Dege nicht abläßt, ist an eine GcsilltLung der VerhWmssc nicht zu denken, und statt Förderer des nationalen Wohles zu sein, toeibeii die Führer der Parteien Totengräber des Vaterlandes, das sie angeblich retten wollen. In diese Verhältnisse leuchtet der Mordanschlaq auf Mahmud Schewket Pascha wieder hmern ääx ehemals große Einfluß des Mannes, der int April 1909 die Verfassung vor der Gegenrevolution rettete, ist, leit er an Damit Paschas Stelle zu Leitung der Geschäfte berufen wurde, dauernd im Ansehen gesunken. Er selbst hatte keinen Anteil an der Verschwörung,'die ihn wieder in den Vordergrund brachte. Nachdem der Sieg des Militärbundes die Jungtürkcn von der Regierung entfernt hatte, hatte er sich zurückgezogen, er.konnte sich dem Ruf, die Staatsleitung zu übernehmen, nicht entziehen. Bestätigen sich die Meldungen, daß der Militärbund den Tod Mahmud Schewket Paschas herbeigeführt hat, so hat ein Leben, das dem Dienst seines Vaterlandes gewidmet war, einen Abschlui: gefunden, der einen dauernden Schandfleck für die Türkei bilden wird.
Versammlung -er Vereins
Deutscher Zeitungsverleger.
(Hg) Bremen, 11. Juni. Der Vorsitzende, Tr. F a - ber-Magdeburg eröffnet die Hauptversammlung und bc- q-rüßt die erschienenen Vertreter der Behörden, an ihrer Spitze den regierenden Bürgermeister Dr. Barkhausen. Herr Dr. Faber führte weiter ans: Unser Verein ist kein Verein znr ausschließlichen Wahrnehmnncs der wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder. Von seiner Gründung an fyat der Verein die Erfüllung hoher idealer Aufgaben als in seinen Pflichtenkreis faltend angesehen. Erst auf der letzten .Hauptversammlung in Magdeburg haben wir uns mit einigen Punkten befaßt, die in diesen Pflichtenkreis fallen, nämlich der Frage der int Interesse der Lanocs- verteidigung unerwünschten Berichterstattung über militärische Angelegenheiten. Wir werden heute zu einer Entschließung kommen, die, soweit es an der Presse liegt, die zutage getretenen Unzuträglichkeiten befeitigeii wird. Die deutsche Presse ist sich stets bewußt gewesen, daß Ri acht obne Gebundenheit durch das Gewissen eine Gefährdung des kulturellen Fortschritts der Gesamtheit und eine Gefahr für den Staat werden kann. (Bravo.) Sie ist aber entschlossen. Maß und Ziel ihrer Freiheit sich selber zu setzen, nicht unter dem Druck irgendeiner Strafandrohung stehend, sondern allein getragen von dem Gefühl der Ver- antwortlichkcit vor der Geschichte ihres Volkes. (Bravo.) Eine aus so hohen idealen Erwägungen fließende weise vaterländische Selbstbeschränkung in der Ausübung der ihr gesetzlich gewährten Freiheit läßt den immer erneuten Au- fpruch der Presse als durchaus berechtigt erscheinen, als ein vollwertiger Faktor der kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklung ihres Volkes anerkannt und behandelt zu werden. (Bravos In dieser Hinsicht haben sich je länger je mehr die Beziehungen zwischen Behörden und Presse in freundlicher Weise entwickelt. (Allseitige Zustimmung.) Man kann wohl sagen: je höher die Behörde, um so angenehmer und den beiderseitigen Bez.tr- hungen angemessener gestaltet sich der Verkehr. Eine wohlerwogne Auffassung der salus rei publicae muß ja aber auch dachin führen, daß Behörden und Presse, als Arbeiter am gleichen Werke und zum gleichen Ziele, sich in Achtung und dem Streben gegenseitigen Sichkennen- und Verstehenlernens zusammenfinden. Unter diesem Gesichtspunkte haben wir die Teilnahme der Regierung und der Vertreter hoher Behörden an unseren Veranstaltungen immer dankbar zu würdigen gewußt, unter diesem Gesichtspunkte wissen wir auch die Teilnahme Eurer Magnifizenz und unserer anderen Ehrengäste dankbar zu würdigen und in diesem Sinne heiße ich Sie noch einmal int Namen des Vereins herzlich willkommen. (Lang anhaltender Beifall.)
