Ausgabe 
7.5.1913 Drittes Blatt
 
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Prinz-Heinrich-Flug 191.3.

Wie aus den Zeitungsanzeigen und Plakaten ersichtlich ist, hat nunnrehr der Vorverkauf der Karten für den Prinz-Heinrich- Flug begonnen. Der Trieb, der sich als Landungsstelle besonders

Vermischtes.

* Rettu ng a u s Seenot. Tie Rettungsstation Travemünde der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiff­brüchiger telegraphiert: Am 5. Mai von dem bei Niendorf gestrandeten deutschen SchonerVenus" drei Personen durch die Mannschaft der Ratetenstation Travemünde gerettet. Die Rettungsstation Treptow-Nordeep der Deutschen Gesell- schäft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphiert: Am 5. Mai von dem deutschen Gaffelschoner Kapitän Engel-

landt, gestrandet zwischen Horst und Deep, mit Kopfsteinen von Schweden nach Hamburg bestimmt, sind fünf Personen gerettet worden durch die Mannschaft der Raketenstation Treptow-Nordeep.

* Bio n siedendem Zucker v e r b r a n nt. In der Zuckerwarensabrik von Krause und Beyer in Copitz bei Pirna

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schüttete sich die heiße Masse über das Gesicht und erlitt furcht­bare Brandwunden am ganzen Körper. In bedenklichem Zu­stande wurde er ins Krankenhaus nach Pirna geschafft.

* Weihe einer neuen Quelle in Vtarienbad. Die Weihe des neuerstandenen berühmten Kreuzbrunnens ist durch den Prälaten des Stiftes Tepl Gilbert Helmer in Anwesenheit der zur Kur hier weilenden Erzherzoginnen Isabella, Gabriele, Alice, sowie des Fürsten Thun, Statthalters von Böhmen, voll­zogen worden.

** Kellner und Millionärin. In Baltimore wurde die Tochter des E i s e nb a h nm a g n a t e n Nancy Red­ding mit dem Kellner Lamagc getraut.

Kleine Tageschronik.

2lnläßlich ihres lOOjährigcn Gcschästsjubiläums stiftete die Leipziger Firma Rud. Sack, Fabrik landwirtschaftlicher Ma­schinen, 500 000 Ml', zu Wohlsahrtszweckeu für die ülngestellten und Arbeiter. _

Die Polizei deckte auf der fiskalischen S il b e r sch mfel zc in :F ri e d r i ch s h üt t e bei Taruowitz bedeutende Sil- berbarrcndiebstähle auf und nahm zwei Vorhaftungen vor.

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Markte.

le.'Frankfurt a. M., 6. Mai. Heu- und Strobmarlt. Angefahren waren 8 Wagen Hen, u Wagen Stroh. Bezahlt wurde für veu 3,008,20 Mk., Stroh (üornlangslroh) 0.000.00 9JM., Wirrstroh 0,000,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschäft ruhig. Tie Zufuhren waren aus den Kreisen Friedberg, Dieburg und Hanau.

verelnrmchrichten.

H o ch e l h e i m . 4. Mai. Unser Turnverein machte einen Ausflug auf die S a a l b u r g und hat die ganze Wanderung zu Fuß in 7 Stunden zurückgelegt. Tann wurde von der Saal- burg wieder nach Homburg v. d. H. marschiert. Auch Zöglmge von 14 Jahren haben daran teilgenommen.

OK. Schlitz, 5. Mai. Gestern fand hier der Bezirkstag de? Bezirks AlSield der Gabelsberg er scheu Stenographenvereine statt. In der Festvcrjammlung in der Turnhalle sprach Berbands- vorsitzender W. Müller-Mainz über:Tie Owundlageu der Göbels- bergerschen Stenographie". Bei dem Wettschrerben, an dem sich ungefähr 80 Personen beteiligten, errangen die einzelnen Vereine felgende Preise: Herrenverein Alsfeld 17 Preise (8 Ehrenvreise). Tamenvcrcin Alsfeld 4 Preise, Cchülerstenographenkränzchen Alsfeld 16 Preise (3 Ehrenpreise), Stenographcnverein Fulda 9 Preise (2 Ehrenpreise), Lauterbach 15 Preise (3 Ehrenpreise).

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Univerfttäts-NachrZehten.

