Ausgabe 
15.9.1913 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

hi nehmen.

«fick dem Dank für Dr.

Kreis Friedberg.

I 1

wuptDfddnimluii« «mbmifrn. um den Mündern ttelenen! hn?hd,ni oberen Kurpark wurde mit lebhaftem Interesse jfit ju geben darüber zu entscheiden, m i-^lchec Form d c die )Laal- und Terrassenkonzcrte, bei denen

^hlen vom Verein vorbereuet werden sollen > k Helle LommertoUettc bet dem sonnigen Vetter jetzt m^hr

1 als m der nassen Hoch,aison bominicrt, sind dicht besetzt.

fcicnnif dankt Lehrer Bub rm Namen der Bienenzüchter für die Begrüßung Er dankt weiter Dr. Hoffmann für feine 'Aussührungen und macht hierbei aus die Beziehungen zwischen den Vereinen aufmerksam 9l>

China und Japan.

Die chinesische Regierung hat die Forderungen Japans hinsichtlich der vier Vorfälle in Nanking, die am 11. September gestellt wurden, angenommen.

1^. Friedberg, 14. Sept. Die hiesige Zuckerfabrik .Wettercn/ hat ihren Betrieb und ihre Gebäude vergrößert, ebenso die GeleiSanlagen nach den Bahnhöfen. Die dies- jährige Kampagne beginnt schon am 29. d. MtS. Der hiesige Musikoerem (akademischer Gesangverein) hat sein Pro­gramm für das Winterhalbjahr 1918 veröffentlicht. Er wird 5 Konzerte geben, das erste im November. Das Haupt­werk wird die .Schöpfung* sein. Der vor einer Woche verstorbene Rentner Groß hat verschiedene Legate an hiesige' Anstalten und Stiftungen vermacht, im ganzen 1300 Mk.__

'Uiit dem 1. CfL wird allwöchentlich das Aschaffenburger Stadttheater dahier Vorstellungen geben. Zunächst finden die Vorstellungen bis Ostern statt.

"Der Gröbster zog einpfing am 13. September ». a. den Rabbiner Dr. Italiener, den Professor Dr. Dittmar von Gießen.

* Vom Großh. Hofe. Prinzessin Andreas von Griechenland empfing am 11. d. M. in Jagdschloß WolfßgartcivFräulein Winter, Vorsteherin des AlicehospitalS in Darmstadt, sowie die Oberschwester Margarethe Ha st er und Schwester Anna Knaf auS Gießen und überreichte den beiden im Namen der Königin-Mutter Olga von Griechenland die Note Kreuz-Auszeichnung. Die Großherzogin mit der Prinzessin Ludwig von Battenberg begaben sich Freitag nachmittag 4.15 Uhr im Auto nach Darmstadt, besuchten daS Alice-Hospital und kehrten um 7 Uhr nach Wolfßgarten zu- ruck. Der Großherzog begab sich am SamStag früh 5 Uhr in den Kranichstciner Park aus die Jagd.

Aus dem Militärwocbenblatt AuS der Armee scheidet am 30. September au:* und wird am 1. Ok­tober in der Marine angesteltt: im 2. Seedatailwn Wed­ler, Leutnant im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116.

1 ie Gerichtsferien sind heute beendet; morgen tritt der hotte Betrieb in der Rechtsprechung ivicber ein. Von Ferienstimmung war in diesem Jahre übrigen-5 im Justizgebäude nicht tncl wahrzunehmen, eS wurde viel­mehr veranlaßt durch gewisse Umstände auch während der Gerichtsferien die Justiz stark in Anspruch genommen.

Unter der o rtS ge rich t l ich en Taxe wurde dieser Tage im ZwangSoerkauf das Anipesen KaplanSgassc 14 für 19 600 Mk. verkauft; damit war die zweite Hnpothek der Gewerbebank herauSgeboten. Bei dem Verkauf fielen auS: 4 400 Mk. Hypotheken. Das Gebot blieb aber im Ganzen um 6 400 Mk. hinter der Tare zurück.

