Ausgabe 
13.2.1913 Erstes Blatt
 
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sestbatten, der 1813 unsere Väter erfüllte. Wir werden w diesem Jahre unsere Rüstungen au Lande öcr ft arten müssen. (Lebhafter Beifall.) Darin sind alle verantwort licken Stellen, das will ick hier hervorbeben, eines Sinnes fteb Haftes Bravos und das Volk, wenn ick es reckt "erftebe. mi'f daß, wer wehrfähig ist, auck Soldat wird. ^Lebhafter Beifall Reick, Staat, Dans und Dos und uns mit allem, was he an Dab und Gut für Seele und Leib umschließen, zu heilig, als daß wir he nicht mit den äußersten Mitteln gegen den Krien und die .^riensaefahr zu sichern und zu verteidigen entscklohen wären. lBeffall.- Tarin ist, davon bin ich überrennt, die Nation einig und wird es auch bleiben, wenn wir im Reichstag u m Ottern wird es sein die Vorlanen verbandeln. lBeftall > Aber Ovfer wird es losten. Gott hat dem deutschen SMf eine Stelle aus dem Erdball annewiesen und unsere Geschickt'» so gefügt, daß Opfer, große Opfer unser schweres erbtet! sind. Sie willig zu bringen, sei unser Stolz. (Beifall.) Sie, meine Derren, und ick darf mich zu Ihnen rechnen, sind als Landwirte mit dem Boden der Deimat besonders eng verwack'en: aus diesem Deimatsboden sprießt nicht mir Korn, das uns nährt, sondern aus ihm sollen sich immer aufs neue, Fleth, Zähtg- feit, Genügsamkeit und Zuversicht venüngen, bte im Wechsel von Iahnehnten und Jahrhunderten unsere Vater und Urväter im Sckweiße ibres Anaelichts im Saatkorn in ibn ein» gesät haben. Dalten Sie diele Güter auch fernerbin in fürwra- licker Obhut, dann wird der Boden, auf dem wir steben. niema/s wanken Daß sich dies bewahrbeiten möge, daraitf erbebe ick mein Glas mit dem Rufe: Die deutsche Landwirtschaft lebe hoch!

(Lebhafter Beifall.)

(Eine Pause im Krieg.

Die letzte Meldung au# Sofia betont, daß die Nackt 12. d. Mts. auf dem gesamten Kriegsschauplatz ruhig verlaufen sei. Bis dahin reichen unsere heutigen Nach­richten. Das Bombardement von Adrianopel war am Dienstag heftig fortgesetzt worden, aber ohne Erfolg. Ein Sturmangriff der Bulgaren wurde nach vierstündigem Kampfe abgeschlagen.

Die letzten Meldungen lauten:

Konstantinopel, 12. Febr. Ein amtlicher Blickt besagt: Vorgestern eröffneten die Fort Eatalr.ja und Basii- teve, die zu den Befestigungen 'Adrianopels ge­hören, gegen die feindlichen Batterien eine heftigcKano- nabe, die bis zum Anbruch der Nacht dauerte. Der Feind machte einen überraschenden Angriff gegen unsere Ostfront. Es entwickelte sich ein erbittet» terKampf, der vier Stunden dauerte. UnsereTrup- pen hielten die Stellungen. Feindliche Flug- schiffeschleudertenBombenindieStadt, doch richteten diese keinen Schaden an.

Bei Tschataldscha rückten von unserem reckten Flügel ausgeschickte Erkundungsabteilungen bis nordöstlich die .«Hügelketten von Akalons und östlich von Kalfak-i vor. Nach den Erklärungen zweier bei Tacklttepe gefangener Bulgaren ist der Feind damit beschäftigt, B e f e st i g u n q e n bei Sinekli zu errichten. Seine Kavallerie so^t sich in Tschorlu befinden; das Hintertreffen und das Gros des Feindes gegenüber unserem linken Flügel halte die Linie Silivri-Kadiköi besetzt. An der Küste von Bülair hat sich nichts Wichtiges ereignet.

