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Ankauf von Wirrhaar.
Mai
2911
NW W W
Tabelle, wobei die Zahlen des Vorjahres in Klammern
wurden befördert:
4452
5352
Meteorologische Beobachtungen der Station Siehen.
9*^
Wett«
CD
es
Regen
höchste Temperatur tun
30. April bis
1. Mai =- 4- 22,4*0.
+ 11,0*0.
Bei Heiserkeit,
öoryfh: - B onbc’s.s
Zusammen
96 555 ( 94 761)
89 288 f 91 527)
103 076 ( 96 262)
sind. Perjonen
Rote Linie
56 702 ( 55 446)
51 618 ( 55 055)
59 552 ( 56 471)
b eigefügt
Januar Februar März
10,2
85
7,1
Grüne Linie 39 853 ( 39 315) 36 670 ( 36 472) 43 524 ( 39 80s)
19,9
11 2
9,0
bei Huxtenreiz, Trockenheit im Hak und Rachen sind die Coryfin-Bonbons ein Ausgezeichnetes Linderungsmittel.
Hauptvorzüge: Prompte, nachhaltige Linderung der Reizzustände ohne die schädlichen Nebenwirkungen älterer Präparate.
Gebrauch: Alle > - 2 Stunden einen Bonbon langsam im Munde zergehen lassen. Der angenehm kühlende, reizmildcmde Einfluss auf die Schleimhäute wird rasch bemerkbar, etwaige Schmerzen lassen nach, die Stimme wird wieder klar und frei.
Man verlange die Originalschachtel zu M. 1,50 in der nächsten Apotheke oder Drogerie.
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741,9
743,4
745,2
167 872 (166 972) 12u 047 (11559 >) 288919 (282 550)
Zunabme 1913 900
Sliebrtßfte , „ 30.
Niederschlag: 6,7 mm.
streit stünde der genannten Firmst als Partei nicht die Stadt, fon- sondern der Preußisch-Hessische Eisenbahnfiskus, vertreten durch die Kgl. Eisenbahnbirektion Franlffirt a. M., als Untcntebnrcr gegenüber. Ts habe dal-er nach Artikel 53 des Enteignungsgesetzts die Kosten für die erste Instanz stets der Unternehmer, in allen übrigen Fällen der unterliegende Teil, also cnpveder der Unternehmer oder sein Gegner und hier in diesem Falle nicht die Stadt Alsfeld zu tragen. Persönlich bemerkt er, daß die schroffe Form fcx*r Anfrage einen Mangel an Kollegialität vermissen lasse. Rach einer sehr lebhaften Mssprack-e, an der sich noch mehrere Mitglieder des Stadtvorstandes beteiligten, lourde die Angelegenheit verlassen. — Tein Diener des städtischen Volks- bades, der zugleich ^chuldiener ist, wurde für feine Tätigkeit eine jährliche Vergütung von 300 Mark zugebilligt. — Im weiteren Verlauf der Tagesordnung wünscht der Stadtvorstand mxfi, das; von der KreissckmlÜommission Alsfeld die Beschaffung von Leinen für den varrdarbeitsunterricht an der Volksschule den Kindern frei gestellt, dagegen die Beschaffung der übrigen Gegenstände der Handarbeitslehrerin überlassen wird.
Kreis Schotten.
x Grosz-Eichen, 29. April. Die Frau eines hie. sigen Schneidermeisters machte heute ihrem Leben ein Ende durch Erhängen. Die Tat ist anscheinend auf eine plötzliche Geistesstörung znrüekzuführen.
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Die durchschnittliche tägliche Frequenz betrug im ab- gelauseneu Vierteljahr 3198 Fahrgäste (3139; oder in 1913 täglich 53 Personen mehr.
Die Einnahme aus dem Personenverkehr ergibt für das 1. Quartal im ganzen 28033 (27 761) Mk. oder ein Mehr von 373 Mk.; die durchschnittliche Tageseinnahme ergibt 312 (308) Mk.
Für das Rechnungsjahr 1912 ist der Verkehr auf der Straßenbahn erheblich gewachsen und dementsprechend auch die Jahreseinnahme aus dem Personenverkehr.