Herr Bürgermeister Dr. Barkhausen: Ich danke namens des Senats für die freundliche Begrüßung. Siel sind hier kein fremder Gast. Schon vor sieben Jahren haben Sie hier in Bremen getagt. Ich darf wohl annehmen, daß Ihnen Bremen gefallen hat. Sie werden hier einem vollen Verständnis für Ihre wichtigen Aufgaben begegnen, lieber die Bedeutung der Presse zu sprechen, hieße Eulen nach Athen tragen. Die Macht der Presse ist eine ungeheure: sie kann unsäglich viel Gutes stiften, aber auch viel Schaden. Auf der Presse lastet daher eine hohe Verantwortlichkeit. Unter diesen Umständen ist es zu begrüßen, daß ein Verein sich gefunden hat zur Wahrung der berechtigten Interessen der Verleger und zur nachdrücklichen Wahrung ihrer Standesehre. In schönen Worten hat Ihr Vorsitzender die idealen Aufgaben Ihres Vereins gekennzeichnet. Herzlich willkommen in Bremen. (Beifall.)
Hm Verlauf der Tagung wurde nach einem Vorträge von Dr. Knittel-Karlsruhe wegen des militärischen Nachrichtendienstes der Presse und.des Entwurfes eines Gesetzes
dem Beginn der Arbeit, auch jetzt schon ist jede, auch die scheinbar bescheidenste Mithilfe >vitlkommen. Und das geistige Recht nnrb in weitgehendstem Maße gewahcr. Wenn so weitest Kreise, vor allem auch die Lehrerschaft, sich für das Zustandelommen des im besten Sinne h.imatkimdlichen Wertes interessieren, daun werden die Fragen gelöst! werden, die als Ziel der heimatkundlichen Dialeltforsckung gelten müssen: Was ist, daö Wesentliche und Charallerißische der Heimat? Was ist hessisch? Wie äußert sich das Sprach! ab en des Volkes im Gebrauch von Synonvmcn? Wie weit geht der Ginfflus; des Fremden, bei uns z. B. der Franzosenzeit usw. ? Daun wird das Wert sein, was es werden soll: Ein Spiegelbild der .Heimatgeschichte: Denn nichts gibt das Wesen eines Stammes getreuer wieder als seine Mundart: „ist die Mundart ja doch die Lebenslust, aus der die Seele ihren Atem holt." B. M.
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— EinAltarwerkaus de m deutschen Mittelalter für F r a n k f u r t a.M. Die Stadtverordnetenversammlung von Frankfurt gab am Dienstag in geheimer Sitzung ihre Zustimmung zum Anlauf eines A l t a r w e r k s aus dem deutschen Mittelalter für die städtische Galerie. Ter Preis des Kunstwerks beträgt 3 2 000 0 Mark: er ist der höchste, den die Stadt je für ein derartiges Werk ausgegeben hat Für den Erwerb stehen recht crheblicl)e Zuwendungen in Aussicht.
— Offenbacher Preisa u s schreiben. Als ein vorzügliches Mittel, Interesse und Verständnis der Jugend für Kunst zu erwecken, hat der Verein für K'unstpflege in Offenbach a. M. die Veranstaltung eines Preisausschreibens unternommen, bei dem sowohl Aufgabe und Lösung wie die Preise als Erziehung zum Kunstverständnis mirt'en müssen. Tr setzt 20 gerahmte Bilder, Originale und Reproduktionen von rein künstlerischem Eharakter, als Preise aus für die besten Antworten der Frage: Welches Bilo hn Stadelscheu Kunstiusritut zu Frankfurt gefällt wir am besten und aus welchem Grunde? Preisträger soll ausschließlich die Jugend der Offenbacher Schulen mit Ausnahme der Technischen Lehranstalten, sein, und zusammen sind 10 Preise für Schüler und Schülerinnen bis zum 13. Lebensjahre und 10 Preise für die Jugend ausgesetzt, die dieses Aller überschritten bat.
