Ausgabe 
4.12.1913 Drittes Blatt
 
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Herren nur au»reben lassen wollten und

Abg. ^ehrenbach t^fr.):

heben <1* i£JfL n L ®-l1*' n4 im Munde zu der. tTiihtärttodage!) Tic Aufgabe bcß P

Jabern.pre* h c 6,01 Reichstag von den Vorgängen in - Meinungen auch e-nzcln.r tfolfßicile i\ fflot bnfl h <x , un*) 5®ar ohne olle Beschönigung. 29i

Iib rufe d-^ Solda-cn / r rmce bedeutet, Weitz jeder äeper einzelne Personen cibcbcn, for ^Ttn SS, «»/kA &U£n: bJc e.rn'-cr -tundc auf he,lend au» d.e 'e'r^ücllten Schäden u

(Grosser Lärm link», rotterklörungk)

Denn mich die nicht ihr Urteil durch

d!kk» Etunbc fr reben »u muffen. /*'. U . w'll nur d,c fcoffnunn haben, datz der Tan

.*c6 . itirpommiitcr» ntdit die Jkfor.nnu iir von Untcrtcbungrn, itc kurz vorher stattgcsunden hoben (itürm. minutenlanger Bei- IaU jn Jcnir. und link- . sanft irare das heute, da» muß ich au», iprcchcn, cm die* ater für bat Tculschc Reich sein. (Grncute

da» kann «ch im Äugenblick nicht sagen. Sbg. Ledebour, Soz.: Da» ist Ihre Banke.

eBgeflefw. Am CT. November sammelt sich »Ihr.mb d.r Tunt» stunde der Offiziere «n der stößt,sitzen turrbaHe eine «enge an ber Kanalbrücke. ÜI» tie Cffijirre berauZkamen. wurde von der «enge gejohlt und 6: t:n ne: . ;

<toa 18 Jahren rtef dem Leutnant von Forsiner cd'.mrflc3rtc "och Er wurde festgenommen. Da» war unzweifelhaft gcscfrl ck derechtigt. (Sibcn'prud) bei den Soz.,

Um jtwi Offiziere, die von der Kaserne nach $aufe pingen unh dabei di« Hauptstrasse passieren mutzten, sammelten sich Men. schen und schrien. Tarauf befahl der Regimentskommandeur. um bu Offiziere vor weiteren Beschimpfungen zu schuhen, dem Ikut- nant cdjabt, mit einem Zug nach dem Schlossplatz zu rücken und diesen zu säubern. Auch wenn hierzu formell eine g c f e fr H4e Defugni» nicht vorla «, (Hört, hört! link»», so ,st di« Matzregel doch lediglich au» dem Bestreben entstanden. oebhm.

XtjpuJ bet übermütigen Soldateska nut Rücksicht auf fein ?luftreten im Reichstag bezeichiiet. Meine Herren, im Reichstag sind schon mehr Leute cnlpl ist. Man sollte ihm doch die'e Sache, die sieben Jahre zunickliegt, nicht jetzt noch nach­tragen (Zuruf bei den Soz.: (rr ist aber bodi genau derselbe neck iv:c damals!) Meine Zerren, ta» ift ja da» Bc'te an ibml (Stürmischer Beifall recht». Grosse andauernde Unruhe l«nk» und im Zentrum.)

gungen. (Lebhafte Zwischenrufe link», au» denen man herau». hört: .Der Rekrut mutz sich aber alle» gefallen lassen!' und .Der Satz war noch nicht zu Snbe!" Heiterkeit.) Cb wegen Verletzung ber Kes.he zivilrechtliche Entschädigung», a n s p r Ü ch e geltend gemach; werden können, werden die Richter entscheiden müssen. Ich bitte aber auch, in dies m ernsten und in vielen Beziehungen sehr traurigen Fall nicht zu vergessen, datz die Armee da» Recht hat, sich gegen direkte Angriffe zu schützen. (Erneute stürmische Gegenrusc link», anhaltender Lärm.» Sie bat nicht nur da» Recht dazu, sondern auch die Pflicht! (Hnbauetrber Lärm.» Denn sie e» nicht tu,, kann keine Armee in der Delt bcsiehen! (Lebhafte Zustimmung recht»)

