.

r. Offenbach, 15.Äug. Das Kapitel der Beamten-- Veruntreuungen und Verfehlungen in Offen-- bach ist wieder um zwei Fälle bereichert worden, einmal handelt es sich um. den Friedhofsverwalter Otto Stein und ferner um den Hafenmeister Armbruste r. Bei der Friedhofsverwaltung sind größere Unregelmäßigkeiten auf« gedeckt worden. Friedhofsverwatter Steitz bat offenbar schon seit mehreren Jahren Anschaffungen für seine Person und seinen Haushalt auf die Stadtkasse verrechnet. Er hat zu diesem Zweck R e ch n u n g en ge l s ch t, indem er auf diesen Scheinlieferungen für die Friedhofsverwaltung auf­führte,'deren Richtigkeit er bescheinigte. Mit den so zur An­weisung gelangten Beträgen hat er dann seine privaten An. schaffungen bezahlen lassen. Eine Reihe von hiesigen und auswärtigen Firmen hat den ungetreuen Beamten dabei unterstützt. Sie haben in vielen Fällen Zahlungen ange­nommen, die auf Anweisungen von Rechnungsäbschriften mit unrichtiger Bezeichnung des Liezerungsgegenstandes geleistet worden sind. Steitz wurde bereits seines Anckes enthoben; die Angelegenheit ist der Staatsanwaltschaft übergeben worden. Der zweite Falt betrifft den Hafew- meister Armbruster, der sich wiederholt Unbotmäsfiw. keiten gegen seine Vorgesetzten hat zu schulden komme« lassen. Bei einer Vernehmung machte ein Zeuge Angaben, die veranlaßten, die Disziplinaruntersuchung auch auf an­dere Gebiete auszudehnen. Dabei stellte es sich heraus, daß Armbruster seine Stellung dazu mißbraucht hat, sich von Geschäften, die im Hafen Kohlenlager unterhielten, fort» geletzt verbotene Vorteile zu verschaffen. Er hat von ihnen Kohlen bezogen und nicht nur die weitgehendste Stundung des Kaufpreises in Anspruch genommen, sondern sich auch Kohlenrechnungen ohne Bezahlung quittieren lassen. Auch

or semen Dienstpflichten zuwider auf eigene Rechnung als Schiffsmakler tätig gewesen. Wegen dieser Dienstvcr- fehlungen ivurde gegen ihn das Disziplinarverfahren mit dem Endziel der Dienstentlassung ohne Pension eingeleitet.

** Der hessische Land? sv er ein vom Roten Kreuz, als Landes verein der Kaiser-Wil- Helm-Stiftung für deutsche Invaliden bittet uns um Aufnahme folgender Zeilen:Dankbar erinnern mir uns in diesen Tagen wiederum der unvergeßVichen, glorreichen Zeit, die uns in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts den Sieg und die Gründung des Deutschen Reiches gebracht hat. Auch nach Erhöhung der Pension^- bezuge der Kriegslnvaliden und Kriegshinterbliebenen durch cLC. Reichsgesetzgebung, bleibt noch Raum genug dafür, unseren Dank für die großartigen Leistungen unseres tap­feren Heeres dadurch zil betätigen, daß wir in der Zeit des 2. September in Gotteshäusern oder bei sonstigen Vereini­gungen durch unsere Gaben dazu beitragen, das Los der Opfer des damaligen Krieges auch weiterhin besser zu gestalten, als Reich und Staat es allein vermögen. Wir wenden uns daher an die Pfarrämter und Kirchen- vorstände mit der herzlichen Bitte, bei den betreffenden Gottesdiensten Kollekten für jenen Zweck zu er­heben Unsere Zweigvereine ersuchen wir, für die Verbrei­tung dieser Ansprache und Durchführung unserer Sammlung eifrig zu wirken, insbesondere an geeigneten Orten Sammel­büchsen anszustellen. Wir bitten endlich, die Erträgnisse der Sanimlungen durch Posteinzahlung an unseren Schatzmeister, Herrn 1. Hauptstaatskassendirektor Dexheimer, Neckarstr 13 Tarmstadt, einzusenden."

