Ausgabe 
6.2.1913 Zweites Blatt
 
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Gießen: Pelikan-

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Tuberkulose Bronchialkatarrh Knocheiieriveichung Unterleibs­geschwulst ____

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14. Februar: Körperschasten in welcher persönlich fordert.

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Leidemastschake:

Masllämmer und Atasthammel Schweine

sondern auch die Polizei Vorgehen sollten. Wer einen kleinen Scherz nicht vertragen kann, der soll an einem solchen.Tage, wo der Fröhlichkeit und Neckerei ihr Recht gegeben ist, tnt Dause bleiben.

Mk. 5155 5054

Marne.

L. Friedberg, 5. Febr. Der Schweinemarkt war lang« nicht so aut befahren wie der letzte. Es waren etwa 700 Schweine am Markt. Bei den vielen Käufern waren die Preise recht hoch. Die kleinsten Ferkel kosteten 40 Mk. da? Paar, größere Lauser 50 bis 55 Pik., Springer 60-70 Mk. Gegen 12 Uhr wurde der Markt qeiäumt. Ter Krämermarkt war nicht bedeutend, doch war er gut besucht. Den Nachmittag fand die Verlosung der Pferde­lotterie statt.

F.C. Wiesbaden. Viehhot-Mark tbertcht vom b. Febr. Auftrieb Rinder -9 Achsen 26, Bullen Q» Kühe 53), Kälber 193,

Erwachsene: im

historischer Ermnerungrkalender für »8(5.

1. Februar: Die Franzosen rücken in Frankfurt a. O. C,tt 2. Februar: Die Russen unter General Wittgenstein über­schreiten bei Dirschau die Weichsel. , a TTr

3. Februar: Aufruf des Königs Friedrich Wilhelms III. zum freiwilligen Kriegsdienst.

7. Februar: Freiherr v. Stern begibt sich in das russische Hauptquartier. Die Sachsen und Oesterreicher räumen Warschau. ,

8. Februar: Warschau wird von den russischen Truppen besetzt. Einzug des Yorkschen Korps in Pillau., Der französische Marschall Ney erhält von Napoleon den Titel eines Fürsten von der Moskwa.

10. Februar: Ein Teil der russischen Truppen geht gegen

Die Pflege des Schuhes ist die Bedingung zur Er­haltung seiner Schönheit! Es ist mich hier nicht anders wie bei uns Menschen! Genau wie bei uns ist auch beim Schuhwerk nicht jede Pflege rationell. Wer beispielsweise kritiklos die billigen Cremes aus Wasser und Seife oder die mit Terpenttnöl- ersatz Benzol us'w. hergestellten Fabrikate für seinen Schuh ge­braucht, schadet dem Leder.sy stematisch und von einer Schönheitspflege kann keine Rede mehr sein. Wasserhaltige Cremes bilden dicke Krusten, ersticken das Leder und machen es brüchig. Säurehaltige Fabrikate zerstören es natürlich ebenfalls vor der Zeit! Für einen Schuh, der int Leder seine Schönheit be­halten soll, darf man ausschließlich einwandfreie Pflege- mittel gebrauchen, solche die aus a l l er fe i n st e n Wachsen und reinem Terpenttnöl bestehen. Die LederputzcremeKavalier" ist ein solches Vlusterpräparat, sie ermöglicht die rationelle Schuhpflege, sie ist das naturgemäße Schönheits- pfl ege mittel für jeden seinen Schuh!" hv12/«?

wurde W außerordeiulii

Die AM und Äi# dem Iraner# M des k- Grabc nieto 55. LebeusM m hatte, nncto Keiferung ti Gemeinde tt orsteher.

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ÄufüeSfras» führt viele Menschen die tägliche Berufsarbeit. Don der Straße bringen Sie die Erkältung beim, die Ihnen so lästig ist. Die Bemfsarbeit auf de, Straße erfordert ein Dorbeugungs- und Linder ungsmitlel für Leiserkeil, Katarrh und Lüsten, und dassind die alldekannlenWyberl-Tabletlcn

Schachtel 1 Mark kosten. Nieder- u. Löwen-Drogerie. fss/«

die Warthe vor.