Der Rock de» König» mutz unter allen Um. ft ä n d c n r c s p e k t i e rt w e r d e n. (Kratzer anbauernber Lärm link» > E« ift bie Pflicht der Behörde, die Menschen am Leben zu schütze-'. Datz e» wenigsten» da» Bewuhtscin dieser Pflicht war, wa» die Kihtärbrfiörbc in Zabern veranlatzte einzuschrciien, da» ift für mich n cht zweifelhaft, auch wenn in der Folge bei den Mahnahmen, die ergriffen worden sind, die gesetzlichen Krenzen nicht eingehalben wurden. (Aha! Großer Lärm l,nk» ) Ich mutz aber bei dieser Gelegenheit scharfe Vcr- Wahrung dog. gen cinlegen. datz der Abgeordnete Peirote» unter einem nickt mitzzuverstcbcnden Hinwei» aus die Offiziere in Zabern von Hochverrat gesprochen hat. (Lärmende Zurufe link»: E» war Hochverrat!» Ta» darf meine» Dafürhalten» nicht ge- schehen. Ich lege jcdenfall» verw'abrung dagegen ein. (?leuc Zurufe und Lärm hnf».) Man darf da» Dort nicht gebrauchen, so lange nicht einer be» Hochverrat» schuldig erkannt worben ist («euer großer Lärm und Zurufe link».) E» ist nicht richtig, die traurigen Vorgänge in Zabern nicht al» au» besonderen Um­stände«, bervorgegangen, sondern al» den Ausdruck eine» tief gebenden allgeme.ncn Gegensätze» zwischen Zivil, und M.lilär rcrwaltung anfeben zu wollen. Ich habe objektiv dargclegt (Lacken link»', wie der Vorfall entstanden ift. Er ift au» Verhältnis, mätz, g kleinen örtlichen Vorgängen, au» kränkenden Sorten in ber Kasern«, au» bubenhaften Schmählich, leiten auf der Strotze unter fortgesetzten Steigerungen von Wirkung und Gegenwirkung erwachsen, cs ift weder für die all gern ine», Umiiänbe bei un» charakteristisch (Sehr richtig! reckt»

zwisckcn Militär- und Zivilverwattung im Rc,ck»lande al» Ur- fache für diese Unfiimmigfeiten in Zabern angesehen werden.

Reine Herren! Ick (Jaule, wir wollen alle, so wenig er- freulu-f) diese Vorgänge sind, nicht lediglich an der Vergangenheit fest kleben, sondern wir wollen auf die Zukunft sehen. (Grosser Lärm link».. Für die Zukunft kommt e» vor allem dar- auf an. daß an dem Herde, wo die Erregung entstanden ist, datz in Zabern wieder normale Zustände einkebren, damit Vorgänge, wie die jetzigen, bei denen eine gesunde Kooperation zwr schen den Organen der Gewalten nicht fiattgefunden hat, n.cht wiederkehrcn können. Dazu gehört ein andauernder Kontakt zwischen militärischen und 3icilbcbörben. Da» ist die Wiederherstellung de» guten freundschaftlichen Verhältnisse»