[] Marburg, 5. Mai. .Heute gingen die Immatri­kulationen an der Universität zu Ende. Es wurde die bis jetzt noch nie erreichte Zahl von 2409 iMmatrilülierten Stu­dierenden, darunter 163 Frauen, erreicht. Ls studieren 242 Männer Theologie, 1103 Männer und 139 Frauen Philosophie, 522 Männer und 24 Frauen Medizin und 379 Männer Juris­prudenz. Im letzten Sommersemester betrug die Zahl der Imma­trikulierten einschließlich der Frauen 2288.

hk. Marburg, 6. Mai. Professor Dr. Richard Hamann von der Kgl. Akademie zu Posen hat den Ruf als Ordinarius für Kunstgeschichte an die hiesige Universität zum Wintersemester an­genommen.

hk. Mit der Vertretung des Aramann'ichen Lehrstuhls für Chirurgie an der Universität Halle a. d. S. für das laufende Sommersemester ist der Oberarzt an der chirurgischen Klinik, Privat- dozeut Professor Tr. Alexander Stieda beauftragt worden.

hk. Zum Nachfolger von Proiessor Karl Weber auf dem Lehr­stuhl der mittelalterlichen Baukunst an der Technischen Hochschule zu Danzig soll der Kgl. Landbaninsvektor a. D. Professor Ernst Petersen von der Unterrichtsanstalt LeS Kgl. Kunstgewerbe- museums in Berlin berufen werden. Petersen (geboren 1870 zu Magdeburg) leitete 19061908 die Zeichenakademie zu Hanau.

hk. Dem Privatdozenten Dr. med. Albert Koche r an der Universität Bern ist ein Lehrauftrag für ehirurgische Operations­lehre und Operationoilbungen an der Leiche erteilt worden.

Eine ncue Rektoratsverfassung der Tier­ärztlichen .Hochschule in .Hannover. Der Tier­ärztlichen Hochschule in Hannover ist jetzt durch kaiserlichen Erlast eine neue Berfaffung verliehen worden. Tic Ver­ordnung bestimmt, dast an der Spitze der Hochschule ferner­hin ein Rektor stehen soll, der den Titel Magnifizenz führt. Tas Professoren Kollegium ist beauftragt, ein Mitglied des Kollegiums als Rektor in Vorschlag KU dringen. Mit der Wahrnehmung der Rektoratsgeschäfte wurde Geh. Reg.-Rat Dr. T e r e g Beauftragt.

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Sport.

Fustball. Am letzten Sonntag traten sich hier die kom­binierte erste und zweite Mannschaft des Sportvereins Pt erkür" und die erste und zweite kombinierte Mannschaft des F.-El.G ermoiit a" entgegen. Es kam zu einem schönen Zu­sammenspiel. Bis zur Halbzeit spielten die Mannschaften 0:0. Das Spiel endete mit dem Siege des F -C.Gfermanm* von 0:3.

'* Der R a d k l u b , G e r m a n i a" eröffnete am Sonntag, 4. Mai, seine Neuntätigkeil und zwar durch ein 50-Kiloiueter- Rennen. Der Start erfolgte amSchützenhaus". Tie Strecke führte über Relskirchen, Grünberg bis Beltershain und zurück. Durch die aufgebrochene Straste zwischen Lindenstruth und Grün­berg waren die Fahrer genötigt, das Tempo zu verringern, infolge- dessen konnten die im Borjahre erzielten Zeiten nicht gefahren werden. Das Ergebnis war: Klasse Senioren I: 1. Ernst Lauer 1 Std. 53 Min., 2. Emil Funke 2 Std. 6 Min.; Klasse Junioren: 1. K. Hammel 1 Std. 47 Min., 2. Hainer 1 Std. 51 Min., 3. O. Bauer 1 Std. 59 Min., 4. Nlndsland 2 Std. 1 Minute.

