Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe»
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mefjr ober weniger eine bedauerliche Bindung der offerrtkühot Meinung und eine Bevormundung der Bevölkerung, die durchaus nicht mehr zeitgemäß ist. Schließlich ist ein Kreisblatt doch nur im amtlichen Teile Kreisblatt und nicht dazu da, daß es muh der persönlichen Meinung eines höheren Beanrten getestet wird. Wenn es dem allgemeinen Interesse bienen soll, muß jedermann das Reckt haben, in dem Blatte zu Worte zu kommen, ohne daß halbamtlick sein Eintreten in öffcmlickic Fragen, die eine ^tnbt und ihre Bevölkerung bescheinigen, oder beschäftigen f oUten, auch ivenn er nicht mit seinem Namen zeichnen will, als Unfug bezeichnet wird. ____________________________________
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inS Hauö geliefert. Reiche Musterau^ wähl umgehend. (DT/v
Lehrer behandelt eine Aufgabe, in der eine Rabattrechnung vorkommt. Alle Schüler rechnen, nur einer, vom jüngsten Jahrgang, rührt sich nicht. Weinend saat er, daß er solche Aufgaben in der Volksschule noch nicht gerechnet habe. Als ihm nun der Lehrer den Dreisatz erklären will, hellf sich sein Gesicht wieder ans und lächelnd spricht er: „Lass es sein, ich wills not Wesse, ich sein gescheit genug!"
Starkenburg und Rheinhessen.
d. Mainz, 7. Febr. In dem Bericht über die Beschwerde der Freifrau von Fechenbach-Laudenbach in Dieburg zur Heranziehung der Einkommen- und Kapitalrcntensteuer in Ober-Mörlen ist ein Irrtum unterlaufen, den wir berichtigen wollen. Für das Jahr 1911 wurde vom Darmstädter Provinzialausschuß Ober-Mörlen mit seinem Anspruch auf die Steuer abgewiesen. Das Verwaltungsgericht verwies die Sache für das Jahr 1912, für welches Ober-Mörlen wieder den Anspruch erhob, zur Entscheidung an den Provinzialausschuß für Rheinhessen. Aber auch hier wurde Ober-Mörlen abgewiesen und die Freifrau von Fechenbach hat wie bisher in Dieburg die Steuern zu entrichten.
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braucht nicht ausznfallen, mehre 5entn, w«a Sie sich ongewöhnen, Wyberl.Tabletten bet sich zu führen und bei belegter Stimme oder rauhem Smx\s davon zu nehmen. ,Ss gibt dein besseres Wittel, um die Stimme sofort KI« und frisch zu machen." Dies ist der Inhall
Landwirtschaft.
w. Wetzlar, 9. Febr. Am Samstag nachmittag hielt bet Dbst - unb Gartenbau verein ixx- • reifes Wetzlar seine Hauptversammlung ab. Nach dem Geschäftsbericht ist die Mit-
Handel.
- Konkurse in Hessen. Hebet das Vermögen bet Modistin Maria Heitlinget in Oppenheim wurde am 5. Febr. das KonkurSverkahien eröffnet, da die Gemeinschuldnerin ihre ^ahlungsuiüähiakeu darqetan, insbesondere ihre Zahlungen einaeflellt Hal. RecktSanwalt vubert in Opoenheim wurde -um Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen und bis zum 20. Februar bei dem Amtsgericht Ovvenheim anzumelden. — Heber das Vermögen des Lchreinermeisiers Michael Herbert in vöchst i. O. wurde am 1. Febr. das Konkui-sversahren eröffnet. Rechtsanwalt Woli in Höchst i. O. wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis -um 28. Februar bet dem Amtsgericht Hockst i O. anzumelden. — Heber bas Vermögen des Kaufmanns D a v i d Straßer und des Kaufmanns Alfred Lazar, beide von Worms, Inhaber der Firma Sckubwaren- Hans .Wormatia', Straßer & Lazar, wurde am 21. Januar das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Baruch in WorntS wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs'orderungen sind bis zum 1. März bei dem Amtsgericht Worms anzumelden. — Heber daS Vermögen der Firma Chemische Fabrik und Nähr- Mittelwerte m. b. H. in Mörfelden tvurde am 6. Febr. das Konkursverfahren eröffnet. RecktSanwalt Tr. Knoepsel in ©roB-Weran ivurde zum Konkursverwalter emaimt. Konkurs- forderungeii sind bis zum 1. Dlärz bei dem Amtsgericht Groß- Gerau anzumelden.
