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15.5.1913 Erstes Blatt
 
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Mg in ine Stadt mit einer kurzen Ansprache, worauf der Ädmiral mit einigen liebenswürdigen Worten antwor­tete. Hierauf begab sich der Admiral in die Stadt. Die intermitronalen Truppen besetzten sofort die öffentlichen (Gebäude, wo sie garnisonieren werden und übernahmen den Ordmmosdienst. Eine montenegrinische Abteilung er­wies dem Admiral bei seinem Einzug in die Stadt mili­tärische Ehren. Die montenegrinischeri Truppen verließen die Stadt.

Die Eiuschiffn«a der Truppen Essad Paschas.

Cetinje, 14. Mai. In San Giovanni di Medua trafen 2500 Soldaten Essad Paschas ein, um die von Kon­stantinopel fcmrmenben Transportschiffe zu erwarten.

Tic Zahlung auf Rhodos.

Athen, 14. Mai. Tie griechische Presse wendet sich gegen die von derTribuna" gebrachte Mitteilung, über die von einem General vorgenommene Volkszählung auf Rhodos. Die Einwohnerzahl von Rhodos betrage nicht 13000 Personen, wie Ameglio angebe, sondern 30 000. Die Stadt Rhodos allein weist 5500 Griechen, 3300 Mo­hammedaner und 2000 Juden auf.

Staatssekretär von Zagow in Vien.

Wien, 14. Mai. Staatssekretär von Jagow ist fyeuie morgen hier einqetroffen.

Der Kaiser empfing den Staatssekretär v. Jagow in halbstündiger Audienz. Von Schönbrunn begab sich .Herr v. Jagow zum Ministerium des Aeußern und be­suchte den Grafen Berchtold. Beide hatten eine etwa a n der 1 ha lb stün d i ge Besprechung.

Bei dem deutschen Botschafter von Tschirskh-Bögendorsf findet am Donnerstag ein Frühstück statt, an dem der Fürst von Hohenwllern, Staatssekretär v. Jagow und viele hochgestellte Personen teilnehmen werden.

Zu Ehren v. Jagows gaben Graf Berchtold und seine Gemahlin ein Diner.

Die Blätter begrüßen den Staatssekretär von Jagow als hochwillkommenen Gast, der der herzlichsten Aufnahme sicher sei. DasFr em den blatt" schließt seinen Be­grüßungsartikel :

Die Zusanunenkunft des Grafen Berchtold nrit dem deutschen Staatssekretär, der zu den hervorragendsten Diplomaten seines Heimatlandes zählt und dessen Ernennung in den ernsten Krisen­zeiten allseits ungeteilte Genugtuung bertiorrief, wird ein aber» malig te Unterpfand dafür gewähren, das; die auswärtige Politik der beiden Mächte in vollster Ucbereinftrmntung und unwandel­barer Bündnistreue geführt wird. Mit aufrichtigster Freude und den herzlichsten Dvmpathien heißt Wien den Leiter der Aus- landspolitit des engbefreundete'.l Nachbarreiches willkommen.

DieNeue Freie Presse" betont:

Während der letzten Krise hat es sich wieder gezeigt, daß Deutschlmrd und Oesterreich mit Banden fester als Erz zusammengeschnüedet sind, weil ihre Gemeinsamkeit auf den un­mittelbarsten Lebensnotwcndigkeiten und Lebcnsinteressen beruht. Herr v. Jagow wird in Wien gewiß die besten Eindrücke er­halten.

DieR e i ch s p o st" schreibt:

Wenn die mit zielsicherer Klarheit und Entschlossenl^it geführte Politik des deutschen Reiches den österreichisck-e.n Staatsmännern in, den ernsten Tagen der rrbgelaufenen Krise das Gefühl vollster Sicherheit verleihen konnte, tat andererseits die politisck>e Leitung der Monarchie mit ebenso klarem Verständnis für die Ford» ntngcn der deut säum Politik alles, >vas an ihr lag, um jede Storung des in _ den letzten Monaten erfreulicherweise zutage getretenen deutsch-englischen Einvernehmens- lsint- an-uhalten und so ihrerseits den Interessen Deutschlands zu dienen. Der Staatssekretär v. Jagow kommt als bereits be­wahrter Kampfgenosse zu Männern, mit denen er schon ver­eint an eurem schweren Werke gearbeitet hat.