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Tie 13. Generalversammlung des Zentralkomitees für das ä r z t l i ch e F v r t b i l d u n g sw e s e n in Preußen findet am 14. Juni, naclfmittags 5> Uhr, im Kaiserin-Friedrich-.Haus in Berlin statt. — Tie Wiener philosophische Fakultät beschloß, Peter Rosegger zu seinem 70. tzkburtstagc am 31. Juli zum Etzren-Do kto r der Wiener Universität in Vorschlag zu bringen.
über bett Verrat militärischer Geheimntnc eutsttm- mig folgende Entschließung angenommen: „^cretn deutscher Zeitungsverleger erhebt lebhaften WiderSpruch gegen den § 9 des Entwurfs des Gesetzes über den Verrat militärischer Geheimnisse und jede, geietzltche Bestimmung oder behördliche Maßnahme, die eine Ausschaltung der die Armee und Marine betreffenden Nachrichten oder Artikel aus den Zct- tungen herbeizuführcn geeignet ist. _ Er erkennt cs al.' eine selbstverständliche, übrigens bisher schon m hohem Ncatze geübte vaterländische Pflicht der Presse an bei der Wiedergabe von Mitteilungen, welche die Landesverteidigung betreten, ine größte Sorgfalt walten zu lassen. Tie Erreichung dieier Achickst wird nur möglich sein, wenn die Behörden tm Gegematz zu einer bisher vielfach geübten Zurückhaltung zukünftig gegenüber Den Aufgaben der Presse im Tienste der Allgemeinheit in dieser Beziehung mehr verständnisvolles Entgegenkommen bekunden und Einrichtungen schaffen werden, die den Versehr zwischen den Militärbehörden und den Zeitungen in zweckmäßiger und würdiger Weise regeln."
Das Üalserjubiküum.
Wien, 11. Juni. Bürgermeister W e i ß k i r ch n e r erschien heute vormittag mit dem Präsidium des Gemeinderats bei deut deutschen Botschafter, um die Gluu.- wünsche der Stadt Wien auszudrücken. Er bat den Botschafter, die ehrerbietigsten, herzlichsten und innigsten Glück- und Segenswünsche der Gemeinde Wien anläßlich des glorreichen Negierungsjubiläums des erhabenen Monarchen an die Stufen des Thrones gelangen zu lassen.
New York, 11. Juni. Das anläßlich des Regierung s j ub i l ä u m s des Kaiser s in New York gebildete Komitee hat bis jetzt gegen 180 000 M a r! vereinnahmt zu Gunsten des hiesigen Deutschen Hospitals. Das Ergebnis der Sammlung wird am 16. Juni dem Vorstano des Krankenhauses übergeben, dessen Neubau bei dieser Feier durch die Anbringung einer Tafel die Bezeichnung „Kaiser-Wilhelm-Pavillon" erhält. Dies ist die erste Sammlung dieser Art, die in New York und wohl überhaupt in den' Vereinigten Staaten unternommen wurde. Tic von den Gebern an den Kaiser gerichtete Gliickwunschadresse wird durch Vermittlung des Generalkonsuls nach Berlin übersandt. _________ _____
Der Streit der VManjtcmten.
