r Vereinfachililg- rfitz des StaatsminijA- ib. Eine offizielle Aii- :r Sitzung wird moc den.
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Ä"°n«g° !„ U », zu bl-liiflen in M «Ä ®',lM Nach Abschluß di' le» die am Monlaa Erklärungen von de" lagen unv die Aah- -n- Uebee einen Fest. /Werungsjchl^mz lchluß gesüßt.
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y Reichstags {an- ' n statt, die größlep? - sich neben der Sieb lndgetausschusses über rung einer GrundlaZ, •en Leckungsvorlagen unbigung der Bürger en der Erbanfall- ‘r Regierung, die dm e umher.
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csung des Wehr, er Woche erledigen ß soll der Reichstag i: e keine Sitzungen A m Plenum der 'M tverben.
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Provinz Pofn Zroesike in der 3^ ts haben die Wta troa ninb 8 M Volkstum geivow rn amiliennamcii, $tnM1 mschende lschoftsminilk«^ igten Srfahms MM, itijicrung e^r reiM. TeutschengrKmiib '(fielt unb nur 42m i»n 'feniitHiv M~eu*! 'l1. preulW.711^'; 'Problem md>: rrM1 Mtige WM*cr
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Aus Stadt und Cau^
Gießen, 12. Juni 1913.
•• Ordensverleihung. Der Gro ßherzog hat dem Vorstandsmitglied dos Spar- und Vorschnßvcrcins zu Bad-Nanheim Hartmann Stoll das Ritterkreuz 2. Klasse bc5 Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
*:ic Tie hessische Vereinigung für Volks - 7unde l)ält Lonntcrg, 22. Juni, nachmittags von 3» Uhr an, ihre diesjährige vauptverlammlung. An die eigen t lrche Mitgliederversammlung schließt sich um 4 Uhr ein »ertrag des Prof. Dr. Reis von Mainz über hessische M u n d a r t e n und M u n d a r t e n d i d) t u 11 a der auch Nichtmitgliedern zugänglich und bei der zunehmenden Wertschät-ung des Tialektes sicherlich große Beachtung finden irirt. Eine besondere lleberraschung aber soll die Tagung beschließen. Um 6 Uhr nachmittags be ginnt im groben Saale von Steins Garten die A u f f ü h r 11 n g eines Oden Wälder Volks st ückes: Tas M ü l l e r l i e s e l von Amorbach, durch Mitglieder des Gesangvereins „Eintracht" in Klein Linden. Ter Eintritt wird Mitgliedern und deren Angehörigen gegen Zahl i:ig von je 30 Pfg. ermöglicht. Richtmitglieder zahlen das Tappelte. Wer sich an hessischem Volksleben und hessischen Redensarten erfreuen will, wer dabei Zeuge sein will, wie cs zuweilen beim Handschläge, oder bei der Hochzeit auf dem Lande hergeht, dem kann der Besuch dieses Stückes, das zudem äußerst unterhaltend ist, nicht dringend genug empfohlen werden. Der Vorverkauf der Eintrittskarten smdct durch die Musikalienl>andlung von Ehatlier in Gießen statt.
"Das Hauptsteueramt Gießen teilt uns mit, bas; ans Anlaß des 25jährigen RegiernngsjudilänniS beS Kaisers seine Di en st räume am M 0 ntag, 16. l. Mts. geschlossen sinb.
