ijvufeums fü I md Reallchrer
» Mo itnuKffrn * gab die Versa
XBUtb
50 000
Beneke, hat. ist
Fl eis-1
Ter Ä Fleifchdiebst t>- I. im 2 verantworte ou-reichendt 'ibn indessen verurteilte i
Der Bittsibrifttnansschuß
hat eine Bittschrift uitt Verbot des Vertriebs von Tabak f a b r i - Taten aller Art durch Gast- und Schänkwirte verworfen. Dagegen wurden Bittschriften, die eine Abhilfe gegen den g e - Heimen Waren handel erbitten, dem Reichskanzler zur Berücksichtigung überwiesen.
-Sroßer fiitradjt ver cm Kk gut < Sfflä unter der vcttnbimlen ' I* schön zum 1 ton!« doM
- Taubr bei io hielt ei Sr waren etwa lofliten Preise I
a.‘ Laub Lerschöneri h-tel „Schützer <b. Nachdem
dem brach unsere Expedition nach eingenommenem guten Mittagsmahl zur weiteren 5rhinbung nach Gold flußauswärts nach den Sigi Fällen aus. wo verschiedene andere vor uns Claims belegt hatten: aber überall vorerst absolut negativer Enolg, nwmtt ich aber nicht behaupten will, das; nicht die Möglichkeit dennoch vorliegen könnte, um Unb im Sich-Fluß Gold zu finden. Mer ne beiden Freunde, die Veranstalter dieser „deutsch-oslasrikaniichen Goldsucher -Expedition", sicherten sich denn auch vorsichtshalber verschiedene „Goldfelder" in aller Form. Tic Zeit war für mich zu kurz, um endgültige Untersuchungen anstellen zu können, denn meine Geschäfte riesen mich zurück nach Tanga, wo ich spat m der Nacht nach einem starken Fußmarsch ermüdet ein trat.'
Taß die beiden ziemlich parallel laufenden, fich in btc Tangabucht ergießenden Flüßchen Sigi und Mkulumuzi Goldsand führen sollten, ist wiederholt von Sachverständigen behauptet worden: so u. a. von einem Goldsucher namens Schulz, der 1890 von Kalifornien nach Tanga verschlagen worden war. Er gedachte sich als einer der ersten Deutschen dort anzusiedeln: als er jedoch hörte, daß seine Frau ihm nack-gereist und in Sansibar gelandet sei, erschoß -r sich: er Ist der erste Deutsche, der in Tanga begraben liegt. _____________
Die Alarmierung der Garnison Zttahburg infolge einer gefälschten vepe.che.
Straßburg. 5. Fedr. Durch eine g e f ä l s ch t e D e - peschc wurde heute mittag die gesamte Garnison Straß-
ICircbe und Schule.
Schülerwanderungen.