*
** Bahnpersonal-Nachrichten. Verliehen wurde das Kreuz des Allgem. Ehrenzeichens dem Wagenputzer Riegel zu Bad-Homburg aus Anlaß der bevorstehenden Vollendung einer -50jährigen Dienstzeit. Ernannt wurde der technische Effsenbahn-Praltitant Hainbach in (ließen und Schwarzuecker in Alsfeld sowie der technische Oberassistent Liebau in Wetzlar, der Dipl.-Ina. Plessen und der Jng. Bruder in Frankfurt zu technischen Eisenbahnsekretären, der Bahnmeister 1. Kl. Pattberg in Gießen zum Oberbahnmeister, die Bahnmeister Joost in Hungen, Peter in Hünfeld (früher in Gießen), Kienbichl in Gießen zu Bahnmeistern 1. Klasse, die Bahnmeister-Diätare Helm in Gießen, Uhrig in Alsfeld, Eberhard in Wetzlar zu Bahnmeistern, die Eisenbahngehilfen Landsiedel und Baum zu Unterassisteutcn, der Hilfsmaschincnwärter Reiber in Gießen zum Maschinenwärter.
•• Gewerb »sch nle. Für die gewerbliche Fortbildungsschule, die am 6. Mai ihren Anfang nimmt, sind bis heute 12 0 Renan Meldungen erfolgt, so das; dieses Jahr mit einer Besuchsziffer von mindestens 230 Schülern ztt rechnen ist. Im verflossenen Jahre waren es 161 Schüler, so daß mit einer außerordentlichen Zunahme jetzt zu rechnen ist. Während des Schuljahres werden Schüler nicht mehr aufgenommen.
** Dauern r eg eln für den Mai. Im Mai ein warmer Regen bedeutet Früchtesegen. — Kühler Mai, ist 'ne alte Regel, bringt viel Arbeit für Keller und Flegel. — Wenn die Wachteln fleißig schlagen, läüten sie von Regentagen. — Gibt's der Eichenblüte viel, füllt sich auch des Kornes Stiel. — Wenn die Kröten fleißig laufen, wollen sic bald Regen saufen. — Bienenschwärme tn Mai, bringen uns viel Heu. — Der Mai ist selten gut, er setzt dem Zaunpfahl noch auf einen Hut. — Pankraz (12.) und Servaz (13.), die stehlen wie der Spatz. — Pankraz (12.) und Urbauitag (25.) ohne Regen, versprechen reichen Segen. — Vor Nachtfrost bist du sicher nicht, bis daß herein Servatius (13.) bricht. — Wie das Wetter am .Himmelfahrtstag, so auch der ganze Herbst sein mag. — Regen int Mai, ljibt fürs ganze Jahr Brot und Heu. — Auf nassen Mai kommt trockner Juni herbei. —i Maientau macht grüne Au; Maian froste, unnütze Gäste. — Pankratius (12.) und Servatius (13.) sieht kein Gärtner gern, sie sind gestrenge Herrn. — Mairegen auf die Saaten, dann regnet es Dukaten. — Viel Gewitter im Mai, schreit der Bauer juchhei.
Kreis Alsfeld.