Zwischenrufe au»sprächen, bevor ich meinen Satz zu Ende gesprochen habe? (Sehr gut! recht». Abg. Lede- bour: Oh bitte, der Satz war zu Ende! Trotze Heiterkeit.) Da» Militär erklärt, datz e» selbst bei der vorgenommenen Der- stärkung der zivilen SicherheitSorgane in Zabern e» diesen nicht möglich ist, an jedem Orte der Stadt, wo eine Ungesetzlichkeit passiert, sofort zur Stelle zu fein. (Heiterkeit.) Ich glaube, da» ist nach der Vorgeschichte nicht ganz unbe. recht igt (Grotze Unruhe.) Die Militärbehörde hat ni^gctcilt, batz sie den Standpunkt vertrete, datz Militärs Delcidigungen, d,e ihnen zugesügt werden, nicht auf sich sitzen lassen dürfen, und datz da» namentlich in diesem Falle nicht geschehen kann, wo c» sich nicht um vereinzelte Belästigungen gehandelt hat, sondern nach dem, wa» ich Ihnen mitgcteilt habe, um eine ganze Kette von aufeinanderfolgenden Beleidi.

fUr-6a,® ^d?ld,'aI Valeria.,de» gelampt, haben. Da helfen den 'Soldaten fc.nc Heben, bi hilft nur die inn Ma .ba» ^rpcfuH (Kr.--c Unruhe link» Zurufe. 7®*°a btcV? ^ch meine hiermit burcüau« nickt lieber- bebung. Fragen ->e doch m Lothringen noch, wo ich vier Jahre nn.*"ftt*r,1,dKt stelle tätig war. cb ich je militärische » "J1 bc~r:!cn v elmehr meine ich da» Elr- auM, bafr es dem -oldaten nickt ein.,, Augenblick zwe 'elbaft ,em toll trenn e» sich um b,e Entscheidung zwischen c a n fr e ujr b Z o d handelt. Andauernde araic Unruhe sink»

T" fc!dk' dem Manne, ob er

Cfft|,cr -ber eoLat ist, a.izuerzieben. ift nicht le ckt. E» märe unme wenn man fordern wollte, datz ein Soldat dauerck o.anmatzige -cich.mpsung ertragen soll. Zuruf b b Loz.- Tlr colbaten werden durch vorpcfetzte selbst beschimpft') "

e» famen .nur* tu Bele.b.gung e.nc» ganz jun. gen Offiz.cr» m Frage, man mutzte ibn einfach Mtvi-cn ^ab meinen ©endjlrn sind O »' s i z i e r e beleidigt. Ä wenn da» richtig wäre, ftage ick mich, ob denn bte Leute, bie das an fuhren, kern Verständnis da'ur haben, was in unserer Armee kXI Uroffi^icr bedeutet, («eläckter link».)

r*L,^!?r6ife 3I-Sr M. IIm so mehr, als ick ick^n^/n^ "Druckt bin. (Hcit.rkcit reckis.) 3bc

9 ,to L,c Sehren les ehrwürdigster, ®rci tc» bat Verspiel eine» einten fr, schenjungen Offizier»

C j "l nur überau» schwer gefallen, diese Ausfaiiung. die in .Jabern Ka:,g und Oiabe nt zu Papier zu bringen, aber e» mutz |a einmal zum Au»drnck gebiad>i n crdei' datz nickt nur im deut­schen, sondern auch ,n den ruhigen elsäf,,schen Kreisen.....

(Stürmischer Lärm link» und bei den Elsässern.) Ferner ist mir heute morgen eine Proklamation de» Zaberner AteivbitcMor» mitpeteilt worden: _«u* Anlatz ber jünflum Vorgänge in Zabern und Detiweiler. wo Militarpersoiien durch flegelhafte Zurufe beleidigt wurd.n iHori! Hört!> und wo bnl Militär darausbin gezwungen war iHoit! Hört! reckt») zur Selbst. Hilfe zu greifen, fordere ich ,m Auftrage de» Statthalter» bit besonnenen Bürger auf, gegel'enenfall» dazu beizutragen. d.rtz Personen, die Offiziere und Manufchasten durch Zurufe be. leidigen, dingfest gemocht werden und dem Richter behus» Be. ftrnfung zugesuhrt werden. Tie Vetresfenden würden dadurch nicht nur sich um den guten Ruf de» Bürgertums, der durch das unanständige Auftreten einiger Buben kompromittiert wird (Hört! Hört! recht»), verdient macken, sondern auck dem Militär jeden Anlatz zum Selbslschufr nehmen." Dieser Schilderung habe ich nicht» binzuzusügcn und ebensowenig den «u»fuhrungen be» Herrn Reichskanzler» über die Rechtslage.

