Ausgabe 
1.4.1913 Zweites Blatt
 
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Friedrichshafen, 31. März

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Beobachtungen der Station Gießen

März April 1913

Hin

von Wales bei Z c p p e l i 11.

die zur Die

int hiesigen Bahnhof angchaltenen Zweimarkstücks wurde ans gesprochen.

3 i d) selb st verraten

hat der schon seit Jahren im Gerüche der MiltHieberei stehende

Franko und schon verzollt ins HauS geliefert. Reiche Ntuster« auswahl umgehend. D7/«»

Ga Hcnnsbcr^J Hast. I. M. d. deutschen Kaiserin, Zürich.

Die Einziehung

Februar d. I. an der Fah'rkartmcrusg abe stelle

Henneberg-Seide

getreten sei. Trohdem habe das Ministerium nicht verfehlt, Eingabe des Hessischen Landesverbandes dem Reiä>sjustizamt Berücksichtigung bei den zurzeit schwebenden Erwägungen über zu ergreifenden gesetzgeberischen Maßregeln zu übermitteln. Das ist ein Erfolg, der nicht zu unterschätzen ist und klar

Vüchertisch.

Im Verlage von Julius Springer, Berlin W 9, Link- straßc 23/24, ist soeben der neue Leitfaden zur Arbeiter­versicherung des Deutschen Reiches erschienen. Er ist bearbeitet von Mitgliedern des Reichsversichernngsaintes auf Grund der NeichSversicherungsordnung. Sein Umfang beträgt 52 Seiten Oktavformat, der Einzelpreis 40 Psg.

kalkhaltiges Lcituu g s wasser ist

Prinz von Wales am Portal des Luftschiffbaugelündes ein, wo er von dem Grafen Zeppelin, dessen Neffen, Grafen Zeppelin jun., Direktor Colsmann, Obet- ingenieur Dürr und dwn übrigen Stabe des Grafen, emp­fangen wurde. Ts erfolgte zunächst eine Besichtigung der Fabrilationsräume. D-as Wetter hatte sich inzwischen sehr böig gestaltet. Tin kräftiger Föhn wehte über dem See. Von einem gemeinsamen Aufstieg wurde deshalb abgesehen. Um aber das Luftschiff dem Prinzen vorzuführen, wurde es aus der Halle gezogen und unternahm um 9 Uhr 45 Min. eilte kurze Fahrt, die sich «bis 10 Uhr 5 Mn. ausdehnte und über die nähere Umgebung des Luftschiffbaues erstreckte. Nach der Landung wurde die Besichtigung der Luftschiff- bauanlage fortgesetzt. Daran schloß sich eine Fahrt nach Manzell, um d'en dortigen Wasserflugzeugbau des Ober- ingenicur K ober zu besichtigen.

Der Prinz von Wales war ans Stuttgart gestern abend um 8 Uhr hier ein getroffen und im Kurgarten-Hotel ab­gestiegen. Er speiste bei dem Grafen.

Mann wurde heute morgen wegen des Verdachtes, einen anderen Mann zum Meineide bewogen zu haben, ver­haftet.

w. Nicder-Flor stabt, 31. Marz. Heute morgen gegen 9 Uhr fiel hier das 3 j ä h r i g e 3 öhnchen des Gast­wirts und Metzgers Christian Koch, das von einem lOjähri- geu Jungen seinem im Feld beschäftigten Vater entgegen» gefahren wurde, in die Nidda. Ter Junge konnte dem Kleinen keine .Hilfe leisten und bis Erwachsene an Ort und Stelle erschienen, war der Kleine bereits im Wasser ver­schwunden und zunächst nicht aufzusinden. Erst mittags gegen 3 Uhr «gelang es, die Leiche des Kindes zu bergen.

cineö am

Gießener Strafkammer.

Gießen, 28. März.

