Ausgabe 
7.8.1913 Zweites Blatt
 
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Bau zahlreicher Dämme, lieber- und Unterführungen usw. ist jede Plankreuzung der in Friedberg zusammenlaufen- den fünf Eisenbahnlinien vermieden und damit die Betriebs­sicherheit auf eine ideale Höhe gebracht. Da drauHen im Süden des Bahnhofs befindet sich auch der Wasserturm für 300 Kubikmeter Wasser, der Lokomotivschuppen mit 13 Stän­den, ein Uebernachtungsgebäude mit Badeeinrichtung und 'ein Aufenthaltsgeväude für die Personale. Sieben Stell­werke, darunter drei elektrische, sind nötig, um den großen Betrieb im neuen Bahnhof zu regeln, der außer den Ge­leisen für Personenzügc zahlreiche Ueberholungs- unb- tergeleise aufweist. Die Stellwerksgebäude zeigen ebenfalls vberhessischen Baustil, und bei näherer Besichtigung findet man an den Hochbauten noch mancherlei Hinweise auf Oberhessen. Da sieht man am Empfangsgebäude eine ober» hessische Familie, Vater, Mutter und Tochter, am Wirt­schaftsgebäude einen Aeppelweinbembel in Stein aus­gehauen, die Bimdglass.cheiben im Wartesaal 1. und 2. Klasse zeigen Bilder der "Burgen Friedberg, Münzenberg und Glei­berg. Die B a u z e i t für den Bahnhof betrug z wr i I a h r e, die Baukosten waren rund 7 Millionen Mark, wovon Hessen 600 000 Mk. übernommen hat. Der Entwurf zum Bahnhof rührt Vom Regierungs-Und Baurat Krause, jetzt im Eisen­bahnministerium, her, die Ausführungen erfolgten unter den Dezernenten Oberbaurat Sch epp und Oberbaurat Matth aei, die örtliche Bauleitung hatte Regierungsbau­meister Sarrazin. Die Hochbauten sind von Geh. Baurat Wegener entworfen, danach von Regierungsbaumeister Kachel und Bauassistent Dietrich ausgeführt. Ist erst die Zufahrtstraße zum Bahnhof fertig, so wird sich in Fried­berg ein neues,- modernes Südviertel entwickeln.

*

Die Brieftelegramme

welche seit 1. Oktober 1912 probeweise in Deutschland eingeführt worden sind, haben bisher trotz ihrer großen Nützlichkeit eine un­verhältnismäßig geringe Benutzung erfahren. Eine Rundfrage, die der H a n d e l s v e r t r a g s v r e i n deshalb an einigen großen Plätzen des Reiches hierüber bei seinen Mitgliedern unternommen hat, ergab, wie uns der Verein schreibt, daß selbst die kauf- Tnännischen Firmen, geschweige denn das große Publikum, mit diesem neuen Verkehrsmittel zumeist noch gar nicht vertraut sind. Es seien deshalb nachstehend erneut die wichtigsten ein­schlägigen Bestimmungen zur Kenntnis gebracht. Briefliche Mit­teilungen von mindestens 50 Worten an können während der Nachtstunden gegen den äußerst geringfügigen Tarifsatz von 1 Pfg. pro Wort (statt 5 Pfg. bei einem gewöhnlichen Tagestelegramm) telegraphisch befördert werden. Nur wird solch einBrief­telegramm" dem Adressaten nicht durch besonderen Boten sofort als Depesche" überbracht, sondern in Briefformmitderersten Briefbe stell ungam andern Morgen ausgetragen. Dem Text ist, wie beim gewöhnlichen Telegramm, die Adresse des Empfängers und vor dieser noch der VermerkBst." (Abkürzung vonBriestclegramm") voranzusetzen. Der Anfang eines Brief­telegramms muß also folgendermaßen aussehen:Bst. Karl Müller Berlin Friedrichstr. 330. Kann heute noch nicht heimkehren, weil "uftv." Hat der Empfänger eine sog.Telegrammadresse", so kann auch diese benutzt werden; sonst aber ist nuroffene Sprache" zulässig, also keine Code-Worte it. dgl. Die Auflieferung kann ent­weder durch Abgabe am Telegramm-Schalter während der Abendstunden von 712 Uhr erfolgen oder durch Ein­stecken in den Briefkasten in einem unter Beifügung der Gebühr in Freimarken unverschlossenen Brief­umschlag mit der AufschriftB r i e f t e l e g r a m in".