Sofia, 12. Febr. Der gestrige Tag verlief vor TschataldschaundBulairruhig. Der Feind unter­nahm keine Aktion. Die Bulgaren verschanzten sich in ihren Stellungen vor Bulair und fünf Kilometer westlich von der Tsckataldscha-Linie.

Die Beschießung von Adrianopel dauerte den ganzen Tag fort mit Unterbrechungen. Der Feind er- ividerte das Feuer ans schweren Geschützen. Aus Aus­sagen von Türken, die in dem Kampf um das Dorf Oktali in der Gegend von Tschataldscha am 9. Februar gefangen wurden, geht hervor, daß die Bulgaren, die drei Bataillone stark waren, zwei üirkischen Regimentern gegenüberstanden. Die türkische Batterie bei dem Dorfe Izzedin mußte von Infanteristen gezogen werden, da die Pferde erschöpft waren.

Die WienerNeue Freie Presse" meldet aus Konstaitti- nopel: Am Dienstag wurde der erneute Versuch der Bulgaren, bei Jenikoej, südwestlich vom Derkos-See, dieTschataldschaliniezudurchbrechen, nach hef­tigem Kampf siegreich ab gewehrt. Der Geschütz­donner war bis spät abends in den Vororten Peras hörbar.

Der BerlinerLokalanzeiger" meldet aus Konstantt- uopel: In offiziellen Kreisen ist man über die über­triebenen bulgarischen Siegesmeldungen auf Gallipoli empört. Die türkischen Verluste be­trügen nicht mehr als 800 Mann. Die Bulgaren seien keinen Schritt vorwärts gerückt und die türkischen Truppen seien in ihren Verschanzungen bei Bulair geblieben. Der Wieder­beginn der Friedeusverhandlungen steht in den nächsten Tagen bevor.

Konstantinopel, 12. Febr. Der interimisttsche M a r i n c m i n i st e r Mahmud Pascha weigert sich, das Marineministerium zu übernehmen, es wird demnächst ein anderer Marineminister ernannt.

Schritte des Dreibundes zugunsten Rumäniens.

DaSNeue Wiener Tageblatt"" schreibt: Anläßlich des schleppenden Ganges der Verhandlungen zwischen Bulgarien und Rumänien hat sich Rumänien wiederh olt an die Mächte gewandt, damit diese auf ein b eschleu- nigteres Tempo der Verhandlungen und die Erfül- lu n g d e r r u m ä n i s ch e n F o r d e r u n g e u in Sofia hin- wirkten. Dem Wunsche Rumäniens entsprechend hat speziell das Hiener Kabinett, unterstützt von Deutschland und Italien, sich schon wiederholt in Sofia ver­wendet und wird es auch weiter an einschlägigen Be­mühungen nicht fehlen lassen, die hoffentlich in kürzester Frist zu einer auch im wohlverstandenen Interesse Bul­gariens liegenden Befriedigung Rumäniens führen werden.

Regierungswechsel in Braunschweig?

Der BerlinerLokalanz."" meldet aus Gmunden:Es verlautet hier bestimmt, daß die Thronbesteigung des Prin­zen Ernst August von Cumberland in Braunschweig er­folgen werde, unter Gründung einer Nebenlinie des Hauses Braunschweig-Hannover, die die deutsche Reichsverfassung anerkenne und alle Ansprüche auf Hanrwver aufgebe."

Prinz Ernst August und Prinzessin Viktoria Luise wer­den nach ihrer Vermählung nicht unmittelbar als Herzog und Herzogin in Braunschweig residieren, sondern noch längere Zeit am Berlin-Potsdamer Hofe verweilen

Eine Versammlung der Vertrauensmänner der deutsch- hannoverschen Partei in Hannover erklärte in einer Ent­schließung, es liege für die Partei keine Veranlassung zur Ernstellung ihrer politischen Tätigkeit vor. In nieder­sächsischer Zähigkeit würde sie für die unvcrjähr- baren Rechte des Hauses Braunschweig und des hannover­schen Volke# weiter kämpfen.

Ein Automobilunglück

des Herzogs Ernst August vou Braunschveia-Lüneburg.