Unter Ausschluß 'der Oeffentli chkeit wurde gegen den früherer Bürgermeister und Landwirt G. G. in Ober-Äöllsladt verhandelt. Er wird beschuldigt, an die Schwester eines MMchens einen Brief geschrieben zu haben, um eine Ab­treibung zu veranlassen. Tie Strafkammer erkannte auf eine Gefängnisstrafe von 3 Wockren.

ist das übereimtinunenbe Urteil der llilV Hundertlausende, welche Naumanns

Faustring" Lanolinseiw benutzen. Stück 20 Psg., 5 Stück 85 Psg

doch dürfte immerhin mit einer kleinen Verminderung der Weizen- läche zu reckmen sein. Was den Getreidehandcl wälTrend der der letzten 14 Tage anlangt, so sind bemerkenswerte Verände­rungen nicht eingctretcn. Die Tendenz für Weizen auf dem Weltmärkte ist als stetig zu bezeichnen. Das Fehlen ruffifchcr Offerten sowie die Aufnahmefähigkeit West und Südcuropas verschaffen den Exportüberschüssen Nord- und Südamerikas guten Absatz, und von einem Ueberfluß, wie nach den hohen russischen Erntezahlen erwartet wurde, ist nichts zu merken. Eine wich­tige Rolle spielen nach wie vor die Ansprüche Fvankreichs, be­merkenswert ist auch, daß die Balkanländer als Käufer für Mehl und Hafer austreten. In Deutschland hält sich das landwirtschaft­liche Angebot infolge der Feldbestellung in engen Grenzen. Was Weizen anlangt, so geht das bessere Material fortgesetzt 3um Export, auch die Mühlen nehmen mehr Ware auf. Man fürchtet infolgedessen, daß, sich andienungsfähiges Material im Mai knapp machen dürfte, und da ausländischer Weizen sich wesentlich teurer stellt, so verhalten sich die Abgeb^r im Lieferungsgefchäst sehr reserviert. Tas Roggenangebot ist zwar auch keineswegs reichlich und ein großer Teil der Frühjahrszufuhrcn wird nach Ham­burg abgelcnkt, aber es ist augenblicklich schwer, weitere Erport- abschlüsse zu erzielen, und so sammelt sich in letzter Zeit bet den Händlern Ware an, gegen die vielfach Lieferungsabgaben vorge- nommen werden. Im Hafergeschäft ist nur bezüglich der besseren Qualitäten, die zur Erledigung früherer Exportverkäufe gebraucht werden, eine Besserung festzustellen, während sich die immer noch reichlich offerierten geringeren Sorten nur wenig int Preise zu lieben vermochten. Ausländische Gerste ist nach wie vor vernach­lässigt. Mais behielt ruhigen Verkehr: die 'Preise hielten sich

Ans Stadt B18S& <&!$&»

Gießen, 1. April 1913.

<LU) Landes u u ivcrfitä t. Der ordentliche Pro­fessor der Mathematik, Geh'. Hof rat Pros. Dr. Eugen N e 11 0, feiert heute den Tag, an dem er vor 25 Jahren als ordent licher Professor in den Lehrkörper unserer Landesuniversität erntrat. Er tritt heute in den Ruhestand.

** Bahn-Personalien. Der kam miss. Eisenbahn- Assistent Stvtionsdiütar Tauber zu Lollar wurde zum Eisenbahu-Afsistenteu, die .Hilfst okomolilchoizer Karl Rau und Heinr. Reh in Gießen zu Lokomotivheizern ernannt. Der Eisenbahn-Direktor Z i m mc rin a rt 11 zu Gießen erhält die Stelle als Vorstand des Betriebsamts 2 hier und der Reg.-Baumeister Dr. ing. Walloth zu Gießen die Stell? als Vorstand des Betriebsamts 1 hier. Bahnhofsvorsteher Möller wurde von Gelnhausen nach Bebra unter Beför­derung zum Oberbahn Hofe -Vorsteher, BahutzosS Vorsteher Herbst von Gießen nach Gelnhausen, BahnhofS-Borstel>er Hapke von Haiger nach Gießen und Ober-Bahnmeister Küpper von Gießen nach Frankfurt versetzt. Zur Eifen bahu-Direktion unter Ernennung zum Technischen Betriebs­kontrolleur wurde der Bahnhofs-Vorsteher Schilling von Wächtersbach nach Hengstey unter Beförderung zum Ober- Bahnhofsvorsteher versetzt: Materialien-Perw. Braun II. von Gießen nach .Hanau, Oberdalm-Asfistent Anton zum Materialien-Verwalter ernannt. Eisenbahn-Praktikaut Wehrst ahn, früher ('ließen, wurde von Flörsheim nach Beuthen, Lokomotivführer T e r 10 r von Betzdorf nach Gießen, Oberbahn-Asfistent Roll von Wetzlar nach Dillen­burg Und Bastnsteifs-Schafsner Bösch von Gießen nach 'Siershahn versetzt.

