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11.11.1913 Erstes Blatt
 
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), Homberg 35), innigen (25^ Lauterbaä) 100 , Nidda

in 2 Gemeinden Gemeinde 6 Mk. auch Gießen.

2381, in Mainz Offenbach mit

Generaldirektor der Schlesischen Aktien-Gesellschaft für Berg­bau und Zinkhüttenbetrieb Remy in Lipine, der General­direktor der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg Geh. Bau­rat v. Rieppel, der Vorsitzende des Direktoriums der Hohenlohewerte Schalterbrand sowie die Geheimen Kommerzienräte Schott in Heidelberg, Weber in Gera und v. Wiedemann in Stuttgart.

Tie Aufgabe dieses Ausschusses wird sein, die bisherige Entwickelung der Grundsätze und Methoden für die Rüftungslieserungen an Heer und Marine in ihrem Zu­sammenhang mit der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicke­lung darzulegen und die Zweckmäßigkeit der gegenwärtigen Praxis unter vergleichender Betrachtung ähnlicher Staate- oder privater Großbetriebe des Zn- und Aaslandes einer Untersuchung zu unterziehen. Zu diesem Zwecke werden von dem Ausschuß auf Grund einleitender Verträge allge­meineren Inhalts nach einem im einzelnen noch fcslzusctzen- den Arbeitsprogramm Sachverständige im kontradiltorischcn Vertrage vernommen werden. Die Verhandlungen werden am 14. November ihren Anfang nehmen.

Au» Stadt rind Land.

Gießen, 11. November 1913.

DaS Schulwesen der Provinz Oberhcssen im Jahre 1913.

und in 10 Gemeinden 10 Mk., darunter Tie Zahl der Hunde beträgt in Darmstadt mit Moinbach, Kastel und Kostheim 2561, Bürgel 2189, Gießen 1014 und in

* * Der Großherzog folgte am Montag vormittag ..... Gefolge einer Einladung des Landgrafen von Hessen zur Jagd nach Philippsthal bei Dreieichcnhain.

* * Prinzessin Friedrich Karl von Hessen hat den Vorsitz der Landesvercinigung der deutschen Schul- schiffvereine für das Großherzogtum Hessen und die

9tad) den statistischen Feststellungen vom 15. Mai 1913 befinden sich in der Provinz O b c r h e s s e n an höheren Knaben- unb M ädchenschulen: GymnasieninGicßen (mit 254 Schniern, Büdingen d89>, Friedberg (198) und Lau bad) (98): ein Realgymnasium in Gießen (271), eine Obcrrcatschulein (ließen (551), Realschulen in Butzbach (135) und Fnedberg 1190»; höhere Bürgerschulen in Bad Nauheim 190', Büdingen 34), Friedberg (211), Grün-

über Tage beschäftigten, nicht eigentlichen Bergarbeitern und zwar beim B. von 4.48 auf 4.53 Mk und beim E. tron 3.42 auf 3.47 Mk.: er wurde geringer u. a. bei den UcbcrtagrArbeitern; er betrug hier beim B 3.24 gegen 3.25 Mk und beim E. 3.38 gegen 3.45 Mk Zm Durchschnitt aller Arbeiterkategorien steltte sich der Nettoverdienst eine- Tages im B auf 3 61 gegen 3.68 Mk., im E. auf 3.41 gegen 3.34 Mk. Endkick referierte Bergrat Köb- r i d) über den Umfang und die Grcn;. i der Kpnzessionsvslickt bei Trabtfritbabnen lind Schlämmt, uhantagen bergbaulicher Be triebe im Verhältnis zur bergpolizeiochen d^mebmigungSvslicht. Die nächste Zmammenkuntt findet voran-, (ichttich am 11. Za- miar 1914, abermals in Gießen, statt.

und 46 Schulkindern. _ ... /1Aie. 41KX *-

Die Zahl der Volksschulen bchragt 414 (1911.