Wir lesen in der Korrespondenz des Deutschen Lehrer- Vereins :
Was man auf so manchem Gebiete der Jugendfürsorge in kurzer Zeit zu leisten vermag, das zeigen u. a. die Erfolge der Darmstädter Lehrerschaft in den Wanderungen mit Volkssctnilern. Bor 4 Jahren erklärte sich der erste Volksschullehrer bereit, in den Weihnachtsferien mit seiner Klasse eine eintägige Wanderung nach der Neunkircher Höhe zu unternehmen, und baLb fanden Lehrer unb Schüler an dieser Neuerung-so großes (gefallen, daß sich 1911 bereits ein Drittel der Lehrerschaft an den Wanderungen beteiligte. Bis jetzt wurden aus 664 Wanderungen über 24 000 Schüler jn den Odenwald, nach dem Rhein und dem Taunus geführt. Die Kosten werben, soweit es die Mehrer unb Lehrerinnen für nötig finden, von der Sektion Darmstadt des Obenlvalbklubs getragen, doch wurde es längst üblich, diesem Verein weitere Ausgaben zu ersparen und ihm nur die Haftpflichtversicherung zu überlassen. Ganze Klassen bringen wie ihre Führer selbst für größere Wanderungen die Küsten ohne jede Unterstützung auf. In der Regel bestehen die Ausgaben nur in der Bezahlung der Fahrkarten: denn man trägt Brot und Kaffee für den Tag int Rucksack mit und kocht, wo es angeht, auch hier und da ab. So kommt es, daß der Odenwaldklub ,v. B. 1912 für 150 Wanderungen nur eine Gesamtausgabe von 1200 Mark hatte. Trotz der anfangs gehegten Bedenken kam in vier Jahren auf diesen Wanderungen mit über 24 000 Volksschülern nur ein einziger Unfall vor, der einen Aufwand von 28 Mark erforderte. Im letzten Jahre beteiligten sich trotz der oft imgünstigen Wit terung an den Ausflügen 3941 Sbiabcn und 2600 Mädchen. In den Hauptversammlungen der deutschen Gebirgs- unb Wander vereine sanden die Darmstädter Bestrebungen volle Anerkennung, ja der Vorstand lezeickmete das Vorgehen der Darmstädter Lehrer schast als vorbildlich. Der Odenwalbklub verfügt über 200 Licht bilder, die auf diesen Schülerwanderungen ausgenommen wur den, und die zur Illustrierung von Vorträgen in andern^ Orten zahlreich verlangt werden Ohne Frage sind die Schülerwanderungen dazu geeignet, die Stadtjugend mit den Reizen des Gebirges bekannt zu machen unb sie zugleich an Anstrengung und Entsagung zu gewöhnen. „Gewaltmärsche" mürben der ganzen Fache schaden, es zeigt sich aber immer wieder, baß manber- frohe Ober klassen der Knabenschulen, nachdem sie tagsüber keinen Itopfen Alkohol genossen und zehn dis zwölf stunden auf den Beinen waren, mit Trommel und Pfeife, ein flottes Marsch lieb singend, so munter dahin ziehen, daß man in den Dörfern feine belle Freude an ihnen hat. Lehrer unb Schüler werden auf diesen Wanderungen einander näher gebracht, man erlebt gemeinsam Freud unb Leid, und dabei kann für den Unterricht in Erdkunde, Geschichte und Naturkunde vieles gewonnen werden, was man babeint weder durch Beschreiben noch durch Zeichnen richtig bar Hellen kann.
Der 3 -Ecngeri vwnteill it k einem A i stund zer ««handelt hi entgegen, so
Aus öen Heid)$tag$au$fd}üfien.
:: Berlin, 5. Febr.
Der Budgetaus'chi'ß
beriet und erledigte heute den Voranschlag der Reichs eisen - bahnen. Wie beim Posivorauschlag unb vielfach unter Bezugnahme auf die dortigen Beratungen imd Beschlüsse wurden in her Hauptsache die Verhältnisse der Unterbeamten und ^lrbeiter besprochen, wobei ein Zimtrumsantrag, den Ansatz für die nicht- etatmäßigen Beamten um 10 Prozent zu erhöhen, vom Eisenbahnminister unb Schatzsekretär abgelehnt wurde. Dagegen wurde beschlossen, die Gruppe der Werkführer, Weichensteller usw. durch eine Zulage aufzubessern, und zur Aufbesserung der Anwärter für untere Beamtenstellen wurde der bezügliche Fonds um 310000 Mark erl)öht. Man Himmle einer Entschließung zu, btc, gleich der beim Postvvranschlag angenommenen, die Aufnahme, der im Jahre 1909 in der zweiten Lesung beschlossenen Gehaltssätze für bie Unterbeamten in die Besoldungsordnung noch vor der dritten Lesung des VvransckstagS verlangt. Eine andere gleichfalls an« genommene Lntschließung von elsässischer Seite ersucht um die Schaffung der nötigen Zahl von neuen Assistenlenstellen, um den Stationsdiätareu eine angemessene Beförderungsmöglichkeit zu gewähren. Tine etatreckstlichc Auseinandersetzung veranlaßte der angeforderte Betrag zum Bau von Arbeiterwohnungen. Das Schatzamt sagte schließlich die von nationalliberaler Seite besür- mortele Umciatifiennig aus den einmaligen Ausgaben ins Ordi- itarium für künftig zu. Im übrigen füllten Landesverkehrswünfck>e die Sitzung.