Karlsruhe, 12 Febr. Die Karlsruher Festtage sanden heute .Abend leider einen bedauerlichen Abschluß

durch einen Unglücksfall, der sich kurz nach 7 Uhr in der Akademiestraße ereignete. Das Automobil des Prinzen Ernst August, des Verlobten der Kaisertochter, in dem der Prinz selbst saß, überfuhr den 16 Jahre alten Lehrling Lud­wig Gänger, wohnhaft in der Waldhornstraße d"r b'im Spielen mit Kameraden bttndlings in das Automobil hinein- gerannt war und von diesem überfahren wurde. Der junge Mann trug einen Schädel- und einen Armbruch und außer­dem mehrere Rippenbrüche davon und wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Der Prinz hatte sich an der Ver­bringung des Verletzten in das Krankenhaus noch beteiligt, worauf er in einem dem Prinzen Max gehörenden Artto- mobil die Fahrt zum Bahnhof fortsetzte.__________________

Aus

Eine Landeßversammlung der Zentrnmsvartei.

In D a r m st a d t fand am Dienstag eine Versammlung des Landeskomitees der Zentrumspartei statt, wobei nach demM. Iourn." fast alle Landtagsabgeordneten anlvelend waren. Generalsekretär Diehl erstattete den Kassen­bericht und den Tätigkeitsbericht. LanVtaqsabg. M ö l- t h a n hielt einen Vortrag über das hessische Budgel. Justiz- rat Dr. Schmitt sprach über die politische Lage. Die Deckungsfrage würde mit der Militärvorlage selbst zu er» ledigen sein, wobei selbstverständlich zu beachten sei, bast die schwächeren Schultern nicht weiter belastet würden. Das Zentrum würde niemals Anlaß geben, daß ihm der Vorwurf gemacht werden könnte, es habe nicht die zur Wehrfähigkeit Deutschlands notwendigen Mittel bewilligt.

veuticbes

Der Kaiser

ist am Mittwoch vormittag ans Karlsruhe wieder in Berlin eingetroffen. Er begab sich sofort ins Schloß.

EineDenkschrift

betreffend Ergebnisse der Erwägungen über die Errich­tung einer Pensionskasse für das nicht pensions­berechtigte Betriebs- und Arbeiterpersonal der Militärverwaltung ist dem Reichstage zugegangen. Es wird auch in Zukunft bei der jetzigen Versorgung ver­bleiben, die aus lausenden Jnvalidenunterstützungen, laufen­den Witwenunterstützungen, Erziehungsbeihilfen für Waisen, Sterbeunterstützungen und einmaligen Unterstützungen besteht.

Die Anfechtungbehördlicher Entscheidungen.

Die nationalliberale Fraktion des Reichs­tags hat zum Fusttzvoranschlag den Antrag gestellt, die Verbündeten Regierungen um Vorlegung eines Gesetzent­wurfs zu ersuchen, wonach alle von Behörden oder Beamten ergehenden Entscheidungen, Bescheide, Beschlüsse, Anord­nungen, Verbote und anderweiten Verfügungen, deren Am fecktung an die Innehaltung einer Frist gebunden ist, am Schluß die Eröffnung enthalten müssen, innerhalb welcher Frist, in welcher Form und bei welcher Stelle die An­fechtung anzubringen ist.

Ausland.

Englische Furcht vor deutschen Luftschiffen.

Der konservative Abgeordnete Hunt fragte im eng­lischen Unterhause den Kriegs Minister, ob er wisse, daß Deutschland fünfsehr große starreLustschiffe besitze, die ohne Gefahr nachts fahren können und fähig sind, große Mengen von Explosions st offen mit sich zu fuhren und auf die englischen Docks, Schiffe und Magazine zu schleudern, und fragte weiter, ob England ein Luftschiff von mehr als ein Drittel Größe des kleinsten dieser fünf Luftschiffe besäße. Der Kriegsminister bejahte beide Anfragen unb gab ferner zu, daß England keine großen Luftschiffe gebaut habe. Darin "liege aber keine Nachlässigkeit, lieber getroffene oder noch zu treffende Maßregeln sich zu äußern, lehne er ab.

Die Flottenverständigung im' englischen Unter­haus.

