Ausgabe 
16.9.1913 Erstes Blatt
 
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die Tiere DaDurcb.

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bar alle Beschwerden über den Gießener Martt doi dem ge* wählten <ndidwB an den zuständigen Stellen vor.ielragen werde« und auf Abstellung gedrungen werden soll- Cbcrtürgcrmctfrci Mecum verweist darauf, daß der Gießener Stebmarhptafr und denen Einrichtungen zurzeit ein Provisorium bildeten. Es ict ncttg, der Frage der definitiven 9tcgrüing und zeitgemäßen AuS- gcstÄtung des Marktes demnächst naherzulreten: dierber könnten bte Interessenten der Stadt werwolle Hinweise geben. Die Ber^ himmümg erteilt den gewählten Vertretern dahrngehenden Auftrag, doch sollen die Mitglieder berechtigt sein, durch Zuw.'.hl werterer Mitglieder den Ausschuß für diesen Zweck zu crwerrern. Die Versammlung war gegen 10 Uhr beendet

gegen die Geister zu sckuvcn

* Kur;«' Nachrichten au» .<r u r. Q und D ,, ser schäft. In Ofen pest ist der ForschungSrrUendc und Cricnia

Huslanö,

Aus Mexiko wird gemeldet: 100 American er. darunter Frauen und Kinder, die sich aus dem Wege nach Satillo befanden, sollen den Rebellen in dieHände gefallen sein. Die ame­rikanische Botschaft hat den mexikanischen Minister des Aeußcrn um die Untersuchung der Angelegenheit ersucht.

China und Japan.

Unter den von der chinesischen Regierung angenom­menen Forderungen Japans wegen der Zwischenfälle in Nanking befindet sich noch die der Abberufung des Generals Ghana aus Nanking.

In Tokio verlautet, daß außer den bereits bekannten Forderungen Japans noch eine weitere bestehe, die bisher unerledigt sei. Die öffentliche Meinung ist durch das Enti gegcnkommen Chinas enttäuscht, die gesamte Presse erachtet die Forderungen als ungeuügcud, besonders die gegenüber Chang suen. Sie wirft der japanischen Diplomatie Schwäche vor und verlangt den Rücktritt des Kabinetts.

Aus Zxfietu

Zu den Entscheidungen höherer Gerichtshöfe in hes-sischen Sten ersuch en, gesammelt von Geheimerat Dr. Becker in Darmstadt, erschien soeben als weitere Fort­setzung Heft 18. (Verlag von I. Diemer, Mainz.) AuS dem Inhalte seien folgende Entscheidungen angeführt: Begriff der Betriebsstätte im Sinne des Reichsdoppelsteuergesetzes. Ein unmittelbar mit Beginn des StenerjahreS einsetzendeS und mährend deS ganzen JahreS fließendes Einkommen unterliegt der gleichen Besteuerung wie ein bereits vor Beginn des StenerjahreS bestehendes Einkommen. Bei Berechnung deS steuerbaren Einkommens physischer und juristischer Personen sind nur, Abschreibungen für eine Wertverminderung abzugS- fähig: Ist ein Steuerpflichtiger im Einspruchsverfahren aus brr J. Abteilung in die II. Abteilung der Einkommensteuer versetzt worden, so ' ht ihm kein Beschwerderecht zu. Formelle Erfordernisie der Beschwerdeschnst. Steuerlicher Wohnsitz. Der Gewinn auS Grundstücksspekulation bildet steuerbare? Ein­kommen. Zur Auslegung deS § 1 Absatz 2 deS ReichS- ZumachSsteuergesetzeS. Zur Frage der Wandergewerbesteuer­pflicht. Wahrung der Beschwerdepflicht. Verluste am Anlage­kapital: Wohnung im Sinne deS Doppelsteuergesetzes. Stirbt ein Steuerpflichtiger im Laufe des Steuerjahres, so sind seine Erben auch dann zur Fortentrichtung für daS Steuerjahr verpflichtet, wenn sie auswärts wohnen und dort mit ihrem Erbteil nachträglich für da« betreffende Steuerjahr besteuert werden.