** 1 7 0 0 Warf s i n b für die Ermittelung eines Raubmörders auSgefctzt, ber in Hannover einen Kauf- mannslehrlina ermorbch und oab.i 231 Mt. raubte. Ter Tater, der am Mittwoch den 2X. Mai 1913, zwischen 1 11 uno II Ul;r vormittags, im Hanse Schillerstraße 20, 3 Treppen, den 13 Jahre alten Kausmannslöhrling ^Haiis Steins durch einen Schliß in ■ den .\torf mittelst einer Selbstladepistole «Browning-, Mauser Pistole- von 6,35 Millimeter getötet und um ungefähr 231 Mark beraubt hat, ilt trott eingehender Nachorschungen bisher nicht ermittelt worden. Tie in der Bekanntmachung vom 28. Mai J913 gegebene Beschreibung des Täters und seiner SUeioung ist, ipie folgt, zu beridtigen und zu ergänzen. Alter: zirka 25 Jahre: Gestalt: schlank bis mittelkräftig: Größe: 1,72 bis 1,7.5 Meter: Augen: braun : Gesich': voll (geriinbcie Backen); Gesichtsfarbe: srisd', und gesuild: Gesichtsausdruä: vfseu und freundlich: Schnurrbart: mittelstark, vielleicht etwas gestutzt, bloud. Bekleidung: hellgrauer bis mittelgrauer, menig getragener Anzug, dessen Stoss rin wenig ausgesprochenes Muster bat, einreihig, offengetragenes Jackett, neuer brauner, weicher Jilchul, der in der Mitte der Länge 11 ad) eingebrüdt ist, schwarze Stiefel. Ter dunkelbraune jbanbftcrf des Täters hatte einen nicht näher sestgestellteu Griff.' Der Marne „Zoll", den der Täter bei der etwa eine Stunde vor der Tat adgesd lossenen Miete des Zimmers für seinen Stuber, den er als Poilaijistent bezeichnete, sich beilegte, ist möglicherweise seinem Belanntenlreise entlehnt. Ter Täler hat vermutlich die Auszahlung des seinem Opfer später geraubten Geldes im Schalter- raum des hiesigett Poßschedamtes beobad>tet und Steins unter einem Vorwande in das Zimmer gelockt. Tie AuSl>ändigung des Geldes an Steins ist zwischen 10 uitb 10' \ Uhr vormittags im Postscheckamt erfolgt. Sck.on kurz vor dieser Zeit hat der | vermutliche Täter einen Zeugen nad dessen Angabe an der dem Postsdreckanit gegeniiberliegenden Sd.mucianlagc zur Begleitung
I nach dem Hause Sä illcrstraße 20 und zu einer Besorgung gegen ent Trinkgeld zu veranlassen gesucht. Etwa eine halbe Stunde später will dieser Zeuge den Täter zusammen mit Steins vorn Äusl August Platz her bie Schillerstraße haben entlang gehen >kMu. Mit dem Gelbe ist auch das Portemonnaie geraubt, in iflij Steins das Geld bei sich hatte. Es ist ein Lederporlemonnaie, auf dem fünf Weinblätter und zwei Weintrauben an einer Ranke fiugepref’t sind. Tie braune Farbe des Leders ist burch den Cicbraud) bunkel, fast schwarz geworden, das Leder ist abgegriffen. 2a5 Portemonnaie (Größe 5:8 Zentimeter) hat vier Fächer und dunkel gewordenen Ni ilvcrschlnß. Tie Herbcifckaffung dieses, von dem Täter höchstwahrscheinlieh fortgeworfenen, Portemonnaies 1 ist im Hinblick auf den etwaigen Fundort von großer Bedeutung. V 2s ergeht hiermit nochmals an ledermauu, der Angaben zur I Ermittelung des Täters machen kann, die Aufforderung, solche I unverzüglich der Innigen Kriminalpolizei zu melden. Für die I Angaben solcher Tatsachen, die zur Ermittelung des Täters führen, I hat der Herr Regierungspräsident in Hannover die bereits in I vöhe von 500 Mark ausgesetzte Belohnung auf 1000 Mark er al. Bei Mitwirluug mehrerer bleibt die Verteilung der Be nmg dem Regierungspräsidenten unter Ausschluß des Rechts- F iveges Vorbehalten. Außerdem hat die geschädigte Firma Gebe | Greiser, Hannover, eine Belohnuttg von 200 Mark unter gleichen I Bedingungm ausgesetzt.
Kreis Alsfeld.