Tas 25jährige Arbeitsjubiläum feierte heute der Vorarbeiter der Schreinerabteilung, A. Schreyer, in der Hofmöbelfabrik Th. Drück. Sein Arbeitsplatz war von seinen Arbeitskollegen, die ihm einige Erinnerungsgeschenke über­reichten, festlich geschmückt. Von dem Inhaber der Firma, Herrn Franz Brück, erhielt der Jubilar ein Geschenk.

Dasselbe in grün. Ein hiesiger GeschästSn,ann wollte gestern mit seiner Frau und fernen erwachsenen vier Kindern einen AuSstug nach Wetzlar machen. Vor ihm for­derte ein Mann an der Fahrkartenausgabe wein Sonntagö- billet nach Wetzlar, Dritte/. Humorvoll verlangte der Gießener Herr: .Dasselbe in grün* und erhielt prompt sechs SonntagSsahrkarten in grün, gültig für die zweite Wagenklasse. .Mein Herr, Sie irren/ erklärte er dem Fahrkartenverkäufer, .ich wollte nur dritter Klasse reisen/ .Nein, mein Herr/ meinte jener, .Sie wollten SonntagS- fahrkarten nach Wetzlar in grün, und mit den grünen Fahr­karten, die Sie verlangt und erhalten haben, können Sie mich dritter Klasse reisen/ sorachS und gab dem verdutzt Drein- schauenden auf ein 10-Markstück, unter Lkbzug deS Preises für die grünen Fahrkarten, den Ueberschuß heraus.

"Göttergestalten im Schutt. Bei der Nieder- legung des alten Ottmannschen Hauses hat ein Nachbar im Schutt der Fundamente zwei 25 Zentimeter hohe, in Nuß­baumholz geschnitzte Figuren gefunden, die von unserem Museum erworben wurden. ES stellte sich heraus, daß es sich um die Göttin EereS und um Jupiter handelt, die künstlerisch vollendet, in interessanter Auffassung, auf der Weltkugel stehend, dargestellt sind. Die Arbeit stammt auS dem Anfang deS 17. Jahrhunderts. Dem Zufall nur ist eS zu danken, daß die beiden intereffanten Kunstwerke der Nach­welt erhalten bleiben.

** Darf eine junge Dame Herrenbesuch empfangen? Die Frage, ob eine möbliert woh­nende Dame Herrenbesuch empfangen kann, hat das Reichsgericht in interessanter Weise behandelt. Der die Klage erhebende Hausbesitzer verlangte von seinem Mieter, er solle der Untermieterin, einer Schau pielerin, die ein möbliertes Zimmer abgemietet hatte, den Herrenbesuch untersagen. Als Begründung führte der Haus wirt an, anderen Mietern wäre der Herrenbcsucl) unauge nehm ausgefallen. Das Reichsgericht wies den klagenden Hauswirt ab, und zwar mit einer Begründung, die den Der echterinnen des Frauenrechts sicherlich aus der Seele ge- chrieben ist. Es heißt in der Begründung:Das strikte Ver­bot von Herrenbesuch ist eine Beschränkung der Persönlich­keit, zu der ein bloßes Mietverhältnis keinen Anlaß bietet. Es muß der einzelnen Person überlassen bleiben, inwieweit ie sich den Gesetzen der Sitte unterwerfen will. Will eine junge Dame Herrenbesuch empfangen, und bringt sie nicht gerade durch die Art der Besuche den Eharakter des Hauses in Verruf, so kann ihr das Recht dazu in ihrer Wohnung nicht abgesprochen werden. Sie braucht sich auch nicht deshalb Beschränkungen aufzuerlegen, weil andere Mieter des Hau es Anstoß daran nehmen. Es geht niemand etwas an, was sinter verschlossenen Türen vorgeht. Wenn die Dame in ihren Handlungen die nötige Zurückhaltung nach außen wahrt, so hat sie die Grenzen der ihr zustehenden freien Betätigung der Persönlichkeit nicht überschritten."

