Ausgabe 
12.2.1913 Erstes Blatt
 
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Palme hält!

Em Unfall.

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b<i% m tm im Lrylmi nnkommen

Verl sandti'chaft von heute Mdankunc verneur Rcflicrwng eine Zitad«

Mexi ist der Lt feuer be

erstrebt. Tic Aussprache über den letzten Antrag war denn auch das Interessanteste, was der heutige Tay her­vorbringen konnte. Durch die Art und Werse, tote dre Eingaben des Verkehrsvereins der Strecke Frankfurt a. M.- Tarmstadt vom Finanzminister Dr. Brann behandelt luur- den, der sie als im Ton als durchaus ungehörig bezeichnete, fühlte sich die Sozialdemokratie verletzt. Besonders die Abgeordneten, die zum Teil ihre Wählerschaft im Bereich dieser Strecke sitzen haben, benutzten diese Gelegenheit und traten aus leicht begreiflichen Gründen in eine Kamps-

Wenn auch über die Ereignisse bei Rod osto nichts offiziell veröffentlicht ist, so sind doch offizielle Nachrichten vorhanden, ivelche die glückliche Landung von be­deutenden Streitkräften bestätigen, welche bereits mit den Bulgaren, die sich zurückgezogen hätten, den Kampf ansnahmen. Die Pforte wartet auf das endgültige Er­gebnis, um die Nachrichten zu veröffentlichen. Es heißt

wurden zurückgeschlagen.

Truppenlandungen.

Die Fraktion des Bauernbundes

hielt heute nachmittag in den Räumen des Stävdehauses eine Fraktionssitzung ab, in welcher Abg. Dr. Weber noch­mals über die Hauptpunkte des Budgets sprach. Es wurde darin entsprechend Stellung genommen.

Der parlamentarische Ausflug nach Oberhessen

soll, wie wir erfahren, mit Rücksicht auf die Witterung nicht demnächst, sondern erst mit Eintritt besserer Witte­rung im Frühjahr oder zu Beginn des Sommers stattfinden.

Aus der nationalliberalen Partei.

bs. Darmstadt, 11. Febr.

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TicAm Ai Aachfo iinti Preus rrige Botjctu Lakenitz i »zeitige Bo lisherigen B chajl in Tm

mißlungen finbv _ , ......... ~ .

Konstantinopel, 11. Febr. Einige turkuche Kriegs­schiffe boinbardiertcn S i l i v r i, landeten hierauf türkische Trup-1 pcn und besetzten die Stadt.

Ein Ausfall aus Adrianopel.

Konstantinopel, 11. Febr. Wie amtlich bekannt ge­geben wird, unternahm am 9. Februar eine starke türkische Abteilung einen Ausfall aus Adrianopel. Nach einem Baj onettang riff wurde die feindliche Stellung aus der Seite von Daliden besetzt, wobei dem Feinde beträcht­liche Verluste beigebracht wurden. Tic türkische Abteilung kehrte dann in ihre frühere Stellung zurück.

DerTemps" erhebt gleich anderen hiesigen Blättern leb­haften Einspruch gegen die Weigerung Bulgariens,! den in Adrianopel befindlichen Ausländern die Ermäch­tigung zum Verlassen der Stadt zu erteilen. Tic Berufung der- bulgarischen Regierung auf die während des dcutsch-wan- zösischen Krieges vorgekommencn Präzedenzfälle sei in jeder Hin­sicht nicht angebracht.

Die Lage in bulgarischem Licht.