** Postschcckvcrkchr. Im Reichspostgebiet ist bie Zahl ber Kontoinhaber im Postscheckvcrkehr Enbe Januar auf 76 490 gestiegen. (Zugang im Januar 1287). Auf diesen Postscheckkonten würben im Januar gebucht 1480 Millionen Mark Gutschriften unb 1489 Millionen Mark Lastschriften. Das Gesamt- guthaben ber Kontoinhaber betrug im Januar durchschnittlich 169 Millionen Mark. Im Verkehr der Reicksvostschcckämter mit dem Postsparkassenamt in Wien, der Postsparkasse in Budapest, der luxemburgischen unb belgischen Postverwaltung sowie den schweizerischen Postschcckbureaus wurden 7,9 Millionen Mark um« gesetzt und zwar auf 3240 Übertragungen in der Richtung nach und auf 14 300 llcbcrtragungen in der Richtung aus dem Auslände.
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1. D^>. 1911 bis 30. Nvv. 19i<? — uui-ywuUuu.n-ii tvilT? .T, gezählt. Unter Hcursschlachtungen waren solche Schlachtungen zu verstehen, bei denen gemäß den bestehenden Vorschriften eine Schlachtvieh- und Fleischbeschau nicht vor- zunehnren war und auch tatsächlich nicht voraenommen wurde. Die Zählung der .Hausschlachtungen soll eine Ergänzung der Fleischbeschau- und Schlachtungsstatistik bilden, um die Gesamtzahl der Schlachtungen (der gewerb- lick-en und der Hausschlachtungen) festzustellen. Nack; dem vorläufigen Ergebnis der Zählung stellt sich die Zahl der .Hausschlachtungen wie folgt (die Zahlen in den Klammern gobett die Zahl der Schlachtungen in der Zeit vom 1. Dez. 1906 bis 30. Nov. 1907): Rindvieh 922 (1085), Schafe 628 (548), Schweine 137 059 (143 670) und Ziegen 21421 (19 975).
** Ein seltsames militärisches Jubiläum begeht heute (10. Februar) der Kriegsinvalide Valentin Köhler in Darmstadt. Er ist am 29. März 1846 in Ober-Mörlen geboren und trat am 1. Oktober 1864 als Freiwilliger in das 2. hessische Infanterie-Regiment Nr. 116 ein und machte auch die Feldzüge von 1866 und 1870/71 mit. In der Schlacht bei Gravelotte am 18. August führte er als jüngster Sergeant mit größter Hmsicht und Tapferkeit den Schützenzug gegen den Feind, wofür ihm später von dem Divisionskommandeur Prinzen Ludwig das Eiserne Kreuz überreicht wurde. Infolge einer Verwundung mußte Köhler 1871 aus dem Militärdienst ausscheiden, und im Jahr darauf gründete er in seinem .Heimatort Ober-Mörlen den ersten Kriegerverein. Später siedelte er nach Darmstadt über, wo er am 10. Februar 1888 den Militärvercin gründete, dessen Vorsitzender er ununterbrochen 25 Jahre hindurch gewesen ist. Weiter widmete er in der „Militär-Invaliden- und Anwärter-Zeitung" und als Vorsitzender des Verbandes der .Kriegs- und Friedens- Invaliden und Militäranwärter diesen seine Tätigkeit.
Aus Statt ttnt Cant«
Gießen, 10. Februar 1913.
** O-rden san gelegen hei t. Der Großherzog hat nachbenannten Beamten die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihnen von dem König von Preußen verliehenen Auszeichnungen erteilt: dem Postdirektor Adam Becker in Friedberg des Roten Adler-Ordens 4. Klasse, dem Ober-Postschaffner Ferd. P l a t t in Worms, sowie dem Ober-Briefträger Karl Zinn in Renzendorf des Allgemeinen Ehrenzeichens.
•* Finanzaspirantenprüsung. Die schriftliche Prüfung für die mittleren Stellen im Finanzfach wird am 21. April unb ben folgenden Tagen zu Darmstadt abgehalten.
-ReuerRegierungSassessor. Durch Entschließung deS Ministeriums des Innern wurde der Referendar Ludw. Grein zu Darmstadt zum Regierungsassessor ernannt.
** Zulassungen zur Rechtsanwaltschaft. Am 24. Dezember 1912 wurde der Referendar Willi Jun g aus Darmstadt zur Rechtsanwaltschaft bei der Kammer für Handelssachen in Worms und dem Amtsgericht Worms, am 30. Dezember 1912 wurde der Referendar Franz Carlebach zu Mainz zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provittz Rheinhessen zugelassen.