Kreis Schotten. 'r I

R Babenhausen II, 14. Sept. DaS neugebaute SchulhauS in unserer Gemeinde geht allmählich seiner Vollendung entgegen. Außen ist cS bereits fertiggestellt. Es ist ein zweckentsprechender, architektonisch wohlgelungener Bau, der ebenso wie die neuerbauten Schulhäuser in den benach- mrten Gemeinden HückerSdorf und Kölzenhain, für den fünft- erisch hohen Stand der Architektur in unserem Hessenland- Zeugnis ablegt. Voraussichtlich findet die Einweihung Mitte Oktober statt.

= * - 5!« n h c t m, 14 Sept. DerCrnil-Suimrifl«.

tag , der .kamenstag des GroßdcrzogS, der mit großem Feuerwerk und Festkonzert gefeiert wurde, gilt im allgemci- nen als dieSonnenwende" von der Hochsaison zur Herbst- saiwn. Wahrend p'doch die Note, welche dem Wetter der Hoch- lnon rccr^cn muß, lehr unbefriedigend ausfällt, imeint Der ^eptember mit seinen sonnigen, warmen Tagen und ,einer klaren, nicht ickwülen Luft, in der es sich so leicht atmet das Venaumte nachholen zu wollen. Während der August das I n t e r n a 11 o n a l e T e n n i s t u r n i e r, da- den a.lgemeinen Beitall aller Anwesenden sand, und zahl­reiche andere wörtliche (ein großes Schwimmfest im Teich, in . rritfj ixoliturnirr) und gefel liciaft h<6e 8?cranftaltunOcn brachte, ist der Herbstmonat, den abnehmenden Tagen ent* | ipredKiib, mehr am geistige und künstterische Genüsse ein- ..... D'c Ännuhning auf ber J r e i l i 41 b ü t) n e im

1 rt V .IM kj n «rta--8 . . . _ __

.der Kritik, eine Dame in Rot, und ,chen modernen Siebter". Es

I gibt ein ätevlänkel zwischen allen Dreien, das sehr der- .sehnlich ansgedt, da ja der moderne Dichter sich gor nicht darüber > beschweren kann, das- er in diesem Hause vernachlässigt werde Voran ging die Iubelorwniüre Webers und an den Prolog schloß sich unmittelbar das musikalische Vorspiel der stleisr'chen Ttdrhinn an Eine Banse lag nur Zwischen dem ..Gmskard Fragment und der ..Torgauer Heide". Große Peiiallsstürme rauschten durch das >-»au§. Die Festaufführung brachte in der Tat den auswärtigen Gästen vor Augen, auf welch hervorragender Höbe die Dürftet lungskunst int Dresdener Schauspielhause ftebt. Diad) der Vor­stellung gab Gras oeebort» ein Souper, au dem die Dichter, In­tendanten, Kritiker und Künstler teilnahmen

m Enthüllung eines Denkmals für Wilhelm Vusch. In dem fernab vom Welver kehr liegenden stillen Dorfe X. tedensahl. m dem DcutsctilaudS größter Humorist, Wilhelm Vusch. geboren wurde, in dein er den größten Heil seines Lebens zugebracht Hai. wurde heute sein Denkmal eingeweihl. Das Denk- mal lieht mitten in dein Dorse an der Landstraße neben der Mirdie S?« an - bober Sandsteinbai!, der das Mmebilb Buschs in -öronif tragt ras r enkmal nnrb gekrönt von einem Ban mit k ^chnlk und dieWeiob- it versinnbildlichen sollen.