Noch eine» möchte :ch greifen! Die Armee ift eine furchtbare Waffe, unt sic mutz c» (ein, wenn ihr Zweck erreicht werden soll. Sie ift nicht g.'chasfen, wirklich nicht und bestimmt nicht, um den polizeilichen S'cherhcil»dienst zu erfüllen, und c» ift 'm höchsten Krade bebauerhd) mir selbst auch datz die» in unserem Falle nölis war durch wiederholte Warnungen der Militärbehörde an die Zioilbehördc. (Hört! Hört! link».« Ebenso ist cfl mit in hohem Krade veihatzt, wenn e» zum Einschreiten kommen mutz. In drohendem Tone: schreitet bic Armee aber einmal ein . . . . (Stürm.

jum Ausdruck zu bringen ir wollen nicht Vorwürfe v v, - « . 7 7 -------- sondern an unserem Teil

heilend auf d,e «estge>:ellten Schäden wirken.

Ick erkläre nan en» meinerSartci, datz wir die bestimmte ^rwar.ung halten, iutdj die Erklärungen der Regicruna, be» rnz.er» uiiy de» 5)rleg»mrr.ister» würde un» vorgearberlet rnrrben. Diese Erwartung ift nickt erfüllt. (Stürmische Zu. UimmungI Niemand wird unserer Partei nachsagcn können, datz sie kein Kciuhl für Autorität besitz! feine Befähigung für die '( cuturj und Macht.lellung unsere» Militärs. Aber, wa» beute tr bergetrapen n-Urde, klnmt au» einer anderen Seit -lurmifche Zug wmung.) Es ,,t schmerzt,ck, aber hier gibt el r?IUtCK mLhr- ®cnn bct t-'ck'ekanzler zum Schutze dc» Rechte» und der ofrentlichen Gewalten berufen ist. dann mutz er hier Remedur emtreten lassen. (Sehr richtig!) Vir haben bedauernde Aeutzerungen gehört, aber nichts, wa» zur Abhilfe netrosken wurde^ Davon habe ich nicht» gehört. 'Stürmische jufhmmuun., so zieht man unnötige Forschheit und hnLm --'k?erÄe1nJUn0Ct ^ulnanlS auf. Denn man so vor! von dem sabcl, mit bem man einen durchstechen mutz. Ta» K .unj,tcrf,lbl ?cm Gesetz und dem Rech:, c» ist nicht cx lex und darf cS nicht sein.

