Ein weiterer bulgarischer Erfolg.
Die Wiener „Neue Freie Presse" erfährt von besonderer Seite aus Sofia: Nach den hier eingetrofsencn Privatnachrichten vom Kriegsschauplätze errangen die B u l a a r c n bei Koeplülü einen großen Erfolg. Der südliche Flügel des serbischen Zentrums ist vollständig eingedrückt worden. Dieser Erfolg ist auf das Eingreifen der bulgarischen Armeegruppe, die ursprünglich gegen die Griechen gerichtet war und in Gewaltmärschen gegen Koeplülü vorrückte, zurückzuführen.
Serbisch-bulgarische Kämpfe bei Kotschana.
Zwischen Kratowa und Kotschana ist es neuerlich zu weiteren, sehr heftigen Kämpfen gekommen. Die Ser- Ve n griffen in der Nacht zum Donnerstag aus Freitag au, wurden jedoch durch einen Bajonettangriff zurück- geschlagen. Es handelt sich bei diesen Kämpfen um die serbische M o r a w a - D i v i s i o n , die nun vollkom- men zerniert ist. Der Kampf bei Kotschana dauert fort, infolge der serbischen Versuche, die Morawa- Division aus der Umklammerung zu befreien.
Bulgarischer Einmarsch in Serbien.
Sofia, 6. Juli. Nachdem die Serben vor einigen Tagen mit starken Kräften in bulgarisches Gebiet eingedrungen ivaren, erhielt die bulgarische Armee den Befehl, ihrerseits die G r e n z c z u ü b c r s ch r e i t e n , daher griff sie gestern den Sveti Nikola-Paß an, schlug sechs serbische Bataillone in die Flucht und verfolgte sic, wobei sechs Kanonen erobert wurden.
Der Streif in Transvaal ist beigelegt
Johannesburg, 5. Juli. Die Verhandlungen, die General Botha, General S m o o t b und Sir George F a r r a r mit den Führern der Ausständigen heute nachmittag geführt haben, sind zu einem erfolgreichen Abschluß gelangt. Die Führer der Ausständigen haben den vorgeschlagcnen Bedingungen zugesttmmt. Ter Streik ist für beendet erklärt worden. Die Bedingungen, unter denen der Streik beendet werden soll, schreiben vor, daß die Ausständigen nach ihren Wohnorten zurückkehren und die Ruhestörungen ein Ende nehmen. Die Ausständigen in Kleinfontcin sollen wieder angestcllt werden, -rie Regierung gewährt den Arbeitswilligen eine Entschädiming. An 1, die Ausständigen auf anderen Gruben sollen zur Mbeit, zurückkehren: sie sind anzustellen, sobald der Betrieb in den Gruben wieder ausgenommen wird. Ten Vertretern der Arbeiter
Meldungen über griechische Siege.
Athen, 5. Juli. Wie aus dem .Hauptquartier gemeldet ' wird, wird dort die Schlacht bei Kilkitsch als eine t h e rvorragende Waffentat -angesehen. Tic Bulgaren , zählten vier vollständige Divisionen, darunter die (>., 11. ’ iuid 13. und eine Brigade der 10. Division. Die Stellung bei Kiltitsch war von einer 24 Bataillone starken Division, einer Brigade und einem Freiwilliaenkorps besetzt; die natürlich starken Stellungen des Feinoes ivareu durch Verschanzungen verstärkt und stellenweise von schwerer Artillerie armiert. Die griechischen Pioniere mußten überall Wege herstellen, um der Artillerie den Vormarsch zu ermöglichen. — Gcneralstabschef Dusmanis telegraphierte an den Ministerpräsidenten, daß der Feind infolge des allgemeinen Angriffes der griechischen Divisionen heute früh um 3.35 Uhr seine Stellungen bei Likowanni und Latz a n a geräumt hat und von den Griechen unmittelbar verfolgt wird.
Athen, 5. Juli. Tas griechische Armeekorps, das vor G e w g tz c l i operiert, hat einen Sieg üavongetragen. Ter Feind hatte seine Stellung auf der ganzen Linie bei Eahana verlassen und ist in Unordnung unter Zurücklassung von 12 Geschützen, zahlreichen Munitionswagen, 1600 Gewehren und viel Munition geflohen. Die griechischen Truppen verfolgen den Feind, sie haben ein bulgarisches Bataillon völlig aufgerieben. Tie griechische Armee ist auf dein Vormarsch.