Im englischen Unterhaus wurden an die Regierung zwei An­fragen ro^qcn der Erklärung des Staatssekretärs v. Tirpitz go richtet. Da Churchill abwesend war, erwiderte Parlamcn ts- sekret är M a c Namara, Churchill denke, daß es besser sei, zu Watten, bis die Budgtts vorlägen, und dann bei der Besprechung des Marinebudgets die Frage im ganzen zu be­handeln. Inzwischen wünsche er der allgemeinen Genug­tuung Ausdruck zu geben, die durch den freundschaftlichen Ton erweckt worden sei, der die jüngsten deutschen Reden in der Marine­frage charatterrsiert habe. (Beifall.)

Die neue Reglernn g in J apan.

Aus Tokio wird gemeldet: Mmiral 9) a m anto t o nahm den Posten des Ministerpräsidenten an.

tzeer und Flotte.

Wilhelmshaven, 12. Febr. Dem Chef der Marine­statton der Nordsee, Admiral Graf Baudissin, wurde das Ehrenbürgerrechtvon Wilhelmshaven ver­liehen. Bürgermeister Bartelt betonte dabei die großen Verdienste, die Baudissin sich um Wilhelmshaven, speziell um die Förderungen der künstlerischen Besttebnngen er­worben habe.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 13. Februar 1913.

* * Tageskalender für Donnerstag, 13. Febr. Stadt- lheater: Gastspiel des Friedrich-Wilhelmslädtischen Schauspiel­hauses in Berlin: »Befind e. Anfang 8 Uhr.

VL Vortrag des Laufm. und des Orlsgemerbevereins. Herr I. F. L e u tz - S v i t t a»B e rl i u: D i e deutsche O st m a r f Abends 8X Uhr in der Neuen Atila.

Dortrag im Alldeutschen Verband. AmtSgericktsrat Latt- mann- Schntalkalden: DtewirtschaftlicheLageTeutsch- land« im Kriegsfall. Abends 8'/« Uhr in Stein« Garten.

Vortrag im oberhessischen Geschichtsverein: Vroftssor Tr. Vogt: Tie hessische Politik von 18631871. Abends 8^ Uhr im Cafö Ebel. *

* * Zur Bildung der G e s ch w o r e n e n l i st e für die am 3. März 1913, vormittags 9y» Ubr, beginnende Sitzungs- Periode des Sckmmrgettchts wurden nachstehende Hauptgesckworenc ausgelost: Adam Ferdinand Burk, Landwirt in Ober-Mörlen: Professor Dr. Karl Helm in Gießen; Karl Block, Fabttkant in Büdingen; Karl Melior, Bürgermeister in Vonhausen: Wilhelm Kooß, Kaufmann in Alsfeld; Johann Adam Weitz II., Gemeinde- rechnet in Dorn-Assen heim: Adolf Welz, Kaufmanit in Gießen: Jakob Braun, Metzgermeister in Gießen; Georg Nikolaus Übrig. Gutspäcküer in Rommelhausen; Georg Weiß II., Landwirt in Altenburg; Heinrich Jung IV., Landwirt in Ostheim: Heinttck Kratz II , Landwirt in Lindbeim; Ernst Niemann, Restaurateur in Gießen; Ludwig Hanner, Kaufmann in Büdingen; Julius Brücke!, Landwirt in Vohl-GönS; Heinrich Wilhelm Schäfer II., Landwirt in Altenstadt; Kchpar Ludwig Hohler. Beigeordnete-, in AnZenrod: »einrich Euler, Landwirt in Ober-Breidenbach Karl 'S ehrt, Postfekr etär in Gießen; Theodor Schmieder, Apo-

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Kreis Alsfeld.