Weschanen wurde das L enkmal von Architekt Cito L ü c r und Pro- friiPr G u n b e 1 a w . Hannover. Bei der Einweihung hielt <ws- schauivieler Stariiburg. Hannover, die Festrede, m der er den Le d"lsgang Buschs ickilderte und hervorhob, was Busch uns Deut­schen war Lantwat Siolienau hielt die Ernbüllungsrede und über­gab dann das L enkmal der Gemeinde Wiedensahl. deren Büraer meister Krömer es in 'eine Cbbut nahm Der 'lünstlerverem Han nover. die Alttchtaraffia und der Heiiuaibund R.edenachlen'legten Kranze an dem Lenkmai nieder. Sine stattliche Buict lemeinde au> ganz L cutschtand hatte sich zu der Feier emgeiunden

Ein Abstieg in den Vesuv. Der Neapeler Gelehrte Bro» Malladra ilt mit zwei deuNcheu Professoren io iutü in den Krater deS Vesuv hinabgestiegcu, wie es vorher noch nicht gelungen war Die Gelehrten biteben 8 Stunden in dem firater und machten während dieser Zett wisseni.chafttich Beobachtungen auS denen hervorging, daß ein gefübrlttber Ausbruch in der nächst u Zeit drobt. Malladra war Lernt» vorder tu .w.t i'.ncheo neu Abstiegen bis zu 650 Fuß und bann sogar bi 1" ;. in b;i Tiefe gedrungen Dr. Corrado Cappello bat am 7 ' um

In einer Tiefe von 650 Fuß wurde eine ... nixraiur V .82 Grad C. aewessen.

** Eisenbahnpersonalnachrichten. Gr* n an n t wurden: Oberbahnhossvorsteher Bierstadt zu Frank- furt a M. und Eisenbahnsekretär Schußler zu Darmstadt zum Esienbahii<bersekretär, dieHilssschafsner Handstein zu .vranklurt a. M. und Kehrn zu Friedberg zum Schassner. e r I c B t wurden: Bahnhofsvorsteher Gelzenleuchter von Frankfurt nach Nidda, Bahnmeisterdiätar Kullmer von Lau terbach nach Jossa, Rangiermeister Heller von Gießen nach Wetzlar -Belohnung erhielten: Hilssbahnwärtcr Bru oor zu Vilbel, Heizer Bartuch zu Hanau, die Schaffner Lenz und ^chaier zu Stockheim, weil sie durch besondere Aufmerk jamkeit und entschlosienes Handeln verhütet haben, daß am m.? h bCTfaV111 ?cr ^ldlon Vilbel ein Fuhrwerk überfahren * C r<i5?e.n wurde: dem Schlosserlehrling Mor

J ^'l"dori die von dem Kaiser für besonders inhnT..111** 1 *111- >?andii'erkslehrlinae der Staatseisen« bahnwerkstatten gestiftete Medaille in Kupfer. Eisen- b a b n i a n 11 a t y r o I o n n c n: Ilm die Beamten Hilf - und"deü Mflbrtil2-nlnrhUr KgCn T£lhm6mf ani-llnterndn SJS'ta SM ^bnunacn in

Aus Stadt und £and«

Gießen, 15. September 1913.

z Dom Manöver des 18. Armeekorps.

sc. Tivisionsstabsguartier, Wächtersbach, 13. Sept

In aller Frühe, noch bei besterntem Himmel, wurden die Bor- oostenstellungen, die am Äbeno des 11. September aufgehoben worden waren, wieder eingenommen, und somit der Krieasrustand, der durch den gestrigen Ruhetag unterbrochen worden, hergestellt.