Sofia, 11. Febr. Tie 'JCgcncc Bulgare meldet: Seil der Wicdmaufnahrnc der Feindseligkeiten verbreiten die Türken, getreu ihren traditionellen Praktiken unausgesetzt Nachrichten über großartige Erfolge der türkischen Truppen, ins­besondere über Landungen längs der Küste des Marniara und des Schwarzen Meeres. Wenn man die Nachrichten glauben sollte, wäre die türkische Armee auf allen Punkten des thra zisci^n Kricgsschauplates siegreich. Angesichts der t enden z i ö s e n N a ch r i ch t c ii und um ein sür alle Mal den in Kon­stantinopel erfundenen Fabeln ein Eiche zu setzen, erklärt das bul­garische Hauvtguartier kategorisch, daß bisher mit Aus­nahme von Podrna und Tscharkocj, wo die Türken mit beir

Konstantinopel, 11. Febr. Mich gestern wurden von hier neue Truppen und 36 Geschütze somt Munition an Bord von Transpottdanipscrn nach der Marmarakülte verbracht Wie allgemein festgestellt wird, i'inb alle bisher trans­portierten Truppen, deren Zahl auf 60 000 geschätzt wird, kräftige und gesunde Mannschaften, die gut <r=sind lieber den Erfolg der Lan.ar g vc.s.ich in Mi i Unb au anderc i Punkt n, des Schwarzen Nkecres liegen bisher noa) veiiie o.rläßlicheir 9kach- richten vor. Gerüchtweise verlautet, daß die bisherigen Versuche

Der im Herbst in die Zweite Kammer gewählte Land- tagsabgeordnete Landluirt und Bürgermeister Fr. Jak. Schott ans Uffhofen bei Flonheim, der den 1. rhemh. Wahlkreis Wöllstein vertritt, erlitt heute mittag wäh- griechische Fahrzeuge, die sich bei Mvadschik der Küste näherteq.! ^n d d e r ^Ka mm e r^er a tug« , p h^rch M1,,r *" ' nr"*n zwei Kollegen nach seinem .Hotel begleitet wurde, wo sich

eine starke Herzschwäche herausstellte, die ärztliche Hilfe nötig machte. Wir erfahren, daß sich der Zustand des Herrn etwas gebessert hat und daß anscheinend keine Gefahr- vorliegt. Der Vorfall spielte sich sehr ruhig ab uni) wurd» von vielen Abgeordncteii nicht beobachtet.

DieDeutsche Tageszeitung" meldet aus

Zu Belgrad eingetroffene Privat-Telegramme melden, pan die Türken vor Skntari die Serben uni) Montenegriner geschlagen haben. Wenigstens 2 000 Serben und Montenegriner sollen tot fern. 5Wci b ul - garis<he Lataillone seien gefangen genommen wordem König Nikolaus von Montenegro soll gesternd en Kaiser Nikolaus telegraphisch um Hilfe ersucht haben.

Paris, 11. Febr. Nach einer Blattermeldunq aus Cetrnje wurden in dem dreitägigen Kampfe bei Skutari 126 montenegrinische Offiziere getötet oder verwundet. Zwei Vettern der Königin seien unter den Toten, einer ihrer Brüder unter den Verwundeten.

Toki ÄitrctcT Ninisterpr Knister d

Die s Aließlich

Fürst« Mkev Pol,

"Tag Beater:

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gestellten vier Kanonen. , . .

Isham" meldet, daß vorgestern abend eine Abteilung türkischer Freftvilliger einen heftigen Angriff auf dre bul­garischen Stellungen bei Tschataldl cha unternahm, durch das Drahtgitter brach und in die Verschanzginge einrückte. Sie sägten durch Bomben den Bulgaren starken Säfaden zu. Der Feind, welcher Verstärkungen erhielt, versuchte die Freiwilligen-Abtcilung, die nicht mehr^att.' hundert Mann zählte, einzuschließen. Es gelang den txiey willigen jedoch, durchzubrechen und die -roten und, Ver­wundeten mitzunehmen. Der Feind v e r l ort a u 1 e n Mann an Toten und Verwundeten. Als die frei­willigen Verstärkungen erhielten, gaben dre Bulgaren ihre Stellungen auf und ließen Kanonen und -00 Gefangene zurück, von denen gestern 38 hierher gebracht wurden.