w. Alsfeld, 12. Febr. Stadtverordneten-I sitzung. Anwesend: Bürgermeister Dr. Völsing als Voi» | sitzender, Beig. Weitz, sowie 11 Stadtvorstandsmitgliedec: I Wie alljährlich, faßte auch für dieses Jahr der StadtvorstatH I den Beschluß, einen Prämienmarkt, verbunden null Pferde- und Fohlenmarkt und zwar am 28. I abzuhalten. Eine Verlosung von Vieh und landw. Geraten I soll wieder damit verbunden werden. Der Vertrieb bar I Lose soll in Hessen und den Nachbarkreisen Kirchhain I Ziegenhain stattftnden. Bon der FeldbereinigungsgeseL' I schäft ist auf Anreaen der Eisenbaynverwaltuna beabji*- I ttgt, einen rechts der Eisenbahnstrecke Gießen-Fulda tnr. I Altenburg nach Alsfeld bestehenden Weg an bei | Seifenfabrik von Gustav Duchardt weg fallen zu lafseni I und dafür einen parallel der Bahn laufenden Serbin* I dungsweg von Altenburg nach Alsfeld I schaffen. Der Stadtvorstand erhebt hiergegen namens dm I Stadt Einspruch geaen den von den Felddereinigungsgesel I schäften Alsfeld und Altenburg projektierten Verbindungt-- I weg rechts der Strecke GießenFulda Lwischen Altimburr I und Alsfeld, da ein ausreichender Okuno zum Fortfall der bestehenden Weganlage an der Seifenfabrik bei Km. 61,K nicht variiert. Der Einspruch erftredt sich nur soweü, die Gemarkung Alsfeld in Betracht kommt. Eine Eft--' f gäbe mehrerer größerer Stromabnehmer um R«" | battgewährung vom elekttnschen StromverbrauS I wurde entsprechend dem Vorschlag des Elektttzitätswerk!- I ausschusses abgelehnt. Dem Gesuch des V.-H. C.-Zweik I Vereins Alsfeld um 'Uebernahme der vor dem soiribe® s geschaffenen Rodelbahn auf die Stadt steht der Statz: I Vorstand sympathisch geaenüber, zuvor soll jedoch die Fraf»- der Haftbarkeit der Äadt für etwaige Unfälle geprü ' werden.

i. Ilsdorf, 12. Febr Bei der Bürgermeistel-' wähl wurde an Stelle des seitherigen Bürgermeisters C der Landwirt Wilhelm Belten gewählt. Obwohl von txn Gegenseite die größten Anstrengungen gemacht wurdeu. Die Agitation dauerte bis zum i. Februar um Ntttternaoü erfolgte die Wahl Bettens einftimmig; einige der treuen des Altburgermeisters und er selbst enthielten im j

tbefer in Gießen: Ernst Legler, Buchhändler in Gießen: Geo^ Möckel, Bürgermeister in Fauerbach v. d. Höhe: Otto Rarb- schlag, Kaufmann in Gießen: Friedrick Leivold. Gutspächter « M ünzenberg: Georg Enunerich Wilhelm Hanstttn, Rentner in Friedberg: Bernhard Duchardt IL, Sattler in Alsfeld; Gustav Müller, Bankvorstand in Gießen: Karl Grünewald II.. Koamrer- ftenrat in Alsfeld: Georg Renscher, Fabttkant in Aelsield; ftärt Wallach, Bierbrauereibesitzcr in Alsfeld.

* * Tie 8. ordentliche evangelische Landes^ fhnode wird ihre 19. Sitzung im Synodalgebäude zu Dann- stadt am 25. Februar, vormittags 10 Uhr, mit folgender Tage-^ ordnung abhalten: 1. Eröffnung der Sitzung und Gebe. 2. Ansprache unö Mitteilungen des Präsidenten. 3. Verkündigung neuer Einläufe. 4. Berichtsanreigen. 5. Verpflichtung neu nr- qrtretener Mitglieder. 6. Wahl Prüfungen. 7. Dahl eines zweiter Präsidenten Geb. Schulrat Sckaub Ofienüach hat dies Amt nieder, gelegt'. 8. Wahl eines Mitgliedes des FinanrausschufseS, ett:. eines Stellvertreters. 9. Beratung und Beschlußfassung über; 1. Eingabe des Deutsch-Evangelischen Frauenbundes, OttsgrupE Darmstadt, usw., Erweiterung der Frauenpflichte, und Rechte im kirchlichen Gemeindeleben betreffen!. 2. Anträge der Llbgeordneten D. Herrmann und Genossen Walter, die Epiphaniaskollekte betreffend. 3. Antrag des Mj. Marr, das Gesangbuch betrerrenb. 4. Vorlage des Cbn- konsistoriums, die Auslösung der evangelischen Landpfarrei Crfci- bach und Bildung je einer Pfarrstelle zu Bieber und Mühlhei, betreffend. 5. Vorlage des Oberkonsistottums, NacksorderunA b-- züglick der Rubttk 35 des Voranschlags des Zentralkirckx'nwndS für 1910/14; hier die Gehaltsverhältnisse des Verttnsgetsilichrn für Innere Mission betreffend.

