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7.7.1913 Erstes Blatt
 
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Montag, 7. Zuli (913

163. Zahrgang

Erstes Blatt

Die heutige Nummer umfaht 12 Seilen.

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die einen einigermaßen einwandsfreien Vergleich mit Preußen Massen. Für eine Anzahl Stellen war ein Ver­gleich wegen der andersartigen Organisation überhaupt nicht möglich, wie z. B. bei den höheren und mittleren Beamten der Zentralstellen. Preußen besitzt, wie viele andere Bundesstaaten, neben den Ministerien Mittel- (Direktiv-, Kollegial-) Behörden, wie die Regierungen, Oberpräsidien, Direktion für die Verwaltung der direkten Steuern, Ober- zolldirettionen, Eisenbahndirektionen usw., deren Aufgaben in Hessen entweder den unteren Instanzen oder neben den Aufgaben der Zentralverwaltung den Ministerien und ihren Abteilungen zufallen. Darnach wäre z. B. ein hessischer Ministerialrat und Vorsitzender einer Abteilung einerseits mit dem Vorsitzenden einer solchen preußischen Mittelstelle und einem Ministerialdirektor, anderseits mit einem Vor­tragenden Rat in einem preußischen Ministerium zu ver­gleichen: ein hessischer Vortragender Rat einerseits mit einem preußischen Vortragenden Rat in einem Ministerium, anderseits mit dem Mitglied einer K'ollegial-Mittclstelle; ein hessischer mittlerer Beamter an den Ministerien einer­seits mit preußischen Beamten an den Ministerien, ander­seits mit solchen an Mittelsteren usw. Die hessischen Ge- k altssätze tragen diesen Unterschieden Rechnung, indem sie nieder bei den mittleren, noch den höheren Beamten in den Zentralen regelweise nur entfernt an diejenigen heran- tommen, welche in Preußen cm die Ministerialbeamten ge­zahlt werden.

Nr. 156

Der Eichener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. Beilagen: viermal wörtienllich Gietzen-rFamilitnblcitter; zweimal wöcheritl.Akelr- blutt für den Kreis Sichen (Dienstag und Frei lag); zweimal monarl. Land­wirtschaftliche Zeitfragen Fernfprech - Anfchliisse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse Mr Depeschen:

Anzeiger Gießen.

Annahme von Anzrigen für die Togesnununer bis vorrnitlags 9 Uhr.

erreicht.

Von besonderem Interesse sind in der einleitenden Betrachtung zu der Vorlage die Angaben über den Mehrbedarf, der für .Hessen durch eine Ueber- tragung der preußischen Gehaltssätze auf die hessischen

Dar Leuchten unserer Glühwürmchen.

Wer hat nicht schon an warmen Sommerabenden die zarten grünlichweißen Lichtpünkichen beobachtet, die am Wegrand aus Gras.und Gebüsch hervorleuchten oder auch wie feine ,^-cuer- funken durch die laue Luft stiegen! Wenn wir eins dieser Leucht- pnnktck)sn mit der Hand erl-aschen, daun haben wir ein tleirns, läum Zentimeter langes, wurmartiges Tierchen vor uns, auf denen Unterseite die drei letzten Leibesringe das milde Licht ausstrahlcn; es ist ein Glühwürmchen, das auch den Namen Johannistäfer führt Von dem lleinen Käfer besitzt sowohl Has gestugttte Männchen wie das flügellose Weibchen und die Larve die Leucht­kraft, die schon in den frühesten Zeiten die Au) merk, am leit der Forscher auf sich gelenkt und die verschiedensten Deutungen ge­funden hat. Aber bis in die neueste Zeit hinein war die Ursache dieser seltsamen Naturerscheinung vollständig unbekannt geblieben: man nahm aber an, daß eine ganz langsame Verbrennung, also eine Orhdation mit dem Sauerstoff der Lust stattsande. ^icw Annahme wurde dann längere Zeit wieder angezweifelt, da sich zeigte, daß die Käfer auch in Kvchlenoxydgas leuchten. Neuer­dings sind aber weitgehende Forschungen angestellt worden, be­sonders von dem Zoologen Weithaucr, die eine Oxhdation außer Frage stellen und uns auch endlich den Grund und den Ursprung des seltsamen Phänomens aufgedeckt haben.