11. Februar: Das französische Hauptquartier unter dem Bizekönig von Italien verläßt Posen.

12. Februar: Im Auftrage des Königsberger Land­tags begibt sich Gras Dohna nach Breslau zum König.

13. Februar: Das französische siebente Korps (10 000 Mann) unter General Reynier wird von den Russen bei Kal i s ch geschlagen. Oberst v. Knesebeck begibt sich als preußischer ' russische Hauptquartier.

Eröffnung der Sitzungen der gesetzgebenden Baris in Anwesenheit des Kaisers Napoleon, die nötigen Mittel für den weiteren Feldzug

4. bis 5. Februar 4-

b. . - -st

getrieben. . t .,

2. Februar: Das französische Hauptquartier nnrb irt Köpenick bei Berlin aufgeschlagen. Die Generale Wittgenstein, York und Bülow beschließen, gegen die Oder vorzugehen.

25. Februar: Der König von Sachsen setzt eine Jmmebiat- Kommission zu Dresden ein und begibt sich nach Plauen, später nach Regensburg. Die sächsischen Festtlngen werden vor­läufig neutral erklärt.

26. Februar: Oberst v. Gneisenau trifft in Kolberg em.

27. Februar: Zwischen Preußen und Rußland wird ein Allianz-Vertrag zu Kalisch geschlossen.

28. Februar: Ein Befehl des Königs von Bayern ordnet die Mobilmachung der Nationalgarde an.

Vereinsnachrichten.

= Großen-Buseck, 5. Febr. Der Gesangverein Eintracht veranstaltete am Dienstag bei Gastwirt Wagner einen sehr gut arrangierten Familienabend. Der gut geschulte Verein unter der Leitung des Dirigenten Konrad Nikolai erntete Ivohkverdienten Beifall. Auch mehrere Doppelquartette kamen schr schön zum Vortrag. Für weitere Unterhaltung sorgte Zahn­techniker Hochstätter.

= Daubringen, 5. Febr. Der Burschenklub Fi­delio hielt einen Maskenball im Schäferschen Saale ab. 6s waren etiva 75 Masken anwesend, von. denen die.zwölf humor­vollsten Preise bekamen.

-r.- Lanoach, 4. Febr. Der hiesige Verkehrs- und Berschö ne run.g s verein hielt seine Hauptversammlung im HotelSchützenhof" unter dem Vorsitz des Reallehrers Gerhard ab. Nachdem letzterer den Reckensä>aftsbericht für 1912 vor- getragen, sand der Voranschlag für das laufende Jahr einsttmmrg Annahme Der Vorsitzende regt die Gründung eines Heimat- museums für Lanbach an. Das Vorhaben wurde gutgeheißen rmd Reallehrer Gerhard mit den Vorbereitungen betraut. Ebersto gab die BersMnmlung dem Vorschlag, zur Herstellung einer Rodelbahn einen Beitrag zu leisten, ihre Zusttminung. Der Äorstand wurde durch Zuruf wiedergewählt.

Schafe 17, Schweine 305. Geschäft mitteL

Orblen.

Poklstekschfqe. rmSqemästete, höchsten Schlacht- wertes im Alter von 47 Jahren ....

Tie noch nicht gezogen haben (unqejocht) . .

^unoe, steischige. nicht auSgemäslete und ältere

Lusgemästete Bull en.

PolMeifchige, ausgew^ höchsten Schlachtw. . .

PoUfleischige, jüngere. ........

Väti en. SlüfjJ.

Vollfletfchige auSgemästete Färsen höchsten

Schlacht, verles ...

9 ollfietidnge auSgemästete Kühe höchsten

Schlachtwertes bis m l Jahren ...