Eine Bürgermeister-Konferenz sand st, Felsenkeller unter dem Vorsitze be§ Bürgermeisters Leun- Grosien-Linden statt. Tabei gab e§ Besprechungen über Au«, stelluna von Ursprungszeugnissen, die Beglaubigung von Rentenquittungen und die Dienstbezüge btr Bürgermeister und Bürgermeisterei-Gebühren. Die An. regunq, im Sommer einen AuSffug 31t unternehmen, sand Zustimmung. Der AuSflug soll von Koblenz rheinabwärtS bis Köln führen.

Der Ortsgewerbeverein hielt am Dienstag abend im Cafs Ebel seine 4 Monatsoersammlung ob, die von un. aefähr 60 Personen besucht war. Nach verschiedenen Mit­teilungen des Vorsitzenden und einem kurzen Vortrag einte Vertreters der Württembergischen Feuerversicher» ungsgesellsckaft a. G. in Stuttgart, mit der der Veren einen BeqünstigungSvertrag abqeschloffen hat, über bt Vergünstigungen für die VereinSmitqlieder, bildete die Frage über die Veranstaltung einer Gewerbeausstellung in Gießen im Jahre 1914 den Hauptpunkt der langen, sehr lebhaften Aussprache. Beschlüsse wurden noch nicht gr- saßt. Ein ?lrbeitsauSschuß wurde mit der Prüfung der ganzm Frage beauftragt

* * S t a d 11 h e a t er. Nochmals sei auf das heutige. Ensemblegastspiel des Fttedrich Wilhelmstädttscken Schalt- spielhauses in Berlin mit Herbert EulenbergsBelinda hingewiesen. Als letzte Schülervorstellung ist für Sam-- tag, 22. Februar, Theodor Birts vaterländisches Schau- spielAus eiserner Zeit"" angefeht worden. Tie Vorstellung beginnt nachmittags 31/2 Uhr.

Die Hassia-Bezirksvorsteher von Ober­hessen werden nächsten Sonntag hier eine Versammlung abhalten.

** Vom Verein für Frauenstimmrecht wird uns geschrieben: Der 21 Februar wird uns mit ein:i der bedeutendsten Frauen unserer Zeit bekannt machea Dem Verein für Frauenstimmrecht ist cs gelungen, Dr Am-i Augspurg, für einen Vortrag zu gewinnen. Sie wird überRassenkultur und Frauenbewegung" sprechen (siehe Anzeige). Dr. Augspurg ist von Gebutt Norddeutsche, Hannoveranerin, lebt aber seit 25 Zohrev in Süddeutschland, in und um München. Ursprünglich Künstlerin, wurde sie durch ihr Interesse an der Frauen bewegung zum Studium der Rechts- und Staatswissen> schäften geführt. Die gründete den Deutschen Verband für Frauensttmmrecht und führte zehn Jahre hindurch dessen Vorsitz.

* Städtische Armenpflege. Gestern abend fand im Stadlverordneten-SitzungSsaale eine Versammlung bei Organe der öffentlichen Armenpflege statt, in der Privatdozenl I Dr Hohlweg einen Vortrag überVerhütung und Br- I kämpfung der Tu berkul ose- hielt.

* Zum vierzigjährigen Dienstjubiläum fofi I Steigers Menges im Gießener Braunsteinbergwerk sei mtl» I geteilt, daß im Namen der Arbeiter Herr Weller dm I Jubilar beglückwünschte und ihm einen prächtigen Strauß 1 überreichte.

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