Bezüglich der vorgestrigen Känipfe zwischen B ul a i r und Examilo gibt eine wohlinformierte türkische uelle folgende Einzelheiten: Die Bulgaren nahmen die ungefähr tausend Meter hohe Stellung auf einer Anhohe m der Nähe von Examilo ein. Am 8. Februar begannen dre türki­schen Streitkräfte bei Tagesanbruch die feindlichen Stel­lungen anzugreifen, worauf der Feind zurückwich. Andere I türkische Abteilungen, die von der Seite des Marmara- meeres herankamen, zwangen die Bulgaren, noch wettere sechs Kilometer zurückzu weich en. Gegen 11 Uhr verhinderte dichter Nebel die Fortsetzung des Kampfes. Als sich nach I dreiviertel Stunden gegen 12 Uhr der Nebel zerstreute, begann der Kampf von neuem. Nach einem energischen Angriff der Türken wichen die Bulgarenzu- I r ü cf und ließen ungefähr 800 Tote und V e r - Iwundete zurück, von deneii 200 leicht verletzt find. Infolge des Nebels erlitten auch die Türken beträchtliche Verluste. Diese werden auf 200 Tote und Berwun-

Der Parteisekretär derFreien Vereinigung hessischer Nationalliberaler" Dr. Lins e hielt heute abend im Restau- I rant -Sitte" einen Vortrag ülwr die Gründe, die zur Bildung derFreien Bereinigung" führten. Nützliche Ber« hälttnsse sind besonders durch das Verhalten der Wormser Ecke und des Abgeordneteii des Wahlkreises Bingen-Alzey, > die sich als Anhänger des Bundes der Landlvirte bekannten, herbeigesührt worden. DieFreie Bereinigung" will eine einheitliche, iwn außen unbeeinflußte Politik treiben Tie Vereinigung will unbeirrt den Weg der mittleren Linie gehen, sie ist keine Kampforganisation Die Der- 1 | einigemg folgt dem Führer der Partei im Reichstag, Sa)fei* mann. Ter Redner ging dann auf die Stellung der natio^ uallibcralen Partei zu den anderen Parteien ein. Zwer * OK'gner hat die Partei: Zentrum und Sozialdemokraln. I Die Partei will für die neue HeereSvorlage eintreten, ne j ist auch für den Schutzzoll, der sogar noch für die Industrie erhöht werden möge 'Der Redner behandelte dann be allgemein bekannten Gegensätze der ncttionakliberalen Part« zu den anderen Parteien.

; K , - o k . In der Aussprache sprach zunächst Dr. Osann, d«

bclaniircn Vertu, tcn zuruckgeMagcn wurden, kein.Landung s- Unterschiede unterstreicht, die zwischen der national-

vcrinch unternommen worden ist. In der Tschataldtcha- __. j. MtniT-nnrtoi firffphim Äx

linic ist zu keinem bedeutenden Zusammenstoß gekommen, liberalen und der Fortschrtttlich -olkspar l 9 Was die ixühinh'i Tallipol i betrifft, genügt es, zu sagen, daß wendet sich dann gegen einige Uirnd)hßreuen in oen » die Türken in der schlacht von Bulair mehr a l s führungen des Dr. Linse: insbesondere lrpd oie <organx« 15 0 0 0 Tote und Verwundete batten, um ui verstehen,l bei der Landesausschußsitzung der nationaHiberaten Parui wie lächerlich es ist, von türkischen Erfolgen in dieser Zone zu t>on dem Redner des Abends unrichtig toiebergegeben sprechen. Tic Türken können imaginäre Siege eninden: das morden

slautt?000 T°,C Unb $mVUnbttC m"6 ä" W«-- L" Än'Äd-»k Ar» Ä J

Sofia, 11. Febr. ^lgence Bulgare.) Tic bu l g ar is chen 'N an n. Äachdein Dr. Linse noch das -^chtußu-ovt

Truppen zogen sich fünf bis sechs Kilometer weit in neue Stcl-! schließt die Versammlung gegen -1 Uhr nachts.

bereit«, daß dre Türken an Baden gcivonnen nnd schon einiae bulgarische Gefangene gemacht haben.