** Der Allgemeine Verein für Ar men - un d 9C -Xu festen hat seinen Jahresbericht für 101^ drucken lassen. Der Bericht liegt der Stadt au klage der heutigen ^mmer bei. p 9

r* ö7/)rplanänöerung. Der Personenzug 416 Ah lal,rt "b 16- August wie folgt: Sieben -

h£> 944'?ben9nUh®?en'l>f-Cn 9-V' bis 934'/,, Wetzlar 9427, bt8 944 /,, MbShousen 9^2 bis 953, Burgsolms 957 bis 958 SmmTete 1<W bis 10057,, Stoffen ÄjloiTjg ^oonberg 10-0 bis 1021 Weilbura 1096 hi? i rios 1035 HS IO®/,. WS SS

bi§ 1047, Arfurt 1052 bis 1052'/,, Villöiar 1058 in5^/2

Xel> Kerkerbach 1108'/, bis 1109'/'

Esch Hosen 1 1££/s bis 1114-/., Li.nburg 11T9-/S £ Diez 1132 bis 113d, Fachmgen 1139'/, pjZ 1140i/ cqnfr- 21 üein 1146% bis U47-A, Gaurenburg ÄTwÄ- Hof 12£ö bis 1297 und weiter wie bisher.

^r?9?rn- Dainrngen ist ein recht zerrissenes, völlig be­waldetes und im Innern unbekanntes Gebirgsland. In der Nacht ^m ?o. zum 26. bezog die Truppe bei strömendem Regen unweit Ulekeit Lager In der Frühe des andern Tages wurde Nnt einigen Barmngern der Eilmarsch auf Ulekeit angetreten. Der Führer beabsichtigte, die Leute einzukreisen und aufzufordern. sich zu einer I n 1 Co u Ueberfall zu ergeben. Soweit die ge-

rmge ^ahl der Soldaten es gestattete, wurde der von dichtem Ge- ÄIaA.JI,nftent Den nun folgenden Versuch, fid) keil Ukteit verständlich zu machen, beantworteten diese sofort diirch^nen Angriff mit Speeren, Aex t e n , K e u l e n Lmhbn'IL11 e<?e^n- Es gab einen kurzen, aber heftigen Stambt mit den von allen Seiten zugleich aus dem Gestrüpp bervor- Ipnngenden Soldaten. Mehrere Ulekeit wurden in dem .Hand- gemenge mit dem Bajonett getötet und sechs erschossen

.Dolmetscher behaupteten, daß sie sich mit den Ulekeit ment verständigen konnten. Da keine Möglichkeit bestand sie bei einer Vernehmung oder bei Ausrichtung einer Botschaft 'zu kon­trollieren, hielt es der Expeditionssührer für das geratenste die wenigen Gegangenen zu entlassen, nachdem er ihnen, so gut es 9!9; öerücben gegeben hatte, daß er die Feindschaft nunmehr alv beendet betrachte. Nachdem ein Lager bezogen war, wurde je­doch eine Patrouille aufs neue von den Ulekeit mit Steinschleudern angegriffen. Als der vorderste von ihnen erschossen war, flohen die übrigen. Daraufhin wurde, obgleich die Expedition an Ort und <2icne noch einen Ruhetag verbrachte, kein Baininger melw gesehen

Baug esuch. Bauunternehmer Weh rum hat be­reits ein Baugesuch für den vom Stzadtverorbnetzen Winn getauften Bauplatz am Wetzlarer Weg eingereicht. Nach den Beschlüssen der StabtveLvrdnetenverscnnmlung ist dieser Straßenzug nur zur einseitigen Bebauung zugelasscm, um uen Bewohnern der Gebäude dar Südseite den schonen Blick auf Pas Panorama ins Biebertal nicht fortzunehmen und weil die Nordseite im allgemeinen Jnteresfe für die Er­weiterung der Bahnhofsanlagen frei bleiben soll. Ter Be­bauungsplan ist vom Ministerium genehmigt.

* * S nbm isfions-Angebote. Für die Erbauung einer Cholerabaracke sind nachstehende Angebote für Erd- unb Maurerarbeiten eingegangen: Bernhard-Klein-Linden Mk. 9279, Schaefer & Lindensiruth-Gießen Mk. 8779, Aug. Scheppelmann Mk. 8583, Abermann & Kling Mk. 8501, Georg Becker Mk. 8324, H. W. Rinn Mk. 8322, Birken, ftock L Schneider Mk. 7521. Für die Herstellung der Beton- arbeiten gingen nur zwei Angebote ein.

** Großes militärisches Abkochen. Unser Re­giment übte heute Felddienst und traf gegen 10i/_. Uhr am Eulenkopf auf Lern Trieb ein, wo 2 Stück Großvieh bereit» stanken, von. denen angenommen wurde, daß sie in Feindes­land requiriert wären. Pie Tiere, welche auf ihren Gesund­heitszustand vom Schlachthofdireltor Tr. Modde lebend an Ort und Stelle untersucht worden waren, wurden nach An- lunst der Truppe geschlachtet und zum Genuß fix und fertig zubereitet und an die Mannschaft verteilt.

