Ausgabe 
12.6.1913 Erstes Blatt
 
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gegen

Viktor im

Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen.

Juni

Wetter

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die biieienernfeit Nord-Amerikas an verarbeiteter Manila- unb da ft die Landwirtschaft der Ver­ronnen nit Bindegarnen allein bisherigen Quellen des Nohstosf- bnben die amerikanischen Binde-

ein schönes Cello von Gennarv Gagliano eine Geige von Landolfi 2000 Mark, eine und eine Geige von Ferdi nundo Gagliano ganze Sammlung erzielte einen Preis von

49

66

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brachte 4200 Mark, Awati 3200 Mar., 18 010 Mark. Tie fast 90 000 Mark.

+ 17,5 C.

+ 13,2 * C.

£>öd)He Temperatur am

Niedr .,' : , ,

Niederschlag: 0,0 n-.m.

tinhessen.

L findet hier die k rzogs Ludwig IV. ite :b e.nch der Grotzhei;.; et die Einweihung '.t

Tie Ab- spätestens bereite an

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bis 11. Juni - 11. ,

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glaublich gehoben. Insbesondere verschlingen gewaltige Mengen Lisalfaser. Es wird angegeben, einigten Staaten 120 150 000 für jene Zwecke bedarf. Da die

zwischen den Fraktionen des Zentrums, der N a t r o n ak- liberalen und der f o r t s ch r i t t l i ch e n D o l k s p a r t e i ou5- qeerrbeitete Rom pro miß s o gut w i e fertig vor, eS um- OBt fämtliche Steuervorlagen einschließlich des WehrbeitragS. Die Grundlage für die Verständigung bildet die Besitzsteuerirage. Man fand sich im groben und ganzen bei der Regierungsvorlage über die D e r in ö g e n S »u w a ch s st e u e r zusaminen. In der paupt- sache handelt es üch dabei um die Cr b s ch a s t S st e u e r, bei der allerdings das Gattenerbe fteuerirei bleiben soll, dagegen daS Rindeserbe besteuert wird. Die Beschlüsse der Parteiführer sind bis­her unverbindlicher Natur. Ueberraschungen sind deshalb immer noch nicht ausgeschlossen.

Die Stichwahl in Waldeck Plirmovt.

Pyrmont 11. Juni. Bei der heutigen ReichStagsersahwahl erhielten Die ! m e y e r (wirtsch. Vereinig.) 5648, Naumann (Dotksp.'» 4937, Weddig <Soz.) 1017 Stimmen. Es ist Stich­wahl zwilchen Vietmeyer und Naumann erforderlich. Bei der Wahl 1912 hatte Vietmeyer 4403, 9luid)fe tVolksp.) 3687, der NatioualliberaleL037 und der Sozialdemokrat 1616 Stimmen erhalten.

Tutndjen Trusts diktiert werde". Darum muf: es in unserem In­teresse liegen, das' mir den Sisalhanf aus Deulsch-Ostafrika auch im Mutterlande mehr und mehr einbürgern Zudem nehmen ja auch die Zufuhren an Rohstoffen, die bisher für Bindegarne in Deutschland Verwendimg sanden, immer mehr ab. Was den Jascrbau in Ost-Afrika selbst anbelangt, zeigte der Vortragende, das derselbe auf Grund der in den letzten 20 Jahren gesam­melten Erfahrungen immer rationeller wird. Mit der Zeit hat sich auch ein sehr intelligenter und arbeitsamer Pflanzer-, oder besser gesagt, Pslanzungsleiterstand entwickelt. Auch die zurzeit verwandten Entsaserungsmaschinen sind schon sehr praktisch ge­baut. Die Kultur ist allerdings in erster Linie für den Groß­betrieb geeignet. A'le:> in allem können wir mit den bisherigen Resultaten bei der Sisaltultur äußerst zufrieden sein. Es sei hier noch bemerkt, daß an eine Konkurrenz unseres deutschen Hanfes mit den Fasern der Agaven aus den Kolonien gar nicht zu denken ist. Kommen doch kaum mehr als Mengen von 3000 Hektar Hanfland in Deutschland aus den Markt. Ein Wiederaufnelnneu des alten Kultur zweigcs in Deutschland würde von den Ham verarbeitenden Industrien nur mit grösster Freude begrüßt werden.