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Salem GgM

Goldmund-sfilck

eignet, ist umrahmt von drei für das Publikum eingerichteten Plätzen, von denen, soweit dies die Gestaltung des Platzes über­haupt zuläßt, der Landungsplatz für die Flugzeuge und den Zeppelinlreuzer gut zu übersehen ist. Für den Vorverkauf ind wesentlich ermüstigic Preise in Ansatz gebracht ri. Plat im Vorverkauf 3 Mk., 2. Platz 2 Mk. und 3. Platz 60 Pfg. . mit das Publikum zu veranlagen, sich schon rechtzeitig damit zu versehet. Da die Landung der Flieger bereits kirrz nach 5 Uhr vorunttags KU erwarten ist, empfiehlt sich dieser Vorverkauf drin­gend, um ein Drängen an den Kassen und den Koirtrollen tuulichit zu vermeiden. Der Zugang zum 1. Platz, der sich längs der Grünberger Straste bcstudet, ftihrt über die Kaiserallee, zum 2. Platz ebenfalls über diese Straste und über die Wiesen zum Pbilosophen- wald, iL'iugaug ernt Wege der Liebigshöh?', zum 3. Platz aus- schließlich durch die Wiesen und den Philosophenwald. Für eine beschränkte Zahl von Autos ist ebenfalls ein Platz vorgesehen. Ta der Verkehr über die Grünberger Straste gesperrt ist und mir für die etwa 60 Autos der Oberleitung sreigehalten lverden must, fahren die Autos zum bezahlten Haltcvlatz über den besonders markierten Weg über Wieseck. Für alle übrigen Wagen und Autos ist der Platz hinter der Kirschenallee bereitgestellt. An allen drei Plätzen ist für Erfrischungen und Sitzgelegenlwit durch die Wirt­schaften Sorge getragen. Für die Begrüstung der Fürstlichkeiten bekanntlich kommen der Grostherzog mit Gefolge, Prinz Hein­rich von Preusten, der die gesamte Oberleitung in der Hand hat, und andere Fürstlichkeiten ist ein besonderes Begrnstnngsz-elt errichtet, ferner sind für die Oberleitung, die ört­liche Etappenleitung, für die Presse Zelte vorgesehen. Für etwa notwendig werdende Reparaturen ist eine Werkstätte vorhanden, ferner ein Aufenthaltszelt für die Flieger, ein Raum für die Oel- und Benzinvorräte, ein Zett für den Sanitätsdienst. Tie Feuerwehr hat sich wieder bereit erklärt, die Haltemannschaft für den Zeppelinkreuzer zu stellen. Tas Zeppelinluftschiff wird etwa um! 9 Uhr hier la irden. Die 24 Flieger werden in Abständen von 2 zu 2 Minuten gegen 5 Uhr vormittags in Wiesbaden aufsteigen und in etwa einer halben Stunde nach bem: Aufstieg hier landen. In der Hauptsache kommen Flugzeuge der Heeresverwaltung zur Verwendung und zwar 9 Doppeldecker und 15 Eindecker. Da die Flugzeuge nach der Landung in dem Raum Zwischen den Plätzen.1 und 2 der Zuschauer aufgestellt wer­den, so hat Man Gelegenl>eit, diese herrlichen Apparate aus nächster Nähe zu betrachten. Es komMen nur erstklassige Maschinen, wie Mars, Rumplerlaube, Albatros, Euler, Aviatik, Jeannin, Otto, Deutsche Fbugzeugwerke, Goedecker, Kondor, Grade usw. zur Ver­wendung. Äls Flugzeugsührer kommen außer den bekannten Osftzierfliegern des preustischen und bayerischen Heeres noch als Zivilflieger Direktor Hirth, Dipl.-Ingenieur Thelen, Suwelack und Grade in Betracht. Die Flugzeuge sind mit Nummern ver­sehen, so dast jeder Zuschauer an Händen des nocki zur Ausgabe gelangenden Progrämins sich leicht orientieren kann. Die Ab­sperrungsmastregeln sind diesmal so getroffen, dast ein Durch­brechen von einem nach) dem anderen Platz oder von Austenstehenden so gut wie ausgeschlossen ist. Als Absperrmannschäft steht dies­mal wieder das Regiment zur Verfügung, jedoch in Helm mit Gewehr. Es wird von dem Publikum erwartet, dast cs sich zur Ver­meidung von Unfällen. unbedingt den Anordimngen der leitenden Organe ber Polizei, Gendarmerie und des Militärs fügt und so durch Aufrechterhaltung einer eisernen Disziplin mit zum Ge- Iingen der Sache beiträgt. Ein Betreten des Fluggeländes ist auf das strengste untersagt Und nur den im Dienst befindlichen, durch ArMdinden besonders kenntlich gemachten Herren gestattet. Ein Zuwiderhandeln müst int .Interesse der Flieger und des Publikums selbst mit Rücksichtslosigkeit zurückgewiesen werden. Die Flieger, deren Ankunft durch Flaggensignale der Etappen­leitung gemeldet wird, landen gegen den Wind, die Richtung ist für das Publikum ersichtlich! gemacht, d. h. das Flugzeug setzt an der Stelle auf, wo ein Unteroffizier mit einer wüsten Flagge Aufstellung genommen hat und läuft aus nach der Stelle, wo z-wei Soldaten mit je einer Weitzen Flagge winken, sobald diese drei mit ihren Flaggen winken, ist ein Flieger in Sicht. Sofort nach der Landung wird von bem1 Zeitnehmer die Lc»dungszeit festgestellt und nachdem' von dem sportlichen Leiter eine Reihe pon Formalitäten, Aufnahme eines Landungsprvtokolls, Pn'ifting der Plomben, des Ballastes usw. vorgenommen ist, wird die Maschine durch besondere Landuiigstrupps (1 Unteroffizier und 8 Mann) zur Seite gezogen, nm für den nächsten Flieger Platz zu machen. Neben dem Flieger bat im Flugzeug noch der Beobachter Platz genom'men. Einige Zeit nach ber Landung und nachdem Ocl- imd Benzinvorräte ergänzt sind, beginnt iuicber der Aufstieg, der ebenfalls wieder gegen die Windrichtung erfolgt. Von hier fliegen die Flieger nach Kassel weiter, um noch int Laufe des Vormittags dort zu landen. Die Leitung auf dem hiesigen Lan­dungsplatz liegt in den Händen des Vereins für Luftfahrt, der von den staatlichen, städtischen und militärischen Be'hörden, sowie von Vertretern einer Reihe hiesiger Vereine dabei unterstützt wird. Den Dienst auf der Etappenstrecke von Friedberg bis Mar­burg hat die Oberleitung dem Obcrhcssischen Automobilklub über­tragen. Die genauen Einzelheiten, die Flugstrecke und der Plan deö Trieb ist aus den Programmen zu ersehen.