Tic frühere Annahme, daß der Johanniskäfer das Leuchten oder Nichtlcuchten völlig in seiner Otauolt habe, ist hinfällig ge­worden, denn wenn man eine Anzahl Käfer in eine gutschlietzende GlaSspritze tut, dann leuchten sie bei jedem Zustoßen des Kolbens aus, irährend das Licht beim Ausziehen des Kolbens erlischt. Im ersten Fall wird die Lust im Kolben verdichtet, also den Leucht- organen viel Salierstoff zugeführt, das Leuchten wird daher inten­siver, im zweiten Fall wird es schwächer, da die Luft verdünnt wird. Wenn die Käfer also bald aufleuchten und bald dunkel erscheinen, dann l>aben sie diesen Wechsel erzeugt durch das Oeffnen oder Schließen der feinen Luftröhrchen, die den leuchtenden Or ganen die Luft zuführen. Es kommt beim Leuchten ohne Zweifel eine Oxvdation zustande, was auch dadurch bewiesen wird, daß Käser, die in Wasserstoffsuperoxvd gebracht wurden, sehr stark austeuchtelen, weil diese Flüssigkeit sehr leicht Sauerstoff abgibt. Die Eigenschaft des Leuchtens ist von dem Willen des Käfers somit völlig unabhängig, denn tote Körper leuchten auch, und wenn man die Leuchtmasse einer Anzahl Käfer sammmelt und eintrocknen läßt, dann länn man sie nach langer Zeit durch Anfeuchter wieder zum Leuchten bringen. Das Leuchten ist eine rein chemische Reaktion, zu welcher der Körper deS Käfers die notwendigen Zutaten liefert.

Auf Grund dieser Festflellungen gelang es nun den For­schern, den Ursprung des Leuchtens austudecken. Wenn der Körper die zum Leuchten nötigen Stoße gibt, dann muß er sie not- wendigcrweise mit feiner Nahrung austwhmen, sie müssen also in

B e i n q o y r . monatlich 75PH, viertel­jährlich Alt. 2.20; durch Abhole- iu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2. vieriel- sährl. ausfchl. Bestellg. Zeilenvreis: lokal 15Pf., auswärts 20 Pfennig. Ehcsredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; fürFeuille- ton".Vermischtes" und Gerichtssaal": K. Neu­rath; fürStadt und Land": E.Öeß; für den Anzeigenteil: H. Beck.

Der Grottenolm. Zu den sonderbarsten Bewohnern unterirdischer Wasserläufe gehört ohne Zweifel der Grottenolm oder Proteus. Diese Amphibie wurde im Jahre 1797 vom Forscher Löwengreif in der Adelsberger Poik entdeckt und gab den Naturforschern manches Rätsel -um Lösen. Er gehört zu den Schwauzlurchen, ist also ein entfernter Verwandter unseres gewölmlickum Teichmolches, aber wie verschieden ist er von dem lichtbewohnenden Vetter! Veränderte Lebensbedingungen haben ihn völlig umgestaltet, und das erste Opfer der Anpassung war der Ver-icht auf das Sehvermögen, das in der gänzlichen Finsternis 'keinen Zweck hätte: zwar sind die Augen noch vorl)anden, doch liegen sie bereits unter der Körperhaut, so daß sie. wohl noch einen Lichtreiz empfinden, jedoch kein Bild au>>cr Netzhaut mehr bervor- bringen können. Weiter mußte der Olm auf seine Hautfarbe ver­zichten: die Dunkelheit hat ihn entfärbt imb lernen Selb mit durchscheinend gemacht. Die Füßchen sind so verkümmert, daß sie die Last des Tieres nicht mehr tragen, nur schwimmend btnpegt sich dieser'Bürger der Unterwelt, dessen sonderbaren Habitus die stark verästelten rosaroten Kiemenbüschel vervollständigen Ein lange ungelöstes Rätsel bildete die Bermehrungsweise des Grotten- vlms, Ins es endlich der biologischen Station in Ben gelang, diesen Vorgang aufKuhelleu. Befinden sich die ^iere m etnerjt Wasser unter einer Temperatur von 15 Grad E., daun bring« das Weibchen normal entwickelte Junge zur Welt, steigt die Wassertemperatur aber über dieses Maß, dann jetzt c» vier no« aus denen fußlvse Emjbrhonen ans schlüpfen^