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Anleihe ist

* Von dem Truppenübungsplätze Königs­brück wird berichtet, bah eine Anzahl Soldaten an einem der ätzten heisten Tage bei einer Ucbuna erkrankt und ins Lazarett gebracht werden mußten. Ein Soldat ist gestorben, die anderen sind in ärztlicher Behandlung.

* Der DampferImperator" trat am Mittwoch nach­mittag seine Fahrt nach Amerika an. Das Schiff ist in allen Teilen gut beseht. Auf Einladung der Hamburg-Amerika-Linie fahren bis Southampton etwa 75 deutsche und englische Journa­listen und Schriftsteller mit, die Generaldirektor Ballin bei einem Frühstück an Bord deSImperator" begrüßte. Da die Einschiffung zeitig begann, sanden die Teilnehmer an der Fahrt schon vor Ab- aang deS Schiffes Gelegenheit, alle Räume und Einrichtungen kennen zu lernen. Ans der 9,Iten Liebe hatte sich eine große Menschenmenge eingehmben, um die Ausfahrt deS RiesendampserS mitanzusehen. Das Wetter ist sehr stürmisch.

* Geldverkehr bei Berlin er Festen. Allein an EintrittS- aelder hat der letzte Sonntag dem Stadion 83000 Mark gebracht. Auch die Grünaner Rais er-Regatta brachte erhebliche Summen in? Rollen. Es wohnten ihr etwa 200 000 Personen bei.

Kostbare Instrumente. In London wurde kürz­lich eine schöne Sammlung alter Instrumente, die der vor einigen Jahren verstorbene Mailänder Künstler Carlo Andreoli zusammen-

Eackm unseres Mn. ve Liegehalle n Mg des 3. Bat. i? ssasernem'ällmcn, Epik ccnutäunie und ein 6:- >ung gestellt.

Friedberger Angler mr der ein Gcivichl r:-

Ter Zar will das Schiedsrichteramt übernehmen.

Petersburg, 12. Juni. Ter Kaiserhat an den n i g von Bulgarien unb an den König von Serbien am 8. Juni aus Moskau folgendes Telegramm gerichtet:

Die geplante Zusammenkunft der Ministerpräsidenten kr vier verbündeten Staaten in Saloniki, der sich sodann eine Zusammen­kunft in Petersburg entschließen könnte, hat mich mit der grössten Freude erfüllt, da diese Absicht, den Wunsch der Balkanftaatcu anzuzeigen schien, sich, zit verständigen unb das Bündnis befestigen zu wollen, das bis jetzt so glänzende Erfolge gezeitigt hat. Mit peinlichem Empfinden erfuhr ich, daß dieser Beschluß noch nicht zur 9lussührung gelangt ist, daß die B a l kan st a a t en sich an­scheinend aus einen Bruderkrieg vorbereiten, der geeignet ist, den Ruhm, den sic gemeinsam erworben haben, zu trüben. In einem so ernsten Augenblick wende ich nrich direkt an Eure Majestät, wozu mich mein Reckst unb meine Pflickst in gleichem Maße nötigen, benn bas bulgarische und bas serbische Volk haben burch ihren Bündnisvertrag die Entscheidung jeder Mei­nungsverschiedenheit über die Ausführung der Besinn mungen des Vertrages und der Verabredungen, die sich darauf bei.iehcn, Rußland übertragen unb ich bitte deshalb Eure Majestät, den übernommenen Verpflichtungen treu zu bleiben unb die Beilegung der gegenwärtigen Meinungsverschiedenheiten zwi­schen Bulgarien unb Serbien der Entscheidung Rußlands zu überlassen. Da ich das Amt des Schiedsrichters nicht als ein Vorrecht, sondern als meine ernste Pflicht betrackstc, der ich mich nicht entziehen könnte, so glaube ich. Eurer Majestät mitteilcir ?u müssen, daß ein Krieg zwischen den Verbündeten mich nicht teilnahmslos lassen könnte. Ich stelle ausbrücklich fest, daß her Staat, der diesen Krieg beginnen würde, dafür der slawischen Sache gegenüber verantwortlich wäre, unb ich behalte mir jeix Freiheit für bie Haltung vor, bie Rußland gegenüber dem Aus­gang eines so vcrbrech.'rischen Kampfes einnehmen wird.