DieBriestelegramme" sind zulässig nach etwa 80 größeren Städten Deutschlands. Doch empsiehlt sich ihre Benutzung natür­lich nur für Orte, welche postalisch so fern gelegen finb, daß nicht ohnehin schon ein abends abgesandter Brief ober Eilbrief den Adressaten am andern Morgep rechtzeitig erreicht. Für den hiesigen Platz bezeichnet der Handelsvertragsverein die Anwendung von Brieftelegrammen als praktisch im Verkehr mit Breslau, Brom­berg, Danzig, Dresden, Eydtkuhnen, Flensburg, Frankfurt (Oder), Görlitz, Königsberg (Pr.b Köslin, Liegnitz, Memel, Posen, Rostock M^cklb.), Schwerin (Mecklb.), Stettin, Stralsund, Thorn.

* Personalnachrichten der Kaiserlichen Ober- Postdirektion in Darmstadt. Verliehen aus An­laß des Scheidens aus dem Dienste der TitelOber-Bries- träger" dem Landbriefträger Geist in Homburg. Versetzt die Postsekretäre Sartison von Sprendlingen (Kr. Offen- Bach) nach Arheilgen und Thuraus von Arheilgen nach Sprendlingen (Kr. Offenbach); die Ober-Postaffistenten Merz von Mainz nach Mainz-Kastel und Weitz von Oberhausen <Rhld.) nach Darmstadt; die Postasststenten Dietz von Trier nach Jugenheim (Bergstr.), Geist von Seligenstadt'nach Heppenheim, Melzer von Osthofen nach Mainz, Scherff von Bingen nach Carolinensiel und Schön von Carolinensiel nach Bingen; Telegraphenassistent Gaul von Saarbrücken nach Mainz; die Telegraphengehilfinnen H e rke von Mainz nach Frankfurt (Main) und Jacobs von Magdeburg nach Darmstadt. Etats mäßig angestellt die Telegraphengehilftnnen Dominick in Gießen, Gieser, Haupt, Keilbach und Phildius in Mainz und Wünnemann in Bingen. Be­standen die Postfekretärprüfung Ober-Postassistent Werner in Offenbach. Angenommen zum Postanwärter Vizefeldwebel Müller in Worms; zum Postagenten Landwirt Engel in Großen-Linden und Wagner Kröll in Bönstadt; zur Tele­graphengehilfin Bertha F e i g k in Offenbach und Emilie Simon in Darmstadt. Freiwillig ausgeschieden Postagent Menges in Großen-Linden und Telegrapbengehilstn Fiege in Darmstadt. Gestorben Ober-Postassistent Quick in Darmstadt und Postagent Strauch in Bönstadt.

Kreis Alsfeld.

Alsfeld, 6. Aug. Einbruch. In der ver­gangenen Nacht wurde in das Schuhgeschäft von Adolf Levi hier eingebrochen. Von einem Winkel aus durchbrach der Dieb ein Lehmgefach und gelangte so in den Laden. Außer einer Anzahl Schuhe, etwa 10 Paar, wurde nichts entwendet. Die meisten Schuhe wurden aus dem Schaufenster, und zwar meistenteils immer die linken, entwendet, so daß der Dieb von seiner Beute keinen großen Nutzen ' haben dürste. Von dem! Täter fehlt jede Spur.

Kreis Lauterbach.

O S ch l i tz, 6. Aug. Der lunajährige Pächter der hie­sigen Apotheke, Apotheker Klemm, verläßt am 1. Ok­tober unser Städtchen, nm die Apotheke zu Lauterbach in Pacht zu übernehmen. Man sieht ihn nur ungern scheiben. An seiner Stelle übernimmt ber Neffe bes derzeitigen Be­sitzers, Apotheker Gärth, die htest-ge Apotheke. Der Ge-I meinberat wählte in seiner letzten Sitzung anstelle des vor 8 einigen Wochen verstorbenen Gemeiuberechners Otter-I bient den von hier stammenden Bezirkskassegehilfen Jo-I Hann Hühn in Alsfeld zum G e m e i n de ei n u ehm e r ; I er wirb am 1. Oktober sein neues Amt iantreten.

Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 8. Aug. Die Fleischpr eise sind! sowohl in hiesiger Stabt als auch in ben Dörfern unserer 8

Umgebung hinausgegangen, ebenso die Preise für Butter, Eier usw. Für Me ftäbt. Arbeiten ist wieder ein Vor­arbeiter angestetlt worben, welchem 36 Arbeiter unterstellt sind. In hiesiger Stabt geht bas Gerücht, baß im Spät­sommer die russische Zarenfamilie hierher kommt.

r. Bad-Nau heim, 6. Aug. Das heute nachmittag im großen Teich ausgeführte Schau- und Wettschwimmen, an dem sich der Cercle de Notation de Bruxelles, Schwimm-Klub Hellas"-Magbeburg unb Erster Frankfurter Schwimm-Klub be­teiligten, hatte einen außerordentlichen Erfolg. Viele tausend Zuscl-auer umsäumten den 84 000 Quadratmeter großen Teich, und nahmen regen Anteil an den interessanten sportlichen Kämp­fen. Die Brüsseler gewannen nach harten- Kämpfen die erste Stafette über 200 Meter, das Brustschwimmen (100 Meter), das Rückenschwimmen (100 Meter) unb das Wasserballspiel mit 5 zu 4. Die Frankfurter gewannen das 160-Meter-Schwimmen in schnellster Schwimmart unb die zweite 200-Meter-Stafette^ Bei letztge­nanntem Schwimmen leistete ber Frankfurter W. Schmidt ge­radezu fabelhaftes. Schmidt, ber, nebenbei bemerkt, 220 Pfund wiegt, war erst um 5,17 Uhr van Frankfurt eingetroffen und rettete durch sein Eingreifen die Stafette für Frankfurt. Die ausge­zeichnete Leistung Schmidts wurde stürmisch bejubelt. Reichen Beifall fanden ebenfalls der Weltmeister Fritz N i c o l a y im Springen, unb ber Kunstschwimmer Mevboom- Brüssel. Nach Beendigung des Schwimmens ließ die Grvßh. Bade- und Kur- oeiioaltung an die teilnehmenden siegenden Damen und Junioren Andenken verteilen, während den Mannschaften des Wasserball­spiels je ein hübsck-er Preis durch Kurdirektor Oberst von Franken­berg überreicht wurde.

Starkenburg und Rheinhessen.

d. Mainz, 6. Aug. Das 5jährige Töchterchen des Prokuristen Gerhard Hachgesand lehnte sich zu weit über das Geländer des im dritten Stock besindlichen Küchenbalkons, bekam das Uebergewicht und stürzte in die Tiefe, auf ben gußeisernen: Dackel der Abortgrube. Durch ben Aufschlag brach ber Deckel, unb das Kind fiel in die Abortgrube hinein. Hausbewohner holten das 'Kind aus der Grube, unb die Sanitätswache brachte es sofort ins Rochushospital. Dort wurde festgestellt, daß das Kind töd­lich verletzt ist. Der 50jährige Taglöhner Franz Kaiser aus Kastel stürmte dort gestern nachmittag während der Arbeit in einen tiefen Schacht. Außer einem rechten Armbruch zog er sich nach schwere innere Verletzungen zu. Die Sanitätswache brachte ben Schwerverletzten ins Rochushospital.

Hessen-Nassau.