? Alsfeld, 10. Juni. (8 t n b t v c r 0 r b n e t e n f i h u u g.) L "tuweseub: yingcrinciftcr Dr. Völling als Vorsitzender, Beiaeorb- I ncter Weitz, sowie zehn Stabtoorstanbsinitglieber. Vor Beginn der I Sitzung teilt ber Vorsitzende ein Schreiben des Kreisaints Alsfeld ■ mit, worin es seinen Tank für den von der Stabt zur Vlldnng eines Kreis ob st- und 6) a r t e n b a n v e r e i n s bewilligten I Beitrag von 50 Alk. anssvricht uitb initlcilt, baß die vom Stadl» F povftanb hieran geknüpfte Bedingung, daß ber Obstbautechniker bte I 'achmännische Beauinchtigung ber stöbiischen Obstanlagen über- [ nimmt, genehmigt worden sei. Ebenso wird ein Dankschreiben des I Laudwn-tschastskammer-Ausschnsses zu blieben für bie Bereitstellmtg und Einrichtung des Viehmarktplatzes und bie Mitwirkung ber 'tädtischen Beamten bei ber Durchführung ber Zuchtviehauktion am | 30. Mai mitgeteilt. Weiler teilt ber Vorsitzenbe mit, daß bie k Ei s e n b a h n b a u a b t e i l u n g A l s s e l d von dem Anerbieten | desSlabtvorstanbcs, den Anbau des alten Bollsschulgebäubes . |u B u r e a u r ä u in e n zur Verfügung zu stellen, abiehe, da ihr I mit Rücksicht auf bie Entfernung eine Kontrolle des bort tätigen I Personals nahezu unmöglich sei' unb bie Einrichtung und Unter [ Imltung ber Räume, sowie bie Herstellung eines Fernsprech-An- - I.HIusses bem Mietpreis von Räumen in unmittelbarer Räbe ber Aauabteilung aleichkärne. Tie Bauabteilung werde für die Unter- W dringimg des Personals selbst Räume anmieten. Weiler wirb mit- ■ geteilt, daß das Finanzministerium bie G eneb in 1 gun g zu bem 0111 28. März abgehaltenen lanbespolizeilichen Prüfimgstermin des obg e ä n d e r t en Bahnhossvrojektes erteilt habe unter der Bebingung, das; u. a. die bem Bürgermeister ber Stadt Als- leib von den Vertretern ber Eisenbahnverwaltung gemachte Zusage bezüglich der Herstellung einer Wegunterführung an ber ‘Marburger Straße erfüllt wirb. Zu bem (tzesuch ber l a n b m. 8J i n t e r s ch u l c um Abgabe von elektrischem Strom $u e iter Dresch anlage auf ihrem Versuchsfeld bat Beig. Weitz Erhebungen angestellt' und unterbreitet folgenden Vorschlag: Die ctabt Alsfeld stellt die Starkstromleitung auf ihre Kosten her, die Gesuchstellerin verzinst die nach seiner Berechnung auf etwa 2500 Mk.
V sich beziffernden Anlagekosten dauernd mit 5%, sie zahlt die für ■ Irdftftvom zu entrichtende Taxe und bat sich zu verpflichten, nur 0111 Tage zu dreschen, letzteres mit Rücksicht auf bie an die fragliche Leitung a'ngeschloffenen Lichtabnehmer. Nach emgehenben Er- | ivLgungen'bes Stabtvorstanbes besonbers bes Gemeinberats Bücking, dcr die in'Aussicht stehende lleberlanbzentrale ins Feld führt, wird ue Angelegenheit dem Elektrizitätswerksousschnsseziir Prüfung iiber= ui den' - Tas Gesuch des prakt. Arztes Dr. Rothschild wegen Genehmigung zur Uebevbrüdimg der Liederbach vor seinem in ber ^licllengapc erbauten Wohnhause wirb mit einer kleinen Bebingung kki-iehmigt, desgleichen ein Gesuch um Pachtnachlaß. - Tie Firma