* Diebe in der Kirche. In Köpenick drangen in per letzten Nacht Einbrecher in eine katholische Kirche, bie dich: o der Spree liegt unb schon vor einigen Wochen einmal von Dieben heimgesucht würbe. Sie fuhren mit einem Kahn bis an 'das Gotteshaus, drückten ein Fenster ein, stiegen in die .Vtirdy iftn unb erbrachen alle Opferstöcke unb Behälter. Sie erbeuteten nur wenige Mark, nahmen aber einen silbernen Kelch mit. Von ,den Dieben fehlt jede Spur.

* Bor den Augen der Braut erschossen. Der ;?3 Jahre alte Student der Philosophie, John Joseph in Charlott enbu rg, erschoß sich in Gegenwart seiner Braut,

der Frcnstfnrter Borke emgcinhrt. Tie Schuldverschreibungen der Nassauischen Landesbank sind in ün d e l l i ch e r, sie werben von der Nassauischen Landesbank zu Vorzngssätzen in Depot genommen unb lombardiert. Zeichnungen können erfolgen bei sämtliche» Lanbesbankkassen (vaimifalle, Lanbesbankstellen und Sammelstellen), sowie bei den Banken, Bankiers und Vorschußvereinen.

Trier, 11. Juni. Die Hauptversammlung der Ver­einigung der Elektrizitätswerke wurde Heute vor­mittag ,eröffnet. Den wichtigsten Punkt der Vormittagstagung behandttte Tireftor Tr. Passavanl Berlin in einem Vortrag über Schadenhaftung beim Betrieb elektrischer Anlagen. Der Redner wandte sich scharf gegen die auf dem Juristentag in Wien gefaßten Beschlüsse, welche die Einführung eines Son ber­ge setz es über bie Haftpflicht der Elektrizitäts- w e r f e für die Konsumenten empfehlen. Dr. Passavant nahm scharf hiergegen Stellung, da ein solches Gesetz zu unübersehbaren Schädigungen führen könne unb eine erhebliche RechtSunsick-erheit im Gefolge hätte. In 10 Jahren seien an deutsckten Gerichten nur 43 Hastpflichtfälle gegen Elektrizitätswerke verhandelt worben, von denen nur 24 zu Glinst en der Kläger entschieden werden konnten. Bei den 2700 deutschen Elektrizitätswerken habe bis auf ganz vereinzelte Fälle dcks bestehende Recht ausgereicht. Ein solches Gesetz würde den technischen Fortschritt hintanhalten und unnötige Hastpflichtsansprüche provozieren. Die deutschen Elek­triker hätten sich die Anwendung zuverlässiger Vorschriften stets zur Aufgabe gemacht unb selbst ausreichende Schutzbestimmungen erlassen. Der Redner empfahl den Mitgliedern die Anlage einer ausgedehnten Unfall-Statistik und legte folgende Ent­schlief ung vor: 1. Weder durch die Prozeß-Statistik noch durch die Unfall-Statistik ist die Notwendigkeit einer Sondergesetzgebung für elektrische Anlagen erwiesen. Aus diesem Grunde sind alle auf eine Sonderbehandlung der Elektrizitätswerke abzielenden Be­strebungen abzulehnen. 2. Wenn eine Modernisierung der Haft- pslichtgesetzgebung überhaupt und ihre Anpassung an die Eigen­schaften fortgeschrittener Betriebe der Neuzeit erforderlich erscheint, so suche mau diese Modernisierung auf der Grundlage des Ge­meinen Rechtes. Jede Fortsetzung der Sondergesetzgebung ist nur geeignet, zu schädigen und zu verwirren. 3. Jede Ausdehnung der Haftpflicht des Elektrizitätswerkes auf die Anlagen der Ab­nehmer ist unbillig und undurchführbar, denn der Stromlieferer ist nicht imstande, die Energie zu kontrollieren, nachdem sie von dem Abnehmer übernommen ist.