Wien, 11. Juni. Von besonderer Seite erfährt die „Reue Freie Presse", daß in allerkürzester Zeit ein Kölle t i v s ch r i 11 der M ä ch t e bei den B a l k a n st a a t e n erfolgen wird. Zurzeit finden zwischen den Großmächten Vcrhandlunocn über die Modalitäten des Schrittes statt. Man nimmt an, daß die Mächte vielleicht schon morgen, jedenfalls aber in den allernächsten Tagen in Sofia, Belgrad und Athen durch ihre Vertreter eine ernste Mahnung zum Frieden erteilen und I'oiifretc Vorschläge zur Schlichtung des Streites geben werden.
Belgrad, 11. Juni. Spalaikowitsch reist heute nach Sofia und überbringt Bulgarien die serbische Note, worin es aufgefordert wird, binnen zwei Tagen zu antworten, ob es auf V c r t r a g s - N c v i s i o n eingehe und die Truppen, die dieser Tage die neue serbische Grenze besetzten, zurückziehen will. Im Falle der Ablehnung ttnrb sofort die Annexion des von den serbischen Truppen eroberten Gebietes erfolgen.
Den Blättern zufolge empfing der König gestern den russischen Gesandten Hartwig in Audienz. Ter (Gesandte drückte den W u n s ch R u ß l a n d s nach einer friedlichen Lösung des serbisch-bulgarischen Konfliktes aus. In dem hierauf abgehalteuen Ministerrate wurde der Gesetzentwurf über die Annexion der von der serbischen Armee eroberten Gebiete durchberatcn.
Arrs StaOt rrsrd Land.
Gießen, 12. Juni 1913.
Die Ausdehnung der Kommunalwirtschaft.
Ter Verein für Kommunalwirtschaft und Kommunalpolitik veranstaltet am 14. Juni im Festsaal des Rathauses zu Charlottcnburg seine zweite Mitglieder-Versammlung. Tie Vorträge werden von ersten Männern der Wissenschaft und Praxis gehalten. Es sprechen über „D i c gemischt- privaten 'und öffentlichen Unter n e h m u n g e n" Tr. Phil, et jur. Richard Passow, o. Professor der Privat- und Volkswirtschaftslehre an der Technischen Hochschule zu Aachen, Freiherr von Marschall, Landrat des Kreises Montabaur, Beigeordneter D. Dr. Lückcr, Köln. Zum Thema: „Der preußische Wohn ungsgefetzentwurst haben Berichte übernommen: Stadtsyndikus Dr. Sembritzki, Charlottcnburg; Stadtbaurat Sinning, Halberstadt. Die Mitgliederversammlung nimmt außerdem eine große Anzahl von Vorträgen entgegen, die im Druck vorliegen, so über folgende Gegenstände: Der Wohnungsgesetzentwurf vom Ständpunit kommunaler Finanz-en, von Gerichts- ossessor Haase, Bonn. Die Beschaffung der zweite n Hy - pothekcn mit Hilfe der Gemeinden, von Generalsekretär Dr. Lindecke, Düsseldorf. Die B a u b erat u n g in f(cinen und mittleren Gemeinden, von Stadtbaurat Kgl. Baurat Schönfelder, Elberfeld. Die Müllbeseitigung in Heineren Städten, von G. Kircher, Polizciinspektor, So- liuoen Wassergeld und Wassergclderhebung, von Stadtrat Dr" Moericke, Mannheim. Tas Recht des Eigentümers am unterirdischen Wasser nach dem preußischen Wassergesetz, von Stadtrat Tr. Reichert, Lieguitz. Zentralisation und Dezentralisation im Kranlenhausbetriebe, von Bauiuspeklor Tl'wrbach, Berlin. Angelegenheiten und Arbeiten der sächsischen Gemeinden, von Stadtrat Dr. Krüger, Dresden. Angelegenheiten und Arbeiten der oldenbnrgischcn Gemeinden, von Assessor Heinemann, Delmenhorst. Die Angelegenheiten und Arbeiten des Oberschwäbischen Städteverbands, von Stadtschultheiß Munding, Tettnang (Württ.). Die Angelegenheiten und Arbeiten der badischen Landgemeinden und kleinen Stadtgemeinden, von Verbandssekretär Meist, Heidelberg. Die Tätigkeit des Vereins für Kommunalwirtschaft und Kommunaipolitik 1911 und 1912, von Generalsekretär Erwin Stein, Berlin. Aus dieser Tagesordnung geht wohl am besten die Ausdehnung der Kommunalwirtschaft hervor, und es ist erfreulich, daß der so überaus rührige Verein für Kommunalwirtfchast und Kommunalpolitik durch feine Tätigkeit eine Zusammenfassung -er Arbeit auf diesem Gebiete ermöglicht.