Der VesoMngstarif und die preußische GehMssiale.

Die Regierung ist dem Ersuchen der beiden Stände- 'Tammem, alsbald denEntwurf eines Besoldungstarifs vorzulegen, der sich möglichst an die bestehenden preußischen Gehaltssätze anschließt (ausschließlich Wohnungsgeld) ohne diese Sätze zu überschreiten", nachgekommen und die Vor­lage hat auch, wie schon kurz berichtet wurde, in der letzten Sitzung des Finanzausschusses Zweiter Kammer bereits mit als Beratungsmaterial gedient. Der Antrag, der im verflossenen Frühjahr von den Abg. Brauer, v. Brentano und Genossen eingebracht wurde, hatte damals mancherlei Bedenken und Mißbehagen unter der Beamtenwelt hervor­gerufen, weil man befürchtete, daß damit das endliche Zustandekommen der hessischen Besoldungsreform abermals weiter verzögert norden würde. Eine Beruhigung trat erst ein, als sowohl die Regierung, wie der Finanzausschuß die Erklärung abgegeben hatten, daß die lediglich als Ma­terial gewünschte Vorlage auf den Fortgang der Beratungen 'über ine Besoldungsordnung keinerlei hemmenden Einfluß ausüben würde. Es wurde von der Regierung ohnedies daran erinnert, daß sie ja bereits in der umfangreichen Denkschrift zur Besoldungsreform vom 1. Juli 1909 und in der am 7. Dezember 1912 vorgelegten Besoldungsord-- nung selber eingehende Vergleiche der hessischen Gehalts­und Wohnungsgeldsätze mit denen der anderen Staaten, darunter auch Preußen, geliefert habe. Zu der jetzigen. Vorlage bemerkt die Regierung, daß sie den Antrag Braun und Genossen zunächst nur als Wunsch aufgefaßt habe, im einzelnen das Material für den Vergleich der hessischen mit den preußischen Gehaltssätzen zu erhalten. Die Ge- Haltssätze ohne Wohnungsgeld zu geben, wie es der Antrag wollte, erschien aber der Regierung nicht angebracht, da der Vergleich alsdann unvollständig gewesen sein würde. >Erst GeMtssätze und Wohirungsgeld zusammen böten ein zutreffendes Bild von den gesamten Dienstbezügen der Be­amten in Hessen und Preußen. Tie Regierung hat daher der Nebersicht in zwei Spalten die preußischen bezw. Reichs­sätze für rSohnungsgelder denen gegenübergestellt, welche ' in der jetzigen Besoldungsvorlage für Liessen vorgeschlagen sind, wobei die Ortsklassen der preußischen (und Reichs-) Einteilung ausgenommen wurden, die für Hessen in Be­tracht kommen, nämlich Klasse B bis E. Klasse B enthält die hessischen Städte Mainz und Osfenbach, Klasse C die Städte Darmstadt, Worms, Gießen, Bingen, Friedberg und Bad- Nauheim; diese Städte sind sämtlich in der für .Hessen vorgeschlagenen Ortsklasse I vereinigt.