** M aßna Y. menznrBc s ch a s s u n g 3 weiter H v p 0 - theken. Man schreibt uns aus Mainz: Der Landesverband der hessischen .Hansbesitzervereinc bat an das Justizministerintn in Darmstadr eine Eingabe gerichtet, die ££ 1123 und 1124 des BGB. aufzuheben oder zu ändern, sowie die 10 uird 57 des ZBO., mit dem Ersuchen um Weiterbeförderung und Befürwortung an bat: Reicksiustizamt. 'Das Ministerium bat Hierauf^an den diesigen Verband einen von richtiger Erkenntnis der Sachlage zeugenden Bescheid erteilt. Es sagt darin: Es lägen dem Reichs- sustizamt schon mehrere Eingaben gleicher Richtung von drei größeren Korporationen Deutschlands vor, auch fei die gewünschte Abänderung in den letzten Monaten wiederholt Gegenstand von Erörterungen in Zeitschriften und Zeitungen gewesen. Tie Reichs- tagsabgeordneten Dr. Arendt, Wermuth und Gen. hätten im Reichstag einen entsprechenden Antrag eingebrackt. Allerdings sei dieser Antrag in der Reichstagssitzung vom 13. Februar abgclelmt worden. Indessen habe aus Anlaß dieser Anfrage der Staatssekretär des Reichsjustizumts die Erklärung abgegeben, baß bas Reicksiustizamt eine eingehende Prüfung der Angelegenheit für geboten erachte und auch bereits in eine solche Prüfung ein-

verinncbter.

* Hinrichtung. Im Hofe des Landgarichtsgefäng- nisses zu Hanau ist heute früh 6 Uhr der 48 Jahre alte Fabrikarbeiter Georg Josef Koch aus Bergen bei Han tut durch den Scharfrichter Grvepler aus Magdeburg enthauptet worden. Koch hatte sich gegen feine eigene Tochter Elise in sittlicher Weise vergangen und sie dann aus Furcht vor Ent­deckung am dritten Pfingsttage v. I. im Isenburger Walde erwürgt.

wegen der Versorgung der Kreise Alsfeld und Lauterbach noch za gedulden. Die Verhandlungen feien int Gang.

Ein Antrag Ibring Lick?, den Provinziallandtag abwech­selnd in den Kreisstädten der Provinz abzuhalten, wird dem Pro vinzialausfchuß zur Prüfung der Rechtsfrage überwiesen, ^cr Vorsitzende schließt hierauf den Provinzialtag.

ff nur direkt! IB schwarz, weiß 11.

farbig v. M5.1.15 an per Met., für Blusen u. Roben

Kreis Friedberg.

31. März. Ein hiesiger vermögender

ungefähr auf letzter Höhe.

Es stellten sich die Preise für inländ. Getreide am letzten Mark ver 1000 kg wie folgt:

Slim Waschen sehr ungeeignet, da die im Wasser enthaltenen, festen Bestandteile sich mit einem Teil der Seife zu einer nn- löslichen, schmierigen Masse verbinden, welche sich in der Wäsche festgesetzt und die sogenannten Kalk ober Fettläuse bildet. Bei hartem Wasser wird also von vornlierein ein Teil der Seife für die Wäsche unwirksam. Zum Enthärten^kalkhaltigen Wassers löst man eine Hand voll Henkels Bleich-Soda in etwas laiu warmem Wasser auf und vermischt diese Lösung mit dem Wasch­wasser. Wenn sich nach halbstündigem Stehen ein Bodensatz gebildet hat, so schöpft man das Wasser vorsichtig ab und er­hält so ein vortreffliches weiches Wafser.

Höchste Temperatur am <30.-31. März

Niedrigste , » 30.31.

Niederschlag: 0,0 mm.

Pest Avril 184.95 ( 5.25). Paris März 230.70 (4- 3.25) Liverpool Mai 165.70 (4- 2.75), Chicago Mat 138.10 (+ 1.75) Roggen: Berlin Mai 168.50 (- 0.75). Hafer: Berlin Mai 166.00 (Z- 2 25). Futtergerstc: frei Hamburg unverzollt schwim 1:5.00 ( 1.00). Mais La Plata schwim. 114.50 (0 50). Mixed März 106.00 ( 0.00) Mark.

zeugt, daß die Erkenntnis, daß der .Hypothekennot durch gesetz­geberische Maßnahmen geholfen werden müsse, sich Bahn ge­brochen hat und Abhilfe zu erwarten ist.