Donnerstag beginnt die Beratung des Marinehaushalts im Ausschuß.
Minckkerialdirektor Caspar:
Die Denkschrift soll nur das Material zu weiteren 93 er» Kneblungen liefern. Die Bedingungen für die Abonnenten- üci hcrung find so cm4geüa(tet worden, daß sie den Bedingungen für die Unftillversicherung entsprechen. Die Denkschrift nennt die AbonnenleTwerficherung ausdrücklich ein* wenig erfreuliche Erscheinung. Wenn trotz der heftigen Bekämpfung dieser Versicherung durch die politische Preise fo wenig Beschwerden aus den .Kreisen der Versicherten selbst einlaufen, fo beweist das, daß ft: nicht beunruhigt find.
Tas Hans vertagt sich.
Tenn^km: 1 Uhr: Weiterberatung.
Schluß 7 Uhr.
schetnun g unseres Volkslebens nicht gereckt. Die Denkschrift gibt eine unparteiische Darstellung der Tattachen. Einfach tot- schlagen kann man die Abonnentenoersicherung nicht. Es trt nicht richtig, daß große Schäden aufgeweckt find: man kann auch nicht von einem Krebsschaden sprechen, gegen den mit dem Messer vorgegangen werden müsse.
Tie Denkschrift meint, daß die Schäden v-rbältniSinätzig gering find. Es wäre also genügen, die unbeaufsichtigte Abonnentcnvcrsicherung unter bie Aufsicht deS Staates zu stellen. Es ist auffallend, daß die Sozialdemokraten ein absolutes «erbot fordern. Warum wollen Sie Verbindern, daß den unbemittelten Volkskreisen dieser Segen der Abon- nentenvcr icherung zugute kommt (Zuruf der «oz.: Segen für b’e Verleger!) Die 100 Mark-Prämien find für eine unbemittelte Fami'ie von großer Bedeutung. 1766 165 Teil- nehmer der Abonnentenvcrsicherung fir.o vorhanden. An Schaden- gelber« wurden 3 Millionen Mar', g-zahlt. Diese Summe sollten doch gerade d,7 Sozialdemokraten den Unbemittelten gönnen. (Lachen bei den Soz.)
Tie Sache liegt also so. daß die Sozialdemokraten ohne ioesentl'ch objektive Gründe mit einem Verbot vorgehen wollen, ohne zu beachten, welcher Segen in dieser Versicherung liegt. Tic größte Zahl der Zettungen, die eine Abonnentenvers'cherung betreiben, haben ein fo niedriges Abonnementsgeld, daß _ man sagen kann, cs werden überhaupt leine Versicherungsprämien bezahlt. TaS Wesen dieser Versicherungen besteht eben darin, daß daS Abonnement nicht erhöht wird und außerdem noch em Vcrftchcrungsauspruch gegeben wird. Bei den unbeaufsichtigten Abonnentenverficherungen. über die uns natürlich nicht fo genaue Zahlen zur Verfügung stehen, handelt es sich ungefähr um zwei bis drei Millionen Versicherte. Auch hier find wir nicht in der Lage, ohne weiteres mit einem VerbotSgesch dazwischen zu fahren.