Ein Vergleich >der Beamtenbezüge in Preußenarnd Hessen wird nun besonders dadurch erschwert, daß in den beiden Staaten die'Behördenorganisation, die Grundsätze über Vor­bildung, die Anstellungs- und Beförderungsverhältnisse, die Amtsbezeichnungen, sowie Art, Umfang und Grenzen der Dienstaufgaben vielfach und stark voneinander abweichen, .und die von der Regierung gegebenen Vergleiche nur unter Beachtung der durch die Größe der Staaten, der Behorden- organisation re. zu betrachten sind. Von den etwa BbOO Hejfi­schen Beamten sind überhaupt nur rund 2600 vorhanden,

>re Jesuit". Bon tot uit", bat der Verlag von eine Volksausgabe in zwei tat weitere Meise, für die M, dieses Ach des Br­ich eine Kenntnis verschaffen, fremd ist Vas hoensttoech r ihm niemand der Oeffenb Sage Mir, des ifi )o inttP t langen biefti Sudi fielt die sich als W'tnteiteit nd kritischen Darlegungen, .Üonrg Md üljtm m bas « * mb W**1*®' t ttni-.t iiba

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Die unmittelbaren Gehaltsvergl-eiche zeigen im allge­meinen, wie . die Regierungsvorlage konstatiert, daß die Gehaltssätze bei den unteren Beamten im ganzen und im Mittel denen in Preußen gleich­st e h e n , sie in den Anfangsbezügen mehrfach sogar über­treffen. Die Sätze der mittleren Beamten stehen, namentlich in den Durchgangsstell'en, denen in Preußen im ganzen gleich; in der typischen Volltlafse bleibt der Endgehalt um 100 Mk. hinter dem preußischen zurück. Der Endgehalt der a l a d e m i s ch e n B e a m t e n ist in Preußen um 700 Mk. höher als in Hessen, unb in den höheren Stellen wird der Vergleich für Hessen noch weit ungünstiger. Es wird aber ausdrücklich betont, daß sich diese Vergleiche und Feststellungen nur auf d i e Gehaltssätze selbst beziehen. Auf die großen Unterschiede in der AnstellungS-- möglichleit, der Anrechnung non BespldungZ- und pensions- fähiger. Dienstzeit war im ZÜsänkmenlMng mit dem Besol- dungs l a r i f nicht einzugehen., Durch diese Unterschiede müssen die hessischen Beamten in ihrem gesamten Dienst- cintommen, den Pensionen und Hinterbliebenenbezügen ganz erheblich hinter Preußen zurückstehen. Bei dem Woh- nuugsgeld zeigt sich in Preußen zunächst eine noch stärkere Differenzierung. Tie städtischen Wohnungsgeldsatze sind in Preußen höher als in Hessen, diejenigen in den ländlichen Ortsklassen dagegen bedeutend niedriger. Die Ursache hierfür liegt darin, daß das Wohnungsgeld in Preußen und im Reich durchweg drei Vierteile des tat­sächlichen durchschnittlichen Wohnungsaufwands betragen soll, in Hessen dagegen soviel- nur in den Städten, während es auf dem Lande nahezu den vollen Wöhnungsaufwand

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Pearntei' erforderlich sein würde. In der Denkschrift vom Jahre 1909 wurde dieser Mehrbedarf auf zirka 1369 000 Mk. berechnet, doch sind genaue Zahlen bei der teilweisen Un­möglichkeit eines Vergleichs nicht genau anzugeben.In ber jetzigen Besoldungsvorlage wurde der reguläre Mehr­aufwand an Gehalt auf 942 300 Mk. und der Aufwand zur Beseitigung von Unstimmigkeiten auf 236 200 Mk., zusam­men auf 1 179 700 Mk., bezw. auf 1 569 000 Mk., berechnet. Die 1171 hessischen Unter beamten, von denen etwa 3/4 mit Preußen vergleichbar sind, würden nach den preu­ßischen Sätzen eine Schlechterstellung von rund 132 000 Mk. erfahren, d.i. pro Kopf 110 bis 120 Mk. Bei den mitt­leren Beamten zweiter Kategorie (Klasse 18 bis 37) würde sich nach den preußischen Sätzen für Hessen ein Minderaufwand von rund 49 000 Mk. ergeben, d. i. prv Kopf rund 200 Mk.; bei den mittleren Beamten (Klasse 38 bis 57) sowie bei den höheren akademischen Beamten, die sich aber wegen der schon angedeuteten Unterschiede (Stellen der Zentralbehörden usw.) ist eine Berechnung des erforderlichen Mehrbedarfs nicht möglich. Es würde sich aber für die Beamten der Zentralverwaltung und für die höheren Beamten allgemein ein recht erheblicher Mehr­aufwand ergeben, da die Gehaltssätze zum Teil weit hinter den preußischen zurückbleiben: besonders bei den höheren Beamten ist der Abstand noch weit größer, als bei den akademischen Lokalbeamten. Für die akademischen - o - kalbeamten Hessens, im ganzen 999, von denen fast 900 unmittelbar mit Preußen vergleichbar sind, wurden die preußischen Gehaltssätze einen Mehraufwand, d.h. eine Verbesserung von rund 293 000 Mk. herbeiführen, d. i. fasi 300 Mk. pro Kopf im Durchschnitt, was durch den um 700 Mk. höheren, preußischen Endgehalt bedingt ist.