L. Wallach hat um Erteilung ber GastwirlfchaflS- k 0 nzessi 0 n für ein in ber neuen Bichnhofszufuhrstraße zu errichtendes Gebäude anstelle des durch bie Straße in Wegfall kommenden fogen. „Alten Brauhauses- nachgesncht. Hierzu ist eine Eingabe des Gastivirtevereins Alsfeld und Umgegend eingegangen, die Beigeordneter Weitz - Bürgermeister Dr Volsmg nimmt als Kieisausschußmitglied an der Beratung dieses Punktes nicht teil - verlieft Ter Gastwirteoerem bittet den Gememderat, die Bednrf- mslrage zu verneinen, da in Alsfeld genügend Wirtschaften - etiva 50 an bei Zahl - beständen und da es sich nicht um den Eingang einer gutgehenden Wirtschaft handele. Kem Wirt in Alöield könne sagen, daß seine Wirtichaft gut ginge, insbesondere die nicht, bie ausschließlich Wirtschaft betreiben. Es sei an ber Zeit und nn vorliegenden Falle dringend erforderlich, daß mit Erteilung von Wirtschaftskonzessionen Schliiß gemacht werde. Ter Stadtvorstand verschließt sich nicht ber Ansicht, daß ein tatsächliches Bedürfnis Alt einer neuen Wirtschaft nicht vorhanden ist, vertritt jedoch seinen grundsätzlichen Standvmikt, das Gewerbe zu fördern, d. h. der Geiverbefreiheit ihren Latif zu lassen nut) bejaht die Bcdürfnis- frage. — Ter z. Z. im Konkurs befindliche ehemalige Kinemaot- gravhenbesitzer Emil Martin II beabsichtigt, das Kineinatographen- Theatcr pachtiveise zu übeiuehiiien und hat um Abgabe von eleftr. Strom nachgesiicbt. Der Vorsitzende teilt dazu mit, daß er Martin veZvrochen habe, wieder Strom znznführen, ivenn er 1) bie ber Stabt burch semen Konkurs verloren aegaiigeiien 348 Al. ersetze, 2) eine Bürgschaft hinterlege und den Strom ivöchentlich bezahle. Der Vorsitzende vertritt diesen Standpunkt in ber Sitzung. Gemeinberat Bücking ist ber Ansicht, daß man in bas schwebende Konkursverfahren nicht eingreifen könne, hingegen sei er dafür, daß man Martin bei Gründung einer neuen Existenz nicht hinder lid) sei. Er beantragt die Hinterlegung einer 100 M. betragenden Kaution und allivöchentliche Negiilierimg des Stromgeldes. Ter Antrag wird mit Stimmengleichheit abgefeimt. Hierauf wird auf Antrag des Vorsitzenden angenommen, die Angelegenheit dein ElektrizitätSwerksansschnß jur Prüfung zu überweisen. — Tie Prüf'ling von Blitzableitern von Privaten durch städtische Angestellte soll künftig nicht mehr ftattfinben. - Beschlossen wird, von der Firma E B. König in Slltoim einen R a u ch s ch u tz - A p p a r a t für die freiwillige Feuerwehr anzilschasseu. — Ter Vertrag mit dem V 0 l f f i n t> c r g a r t c 11 wegen der ihm im alten Volksschnl- gel'äude üherlassenen Räume ivirb nunmehr ciibgültig genehmigt unb ber über bie erstmalige Herrichtung ber Räume vorgelegte Voranschlag in Höhe von 1100 9)L zur Ausführung beschlossen.
Ruppertenrod, 11. Juni. In diesem Jahre sind c5 3 5 Jahre, daß der Gemeindcrechncr Hch. Philippi sein Amt angetreten hat. Mit Gewissenhaftigkeit und Trettc hat er sein Amt geführt. Die Kassenprüfitngen ergaben für ihn stets bie Anerkennung der Behörde.
Hesfcn-Naffau.
— Bad Hom bürg u. d. H., 11. Juni. Beim Spielen rannte gestern abend der 10jährige Schüler Diel gegen einen Straßenbahnwagen, der ihn erfaßte und auf der Stelle tötete.