Da bei den beauffichtialen Versicherungen, wie gesagt, wesentliche Schäden die nicht sofort vom Aufsichtsamt aufgedeckt wären, nicht borflefonnntn sind, so handelt .» sich eben mir um die unbeaufsichtigten. Und da brän<H sich doch al« die beste Lösung die auf: Durch ges-tzoeberistben Eingriff dafür zu sorgen, daß febe unbeaufsichtigt" Versicherung unter Aufsicht gestellt wird. Das ReichSgerickn bat reck (Han, wenn es eine Bestrafung einer Abonnentenverficherung, weil fie nich» vom Ai'ffichtSamt kontrolliert worden ist, ebpckbnt hat. Dte Verstcheruna ist eben in den meisten Fällen nur ern Nebenzweig des Zeitungsbetriebe». (Beifall bei den Null.)
m 2rr & "ovember p in ta »lad« Wen, zum M- 5a c
-lbttkaur ^.EkN. ff ™ Ulüenukh
,rr*ochen feinet
(>i ver ®n »etfäiicben1 Z* Qfn gellend sagten bei \ ■jHjf das 5 Wn fint 5 gelangte
^kdigj
nach " ""e„ *
A:
Ä °»d
•%[[
w{i > ®x
» 1 Ul ctzkale 2 Apu JÄ *
Sä
^‘2 dcs 0 «£ba
wtb Jf
geräumt m
W
U Aachauscs
Muban ™ tobtnten m § uMendem tii Kie M M, m dem
Porten- J ^Mtlicheu -
gA-dhe _0, mürbe un ZU Mit
dahmg
14 Oberin '■ Trau
_ bi waren,
8in 6i|
Dcuticbc Kolonien.
lieber das Goldfftber in Tanga in Deutsch Ostafrika Intrb der „Tägl. Rdsch." von dort beschrieben:
,,3n unserer Hafenstadt Tanga in zur Veränderung einmal eine , Goldsieber^Epidemie" ausgevrocben! Am und in dem aus dem llsambara Gebirge kommenden und in die Tanga Buctzt ntün denden Sigi-Flüßchen wollte man Gold gefunben haben! Sofort entstand ein wahres Rennen und Laufen nach dem Sigi Distrikt, und schnei! waren dase.'bst eine Anzahl „Goldfelder" belegt worden Auf dringende Einladung einiger uutcrnehmungsluMger Freunde hatte ich mir auch einen Tag frei nimm du, um .Goldfelder' auf* suchen und „dannen" zu gehen, beziel ungSweiie deren Expedition als „Sad'verstftidiger" zu begleiten. Alfo aus nach dem Srrand des Sigi! Um 4 11 br morgens, nodi in der DuiikeUwit, nmrbe auf geb rocken. Die mit allen Bedürfnissen reichlich ausgerüstete Expedition — gute Getränke nidg zu vergessen — bedurfte zum Traiispoitt ihrer Lasten zwanzig schwarzer Träger. Rach einem Gewaltmarsch kamen wir auf der Maliusfchen Plantage tun vor Mittag an, wo die „Goldfunde" gemacht worden fein foUtrn unb machten uns sofort an die Arbeit Der Sand des Sigi FlüßckMis Nmrde jachgemäs- gewafchen und untersucht Das nermrintlidx Gold nwreii i c i d) t e G l im merb 1 ä t tche u, bie wegich vammen. 2er zurückbleibciide schwere Satz bestand auv ^'uignct 'der Titan- ersenerz-Grus und winzigi'n Granaten. Tie Untn-fudumq^ mit einer scharfen Lupe ergab ober keine Spur von Gold' -i rotz-
Ans bereit.
Eine Fraktionsfihung der Nttionalkiberalen.
rb. Darmstadt, 5. Febr. Die nationalliberale Fraktion der Zweiten Kammer hielt heute unter Vorsitz des Aba. Tr. Osann eine längere Beratung ab. Es fand hauptsächlich eilt allgemeiner Gedankenaustausch über den StaatSvoranscylaig für 1913 statt, wobei namentlich auch das vom Finanzausschuß bet Ersten Kammer in der jüngsten gemeinsamen Ausschußsitzung vvr- getragene Finanz-'rpofe eingehend erörtert wurde. Ferner wurde auch die Fra^e einer anderweiten Regelung des D o - m ä n e n - A kqu i s l t i o n s f o n d s besproch>en. Mmi hielt es allg mein für richtig, zunächst einmal d.e sJtcg erung um Vorlage einer Denkschrift über die seitherige Entwickelung intb die Leistunaen dieses <^onds zu ersuchen, damit bestimmte, sichere Unterlagen für eine bessere Beurteilung des bekannten diesbezüglichen, vom Finanzausschuß der Zweiten Kammer besckftossenen Antrages gewonnen werden.