bezüglich des W o h n u u g s g e l d e s berechnet die Vor­lage, daß" nach den preußischen Sätzen gegenüber beit Vor­schlägen der Regierungsvorlage ein weiterer Mehrbedarf von etwa 180 0Ö0 Mk. entstehen würde, wobei die länd­lichen Ortsklassen stark herabgesetzt, die städtischen Orte dagegen, insbesondere die Beamten der größeren Städte stark verbessert werden würden gegenüber den Vorschlägen der Regierungsvorlage. Bei der liebertragung der preu­ßischen Gehalts- und Wohnungsgeldfätze insgesamt auf bic hessischen Beamten würde ein Mehraufwand von etwas über 300 000 Mk. gegenüber der Vorlage erforderlich fein. Dabei würden sich allgemein die Unterbeamten und Mittel­beamten zweiter Ordnung erheblich verschlechtern, die aka­demischen Beamten dagegen, sowie die Beamten der Zentral­behörden, mittlere sowohl wie insbesondere höhere, wesent­lich verbessern. Die Verbesserung würde namentlich den Beamteii in den größeren Städten zugute fommeit, wäh­rend sich die ländlichen Beamten gegenüber den Vorschlägen der Vorlage starr benachteiligt sehen müßten. Ob nach diesen amtlicheii Feststellungen die sich, wie m der Vorlage zum Schluß noch ausdrücklich betont wird, nur auf den unmittelbaren Vergleich der ziffernmäßigen Bezüge, nicht auf die beträchtlich ungünstigeren hessischen Vorfchrlf- ten über Besoldungs- und pensionsfähige Dienstzeit beziehen sich die Antragsteller sehr für die Einsührung der preu­ßischen Sätze erwärmen werden, kann wohl recht fraglich erscheinen!

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1bctni9 bemnadi 75000 39e" Mit sich 7s fegte:

ihr enthalten fein. Da nun die Johanniskäfer sich vorMgs- weise von verwesenden pflauzlick-en mtb tterlichen Resten ernälyren, die wir mit dem .Namen Humus bezeichnen, so muß, die Leuckst- sudstanz im Humus des Bodens enthalten fein. 65, wurden Versuche in dieser Richtung gemacht: eine wässerige Lofung von Humus wurde mit Wassersboffsuperoxud zusammengebracht, und siehe da, es entstand ein deutliches Lenchnm. Diese Entdeckung war von der größten Wichtigkeit, denn sie gab einen Außchluß über die so rätselhafte Erscheinung des Leuchtens bei manchen Tieren. Es ist wohl Kweifellos, daß das Leuchten der Glühwürmchen den Tieren als Nttttel dient, sich gegenseitig zu finden, aber entstanden und hervorgegangen ist die Leuchtkraft ans der Nahrung, die ganz ohne Zutun des Käsers die Eigenschaft des Leuchtens in sich birgt. Wir dürfen daher das Leuchten old Mittel der Annähe­rung nickst zu hoch anschlagen, beim auch die Larven leucksten, und bei denen ist ja ein sich gegenseitiges Finden zwecklos: dicses kann bei den Männchen und Weibchen wohl eine Folge, aber niemals die Ursache des Leuchtens gewesen sein Die Käser sttah- len das Licht nicht aus, um sich finden zu können, sondern sie finden sich, weil sie infolge ihrer Nahrung Licht ausstrahlen.