h. Usingen, 5. August. (Eine nassauische Fahr- vlankonferenz) Um eine durchgreifende Neugestaltung des Eisenbabnverkehrswesens und der Fahrpläne auf den Strecken der Kreise Obertaunus, Ufingen, Oberlahn, Limburg, Wetzlar und auch Gieß en herbeizufübren, fand heute in derSonne" eine von der Frankfurter Eisenbahnbirektion einberufene K on - serenz statt. An ihr nahmen zahlreiche Vertreter der Kreise, verschiedene Bürgermeister der in Frage kommenden Städte und Ortschaften und mehrere sonstige Jntereffenten teil. Da man sich in den beteiligten Kreisen bereits vorher über die einzelnen Wünsche verständigt hatte, konnte man der Direktion mit einem klaren Programm entgegentreten; dieses enthielt u. a. folgende Anträge, die einstimmig gutgeheißen wurden. An neuen Zügen sollen eingelegt werden ein Frühzug von Ufingen nach Weilburg ab 5.13 Uhr im Sommer und 5.59 Uhr im Winter, der Anschluß in Weilburg an alle Bahn­frühzüge berg- und talwärts erhält. Ferner soll der 8.56 Uhr früh in Weilburg abgehende Zug bis Usingen durchgeführt werden; dann werden für die 9.15 Uhr früh und 12.44 Uhr von Frankfurt nach Weilburg fahrenden Züge Anschlüsse nach Wetzlar und Gießen herbeigeführt. Zur glatten Abwicklung des starken Touristenverkehrs sollen die abends 6.30 Uhr von Wetzlar nach Grävenwiesbach und 6.40 von Weilburg bis Usingen fahrenden Züge nach Frankfurt durchgeleitet werden. Sodann wünscht man die Einlegung eines nach 10 Uhr abends von Usingen nach Frankfurt fahrenden Spätzuges im Anschluß an die von Wetzlar kommenden Züge. Bei Ver­wirklichung dieser Vorschläge würde das Verkehrsnetz des in Frage stehenden Gebietes ganz erhebliche Verbesserungen er­fahren. Die Eisenbahndirektion nahm die Wünsche mit dem größten Wohlwollen und mit der Zusage auf möglichste Er­füllung entgegen.

Gießener Strafkammer.

Gießen, 5. August.

Zwei Bettler

sind vvn dem hiesigen Amtsgericht zu je vier Wochen Haft ver- utteilt worden. Die Staatsanwaltschaft verfolgt gegen diese Ur­teile Berufung, weil nicht auf Ueberweisung an die Landespolizei- behörde erkannt ist. Beide Angeklagte sind allerdings schon häufig wegen Bettelns vorbestraft, unb es würde an sich auch dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprochen werden können; indessen sah das Gericht davon ab, auf die beantragte Ueberweisung zu er­kennen, unb verwarf die beiden Berufungen, da die Angeklagten durch, ihre Papiere hinreichend glaubhaft machten, baß sie sich ernstlich um Arbeit umgetan unb nur aus Not gebettelt haben.

Ein Vergleich

kam sodann vor Eintritt in die eigentliche Verhandlung in einer infolge Berufung an die Strafkammer gebrachten Privatklage­sache zustande. Hierauf wurde über die Berufung verhandelt, die eine Reihe von Angeklagten gegen ein Urteil des Schöffen­gerichts Hungen eingelegt hätte. Sie toaren verurteilt worden, weil sie die Polizeiverordnung des Kreises Büdingen, vom 12. Aug. 1898, betreffend

Reinhaltung und Wegsamkeit ber Ortsstraßen im Kreis Büdingen, dadurch übertreten haben sollen, daß sie die in jener Verordnung für jeden Mittwoch und Samstag vorge­schriebene Reinigung der an ihren Berstädter Grundstücken ge­legenen Straßen- bezw. Wegteile unterlassen haben. Es wird bestritten, daß die fragliche Verordnung iin vorliegenden Falle Anwendung finde, und da die tatsächlichen Verhältnisse noch weiterer Aufklärung bedürfen, so erfolgte auf Antrag der Ver­teidigung, sowie der Staatsanwaltschaft Vertagung, damit in­zwischen die Ermittelungen ergänzt werden können. Wegen U ebertretung des Wandergewerbe st euerge setz es war ein in Preußen wohnender Viehhändler von dem hiesigen Schöffengericht in Übereinstimmung mit dem ergangenen Straf- bescheib bes hiesigen Finanzamts zu 10 Mark Orbnnngsstrafe verurteilt worben. Seine Berufung hiergegen wurde als un­begründet verworfen. Er hat am Tage vor einem hiesigen Vieh­markt das Gewerbe als Händler mit Vieh hier in Gießenim Umherziehen" betrieben, ohne die vorgeschriebene Anmeldung dieses Gewerbes bei dem zuständigen Finanzamt bewirkt unb eine Be­scheinigung über die für 1913 zu entrichtende Wandergewerbesteuer besessen zu haben, indem er sich vor einem Gehöfte in der Nähe ber Lahnbrücke zwei Ochsen vorführen ließ, und sie nicht nur, wie er behauptet, besichtigte, sondern über diese Tiere wegen ihre^ Ankaufs dem Besitzer handelte. Der Angeklagte gibt zu, daß tr an fernem Wohnort cm stehendes Gewerbe nicht angemeldet und E Patent chr cm fa ches nicht gelöst hat. Da er an seinem Wohnort em stehendes Gewerbe nicht betreibt, kann 5 44 der Gewerbeordnung auf ihn keine Anwendung finden, vielmehr be­darf er nadj,§ 55 dieses Gesetzes zum betrieb des Viehhandels außerhalb dreies fernes Wohnortes in Hessen eines Wandergewerbe- fcheines, wre er euren solchen ja auch für den Bezirk des .König­reichs Preußen gelöst hat. Da er eines solchen für Hessen bedarf so ist er hier auch steuerpflichtig, und da er, wie zugegeben, dieser Steuerpflicht nicht nachgekommen ist, auch strafbar.