Die Kämpfe auf der Halbinsel Gallip o li bauern an Türkische Truppen griffen die Höhen bei Examilo an, ver­trieben die Bulgaren und eroberten zwei von den dort auf-

Lbrloen'S ausdrücklich verzeihnen. Vrin; -Emst Augutt, ein I b mrtf dbet Fürstensproß, dem Blute nack. wie kaum em anderer I unter den Sproßen der christlichen, recnerawen. Homer 'Euro- pas, ein Enkel und Urenkel hannoverscher Könige fusttt auch den Titel einesPrinzen von Großbritannien mch Irland Ttrm.it D vor allem eine wiMiae B^tsver^ndtsck«ft gekenn- zeichnet, in der er zu ferner hohen Braut stehr. Georg M., König Von Großbritannien und Kiirftirst von Hannover sett 1760 Könia von Hannover 1814, + 1820. Jtatte aus seiner Lhe imt Soptnc Eh-rlotte von Mecklenburg--Ltrclitz, nner Tante der Köniain Luise, neben vielen anderen .Kindern einen <2vhn. 5ouarb Angust, den bekannten Herzog von Kent", t 1820, den Vater der Königin Viktoria I von Großbritan-nien und Irland, und einen lüngnm Sobn: Ernst 9£naufi II., Kmia von Hannover >liehe obr^brr nck mit Sricbmte Volt »icJtcnbura.streliV. einer leiblichen Nichte seiner vorgenannten Mutter ^ophic Charlotte von Mecklcnburg-Strelil-, vermählte. Beide und dic Urgroß­eltern des reuigen Bräutigams. Der Herzog Eduard Anon st von Kent ist aber der Urgroßvater des letzt regierenden Königs Georg V von Großbritannien und Irland, »va,s man nicht bergen en daN, weil durch Vermittlung ihrer Grostnruttcr von Vaters Stttc h£, der Kaiserin und Königin Friednch, dtt.VrinzAin Viktor, i Lutte auch ihren'eitsvom Herzog von Kent abftammt: sie ist dessen Ur-Urenkelin!, König Georg V. von Großbritann'^m und Irland ist ein rechter Vetter ihres Vaters, Kai'er Wil Helm II, und mit ihrem Bräutigam tet die Pnnzeffin also ein7n starkeii Trovt'en Este-Weliftchen Hannover-Großbntan'.ii- sckren Blutes gemeinsam, der dadurch noch eine Ventiirkung ca sahrt.

auch auf der Ahnentafel der Kaiserin und Kmigrn Au au st e I Viktoria einEnglisches Feld" in der Reihe der 16 Abnei erscheint, indem König CbristianVIßvon Dänemark und Nor­wegen, t 1808, eine leibliche ' Schwester des Komas Georg III. von Großbritannien und ^nnovcr die Vrinmftn K^oimcMa- tbilde, gestorben 1775, zur Gemahlin batte, und fchl'-stich bei Mutter des vorbezeichneten Königs Ebrisftan VII. c'cy cc geborene Prinzessin von Großbritannien und Irland (Lmse, ge- storben 17al> war.die ^^^^sEkcit Dänischen Bsutcs zwischen Braut und Bräutigam, die mit der Mutter des Brauttgams, der Brinzessin Thpra von Dänemark zusammenbongt. hier nur an­deutungsweise einnehen, um noch auf die Mecklenburg - <2tr cli Bli't^verwandttchgft hinzuweisen, die in deni Vorstehenden schon enthalten ist Friederike von Mecklenburg-^rrelitz, die Gemah v- des Königs Ernst August II. von Hamioder, mar eme ningcr Schwester der unvergeßlicheii Königin Luise, fo daß / also d'e Eltern dieses Geschmristcrpaarcs: , der Herzog Karl II. Ludwio Friedrich von Mecklenbiirg-strelitz, gestorben 1816, und seine Hesfen-Darmstädtische Gemahlin, auf den beiderfeittgen Mnen tafeln des hohen Brautpaares, und zwar wiederholt, zu finden «ud Tamit luängt-dann aber endlich auch eme starke Bin Mischung Hessen Darmstädtischen. M'ites in beiden Ahnenbtteln ^ilsarnmen, unter der der weltgetthichtlick'e Reichs-General-Feld marschall: Prinz Georg Willem von He-sen-Darinstadt, gestorben 1782 mit seiner Gemahlin aus dem Saufe Lemingen fWar- Ouife' Albertine von Leiningen-Dagsbura-He'desbnnil, beinnbrr' bervorgehoben werden mag. Tast auch der Herzog. Fried'n- Euaeii von Wüttteniberg. gestorben 1797, der mit inner G mahlin Friederike Dorothee Sophie von Brandenburg-Schwed auf den Mnentweln fast aller regierender Hauvter Europas beiderseits nicht fehlt, interessiert mehr den Fachmann