In der Nachmittagssitzung trat man in die Aussprache über die Entschließung ein. Sämtliche Redner stimmten dem Vor­tragenden bei, so daß die Entschließung einstimmig angenommen ivurbe. Neben der Frage des elektrischen Kochens standen Tarif- fragen im Vordergründe der Erörterung. Während einige Redner verschiedenartige Tarife mit Pauschalen, Abnützungs-, Dauerrabatten und Stromobgrcnumg forderten, sprach sich bie Mehrzahl für den einfachen Zühlertarif aus, der durch Erleichterung der Jnstallationsbebingungen der Konsumenten wir­kungsvoller gestaltet wird. An bie Tagung schloß sich die General­versammlung der Einkaufsstellen von Mitgliedern der Bereinigung von Elektrizitätswerken an.

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Eine Verständigung in der TeckungSfrage.

Berlin, 12. Juni. Ungefähr zu derselben Stunde, als der Reichskanzter gestern im Reichstage die Parteien ermahnte bald zn einer Verständigung über die Deckung zn gelangen, lag bas

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Handel.

Die Direktion der Nassauischen Laubesbank in Wiesbaden legt laut Bekanntmachung im Anzeigenteil 5 Millionen Mk. 4vroz. Scknildversckreibungeu der Nassauischen Landesbank Bnchstabe Z

gebracht hatte, versteigert, unb es wurden dabei für einige Stücke redjt ansehnliche Preise erzielt. Das.Juwel der Sammlung, eine prachtvolle Geige von Giovanbaltista Guadagnini mürbe mit 8616 Mark bezahlt.

Ein anregendes Werk für die Sommerferien l II!I!IIIIIIIIIIIIIIII!!I!I!!IIIII!!IIIIIIIIIII!II!I!IIIIIIIIII!II!III!IIIIIII!I!IIIIIIIII!!I,III,II!III,II,I

Soeben erfehienen:

ber Docht er eines Kaufmanns aus Waidmannslust. Joseph stammte ans Schwerin unb war sehr vermögend.

* Mord während des Unterrichts. Aus Lemberg nnrb gemeldet: In der hiesigen Lehrerbildungsanstalt gab heute während des Unterricht» ein 18 jährig er Ruthene vier Revolver - ichüsse auf den Professor der polnischen Sprache, GutkowSki, ab und tötete ihn. Ms Grund zu der Tat gab er schlechte Behandlung seitens des Professors an.

Amtlicher Wetterbericht.

Deffentlidjcr Wetterdienst, Gießen.

Wetterausfichten in Hessen für Jreitaa, den 13. Juni 1913: Wolkig, geringe Regen, fühl, Rordweiiwinde.

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_ * Die Staatsanwaltschaft in Köln hat örtern ick el auf Raubmord an dem Landwirt Jahre 1908 Anklage erhoben.

bezug es nicht mehr ausreichten,.....

garn Fa> vikanten feit ein paar Jahren begonnen, unser deutsches KolonialProdukt bei sich chuuführcn. Wenn wir diese Erschei- inutg auch mit Freude begrüßen können, so liegt in ihr doch eine nicht geringe Gefahr, das' unsere Snalproduzenten in eine ge­wisse Abhängigkeit von den amerikanischen Gesellschaften geraten können, die ihnen ebenso schlecht bekommen Fairn, wie den meri- kanifchen Sisalpfan-ern, denen die Preise einfach von den ameri-

D i e B o t s ch a f t e r k o n f e r e n z.

London, 12. Juni. Die Votschaftcrkonferenz beriet über die Südgrenzc Albaniens unb bas Schicksal ber Aegäischen Inseln Die Botschafter haben den Standpunkt ihrer Regierungen bargelegt. Eine Entscheibung ist noch nicht getroffen.

*

Tas Attentat auf den Aroßwesir.

Konstantinopel, 12. Juni. Auf den Großwesir wurden 10 R ev o l v e r sch ü sse abgefeuert. Außer Topal Tewsik würbe noch eine zweite der Teilnahme an dem Anschlag verdächtige Person, die sich Kadri nennt, verhaftet.