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Salem Aleikum

mit Hohlmurudsfück

verunglückte der Konditor Angermann aus Graupa auf schreckliche Weise. Er hatte einen Kessel mit einer kochenden Zuckermassc fortzubringen. Plötzlich wurde er dabei von Krämpfen befallen.

Umständen in Fürsorge genommen. Die Kranken können nur auf Grund eines Ueberweistingsscheines ihres behandelnden Arztes in Fürsorge genommen werden. Die Sprechstunden sind Werktags auf die Zeit von 911 Uhr festgesetzt.

lv. Frankfurt, 5. Mai. Am Samstag eröffnete der Franentnnst-Verban d seine Tagung. Am Vor­mittag hörten lyic Dcrmmr als Gäste des Vereins Frauen- btibmig und FrauensLudium einen Vortrag von Frau Lehmann- Göttrngen über das Knnststudium der Frauen. An der Ansfprack)e beteiligten sich die Vertreterinnen aus Berlin, Kassel, Düsseldorf, Rdannheim und Frankfurt, die überernstimmend eine der akademischen Ausbildung der Manner gleichwertige Ausbildung für die Fran forderten. Es wurde empfohlen, nicht nur an die Behörden Eingaben tzu richten, sondern sich auch an die Direktoren nnd die Lehrer­kollegien der staatlichen Schulen zu nwnden. Fräulein Schmidt, Lehrerin an der Städelschen .Kunstschule in Frankfurt, betonte, das; an der Frankfurter Schule schon seit zwanzig Jahren der gemeinschaftliche Unterricht üblich sei und sich gut bewährt Hache. Es wurde beschlossen, in einer Eingabe an das Ministerium auf Düsseldorf be­sonders hiirzuweisen, das durch den Neubau seiner Akademie in der Lage ist, genügend Räume zu schaffen, so daß hier der äußere Grund sin-cherer Ablehnungen, der Raummangel, in Zukunft weg fällt. Am Mittag erfolgte die Begrüßung der Gäste. In der geschäftlichen Sitzung am Nachmittag wurde der Satzungsentwurf beraten. Am Sonntag morgen folgten die Teilnehmer der Einladung des Herrn Martin Flersheim zur Besichtigung seiner Galerie.