7 ** Lehrer Personalien. Ueoertragen wurde dem
Lehrer Otto Kinkel zu Langen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lauterbach: dem Schulamtsaspiranten Gg. Lahr aus New Port eine Lehrerstelle an der Gemein de schule zu Reichenback). Zu besetzen sind: Die Stelle eines Zeichenlehrers an dem Realgymnasium zu Darmstadt. Bewerber müssetr für ben Zeichenunterrickst an höheren Schulen geprüft sein. Meldungen sind spätestens am 24. Februar bei der Mimsterialabteilung für Schufa angelegenheiten einzureichen. Eine mit einem evang. Lehver zu besetzende Lehrerstelle zu Pfeddersheim. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu St. Johann. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden.
**ErledigteLehrerstellen: Je eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende eLhrerstelle zu Hungen und zu Büttelborn. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Olfen. Das Präsentationsrecht steht dem Grafen zu Erbach-Fürstenau zu. Dem Inhaber der Stelle kann eine besondere Ortszulage gewährt werden.
** Die Landeskirchen steuern für 1913. Nack) den von dem Ministerium des Innern genehmigten Beschlüssen der kirchlichen Behörden und Organe sollen im Rechnungsjahr 1913 zur Bestreitung der Bedürfnisse der Gesamtheit der evangelischen Kirche zwölf Prozent, der Gesamtheit der kathiolischen Kirche fünfundeinhalb Prozent Zuschlag zu den direkten Staatssteuern ausgeschlagen und erhoben werden. Der Ausschlag hat sich gegen den des Jahres 1912 nicht verändert.
** Adelsverleihung. Der Großherzog hat dem Mgierungsrat und Rittmeister a. D. Dr. Otto Ku sende rg zu Darmstadt für sich und feine gegenwärtigen und künftigen ehelichen Nachkommen beiderlei Geschlechts den Adel verliehen.
** au s s ch l a cht u n g e n in Hessen 1912. Bei der - n rnuirhPH, wie bei ben
Höchste Temperatur am 8. bis 9. Februar — + 7,8 • Ql Niedrigste ,„8. ,9. , - - 0,5*0.
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Lccifcrrin, von dem ick so manche Slafcbc zu meiner Stärkung geleert habe, zu gewinnen. Vorige Wocke teilte mir z. B. Krau Meister von dort unter anderem mit, daß ihre Tochter Johanna sich seit dem Genuß von Lcciicrrin zulebeudS vo« der Blcickiucht erholt habe und icht ziemlich wieder auf de« Tamm icu" , , . „, (*"l
Preis von Lecifcrrin M. 3.—, tu Apotheken, sicher vou: UnivcrntätS-Avotbcke und Hirsch Apotheke in Gießen. VC*!v
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200 Hnster waren sicher ba, in alle Stimmungen schallten ein uaar ■vmicncrvloüonen hinein unb dem ganzen Hause wurde der Genuß verdorben. Wenn na die Damen doch daran gewöhnen wollten, außer Bonbon- aua ein vaar achte Fans ^-od. Mineral-Pastillen in dieBonbonnien zu tun! Sie würden sich dann selbst von dem lästigen Hustenreiz befreien u. anderen Leuten nicht den Genuß verderben. Mo- achte Sodener sollte jeder, ber sich auch nur ein wenig erkalte fühlt, regelmäßig mit ins Theater, in Konzerte u. in (Mcieufamr nehmen — bie Wohltat, die er sich selbst damit erweist, wtro ipr z. ständig. Freund v. Fays Soden, machen. Beim Einkauf adm man aber auf den Namen „Fay" u. hüte sich vor Nachahm. [es Zu
gliedenahl von 552 auf 573 gestiegen unb bie Jahresrcchruimg ergab 1518 Mark ht Einnahmen unb 1512 Mark inJlu^aben. In Anbetracht ber bedeutenden Kirschenpflanzungen des Äreiics ist für .Hochelheim eine Kirschenausstellung in Aussicht genommen. Als Gabe kommen diesmal Ruimchc ^raubengurken- kernc und ZeppÄrn-Stangenbohnen zur Verteilung. <sm_ av- gelaufenen Jahr wurden 1988 junge Cbftbäumc, 414o Meter §ang- gürtel und 343 Nistkästen bezogen. An Stelle der G^nenbelmer Mitteilungen soll die Rheinisch Monatsfchmit tur
unb Gemüsebau als Bereinsfchttst eingeführt werben. Obftmarrte in 2Letzlar sinb nach zweimaligem Versuch nicht lebensfähig, ne sollen bähet vorläufig nicht mehr abgehalten werben. Dem ^cunr wartet Fritz-OdenHausen mürbe eine Prämie für bie am ^uocrg angelegte Obstbaum Pflanzung zuteil. Kreisobstbaulehrer Kilo hielt einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über „Obstbaum- bewässerung"._______________________ ______________
zahlloser Zeugnisse über die in ihrer Wirkung unerreichten TDnberblabldfcn, die In allen Apotheken unb Drogerien 1 Mark pro Schachtel kosten.Nieder- lagen in Gießen: Pelikan-Avotbeke n. Löwen-Drogerie. ls»"/» von Mk. 1.15 an ver Meter, letzte Neu heilen. Franko und *chon verxollt
Zur Verbreitung des Guten
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Absicht, seine Eltern zu vergifteir, toctl diese em Eerhättlus des Mädchens nicht zugeben wollten.