** Vorführung von Scheibeneggen. Um den Sanbtrnrten Gelegenheit zu geben, die zirr Bodenbearbeitung heute vielfach empfohlenen und angebotencn Scheiben­eggen im praktischen Betrieb' arbeiten zu sehen, ver­anstaltet die Landmirtschaftskammer Donnerstag, 3. April, in Lich eine Vorführung von Scheibeneggen. Die Land- toirte und Inter eff ent en find hierzu eingetabeu.

Landkreis Gießen.

Lich, 1. April. Heute sind 25 Jahre verflossen, seitdem der Inspektor des Waisenhauses zu Frankfurt a. M., Konr. Müller, als Nachfolger seines Vaters, des Ober­lehrers Müller, die Pflegestation. Lich leitet und die Ver­pflegung der ihm anb er trauten Waisen beaufsichtigte. Mit großer Pflichttreue und aufopfernder .Hingabe hat Herr Müller ein Vierteljahrhundert lang feines verantwortungs­vollen Amtes geivaltet und es verstanden, sich die Hoch­achtung und Anerkennung seiner vorgesetzten Behörde, des Pflegeamtes" und der Pflegeeltern, sowie aller derer zu erringen, die mit ihm an der Erziehung der Waisen zu arbeiten haben. Zur Feier des Jubeltages veranstaltete das Pflegamt des Waisenhauses im geschmückten Festsaale des Lestrlingssteimes zu Frankfurt ein Fest, zu dem das gefamte Pflegvmt, die Beamten des Waifenhaufes, die Deputationen der Pslcgstationen Lich und Bensheim, die erwuchfenen Pfleglinge in Frankfurt und viele andere erfchienen waren, nm dem Jubilar ihre Glückwünfche barzubringen. Das Pflegamt überreichte als Andenken eine prächtige Stand­uhr, die Pflegeeltern in Lich ließen eine künftlerifch aus- gefüstrte Adresse und die in Bensheim einen geschmack­vollen Ruhesessel überbringen.

Geilshausen, 31. März. Am Sonntag abend kon­zertierte im Hillgä'.tner'fchen Saale eine Abteilung der Fried­berger M i l i t ä r-A! u s i k s ch u l e unter Leitung ihres Direktors Schäfer. Die einzelnen Programmnnwmern wurden vorzüglich ausgeführt und bereiteten einen wahrhaften Genuß. Vefoubere Bewunderung wurde einem Rylophouisten gezollt, der auf feinem eigenartigen Instrument mit großer Fertigkeit spielte. Er mußte eine Zugabe machen.

Markte.

Gießen, 1. April. 9)1 a rflbeti d)f. Auf bentigem Wocheri- nwrkts Miete: Butter das Pfund 1,201.30Alk., Hühnereier 1 Stück 78 Psg 2 Stuck 00 Pfg., Enteneier 1 Stück 80 Psg.. Gänfeeier ISt. 10 Pf., Käse das Stück 68 Psg., Käsematte 2 Stück 56 Pfg., Tauben vr Tr. 0,801,00 9)1'., Hühner pr. St. 1,001,60 Air., Halmen pr. Stück 1,502,50 Mk., Enten, pr. St. 2,003,00 Mk., Gänse das Psd. 7080 Psg^ Ochfensleisch pr. P'd. 92100 Pfg., Rindfleisch vr. Pfund 9094 Pfg., Sluhfleifd) 80 Psg.. Schweiue- fleifcl) pr. Pfund 90110 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 9498 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 7096 Psg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.00 bis 5.50 Alk., Weißkraut das Stück O0 bis 00 Pfg., Zwiebeln ver Str. 6,008,00 Alk., Milch das Liter 22 Pfg., ülüffe 100 Stück 5060 Psg., per Ztr. 000 Alk., Birnen das Pfund 13 bis 15 Pfg., Aepsel der Zentner 15 bis 25 Mk. Marktzeit von 8 btS 2 Alsfeld, 31. März. Auf dem heutigen Vieh markt waren aufnctriebeii: 580 Ltück Scbiveine. Es kosteten das Paar 6-8 Wochen alle Ferkel 50-60 Alk., 8-10 Wochen alte werkel 6080 Mk., 1012 Wochen alte das Paar 80100 Mk., Läufer das Paar 160-130 Mk. Der Handel ging sehr flott, der Markt wurde geräumt. r r

Herborn, 31. März. Au, dem heut» abgehaltenen vierten diesjährigen Markte waren aufgetrieben 130 Stück Rindvieh und 687 Schweine. Es wurde bezahlt für Feltvieh und zwar Ochsen 1 Qualität 95-98 Mk., 2. Qualität 93-95 9)11., Kühe und Rmder 1. Qualität 90-92 Mk., 2. Qualität 85-88 Mk. für 50 Kilo Schlachtgewicht. Aus dem Schweinemarkt kosteten Ferkel 60 bis 80 Mk., Läufer 85110 Mk. und Emlegfchweme 120170 Mk. das Paar. Der nächste Martt findet am 14. April statt.