** Ein Generalappell der ehemaligen Angehöri­gen des Kvnigin-Augusta-Garde-Grenadier-Regiments Nr. 4 fändet in diesem Jahre am Sonntag, den 24. August, in Wetzlarstatt. B lz

** DerTnrnvercin Gießen (1846) veranstaltet morgen öonntng früh 7 Uhr von der Turnhalle aus einen Turngang.

** Für Touristen. Es fei daraus hingewicsen, daß das unbefugte Feueranzündrn im Walde nach dem Feld- und Forst- pouzeigewtz mit Geldstrafe bis zu 50 Mk. bestraft wird. Gerade in der jetzigen Wanderzeit wird dieses Verbot öfters unbeachtet gelassen und damit die Gefahren übersehen, die dem Walde drohen £ ®^lsWfifcung fremden Eigentums ist es, wenn zum Feuer in der Nahe sitzende Holzstöße verwendet werden. Diese Aneig­nung von zubcreitetem Holz gilt nicht als Forstüiebstahl, fonbern als gemeiner A.iebftabt und wird nach § 242 des Strafgesetzbuchs mit Gefängnis bestraft.

Landkreis Gießen.

-t. Müschen heim 15. Aug. .Am Mittwoch fand hier Beige ar b ne tenwa hl statt. Der seitl-erige Beigeordnete E i f e r istBurgermeifter. Zum Beigoordneten wurde der Gast-

O tto Roth mit 126 Sttmmen einstimmig ge- wahlt. Mau sieht daraus, daß der Parteihader, der früher Platz gegriffen hatte, nunmehr vollständig verschwunden ist.

Kreis Friedberg.

= Bad-Nauheim, 15. Aug. Bis zum 14. August find 28699 Kurgäste angefommen. Bäder wurden bis. zum 14. August 356 882 abgegeben.

DieAkbanische Korrespondenz" meldet aus S ku t a r i: Die Häupter der «Stämme S^oti, Oruda, Klementt, Kostrati und Schkreli begaben sich in corpore zu dem englischen Ad­miral Burney und gaben folgende Erklärung ab: Tie Stämme der Malisforen erkennen die von der Botschafter­konferenz festgesetzte Grenze nicht an. Sollten die Groß- mächte den in dem Protestmemorandum niedergelegten Be­schwerden der Albauesen gegen die Grenzfestsetzung kein Gehör schenken, so sei ein Krieg zwischen denMalis - soren und Montenegro unausbleiblich. Wenn auf das Memorandum bis zum 20. August feine zustimmen­de Antwort erfolgt, würden die Malissoren gegen Tuzi mar­schieren. Gleichlautende Erklärungen wurden dem öster- reichisch-icngarischeu und dem italienischen Konsul abgege­ben. Der englische Admiral und die Konsuln erklärten, die Erklärungen ihren Regierungen Weiterzug eben.

Deutsches Reich.

Eine schwedische Ehrung für d en Kaiser.

Aus Stockholm wird berichtet: Am 3. September sind 25 Jahre verflossen, seit Kaiser Wilhelm zum schwedi­schen Flaggenadmiral ernannt wurde. Aus diesem Anlaß trifft am 31. August auf dem PanzerschiffOskar 2" eine Abordnung m Stettin ein, die sich nach Berlin begibt, um dem Kaiser im Namen der Offiziere der schwedischen Marrne einen Ehrensäbel zu überreichen.

Z u m H i n s ch e i d e n Bebels.

Frau Dr. Simon erhielt von dem Präsidenten des Deutschen Reichstages folgendes Beileidstele­gramm: Die Nachricht von dem Dahinscheiden Ihres Va­ters habe ich mit tiefem Bedauern erhalten, und ich spreche Ihnen bewegten Herzens mein aufrichtiges Mitgefühl aus

I

bet Schiffer * W seme M 'WW entM

-Hirtrnvarf NckÄ im) tonnte nach chrmischer Reakä .das Eisen also m .Mter Form als 'M diese Mtel Äch es gelingt, Ti Luellen anorgam Ifonn daher nicht »mkungsloser sind Äffen Einzelsall Lie in der natinti durch chemische St « Eiweißen, Fetten aber nichts andere iM eine chem die natürliche, he

langem dieser deren Lösung heu!

Die i mittags 2

"Ver Mitteihi unsere Schwäg

^hhg

heute m abznrufei

53«

Fiir die ^ben

Fr;

t Zwer ;

Zahl 1

i 67W;.®

S jiämu-ä. ® dion

# man ick

M.

wn zahftncft den sollten^ loarden daher nräparate E enthielten, W: Blute das M in neuester ^ der Äichnchme MUS *2, wckeüen W

Ionen

kiMtnbÜ denNminofa förpereigenen L