Heer und Flotte.
Der Ersah des Seeoffijierkorps. ~
Die Anmeldungen für den Eintritt -al» Seekadett sind jetzt abgeschlossen. Es haben sich mehr Anwärter gestellt, als Ostern angenommen werden können. Der jährliche Seeoffizierersatz steigt ständig. 1888, also vor einem Viertel- jahrhnndert, genügten 40 Seekadetten, 1899 betrug der Bedarf 140, 1900 schon 200. Später sank die Zahl auf 185 und erhöhte sich 1911 auf 212, 1912 auf 245 und stellt sich 1913 auf rund 250, bie höchste Zahl, die auf den unter der Flagge befindlichen vier Schullreuzern untergebracht werden rann. Die Steigerung des Seeoffizierersatzes ist durch die Bildung des dritten Gesclftvaders, die Errickftung einer Untersee'bootsslotte, einer Marineluftflotte geboten. Da der Verbrauch an Seeoffizieren groß ist — van den 200 Eingestellten des Jahres 1900 sind nur noch knapp 140, also zwei Drittel, aktiv — muß ver Bedarf reichlich gedeckt werden, zumal schon im ersten Jähre regelmäßig recht viele ausscheiden. Seitdem den Aoirurienten Vergünstigungen in der Beförderung eingeräumt worden sind, haben die Meldungen mit dem wachsenden Bedarf nicht Schritt gehalten. 1907 meldeten sich 372 Seekadettenanwärter, darunter 45 Prozent Nichtabiturienten. , Am 1. August 1907 erschien die Kabinettsorver über die Vorpatentierung der Abiturienten, und die Zahl der Meldungen ging 1908 auf 329 zurück, es waren, darunter nur 24 Prozent Nichtabiturici t.n. 1909 ging es wieder aufwärts, es meldeten sich 367, 1910 sogar 372, darunter nur 14 Proz. Mchtabiturienten 1912 stieg dieser Prozentsatz auf 17, aber die Gesamtzahl der Meldungen sank auf 350. Inzwischen ist es mehr bekannt geworben, daß den Nichtabrturienten bei vorzüglichem Bestehen der Seeoffizierhauptprüfung die Vorpatentierung in gleicher Weise eingeräuml wird wie den Abiturienten. Auch fie können die Vordermänner des vorhergehenden Jahrgangs überspringen. Auch l)eißt es, daß die mit Prima- Reifezeugnis versehenen Anwärter wieder mehr als bisher berücksichtigt werdcni sollen. Beide Kategorien sind im Seeoffizierkorps erwünscht. So erscheint ein Aufstieg gesichert. Die Hauptkadettenanstalt Groß-Lichterfelde stellt neuerdings jährlich eine Anzahl Seekadetten^ Der Direktor der Marinelchule, Kapitän z. S. Schmidt v. Schwind, wurde mit der Leitung der Seekodetten-Eintrittsprüfung beauftragt.
Berlin, 5. Febr. Dem Konrmandierenden General des ersten Armeekorps, General der Infanterie v. K luck, wurde der Schwarze Adlerorden verliel)en.
München, 5. Föbr. Unter dem 4. ds. wurde der General der Infanterie, Prinz Rupprecht von Bayern, kommandierender General des ersten Armeekorps, znm Generalobersten der Infanterie befördert.
i n M a r b u r g.