*

L ond o n, 11. Juni. Unter den Empfängern der von der Universität Cambridge verliehenen Ehrendoktoren befinbet sich der Berliner Nationalölonom Professor Adolf Wagner.

zum V o r 5 u g 5 f u v f e von 98,4 0 Vroz (Börsenkurs 99Proz.) zur öffentlichen Zeichnung auf. Die Zeichnung findet statt vom 17. Juni 1913 ob bis 12. Juli 1913 einschließlich. B e i Ein­zahlungen, bie bis zum 30. Juni folgen, wirb der Kurs mit 98,30 Prozeu berechnet. Früherer Schluß bleibt Vorbehalten, nähme der Stücke kann sofort er'olgen: sie Hat bi-

= Aus dem SnhaU des Werkes- W Die Bedeutung der Warenzeichen für die Reklame - Das = = Recht der Reproduktion - Die Vorprüfung der Waren- = = ze cDen auf üye Eintragungsfähigkeit - Pfvchologle der = = Reklame Vornehme Reklame durch SchaufenfTerdeko- = = raflon - Reprpdukfionsmefhoden - Höchrtrichferl. Enffchel. = === düngen aus dem Gebiete des Urheber-, Patent- Gebrauchs- = mufter- u. Warenzeichenrechfs Organisation u. Propa. = = genda in der Pollfik - Reklamekunff - Reklameplan = = y Ausftaffung Reklamefachleute Die KuntT =

= ,.-5IenrT® der Reklame Die Repräsentation des Ge- = fchöftes Das Plakat Das Buch der Reklame u. a ,na_ ~ ^IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN

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25. Juli 1913 zu geschsf en.

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laubnis sich im Besrtz von Sprengstoffen befunden. Eine Erlaubnis .sei, rote zur Begründung des Urteils, das auf drei Monate Gefängnis lautete, ausgeführt wurde, nach wiederholt ergangenen IReichsgerichtSenlscheidungen selbst bann erforberlid), wenn Iber Täter den Sprengstoff an sich nehme und ver- -lichte, nm Unglück zu vermeiden. Gegen da» Urteil verfolgte Der Verurteilte Revision an bas Reichsgericht. Dieses änderte getzt seinen früheren, nicht sehr humanen Stanbpunkt, verwies d-e Sache an die Vorinstanz zurück und begründete das Urteil damit, «daß von einer strafbaren Handlung bann nicht die Rebe sein könne, wenn ber Angeklagte das Dynamit, nm einem Unglück toorzutzeugen, sofort verscharrt und darauf später in den Rhein geworfen habe. Die Strafkammer kam heute im Sinne deS Meichsgerichts zur Freisprechung.

Kötn, 11. Juni. Die Strafkammer verurteilte heute den iJusttzrat Leyendecker wegen Unterschlagungen und Verun­treuung von Mündelgeldern in Höhe von 250 000 Mark ru ?^ahren und 8 Monaten Gefängnis. L. brachte nch durch Spekulationen m pekuniäre Schwierigkeiten, vergriff sich an den ihm anvertrauten Geldern und flüchtete dann nach London, von wo er an Deutschland ausgeliesert wurde.

Die Aussichten der Sifalfnltur in Deutsch-Gftasrita.

In der Sitzung der Kolonialabteilung der Deutschen Land- Ivirtschaftsgesellschaft sprach Professor Dr. Bruck-Gießen über den Faserbau, besonders in Deutsch-Ostafrika.