* Der Kampf gegen das Opium in China. In China werden immer strengere Mittel gegen den Anbau von Mohn angewendet, unb man versuckst mit aller Gewalt, das Opium- rauchen zn unterdrücken. Auch gegen den Opiumhandel geht man ehr scharf vor, befleißigt sich dabei jedoch einer gewissen .Httm- lichkeit, weil man weitz, daß England seinen indisä^en Expott nicht völlig vernichtet wißen will. Während bie Einfuhr von Opium bisher brei Provinzen, ber Manbsckuirei, Schensi unb Szeschnau verboten war, sinb jetzt fünf anbere Provinzen, Schilhi, Kwangsi, Schantung, Hunmr unb An-Hui amtlich für „opium- rei" erklärt worben, b. h. hier wirb kein Mohn angebaut und darf kein Opium eingeführt werben. Die britische Regierung hat sich bamit einverstanden erklärt, baß in ben beiben ersten Provinzen bie Einfuhr aus Jnbien verboten wirb, behält sich aber für bie brei anderen nähere Nachforschungen vor. So viel steht jedenfalls nach den Beobachtungen curopäckcher Konsuln unb Missionare fest, baß eine sehr beträchtliche Verminberung bes Mohnanbaues im Herbst 1912 gegenüber bem von 1911 fest- gestellt werben konnte. Daraus geht hervor, baß bie Wirkung bes Opiumkämpfes in China größer gewesen ist, als man je ermattet hätte. Mohn wirb jetzt nur noch in bestimmten (Gebieten ber Provinzen Füllen, Honan, Schcnsi, Kansu angepslanzt, unb auch 'hier steht brr Anbau Unter strenger Kontrolle ber Behörben. Zu wttchrn Mitteln man gegen bie Opiumraucher greift, zeigt bic Tatsache, daß alle diesem Laster Ergebeneii während ber letzten Wahl ifrrcS Bürgerrechts unb bamit bes Wahlrechts verlustig gingen. Jebes Mitglicb bes chinesischen Parlaments hat feierlich erklären müssen, daß es den Opiumhandel bekämpfen werbe. Die Regierung unb bie politischen Pattei en sind sich einig in dem unerbittlichen Vorgehen gegen dies furchtbare Hebel. So kann man in nicht allzu langer Zeit bie völlige Vernichtung bieses entmürbigenben Handels voraussehen.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter bie)er Rubrik stehenben Artikel Übernimmt bie Redaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Reiskirchen. Tie Laternen brennen trotz ber jetzigen Dunkelheit schon (über acht Tage nicht mehr. Der Grund ist nicht befonnt.