Dem Führer von9lot", Generalmaior o. Uthmann, Komman­deur der 49. Infanterie-Brigade, war der 2luftrag, mit derro­ten" verstärkten 49. Infanterie-Brigade zu verhindern, daß der Feind, der mit Dorposten dem roten Armeekorps am Salzbacb- .'(bitf-.mtt gegenüber, mit rechtem Flügel bei Kerbersdorf stand, bei Radmühl gegen die linke Flanke des roten Armeekorps vorgebe. _ Tem Führer derblauen" verstärkten 50. Jnfanterie-Driaade, Lberst v. Buddcnbvock, Kommandeur der 25. Feldartilleric' Brigade, war befohlen, mit den ihm zur Beriügung stehenden Kräi- ten in den Kampf einzugreisen, den dasblaue" Armeekorps mit feinem rechten Flügel über den Hoopen Stein, nordwestlich Ker­bersdorf, gegen dasrote" Armeekorps zu beginnen beabsichtigte^

Seiner Ausgabe entsprechend entschloß sich der Führer von Rot", Generalmajor v. Uthmann, in einer durch Schützengräben verstärkten Stellung nordöstlich von Unter-Reichenbach den Gegner zu erwarten. Er belebte die Sctxinzen mit 1/168 und III/115: lechs Geschützen des Feldartillerie-Regiments 61 und den Maschinen­gewehren 115 gab er den Befehl, auf der Höhe südöstlich von Unter» Reichenbach in Position zu gehen, das Gros ber Truppen nahm ge­deckt gegen Sicht und Feuerwirkung Stellung westlich der Höhe von Ober-Reichenbach, bart bei Fischborn.

Um 7 Uhr traf die Meldung ein, daßBlau" von Radmühl auf der Straße nach Ober-Reichenbach im Anmarsch sei. Diese Meldung bestätigte ein um 7.15 Uhr aus Richtung Birstrin über Unter-Reichenbach heran surrender Flieger Ein zweiter, 7.30 Uhr am lHorizont aunauchender Flieger brachte durch eine 7.45 Uhr über Ober-Reichenbach herabgeworfene Meldekarte die ergänzende Nach­richt,blaue" Artillerie und Kavallerie rucken in den Wald süd­lich und südwestlich von Radmühl. Kurz darauf gingen Teile des blauen Feldartitterie-Regiments 25 nordwestlich der Straße Rad­muhlOder Reichenbach aus dem Walde hervorbrechend in Stel­lung und eröffneten überraschend das Feuer. Das in ber Vorhut

Bejirfsfeff öes Kreis=0bfi= und @artenbauDcrtin$.

~ S i dj, 14. Sept.

y Tas gestern vom Kreis-Obst- und Gartenbauverein Gießen für die im südlichen Teile des Kreises Gießen gelegenen Orte ver­anstaltete Bezirksfest schloß sich dem am vorigen Sonntag in Staufenberg abgehaltenen würdig an. Ebenso zahlreich waren auch hier die Freunde des Obst- und Gartenbaues zusammengekommeu. Negierungsrat fiangermann dankte für das überaus zahlreickie Ersckxinen und gab seiner Freude Ausdruck, daß auch in Lich trotz des anfänglich schlechten Wetters der Besuch so stark sei. Er machte alsdann auf die Vorteile der Neuorganisation des Ober- hriiiidKn Obstbauvcreins ausmerkiam und ermahnte, in den ein­zelnen ^Ortsgruppen reckt rege für die Sache zu arbeiten imd forderte auch die Frauen und Mädck>en zur Mitwirkung in der Vereins- tätigkeit auf. Ter Vorsitzende begrüßt weiter die anwesenden ' Bienenzüchter und insbesondere den Vorsitzenden des Bienen- zücktervereins, Lehrer Buß- Leihgestern. Alsdann macht der Vor- sitzende daraus aufmerFiam, daß im nächsten Jahre für die übrigen Teile des st reifes ebenfalls Bezirksseste in Aussicht genommen seien so außer Grünberg auch noch ein solches für die Gegend um Lang-Göns.