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Die Wiederbelebung einer menschlichen Herzens nnch dem Code.

Der Pariser Arzt Dr. Bouchon hat jüngst an der Leiche eines durch einen Unfall Getöteten einen Vmuch gemacht, ben^nian nicht anders, alsWiederbelebung «eines Herzens nach dem ^obc bezeichnen kann. Er mirb darüber demnächst in bei Pariser Akademie der Medizin unb aus dem nächsten internationalen 'Chirurqenkongresse in London berichten, hat aber dem medi­zinischen Mtarociter desStandard" Einblick rn seine MaimskiiPte gestattet, unb so wird bereits ^olgenbes über den merkwurbig-i 01 \,Unmittefbar nach einem Aiitomobilunfalle " so lauten Dr. Bouck>ons Aufzeichnungen,würbe mein arztftcher Beistand an- gerusen. Ich sah sogleich, bar, ber Ueberlahrene cmgmblicklich -getötet worben war. Trotz meiner lr^r.^gcn,<^>a^ ^riL los tot sei, bestanden bic Freunde des Getoteton darauf, ich solle einen Wiederbelebungsversuch machen, und o wwitt ich zey'i ^Minuten nach dem letzteii Atemzuge des Totm

Meine Diagnose lautete auf Ruptur d^ Herzens, ich offi ete dah^ den Brustkasten unb lyatte in oO Sekunden da-- Herz rr; 9c .eg . Der Herzbeutel war mit einer großen Menge Blutes angewllt die Innenseite des linken Ventrikels zeigte eine WuKo von sechs bis sieben Zentimeterii Länge. Nach Anlegung dn Naht wenbtte ich meine Methode der Herzwiederbelebung »n-

des Herzens wurden mit einer besonderen, organischen Alufimfat angefüllt, ich führte schnell den Luftrohrenschnitt mi-' ... - Sauerstoff durch bic Luftröhre ein, wahrend ^n^iftent Tunft liebe Atmung einleitete. Tann lwgann ich bas Hey^rhythmisch zu massieren' unb nach etwa einer Minute war beutlich zu ,epn, -bar, J TE- mi.d-rb^mE hatte. 3u

meiner eigenen Uebeveaschung setzte e» abie 4>enMjunq to t Hierauf wurde ber Pulslchlag,^eber sutzkbar, und naclr.rn ich die Bnuftw.intn' geschlosten Iratte, '^e da- L^z 3b bmburd) seine Tätigkeit fort, ixi kam es motzlich zum UtilUtanö ireb Sie Somifrangen, die 'Serocgimg ton neuem su

^ie Aittvpfte ergab, baß die unteren waren, aufierbent waren Serrrifmingen ber Mto E !§?r Md der Därme »or^nbm, ItonmS h-rvdrgulg, das7 die Btoleimimen des Taten anntoarbentlid, fdnwrcr Mrt nmen W-tte d°qeyen nnr das £>=® eMm durch einen Tolchsttch - totleyattoefen und der Tod loflfad) baratr emgetreten, so fiätte rtoine Methode der Wiederbelebung des Segens unter ZnUa^D,din-nmgen vielleicht das Leben noch verlängern kMnen Mit dies nichts als eine Äiwbthese. Sicherlich ledoel» btt Ä; Lll irom «M-nsckvftlicben Sttmdvnnkt <mS wertvolle Ani- sMÄke gelieserl. denn er handelte sich nicht etwa nm emm ktilttchen UM dmdcrti der Tod mar >oirLlch..iltch dchrmi-tl-lchoMEgetrete-i.

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