Eine Botschaft des Königs von Griechenland.
Eine am Samstag erschienene königliche Botschaft lautet:
„An mein -Volk! Ich rufe mein Volk zu neuem Kampfe auf. Verbündet mit anderen christlichen Staaten, um die leidenden Brüder zu befreien, hatten wir das Glück, den Kampf von Sieg gekrönt, die Sklaverei abgcschasft und die griechischen Waffen zu Lande und zur kee ruhmreich zu sehen. Das besiegte türkischo Reich trat den Verbündeten gemeinsam das befreite Gebiet ab. Griechenland wolltZ gerecht wie immer, im Einverständnis mit den anderen Verbündeten die freundschaftliche Teilung des befreiten Gebietes entsprechend den Rechten jedes der Verbündeten und schlug sogar für den Fall einer Meinungsverschiedenheit ein Schiedsgericht vor. Bulgarien, im Gegensatz zu seinen Verbündeten, habgierig, weigerte sich jeder Verständigung und jeden Schiedsgerichts und versuchte selbst den größeren Teil der Siegesfrüchte sich zuzueigncn und wollte den anderen Verbündeten nicht die Gebietsteile z u e r k e n n e n , die im Verhältnis zu ihren Opfern standen, auch logische Notwendigkeit des Gleichgewichts zwischen den Staaten nicht anerkennen und wandte jede Art von Hinterlist und Willkür an, indem es das Ziel dieses Befreiungskrieges und seine Verpflichtungen gegen seine Bundesgenossen vergaß. Bulgarien vergaß die Lehren der bitteren Erfahrung, welche die Völker der Balkan- Halbinsel bei ihren vergangenen Streitigkeiten hatten, und die glänzenden Ergebnisse des Zusammenarbeitens und kam jetzt dazu, die Freiheit selbst zu bekämpfen und die Waffen gegen seine Verbündeten zu richten, um ihre Rechte mit Füßen zu treten und zu vergewaltigen, indem -cs so den heiligen Zweck des gemeinsamen Kampfes zunichte macht. Angesichts dieses unerhörten Betragens Bulgariens lag die Pflicht der anderen Verbündeten klar zutage. Sie hatten den ihnen gebührenden Rang zu wahren und ihren Bund ausrechtzuerhalten, um dem unersättlichen Vorgehen des ehemaligen Verbündeten Einhalt zu bieten, damit sie ihre vitalen Interessen verteidigen, indem sie die Ansprüche auf die .Hegemonie niederkämpften und so das Gleichgewicht der Staaten auf dec Balkanhalbinsel, welches so notwendig für ein harmonisches Beicinanderleben ist, zu garantieren. Dos griechische Volk in enger, Uebereinstimmung mit Serbien und Montenegro, vertrauend auf die Heiligkeit seiner Sache, greift wieder zu den Waffen und beginnt den Kampf für seine Altäre und seinen Herd von neuem. Mein Ruf ergeht an meine Truvpen zu Wasser und zu Lande, welche Griechenland groß machten, diesen edlen Kamps sortzusetzen, um die von der türkischen Thranner befreiten Brüder zu retten vor einer neuen schrecklichen Sklaverei, welche sie bedroht. Tie hellenische Nation, in unerschütterlichem Vertrauen auf ihre Macht, ihr Recht und den .Heroismus der Armee, welche den griechischen Namen mit Ruhm bedeckt, Griechenland auf die .Höhe seiner heroischen Traditionen und glänzenden Geschichte wieder hinaufgehoben haben — die griechische Nation wird, dessen bin ich vollständig sicher, kein Opfer cheuen, für den Erfolg des, neuen Kampfes, welcher vervollständigt und das Werk der ersten Befreiung garantiert, und dieser Kamps hat den Segen Gottes wie der erste. Ich rufe seine ojnabc an. Es lebe Groß-Griechenland, es lebe die griechische Nation' Gegeben Balzar, 20. Juni 1913. Konstantin Rex.
xte Botschaft wurde von dem Ministerpräsidenten Vcnrzelos in der Kammer verlesen.
Als Rtzallys, ein Führer der Opposition, nach der Verlesung der Botschaft die Politik Vcnizelvs' kri- trsieren woNte, brachten die Kammer und die Tribünen Vcnrzelos stürmische Ovationen dar.
Die Mobilmachung Rumäniens.