Wenig gut entwickelte Färien "21 eitere ousgemäslele Kühe und wenig gut ent- wickeUe stmgere Kühe .

Müßig genährte Ki'che und Färsen ftäl bei

feinste Mastkälvee ........

PiüUere 'Mail- und beste Saugkälber . . . .

Geringere Plast- und gute Saugkälber .

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Lrag err vvn Masken nach 6 Uhr abends ver- Liele^t und auch zugleich den Schluß der öffentlichci Lokale um 1 Uhr nachts Vorsicht, hat einem Teile de Marburger Studentenschaft nicht behalt. Im Anschluß ai fcad lustige Faschingstreiben gings gestern in den Abend­kunden in den verschiedenen von Studenten frequentiertet Lokalen recht lebhaft her. Nichtsdestoweniger ließ sich bei Schluß der feuchtfröhlichen Sitzungen bis auf eine Aus nähme überall durchführen. Es war dies das Studenten restaurant Kratz am Marktplätze, in dem trotz aller güt iichen Vorstellungen der Polizeibeamten weiter gezecht uni gelärmt wurde. Als die Gäste schließlich notiert wurde, und das Lokal mit Gewalt geräumt worden wär, sammelten stch auf dem Marktplätze mehrere hundert Personen meistens Studenten, die wie auf Kommando aus allen Hassen zuströmten. Nun begann ein wildes Toben und Nrilllen. Es wurden Lieder gesungen, Reden gehalten und ften hier und da einschreitenden Polizeibeamten manchma: Etlicher Widerstand geleistet. Als fast sämtliche Marburger Schutzleute zur Stelle tvaren, sollte der Marktplatz mit Ge­walt 'geräumt werden. Aber das erwies sich als unmöglich und aus der aufgeregten Menge wurde sogar geschossen. Hmzelne Verhaftete: die in die Wache gebracht werden sollten, wurden tmeder befreit. Die Polizeibeamten, die sich ins Wachtlokal begaben, wurden bis dahin verfolgt. Mau holte vom Rathausänbäu dicke Steine herbei und zertrümmerte damit die beiden Fenster des im Erdgeschoß res Rathauses befindlichen Wachtlokals. Gegen V->5 Uhr srüh erst hatte die Demonstration ihr Ende erreicht. Im Anschluß an eine Ansprache eines Beteiligten zogen die Gtudertten in geschlossenem Zuge, selbstredend unter ohren betäubendem Lärm durch die Stadt und zerstreuten sich Sann. ,Wie sich heute herausstellte, sind auch im sog. Kllian, in dem die Polizei ihre Amtsräume hat, Fenster eingeworfen und an anderen Stellen Kanaldeckel entfernt worden. Wie man hört, sind die Namen einer Anzahl ,r her nächtlichen Ruhestörer der Polizei schon bekannt.

0 Rodheim a. d. Bieber, 5. Febr. Heute nach- tzMag wurde unter reger Beteiligung dec Veteran L. N e e b begraben. Mit ihm ist wieder einer der Kriegsteilnehmer von 1866 dahingeschieden, deren Zahl sich immer mehr lichtet. Auf besonderen Wunsch stellte wiederum das Gießener Re­giment bie Trauermusik.

rbc mich nr ln sofort alu. »er gefälschte

gewicht Mk.

Gießener Strafkammer.

Gießen, 5. Feür.

Fleischdiebstähle int städtischen Schlachthaus.

Der Metzgergeselle M. Sch. von Neustadt hatte sich wegen ^leischdiebstahls in 4 Fällen, die sich im August und September t. I. im Vorkühlraum des hiesigen Sclstadsthauses zutrugen, zu neranttoorten. Das Schöffengericht Gießen batte ihn mangels «ons reichend en Beweises freigesprochen. Tie Straskamm er erachtete Hbn indessen auf Grund erneuter Verhandlung für überführt unb »erurlcilte ilpi zu einer Gesamtgefängnisstrase von zwei Wochen.