(] Marburg, 5 Febr. Die wegen der Vvrkommmssk in ben Vorjahren kurz vor Faftnackil erlassene unb von bürg und ein namhafter Teil der Bevölkerung zwecklos in IRegierungspräsidenten in Kassel genehmigte P olize^ Bewegung gesefit. Vormittags traf beim kaiserlichen Gvn-»Verordnung, die am Fastnachtsdicnstag d«
es vor allem Friedr. Bode, der erste hiesige Badearzt, gewesen, der den Ruf unseres Bades begründen hals und durch Wort unb Schrift verbreitete. Auf Anregung deS hiesigen Aerztevereins soll im Lause dieses Sommers im Kurpark ein -insacheS, würdiges Friedrich Bode-Denkmal errichte« werden.
-r. Reichelsheim, 5. Febr. Heute wurde die hiesig« Feldjagd für 2205 Mk. an Direktor Blank von Frankfurt verpachtet. Die Gemeinde hat einen Mindererlös vor 100 Mk. im Jnbr.
Starkenburg und Nheiuhessen.
u. Offenbach, 4. Febr. Ter hiesige Zweigverein be-- Vogelsberger Höhcnklubs hat einen Teil seines lieberfdjuffd wieder dazu verwandt, Kinder hier ansässiger bedürftige: oberhessischer Landsleute mit den notwendigster ^Kleidungsstücken zu vorsehen. In gleicher Weife sok an Ostern auch für arme Äon firm anben Sorge geträger werden. — Für den Turm auf der Hercher»Haine« Höhe wurden bereits über 500 Mark an zinslosen Anteil scheinen gezeichnet.
Hessen-Nassau.
Die Studentcn-Demonstration
Im Staatsooranschlag ist jetzt die erste Baurate mit Mark vorgesehen.
.Kreis Friedberg.
3 Bad-Nauheim, 5. Febr. Neben Prosesior dem man vor zwei Jahren hier ein Denkmal gesetzt
erneut ein Telegramm ein aus Weißenburg etwa de? Inhalts: Se. Majestät der K a i s e r ab Bah-nstatton Weißenburg trifft mit Automobil 12 Uhr Straßburg ein, begibt sich sofort nach Polvgon, wo zwischen 12 und 1 Uhr Garnison alarmiert Alsbald wurden durch Trommelsignale und Eilordonnanzen die Nichtkasernierten und die Offiziere in die Kasernen berufen und gegen 12 Uhr rückten die Truppen aller Waffengattungen in Feldunisorm nach dem großen Exerzierplatz Polygon, wo sich bereits Prinz Joachim von Preußen und die (Generalität, cfoenfo auch als erster der kaiserliche Statthalter Graf o. Wedel eingestellt hatte. Gegen 3/«2 Uhr, als die letzten Truppen angerückt waren, stellte sich ans telegraphische Anfrage in Berlin heraus, daß der Kaiser auf dem Wege nach Königsberg bezw. dort eingetroffen sei. In der Stadt hatten sofort zahlreiche Gebäude geflaggt, auch vom Muster wehten die Reichsfarben zum Gruß. Automobile und Straßenbahn machten gute Geschäfte.
lieber den Urheber der gefälschten Depesche an das Kaiserliche Gouvernement, auf gründ deren dann die Alarmierung der Garnison erfolgte, wird mitgeteilt, daß es ein entlassener Z a h l m e i st e r - A f p i r a n t der Metzer Garnison namens Keller ist, der sich heute morgen jenen frivolen „Scherz" erlaubt hat. Keller mürbe vor einiger Zeit wegen Unregelmäßigkeiten entlassen und ist seinerzeit vom Militärgericht für unzurechnungsfähig erklärt worden Um nun zu zeigen, daß er vollkommen zu- rechnungsfähig sei, hat Keller, wie er angibt, den Streich verübt. In der Uniform eine 5 ft beamten begav er sich mit einem leichtanzufertigenden Depeschenformular zu dem Gouverneur, wo man die Fälschung nicht fo bald erkannte Die Depesche hat folgenben Wortlaut: „Komme um 12 Uhr nach Straßburg Werde mich mit Kraftwagen sofort Polygon begeben. Garnison sofort alarmieren. gez. Wilhelm " Mit'der Abschrift der gefälschten Depesche begab sich Keller bann zu einer hiesigen Zeitungsredaktion, um sich seine Zurechnungsfähigkeit bestätigen zu lassen. >
Au» Stadt und t'and«
Gießen, 6. Februar 1913.
