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am Südrande der Wilder zwischen Bronschhöfen und Roß- rüti durch Erdarbeiten für die Infanterie und Artillerie verstärk!. Auch die Südwestecke des Niselbergwaldes ist in die Bcrreidigungslinic einbczogcn worden. Von hier aus kann der Gegner bei einem Angriff von Wil auf die Stellung Bronschhofm-Roßruii unter Flankenfeuer genommen werden. Die •Stellung ist von der 17. Brigade besetzt. Tie 16. Brigade ist als Divisionsreserve rechts bei Bett-
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in ihren Buchern vor dem Bühneneingang weiter studieren.
Ganz besondere Aufmerksamkeit wird Tr. Eger der Regie zuwenden. Er hält es mit der sogenannten stil- buhne, eine Errungenschaft der neueren Bühnentechmk. Etwa 30 000 Mk. soll die Anschaffung neuer Dekorationsstücke gekostet haben.
Alles in allem: Tie Darmstädter Hofbühne tritt in die neue Zeit ein. Viele Hoffnungen und Erwartungen soll der neue Tirektor erfüllen — manchen wird er ent- tauschen. Aber wer enttäuscht nicht? —
Man lommt zu schaun, man will am liebsten sehn.
Wird vieles vor den Augen abgesponnen, so daß die Menge staunend gafsen kann, Ta habt ihr in der Breite gleich gewonnen, Ihr seid ein vielgeliebter Mann.
— Dieder ein Bilderdiebstahl in Paris. Erst heute am 4. september wird bekannt gegeben, daß am 2 August Dieses Jahres aus dem E l u n y - M u f e u tn ein italienisches iuniaturbilD gestohlen worden sei, das die Anruwng aller Hei- hgen Darnelli. Tiefes Bild, dessen Wert als unschätzbar bezeichnet wird, stammt aus Dem 16. Jahrhundert und gehört zu der Sammlung, Die Baron Rothschild un Jahre 1902 Dem Cluny-Museum vermacht hatte. 2er Polizei ist es bisher nicht gelungen, auch nur Den geringsten Anhalt zu iinDen. — Nach Slattermeloungen wurde in Aegvoten ein Belgier namens Gery Pierct verhaftet. Der im September v. Is zwei venezianische Statuetten aus dem Louvre-Museum gestohlen hatte. Tte Pariser Staatsanwaltschaft itiid Die unverzügliche Auslieferung Gery-Pierets verlangen. Der auch in Dem Verdacht steht, bei Dem Diebstahl der „Graconda' feine HanD im spiele gehabt zu haben.
— Lurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. ^l^VotleiioungdesGrimmfchenTeutschen Wörterbuches lieht in abfehbarer Zeu zu erwarten. Tie Arbeiten der r*l narb euer haben un letzten Jahre g roste Fortschritte gemacht, es arbeiten 17 Gelrhrte an Dem Werke, voraussichtlich üurtte in Drei Jahren tzaZ Serk vollendet
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Saifonbeginn im Darniftäötcr tzostheater.
bs. Dar m stadt, 4. Sept.
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.inisch.r, Erhöht.
Der Kaifer im Zchweizer Manöver.
Zürich, 5. Sept. Ter >t c i i e r fuhr heute- früh um 4.30 Uhr im Sonderzuge iwl) Wil ins Manövergelände. Das Wetter ist unfreundlich. Es regnete die ganze Nacht.
Wil, 5. Sept. Der Kaiser traf um 5 Vs Uhr hier ein und fuhr, von einem zahlreichen Publikum mit Hochrufen begrübt, im Automobil nach dem Cclberg. Der Regen dauert an. Tie rote Division chat ihre Stellungen
Nedcnordnung, die in der Praxis zu einer lieberorbnung werden durfte. Parteivorftand und Pürteiaussdiuß sollen gemeinsam über „wichtige, die Gesamtpartei berübrenbe polnische Fragen", über Die Festsetzung ber Dagesordnung ng der Berichterstatter, über größere finanzielle Aufwendungen und dergleichen entscheiden Es liegt in der Natur der Suche, dast in diesem Falle die Macht vom Parteivorstand in dre Hände des ParteiauSschusseS übergehen wurde, weil dieser eben den größeren Rückhalt an den Organi- ationcit im Lande bat, und iozialdemokratisckse Blatter aben diesen „Wohlfahrtsausschuß" nid« mit Unrecht als roten Bundesrat bezeichnet. Uebrigens herrscht innerhalb der Partei in Bezug auf diese Frage noch eine heillose Verwirrung, und sowohl bei den Radikalen wie bei ben Revisionisten finden sich Freunde und Gegner des Partei- ansschufseS. Tast die Stimmung aber hierbei überroicgenb gegen die Parteileitung geht, erhellt schon aus dem Antrag betreffend Aenderung des Erganisanonsstatutes, demzu- folge von den 110 Reichstagsabgeordneten in Zukunft nur nod) ein Tritte! Sitz und Stimme aus den Parteitagen haben soll. Man ersieht daraus, daß das Bestreben in der Partei ganz allgemein dahin geht, den Massen mehr Einfluß auf die Leitung zu verschaffen, die Führer zu Geführten zu machen.