-]. Bommers heim, 6. Mai. Als der 34jährige Land- .roirb Josef Möglich beim Eggen einen Grenzstein bei Seite legen wollte, schlug das Pferd plötzlich nach hinten aus und traf den Unglücklichen so wuchtig am Kopfe, daß er mit einer erheblichen Verletzung an der Stirne bewußtlos zusainrnen- brach. Im Felde arbeitende Bauern merkten, daß Möglich Schaden genommen hatte, und kamen ihm zu Hilfe. Auf einem Wagen wurde er nach Hause gebracht, wo ein Arzt die Wunde vernähen mußte.

fc. Wiesba den, 6. Mai. Der Fabrikant Bernhard Ad. Hochl ist nach längerer schwerer Krankheit hier im 43. Lebensjahre heute gestorben. Er war Teilhaber der Schaumweinkellerei Gebrüder Hochl in Geisenheim und der Weingroßhandlung Dilthey, Stahl & Co. in Rüdesheim. Der Verstorbene hatte erst vor Monatsfrist seinen Wohnsitz von Geisenheim hierher verlegt.

Wiesbaden, 6. Mai. DerDeutschen Gesell­schaft für Kaufmanns-Erholungsheime" sind u. a. folgende weitere Stiftungen zugegangen: Von Leopold Casella & Co., Frankfurt a. M., Mk. 20 000., Gasmotoren- fabrik Köln-Deutz Mk. 5000., Maschinenfabrik A. Ventzki, Graudenz, Mk. 10 000., Richard Schuster, Finslerwa'ckw, Mk. 5000., I. I. Tillmanns, Neu-Kronenberg, Mk. 5000.

F. E. Wiesbaden, 3. Mai. In der Sitzung der Stadt- vrrordneten wurde ein A b t o m m c it der Stadl mit derNassau­tsch e ir Landesbant über die Bewilliguirg erster und zweiter Hypotheken gutgeheißen. Zur Erleichterung der jetzigen Notlage auf dein Hypotbelenmarkt sollen von der Stadt Wiesbaden in Gemeinschaft mit der Nassauischen Landesbank erste und zweite Hypotheken nach Maßgabe folgender Bestim- Utungen gewährt werden. Mit ersten Hypotheken werden beliehen ind Stadtring liegende fertig gestellte Wohn- und Geschäfts­häuser bis zu 60 Proz. des Wertes, jedoch nicht höher als mit 80 000 Ml. Der Zinsfuß beträgt 4> , Proz., die Abschlußprovision 1 Proz., die Amortisation 1 i Proz. Die Nassauische Landes­bank hat sich verpflickKet, siir disie ersten Hypotheken einen Betrag von 2 Millionen Mark zum Zinssätze von 4isi Proz. der Stadt Wiesbaden zur Verfügung zu halten, falls die Verhältnisse am Geldmärkte sich nicht erheblich ungünstiger gestalten. Mit zweiten Hypotheken werden beliehen nur in gutem Zustande befindliche, int Stadtring liegende Wohngebäude imd solche mit teilweise ge­werblichem Charakter, bis zu 75 Proz. des Wertes. Der Dar- lehnsbetrag soll die Summe von 30 000 Mk., von 60 Proz. des Wertes an gerechnet, nicht übersteigen. Ter Zinsfuß beträgt 5 Proz., die Mschlustprovision 1 Proz., die jährliche Amiorti- sation mindestens 1 Proz. Die Nassauische Landesbank stellt für solche Hypotheken den Betrag von 1 Million Mark zu 4]/i Proz. Zinsen zur Verfügung. Zur Deckung von Ausfällen für die zweiten Hypotheken ist ein Reservefonds zu bilden, der durch die der Stadt zukomMenden Provisionen sowie die Zinsdifferenzen gespeist wird. Sämtliche Schuldner der auf diese Weise gewährten zweiten Hypotheken haften solidarisch für etwaige Ausfälle an den mit zweiten Hypotheken beliehenen Grundstücken bis zu.10 Proz. ihrer jeweiligen Hypotheienschuld, soweit diese Ausfälle nicht durch den Reservefonds gedeckt werden können.

W. Fulda, 6. Mai. Am 3. Mai entgleisten am Schlüsse des ausfahrenden Güterzmges 7206 auf dem Bahnhof Schlüchtern aus bis jetzt noch nicht fest- gestellter Ursache zlvei Wagen, die den Verkehr auf beiden Hauptgleisen sperrten. Tie Reisenden wurden Zunächst von dem in Frankfurt fällig gewesenen Zuge nach erfolgtem Umsteigen lveiter befördert. Ein Gleis war nach ^wei, das andere nach drei Stunden Mieder fahrbar. Per­sonen sind nicht verletzt worden; der Materialschaden ist gering.____________________________________________________

*7 Fabriken. lieber ÖOOO Besänftigte