Zwei weitere Berusungssachen erledrgien sich ohne sachliche Verhandlung. A. Gr. von R hat gegen ein Urteil des Schöffengerichts Bad-Nauheim Berufung verfolgt; trotz ordnungsmäßiger Ladung ist er nicht ersckiewir, feine Berufung war also kurzerhand zu verwerfen. G Kl von ^.-M. hatte gegen einen Strafbefehl des Amtsgerichts Alten­stadt Einspruch cmlcgen wollen, die dieS ausdrückende Erllärung aber nrcht unterschrieben. Die Verhandlung am Schöffengericku A wurde vertagt; in der neuen Verhandlung erschien der Angeilagte nicht, und fein Einspruch wurde verworfen. Seine hiergegen eingelegte Berufung nahm er zurück, nachdem er sich überzeugt hatte, daß sie voraussichtlich deshalb keinen sachlichen Erfplg haben werde, weil er den Einspruch nicht unterschrieben hat, dieser also ungültig ist. Schließlich wurde in einer

Privatklagesache die Berufung des Angeklagten gegen ein Urteil des Schöffengerichts Butzbach nach eingehender Beweisaufnahme verworfen.

Märkte.

Wiesbaden. V i e b h o i°M a rkt b eri ch t vom 6. Ang. Aufirieb: Rinder 59 (Ochsen 1L, Bullen 6, Rübe 41), Kälber 203, Sckcüe 32, Schweine 456. Preiie für 100 Vid.

Geschäft mittel. Lebend- Schlacht«

Ochsen. gewicht

Vollsleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- Mk. Mk.

wertes im Alter von 47 obren .... 5256 91- 96

Die noch nicht gezoaen haben (nmiejochle) . . 5054 8995 Junge, fleischige, nicht auSgeinaftete und ältere ausgemästete ... 4650 8489

Bullen.

Vollsleischige, jüngere 4548 7884

Färsen, K ü h e.

Vollsleischige ausgemästete Färsen höchsten

Schlachtwertes.......... 5155 9198

Vollsleischige ausgemästete Kühe höchsten

Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 4246 7882

2'.eitere ansgemäslete Kühe und wenig gut ent­wickelte jüngere Kühe..... 4346 8388

Mäßig genährte Kühe und Färsen 3640 6674

Gering genährte Kühe und Färsen 3034 6068

Kälber.

Feinste Mastkälber 6670 u0117 Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... 5864 97107 Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 5558 9297

Schale.

Weidemastschafe:

Mastlämmer und Masthammel .... 45,50-0000 9400 Schweine.