entfallen davon auf öieficn Stabt l^K te i S G t e je n78(78k AtSfrld 76 (76), Bübingen 72 (72b Frkedberg <2 (73), 8antrrbfl* 64 (6 !\ Sd'vtden 51 .51). Nach dem Bc kennt n i S ,md es 409 (110) Simultanschulen, 2 (2) evangelische m den treuen »rnedberg und Lauterbach und 3 (3) lathoindie in Budmgcn, Friedberg und Lauterbach. Die Zahl der <s ch u l k l a s \ c n betragt 945 und jivat

Churchill über die britische Wehrmacht.

Auf dem Lordmayors-Bankett in der Guildholl in London sagte der Marineminister Churchill in Erwiderung auf einen Trinkspruch auf das Heer und die Marine, die britische Marine werden im nächsten Kriege 15 0 000 Seeleute und Marine soldaten zählen, eine Stärke, welche zum ersten Male die größte Zahl der Mannschaften übertreffe, die während der Napoleonischen Kriege ausgebracht wurden. Diese unvergleich­liche Macht sei zweimal so stark als diejenige der nächststärksten Seemacht, ninb, was die Dauer der Dienstzeit der Ausbildung betreffe, drei- oder viermal so stark. Zm nächsten Jahre wird es meine Pflicht sein, falls ich noch weiterhin für dieses wich­tige Amt verantworckich bin, Voranschläge zu unterbreiten, die wesentlich höher sind, als die ungeheure Summe, die ur­sprünglich im gegenwärtigen Jahre bewilligt wurde. Die Re­gierung wird gerne jede günstige Gelegenheit ergreifen, um den Wettbewerb in den Marine- und Deeresrustungen zu vermindern, die unheilvoll und ein Borwurf für das moderne Europa sind: aber was notwendig ist, muß getan wer­den, und wir werden keinen Augenblick zögern, uns frank und frei um Bewilligung von Mannschaften und Geldern an das Parlament zu wenden. Walwend wir unsere Ueberlegenbeit an Linienschiffen wirksam aufrecht erhalten, ist unser Untersee- dienst über zweimal so stark, als der der nächststärkiten Seemacht. Das ist ein Uebergewicht, welches wir nicht verlieren können, weil die Unterseeboote nur in geübten Länden nach langer Er- fhfintng von Nutzen sind: und wir haben in den letzten 10 Zähren ein Personal von über 3000 Offizieren und Mann- scirafteu geschaffen, welche, wie wir glauben, Meister der Kriegs­führung mit Unterseebooten sind.

Der Premierminister Asyuith besprach br auswärtigen Angelegenheiten und betonte, eine politische Intervention Englands in die inneren Verhältnisse Mexikos, Zentral oder Südamerikas habe in der Vergangenheit und Gegenwart stets ganz außer Frage gestanden. Der Gedankenaustausch zwi­schen England und Amerika sei beiderseits mit der größten Offen­heit und Herzlichkeit erfolgt.

Provinz Hessen-Nassau übernommen.

** Schulangelegenheiten. Erledigt: Eine evangelische Lehrerstelle zu Nieder-Erlenbach, Kreis Friedberg. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu be­setzende Lehrerstelle zu Kelsterbach, Kreis Groß Gerau.