Enge Verschwägerung und Dlut^venvandtschaft verbinden so­mit dos hohe Brautlxrar, doch nicht zu enge Gememfamke' des Blutes! Möge aus dieser Verbindung nur Gluck erblühen wie der Engel der Versöhimng unb des Friedens über fie die

hingen zurück, nachdem bei T' chataIb l di a bie

dcr Türken auf bcr ganzen Linie z uru^Q cf^Iag wvr^n raren, ausgenommen a ut bem a Utz c r ft en r c wten Flügel, wo die Truppen bem Urewgeuer- bei^turftichen ^cknffe im Marmarameer und im Gotte von Bueiukftchekmechchc cmsgeietzt raren. Die-Verluste der .Bulgaren ftnb unbedeutend. Dre tür­kischen Verluste sollen groß fein. ~

Bor Bulair verschanzen nd) die bidganito

ihren Stellungen Der Feind lietz nch gciterni nicht blickcw Tie Bulgaren säuberten das Schlachtteld von den Leichen der ge­fallenen Türken, bereu Zahl sich auf fünf* bis sechstausend Mann und l u n f zi g ft i zi er e be­läuft. Tie türkischen Kreuzer b c > ch o s) e ng e ft c r n den ganzen Tag b ic linke Flanf c der BuIgatcn, >a6ei wurde ein Mann getötet, einer leicht vettetzt. Die turn scheu Truppen, die am 8. und 9. <yebruar 6« Lcharkoi gelandtt waren wurden von den Bulgaren emgeichlonen und »ogen sich von einer Panik ergriffen, überstürzt und in Uiw

Meeresufer zurück, wo sic unter dem Schutze der ^chiftsgeichutzL die Transportschiffe erreichten. Die bulgarische Infanterie gab auf den Feind ununterbrochen heftige ^alveu ab, wodurch iie den Türken große Verluste ZuN^tc ^pie 'G-ebirgsarttllerie bei der rechten Kolonne zeichnete sich hierbei^dadurch auZ, daß ste kühn vorrückte und die Türken durch ^chrapnellstwer medrr- schmetterte. Tic bulgarischen Verluste betragen mcht mehr als etwa 100 Tote und Verwundete.

Line Hiobspost für die Montenegriner.