Unbegründete Berufung.

Ter Spinnereibesitzer H. B. von Lauter war von dem Schöffengericht wegen Sachbeschädigung zu 15 Mark Geldstrafe Verurteilt worden, weil er aus dem Heunweg von einem Feste %ei einem Wottwechsel mit dem Betriebsleiter H, G. beiten Schirm zweimal jerbrodien hatte. Der Angeklagte will nicht voHtzlich gehandelt haben. Dem stanb ;edoch bie bestimmte Aussage des G. .entgegen, so daß bie Strafkammer die Berufung zurucklmes.

Schwerer Rückfallsdiebstahl.

Der Arbeiter I. T. von Tschermin in Schlesien der im November v. I. auf der Grube Ober-Rosbach be.chchtigt war, hat -in der Nackst vpni 1. auf ben 2. Dezember seme Mitarbeiter be- ilohlen, zum Teil daburch, baß er bie verschlossenen Spmbe auf-- 2rach. Ta er wiederholt vorbesttaft M, erkannte das Gericht ^uf eine Zuchthausstrafe von 2 Jahren, 5 Monaten und 1 Woche, nmb 9ttrertennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf bte Tauer von Jahren. Ein Monat unb eine Woche ber Strafe wurde durch Sie Untersuckpinashaft für verbüßt erklärt.

Bon ber Anklage des Betruges zsreigesprochen würben der Gutspächter H. Sch. von Wifselsheirn ainb feine Ehefrau. Die Angellagten hätten, um sich weiteren Kredit zu verschaffen, ihr gesamtes Wirtschastsinven ar mehrfach ^n verschiedene Gläubiger übereignet. Ns water Gläubiger ilwe ^Rechte an dem Inventar, bas un Bentz der Angeklagten geblieben jirar, geltenb machen wollten, stellte pch heraus, baß die An- .genaaten bei Abschluß ber Sicherngsverttage venchwregen hatten -Laß sie das Inventar bereits anderweitig übereignet l^tteii X,a indessen eine Vermögensschädigung der Gläubiger Nicht eingetreten Dar, gelangte bas Gericht zu einem Freispruch.

Gefälschte Geldstücke.

2 Einmarkstücke unb 1 Zweimarkstück, von denen, das eine in Hungen, die beiden anderen in Friedberg rn Zahlung gegeben roorben waren, wurden als gefälscht eingezogeir.

vermischtes.

* 652 Gewehrschüsse in der Minute. Aus New York wird berichtet: In der amerikanischen Armee wird gegenwärtig ein neues automatisches Schnellfeuergewehr er­probt, eine Ersiirdung Colls, die einen Rekord darstellt. Bei den Versuchen zeigte sich, daß ein Schütze mit diesem Ge­wehr imstande ist, in einer Minute 652 Schüsse abzugeben; Rekruten, die mit der Harrdhabung der Waffe nicht vertraut waren, erreichten in der Minute 500 Schüsse. Das Gewehr jt nur wenig schwerer als das gewöhnliche Armeegewehr und wird beim Schießen auf ein kleines Dreigestell auf­gelegt. Wenige Soldaten sollen aus reichen, um mit dieser Waffe die Feuerwirkung einer ganzen Kompagnie zu er­reichen. Die Armeeverwaltung hat probeweise 500 dieser Gewehre bestellt.