* Tie Oberpostdirektfon schreibt uns: DaS V c v- schieben von Briefen und Postkarten in D rucf' i a chen s en d nn g en bildet fortgeletzt die Urfadie unliebsamer Brie'verschlevvunaen und Briefverluste. Ungeachtet ivicbcrbolter Anmahnungen dnrch die Preße und trotz unmittelbarer Emn irlung der Postansialten auf die Absender werden vieleDrncksacheiuendungen leider immer nod) in so mangelhafter Bervackung zur Polt einae- liefert, daß ste leicht zu Fallen für kleine Sendungen werden. Als besonders gefährlich in dieser Beziehung erweisen sich, wre neue Feststellungen bestätigen, die häufig zur Versendung von ^.rncksachen benutzten offenen Briefumschläge, bei denen die Absender bic am oberen Nand oder an der Seite vorhandene Klavve nach innen cm» schlagen. Zn den dadurch entstehenden Spalt verschieben sich unbemerkt B lieft, Postkarten nffv , die dann in der Drucksache ost weitere Irrfahrten machen. Jin eigensten Interesse des Publikums muß eindringlich davor tifloaritl werden, die Klappe solcher Umschläge nach innen einzu- schlagen: viel besser ist es, die Klappe über die Rückseite lose Überhängen zu lassen. Als recht ziveckmäßig Ijabeu sich Umschläge bewährt, die an der Verschluß­klappe einen zungenartigen Ansatz haben, der in einen äußeren Schlitz des Umschlags gesteckt wird. Sie sichern den Inhalt vor­dem HerauSfalleu und verhindern das Einschieben anderer Sen­dungen, ihre möglichst ausgedehnte Verwendung ist im allgemeinen Zntereß'e zu wünschen. Verhältnismäßig häufig verschieben sich auch Briefe usw. in Zeitungen, die unter Streifband verschickt iverden. Es ist dringend zu raten, die Streifbänder so fest wie möglich um die Zeitungen zu legen, nachdem diese umschnnrt

♦♦ Stadttheater. Nochmals sei in letzter Stunde auf das heutige einmalige Gastspiel des Maria Re Hoff- Ensembles mit Gabriele d'Annunzios SchauspielDie tote Stadt" hingewiesen, zu dem der zweite Ermäßigungskupon für Abonnenten gilt. Am nächsten Sonntag wird die neue Gesangsposse von Bcrnauer und Schanzer Filmzauber" zum ersten Male gegeben. DaS Werk macht gegenwärtig die Runde über die deutschen Buhnen und darf in jeder Weise als die lustigste und erfreulichste Erscheinung dieses Gebietes in den letzten Jahren angesprochen werden. Es sei schon heute darauf hingewiesen, daß Vor­stellungen bei kleinen Pr.isen von dieser Neuheit in den nächsten Wochen nicht stattsinden werden.

* Beim Großh. Polizeiamt ist ein herrenloser Schäferhund (Hcrdehund), Rude schwarz mit weißem Ab­zeichen, trägt ledernes Halsband mit gelben Knöpfen, abge« iefert worden. Der Eigentümer des Hundes möge seine Rechte geltend machen, andernfalls der Hund verwertet wird.

* Nächtticke Ruhestörungen. Auch die Anwohner der Eredner - G1 aubrecktstra-ße usw. können neb, wir man uns schreibt, in puncto nächtlicher Ruhestörung mit ihren Leidens­gefährten in der Plockstraße ttösten. Der Radau kann dort gar nicht furchtbarer sein, als er es hier ist. Nicht allein, daß raixui- sustige Kaffeehausgäste vor dem Lokal ihren Unwillen auf bie lärmendste Art zum Ausdruck bringen, läßt sich aum Ueberfluß ein fiter stationiertes Auto in kurzen Zeitabständen durch ein ohrenbetäubendes Geratter vernehmen, sodaß von Nachtruhe in t>cr Umgebung schon lange nickt mehr zu sprechen ist.

** Ruhestörung. Zu der Ruhestörung in dem Südwestvicrtel, die in deut gestrigen Eingesandt gerügt war, wird uns mitgeteilt, daß die Polizei ihre Pflicht völlig erfüllt hat, in dem sie die Namen der Studenten feststellte. Es handelt sich um Beterinärmediziner, die am Freitag abend eine Festlichkeit abgehalten hatten.

Landkreis Gießen.