Lnn^wirtscbcAft.
x Ruppertenrod, 11. Juni. Tie Aussichten unserer Landwirte sind nach jeder Richtuiig vortrefflich, dagegen die für die Finke r schlecht. Während der RavZbliue ivnrdeil die 't-ölker 14 Tage durch Wettersturz zur Untätigkeit gebracht. Die gleiche Erscheinung trat während der Avfelblüte auf, unb jetzt wiederholt sich zum britlenmale das Vorkommnis beim Blüheir des ivcißcn Klees und bei Wiesenblumen. Ta kann eine gute Houig» ernte nicht gebeihen
§ V 0 m öorbere» Vogelsberg, 11. Inni. Das Gras ist icif zur Heuernte. 91 ber bie Witterung läßt ben Grasschnitt nicht zu. Em solcher Graswuchs, wie ihn bie Wiesen zeigen, gehört zu ben Ausnahmen. Selbst bie trockenen Felbwiesen iveisen einen vortrefflichen Grasbestanb auf, besonders auch dichten Steinklee. Die Grasversieigcrnngen bringen niedrige Preise, weil überall nutterüberfluB vorhanden ist. Die imfreuviHige Bluse in der He>i- ernte benutzen die Landwirte zum Setzen der Hackvflanzen. Hierfür ist allerdings bas Wetter sehr geeignet. Nur sehleu in vielen Ge° meinben bie Setzpslanzen. besonbers Gemüse- unb Krautpslanzen. Vieri» sinbet ein lebhafter Austausch stall. Tie jungen Pflanzen sinb von ben Erbflöhcn sehr geschädigt worben. In ber Annahme, daß bas naßkalte Frühjahr bas Ungezieser vernichtet, hat man sich getäuscht.
— Ausstellung b e r V e r k a u s 5 - V e r e i n i g u n g für S t i ck st 0 s f b ü n g c r in Straßburg 1913. Immer mehr bringt bei ben Landwirten die Erkenntnis burd), baß sie im Kalk- slickstoss ein Stickstoffdnngemiltel besitzen, bas an Wirkung ben üb» riacn o.leichkommt und im Preif'e aber ben anberen stickstoffhaltigen Dünaemilteln geqenüber erheblich znrückbleibt. Ein Beweis hierfür sinb die von Jahr zu Jahr gewaltig steigenden Llbsatzziffern. Tie Vertaiifs-Vereiingimg für Stickstoffdünger, Berlm-81V. 11, läßt es nicht an der nöti en Anfklärimg unter den Landwirten fehlen, ,vas der fachgemäß amgebauic Stand in ber Erzengnishasie der bie§- jäbriqen Wanberschau der Deutschen Landwirtschafts-Gesestschaft in Straßburg beivciü. Aus ben verfchicbenftcn Gegeuben Teutsch- lanbs war Material von Düngungsversiicheu vertreten, an benen der Landwirt die dnugeude Wirkung des Kalkstickstoffes schlagend bewiesen sah. 9luss:iche von Roggen-, Weizen» unb Haferselbern und Wiesen reihten sich aneinander, wobei besonders Elsaß- Lothringen nnb bie angrenzenben Gebiete eine 63rnvpc für sich bildeten, die im Hintergrnnbe burch ein Kunstgemälde, das eine Scbwarzwald-Landschaft darstellt, abgeschlossen wurde. Staubgläser unb Photogravhien bemonstrieren bie Erträge von verschiedenen TüngnngSverjuchen, wie auch der Besncher der Ausstellung bas Rohmaterial, sowie bas Produkt selbst einer Betrachtung unterziehen konnte.
Universitäts-NaeHrrchten.
Am Mittwoch mittag sand in ber Berliner Charite im Hörsaaie ber Ersten mebizinischen Klinik bie Enthüllung bes Denkmals bes Geheimen Rats v. Leyben statt. Anwesend waren 11. a. Vertreter ber Ministerien des Innern unb des Kultus. Tie Festrede hielt Professor Lllbert Fränkel.
— Tie Universität Heidelberg zählt im laufenden Sommerhalbjahr 2617 Studierende. Hierzu kommen 175 Hörer (Hospitanten).
— Tein Professor für Naturwissenschaften an der Großherzogi. Sächs. Forstakademie zn Eisenach Dr. Walther Migu la ist der Titel „Hofraf verliehen worden.