•• Die hessische Vereinigung für Volkskunde veranstaltet heute abend 8 Uhr im großen Hörsaal der Landes- Universität ihren zweiten Vortragsabend über oberhessische Städte. War der erste Lanbach gewidmet, so gilt der zweite Lauterbach. Oberlehrer Franz Como, Lauterbach, der gewiß sehr vielen Gießenern als der Verfasier beS reizenden Verkehrsbi'ichleins von Lauterbach bekannt ist und auch sonst in kunstwissenschaftlicher Hinsicht sich einen Namen erworben hat, wird über diese alte Stadt sprechen unb deren viele wunderbare Schönheiten zeigen. ES wird besonders darauf aufineiffani gemacht, daß der Dortrag pünktlich beginnt. Der Eintritt ist für Jedermann frei.
" ZI reis-Ziegenzuchtverein Gießen. Auf Ver- anlaffung deS KreiS-Ziegenzuchtvercins findet am SarnStag, 8. d. Mts., abends */,8 Uhr, bei Gastwirt Gg. Sommer „zum goldenen Löwen" in Watzenborn cm Vortrag über 1) Ziegenzucht unb 2) das Vogelsberger Rind, sowie am Sonntag, 9. b. MtS., nachmittags 3 Uhr, im Gasthause von Hch. Rudiofi in Trais-Horloff ein Vortrag über Ziegenzucht statt. Redner in beiden Versammlungen ist Oekonoinie- rat Weitzel in Lich.
" Druckfebler-Berichtigung. In bet ‘Jlolij >'egen der Prenmfchen Klaffen-Lotterie ist ein DiuMehlcr cntfionoen e? muß heißen 10. Februar statt 14. Februar.
Landkreis Gießen,
-- Geilshausen, 5. Febr. Heute wurde unser Bürgernieister, Hch. Wagner IV., unter außerordentlich großer Beteiligung zu Grabe geleitet. Die Stichler, die Vereine, Vertreter der Behörden, Orts- unb Kirchen* Vorstand und fast die ganzr Gemeinde folgte dem Trauerzug. Pfarrer Bausch entwarf ein getreues Bild des Ent- schlasonen, woraus zahlreiche Kränze am Ohrabc nieder- gelegt wurden. Herr Wagner stand erst im 55. Lebensjahre. Ein Schlaganfall, den er l^irz vor Weihnachten hatte, wiederholte sich nach einigen Wochen scheinbarer Besserung und führte am Sonntag den Tod herbei. Die 03cmeinbc verliert in Herrn Wagner einen braven Ortsvorsteher.
KrciS Alsfeld.
x Ober-Ohmen, 5. Febr. Hier hat die Jugend das übliche Fastnachtstreiben vertauscht mit einem gemeinsamen Fastnachtstanz. Das ist ein beachtenswerter Fock schritt, der Nachahmung verdient. In benachbarten Cd« floriert dagegen immer noch das alte wüste FastnachtLtreiben, da6 an drei Tage dauert und ansehnliche Beiträge erheischt.
□ Nieder-Ohmen, 5. Febr. Unsere Bahnhofs- an läge reicht schon lange nicht mehr für daS Bedürfnis anS. Die Verkehrssteigerung bedingt eine umfassende Vergrößerung. Wie groß diese bemesien ist, zeigt die Gesamt- iorderung von 353 000 Mark für die neuen BahnhosSanlagen.