== Garbenteich, 10. Nov. Bei der Gemeinde­ratswahl wurden wiedergcwählt: Ludwig Weigel I, Landwirt, mit 87 Stimmen, Jakob Walter, Landwirt, mit 77 Stimmen, Johannes WeigelH. Landwirt, mit 76 Stimmen. Ncugewahlt wurde Johannes Schwarz, Landwirt, mit 95 Stimmen. Sämtliche Gewählte gehören der bürgerlichen Partei an.

Kreis Büdingen.

§ Leidhecken, 10. Nov. Hier wurde ein 24jährige« Mädchen, einzige Tochter einer achtbaren Familie, vom Starrkrampf befallen und starb, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben.

Kreis Lauterbach.

R. Lauterbach, 10. Nov. Bei den ErgänzungSwablen des Gemeinderats wurden von den aussckeidenden Mitgliedern Spediteur Adam Alp, Fabrikant Jakob Diehm II, Konditor Zoh. Eduard Tuckardt und 2d)ubmad)crmci|ler Hermann 3d)iebelfiutj wiedergewählt: Diehm mit 266, Duchardt mit 276 und &. Schiebelhuth mit 322 Stimmen. Neugewählt wurde an Stelle Alp Hutsabrikant Konrad Feick mit 296 Stimmen. Bon 829 Stimmberechti'tten haben 474 Wähler abgeftuniflt ES waren im ganzen 12 Kandidaten aufgestellt

Starkenburg und Rheinhessen.

rm. Darmstadt, 10. Nov. Ein Ueberfall wurde in der Nacht uim Sonntag von drei Burschen auf dem Marktplatz auf einen Schneider verübt Der Ucberadcne zog feinen Revolver nnd gab verschiedene Schüße ab, die aber niemand verletzten. Tie unheim­lichen Brüder liefen davon, ohne daß es gelang, ihre Namen feft- znslellen. ,

m. Offenbach, 11. Nov. Em schwerer ArbeitS- n nfall ereignete sich am Montag Nachmittag in der Mühl­heimer Filialfabrik der Offenbacher Lederfabrik von Mayer & Sohn. Dort war der 23jährige Fabrikarbeiter Kaspar De ans Dietesheim mit dem Abkochen von Lack beschäftigt, ivobei er sich infolge Ueberkochens schwere Brand­wunden im Gesicht zuzog. Der Schwerverletzte wurde von der Offenbacher Samtätswachc auf seinen Wunsch im Kranken-

berg (137,, w------- ..

(.KSt Scktltz (44), Idiotien (90' und xjilbcl (53 , eie hofiere Mädchenschule in Gießen (443) und versd>iebene Borsdmlcn zu bei, vorgenannten Lehranstalten. _

Privatsckulen sind in Gießen ^mtitut Dr. st übel (18), Lick die Privattnädckensdmle (22), daS frnabcninftitut Ecdiell 19 . die Dürerickule in Hockwaldbausen (14), die Hoskavlaneuchule m Webern (19) und die Privatmädckenschule in Lauback < 23 cdnHer Ta ui lammt die Rettung* anstatt in «lotter ArnSburg 29 - Als Facklefirer und Facktebrerinnen waren tn her Provinz §2 Personen tätig. Eine Hilfsschule hat Gicuen mit 2Klaffen

WonnS 1111 Stück.