Wien, 14. Mai. Der Kaiser verlieh dem Staats- sekvetär v. Jagow das Großkreuz des Leopold- ordens. Die Insignien wurden v. Jagow heute durch den ersten Sektionschef des Ministeriums des Aeußern Freiherrn Masechino überreicht. Da der Ministerpräsi­dent .Lukaes nach den Ministerkonferenzen wegen dring­licher Amtsgeschäfte nach Ofenpest zurückkehren muß und somit der Einladung zu den aus Anlaß des Aufenthalts des Staatssekretärs v. Jagow zu veranstaltenden Festlichkeiten nicht entsprechen kann, bat er sein Fernbleiben entschuldigen zu wollen.

Fra nzösischer Botschafterwechsel in Tokio.

Einer Blättermeldung -zufolge soll der frühere fran­zösische Gesandte in Tanger, Regnault, anstelle des in den Ruhestand tretenden Gerard zum Botschafter in Tokio ernannt werden.

Ein Diebstahl im amerikanischen Marinedepartement.

Wie aus Washington gemeldet wird, sind dort im Ma­rinedepartement eine Anzahl geheimer Dokumente ver­schwunden, darunter ein Tess der Pläne für das Schlacht schiffPennsylvania". Eine Untersuchung ist cingcleitet.

Die chinesische Anleihe.

DieTimes" meldet aus Peking vom 13. d. Mts.: Die Vertreter der Fünfmächtegruppe haben heute der chinesischen Re­gierung einen e r ft c n Vorschuß von 1 200 000 Dollars auf die Anleihe ausgelwndigt. Wie dieTimes" meldet, ist die chine­sische Fünfmächteanleihe wie folgt verteilt: London 7 416 630 Pfund Sterling, Paris 7 416 660 Pfund, Deutschland sechs Millionen Pfund. In Petersburg werden 2 777 773 Pfund und in Brüssel 1 388 387 Pfund ausgegeben werden.

Arbeiterbewegung.

E i n A r b e i t er a u s st a n d in P e t e r Ab u r g.

Petersburg, 14. Mai. Heute morgen ist in allen kleinen und fast allen großen industriellen Un Ler­ne hmungen die Arbeit niedergelegt worden. In einigen großen Febrilen, wie den Obuckww- und den Puti- lvwN'erten wurde bis 10 Uhr gearbeitet, worauf die Ar­beiter nach Hause entlassen wurden. An einigen Stellen lvurden Kundgebung en unter Entfaltungroter Fahnen versucht, die Polizei vereitelte aber alle Versuche. Bis zum Mittag kam es nirgend-s zu einer ernsthaften Störung der Ordnung.

Ans Stadt und Land.

Gießen, 15. Mai 1913.

* * Ordensverleihung. Der Großherzog hat das Ehrenkreuz des Ludwigs-Ordens dem Oberst z. D. Friedrich v. Wachter in Darmstadt, seither Lmientomman dank in Mainz, verliehen

* * Lehramts Person allen Der Grv ßh e r z o g hat den CberleIrrer an der Cberrealschule zu Worms Pro­fessor Aug. Hirsch frum Oberlehrer an der Real- und Landwirtschaftsfchule zu Grof--Untstadt ernannt

* * Oberrechn u -n gskammer. Der Großherzog hat den OberrechnungsprobatuLudw. Stump» zu Darm­stadt (yum Oberrechnungsrevii>r bet der II. ^.u-iiffkatur abteiluu- der Oberrk^httungstanmter ernannt

** Finanzpersonalien. Der Groß Herzog hat den Finanzamtmann bei dem Finanzamt Mainz I Aug. Klingel Höffer zu Mainz in gleicher Diensteigenschast an das Finanzamt Darmstadt I versetzt: den Finanzamt- mann Aug. Löffler, zurzeit zu Darmstadt, zum Finanz- amtmann bei dem Finanzamt Bingen und den Finanz­amtmann Alfred Kröll, zurzeit zu Reinheim, zum Finanz- amtmann bei dem Finanzamt Mainz I ernannt.

* * Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Der Rechtsanwalt Ferd. Eberwein zu Dieburg wurde zur Rechts­anwaltschaft bei dem Amtsgericht Langen zugelossen, nach­dem er die Zulassung beim Amtsgericht Dieburg, mit Wirkung vorn Tage der Zulassung beim Amtsgericht Langen, auf­gegeben hatte. ,

* Erledigt sind: Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrer stelle zu Bieber; eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Flonheim, mit dec die Hälfte des Organistendienstes verbunden werden kann.

** W a s s e r ba n. Dar Gr o ß he r zo g hat den Wasser­bauassessor Baurat Wilh. Becker in Mainz zum Vorstand des Wasserbauamts Worms mit dem AmtstitelWasserbau­inspektor" ernannt.

** Ein seltenes Jubiläum. .Heute sind es 50 Jahre, daß Frau Karl Krailing Witwe ununter- brocheu Fleisch voit Metzgermeister Gust. Sack, Seltersweg, bezieht. Heute früh erschien der Sohn und überreichte einen schönen Braten mit einem Brief, worin eine Karte Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum. Familie G. Sack."

Landkreis Gießen.

= Langsdorf, 14. Mai. Der Vorschuß- und Kreditverein ersucht uns, feftzustellan, daß er nicht die Kasse.mit dem hohen Fehlbetrag ist, über die in Nr. 109 berichtet wurde. Er habe seine letzte Bilanz mit 7000 Mt. abgeschlossen. (Wir kommen dem Ersuchen des Vereins gerne nach, trotzdem die Fassung der ursprünglichen Notiz eine Verwechslung beider Kassen ausschließt. Red. ).

A Grüningeu, 14. Mai. Die Renovierung unserer Kirche, die eine der ältesten der Gegend ist, wurde vom Gerncinderat und Kirchenvorstand beschlossen.

Kreis Friedberg.

m. Bad-Nauheim, 15. Mai. Der Gcnossenschasts- nntualt Dr. Krüger- Charlottenburg und eine größere An­zahl bedeutender Genossenschaftler ans Deutschland haben ihre Teilnahme beider 50jährigen Jubelfeier des hiesigen Spar- und Vorschußvereins zugesagt. Es finden ein Kommers mit Damen, Festessen und einige Ausflüge statt. Die letzte Hauptversammlung hat dem Vorstand einen un­beschränkten Kredit für die Feier bewilligt. Bis jetzt sind 3000 Mark Ausgaben vorgesehen. Gestern vormittag gingen die Pferde des Fuhrunternehmers Schilling durch und rannten durch zwei Straßen, ohne daß sie aufgehalten werden konnten. An der Ecke der Karlstraße rannten die Pferde mit solcher Wucht gegen ein Haus, daß das eine das Genick brach, während das andere mit dem Kopf in das Kellerfenster geriet und schwer verletzt wurde. Der Wagen wurde zertrümmert.

m. Nieder-Mörlen, 14. Mai. Wohl einer der ältesten Einwohner Oberhessens und einer der ältesten ehe­maligen Angehörigen des Infanterie - NegiiueutsKaiser Wilhelm" Nr. 116, Maurer Philipp Zimmer I., feierte heute seinen 90. Geburtstag. Demnächst kann der frühere Streckenarbeiter Leonhard Adewyll seinen 87. Ge­burtstag feiern. Auch er diente im 2. Hessischen Infanterie- Regiment. Beide Greise haben den badischen Feldzug 1848/49 mitgemacht und erfreuen sich noch geistiger und körperlicher Frische. Außer den Beiden sind hier noch eine ganze Anzahl von Veteranen, die die Feldzüge 1866 und 1870 mitgemacht haben.

in. Over-Mörlen, 15. Mai. Am dritten Feiertag versuchte die Ehefrau eines hiesigen Einwohners, ihrem lräntlichen Manne die Kehle durchzuschneiden. s)hn mit Mühe konnten die Nachbarsleute die Frau von ihrem Vor­haben abhalten. Der Grund für die Tat ist in mißlichen Vermögensverhältnissen zu suchen.

Starkenburg und Rheinhessen.