Hierauf sprach Dr. Hoffmann-Friedberg überDie Frau in der Vorratslam m er", gewissermaßen als Fortsetzung des Vorttages in Staufenberg. Nachdem er zuerst Anweisungen über daS Lagern von Obst gegeben hat, ergeht er sich in längeren Aus- fülrrungen, besonders Über die Zubereitung und Aufbewahrung Der Säfte. Er bedauert, daß man in den Vorratskammern, manche be­sonders gute Säfte, wie z B. schwarzen Johannisbeersaft, noch sehr wenig fände und bittet, einen Versuch zu machen; man würde sich dann leicht von den Vorteilen dieses Saftes überzeugen tonnen Auch die Herstellung von Heidelbeerfaft sei sehr zu empfehlen. Nach­dem noch die Herstellung von Gelee besprochen ist, gebt der Redner «zur Besprechung der ihmfemn über Er bedauert, daß diese sich .auf dem Lande noch zu wenig eingebürgert batten. Nackidem faurfi noch die zweckmäßigste Herstellung des Dörrobstes in klarer .Weisenden Hörern erläutert worden ist, bespricht ber Redner zum Schulst noch die Einrichtung imd Lage einer Vorratskammer. Starker Beifall lohnte den Redner für seine interessanten Aus­führungen.

vonBlau" befindliche Inf.-Regt. 116 ging in Schützenlinie^ durch den Wald südlich Radmühl, gegen den verschanzten Gegner vor, während 3. und 4. Pioniere 25 und Jnf.-Regt. 117 auf dem linken, Infanterie-Regiment 118 auf dem rechten Flügel folgten. In diesem Augenblicke sandte der Führer vonRot" die in Re­serve stehenden I. und II./115er als Verstärkung in die Schützen­gräben, der 1. und 2. Pioniere 25, dem II. und III./168 sowie der verfügbaren Artillerie, Regiment 61 gab er den Auftrag, die Höhe westlich Ober-Reichenbach zu besetzen und zu halten, nachdem ein 8.25 Uhr von Obersotzbach her erschienener Flieger dieblaue" Stellung vor dem Walde bei Höhe 387 festgestellt und die Gegend nach Radmühl und Wettges abgesucht hatte.

Der Führer vonBlau^', dem durch KavatteriepatrouilleÄ diese Bewegung beiRot" rechtzeitig überbracht wurde, befahl seiner Artillerie mit I./25 nördlich Obri-Reichenbach in Stellung zu gehen und die feindliche Asttilterie niederzuhalten, der 3. ünid 4. Pioniere 25 die Schützenlinien des Ius.-Regts. 116 links zu verlängern, dem Regiment 118 rechts ausholend gegen die Höhen von Ober-Reichenbach vorzurücken. Das Jnf.-Regt'. 117 zog er nach dem rechten Flügel. /

Tie Maschinengewehre 118 waren mittlerweile durch den Wie- engrund nordöstlich Ober-Reickenbach gedeckt vorgegangen, hatten südlich der Straße Radmühl-Ober-Reichenbach Posto gefaßt und die linke Flanke der in Schützengräben liegenden roten Infan­terie unter lebhaftes Feuer genommen. In diesem Augenblick befahl v. Buddenbrock den eMsckieidenden Angriff gegen die feindlichen Kräfte aus der Höhe westlich Ober-Reichenbach zu richten, den die Artillerie durch überwältigendes Feuer vorbereitet hatte.

Mau" gelang es, die rote Stellung bei Ober-Reickenbach

schaffung , ,

der äußeren Politik Fe st halten am Dreibund, Bei- behaltung des Friedenskurses, wobei jedoch die Lebensintor- essen der Monarchie geschützt werden sollen. Tie Partei er­klärt sich bereit, für die Entwickelung der Wehrmacht zu sorgen, deren Vorbedingung jedoch die Hebung der finanziellen Leistungsfähigkeit und die Herstcttung des inne­ren Friedens ist.

kn Italien eine wirkliche konfessionelle Partei zu gründen.