** Konferenz der hessischen Bergwerks-Be­triebsleiter. Dieser Tage sand in Gieße n un toatel Viktoria eine Konferenz der Betriebsleiter der HeuNckew Berg­werke statt. Als erster Punkt der Tagesordnung^,land die Be­teiligung der hessischen Bergwerks-, Hütten- und Salinenindustrie an der (bewerbe au e-ft ellung Gießen 1914 zur Ver­handlung. Es wurde beschlossen, die Bergbanabtcilung bieier Aus­stellung gemeinsam auszuarbeiten und wegen llebcrlanung und Herrichtung des dafür versügbaren Gebändo) alsbald Dritte zu tun. Sodann berichtete Bergrat Schulz- ,yrtebberg über den diesjährige,! Allgemeinen deutschen Bergmannstag m Breslau und die damit verbundenen bergmännischen Besichtiszmigsrerwn nach Ober- und Nieder Schlesien. Bergamtmann ^cheerer nab die Zahlen der .st-nappsdiasts- und MontanstatNtik für das Jahr 1912 und die Lohnstatlstik für das dritte Vierteliahr 1913 bekannt, von denen folgende allgemeines Zitteresse beanspruchen dürsten Es waren am 31. Dezember 1912 knappschastlich vernckert 2913 Personen (170 weniger als im Vorjahr). Die Zahl der Tage, sür die Krankengeld bezahlt worden ist, betrug 1912: 19o42: 1911: 23 305; 1912 steht also erheblicher günstiger da als das Vorjahr Die Summe der Einnahmen betrug 148 088 Mk, die brr Ausgaben 128 785 Mk., so dass; sick 19 303 Mk. Ueberschub ergibt. (Zm solgenden bedeutet B Braunkohlen, E = ^hien> erzbergdau.) Zm Zahre 1912 wurden aus Grund neuer Frage­bogen für die Montanstatistik folgende Zahlen ermittelt: Anzahl der Betriebe beim B. 8 (wie im Vorjahr), beim E. 14 13); Zahl der berussgenossenschaftlich Deriicbcrten Personen beim B 428 574), beim G. 1507 <1606': die üohnsumme beim B. 490 000 Mk., beim E. 1665 000 Mk. (in den Vorjobren wurde nach dieser Zahl nicht gefragt); die perwertbare Jafiresgewiw nung beim B. 393 730 (498 872) Tonnen im Werte von <39 000 1111 000) Mk. ober 1,84 (2,23) Mk per Tonne: beim E 383 643 376171) Tonneu im Werte von 3 85300 f3 603000) Mk oder 10,04 (9,58) Ml. per Tonne. Zn den Lobnverhältninen des 3. Bierieljahrs sind keine wesentlichen Aenderungen gegen das Vorvierteliahr eingetreten. Der durchschnittliche Nettoverdienst für einen Tag stieg B. bei den eigentlichen, unter -tage be­schäftigten Bergarbeitern und zwar beim B. von 4.22 Mk. aus 1.25 Mk., beim E. von 3.94 Mk. auf 4.02 Mk.; ferner bei den

automobil ins Hanauer Dincenz-Hospital gebracht.

= Mainz, 10. Nov. Am Sonntag fand in Frankfurt a M die Hauptversammlung des Vereins Großfi. h e s s i s ck e r G e o m e t e r 2 Waffe statt. Der Verein nt nunmehr auf 300 Mitglieder angewacksen. Tie von etwa 100 MitgliAerck besuchte Versammlung befaßte sich bauvtiäcklich mit den ungünstigen Anftellungs und G e li a l t s v e r h ä l t n i s s e n der tm Staatsdienst beschäftigten Großh. Geometer 2. Klaffe sowie den niederen Gebührensätzen der Prioatgeometcr. Zum Schluß wurde folgende Entschließung angenommen:Die heute in AxanRirt a M. tagende Hauptversammlung der löessischen Odometer 2. Klaffe hegt zu Großh. Regierung und den hohen Ständekammern das Vertrauen, daß ihre schon seit Iahreii erhobenen Wünsche auf An­erkennung als Staatsdienstanwärier und Schaffung weiterer benni- tiocc Stellen [»ei den streisvemvessungsünttern und Feldbereini- gungsbehörden endlich in Erfüllung geben, damit cm angemessenes Verhältnis mm'cficn den Angestellten und den Nichtangestellten, rote auch bei den staatlichen Beanttengrupven herbeigeführt wird. Ferner wird dem Wunsdie Ausdruck gegeben, daß bei Vera^ckiedmtg der Besoldungsvorlage die Gehallsvcrfialttnfse der Grostfi ifköinetrt 2 stlasse denjenigen der übrigen mittleren techniichen Beamten gleichgestellt werden und die vollständig unzulänglichen Gebühren der Privatgeometer 2. Klasse eine emsprechende Erhöhung erfahren.