M. Offenbach, 14. Mai. Der unbekannte Mann der sich auf der Bebraer Bahnstrecke zwischen der Grenzstraße und dem Steinweg in der Gemarkung Bürgel von einem Zuge überfahren ließ, wurde als der 18jährige 9(rbeiter Willi Heeg festgestellt, der bei seinen Eltern in der TaunuS- straße wohnt und zuletzt in der Schraubenfabrik Heyne beschäf­tigt war. Man nimmt an, daß der junge Mann die Tat wegen unglücklicher Liede begangen hat.

Nied er-Jngelheim, 14. Mai. Ein schwerer Un­fall ereignete sich gestern in der chemischen Fabrik von Geringer. Ein Säureballon platzte und die Säure ergoß sich über die 30- und 26 jährigen Fabrikarbeiter Peter Michel und Hch. Schweike rt, die beide schwer, besonders im Gesicht, verletzt wurden. Schweikert dürste sein Augenlicht verlieren. Die Schwerverletzten wurden nach Mainz gebracht.

Hessen-Nassau.

ff Marburg, 14. Mai. Hier trägt man sich mit der Hoffnung, daß zum Jubiläum des Jägerbatalllons dessen Chef, die Königin Margherita von Italien, hierher kommt und bei dieser Gelegenheit Kaiser Wilhelm sie be­gleiten wird.

"Kirchhain, 14. Mai. Bei Schönbach wurde die Leiche eines unbekannten Mannes, anscheinend eines Hand­werk S b u r sch e n, aus der Olun geländet.

h. Fulda, 14. Mai. Der Viehhändlerverein hat jetzt nach langem Bemühen den Boykott des hiesigen Vieh- marktcS gründlich durchgesetzt. Denn während die früheren Märkte durchweg mit mehr als 1 <<00 Stück Vieh beschickt waren, zeigte der eben abgehaltene Markt nur einen Auftrieb von 5 fünf Kühen. Den Landwirten unb den hiesigen Gewerbetreibenden erwächst durch diese Maßregel bedeutender Schaden.

h. Großenlüder, 14. Mai. In der Nähe des Ortes wurde ein Fuldaer Fuhrwerk nachts von mehreren Per­sonen überfallen. Der Fuhrmann und ein junger Mit­reisender wurden durch Drohungen am Widerstand gehindert: währenddesien vergewaltigten bie Räuber eine altere Frau, die ebenfalls im Wagen saß. Die Unholde sollen aus Großen­lüder ftammen.

prinz-hcinrich'Slvg.

Zum Gießener Flugta-.

n. Gießen, 15. Mai.

Nuri sind die sckUveren Tage vorüber, und der Gießener Luft sahrer - Verein kann voller Befriedigung darauf zurück- blicken. Eine Menge von Arbeit war in den lehren Wochen gdeiftet worden, unb mit welcher Sorgfall und Umsick: alle Vorlxnci Gingen getroffen nxrrcn. davon legren die nur durch die Ungunst des Wetters beeirarädvigtcn Fluglage das beste Zeugnis ab Mil peinlicher Genauigteir iwir alles erwogen worden, so daß sich sämtliche Flieger außerordentlich lobend aussvrachcn nnd den Herren, die sick in den Dienst der Sach.' gestellt hatten, ityr1 herzlichste Anerkennung ausdrückten. Auch an den Fluglagen selbst war noch ein großes Stück Arbeit zu leisten nnd außer den Mitgliedern verschievener Vereine, die sich dem Lufrfahr"r-Verein Sur Verfügung gestellt hatten, sowie einer Anzahl Offiziere, ver bienen besonders die sportlichen Leiter der hiesigen Etappe den Tank der Bevölkerung, bei- sie dieses einzigartige Scvnifpsil ver­mittelt haben. Die spoicklick?en Leiter waren: Prstessor Dr. W. König, Banktnrettor L. Grießbauer, Reausanwoll und Notar L. R öm he l d , Professor Dr. W. Sievers, Hauptmann Volley und Stadtbaumeister Braubach. Ihnen war eine ganze Anz-ahl von sportlichen Gehilfen, Zeirnehmern. Meteorologen, Krastwagcaisabrern, Aci-zten usm. zugeteilt, die alle mit Umsicht ihre Aemter venvalteten. Besondere Anerkennung verdient die Sorgfalt, mit der für die Vertreter der Presse gesorgt war, wo­durch eine genaue und umgchende Berichterstattung ermöglickü wurde.