^er Unteroffizier» nicht ersetzen können. (Stürmische» änbauem* ;1 ^"achter l'nk». Bravo reckt».) Solche Offiziere werden um io eher . ernt (ein. i h r Leden für «in Ideal in d >» f ® 11:1 8 c » u 4 l a g r n. t Zuruf In den Soz . 11 nb die Mann. T.e Armee braucht lange Führer so sehr, datz sie gerr> die manckmal etwa» t üppi sch e n « c u e r u n fl e n ihre» zagend.icke-i U Irrmute» in den Kauf nimmt (Hört! Hört! und i. r «arm In k» und >m Zcnirur Bet der t*eurinlun,i solcher ,ua« b:ba!i bat Gort unsere» Rea!emcnl» vi'lle Kuttigkeit. dad> UntcrlaHuiigen u n d Versäuinnissc eint sch wtre r c Belastung bilden, al» em Fiblgreiien in bet SMbl ber Äittd. .Lebhanc» Hort? Hon! l,nl» , Tiefer «rund» ap mutz wtang<r;.d; werden bei ter B luettuug Ui Vorgänge in Zabern. Ick will auch einen Artikel au» Zalem hier tvr« lefen. (Zuruf hu'»: Den fenucn wir schon!) Erlauben Sie. datz 'ck ibn trotzdem boilefc. (Hr terkeit.) Der Rebakieur de» Za- derner Tageblatte» schreit am 0. November .Ick bade mich erst vor etwa zehn Jahren al» El..sser naturalisieren lassen, bin all» lein cctmob ' Ich oeitz nicht tre; da» hetzen soll (Lturmische anhaltende Heiterkeit.) .Ich muß aber erklären, datz die Skandal» fülle ter letzten Zer, tie ja b rartig zum Hl i'Mel schreien, da» deutsche Bedoiden zugunsten einer bowverraierifckcn Anarchie cb. ba: len mutzten wenn nick t mit aller Entschiebenheii einge» scketicn wäre, unbcbingt nicht weiter geduldet werden können. Wenn die Belöiden nicht energl'ch die Hetze unterdrücken, kann Deutschland sich bar auf gefai : machen, datz ui Zabern die Deut» schen. alles, ipo» deutsch denkt unt suhlt, weniger ferne» Leben» wehr sicher ist. al» wenn sie am Tonga wohnen würden.

AMtnutncn octrcuiungen i wuemutt mihh un».; v» war rorqcr Die vieoe von provo» (Lärmeide Zurufe: de» zierenden Spaziergängen der Offiziere. (Lehr richtig! link«.) deren Reckte und An. Herr Roescr, der davon sprach, nannte den b. November.

UnAitlängliche, hier w rd» Ereigni»: (Lebhasle Zu» f.mmung.i da» U- begreifliche, hier wird» getan. (Erneute leb» ha te Zuftimmung.) Ta» war da« Empfinden, mit dem wir den Vorgängen in ',a!crn gegenüberstchen, mit denen wir aber noch rnept gcgcn;:l;ctftehcn bei, .In-Währungen, bie wir soeben gehört haben, (^luvmiicfier Beifall.) Da» (Befühl der Be» d) a m u ii g ift über un» gekommen. (Lebhafte Zustimmung.) -.azu prellt sich ein bitterer Schmerz über bte moralischen verlüde diese» Unglücksmonat», die erst in schwerer kbeü nach langer, langer Zeit wieder gut gemacht werden können -stürmische Zustimmuna. Abg. Pachnicke (Bp.): Nach der .. Parlament« ist e», die

zwischen MilitSr und Bevölkerung, wie e» in Deutschland allge­mein ist und wie e» in Zabern bi» vor kurzer Zeit besonder» gut ywfcn 'st Hört' hört!) Tu Sonbc»eenraltung und bie Mi- htänxtwnltung arbeiten gemeinsam auf diese» Ziel hin. (Lachen bei den Soz.)

Ern OkrercI i t nach Zabern entfandt worden, um von mili- täri cker ettlc da» Notige zu tun. Senn au» einer gestrigen Presiinotiz etwa geschlossen werden follre. Letz er dauernd nech Stratzburg zur ^ckkehrt. io ift ba» fo!<d:; sein Kommando ist noch nicht beendet. E» ift aber durchau» notwendig, unv wir sprechen die ernste Hos'nung au», datz die elsässische Be­völkerung die» Bestreben der Behörden van sich aus unterstützt. Sonst kann es nicht zum Ziele fahren. Ich habe bat Vertrauen »u ter elsässischen Bcsölkerung. auch wenn sich ihrer infolge diefcr tfreigr.ffe eine Erregung bemäck'.igt hat, datz sie auf tiefe« Z,e! mit den Behörden h-narberlen wird Gerade mit Rücksicht ruf bie Erregung, bie im Elsass herrscht, und b-e sich auf Deutsch­land erf!reift hat. gerade mit Rücksicht darauf habe ick mir Mühe gegeben, den Kall objektiv darzulegen. (Unruhe und Lachen bei den So,.). Meine Herren. ,ch habe ihn objektiv dar- gelegt. (Lärmender Widerspruch.) Ich labe d,e Tat-'acken dar- gestellt und nach den Tatsachen geurteilt