Cs entwickelt sich daran anschließend eine scbr lebhafte Aus- prache über das Für und Wider des Vermarktes in Gießen. Gegen eine verschwindend kleine Minderheit beschließt die Ver­sammlung, daß der Vorhandel am Montag weiter bestehen soll.

Chr. Nebe-Gießen bemerkt, wenn der Vormarkt bestehen bleiben soll, dann sei es nötig, mit dem Kreisveterinärarzt Dr. M n e II Hand in Hand zu gehen. D a n i e l - Diersdorf bemerkt, daß es den Handeltreibenden gar nicht einfalle, fick von der Gnade eines einzelnen Beamten abhängig zu machen. Tie Viehhändler wollten ihr Recht, sie seien heute ein Wacktfaktor im deutschen Wirtschaftsleben, der sich nicht einfach bei Seite schieben lasse. Bei den Verladungen in Gießen am Montag handele es sich um Vieh, daS in das Schlachthaus wandert, und der veterinärpolizeilichen Untersuchung und Neberwachuna nickt bedarf, weil es gleich nach Ankunft in Koblenz ober Frankfurt a. M. geschlachtet und im geschlachteten Zustand auf seine gesundheitliche Beschaffenheit geprüft wird. Turck ein Verhandeln mit der Vete- rinärbebörbe schaffe man nur wieder neue lästige und unnötige Maßnahmen.

Haas- Krrckhain stellt den Antrag, den Gießener Markt solange in Verruf zu tun. bis der Vorhandel, wie er bisher be­stand. gestattet sei Daniel-Tiersdorf erfiärte, daß er als Vorsitzender der Versammlung über diesen Antrag nicht ab- stimmen aber auch nicht debattieren lassen werde. Ein solcher Antrag sehe aus wie eine Drohung und cs sei der Versammlung unwürdig, darüber Beschluß zu fassen.

Es wurde darauf ein Ausschuß gewählt, der aus folgenden Mitgliedern besteht und der beauftragt wird, mit den zuständigen Stellen zu verhandeln, um den Dormarkt am Montag als den offiziellen Markkanfang weiter bestehen zu lassen: Strauß-Docken- t-.-im. Flörsbeim-Alsreld, Men er Plaut-Friblendorf, (Delsteiw- Cornberg. Kaiser V -Mardorf und als Vertreter der Gastwirte JaskowSkv-Gießen. Ter Ausschuß wird unter Vorsitz von Daniel- Tiexftborf tagen.

Hieraus fvrack Generalsekretär Scholz-Berlin über die >terinärpolizeilichen Maßregeln in Hessen, die er als viel wcit-

Vase von ovaler Form, mit schrägem Rand und einem hohen sclnnalen Hals Auf diesem Gefäße befindet sich eine griechische Inschrift allgemeinen Inhalts, die einen trefflichen Einblick in den Geist, der die damalige Gesellsckiaft beherrscht hat, tun läßt Neben der Base lag ein Deckel von weißem Porzellan, in der Art der Vasenmalerei bemalt- Er stammt Ivahrscheinlich aus Alexandria. Dieses Stück ist von außergewöhnlicher Seltenheit. Sehr interessant find auch noch andere Majolikafrückc, wie z B. ein Teckel mit Vlumenornarnenten, ein Hunde- oder Wolfskopf mit aufgesperrtem Racken, ebenfalls aus Porzellan Neben den Füßen des Toten lag ein große-? Armband au» Bronzeplatten, auf denen ein Löwen- ober Hunds köpf eingvabicrt ist, ferner ein Dronzeleuckter, eine Elfenb inkassette, ein Henkel mit einem Stor­chen köpf und daS Fragment eines BaSreliejs. Von auserlesener pstasfckale in edelster Form und Dtädilinftem Glanze. An kleineren Geräten wurden nodi gefunden zwei Eisen- kämme, einige Terrakottenvasen, mehrere Bronze und Bleiringe und einige Bronzeknöpfe Aus einem Geldstück, daS allerdings sehr stark angefressen ist, nnrb sich vielleicht das genaue Atter diese- Grabes bestimmen lassen "