Bedauerlich dagegen war es, daß der Wetterdienst voll' kommen versagt hat. Während die Meteorologen vom Platz ans unsere Anfragen bereite am Samstag vormittag Regen und Ge­witterneigung Dörmte fegten, kündigten die amtlichen Wetterdienst­stellen unserer Umgebung gutes Wetter an, mit der einzigen Aus­nahme von Weilburg, dem das über Frankreich gelagerte Teilt,» nickck entgangen war. Auch der von der Oberleitung des gesamten Flugs eingerichtete Wetterdienst war leineswegs mustergültig, da vor allem eine Zentralstelle fehlte, die die Wetterkarten bearbeit hätte. Die auf dem hiesigen Flugplatz den Fliegern sur V»-, füguna gestellten Wetterkarten waren private Arbeiten der Herren Dr. Peppler und Lehramtsreferendar Jul. Walther, die )te mit Unterstützung des diesigen Lustfahrer-Bereins heraus' gaben. Auch das zur Ermittelung der Windgeschwindigkeit benutzte Theodolit war von Geheimrat Af,mann, dem Leiter des Obser­vatoriums in Lindenberg, orivatim zur Verfügmig gestellt ivorden, obwohl es dock- tv-oh! richtiger- aewefen wäre, ivenn die meteoro' logrsckw Oberleitung in Frankchrt ihre Wetterdienststellen mit den entsprechenden Arbeiten beauftragt hätte.

.Die Gießen e r Organisatio n, die, wie schon gesagt, allein von dem hiesigen .Luftfahrer-Verein eingerichtet war, bat bagegen allen Anforderungen, die man billigerweife stellen kann, völlig entsorocherk, imd wie die Flieger wiederholt versichevkar, landen sie die hiesigen Maßnahmen mustergültig

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3. nnd 4. Fln gtag berichten folgende Dralstnackwichten, von denen einige wiederholt sind, weil sie gestern nur in einem Teil der Auflage enthalten] nxircn:

M a i n z , 14. Mai. Von den heute früh zwischen G und 7 Ubr die hiesige Kontrollstation Großer Sand passierenden neun ^hegeru mußte LeutnanlE arganieo wegen Zplinderdefektes landen. Nach erfolgter Reparatur flog er weiter, landete aber in der Nähe von Groß-Gerau wieder wegen der starken Sonnenbestrahliiug. Die >eit voriger Woche hier weilenden Straßburger Fliegerofftsierc Leutnant Gepermit, Oberleutnant Baumbach als Beobachter, beide Lvom Infanterieregiment 95, und Oberleutnant' Barends flogen üon hier um 5.20 Uhr direkt nach Karlsruhe, um von dort au? an der Ausklärungsübung teilzunehmen.

(hl Frankfurt a. M., 14 Mai, abends 7 Uhr. Bon 12 in Coblenz gehärteten Fliegern passierten 11 Vas biefiqc Flug- -telände. Lt. Kastner mußte wegen Böen in Mainz mebergtj)«r und wird bis zur Stunde noch hier ertonrret Lt. Lsiddesseu Inh-w hier 7 Uhr 4 Min. 4 Sek., startete 7 Uhr 38 Min. 15 Sek unb kam bereits 10 Ubr 3 Min. 26 Sek. in Karlsruhe an. Lt. Thelen mußte 8 Uhr 22 Min. bei Mörfelden landen. Lt. Coerper landete bier 6 Uhr 49 Min. 19 Sek. früh und startete abends 5 Uhr 49 Min. 35 Sek. für Karlsruhe. Die übrigen 8 Flieger haben bis fetzt keine Nachricht hierher gelangen lassen. Flieger Nr l Lt. v. Beaulieu startete 6 Ubr 39 Min. abends in Mainz unb kassierte ~um 7 Uhr 5 Min. 8 Sek. den Flugplatz Frankfurt» in schönem Fluge die Richtung nach Neustadt a. d. H. und Karlsrnh' cinfchlagend. Das LuftschiffViltoria Louise" fuhr vormittags nach Coblenz und landete kurz vor 11 Uhr vormittags bereits hier wieder vor der Halle. Nachmittags 3 Uhr flieg das Luftschiff ?,ur Fahrt nach Neustadt a. d. H. auf, von her es abends 7-5 Uhr noch nicht zurück war. An beiden Zeppelinfahrten nahmen Passagiere teil.