3* habe sie objektiv darge,stell' und mich jeder leidenschaft. licken Darstellung bei der Kelegenheit enthalten. Ich habt vorigen Montag gesagt und damit will ich schlietzen: T i e A u t o r i- tät der öfsentlichen Gewalt mutz ebenso geschützt werden wie die Autorität de» Gesetze». Dabei bleibe ich und dabei werde ich bleiben. ,Beifall recht». An- dauernder Lärm und Zischen bei den Soz.)

Preutzifchcr firicflSminifter von Folkenhiihn:

merem vorzubeugen (Stürm Heiterkeit und grotze Unruhe link».) Wenn d,c Herren ihre Zwischenrufe in einer Pforrn ma(f>en wollten, datz dabei eine geregelte Di«kussion möglich ist. wurde ba» die Sache erleichtern. Die Herren. d,e vor mit zu ®ortc gekommen sind, haben gesprochen von einer Erbitterung unb lebhaften Erregung, die in den letzten Tagen de» November» in Zabern geherrscht hat. Wenn bei dieser erbitterten Stirn, mung der Oberst der Ansicht mar: .Denn ich in dcm Moment. ioo die Offiziere aus dem Scklotzplafr von der Menge belästigt werden, sofort eingrcise. so r-erhutc ich etwa» Schlimmere», so verhüte ich eventuell tätliche Beleidigungen der Offiziere", so nt bat vollkommen verständlich. (Grotze Unruhe link» )

An die Räumung bet Scklotzplatze» haben sich bann weitere Patrouillenganz«' rn»cschlossen. bei brnen baß Militär gegen 30 Personen, barunter zweifello» auch einige unbeteiligte Passanten verhaftete (Lebhafte «Ha-Ruse link»-, Abg. Stadthagen, Soz.: Leider nur einen S t a a t » a n wa 11!), die bi» zum nächsten Tag in ber Kaserne sestgehalten würben. (Zurufe von ben Soz.: Auch bat ist richtig, wa»? flnbauernbe Unruhe.) Ich Und mich durch Ihre Zwisckenrufe nicht mehr stören lassen und werde darauf nicht mehr antworten, vielleicht hören Sie dann auf. l^ehr gut! recht» ) Soweit festgeslelll werden konnte, lag die gesetzliche Bcfugni» zu diesem Vorgehen nicht vor, insoweit e» sich nid,! um Festnahmen auf frischer Tat gehandelt haben sollte, in kvelchem Falle tie Festzenonimenen sofort an die Polizeiorgane hätten abgegeben werden müssen. (Hört! Hört! link». Unruhe.) Ta» Militär ist in dieser werfe eingeschritten, in derAnsicht. datzdiezivilcnSicherheit»organeversagt und ben Wilitär» bei ben bisherigen Vorkommnissen keinen oder keinen gc- nügenden Schutz gewährt hätten. Die Zivilbchorden von Za b e r n bestreiten die» auf da» allerentfckiedenste. (Leb­hafte» Hört! Hört!) In dieser tatsächlicken, nicht nur rechtlichen, sondern tatsächlichen Frage stehen also bte Ansichten der Lokal- behörden schroff einander gegenüber. Der von beiden absolute» Recht hat, ist mir nach der Vorlage der gegenwärtigen Unter- fuchung»verhandlungen zu entscheiden nicht möglich. (Lochen Unk». Unruhe.), ob e» in der Zukunft möglich sein wird (stürmische Zwischenrufe link»), '