— Dem Projektor am Stadtkrankenhause Johannstadt zu Dresden Dr. med. Paul Rudolf Geipel ist der Proieffortitel verliehe» worden. Dr. Geipel war früher Assistent bei Professor B 0 st r 0 c in in 63 ieße n.
Arbeiterbewegung.
Schutz gegen die wirtschaftlichen Folgen von Ausständen. Ter „Arbeitgeberverband der Edel- unb Un- cbclmetaninbuftrii' und verw. Hilfsgeschäfte zu Schwäbisch-Gmünd" und der „Arbeitgeberverband der Holzimporteure unb Holz- inbuftriellcn im Hafen zu Tüsselborf" haben sich, um ihren Mitgliedern bei Streiks unb Aussperrungen eine feste und ausreichende Entschädigung zu sichern, bem Deutschen Inbustrieschutzverbanb Sitz Dresben> angeschlofscn.
Sport»
= Bad-Nauheim. Das Hockevs Piel, das in England schon seit Jahren zu den beliebtesten Rasensportspielen gehört, ljat nun auch bei uns in Teutschtaiid festen Fuß gefaßt. Viele Turnvereine in ben größeren Städten haben es in ihr Programm aufgenommen ober es bestehen Hockch-Klubs, deren Mitglieder dem gesunden BewegungSspiel mit Begeisterung obliegen. Bereits im vorigen Jahre hatte die Bade- und Kurver
waltung auf ihrem Golfplatz ein H 0 ckev Dettfpiel veranstaltet, daß allseitig das größte Interesse erregte. Deshalb ist für den nächsten Sonntag, den 15. Juni, »hebet ein Wettspiel an gesetzt, und zwar wird es sich um einen Kampf zwischen dem Deutschen Hocken m 111 b Hannover und dem Fra n I f u r t e r Turnverein 1860 handeln, der sich zweifellos äußerst intcreffant gestatten nnrb.
- 28. Mainzer Ruder Regatta. Am nächsten Samstag und Sonntag findet, wie schon mttgeteitt, auf der alten Mainzer Rennstrecke, Weifenauer Zcmentfabrik-Eifenbahn- brücke, die große Regatta des Mainzer Ruder Vereins statt. Am Samstag kommen 9, am Sonntag 10 Rennen zum Austrag. Glicht weniger als 95 Rennboote werden ihre Kräfte mitetnanbev messen.
Handel nnd Oerkel-r,
T i e erste B I i n d e n g e n v f 1 c n f d a ft in Deutschland.
Heilbronn, 8. Juni Tas Neueste auf bem Gebüre ber modernen Blindenfürsorge ist die vom Württernbergifchen Blinden verein ir. V.) kützlid» gegründete „Blindengenoffenfck-aft, c. G. in. H zum Ein und^Veriaui fiir blinde Wiverbetreibende Württembergs", die ihren Sitz in Heilbronn a. R. tat. Das eigenartige Unternehmen, das burd) beträd tlid.? Zuschüsse des Württem bergifd^n Blinbenvereins gestützt wird, stellt den ersten Versuch dieser Art in ganz Deutschland dar. Tie unter so außerordentlich ungünstigen Verhältnissen nur ihre nürifdnftlidM’ Selbständigkeit kämpfenden blinden Hanowertvr sollen bind’ ben genossenschaftlichen Zusammenschluß in ihrer ^Erwerbsfähigkeit unb Archeits- fuubigleit gefördert werden, ohne daß in ihnen das meberbrii f-mbe Bewußtsein des Almosenempfangens gcivf ft ivirb. Tie Gesdüfts- ftthrung ber Blindengenofscnfchaft liegt in ben Händen eines blinden und zweier sehenden Vorstaiiosmitgliedcr Ter .ckufsidüsrat besteht aus zwei Blinden und zwei 2el>?ndcn. lieber 70 blinde Handwerfer haben sich bereits ber Genossenschaft angcsdhoffen, bereu Gefckxrftsbetrieb fick» insbcsonbere auf die Bürstenrnacherri, Korbmad-eeri, Seilerei, Stuhlfled terei und fvciblid-e Hantarbritcn erstreckt.