Neben diesem Kampf um die Macht und gegen die Parteileitung dürften die Hinauswürfe die Hauptrolle auf dem Parteitage spielen 233 Mitglieder sind zum „stiegen" angemcldet, und wenn auch bei einem großen Prozentsatz wie alljährlich Gnade für Recht ergehen dürfte, so gelten doch die meisten als überreif. Ta ist der Revisionist H11 d c- brand, der von der Partei verlangt hat, daß sie Kolonialpolitik treibe, da sind Die Gvppinger, die gegen den Willen des Parteivorstandes ein eigenes Blatt begründet haben, und da ist vor allem der Reichstagsabgeordnete Lands berg, der während des Kaiserhochs stehen geblieben ist und der als Vernunftmonardstst denmizieri wird.
Man sieht, es wird in Ehemnitz viel schmutzige Wäsche zu waschen geben, und der Parteitag dürfte fid) ebensowenig wie der letzte auf sächsischem Boden, in Dresden, abgehaltene als ein Jungbrunnen erweisen.
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und auch die Künstler volles Vertrauen zu ihrem Führer. Es ist aber der Lptimismus eine Eigenschaft der Künstlernatur (denn Optimismus ist nun einmal nötig), und die Arbeitsfreudigkeit der Tarmstädter Künstler laßt darauf schließen, daß sie die frohe Zuversicht ihres neuen Direktors teilen. Daß zurzeit ernst an unserem Hoftheater gearbeitet wird, merkt der Vorübergehende. Des Morgens und des Nachmittags hört er fingen und musizieren. Tritt einmal eine Pavse ein, so sieht man eifrige Emen
Heute nadrt standen kleinere Aufklärungsabteilungen um Wil im Gefecht Die roten Bataillone 81 unD 82, die bei Wil genädnigt hatten, haben sich vor Tagesanbruch auf den Celbcrg zurückgezogen Die Stellung auf dem Cclberge bietet Dem Verteidiger große Vorteile, mal bas Vorgcläiide ziemlick, steile Hange aufweist. Ein Angriff Hane nur dann Aussicht auf urfolg, wenn stark überlegene «raste verfügbar wären. Die rote Artillerie eröffnete um j*_. Uhr das Feuer auf die blaue Artillerie westlich von Wil. Nach 7 Uhr entspann fid) ein lebhafteres Gefecht
Tic blaue Division, die heute morgen in der Richtung aus den Cclberg zum Angriff überging, überschritt um 6 Uhr mit der Infanteriespitze die Vorpostenlinie Ricken- bad -sirnad) Um 7 Uhr haue die blaue Infanterie Wil in Besitz und ging in Schützenlinien gegen die roten Stellungen vor Um 8 Uhr ennpidelte sich ein lebhaftes I n f a n t c r i c ge f ech t nördlich von Wit. Tas Bataillon Nr. 73 geriet in Marschkolonne in ein hes- ngc-3 blaues Artillcrieseuer und wurde außer Gefecht gesetzt. Um 9 Uhr war die blaue Infanterie auf der ganzen ttnie Wald-Münchwilen enuoidelt. Von rot stand das Infanteric-Regtme.it Nr 33 auf dem CeLberg, das In- fanicrie-tRegiinent ")tr. 34 auf dem Mefelberg. Die roten Truppen bermodjien auf dem linken Flügel der Division ihre Stellungen zu behaupten Um 9 Uhr 10 Min. wurde das Gefecht abgebrochen. Ter Kaiser sah den Ma- növern vom Leibe rg auS zu. Nack) dem Abbnid) des Gefechts wurden die fremden Offiziere dem Bundes- präfibenten und dem Kaiser vorgestellt.