Der Kriegs Minister veröffentlicht einen Aufruf an alle, hie sich freiwillig in das Heer ein- reihen lassen wollen. Sic können sich ein Armeekorps aussuchen und müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Unter den bisher Gemeldeten befindet sich der Führer der Liberalen Ion Bratianu und sein Bruder, der Tircttor der Nationalbank, der Exminister Martznn und der liberale Abgeordnete Duca. Die Gattin.Bratianus übernahm die Bildung ।
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Ars liberale Parteiblatt „Viitorul" nimmt an leitender Stelle gegen die östcrreichfcindlichen Mast t f cjt a t i o n en Stellung und schreibt, daß es verfehlt er, Freunden, die man erhalten wolle, die Fehler zuzuschieben, die jene begangen haben, dio es nicht verstanden hätten, aus der bisherigen Lage für Rumänien möglichst das beste herauszuschlagen.
Serbien wünscht wieder Verhandlungen.
Belgrad, 6. Juli. Das Rcgierungsorgan „Samouprava^ fuhrt aus, eine direkte Verständigung zwischen den Serben und Vulgaren dränge sich pon selbst auf ckls Kombination zur W i e d e r h e r st e l l u n g der gestörten Eintracht auf dem Balkan. Es sei nur fraglich, ob Bulgarien heute zur Verwirklichung dieser Kombination fähig ist, in den Augenblicken, wo ihm von verschiedenen Seiten große Gefahren drohen. Es ei schwer, mit sicherem Blick die Dinge zu brachten. Bulgarien befinde sich heute in einem solchen Augenblick. Wenn in den Entschlüssen Bulgariens der Genius des bulgarischen Volkes das entscheidende Wort spräche, wären die Besorgnisse für die Zu- tunft unbegründet. Bedauerlicherweise sei es aber schwer, sich angesichts der Phantasien und größenwahnsinnigen Ideen der bulgarischen Staatsmänner und Politiker durch Optimismus hinzugeben.
Vereinbarungen zwischen Bulgarien und der Türkei.
Wien, 5. Juli. Die „Neue Freie Presse" erfährt von diplomatischer Seite, daß zwischen der Türkei und Bulgarien eine Vereinbarung erzielt worden ist. Bulgar-ien verzichtet auf eine Kriegsentschädigung, wogegen die Türkei ihre Ncutralitä t erklärt.
Die Haltung der Großmächte.
Köln- 5. Juli. Zn den ausländischen Meloungen über besondere Schritte einzelner Mächte zur Sicherung der Nichteinmischung Europas in den neuen Balkankampf hört der Berliner Korrespondent der „Kölnischen Zeitung", daß es eines förmlichen diplomatischen Vorgehens zur Feststellung des Verhaltens der Großmächte nicht bedurfte. Die Mächte nahmen vielmehr, als die Feindseligkeiten innerhalb des Balkanbundes begannen, von vornherein in voller Ucbereinstim- !Vun,9 bje Stellung ein, daß eß ihre Aufgabe nicht sein könnte, sich in feie ^Kämpfe selbst einzumischen. Die Uebereinsttmmung wurde in täglichen diplomatischen Gesprächen festgestellt.
Blockade an der thrazischen Küste.
Athen, 5. Juli. Die griechische Regierung ordnete die Blockade über die thrazische Küste zwiscl)en Enos und der Strh m on-(Struma-)Mündung an, diese mit einbegriffen (vom 26. Grad 5' bis 23 Grad 53 östlicher Länge Greenwich auf 5 Meilen seeinwärts. Den neutralen Schiffen, die sich in den blockierten Häfen befinden, wird eine freie Abfahrt innerhalb 24 Stunden _ bewilligt. Die griechische Regierung erklärte den Kriegszustand. Neutrale Schiffe, die nach bulgarischen Häfen am Schwarzen Meere besttmmt sind, werden einer Turchsuchirw wegen Kriegskontrebande unterworfen.
Sonstige Nachrichten aus den Balkanftaaten.
Sofia, 5. Juli. Angesichts der außerordentlichen Lage, die durch Serbien und Griechenland geschaffen wurde, indem diese durch ihre militärischen Operationen gegen Bulgarien blutige Konflikte hervorriefen und sömit eine neue tatsächliche Situation schufen und angesichts der Mobilisierung Rumäniens, hielt es die Regierung für nötig, dem König die Möglichkeit zu geben, die Ansicht der Führer der Opposition zu hören. Zu diesem Zweck berief der König vorgestern eine Konferenz, an der der Kronprinz, Dr. Danew, Theodorow, Malinow, Radoslaw, Genadiew und Tontschew teilnahmen. Auf Grund der Konferenz versicherte der König gestern der Regierung neuerlich sein Vertrauen.