* Ein Jug end fest in Paris. Aus Paris wird be­richtet: Auf Anregung des Pariser ©tabtrateS ßajarrige hat sich in diesen Tagen ein Komitee gebildet, das sich das Ziel gesteckt hat, fortan regelmäßig im Frühjahr zu Ehren unb zu Freüben bei- Jugenb ein großes Kinderfest zu feiern. Dieses Fest, ober besser, biesc ganze Reihe von Festtagen, sollen jeweils bte Zeit vom 9. bis zum 13. Mai umfassen unb in großzügiger Organi­sation eine Kette von MasscnunterHaltungen, Schaustelllingen unb Festzügen bringen. Das Programm umfaßt große Kinderspiele in den Tuileriengärten, einen großen Kmberjahrmarkt, Fackelzuge, Konzette, Bälle unb Kinberaufführungen in Pariser Theatern, insbesondere im CHLtelet. Tie Hauptseier aber soll em großer Umzug ber Kinber bilden, bei bem die Jugenb nach Nationalitäten georbnet burch die Hauptstraßen von Paris ziehen soll, begleitet von Festwagen. Zwischen ben Wagen sollen weißgekleibete kleine Mädchen Körbe mit frischen Frühlingsblumen, Veilchen, Rosen unb Gänseblümchen tragen unb den buffenden Inhalt bie)cr Korbe im Tahinschreiten dem Publikum zuwerfen: als cm Symbol und einen Gruß des ,Lebenssrühlings". Zu den Feiern «ollen regel­mäßig Worbnungen ber Schulen aus den französischen Pcovmz- ftähten unb aus den Hauptstädten der befreundeten Nationen zu Gast geladen werden.

Lin Eisenbahnunglück bei der Rückreise der Prinzen Eitel Friedrich.

Media sch (Siebenbürgen), 5. Febr. Der Schnell­ing, mit welchem Prinz Eitel Friedrich ans Ru­mänien nach Berlin zurückkehrte, stieß gestern nachmittag mit einem Lastzug zusammen. Der Heizer unb ein Passagier sind tot, mehrere Passa­giere verletzt. Mehrere Waggons des Schnellzuges lind stark beschädigt. Der Salonwagen des Prin­zen Eitel Friedrich i st u n v e r s e h r t. Der Prinz and das Gefolge nahmen rüstig an der Hilfe- lei st nng für die Verwundeten teil. Die Fahrt vurde durch Ankoppeln des Salonwagens des Prinzen an einen anderen Zug fortgesetzt. Die übrigen Passagiere find gleichfalls irr einen anderen Zug umgestiegen.

Gingesauvt.

(Für Form und Inhalt aller unter bteicr Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion bem Puvlikinn gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gießen. Bei dem Karneval ereignete sich ein sehr bedauerlicher Vorfall. Es war kurz vordem ber Zug der Karneval- gesellschaft zum zweiten Male bot Seltersweg passierte, als ich am Eingang der Blockstraße ftanb, um bie Wagen sehen zu können. Ta bemerttc ich mehrere lstlbsche Masken unb, ba der Zug noch außer Sicht war, sah ich ihrem Treiben einige Minuten zu. tönet von ihnen, in der Maste eines Bauersmannes, hatte un Vorüber- geben einem längeren Herrn mit der Papppritsche leichl aut ben Rücken geschlagen unb sich bann mit einer humorvollen, täppischen Vetzbeugnng entfernt, als ber bewußte Herr sich nach ihm um wandte unb ihm mit einem ziemlich starken Stocke mehrere Hiebe über den Kops versetzte, baß ihm bas Blut inner der Maske hervor - drang unb über das Gesicht lief. Wie ich später noch von einem Begleiter des grundlos Mißhandel teil, den ich auf ber Straße auhielt, erfuhr, mußte sich bet junge Mensch auf einer Hilfsstelle )cr Samtätskolonne verbinben lassen. Bon einem Arzte würbe festgestellt, bas; der Hieb Haut unb Fleisch an ber Stirne gespalten batte unb bis aus den Knochen burd>gebrungcn war. Ich bin 'elbst ganz unparteiisch an bet Sache, aber ich sah alles von Anfang an genau mit an, unb bin ber Meinung, baß gegen em berartigey rohes Benehmen nicht nur bie Eltern bes Verletzten,