Zürich, ö. Sept. Die M a n ö v e r sind beendet. Ter Malier ist nach Zürich zurückgefahren. Tie vorgesehene Manöverkritik ivurde vom ^berstlorpslommandanten W i 11 c in letzter Stunde abgesagt. Morgen vormittag finbet bei Aadori der Schlußvorbeimarsch statt. Das Wetter ist andauernd unfreundlich. »
Um 12 Uhr mittags traf der Sonbcrzug mit dem Kaiser auf dem Hauptbahnhof ein. Der Monard) begab fid) direkt in die Billa Rietberg, der Bundespräsident For- rcr und die Bundesräte fuhren ins Hotel Baur du Lac.
Der Kaiser empfing heute nachmittag in der Villa Rietberg die Besitzerin der Villa, Frau Rieter-Bod- m e r mit ihren Töchtern uni) machte den Tarnen sein Bild in Rahmen zum Geschenk. Ilm 6 Uhr empfing bann der Kaiser auf der Parkterrasse der Billa den reichsdeut- chen Ausschuß, nämlich 29 Herren, Vertreter 12 deut- chcr Vereine. Später unternahm der Kaiser eine Spazierfahrt im Park der Villa. Nach der Abendtafel, die um 8 Uhr begann, trug der deutsche Mannergesangverein, Zürich, unter Leitung des Dirigenten P fir st i n g e r Lic- der vor.
Eine Nnterhallllng des Kaisers mit dem französischen General Pau.
Paris, 6. Sept. An der Frühstückstafel in Wil unterhielt sich Kaiser Wilhelm mit dem französischen Mari n e g a st General Pau sehr freundschaftlich. Nach dem „Tcmps" ersuchte der Kaiser den General um lieber- miiteluiig seiner Grüße an den Präsidenten Fallier es. Tie Unterredung erfolgte, als der zwisd)en dem Kaiser und dem General sitzende Präsident Forrer, um die Konversation zu erleichtern, ausgestanden war. Schon vorher hatte der Kaiser einige Worte mit General Pau
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Ter Spielplan des neuen Direktors, den wir vor einiger Zeit bereits veröffentlichten, ist sehr geschickt zusammen- gcftcllt. Greifen wir einiges aus pent Gebiete oer<C p e r heraus: „Ariadne auf Naxos" von Richard Strauß; „Pe- leas von Meliiande" von Debussy; „Manon" von Massenet. Tann Neueinstudierungen von Mozarts „Entführung" und Wagners „Mcistersinger" uno „Tristan und Isolde". Selbst verständlich muß auch für leichtere «ost gesorgt fein: „Eva" von i'cfrar und „Der licoe Augustin" von Leo Fall. Zu diesen sogenannten modernen „Schlagern" gesellen sich alte Freunde von Lffendach uno Johann Strauß
Leit reichhaltiger natürlich kann Da» Schauspiel ausgestaltet fein. Wir haben bereits mugeieilt, dast auch ber Revolutionär Frank Wedetino vertreten fern wiro. ferner wird der Engländer Shaw mit feinem „Schlachteu- lenfer" und seinen „Heiden" zu Worte kommen. Dazu gesellt sich die lange Reche der klassischen Stucke, Die zum -itu feit Jahren in Darmstadt nicht aufgefuhrt rouroen Von modernen Lustspielen hat sich Tr. i>ger Die erfolg« reichsten iür seine ^uhne vorgeschrieben: .Lciogaroin , „Tie funs Frantsurtcr', „Mein Freund .Teddy" u. a.; ick) io ul Gejagtes nicht wiederholen.
It 30er Jahre steht, hat die Tarmstädter Bühne ein Kraft rönnen, die bereits außerhalb der hesfischen Lande Pro- -,i außerordentlichen Könnens abgelegt hat. Wir haben mir Beraiilassung, Vorschußlorbeeren auszuteilen, aber Eger ist brr geborene Theaterfachmann, der bereite
U siubcnt durck) neuartige Inszrnierung'n die Ausmerk- hi:Hleit ber Fachleute aus sich gelenkt hat. Das Sarm- Udttr Publikum darf betu neuen Tircttor Vertrauen ent- «tenbringeu. Freiiick) gibt es immer Seelen, denen ein sicher Luftzug nicht behaglich dünkt, die allem RAtcn »garauisch, wenn nid)t gar feindlich gegenüberstehen. Auch t:. Eger wird Widerstande zu brechen haben, die nicht timcr sachlich begründet und oft nur harten Köpfen eiu» knaiigen sind, seine Energie aber wird diese Kteinltch- k'een besiegen Helsen. .