Der griechische Gesandte Panas hat heute mittag Sofia verlassen/ Er reift über Rustschuk. Der Schutz der gricchischn Interessen in Bulgarien wurde der französischen Gesandtschaft anverttaut.
Sofia, 6. Juli. Die bulgarischen Gesandten in Belgrad und C e t r n j e sind abberufen worden. Der Schutz der bulgarischen Untertanen und Interessen in Serbien und Montenegro ist Rußland anvertraut worden.
Athen, 6. Juli. Der bulgarische Gesandte Hadji Misch e w und das Personal der Gesandtschaft haben gestern Athen verlassen.
Wien, 6. Juli. Das Wiener Korrespondenz-Bureau er- sähtt von unterrichteter Stelle, daß die von scrbrschm Zeitungen gebrachten Meldungen, österreichische Offiziere fänden in dem gegenwärtigen Kriege bei den Bulgaren Verwendung, glatt erfunden sei.
folgt, aui verbreitete^- II Uhr kam die - oonjenM «roife Menschenmen io baö ber Klubnm! dm Wischen flctei üblichen Wehe cmst
*♦ Zu dem »ir, daß infolge forderlichen Instar (neigten Ansnefe feinem Eintreffen k'chörde tonnte < Rosenthal und sei eiiüreffen. Ta auf Bessert wird, w< zur Abholung bc noch, daß es dem •Sagen zu nehmet Psangenen die § tonnen. Tann wä lichen Zuges erst
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oer neue Balkankrieg.
Die serbische Timokdivisto« vernichtend geschlagen.
Die am Freitag nachmittag 4 Whr bei Krivolak um- nmnmerte serbische Timokdckvision ist nach verzweifeltem Widerstande völlig geschlagen worden. Eine sehr beträchtliche Anzahl Gefangener und Feldzeichen fielen in die Hände der Bulgaren. Die siegreiche bulgarische Division zeigte großen Mut. Während des Kampfes blieb die auf den Höhen von Svett Nicolas konzentrierte serbische .Hauptarmee angesichts der Vernichtung der Timok-Division untätig.
Die bulg-arische Gesandtschaft in Berlin erhielt folgende offizielle Mitteilung: Tic unweit Krivolak zernrerte serbische T i m o k- Mi. v i s i o n wurde am Freitag von der bulgarischen Armee gänzlich vernichtet. Die bulgarische Armee bewies eine beispiellose Tapferkeit. Tie serbischen Verluste sind ungeheuer. Die Lage der serbischen Hauptarmee ist derartig schwierig, daß sie der Timok-Division nicht helfen konnte, sondern tatenlos zusehen mußte. Soweit festgestellt ist, haben die Bulgaren 35 Offiziere und 4000 Mann gefangen genommen, 27 Schnellfeuergeschütze, f> Maschinengewehre, Munition und Ausrüstungsgegenstände für zwei Regimenter erbeutet.
'<soföa, 6. Juli. An der Front der gegen die zweiten Stellungen der Timokdivision operierenden bulgarischen Brigade wurden bis gestern abend sieben Geschütze und neunzehn Schnellfeuergeschütze sowie zwei Maschinengewehre erbeutet. In der stiahe der Ortschaft Dra- goevo wurde der Train zweier serbischer Regimenter erbeutet und 400 Gefangene gemacht. Nach bisher bekannt gewordenen Nachrichten sind von der Timotdivision im ganzen 35 Offiziere und 4000 Soldaten gefangen genommen; 27 Schnel'lfeuergeschütze, sechs Maschinengewehre und der Train zweier Regimenter wurde erbeutet.
1. Wieftck, fest feierte heute meine aus Gieß Dißmar, Annero Vufeck und Watz« dem Feftplatz eil Die hiesigen Ges bewegte sich ein begrüßte ^räfiben. Lehrer DeMl b Erträgen unb San ut Besuch war b ^icgetverein ivurd
— Wieseck, morgen Bahnffeigsch fau, geb. Wagner.