Volkskunde der Zigeuner Interessante Einzel­heiten über volkskundlich wichtige Taffachen. die sich noch unter den cnaliidKit und deutschen Zigeunern erhalten haben, teilt T W Thompson mit, der lange unter Zigeunern gelebt bat Ein Ft am nkleid bart keine Nahrung uttb kein Gesäß, in dem Nahrung gekockt oder gegessen wird, berühren: sonst werden Nahrung und iMäf. befleckt nnd müssen vernichtet nxrden Eine ähnliche be­fleckende Wirkung geht von allem ans, wirs mit der Kleidung oder dem Bett ber Frauen sufammenhängt: das gleiche gilt von allen Gegenständen, bic kranftm Pen'oncn gehören Neben wlcken Schutz-

solche gegen Zauber und dösen Blick. Damit hängt die Haupt legräbnissittc der Zigeuner zusammen, die Besitztümer des Toten zu verbrennen ober sonst irgendwie zu »erfrören. Tiefe Verrück Hing brr zsleider gefdnrht nicht etwa zum Nutzen des Toten in einem künftigen Leben, sondern iveil man fürckt-n. daß in diesen Gegenständen die Geister der Verstorbenen Haufen und Unglück annckten konnten Furcht vor den Okiftcm der Verschiedenen ist auck der Grund für die Sitte, daß der Name de - Toten nicht wieder verwendet und möglichst wenig von ihm gefprodh-n wirs Früher wurden sogar die Leichen an abgelegenen Stellen ver brannt und Dornen auf dem Grabe gepflanzt, um die Lebenden

Viehhändler-Versammlung in Säften.

Gießen, IG. Scpt.

Gestern abend tagte im Lenzschen Felfenkeller eine gemein­same. vom Bund der Viehhändler Teutschlands und vom Ober­hessischen Viebhändlerverein cinbcrufcnc, stark besuchte Versamm­lung, um über die Mißstände, die ans dem Gießener BieHmarkt herrschten, zu beraten DaS hessische Ministerium, welches um die Entsendung eines Vertreters gebeten worden war, hatte

Erschienenen und führte aus. daß in feinem der deichen Bundes floaten dem Viehhanoel soviel Schwierigkeiten berenet würben als in Hellen: ganz besonders aber gestalte sich die Lage des Vieh- bano.sts schwierig und Snhattbar m Gießen mit seinen bedeutend m Viehmärkten, und man müsse fast bedauern, daß dtefer Pia:, in Hessen liege. Es hagele förmlich von Anzeigen gegen die Vt-b- Händler, und die unteren Polizcibeantten feien auch wenig zuvor­kommend. Tie Vormärkte seien offiziell verboten, doch dulde man diesen Vorhandel: nur ab und i umgreife man zu und erhebe An­zeigen. Neuerdings habe man die -sacke auf einen anderem Karren geladen, man verlange, daß der Händler, der an den Bormärk­ten, allo am Tage vor dem eigentlichen Markt, in Gießen ge­schäftlich tätig und nicht im Besitz eines Ausweises ist, die hessische Steuer bezahlt zu haben, wenn er nicht Hesse ist, daß er dem beimd). Staate einen Tribut bezahlt, ein B erlang en, toelchrt ungerecht Jet. Man müsse verlangen, daß. wenn der Handel den Bormarkr nötig hat, auch auf diesen die Marktfreiheit ausgedehnt wird, wie dies an anderen Marttorten in Teutfchland, wo ein Borhandel beliebt, der Fall ist. lieber die Frage, ob ein Bormarkt für Gießen notig sei ober nicht, bitte der Redner die Versammlung, zu enffcheiden, es sei dies eine Frage, über die sich streiten ließe. Weiter wem Daniel darauf bin, daß das Biehtreiben zu den Mark­ten in Gießen direkt lebensgefährlich fei, we­gen des starken Wagenverkehrs, der auf der Stra 6 c, bic zum Marktplatz führt, Herri cht. Auch bte $ er - ladegelcgenheit am Bahnhof, bic drei Rampen, 1« für die Menge des Viehs an den Markttagen ganz unzureichend, und man müße sich an die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. wenden, um bann einen Wandel zum Bessern herbeizuführen.