Briefkasten der Redaktion.

(«nouhme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)

Der ArtikelLich als Garnisoustadt" in unserer letzten Freitag-Nummer Hal nicht den Standpunkt unserer Zeitung bat» tun sollen. Die beiden darin zusammengestellten Zuschltften waren vielmehr für DieEingefanot"-Rubrik bestimmt gewefeu, sind aber infolge eines Versehens in den lokalen Teil gestellt worden. Wir werden dieser Tage nochmals auf die Angelegenheit 511 sprechen kommen. _____

handel nn- Verkehr, Volkswirtschaft.

x Nibda, 31. März. Die Aktionäre des Vor­schuß - und K r -e d i t v e r e i n s A.-G. zu Nll>ba versam­melten sich am Samstag abend in bei: Traube zu Nidda, um den alljährlichen Bericht des Vorsitzenden des Aufsichts­rats, Kommerzienrat Ä. W. Clovs in Mbda, über die Bilanz und den Geschäftsgang des verflosfeuen Jahves entgegen­zunehmen. ES war erfreulich, zu. hören, baß die Kapital­einlagen auch in birfem Jahr wieder in guten Anlagewerten Verwendung gefunden hatten, zu deren Sicherung 213 000 Marl' durch angefammelte Reserven und das eingezahlte Aktienkapital zur Verfügung stehen. Als Dividende für 1912 wurden 6 Prozent vorgeschlagen, was die Zustimmung der Versammlung fand. Nacktem in der letzten Zeit fo viele traurige Schilderungen über unsere ländlichen hessischen Kreditinstitute die Tagesblätter durcheilten, wird es be­sonders wohltuend empfunden werden, loenn hier eines gut fundierten gefunden Unternehmens Erwähnung getan wer­ben kann, bem die Einleger mit Ruhe ihre Ersparnisse an- vertrauen können. - - Auch die Höhe der Verzinsung dieser Spareinlagen mit 4 Proz. werden viele mit Freuden be­grüßen. Dieser hohe Zinsfuß tonn jedoch nur dadurch be­willigt werden, daß der Verein mehr zum Wohl seiner Vaterstadt als für die Taschen der Aktionäre zu arbeiten bestrebt ist.

Getrewe-Wochcnbericht

der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vorn 18. bis 31. März 1913.

Tic erste diesjährige Erhebung der Preisbcrichlsftelle über den Felderstand im Deutschen Reich läßt erkennen, daß die Saaten verhältnismäßig gut durch den Winter gekommen find, fo baß bic hier unb ba erforderlichen Umpflügungcn im Ver­hältnis zur Gesamtfläche nur wenig ins Geivicht fallen. Die Ende 'Jconcmber und im Dezember nntergehrachten Saaten sind natürlich weniger gut entwickelt als die früh bcstclltcn, doch werden die Pflanzen im allgemeinen als gesund und cutwick- lungsfähig bezeichnet. Ter durch bic Ungunst bes Herbstw-ettcrs bcbrngtc Rückstanb bei der Bestellung wurde teils im Dezember, teils durch vermehrten Anbau von Svmmeiweizen ivettgemacht,

Freudiger kreist das Blut durch die Adern und schöner malt sich Dir die Welt nach bem Genuß der echten Kota-Pastillen Marke Dattmann (Dallkolat). Dann wandre fröhlich Deine Straße, Du bist gefeit gegen llebermübung und Reizbarkeit. Der Frohsinn ist Dein Gefährte. Eine Schachtel Dallkolat Mk. 1. in Apotheken und Drogenhandlungen. v'V-,

Jedenfalls in der Universität^- u.Hirsch-Apothekc. ?rcrner: Adler- Drog., Eenlral-, Kreuz-, Löwen u. Gerinania-Trog. fowic Ernn Rvll.