-g. Geilsha errichtete Kranker fausen eröffnet. ! die Schwester in ihr ^geistliche Pfarr dringende Predigt i fa)t- Er zeigte die >kgte der Gemeinde Herz. Nach dem G Zitier für die Mi ’m Een Schulhaus Man bringen die 2 Mausen auf, d W beigetreten
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Berlin, 6. Juli. Die buPgarischc Gesandt- schäft teilt mit: Das bulgarische Hauptquartier dementier t die serbische. Meldung über einen angeblichen serbischen Sieg Lei K o t s ch a n i über die 7. bulgarische Trvision. Die Serben griffen gestern unweit Kotschani die mazedonische Freiwilligenlegion heftig an, welche energisch bresen Angriff ab sch lug. Zu derselben Zeit griff'die 7. bulgarische Division die Serben von der Front an und zwang sie, sich zurückzuziehen.
Die Serben haben ebenfalls gesiegt.
Nach, einer Meldung des serbischen Pressebureaus vom 6t Juli ist die gegenwärttge militärische Lage nach fünf Kampftagen folgende: Tic Bulgaren hatten den Plan, durch einen unerwarteten Angriff mit 120 000 Mann starken Streitkräften unsere Grenze zu erreichen und sich der makedonischen Gebierc zu bemächttgcn. Bedeutungslose Scharmützel gingen diesem Angriffe voran, und Hatter: den Zweck zu einem Hauptl'ampf, der sich daran anschließcn sollte, der aber durch Mißverständnisse falsch ausgeführt wurde, zu verschleiern. Die serbischen-Truppen wurden durch den Angriff Bulgariens überrascht; da die diplomatischen Beziehungen zwischen Serbien und Bulgarien nicht abgebrochen waren, mußten sie sich erst verständigen, um einen Angriff zurückweisen zu können. Nach einem erbitterten Kampfe, der am Montag stattfand, warfen sie die Bulgaren zurück, und verhinderten auf diese Weise die Ausführung des bulgarischen Planes. Als dann die beiden mit dem .Heeresgros in Fühlung traten, könnten die Kämpfe nicht mehr so leicht verhindert werden, wie die Scharmützel. Ter Kampf daucrre an und die serbische Armee ging allmählich zum Anariff über. Tas Ergebnis der Kämpfe ist heute, daß die serbische Armee gegenüber dem rechten Flügel der Bulgaren, die aus der vierten. Preslawdivision und der siebenten Rilodivision zusammengesetzt ist, sich in großem Vorteil befindet. Jede dieser Tivisionen besteht aus -seck-s Regimentern und einem Freiwilligeilkorps unter dem Befehl des Generals Genew. Ter rechte butgarifck'le Flügel ist zersprengt und über das rechte Ufer der Bregal- Nitza auf die .Höhen von Platschkanitza in der Richtung auf die Dörfer Lcstajc und Binitze Gradego zurückgeworfen worden. Die geschlagene bulgarische Armee zog sich in Unordnung zurück und ließ eine große Menge Waffen und Munition zurück. Ter Umfang der Beute ist noch nicht sestgestellt. Während des ganzen Kampfes errangen die Bulgaren bis jetzt nur einen unbedeutenden Teilerfolg im Süden gegen die serbischen Truppen, die sich zwischen der Wardar und Krivolak befanden. Nach einem Kampfe von fünf Tagen und fünf Nächten wurden die scrbisck)en Truppen, welche bis dahin die stark überlegene bulgarische Armee aufhielt, geztmingen, sich auf die ersten Stellungen etwa sechs Kilometer entfernt, zurückzuziehen. Hierin besteht der Erfolg der Bulgaren bei Krivolak, wobei keine wichtige Stellung genommen wurde. Dieser Erfolg kann mit den Erfolgen unserer Armee einen. Vergleich nicht aushalten, weldje verschiedene Punkte von größter strategischer Bedeutung, z.B.: Rette, Bukve, Raitschani, nahm und den rechten bulgarischen Flügel der bulgarischen Hauptmacht darstelltc, zersprengte. Die serbischen Truppen aus dem rechten bulgarisck)en Flügel drangen weit in dL s l g q r i s ch e G c b i.L t ein, während die bulgarischen
einer Ambulanz mit 120 Betten. Viele Frauen und Mädchen meldeten sich beim Kriegsministeriutrr als Kranken« pflegeriimetl. Aus Anregung des Polizeipräfekten stellte die Sozialdemokratie ihre Agitation gegen den Krieg ein. Nach Zeitungsmeldungen aus der Provinz hält dort die allgemeine Kriegsbegeisterung an.