Die neue Oppositionspartei in Ungarn.

, Am gestrigen Sonntag fand in Lfenpest die konsrituie- -rende Versammlung der von dein Grasen Julius Au­ch rassy gegründeten neuen Oppositionspartei statt Das Programm fuhrt aus: Männer von verschiedener staats­rechtlicher Auffassung vereinigten sich, um eine normale Funktion im Berfassungsleben herzustetten. Daß Programm fordert die Reparation der begangenen Rechtsverletzungen, Schaffung einer neuen Hausordnung ohne Aus­schluß oer Mitglieder, durch die aber andererseits die technische I/vstruktion verhindert wird, Re

gelang es, die rote Stellung bei Ober-Reickenbach Eine in diesem Augenblick van Fifckborn her von der 2. Eskadron Dragoner 24 gegen die rechteblaue" Flanke gerittene schneidige Attacke konnte die Niederlage vonRot" nickN hindern, sie nur besiegeln. Auch die auf dein rechten roten Flügel hervorbrechende Infanterie vom Regiment 115 opferte sich zwischen Maschinengewehren und Geschützen vergebens. Der blauen Brigade tand nur der Weg offen, gegen die Imke Flanke des nördlich der Kinzig zurück^ehenden roten Armeekorps zu operieren. Um 10 Uhr war die Enticheidung gefallen. Damit hatte ber zweite Teil der Divisionsmanöver 1913 sein Ende gefunden.

Die Truppen ruckten sofort in ihre Quartiere, einzelne er­reichten sie erst nach längerem Marsche. Die verstärkte 49. Infant Brigade bezog Ortsunterkunft in Bad-Orb (115er und I. imd II 168er), Wächtersbach (116er), Aufenau III 168), Schlier­bach, Gelnhausen, Kassel, Wirtheim (Dragoner 24), Soden, Sal­münster (Feldartillerie-Regiment 61 >, Neudorf (1. und 2. Pio­niere 25), die verstärkte 50. Infanterie-Brigade nahm Quartier in >scktterbach, Weilers, Aufenau, Hesseworf (117er), Salmünster, sodeu 118er), Bad Orb, Wächtersbach, Hesseldorf (Feldarlülerie- Regiment 25), Neudorf (3. und 4. Pioniere 25).

Vision des neuen Wahlgesetzes, :Hcfarm des Oberhauses, dessen Mitglieder zum Teil gewählt werden sollen und Ab­schaffung des Ausnahmezustandes in Kroatien, bezüglich

Nwerungsrat L a n g e r nt a n n schließt . . Hoffmann an und bittet, dafür zu sorgen,

datz möglichst viele Frauen und Mädchen an den von der Obst lwuschule Friedberg veranstalteten stursen teilnähmen. Hieraus werden Gebranchsgegenstände und alsdann ein Rexapparat unter den Mitgliedern kostenlos verlost. Inzwischen hatte Dr. .Hoffmann noch die Bekämpfung von Obstbaumschädlingen befproitten, woran Fick eine lebhafte Auseinandersetzung schloß Nach den Verlosungen dankte Lehrer Buß dem Vorsitzenden für seine Tätigkeit und gibt ber Hoffnung Ausdruck, daß der Obst- und Gartenbauverein noch viele Jahre in der Lage sein möge, einen solchen Vorsitzenden nn der Spitze zu haben. Nachdem Regierungsrat Langermann seinen Dank ausgesprochen hatte, mahnte er nockimals zur treuen Mitarbeit in dem Verein, damit man int nächsten Jahre auch einen Znivackis von mindestens 300 Mitgliedern verzeichnen könne, lirie dies in diesem Jahre der Fall sei.

Surnerrcrem. M« btn Stabt

-lrn bal b,r Skrtanb brs I --------

mn« b-lchEyt. Gr m:rb ,n nähtet 3,, «dtejh.

<.

i