Atourer G. Ph. G. von Vill-el, als et mit dem Jagdaufseher G. von Bergen angetrnwken in einer Wirtschaft in Vilbel saß. Die Beweisaufnahme, die sich auf 20 Zeugen erstreckte, ergab |o viel Belastendes, daß .die Stomimcr den 9kngellagten des gewerbs­mäßigen Wilderns für schuldig erachtete und ihn M. einem Jahr Gefängnis pemriciltc. Bei Bestimmung der Höhe der Strafe wurde namentlich berücksichtigt, daß der Angeklagte ^wiederholt gesprächsweise gegen Jagdaufseher und die Gendarnren Drolmngen ausgestoßen hörte. Von der inerteren Anklage des Diebstahls eines GewelcrS nnb der Unicrschlagnng einer Patrone wurde der Angcklache freigesprocheu, da das Gericht eine rechtswidrige Zu- '.ignungsabsicht nicht für festgestellt erachtet?.

ICircbe un- Sdnik.

rm. Darmstadt, 31. März. 'Bischof Dr. Kirstein traf am Samstag von Mainz hier -ein und hielt gestern aus Anlaß her Erstkommunion ein Hochamt ab. Auch heute wurde Hochamt unter Mitwirkung des Kirchengesangver- eins und der Kapelle des Art.-?Regts'. Nr. 61 abgehalten. "Nach einer Predigt wurde 440 Angehörigen hiesiger und benachbarter Pfarreien das Sakrament der Firmung ge- fp endet. ___________________

Attwerdäts-Nachrschten.

Staats unb rechtswiffenfchaftlicherFort- b i I b u n g § C u 1 f u S für G e r i ch t s a f f e f f 0 r e n. Im Ver­folg ber allgemeinen Verfügung vom 3. Juli 1912 finbet auf 93er- aulasfung bc§ Justizministers mit Unterstützung des Kultusministers in der Zeit vom 24. Avril bis 7. August b. IS. in Berlin ein staats- unb rccbtSwiffenfchaftlidicr FortbildimgskiirfuS statt. Der Kurfiis zerfällt in einen rcchiswifscnfchaftlicheu unb einen ftaatS» tviffenfdiaftltdien Teil. BefoubcrcS Gewicht ifl bei den Reckits- iv i f i e 11 f ch a f t e n darauf gelegt Ivordeii, baß Probleme zur Er­örterung Gelangen, über die sonst eine Unterweisung schwer mög­lich ist. Zahlreiche namha'te Juristen haben die Gelegenheit ivahr» qenonnnen, baS Nachstnbium der Assessoren in dieser Hinsicht zu fördern. Der Stu bi en plan ist vor kurzem evidneueu unb in von der Geschäftsstelle des Kursus (W. 56, Sd)inkelplatz 6) unent­geltlich zu beziehen.

Weizen

Roggen

Hafer

Königsberg

- (- )

160 (4-

153 (- )

Danzig

206 ( )

160^(4- 1)

170 ( 3)

Stettin

190 (+ 2)

155 (4- 1)

155 (4- 1)

Pofe».

189 (+ 4)

156 (4- 1)

152 (- )

Breslau

190 (- )

158 (- )

154 ( )

Berlin

199 (4- 3)

161 (- )

193 (- )

Magdeburg

194 (4- 4)

160 (4- 1)

177 (+ 1)

Halle

199 (4- 4) '

163 (-4- 1)

184 (4- 4)

Leipzig

197 (4-2)

163 (4- 1)

180 (- )

Dresden

198 (+ 2)

160 ( 1)

174 ( )

Rostock

- (- )

154 (- 4)

152 (- 3)

Hamburg

202 ( )

169 ( 1)

185 (- )

Braunschweig

198 ( )

170 ( )

162 ( )

Düsseldorf

211 (4- 3)

178 (4- 2)

180 ( )

Köln

209 (- )

173 (- 1)

182 (- )

Frankfurt a. M.

209 (+ 2%)

1771/, (- )

185 ( 5)

Mannheim

215 .(- )

180 (4-2*/..)

180 (- )

Straßburg

225 (+21/,)

182*/2( )

190 ( )

fDhindien

218 ( )

175 ( 2)

176 ( 2)

Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Mai

208.75 (4- 0.50),

Temperatur der Luft

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Wind- richlung

Windstärke

Grad der Bewölkung hi Zehntel der slchto. Himmelsfl.

Wetter

20,6

69

38

8

2

1

Sonnenschein

13 9

8.5

71

W

2

10

Bed. Himmel

10,3

7,3

78

SW

2

10

Regentropfen