jorlc Aiiruft, dcm Betreffenden den Degen durch den Leib stösst (Stürmische» Hört! Hört! und grosser Lärm links. Abg. Lclebour: Ausfordcrung zum Mord!) Ein Offizicr darf sich nicht öffentlich beschimpfen lassen, da» ist nickt möglich. Ist cS ba nicht besser, wenn da Leute mitgehen unt ihm Helsen, den Uebelläter ruhig anzupacken und zur Polizei zu bringen? Tann hat man von der Aufforderung zum Totschlag gesproch.n. Ich verstehe nicht, wie so etwas auSgcsprechen werden kann. Ter Leutnant hat i-.ach allen Angaben in der Jnstruk- tionSstunde gesagt: Wenn dich . . . oder wenn Sie (Grosse Hei- terkeit und Ahal link») einer so angrcift, so wehren Sie sich ordentlich und flehen _Sie ihm zu Lecke. Ist baß eine Auf.

bodi verpflichtet. E» ist in den Reden der Herren Interpellanten viel von der Notwendigkeit der Wahrung der DolkSrechre gespro- chen worden. Ich bin ganz derselben Auffassung.

aL°^r iie1rmce bekanntlich ein Teil des Volke» ist, (Gc- lackier b. d. »oz.> unb wabrl'ch nicht ber unwicktipste, wa» bie unbestreitbare Tatsache beweist, dass ohne b:c Arm.e nicht ein ©iein dieser stolzen Mauern hier standc (lebhafter Beifall reck iS profee Unruhe hnf») fein Arbeiter konnte fein Brot im Frieden verdienen ohne bic Armee. Zu den LebenSbcdingungen ber flrnue gehört aber auch w,e ber Saueritoff »um Atmen, bafe die Autorität, bie r.>iz>plin und da» Ehrgefühl hockgeholten werben. (Stürmische

CC- ^uruf: von den Offizieren! Zuruf:

anc-hmec ohne TifvPlin idjen n.i Frieden wa!,,,am.en verdient, haben vor mir tausende erfahrende auSgesprocken Lesen S-.e die Worte dcS Fcldmarlchall» Mollke darüber nock, der do» besser gesagt hat, akS ich cZ könnte. Kann aber irgend jemanb. bet nicht von Partdlcidlnfckasi ter- bandet 'n. glauben, bafe e» der Tifziphn in der Armee sörderhck ?OtKtK0-TdU aussen her, durch unverantwortliche T:; '.er bw pfl'chtrnätzigtn Entichhetzungen der verantwortlichen Stellen 5fc.A»tM'? ^"f-./öUruf bd ben Soz.: Daß iap?n L.e dem Reichstag.) Ich bitte, mir bie Worte nicht im Munde

Wdiien Ausführungen bei ber Beantwortung ber kurzen An. frage über die Vorgänge in Zobern habe ich für Itc Zeit vom 6. b,» 10. November, auf bie sie sich bezog, nickt» Hinz uzu- fugen. Ick sollte meinen, datz trotz der ffiibcrfpradic von der Rednertribüne hier, sie für jeden, der hören nwlltc, allcs enthielt. Eure» freilich tonnte sie nickt enthalten und hat sic nicht cnt- Halten, die Zusickcruna namsick. datz sich die Militärbehörden dem von lärmenden Tumultuanten und hctzeri schen Pretzorganen... (Bei tiefen Worten bricht bei den Sozial­demokraten, Elsässern und im Zentrum ein minutenlanger ! 0 b c r 2 ä r m °u». viele Abgeordnete drängen in äusser- ster Erregung nack vorn und rufen: UnwaHrHritl Slan. boIL ?ret dlbgeordnete Ledebour (So<.) springt auf die Treppe zur Tribüne und schreit den flriegfminiftcr an. vergeblich sucht der Präsident Ruhe zu sckassen. Endlich legt sich die Erregung, und der Krieg»minister fährt fort): Darf ich meinen Sah iDicber- holen. (Erneuter Lärm bei den Soz. und Elsass.) Die Z^sickc- rung nämlick. dass sich die Militärbehörden den von lärmenden Tumultuanten und hetzerischen Pressorganen acstcllten Forderungen fugen sollten. (Dieder brickt auf der Linken ein Entrüstung». i.'urm au». Man hört die Zurufe: Herunter von Der Tribüne! Unv^^ä^Ebeit! unt: Sic sind ja der Forstncr in Person!) 'n Wahrheit der springende Punkt, um den sich seit dem p. Ncvember der ganze Spektakel in 3fll>">1iwu'l,tl u,t 41,11 nnvcicinmaidn,,.. (oturm. D rf ?;* lärmende Unruhe be. den Soz.) Darum handelt Heiterkeit 'ink»), so find Härten dabei ganz unvermeidlich. (An.