Nach einer Mitteilung des rumänischen Generalkonsulats in F r a n k f-u r t a. M. haben sich nach erfolgter Mobil» machung der rumänischen Armee alle int Ausl'ande sich aufhaltendcn rumänischen Reservisten und Rekruten unverzüglich zu ihren Korps zu begeben.
. Tie großen Kreditinstitute sehen vorlänftg die finanztelle Lage ohne große Besorgnis an und halten ein Moratorium für überflüssig. Tic Generaldirektion der Eisenbahnen macht bekannt, daß der Abgang des O r i e n t expreß bis Sonntag garanttert ist.
Das Amtsblatt erklärt: Vom Augntblick des Erscheinens des Mobilmachungsdekrets an werden alle Zeitungsnachrichten über Truppenbewegungen, die Versorgung mit Munitton und überhaupt alles, was die Armee betriffck, als Spionage angesehen.
Von liberaler Seite wird auf die Notwendigkeit einer nationalen Regierung hingewiesen, der die Organe der Regierung mit der Versicherung entgegentreten, daß solche überflüssig und die Regierung fest sei.
B u k a r e st, 6. Juli. Die Wirkungen an der M v b i l i - licrung auf das öffentliche unb private Leben beginnen sich zu zeigen. Infolge Mangels an Personal h.iben die kleineren Ver- waltungen und Banken ihre Bureaus geschlossen. Tie Zeitungen ^schränken sich in ihren Ausgaben auf zwei Seiten, was sowohl a • k k -nQCt Personal, als auch aus Papicrmangcl notwendig wird, defsen, Zufuhr infolge der Einstellung des Eisenbahnverkehrs bejchrantt i)t. Der Handelsminiiter Acnopol berief zum nächsten Dienstag eine Versammlung der Präsidenten der Handelskammern des Landes ein, um Maßregeln zur Berhüttrng einer Teuerunc zu beraten. Infolge der Einberufung der Kittsck>cr und Regui- sitwn der Pferde macht sich ein Mangel an Fuhrwerk bemerkbar.
Truppen nur bei Krivolak, an einem einzigen ssdttttte, serbischrS Gebiet besetzten.
Weitere serbische Siegesnachrichteu.
B e l g ra d, 5. Juli. Nach Privatmeldungen sind die Bulgaren nach der dreitägigen verlustreichen Schlacht bei Krivolak endgültig geschlagen und zersprengt worden. Heute abend sind weitere bulgarische Gefangene und eroberte bulgarische Geschütze in Belgrad eingetroffen.
Belgrad, 5. Juli. Gestern nachmittag versuchten die bulgarischen Truppen bei Zajetschar in Serbien einzudringen, wurden jedoch zurückgeschlagen. Heute früh erneuerten die Bulgaren ihren Angriff, der Kampf dauerte mittags noch an.
Belgrad, 5. Juli. Nach der Erstürmung der Anhöhe von Rai tschani, wo der rechte Flügel der vierten Armee geschlagen wurde, gingen die Serben gegen das Freiwilligenkorps des Generals Genew vor, der den äußersten rechten Flügel der bulgarischen Armee auf der Linie Kitka- Striffchia deckte. Der Kitkabcrg wurde gestern nachmittag um 4Uhr im Sturm genommen und die bulgarischen Freiwilligenkörps in größter Unordnung auf die bulgarische Landesgrenze z u r ü ck g e w o r f e n.
Berlin, 6. Juli. Ter serbischen Gesandtschaft ging folgende amtliche Mitteilung zu: Tie über gr o ße b ulgari sche Erfolge verbreiteten Gerüchte sind falsch. Es ist unrichtig, daß die bulgarischen Truppen Fortschritte machen, sie sind vielmehr über den Fluß Bregalnitza zurückgedrängt worden. Jschtip, das sich von Anfang an in bulgarischen Händen befindet, ist ein jenseits der beiderseitigen Demarkationslinie gelegener Ort. Gewgrli nahmen die Bulgaren durch Ueberrumpe/ung, wurden jedoch bereits daraus oertrieben. 'Die Timok-Division des zweiten Aufgebotes befindet sich auf der linken Seite des Wardar und der Bregalnitza. Bei Egri Palanka fanden lediglich größere Vorpoftengefechte statt.
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