Tie Presse weiß fast tagtäglich über diese unb jene S.ii.:runq am Theater zu berichten. Bald sind es kleine iuiäche "Veränderungen, die im Zuschauerraum im >5niet» kjfr des Publikums vorgenonimcn rotrDen, bald sargt der imtltor für desjere Baynverbindungen über die von au»
Der neuen Spielzeit unferer Hof bühne, die am sonn fc, den 8. bv. Mts. mit Glucks Oper „Iphigenie 'in Aulis" hrinnt, wirb diesmal ein ganz besonderes Interesse ent- oq en gebracht. Siebzehn lange Jahre hat der vorige Tire!-
Werner die Tirettion geführt, und gerade in dieser i haben sich in der deutschen Theaterwelt bedeutende 2. r.Hungen vollzogen, die im Hofthcater nicht immer bie ßt ucksichtigung sanden, die ihnen unbedingt zukam. Nie- Winb wird dem ausgeschiedenen Tärektor daraus einen ile.murf machen können Er hat feiner Zeit nach besten [itijien gedient, unb bas Tarmstädter Hoftheater ist ihm Vt. Tank schuldig. Direktor Werner hatte es vor allem Mstanden, junge bedeutende Kräfte seinem Theater zu It)innen. Dieser feine sinn für hervorragende Talente '6 ihm dis in die allerletzte Zeit seiner Lätigseit treu r4lieben. Er war ein Mann der alten Schule, auf die Lvade die neue Generation nicht verächtlich herabblicken iWtc, da sie dock) noch manches von ihr lernen kann. Die ; . Werner wird in ber Geschichte der kjcssischen Hofbuhne |liaier einen ehrenvollen Platz beanspruchen können.
L Jetzt stehen wir am Eingang einer neuen Zeit für das Mrmstadier Theater.
_ X u dem neuen Direktor Dr. Eger, der erst irn Anfang ....... '
Die rote Parade.
Denn man den Verlauf der mannigfachen Vorspiele zur khemnitzer „roten Woche", nämlich die allerorten ^echaltenen sozialdemokiatifchen Parleiveqammlungen, zu "imen noch die geheimen Kvnveiitikel der Radikalen wie Ut Revisionisten kommen, betrachtet, so wird man nidu t® Zweifel darüber fein können, daß ber biesmalige sozial *k:nolralifd)e Parteitag sickj wieder zu einem redjt bewegten stürmischen gestalten wirk
tzorslaiid allen Anlaß, auf der Hauptversammlung ben Pur tnaüioimrcn gegenüber tnumjHjiercnbe Töne anzuschlage i, fctmi bie politische Tivibende mad)l sich wenigstens nach sllscn hin reckst stattlich. Bier Millionen Stimmzettel uno UV Retchstagsmandate, bas ist em glänzenbes Ergebnis, Venit es aud) nicht billig war. Lino doch im ocrfloffeneu -rrichtsjahre (1. Juli 1311 bis 30. Juni 1912) für Wahl tauation 910 977.82 Mark ausgegeben woroen gegen Mö 501.60 Mk. im Jahre 1907 und 292 358.05 Mk. im Jahre 1--I. Diese recht teuren Wahlen machen sich denn auch m Parteisackei deutlich fühlbar, und so wird sich die Ehem live; Tagung mit ber Forderung einer sehr wesentlichen Erhöhung der P a r t e t st eu e r n beschäftigen Es ist idttgens taum em Zweifel daran, daß diese Erhöhung bewilligt werden wird, eine Tpserfreudigkeit, an dec fid) die fknl-änger der bürgerlichen Parteien ein Beispiel nehmen k-milcn!