Pollstelschlge Schweine von 80100 Lebend­gewicht 62V,»63

LoUfteifchige Schweine unter 80Lebendgewicht 60'/,-61 BoUfteifchige Schweine von 100120 kg Ledenb- gewicht . ............63-6 t'/,

VoUffeifchige Schweine von 120150 kg Lebend- gewlchl..............60V,-00 »uw

Limburg a. d. Lahn, 5. Febr. Frucht markt. Turch- schnittspreis vro Malter. Nölet Weizen (nafjautfeher) 17,00 Mk., weißer Weizen (angebaute Fremdsorten) 16,50 lut, Korn 13,00 Mk., Gerste: fmttergerfte 11,00 Dtk., Braugerste 12,65 Mk., Hafer 8,009,00 Ast., Erbsen 0,00 Atk^ Kartoffeln 4,00 bis 5,00 M.

Einer amtlichen Veröffentlichung ber Un­iarischen Staatsbahn zufolge ereignete sich ber Un- all bes Schnellzuges, in bem sich Prinz GiteP Friebrich bc< anb, baburch, baß der Eilgüterzug, dem ein Licht an der )okomottve ansgegangen war, auf -o f fe ne r St r ecke an» 1 ehalten hatte. Der Schnellzug, in dem Prinz situ Friebrich fuhr, geriet in biesen Lastzug hin- in. Ter Zusammenstoß brachte bie zwei letzten sisternenwagen bes Güterzuges, welche Pe- . r oleum enthielt en, zur Explosion. Die Passa­giere bes Eilzuges sprangen in ihrem Schrecken aus ben Laggons. Einer zog sich tödliche Branbwunden zu, bic jeiben anberen erlitten leichte Verletzungen. Sonst würbe unter ben Reisenden niemand verletzt. Ein Bremser bes Äüterzuges ist gestorben. Der Führer, ber .Heizer unb der auf ber Maschine befistdliche Lokomotivkontrolleur bes Eilzuges erlitten schwere Branbwunben. Prinz Eitel Fried­rich unb bas Gefolge blieben vollständig unversehrt und fetzten bie Fahrt von Mebiasch mit bem Eilzuge 604 fort.

Prinz Eitel Friebrich ist nachmittags 5 Uhr 5 Minuten mit einer Verspätung von 3i/2 Stunben in Ofenpest ein­getroffen unb am Bahnhof von bem Präsidenten ber Staats- oahn, Marx, bem Betriobsbirektor unb Vertreter bes Han­delsministeriums empfangen worben.

16. Fdbruar. . gehen mit ihren Truppen über bie Ober.

17. Februar: Die Korps Wittgenstein unb York über­schreiten bie Weichsel und Nogat.

18. Februar: Der König von Preußen erteilt die Er­laubnis zur Bildung bes Lützowscheu Freikorps.

20. Februar: Die Kosaken unter General Tettenborn Dringen in Berlin ein, werben aber bereits am folgcnbcn Tage Mtück-

___1(1) - ~

Summa: 7(3) 6 (2) 1 (1)

Anm.: Die in Klammem gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Tobesfälle in bet betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

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Airchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgemeinde.

Gottesdienst in der Synagoge (Süb-Anlage), Samstag, den 8. Februar 1918;

Vorabend: 5.15 Uhr.

Morgen?: 9.00 Uhr. Predigt.

Nachmittags: 3.30 Uhr.

Sabbatausgang: 6.20 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschast.

Gotterdienft.

Sabbatfeier am 8. Februar 1913:

Freitaq abend 5.05 Uhr.

Samstag vormittag 8.30 Uhr. Predigt.

Samstag nachmittag 3.30 Uhr,

Sabbat-^luSgang 6.20 Uhr.

Wochengottesdienst: Morgens 7.00, abends 7.00. wöchentl. liederlich« der Todesfälle i^StädtSIetzen. 5. Woche. Vom 26. Januar bis 1. Februar 1913.

Cinwohnerzaql: angenommen zu 32 400 (hirt. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 11,23 elw

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