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stellung zu der Regierung. , t w

Bei einer Aussprache über die Änfrage des Wg. Wolf- Stadecken über die Geschäftsführung der hessischen Land­wirtschaftskammer machte der Fragesteller einen kleinen Ausfall gegen die Fortschrittliche VotkSpartei, der uövr von dem Ab-g. Reh abgeschlagen wurde. Zm übrigen ging man mit den Kräften sparsam um und schonte sich für die morgen beginnende Etatsberatung, die als einziger Punkt auf der Tagesordnung stehen wird.

und Tilsit in bem Saale des Swtels Germania cingcfunben Sudermann im Spitzbart, eine ivcistc Elnysantheiue im Kiwpsloch seines Frackes saß auf der hochgebauten Dubnc inmitten einer behäbigen Plüschsalongarnitur Xmb las die NovelleFröhliche Lern aus seiner letzten Sammlung, die Einakter ..Fnitzchen" undMe lerne Prinzessin". Sudermann ist fein Bortragskunftler, tem Virtuose des Spi'echens und ber Mimik. Mer es lebt eine herzerfrischende ehrliche Kraft in feinem Vortrag. Mit einfachen sprachlichen Mitteln versteht er vortrefflich zu charakterisieren. Kräftige Handbewcgunqen betonen, Wenns nottut die Worte. >Ni der AuSsprach,' namentlid) des au-Lautes verrät sich der Ost- preußc. Ostprellße ist ei' auch ganz in feiner reckenhaften Er­iche i nun g, und die Freirde über den Aufenthalt in feiner Jitamuften Heimat und bei seiner Mutter leuchtet ihm aus den Augeil, wie er nach Beendigung feiner Vorträge für den rauschenden Skifall dankt und von der Bühne steigt, um den vielen alten und jungen Freundinnen seiner Btutter die Hand zu küssen und mit Freunden und Bekannten zu plaudern.

Ein neu cd Leuchtgeschoß, das für die Praxis schuftige Wirkungen mnvricht, ist, wie derSchiffbau" mitteüt, in den 'Kruppschen Werkstätten geschaffen worden Bei dem neuen Geschosse sind mehrere Leuchtkörper in einer gemeinsamen Hülse eingeschlossen. Nach einer bestimmten Flugdauer des Geschosses werden sie durch die Entzündung einer Pulverladung ansgeftoßcn. <^cj ber Benutzung des Ltmchtgiffclwsses wird der Zeitzünder io ein- gcfteUt. das- die Ladung sich erst entzündet, mciui das Geschoß auf feiner Flugbahn die absteigende Linie erreicht hat. Bei bem Frei- merben der Lciichtzkörpcr eiufaltct sich unter^ber Eimvirkung des <ftiftwiderstandes ein an ihnen befestigter Fallschirm und jeder ^enchtkörper schwebt nun, indes' die Leuchtmasse abbrennt, langsam

bete geschätzt.

Am 9. Februar griffen die Türken die bulgarischen Stellungen in der Nähe der Mündung des Flusses K a w a k an. Der Kampf dauerte bis 1 Uhr nachts. Tie bulgarischen Streitkräfte werden auf 8000 bis 10000 Mann geschätzt. Es gelang den Türken, den Kawak zu überschreiten und nach Klemantini vorzurücken. Die türkischen Truppen be- _ .

setzten Mvriophito und rückten dann bis Kechan vor, das ganze Reihe kleinerer Anträge, Ansragen und Vorstellungen sie ebenfalls besetzten. Türkische Patrouillen gelangten ^rrde glatt erledigt, und zu Ansspracheii kam es eigentlich schon bis Mnradli. Bevor die Türken in der Gegend nur bei der Vorstellung der Zündhotzschachtelmacher^und von Examilo diesen Erfolg errangen, erlitten sie eine Heilte bet dem Anträge Ulrich und Genossen, der bessere ^hr- Schlappe und mußten sich bis Bulair zurückziehen, konnten gc.egenheiten für die in Frankfurt a. M. beschastigten aber dann das verlorene Terrain wiedergewinnen und er- Bauarbeiter iatus Groß-Zimmern, Dieburg, Munster usw. i heblich vorrücken. Nach anderen bisher nicht amtlich ver­öffentlichten Nachrichten wichen die Bulgaren bis in die Nähe von Mhriophito zurück. Die Türken machten zahlreiche Gefangene, man spricht von 1800, von denen 600 verwundet sein sollen Die Regierung übersandte heute dem Kommandanten ein Tele­gramm, mit dem sie ihn zu den Erfolgen beglückwünscht, wodurch die Sttmmung der Truppen sehr gehoben sei.