* * Tageskalender 1. A b o n n e m e n t s - K o n z e r unserer Regunentskapelle. Solist: Herr L Kümmel vom Hock tbentcr in Tarmstadt. Im zweiten Teil „R. Wagner-Abend"- Lleins Garten, abends 8'/4 Uhr.
*
• • Der Groß Herzogin wurde vom König von Preußen die Note-Kreuz-Medaille erster Klasse verliehen.
• • PfarrPersonalien. Pfarrer Lic. Fuchs in
Rüsselsheim wurde als Nachfolger von Pfarrer Lic,
Traub als Geistlicher der Neligionsgemeinde zu Dortmund gewählt. Mit Pfarrer Fuchs scheidet einer der Führer der liberalen Theologen aus der hessischen Landeskirche ans.
• * AuS dem Militär-Wochenblatt. Spies, Oberzahlmeister vom 3. Bat. Jnf.-Leib-RegtS. Großherzogin (3. Großh. Hess.) 9h\ 117, ans seinen Antrag mit Pension in den Nnhestand versetzt.
• * In den Ruhestand versetzt wurde der Weichensteller (Eisenbahngehilfe) Will). Naumann zu Lißberg vom 1. Juli 1913 an.
* * Lan d cs v ersi ch c run g san st a11 H esse n. Bei der Laichesversicherungsanstalt Hessen sind im Mai 1913 = 412 Anträge cingegangen, und zwar: 306 Anträge auf Invaliden- uitb Krankenrcnte (I. n. K.), 16 Anträge auf Altersrente (A.), 41 Anträge auf Witwen- und Witwcrrcnte (W.), 34 Anträge auf Waisenrente (O.), 14 Anträge auf Witwengeld (Wg.), 1 Antrag auf Waisen aus steuer (Oa.). Unerledigt wurden in diesen Monat übernommen 460 Anträge, so daß 872 Rentengesuche in Bearbeitung standen. Es fanden Erledigung: 339 Anträge durch Bewilligung (259 I., 5 K., 12 A., 16 W., 13 Wg., 34 O.), 12 Anträge durch Anwartschaftsbescheid (§£ 1258 und 1743 RVO.), 71 Anträge durch Ablehnung, lveil Unbegründet (57 I., 2 A., 2 W., 2 Wg., 8 O.), 19 Anträge durch andere Weise — Zurücknah nie usw. (11 I., 3 A„ 1 W., 2 Wg., 2 £).), zusammen 441 Anträge, so daß 431 als unerledigt auf den JNni übernommen werden mnßten. — In welchein Umfange die Landesvcrsicherungsanstalt Hessen Heilvevfahrenskosten für ihre Versicherten übernimmt, ergibt sich daraus, daß Ende Mai 1913 in den Anstalten 366 versicherte Personen untergebracht waren. Außerdem befanden sich noch teils auf eigene Kosten, teils auf Kosten des Fonds der Großherzogin, oder von Gemeinden und sonstigen Stiftung en 100" Personen in verschiedenen Anstalten.
"In d e »i Anisatz i e Losten der höheren S cb u I e n" ist ein Druckfehler enthalten. ES muß bei der höheren Bürgerschule S eh o t t e n heißen, daß der Zuschuß der Stadt Siholten von 5613 (nicht 563) Mk. auf 711)1 Mk. steigt.