Heffen-Raffau.

R o d h e i m ast der Bieber, 10. Nov. Samstag zum Sonntag erftrahte unser Ort zum ersten Male im elekt ri­schen Lichte. In einigen Tagen werden Hm wett über 200 Däuser dieser neuzeitlichen Einrichtung erfreuen. Dte Stromleitung erfolgt durch die Eisenwerke, Buderus- Wetzlar und wird nack BieberFellingshausen weiter ge- sührt. Die gesamte Anlage erfolgt durch eine Wiesbadener Firma. ~ .

(b- 'N iedenkopf, 10. Nov. In der Dauptver'amm- lung des Berschönerungs- und Berkehrsnereins wurde ein Aussichtsturm auf dem Altenberg beschlossen, es konnte bereits ein Bausonds im Betrage von 500 -Rk. ge­sichert werden. Geplant ist ein Turm mit einem etwa fünf Meter hohen Sockelmauerwerk, auf dem ein Holzturm Auf­stellung findet, der zu gelegener Zeit durch einen massiven Turm ausgewechselt werden kann.

Frank fu rt a. M., 10. Nov. Zu den Forderungen der Aerzte nahm beute in Frankfurt eine aus dem ganzen Großherzogtum sehr stark besuchte Persammlung der Mitglre- der des K r a n k e n k a s s e n v e r b a n d e s Stellung. Nach stundenlangen Beratungen einigte,man sich dahin, den .Icti* len keine weiteren Z u g e st ä n d u i s s c zu machen, da die Kassenausschüsse den ärztlichen Forderungen schon zu wett entgegen gekommen sind. An die Stelle der freien 'Arztwahl soll später aus Ofrunb des §370 der Reicksverncherungsord' nung den Mitgliedern Geld für ärztliche Behandlung ge­geben werden. Das Oberverficherungsamt soll in diesem Sinne den Kassen entgegenkommen. .

fi Bad vvmburg v. d. £>.. 10. Nov. Bei guter Beteiligung von 1683 Wahlberechtigten stimmten 912 ab fand heute

53 Knaben-, 55 Mädchen- und 837 gemischte Klassen, xer Krns Schotten hat nur gemischte Klanen. Nach dem Boltsschuttehrvlan zergliedern sich die KlM'sen in 205 einklassige, 244 jroeiflaiiige, 110 drriklassige, 175 oierklaffige und 211 mehrklassige Schulen.

An Lehrpersonal sind beschäftigt 911 Lehrer und 34 Leh­rerinnen, und zwar im Kreise Gießen 232 Lehrer, 17 Lehrerinnen, Alsfeld 117 Lehrer, 2 Lehrerinnen, Büdingen 127 Lehrer, 2 Lehre­rinnen, Friedberg 242 Lehrer, 11 Lehrerinnen, Lauterbach 109 Leh­rer, 1 Lehrerin, Schotten 84 Lehrer, 1 Lehrerin, aic Zahl der Schulkinder beträgt 49 714, nämlich 25 049 Mnaben und 24 665 Mädchen. Davon sind 44 955 evangelisch, 4018 katholisch. 661 israelitisch und 80 sonstigen Bekenntnisses^ Dem Bekenntnis nach wohnen un Kreise Gießen 13 210 Ev., 307 Kath., 126 Zsr. und 36 Sonst., 2llsfeld 5767 Ev., 378 stath., 101 Zsr., 1 Bü­dingen 6750 Ev., 129 Karfi, 144 Zsr und 6 sonst., Friedberg 9830 Ev, 2849 Kaih., 200 Zfr. und 17 S., Lauterbach 4833 Ev , 339 Kath , 32 Zsr., Schonen 4565 Ev., 16 Kachl, 58 Jsr. und 20 Sonstige.