Der Vorsitzende des Oberhessischen Btehhandlcrveretns. Flörsheim- Alsfeld, betätigt im großen und ganzen btcie Ais- führungen. Man frrafe bic Marktbesucher wegen jeber kleinen Bcr- fehlung. Tie Eisenbahnabfertiaung für Diehtransporte, bte tne großen Märkte in Gießen nfltig haben, fei ganz unzureuchenib. Die Klage über die Behandlung der Viehhändler durch die Gietzc- ner Polizei sei alt: bei einigermaßen gutem Willen sei aber mit Milde mehr zu erreichen als durch die rücksichtslose Anzeigern. Heber die Notwendigkeit des Borhandels könne man geteilter Meinung sein; er wisse aber, daß die Mehrheit der Be- lucher des Gießener Marktes für den Bormarkt eintrete und dreien für nötig halte. Von einer Unterredung mit dem Dezernenten des Ministeriums, Professor Lorenz in Darmstadt, über Besckuverden des Viehhanbels hält ber Redner gar nichts; diesem fehle es an dem nötigen Verständnis für die Bedürfnisse des Verkehrs und des Handels. Das Verlangen eines Ursprungszeugnisses, wenn man Vieh zum Gießener Martt bringt, und die Einhollmg einer poli­zeilichen Erlaubnis zum Ausladen der Tiere müsse beseitigt ivtr- den. Tie ganze Maßnahme sei unnötig, wenn sie als Schutz gegen

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Deutsches Reich.

Die Gäste des Kronprinzenpaares.

Die Blätter melden aus Lang fuhr: Die Berliner Gemeindeschüler, die Gäste des Kronprinzen sind, wurden am Montag abend von der Kronprinzessin im Garten der kronprinzlichen Villa zum Abschied empfangen.

Au» Stadt und Land»

Gießen, 16. September 1913.

Dom Manöver des 18. Armeekorps.

fc. Hauptauartier, B i r st e i n, 15. Scpt.

Unter ber Leitung des Kommandierenden Generals des 18. Ar­meekorps, v Schenck, in Anwesenheit des Inspekteurs der 7JMx- meeinfpeftion, Generaloberst v. Eichhorn, nahmen am 15. Sep­tember bic Manöver bed 18. Armeekorps ihren Anfang, die tick zwischen Grebenhain und Steinau nbspiclen. Tie 21 Division stehl unter der Führung ihres Kommandeurs, des Generalleut- nant v. Hollen, während die 25. Division von ihrem Komman­deur. dem Generalleutnant v. Plüskow, geführt wird.

Ten Uebungen liegt bic Allgemeine Ä r i e g i l ag e zu- grunbe: Eine ..blaue7' Armee gebt aus Bauern zwischen. Sveffart und Hoher Rhön in nördlicher Richtung zurück, rechter Flügel int Iossa-Tal. Einerote" Armee folgt mit einem Tage-manch Ab­stand. Tieblaue" Festung Mainz wirb vonRot" eingefchloffen. Tie besondere Kriegslage fürBlau" ist: DaS blaue" 18 Armeekorps marschierte auf dem reckten Flügel Auf die Nachricht, daß von der roten EinfchließungSarmee vor Mainz am 13. September starke Kräfte nach Nordosten abgerüdt seien, wurde am 14 September durch Befehl deS Armee-Oberkomman­dos die 25. Infanterie-Tivision über Flörsbach BUlbach auf Wäch- tersbach-Salmünster abgezweigt, während die Hart milgenommenei -weite Infanterie-Tiviiion bei ihr das Generalkommando in bic Gegend von Marjoß-Steinau gelangte. DaS westlich des Ge­birges lurüdgegangenc, verstärkte Dragoner-Regiment 24, dem kein Seind.wlgte, hatte die Gegend Gclnhauscn-Dirtheim erreicht Am 14. September, abends, ging an die 25. Infanterie-Division folgen­der Befehl: Ter Feind, brr uns folgt, ist Heute mit feiner Bor- Hut bis LohrHaiioten gelangt. Nack einer Fliegerrnelduna ist der von Mainz anrüdenbe neue Feind aller Waffen durch Attenstadr in der Richtung Setters marschiert. Sein Berblcib ist nickt fett- gestellt. Tic Armee wirb auf bem Landrücken nordöstlich Schlüch­tern und weiter östlich Front machen, die zweite Infanterie-Divi­sion in der Gegend Hintersteinau-Wallroth. Die rote 21. Divi­sion hatte nach ihrar beson deren Kriegslage den Aul^ trag, über Altenstadt in ber Richtung auf Wenings vorzugehen- und die sich ihr gegenüberstellendenblauen" Kräfte zu werfen.