c» ncü; nicht um die mehr ober locmger überlrkbcnen Verfehlungen i dauernder Lärm link».) E» war vorher bie Rebe dc» Leutnant» ober feiner Rekruten. ......9 - -

Obersten!) Ieber im Land weiss, bafe deren Reckte unb An-! Herr Roescr, ber davon sprach, nannte ben 8. Novcmöer. Da 0dcflenbeiten in ben festen Händen der Vorgesetzten liegen Ivar aber noch nicht» passiert. Ja, sollen denn die Offiziere in ii Gelachter der Sozst. .00 sie ihr Recht finden werden. Zabern nicht spazieren gehen können? Da» nennt ein deutscher

r pue diese mge banbeit cfl sick nicht, sondern um den au».1 ReichStagßabgeordncter provozierend! Zurufe link».) Derselbe neiprocbencn versuch, durch Prefetreivereien, durch Erregung und' Herr sagte cS |ci sonderbar gewesen, bafe, nie da» da» zweite durch systematische Beschimpfungen einen u n g c s ch l, ch c n > Bataillon alarmiert würbe, auch die Maschinengeckehre mit irinfiutz auf d i c Entscheidungen der z u st ä n d i-! alarmiert wurden. Leben wir denn in Deutschland, oder wo leben ff« "x «rra 3 *' f J<vx' 6 , (Lärmender Widerspruch bei wir? Maschincngcwehre gchördi dock) zur Armee. (Grosse Unrubi

Soz. und Elsässern.) Ich will ohne weiteres zugeben, dass ein Im».)

. cic!5n. bcr Militarbebördcn vielleicht für den Augenblick! Ueberlegen wir 'INS doch einmal etwa», meine Herren: Wat 7-^e 'n «nbern ge'ckusfen batte, aber da» wäre nur eine wäre denn besser: bafe em Ofsizi-r in Zabern, bem man un» f 0<{C7 Ä PJ^cfen. (JeiToa rc(f)tfi. -- Gelachter der S03.) j flütige Sch.mpsworte z.iruft, d m Betreffenden den Degen redit». Lachen link».) Dann würde der Versuck sicherlich Nach, folger gehabt haben. Um Vorwände wären diejenigen, die jeht diesen Skandal gemacht haben (Krosse Unruhe link»), nicht ver- legen gewesen. Denen, die die läppifchcn Geschichten in der Ka- lerne zu solchen Zwecken auSgebeutet haben, würde immer mög- l'ch 'cm. etwa» für solche Zwecke zu finden. Auf diese Weise roür. ben wir un» schnell einem Chao» nähern. (Lärm.) Viele Eie. mente, n.cht nur in der in B.irachi fommenben Gegend, wün-ck^n baß aber sicherlich nicht, im Interesse bcr Crbnunn unb bcr Aus. reckterhallung ber Gesetze. Gelächter ter Soz.) Tie Armee kann Bor jenen Elementen, bie ich meinte, mögen sie sich auch nodi so INlIist riAi «it J. , /le , _