Landkreis Gießen.
h. Muschenheim, 11. Juni. Die 35jährige Ehefrau
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2 * W‘ SfcTif LZ sich an den 'M Sorg'/ von^ jifllusjiiWei Sn dn W ®“[e ' Unter den . „pW werden, ' iolgreichste Uam Zchutzgebiet lst. lt Werte von rund nötige, rott Kaut! oder besinden sw zreude zu begru Laben, das sur J ionders gut geett oorhaudcnein gut störend imrkt, fragt fick nur, ot .Weltmarkt erntre die- Rohfasern l Diirdsaden- und 5 rode zu zeigen, nicht zu erwarten noch größere Aus ijoarm empfohlen
Weil von hier siel heute in Frankfurt von einem fahrenden Straßenbahnwagen ab. Sic erlitt außer schweren Kopfverletzungen auch bedenkliche Verstauchungen der Wirbelsäule.
Kreis Friedberg.
L. Friedberg, 11. Juni. Im Garten unseres großen Krankenhauses ivird eben eine massive Liegehalle erbaut. — Zur vorläufigen Unterbringung des 3. Bat. bc3 Regiments 168 hat die Stadt außer Kasernenräumen, Spital,
sichten, iitbcm er Erledigung des Mndung fand, r auf den Markt fi fum lange nicht : feer Cannabisvila rleil im Rückgar feen Produktionsl ringer werden, ’lid) die Produktil ^zurzeit derartige
Sehrvimmbad, auch ein Haus für Bureauräume und ein Gebäude für den Wagenpark zur Verfügung gestellt.
h. W ickstadt, 11. Juni. Ein Friedberger Angler fing in der Nidda einen Goldkarpsen, der ein Gewicht von 10 Pfund aufwies.
Starkenburg und Rheinhessen.
ch. Bingen, 9. Juni. Am 22. findet hier die Einweihung eines Denkmals des Großherzogs Ludwig IV. statt. An den EinweihnngSfeierlichkeiten ruirb auch der Großherzog teilnehmen. Am Tage vorher findet die Einrveihung der neuen Binger Festhalle statt.
Hessen-Nassau.
h. Frankfurt a. M., 11. Juni. Eine Seltenheit befindet sich am Ostbahnhof in Frankfurt a. M. Während Schokoladen- und Zigaretten-Automaten reichlich vorhanden sind, auch Briefmarken- und Postkarten-Automaten töblicher- weise aufgesteüt wurden, ist ein Briefkasten nicht angebracht. Ter nächste Kasten befindet sich außerhalb des Bahnhofs, am nahgelegenen Postamt. So durfte der Frankfurter Ostbahnhof gewiß der einzige großstädtische Bahnhof Deutschlands sein, der eines Briefkastens entbehrt.
li. Eschborn, 10. Juni. Den hiesigen Schweinezüchtern bieten die Metzger so geringe Preise für die Schweine, ohne natürlich die Fleischpreise herabzusetzen, daß die Züchter die Schweine jetzt selbst ausschlachten und das Pfund Fleisch mit 70 Pfennigen, statt 1.—1,10 Mk., wie bei den Metzgern, verkaufen.