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Büdingen. Im Büdinger Kreisblatt nimmt der Herr Kreisrat Stellung gegen ein Eingesandt, das sich mit ben übertriebenen Hauskollekten beschäftigte. Ob bin er Einsenber ober der Herr Kreisrat Recht hat, mag dahingestellt bleiben. ?tbcr es muß doch Wideftpruch erhoben werben gegen eine Wenbnng, bie ber Herr Kreisrat braucht. Er spttcht von einem „E i n g c f a nb tu n f u g". Wenn auch zugegeben werben kann, baß gelegentlich einmal ein Tingesanbt über das Ziel hinausschoß, muß anbererseits boch festgestellt werben, daß im heutigen Pressewesen ein Eingesandt, bas öffentliche Fragen berührt, burchaus berechllgt ist. Zumal in kleinen stäbttsckren Ver- hältnincn ist es burck>aus kein Felder, nxiut in einem Eingesandt aui ben einen ober an beten Mangel aufmerksam gemacht wird. Sdwn nuinches ist dadurch besser geworden, daß öffentlich auf einen Schaden oder eine Unterlassung hingennesen ober eine Anregung gegeben wurde. Daß bie Einsender meistens ohne Angabe ihres Stamms schreiben, ist begreistich und gar nickt zu vermeiben, mitunter sogar wünschenswert. Denn bei Angabe bes Namens wird sosott Paneilichkeit ober Voreingenommenheit die Worte bes Einsenbers unnnrllam machen. Jebe größere ober kleinere Zeitung, bie von der Bedeuttrng ber Oeffentlichkeit überzeugt ist, wirb einem Einsender, so lange er sachlich bleibt, gerne bas Wort geben unb ern bann bic Aufnahme eines Eingesandts verweigern, weiin es im ‘-ton zu scharf ist ober wenn kein öffentliches Interesse vorliogt. SBenn aber ein Krcisrat tm >rreisblatt gegen bic Ein gesanbts schatt macht unb von Unfug spricht, so bebcutet bas doch
Univeriitäts-Uacbridi^cn.
— Der Privatbozent an ber Universität Halle a. <5. Lic. theol. Wilhelm Goeters hat einen Ruf als 'Extraorbinarius für Kirchengeschichte in bie evangelisch-theologpche Fakultät ber Umnerfitiit Bonn erhalten unb angenommen: er tritt Mer an Stelle des nach Marburg übergesiedelten Pro), ^r. H. Böhmer.
— Hochschulnachrichten. Tas Vorle) ungs-V e r- zeichnis der Akademie in Frankfurt für das am «:4. ttpril beginnende Sommer-Semester ist fachen erschienen, gibt Auskunst über bie Zulassungsbebingungen, ben Untcrrichtsplan, bie Stubienhonorare usw. ünb fünbigt, einschließlich ber ^bminar- übungeii unb naturwissenschaftlichen Praltika, im ganzen 16 < Vorlesungen an. Es wirb unentgeltlich von ber Qua stur ber Akabemie (Jorbansttaße 17) zugesanbt. t o
— Untersuchungen über bie Wrr ku n g bes ur- nens. Tas bayerische Kultusministettum hat genehm-gt, batz versuchsweise ber Lanbesturnanstalt ht München ern Laboratorium zu Untersuchungen und Messungen über die Wirkung der einzelnen Turn- und ©Portarten angegliedert werde. xtc mebiiinijche Leitung bat der Privatbozent für Chirurgie an ber Umbcriitat München Dr. 5) ans Ritter von Baey er übernommen. Auf wissenschaftlicher Grunblage soll mit Hilfe physiologucher Metboben ber Einfluß ber Leibesübungen auf ben menschlichen Organismus, Atmung, Herztätigkeit usw. ergrünbet werben.
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Bitterfelb, 7. Febr. Das neu erbaute Luftschiff ,,P. L. 8" ist heute früh V26 Uhr unter ber Führung bes Oberleutnants Stelling zu einer zwölfstüiibigcn Dauerhöhcnfahtt aufgemegen. An Borb beffnbet sich bie militärische Abnohmekomnn)fton. Um 8 Uhr kreuzte das Luftschiff über Halle a. S.
vermischtes.
* Mordanschlag und Brandstiftung einer Fünfzehnjährigen. Aus Ludwigshafen a. Rh. wird untcrm 7. Febr. gemeldet: Gestern nachmittag brach in der Wohnung des Tagners An ton S Pilger in der Bismarckstraße ein Brand aus. Nach Aussage des mit seiner 15jährigen Schwester Ida allein in der Wohnung anwesenden achtjährigen Sohnes Ludwig der Familie Spil- aer hat das Mädchen ein brennendes Stück Holz in den Kleiderschrank geworfen, hierauf ihren Bruder Ludwig in Tücher eingewickelt, mit Petroleum übergossen, gefesselt und lieaen gelassen, worauf sie die Flucht ergriff. Hausnachbarn eilten auf das Hllfegeschrei des ftnaben herbei und befreiten ihn aus seiner gefährlichen Lage. Auch in einer nebenan liegenden Wohnung richtete der Brand Schaben an. 'Die Täterin wurde bald ergriffen. Das
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