Nachdem die blaue 25. Divifion heute früh 7* , Ubr von ihrem Sarnmelvlatz nöroltch Hcsselborf auigebrochen,

Birstcin qcfid>ert in ber linken Flanke vorgerückt und tue rata 21. Divifion sich westlich Wenings gcfammelt auf Nieoer Seemen den Vormarsch angetreten, kam cs bei Fiickdoin Teilen zum Kampf. Generalleutnant v. PlüSkow hatte, um de» Vormarsch des roten Gegner- aufzuhalten, die Höhen östlich F'ck- born besetzt, und zwar stand nördlich der Straße Fitckborn-Ober- Reichenbach Fcldartillerie-Rcgimcnt 25, daran anschließend süd­lich der Straße Fcldartllleric-Rcgiment 61 in Position Tie Bat­terien eröffneten auf eine Entfernung von etwa 3000 Metern da- Feuer gegen den von Bös-Gefäß anrückenden Okaner Tie In­fanterie vonBlau", Regimenter 117 und 118 toroic die Pio­niere 25 nahmen vor ber Artillerie auf ber Anhöhe gedeckt Stel­lung, während die Infanterie RegimeMcr 116. 168 und 1U> nach Nordwesten au-bogen Die rote Artillerie, Feldartillerie-Regi­menter 63 und 27, war unterdessen in dem Walde östlich von Bös- Cöefäü und an der Straße BöS-Gesäß-Fischborn aufgefahrrn und Artilleriefeuer vonBlau" erwidert. Tie ..rote _ sanlerie, die Regimenter 81 und 80, gingen zu beiden Seite» der Straße Bös-Gesäß-Fischborn vor, wahrend bic Infanterie- Regimenter 88 und 87, die Pioniere 21 sowie die Untcroifiucr* schule Biebrich rechts verlängernd vorrückten. Tie 25. Divifun» wurde nach heftiger Gegenwehr von denroten" IruPDtn gewor­fen Blau zog sich darauf auf Radmühl, hinter den Raben,»einer Grund zurück und bezog Biwalks bezw. Nvtauartiere in der Linie Radmühl-Hlmbach, während daS siegreicheRot" in der Linie Ober- Rcichcnbach-Obcr-Lotzbach zur Ruhe überging.

die Seuche gelten soll.

Wallerstein-Frankfurt a. M., Vorsitzender des Mittel­deutschen Viehhändler-Vereins, ist der Ansicht, daß man als Beginn des Marktes bereits den Tag vor dem Hauptmarkt be­stimmen kann. Er würde dafür die Zeit am Nachmittag um 3 Uhr, wo ber Markt ben Anfang nimmt, für geeignet hatten. Es konnte der Handel in den Ställen, wie es jetzt geschieht^vyr sich gehen, auch mußte eine tierärztliche Untersuchung der Tiere und eine Abstempelung dieses Viel)cs am Montag schon geschehen, und zwar auf Kosten der Stadt als Unternehmer des Marttes. Eine Nachuntersuchung dieser Tiere zum Haupttnartt müßte fort- sallen, wodurch der Austrieb zum Hauptmarkt sich flotter ab­wickeln würde.