Frankfurt a. M , 14 Mai. Obltn. v. Beaulieu mußte wegen böigen Windes bei Mainz landen Er will mittags weiter fliegen. Leutnant Carganieo, der bei Mainz wegen Motordefelle' niedergegangen war, flieg wieder auf, begleitete das Luftschjst Viktoria Luise", mit dem er gleichzeitig über der Luftschissballc nm 9 Uhr 46 Min. eintraf, und setzte, ohne zu lanbcit, seinen Flug fort.

Frankfurt a. M., 14. Leutnant Eoerper iNr. 9) ist um 9.50 Uhr vom hiesigen Flugplatz nach Karlsruhe gestartet Na4> persönlicher Mitteilung hat er von der Oberleitung den Austral erhallen, Neustadt nicht zu berühren, sondern die Route über Heidel­berg zu nehmen und direkt nach Karlsruhe zu fliegen.

Frankfurt a. M., 11. Mai Tas LuftschisiViktoria Luise" ist, von Neustadt a. H. lonunenb, um 8.30 Uhr vor der Halle gelandet.

Worms, 14. Mai. Zwischen Rheindürkheim und Ibersheim mußte beute früh kurz vor 7 Uhr der Otto-Doppeldecker Führer Leutnant v. Haller) wegen Motordefekt landen Das Flugzeug stieß dabei so hart gegen den Boden auf, daß die Weiterfährt aufgegeben werden mußte. Das Flugzeug wurde abmontiert.

Neustadt a. d. H., 14. Mai. Auf dem Flugvlatz Lilien« thal traf um 8 Uhr Prinz Heinrich von Preußen ein. Prinz M?ora von Bahern ist ebenfalls anwesend. Um 7,51 Uhr passierte Freiherr v. Thüna, ohne zu landen, die Station, als dritter nm 7,54 Uhr Ingenieur Schlegel, der, wie bereite gemeldet, landete. Um 8,5 Ubr überflog Leutnant Eanter die Konttollstation. Als Fünfter passierte vier Kilometer südlich in bedeutender Höhe ein Flieger die Kontrollstation Sein Name konnte bisher nicht fest« gestellt werden. Um 8,33 Ubr kam. wie bereite gemeldet, all Sechster Leutnant Joly an, welchm landete.

^Neustadt a. d. H_, 14. Mai. Das LuftschiffViktoria Luise" ist um 5 Uhr auf dem Flugplatz Liliental gelandet unb nach Vornahme des Passaaierwechsels wieder zur Rückfahrt naSi Frankfurt aufgeftieqen. Ingenieur Schlegel, der feine Repa raturen beendet bat, setzte inrt 5.11 Uhr seine Weiterfabrt nack Karlsruhe fort. Die beiden noch Bier liegenden Flieger Leutnant Kastner unb Leutnant Folv beabsichtigen gleichfalls heute abend nach Karlsruhe iveiterzufliegen.

Neustadt, 14. Mai. Ltn Jolh ist um 6.20 Uhr zum Weiterfluge nach Karlsruhe gestartet. Leutnant Kastner wird poroussicktlich heute nicht mehr iveiterftiegen. Ltn. Earaanieo. der bei Groß-Gerau niedergegangen war, hat um 5 Uhr 48 Min. seine Fahrt fortgesetzt.

Neustadt, 15. Mai v. Beaulieu vassierte irm 7,03 die hiesige Kontrollstatton, um 7,33 Heidelberg und landete 8,22 in Karlsruhe. Kasten unb Carganieo land.:en gestern abend biet an. Coerper überflog um 7,31 die hiesige Kontrvllstation, ohne frit landen.

Karlsruhe, 14. Mai. Leutnant Canter, der um 1.19 Uhr in Heidelberg aufgestiegen war, ist um 4.49 Uhr au' dem hiesigen Flugplatz gelandet.

Karlsruhe, 14. Mai. Der Flieger Stiploscheck ist um 8.51 Uhr in Karlsruhe gelandet. Ltn. Frhr. v. Thüna ist u®

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