w. Alsfeld, 30. April. S t adt v 0 r sta nds s i tzu ng. Anwesend Bürgermeister Dr. Völsing, die Beigeordneten Weitz und Reh, sowie 10 Stadtvorstandsmitglieder. Vor Eintritt in die Tagesordnung fragt Gemeinderat Eder an, warum die von der Stadt veranlaßten Kaufverträge stets beim, Notar und nicht am Amtsgericht abgqd^oh'eit würden; denn soviel er wisse, feiert die Kosten beim Notar wesentlich höher als am Amtsgericht. Der Vorsitzende erwidert hierauf, daß Stempel und Ge- bühren für den Abschluß der Kaufverträge am Amtsgericht wie beim Notar gleich seien. Eine kleine Erhöhung trete beim Notar nur durch Einsichtnahme in das Grundbuch, Fertigung von Abschriften usw. ein, was anr Amtsgericht nicht der Fall sei. Dagegen sei jebod) die Erledigung durch den Notar viel bequemer und schneller, da am Amtsgericht nur an einem Tage in der Woche tind auch dann nur gegen vorherige Anmeldung Kaufverträge zum Abschluß gebrockt werden fönnteu, was beim Notar nicht der Fall sei. — Hiernach gibt der Vorsitzende ein Schreiben des Ministeriums der IFinanzen, Abteilung für Finanzwirtschaft und Eisenbahnwesen, an den Landtagsabg. Jnstizrat Reh gerichtet, bekannt, nach dem nach Angabe der Eisenbahichireilion Frankfurt a. M. die Teilstrecke Nieder-Aula—Niederjossa—Grebenau und die Abzweigung Nieder-Aula—Schlitz, wenn keine unvorhergeseh'.men 3wi,chenfälle eintreten, bis zuist Herbst n. I. fertiggestellt sein sollen, so das; die Betriebseröffnung am 1. Oktober 1914 voraussichtlich erfolgen könne. Ter Rest der Strecke bis Alsfeld werde wegen des Umbaues des Bahnhofs Msfeld vor dem 1. Mai 1913 nicht dem Betrieb übergeben werden können. — Anfrage Bast i a n, 6 et r. di e T ä t i g kei t des Beigeordneten Justizrat R c l; in der B a h n'h 0 f s an g el eg en hei t. Ter Fragesteller hatte den Bürgermeister um Auskunft ersucht, ob es zuläffig sei unb ob es im Interesse der 'otabt läge und ob es mit dem geleisteten Eid zu vereinbaren sei, daß ein Beigeordneter in der Stadtvvrstands- sitzung erschieire, nicht als Beigeordneter, sondern als Rechts- beiftanb einer Firma, die im gegebenen Falle einen Prozeß gegen die Stadt anstrengen miirbe, von deist es fraglich erscheine, ob nicht die Stadt die Zeche bezahlen muß. Ta der Beigeordnete Justizrat Reh seither in Urlaub war, tarn die Sache erst jetzt zur Besprechung. Der Vorsitzende gab dazu die Erklärung ab, daß im vorliegenden Falle die Anwendung des Artikel 107 2GO. gegeben sei und der Beigeordnete Reh gesetzlich verfahren habe, wenn er bei dem fraglichen Gegenstand an der Beratung und Msttmmung nicht teilgenommen habe. Weiter erklärte der Vorsitzende, die einschlägigen gesetzlichen-Bestimmungen enthielten keine Vorschrift, wonach die Tättgteit des Beig. Reh im vorliegenden Falle als unzulässig erscheinen könnte. Der Fragesteller begründet nockmials seine Anfrage cinge^nb, indem er ausführt, er habe als Gemriirderat die Pflicht, die Interessen und den Vorteil der Stadt währzunehm'en und habe auch diese Llnfrage nur im Interesse der Stadt gestellt. ITr halte es für unzulässig, daß ein Beigeordneter ein Verjähren leite, das unter Umstäirden der Stadt ernstliche Kosten bringen würde. Er legt besonders dar, das; bi# fragliche Sitzrmg am 28. März eine Stadtvorstands- sitzung war. Beig. Reh wendet sich gegen die Auffassung des Fragestellers, die haltlos sei. Am 28. März habe nickt eine StadworstanlAitzung, sondern ein öffentlicher Ternrin zur landes- polizeilichm Prüfflng pes abgeänderten Bahnhofserweiterungs- projeltes stattgefunden, zu dem jedermann Zutritt hatte. Richtig sei allerdings, daß vom Bürgermeister die Mitglieder des Ge- meinderats zu einer Stadtvorstandssitzung cingeladen worden seien, wohl aus der ^Envägung, daß sich an den Termin vielleicht eine solche Sitzung anschließen könne. Diese sZinladung ändere aber nichts an der Tatsache, daß es sich ittnl einen öffentlichen — durch § 6 der Verordnung beit Bau und Betrieb von Nebenbahnen betr. vom 13. Juni 1885 — vor geschriebenen Termin gehandelt habe/ Darauf hätten schon die äußeren Umstände hingedeutet. Der Kreisrat habe den Vorsitz geführt, den Termin eröffnet und die Verhandlungen geleitet mit dein vorherigen Hinweis, daß es sich um den landespolizeilichen Prüffmgstermin handele. In einem, gegebenenfalls mit der Firma Gebr. Wallach zu führeuden Enteignnngsverfaliren und dem etwa sich an schließeirden Rechts-
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