OberbürgermeisterMecum erklärt, er fei in die Ver­sammlung gekommen, um die Beschwerden der Besucher des Vieh- marktes von Mund zu Mund zu hören. Wenn die Versammlung in ihrer Mehrheit den Vormarkl für nötig halte, sei er bereit, einen dahingehenden Antrag bei der Stadtverordneten-Bersamm- lung zu unterstützen. Wenn auch ber Stabt dadurch Mehrkosten entgehen, so würde man diese tragen, wenn man damit für die weitere gedeihliche Entwickelung unserer Märkte beitragen kann, an der die Stadt ein Interesse habe.

W o h l m u t h - Gießen, als Marktberichterllattcr, erklärt, daß ihm die Beschwerden ber Marktbesucher bekannt seien, und daß die Presse diese auck der Oeffentlichkeit nicht Dorenthalten hat. Mot Behauptungen allgemeiner Art gegen die Polizei fei aber der Sache wenig gebient. Der Leiter unseres PolizeitvcsenS sei aber bisher nie angegangen worben, Bcschwcrben zu prüfen; er billige burdr aus nickt, baß, wie in ber Versammlung behauptet werbe, Schutz­leute in Zivil die Viehbänbler zum Uebertreten ber (Mcfce direkt anrcijten. Nur durch ein Verbandeln mit der vorgesetzten Stelle ließen sich die Ucbelständc befeitigen. Wenn cS stimme, daß nur in Gießen, sonst nirgends in der Provinz, eine polizeiliche Er­laubnis zum Ausladen von Vieh gefordert wird, so solle man gegen diese ungleiche Behandlung innerhalb einer hessischen Pro­vinz vorstellig werden und Abhilfe verlangen. ES sei nötig, eine Kommission zu wählen, die mit den Behörden verhandelt.

kurz gemdbet worden ist, ein großes, wundervoll ausgerüstetes griechisches Grab gefunden toorben TerSecolo XIX." gibt von dem höchst interessanten Fund t'olgendc eingehende Beschreibung: ..Das Grab besteht aus gewöhnlichen Tnsssteinplatten und ist mit einem dackailigen Deckel versehen ES befindet sich zwei Meter unter der Erde DaS Totengerät ist überaus reich, nur leider nicht nut erhalten, da es unter bem Einfluß des Wassers gelitten hat Tic Hauptgeacnstänbc sind zunächst zwei große silberne Vasen und eine große Silbersckale, die unter dem Rand mit einem überaus eleganten, seinziselierten Schmuckreif versehen ist. Leider ist der Rand des Gesäßes ctnwä zerrissen Ferner eine kleinere

gen überdies grünen Girlandenschmuck. An der Svalicrbil' düng iverden sich sämtliche deutsche Vereine in einer Stärk: ton ungefähr 2000 Mann beteiligen.

gebender wie in allen anderen deutschen Staaten bezeichnete. Wenn cs bar auf ankomme, so würde Hessen den 1 Preis bekommen müssen, nicht für die Maßnahmen zur Bekämpfung ber Maul- unb ' aucnicucbe, denn gc-ien biefc hätten alle Verordnungen 'n »men wenig genützl. >onbem für tue Bekämpfung des Vieh- Handels, dem man den Maßnahmen unendlich viel geschadet bd. » belieben in Helfen beule noch, nachdem das Land icuchcn* fict ici. bic ^knrbnung, daß anerkannt gesundes Bich ohne Ge- h bnitaung ber Buri-rme i-r ober der Polizei nicht versahen loeröen darf -ter Viehhanoel würde DrangtiH-t, unb die Züdker und Landnnrtc tvuri-n von einem Seuckenfchun. von einer Kon- irolle in ihren otallnngen. io gut wie gar nichts, unb doch sei

I Ct> a 11 ;tn Vienpen in m m-nwuir umuui «uu >.uuuu n». luweis - daß btt 2 teie m.:r" :be . xn Lanoirnr: n

lift Pwsessor Kamhery üu Mler von Jahren gestorben- »in ben Ungai von bei Seuche befallen seien. Van tue so.