Unter den Knlturgewächsen, die in Teutsch-Ostafrika an- gebaut werden, ist die Sisalagavc lAgave sisalana mir die er­folgreichste Pflanze. In der kurzen Zeit ihrer Einführung in das Schutzgebiet ift ihre Produktion auf rund 16 500 T. mit einem Werte von rund 8 Mill. Mark gestiegen. Die anderen Kultur­zweige, wie Kautschuk, Baumwolle usw. stehen zurzeit vor Krisen -oder befinden sich erst im Anfänge. Daher ist es mit großer ,Freude zu begrüßen, daß wir in der Sisalagave ein Gewäck)s .haben, das für die verschiedensten .Kulturböden Ost-Afrikas bv sonders gut geeignet ist und dessen Kultur bei der Fülle von vorhandenem günstigen Boden, sofern nicht die Arbeiterfrage störend wirkt, noch weiter sehr ausdebn<ngsfähig ist. Es .fragt sich nur, ob eine Ueberproduktion an den Stoffen auf dem .Weltmarkt eintreten könnte, die jene Agave liefert: es sind dies Rohfasern für die Seilerei, die Tauwerkindustrie und die Bindfaden- und Bindegarnindustrie. Der Vortragende suchte g^ rade zu zeigen, daß eine Ueberproduktion in der nächsten Zeit nicht zu erwarten sei. Unter diesen Umständen kann daher eine «noch größere Ausdehnung in der Sisalkultur in der Kolonie nur Iwarm empfohlen werden. Professor Bruck begründete seine An­sichten, indem er zeigte, daß das Material, welches bisher zur ,Befriedigung des Bedarfes in den genannten Industrien Ver «Wendung fand, einerseits nicht mehr in dem Maße wie früher auf den Markt kommt und andererseits für den steigenden Kon .sum lange nicht mehr ausreicht So sind die europäischen Hanse Her Cannabisvslanze, soweit es ihren Anbau anbclangt, zum iTeil im Rückgang begriffen oder aber der Eigenverbrauch in Iben Produktionsländern hebt sich derartig, daß die Exporte ge- !ringer werden. Aber auch die Ersatzstoffe der alten Hanse, näm lid) die Produktion in den Tropen kultivierter Pstanzen machen .zurzeit derartige Krisen durch, daß an Mehranbau in kolonialen Neuländern, wie gerade Deutsch Ostasrika gedacht werden muß. .Der Vortragende ging auf das bisher wichtigste Ersatzvrodukt, den .Manilahanf, die Faser einer Banane, die fast ausschließlich auf .den Philippinen gewonnen wird, näher ein. Er zeigt", daß trotz ider 180 000 Tonnen, die von dem Erzeugnis noch auf den Welt markt kommen, einmal der Anbau zurückginge, und daß außer dem die. Qualitäten immer schlechter würden. Tie Philipvinos wenden sich mehr und mehr anderen Kulturzweigen zn. Bruck, der die Verhältnisse auf den Philippinen aus eigener Anschauung kennen gelernt halte, versuchte das an Zahlen näher zu belegen. Außerdem ist in letzter Zeit durch verheerende Stürme ein großer Teil der Manilahanfernten vernichtet worden, ein Schaden, Iber sich noch in den nächsten Jahren geltend machen wird. Das nächstwichtige tropische Faserprodukt sind die Agravenhanfe. Meriko und Wcstindien liefern den Hauptprozentsatz an diesen Stoffen. »Es sei hier ausdrücklich bemerkt, daß der Agavenhanf Merikos, von dem rund 120130 000 Tonnen in den letzten Jahren auf den Markt kamen, ein viel minderwertigeres Produkt bar 'stellt als unsere deutsch-ostafrikanische Faser. Leider haben die deutschen Botaniker nickst auf den Unterschied der beiden verschie- ihenen Agavenhanse, Merikolianf unb Ost-Afrikahanf, gebührend i hingewieseu, unb vor allen Dingen haben sie nicht gezeigt, daß >es sich um Fasern zweier gan; verschiedener Pflanzen handelt. 'So ist unser deutsches Produkt häufig mit dem minderwertigeren mexikanischen in einen Topf geworfen worden. Das hat feine Einführung auf dem Weltmarkt zunächst sehr erschwert.

Zu den genannten Fasern treten noch jene einer Reihe au- > derer Pflanzen, die in Neuseeland, Indien und anderen Kolonial ländern gezogen werden. Gegenüber den bisher genannten spielen sie aber nur eine verhältnismäßig kleine Rolle. Immerhin ist hier auch zu bemerken, daß das neuseeländische Erzeugnis zurzeit Ebenfalls eine Kriüs durchmacht.

Die Konsumsteigerung an den erwähnten Stoffen beruht ein­mal auf dem enormen Anwachsen der zkpiegs- und Handels­marinen der großen Kulturvölker, di' immer mehr Material für 'Tauwerk und Seile benötigen. Fer r hat sich in den letzten Jahren der Verbrauch an Bindegarn f ir Mähmaschinen ganz un-

eine bewährte Krankenkost für Erwachsene bei Störungen der Verdauung, bei Schwäche u. Appetitlosigkeit.

Erholungsbedürftige und leichtere Kranke^w^reXrsuncEt.

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