Gevschtssaar-
— Lieb, 11. Juni. TaS hiesige Schöffengericht verhandelte heule gegen den Landwirt Gg. Kr. von Birklar wegen Beleidigung des dortigen Bürgermeisters. Der jlngcHnnle halte in der Hitze des Wahl- kampfes für die Bürgermeisterwahl in Birklar sich zu schweren Belei- diguuaeu hinreißen lassen, indem er den Bürgermeister vcrichiedentlid) des Betrugs bezid)tigte. Das ©crid)t verurteilte deu Angeklagten, der teilweise geständig ist, zu einer Geldstraie von 60 Mark oder 14 Tagen Gefängnis und zur Tragung aller Kosten. Außerdem wurde dem Bürgermeister die PublikalionSbefugnis des Urteils zugesprochen. — Am Sonntag nach Ostern hatten sid) die Eheleute Th. S., Wilh. S., Kd. £>., Hch. Schul, von Lich gegenseitig mit Besen und sonstigen gesährlicheu Werkzeugen verprügelt, loobei es blutige Köpfe gegeben hatte. Das Gericht erkannte gegen Th. S. auf eine Geldstrafe von 3 Mark oder 1 Tag Gefängnis, gegen Kd. H. auf eine Geldstrafe von 6 Mark oder 2 Tage Gefängnis. Tie übrigen drei ^Angeklagten wurden sreigesvrochen. — Ter Schreinergeselle M. von hier hatte gegen einen Strafbefehl wegen Ruhestörung Einspruck) eingelegt« Da die Schuld nicht klar zu beweisen war, mußte Freisprechung erfolgen. — In der Privatklagesache R. gegen von Birklar, wobei dem Privatkläger der Vorwurf des Diebstahls gemacht worden war, mußte ebeufasts wegen maugeluden Beweises Freispred;ung erfolgen.
\] Marburg, 11. Juni. Beim Schwurgericht wurden heute zwei Fälle wegen Unterschlagung int Amt verhandelt. Zunächst handelte es sich um den seitherigen Svarkasfenbeamlen Fr. I. aus Detter, der beschuldigt wurde, der Kasse uach unb nach 1800 M. entnommen und falsche Brechungen vorgenonrmen zu haben. Tie tt'esd)ivorenen bejahten die Schrrldsragen, billigten jebod) mildernde Umstände zu. Tas Urteil lauiete auf 0 Monate Gefängnis. Für I. soll ein Gnadengesuch eiugereicht werden. — Bei dem folgenden Fall ersd)ien als Angeklagter der Statiotlsausseher G. aris Allcudors bei Kirchhain, der 817 M. aus der Kasse für sich entnommen haben soll. Ter Angeklagte mackste gellend, daß ihm das ®clb gelegentlich ber Lahnauszahlung auf ihm unerklärliche Weise abhanden gekommen sei. Tic Sache wurde sckstießlick) zivecks weiterer Beweisaufnahme von der diesnraliaeu Sdnvurgcrichtsperiodc abgejetzt.
le. Wiesbaden, 11. Juni. DaS Reiehsgcricht wird litildcr Der Heizer Adolf Rischen aus Eaub ivar int Sommer v. I unter dem Schieß- und Scboditmeiftei" Häuser bei Arbeiten besd;äftigt, die am „Roßkops-Tuuncl" der rechtsrheinischen Eisenbahn bei Eaiib ausgekührt nnirben. Nadidem die Arbeiten längst beendet, kam dent Eatlber Geudaruien z»l Gehör, daß Rischen dainals 4 2)i)imimtpatroncn, die angeblich der Cchleßiueisler längere Zeit frei habe herum liegen lassen, au sich gebracht, später vergraben und zuletzt, um Uuheil zu vermeideii, in den Rhein geworfen haue. Er erstattete Anzeige wegen Tiebstahls t>nd Vergehens gegen^ y°- Tynamitgesetz. Tie Wiesbadener Strnffammer, v'r der Niicaen deu obigen Tatbestand zugab, hielt ihn nicht bcS Diebstahls m schuldig, wohl aber deS Bergeheus gegen § 1 des Sprengflongc|CBc vom 9. Juni 1884, da Rischen ohne die danach cviorbcrUdjc w
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Neuländern, wie Der Vortragende Manilahanf, die t>en Philivvinen feer 180000 Tm marlt kommen, dem die. Quaüt roenden sich nie! der die Verhält, kennen gelernt Außerdem ist großer Teil der 'der sich nodi in nätfiMßfiffc trc. unb Sßcftiiibieit / i fei hier antbi 1 vn bem runb 1 I .' il bm Markt ka Ipttt als unsere : | ätschen Botanikei fflen Agavenhans Rfroicfcit, und i » uni Fasert 30 .ul linier deutsc Manischen in c ^'ührung auf de
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