K eroBartteet SeiK tur ben (S,nDan«M wrbunb en abfl,lcbnt. wd| t.Sbet^enbe Tcemmt im Urlaub

Monarchen. Die Straßen, bte der auer pant^cn trirö, unb ^16 Vertreter ber Stadl G'.eßen :oar der Cberburgcr-

überaus reich geschmückt unb g> iaggt. ^amtliche Mcuicr tra mci)-lcc Mecum in ber Penammlung enchtenen.

nen Überbics grünen 6)irlanbenschmuck. An der ^palierbil- Tor Borutzencc bes Bundes. T a n i el-Tiersdorf, begrüßte die

**DerGroßherzog mit Prinz unb Prinzessin An­dreas von Griechenland und der Prinzessin Luise von Bat­tenberg, sowie Gefolge begaben sich Sonntag vormittag 7 Uhr im Auto zum Besuch der Köniflin-Mutter Olga von Grie­chenland nach Bad Liebenstein in Thüringen

♦♦ Prinzessin - Elisabeth - Gedächtnis- Spende. Bei der diesjährigen Verteilung der Z in­en der Prinzessin-Elisabeth-Gedächtnis Spende haben die Kleinkinderschulen von Allendors a. d. Lda., Altenburg, Butzbach, Framersheim, Gedern unb Pfebber-Heim Zu- wenbungen erhalten.

♦♦ Für bie Sitzung ber Stabtverorbneten- Bersammlung am Donnerstag, 18. Scpt, nachmittags 1 Ubr, ist folgenbe Tagesordnung festgesetzt worden: 1. Auslosung pon Schuldverschreibungen. 2. Mitteilungen. 3. Gesuch bes Gustav Mook wegen Anbringuna eines Schau­kastens am Haus Kaiser-Allee 17. 4. Desgleichen ber Firma A. Graefe u. Co. wegen Anbringung von drei Schaukasten am städtifchen Haus Marktplatz 11. 5. Errichtung einer Felb- cheuer am Aulweg durch Karl Uhl. 6. Errichtung einer Not­halle an der Marburger Straße durch Heinrich Goitmann. 7. Bebauungsplan für das Gebiet zwischen Marburger Straße, Moltkeftraße, Lstanlage unb Kaiser Allee. 8. Um­gestaltung der Anlagen vor dem Unlversitälsgebäude. 9. Her­richtung und Verpachtung eines Spielplatzes am Lutberberg. 10. Darlehen an den StadtcrweilerungsfondS. 11. Verfül­lung eines Uferbruchs der Lahn. 12. Kabellegung nach dem Eichamt Kredit). 13. Zuschuß an den Konzerlverein. 14. Ehrenpreis für den Rciierverein. 15. Fleffchbeichaugebüh- rcn. 16. Gebühren für bic Benutzung bes Sterilisators ,m Schlachthof. 17. Wieberemrichtung bes ftäbt. Seefischmarktes. 1§. Gesuch bes Fritz Icigler um Erlaubnis zum Schank- wirtschaftsbetriebe im Haus an ben Bahnhöfen 20.

Obstmarkt auf OSwalbSgarten. Infolge der starken Anfuhr von Obst findet der Verkauf wie all­jährlich von nun an auf OSwaldSgarlen statt.

Ein Gießener als BürgermeistervonEfch« wege gewählt. Der Magistrat und die Stadtverordneten in Eschwege wählten gestern in ihrer gemeinsamen Sitzung >tn Beigeordneten Heinrich Kühn aus Lberschonwcde bei Berlin zum ersten Bürgermeister. Der neugewählte Bürger­meister wurde als Sohn des Kaufmanns Fritz Kuhn am 25. Februar 1882 in Gießen geboren, bestickte da- hiesige 'öyrnnasiurn und studierte h,er und in Leipzig Juris­prudenz. Arn 26. November 1903 bestand er die erste jur frische Prüfung, erledigte seinen DorbereitungSdienst beim Amts- und Landgericht in Gießen und bei den Rechts- .nroältcn Hirschhorn und Mendelfohn. Im März 1908 estand er bic große Staatsprüfung, im April 1909 wurde er von der jur. Fakullär in Gießen auf Grund feiner