Konstantinopel, 11. Febr. Eine amtliche Mit­teilung des Kriegs rnini st eriums besagt: L>cit vor­gestern ist auf bem rechten Flügel Tschatalbschas keine Veranbcrung I eingetreten. Dieser trieb ben Feinb in der Richtung aut Akalan zurück. Bei dem Angriff einer aus Freiwilligen bes linken I türkischen Flügels bestehenden Erkunbigungsabteilung erlitt ber Feinb ciftc Niederlage. Die Erkunbigungsabteilung drang in Tsckataldscha ein und besetzte die Stabt. Der Feind räumte bic Höben von Buluk, die Tschataldscha im Westen beherrschen. Die türkischen Streftkräfte, die sich in Papas Burgas fefttetzteu, § nahmen auch bie westlich Papas Burgas gelegenen Hohenkamme. Nur zehn Bulgaren konnten sich retten. Die türkttche Kavallerie besetzte Bogados. Die Bulgaren ziehen sich westlich zuruck

Eine amtliche Meldung besagt: Tie G r i c ch c n unternahmen am 3. Februar einen neuen erfolglosen A n grif sauf Iania, fie mußten sich zurückziehen. An der Norb- front ist keine Aenbcrung zu verzeichnen. .

Zu B u l a i r herrschte gestern Ruhe. Sieben ober acht grie­chische Scküffe bennben sich an ber Küste von I mb ros. Zwei

Türkische und bulgarische Siegesmeldungen.

Die bulgarische Heeresbiplvmatte ist gereiz-t. Wenn man die ttirkischen mit den bulgarischen Meldungen ver­gleicht, kommt man zu der Meinung, daß es den Türken mindestens nicht schlecht gehe. Die Türken haben Vorteile errungen, und ivenit eS wahr ist, daß fie über neue Trnppen- verstäickungen verftigen, die noch rechtzeitig auf dm Kriegs- schanplatz gebracht werden können, versteht man den bul­garischen Ölrimm. Allekategorischen" Erklärungen au. Sofia können nichts daran ändern, daß es mit dem an- gekündigten bulgarischen Siegesz>uge einstweilen nichts ist.

Türkische Siegesmeldungen.

K o n st a n t i n o p e l, 10. Febr. (8 llhr 30 Min. abends). lDie Abendblätter berichten von großen türki­schen Erfolgen bett Janina. Essad Pafcha soll dort erneu Scheinrückzug gemacht haben. Tie Griechen hätten darauf den türkischen Flügel angegriffen, welcher den Griechen eine furchtbareNiederlage beigebracht habe. Beim Rückzug sollen 1800 Griechen unter dem Feuer des Forts Bisani getötet worden

Die wiedereröffnete zweite Kammer.

bs. Dar m st a d t, 11. Febr.

Die erste Sitzung der wieder eröffneten Zweiten Kam­mer (siehe Sitzungsberichts verlief in aller Stille. Eine ganze Reihe kleinerer Anträge, Anfragen und Vorstellung imrrbr .nTotf erfehiat. und zu Aussprachen kam es eigentli

Kurze Nachrichten aus Sun ft unb Wissen- [(haft An Stelle des verstorbenen Präsidenten Prof. Dr Mischler tvurbe der Minister a. D. Honorarprofessor für politttck'e Öckonornie an der Wiener Universität Geheime Rat rr Robert Mever mit ber Leitung ber statistischen Zentralkommusion da­selbst betraut. - E i n weiblicher E h e f a r z t. Zur Leite rin ber Augenabtttlung ber Charike.'-Poliklniik m Budapest lvurde Fräulein Dr. med. Bella Gliury berufen.