Pslichtfortbildungsschulen gibt es in Gießen, Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Lauterbach, Schotten mit 464 st lassen und 7601 Sdiülern. Ein Lehrerseminar hat Friedberg mit 181 Schülern in 6 Klassen.

* * Tages kalender für Dienstag, den 11.Nov.: Stadt- tficatcr: Rehon-Gcistfpiel: .Tie tote Stadt/ An-ang 8 Uhr.

Bürgeroerein: Außerordentliche Hauplverfammlung un .Einhorn'. Abends 9 Uhr.

worden sind. .

Die Hundesteuer. Dte Zahl der Hunde betrug nach der amtlichen Statistik im Großherzogtum Heften 46 639 Stuck, von denen 917 staatSffeuerfrei bleiben. Der Betrag der (BtaetShunbefteucr betrug im Jahre 1912 457 201 Mark, während die Gemeindebundesleuer nur 128 557 Mk. einbrachte. Nur in 118 Gemeinden wird Hunde- (teuer entrichtet, während in 865 Gemeinden der Hund Heuer- rei ist. Die Zahl der Hunde, welche staatssteuerpflichtig sind, beträgt in der Provinz Starkenburg 21 528, in Oberhesfcn 11 662, in Rhein heften 12 532. Die Höhe ber Oemeinbc- hunbcitencr betrug in 13 hessischen Gcmeinben 2 Mk. im Jahr, in 13 Gemeinden 2,50 Mk., in 53 Gemeinden 3 Mk 4 <DIL, in 35 Gemeinden 5 Mk., in einer

Aus Mexiro.

DieTimes" melden aus Mexiko vom 9. Nov.: Ein entscheidender Sieg der R e g i e r u n g s t r u v p en wurde aus Chihuahua gemeldet. Die Rebellen sollen schwere Verluste erlitten haben.

General Huerta hat einem Vertreter berNew Borker Times" eine schriftliche Darlegung seiner Politik gegeben. Darin sagt er: L L

Die fRcgienrng wirb gesetzmäßig bandeln, und das Gesetz verbietet mir, mich mit den Revolutionären einzulaffen. Die Entscheidung, wer der künftige Präsident sein soll, liegt aus­schließlich bei dem Kongreß. Carranza ftebc außerhalb des Ge- festes. Außer Covarrubia verdiene niemand bas Vertrauen der Regierung. Zch lyabc nie baran gedacht, afizudanken, zumal nie­mand ha ist, in dessen .Hände ich meine Abdankung legen könnte. Eine Nationalverfammlnng ist im Augenblicke nicht öonwnhcn, und wenn ich zurücktreten würbe, so würbe ich von dem Posten, auf ben ich gestellt worben bin, desertieren.

Dettffcbe# Ueid>,

Die Vorarbeiten für die Aufstellung ber Genossenschafts st ati st ik seitens bes Reichs sollen demnächst in Angriff genommen werden, nachdem die Vorschläge des Statistischen Amts von den Bundesstaaten, die sich an den Kosten beteiligen, begut­achtet worden sind.

HusIcinB.

Unzufriedene englische Postbeamte.

Aus London wird berichtet: Eine Massen-Ver- sammlung von Po st beamten aller Grade, die am Sonntag in L o n d o n stattfand, lehnte in einer Entschlie­ßung den amtlichen Bericht über die Lage der Postbeamten ab. Der Vorsitzende der Versammlung sagte einen Ausstand der Postbeamten für Weihnachten voraus, falls eine Unter­redung mit dem Gencralpostmeister am nächsten Donners­tag ergebnislos verlaufen würde.

Die türkische Kriegs st euer.

Die Konstantinopeler Blätter melden: Der Ministerrat beschloß, die seit mehr als einem Jahre eingeführte Kriegssteuer mif 10 Jahre zu verlängern. Der Stcuerertrag soU für eine Verstärkung der Flotte ver­wendet werden.