*
Tie K 0 hl en pro b u kti 0 n in Hessen. Die monatliche Statistik ber Kohlenprobuktion Hessens foeist 11 ad) ber „Tarmst. Ztg." für ben Monat Mai 1913 folgende Zahlen nad): An Rohbraunkohlen wurden gefördert 37113 T., verkauft 2784 T. Der größte Teil der Rohkohle wurde weiter verarbeitet oder war zur weiteren Verarbeitung bestimmt, dlus den verarbeiteten Rohkohlen wurden erzeugt 1795 T. Braunkohlenbriketts unb 3286 T. Naßpreßsteine. Unter Berücksichtigung ber auS Vormonaten übernommenen Bestände, sofvie des Absatzes und Selbstverbrauchs blieben absatzfähig 229 T. Rohkohlen, 299 T. Briketts unb 3959 T. Naßpreßsteine, zusammen 4487 T. Braunkohlen unb Braunkohlenprobukte, im Gesamtwert von 49 700 Mark.
Heibelverg, 11. Juni. Der hier tagenbe Raiffeisen- verbanb, beit auch bie lanbw. Zentralbarlehnskasse angehört, beschloß hcnte gegen bie Stimmen ber 180 Posener bas Grnnb - kapital bieser Kasse nicht nur wie es bie Verwaltung empfohlen hat, um eine Million, sonbern um 5 Millionen auf 15 Millionen zn erhöhen.
märtte.
FC. Wiesbaden. Vieh Hof-Marktbericht vom 11. Juni. Auftrieb: Rinder 29 (Ochsen 10, Bullen 5, Kühe 14), Kälber 223, Schale 00, Schweine 387.
Geschäft mittel. Preise für 100 Pfd.
Lebend- Schlacht- Ochsen. gewicht
Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- Mk. Mk.
ivertes im Alter von 4-7 Jahren .... 52—56 91-98 Tie noch nicht gezoaen haben umaejodne) . . 51—55 90 — 97 Jnnge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere
ausgemästete 46—50 81—88
Bullen.
Vollsleischige, ansgew., Höchsten ScHlacHtw. . . 49—52 82—88 Vollfleischige, jüngere 44—48 74—82
Färsen, K n h e.
Vollfleischige anSgemästete Färsen höchsten
Sd)lad)tiucrie§ 51—65 91—98
Vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten
Schlachtwertes bis zn 7 Jahren .... 42—48 78—85
Acltere ausgemäsiete Kühe und ivenig gut ent-
ivickelte jüngere Kühe 45—49 83—91 Mäßig genährte Kühe unb Färsen 37—41 68—76
Gering genährte Kühe unb Färsen .... 30—35 60—68 Kälber.
Feinste Mastkälber 64—67 107—112
Mittlere Blast- unb beste Sangkälber .... 58—63 97—105 Geringere Blast- nnd gute Saugkälber . . . 53—57 88—95 Geringere Sangkälber 46—52 78—88 Schaf e.
Meibemaslschafe:
Mastlämmer unb Blasthammel .... 47.00-00,00 98—00 Schweine.
Dollfleischtge Schweine von 80—100 kg Sebenb»
gewicht * . . . . 52-54 67-69
Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebenbge,vicht 51‘/2-53 66—68 Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebenb
ge wicht 537,-55 67—69 Vollfleischige Schweine von 120—150 kg Sebenb-
gewicht 52-537, 65-66
Fettschweine über 150 kg Lebendgewicht . 50-51 " 63—64
Limburg a. d. Lahn, 11. Juni. Frucht markt. Durchschnittspreis vro Bialter. Noler Weizen (naffanischer) 17,50 Mk., weißer Weizen (angebaute Fremdsorten) 17,00 Bit, Korn 12,80 Mk^ Gerste: nuitergerfte 10,50 Dlk., Braiigerste 0,00 —0.00 -BIC., Hafer 7,00-8,50 Mk., Erbsen 0,00 Mk^ Kartoffeln Mk. 4,00-0,00 Bik.
C3tECto A.cIASNdATZI A.(3. DRESDEN* GRÖSSTE DEUTSCHE c igahettenfabrik