Allein trotz der äußeren Erfolge wollen in ber Vier- »illiotienpartei die Tinge nicht so recht klappen wie sie feilen. Es brodelt und gärt, und die inneren Gegensätze ytnfdicn den Unentwegten und den R e v i s i o n i st e n (abeii sick) derart zugespitzt, daß beide Gruppen bereits ji l o n D e r t e Tagungen abgehalten haben, um jede für sich eine geschlossene Taktik auf dem Parteitage zu Kleinbären. Tie Radikalen haben in Eifenacks unter Lede- tour unb die Revisionisten in Konstanz unter Frank ihre
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Jonventikel abgehakten, woraus das Tortmunder sozial tonwliakische Crgan die Schlußfolgerung zog, „daß in Wirklich .Vit schon zwei fozialoemokransche Fraktionen bestehen, «niffermaßen nur in einem Zweckvcrband, der großen Hrcltion, verbunden". Welche Besorgnisse diese Taktik, die nutet Umstanden nicht getrennt marschieren und vereint ic-Uticn, sondern vielmehr getrennt marschieren und vereint ä ijetitajiber schlagen bedeuten könnte, innerhalb der Par 1ti erweckt hat, geht daraus hervor, daß dem Parteitage p!weiche Entschließungen vorkiegen, welche ein Verbot der tf.izer Sonderzusammenkünfte verlangen.
Die ganz ungewöhnlich große Zahl der zum Parteitag dtmegangenen Anträge — es sind nahezu 150 — sind ein ikinnzeichen der außerordentlich starken Spannung, die unter Ui Genossen herrscht, und die fid) in Chemnitz aller Vor- U-ficht nach mit explosiver Kraft entladen wird. Ein HffaUcnb großer Teil dieser Anträge beschäftigt sich nut h „A ktivierung" des P a r t e i v o r st a n d e s , dem 4i, ttad) dem Inhalt der Anträge und deut Verlauf der xuijtcn Parteiverjammlttngen zu fd)lieben, diesmal an den lujcn gehen soll Unterbreitet doch der von dem letzten jiiu-itage zwecks besagter Altivierung eingesetzte Ausschuß tun Ehcmnitzer Parteitag den Virrschlag, dem Parteivorstand, — — - ...
crcn aus 32 Vertretern der Lanbesorganifationen zu btl-hmefen ausgestellt, x i c blaue fünfte xioij.ioii fajob Ifliben Parteiaussck) uß an die Seite zu stellen, eine [freute früh die 14. Brigade aus bie Ltute Wil-strnach vor.
ic. 2|0 Erstes Blatt 162. Jahrgang Zreitag, 6. September 1912
i «iehener Anzeiger ÄX a. —
- leint täglich, außer JMflv XtK F.'J \r •• ?natli*75ULoiertel«
s Gießener Anzeiger
>Lri sprech-Anjchlusse: U ■ M veramworrlich b.r den
Lt Die Uiebafuon 112, W polinschen Teil: August
General-Anzeiger für Gderheffen
15"e6i"ei^nümm« liokation5-ruck unb Verlag der vrühl'schen Univ.'vuch. und $teinörndcrd R. Lange. Redaktion. Lrpedltion und vruckerek: zchulstraße 7. Mr k'?n
vt vormittags 9 Uhr. vüdmgen: Fernsprecher Tlx. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße iba. Auzeigenleli: H. - cct
wärtiaen Besuchern oft Silagen gefrört wurden. Weiter s Wer einen solchen vielseitigen Spielplan inuefralten ift er bestrebt den Kartenverkauf besser als bisher zu s will, muß volles Vertrauen zu seinen Künstlern haben regeln. Diese und manche andere scheinbar geringfügige'—^ K;~ ».
Aenderutig roerben während des Winters den Besuchern erst fühlbar werden. Eine sehr vorteilhafte Neuerung besteht in der Einführung von Programm- büchern, die neben biographischen Taten über bie ausgeführten Autoren auch intcrefiante Mitteilungen aus der Theaterwelt überhauvt bringen iveroen. derartige Programmbücher sind bereits seit Jahren an den Berliner Schillertheatern im Gebrauch und haben sich ausgezeichnet bewährt. Bis jetzt hatte eine Tarmstaoter Druckerei vor bent Teater Gratiszcttel verteilt, die auch eine „Ein- sührung" in das lewetls gespielte Stück brachten. Ich habe nie erfahren rönnen, wer der Verfasser dieser „Einführungen" war, habe mich aber immer köstlich unterhalten, wenn ich bei „Siegfried" las: „Wotan hat eine Unterredung mit Erda"; der gute Wilke allein tut es frier nicht. Was macht es, wenn sich durch gute Programm- bucher der Eintrittspreis auf den teuren Plätzen um 10 Psg. und auf den billigeren um 5 Psg. erhöht. Aber auch hier gibt es Leute, die nicht den Vorteil und die gute Absicht anerkennen, sondern nur Die 10 Pfennige sehen.
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