Vollsleischtge Schweine von 80100 kg; Lebend­

gewicht . . . . 62V,-6! 80-82

Vollsleischige Schweine unter 80 lrg Lebendgewicht 61-L-62'J} 7989 "< ollfleischige Schweine von 100-120 kg Lebend­

gewicht . 64-35 80-82

Vollsteisclnge Schweine uonl20150 kg Lebend­gewicht 61'/,-63 77-79

Limburg a. d. Lahn, 6. Aug. Fruchtmarkt. Durch­schnittspreis pro Malter. Roter Weizen (nassauischer) 17,80 Mk., weißer Weizen (angebaute Fremdsorten) 17,30 11 f., Korn 00,00 Mk., Gerste: rtuttergerfte < 0,<0 Mk., Braugerste 0,000.00 Mk., yaiec 7,00-9,00 Mk., Erbsen 0,00 Mk. Kartoffeln 7,00-8,00 Mk.

[] Kirchhain, 6. Aug. Bei dem gestern hier abgehaltenen zweiten diesjäheigen Fohlen markt standen rund 52 Fohlen z in Berkaus. Nachmittags sand eine Verlosung statt, bei der die Hauptaewinne aus folgende Nummern fielen : 6419, 4700, 4358, 3792, 3663, 6952.

Airchttche Nachrichten.

Israelitische Religionsgemeinde.

Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage).

Samstag, den 9. August 1913:

Vorabend: 7.30 Uhr.

Morgens 8.30 Uhr.

Nachmittags: 4.00 Uhr.

Sabbatausgang: 8.50 Uhr.

NNiller'sche Badeanstalt.

W a l > e r w ä r m e der Lahn am 7. A u g u st - 16'

Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

Wecker

s

Sonnenschein

49

78

83

7,5

8,2

7,8

N NE SSW

9

3

2

2"°

9:o

7

744,3

745,9

747,9

6.

6.

7.

'ZS 85 c

es

Aug.

191

Q-81

17,9

12,1

10,5

2

3

2

se = -

COui

Höchste Temperatur am 5. bis

Niedrigste , 5. ,

Niederschlag: 0,0 mm.

6. August =

+ 18,2 ' C.

+ 9,7 ' C.

Gesundheits- und Körperpflege.

Neue Heilmethode bei Magenleiden und Ve,rstopfu ng en.

Die neuesten Forschungen der medizinischen Wissenschaft haben ergeben, daß mit Sauerstoff bei allen Erkrankungen des Magens und des Darmtraktes die besten Erfolge erzielt werden. Sauer­stoff hat eine bedeutende, desinfizierende Wirkung und vernichtet die vielen Bazillen und giftigen Keime int Magen und in den Gedärmen, welche häufig die Ursache vieler KranÜ)eiten und großer Leiden find. Unter Berücksichtigung dieses Umstandes gelang es einem namhaften Arzte, ein Mittel darzustellen, das bet Magen- und Darmkatarrh, bei Verstopfungen und den vielen Leiden, welche diese Krankheiten nach sich ziehen, besser wirkt, als je ein Präparat zuvor. Dasselbe heißt Stomoxygen und ist be­reits in den meisten Llpotheken zu haben. Die Säure im Magen tritt nicht mehr auf, man hat kein Herzklopfen mehr, die Schmer­zen in der Leber und in den Nieren, sowie im Rücken verschwin­den, das Nervensystem wird gefräftigr. Der Patient bekommt guten Appetit und kann wieder Speisen essen, die er früher nicht vertragen konnte; der gesamte Organismus wird gekräftigt und widerstandsfähig gegen Ansteckungsgefahr. Infolge dieser großen Vorzüge wird Stomoxygen bereits ständig von vielen Aerzten verordnet und hat sich in kurzer Zeit in weiten Kreisen eine große Beliebtheit verschafft, zumal es vollkommen harmlos ist. Stomoxygen sollte deshalb von jedermann stets bereitgehalten werden und in keinem Haushalte fehlen. Sollte Stomoxygen in einer Apotheke nicht vorrätig sein, so kann es in Kürze besorgt werden. hv7/8.

Oft verlieren die Kinder den Appetit bei heißem Wetter.

Sie bedürfen bann leichte, nahrhafte Speisen, die verlockend und appetitanregend sind, wie z. B.

Mondamin,

Rflilohflarcitmeri

oder Auflauf. Mit etwas Schlagsahne oder Marmelade dazu, werden die Kleinen gern zwei auch dreimal davon verlangen. Dteies Rezept mit 23 weiteren enthält das Sommerivelsen-Büchiein, gralls und iranto erhältlich vom Mondamin-Kontor, Berlin 6.2.